Renchérissement. Taux hypothécaires
1842
N 4 octobre 1990
das Empfehlungsrecht des Preisüberwachers und die Be- gründungspflicht der Behörden werden die beiden Arten der Preisüberwachung einander weiter angeglichen. Sie unter- scheiden sich eigentlich weniger dem Inhalt nach als durch die für die Ueberwachung zuständige Institution. In einem Fall ist dies der Preisüberwacher, im anderen ist es eine andere Behörde. Unter diesen Umständen rechtfertigt sich auch eine Klarstellung im Gesetzestext bezüglich Rechtsschutz und Be- schwerdelegitimation. Diese müssen Entscheide des Preis- überwachers und solche anderer Behörden gleichermassen erfassen. Ein Verzicht auf den Rechtsschutz und die Be- schwerdelegitimation der Konsumentenverbände im Falle der Preisüberwachung anderer Behörden würde eine von der Sa- che her nicht zu rechtfertigende Ungleichheit nach sich zie- hen. Die vorgeschlagene Ergänzung zu Artikel 15 Absatz 3 bringt eine notwendige Klarstellung in bezug auf das Be- schwerderecht der Konsumentenorganisationen im Rahmen des Preisüberwachungsgesetzes. Sie entspricht im übrigen auch der Regelung im Umweltschutzgesetz.
Ich bitte Sie, meinem Antrag zuzustimmen.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag Dormann Dagegen
50 Stimmen 54 Stimmen
Art. 26 Abs. 2, Ziff. II Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 26 al. 2, ch. Il Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Gesetzentwurfes Dagegen
87 Stimmen 17 Stimmen
A. Bundesbeschluss über die Volksinitiative «zur Ueber- wachung der Preise und der Kreditzinsen» A. Arrêté fédéral concernant l'initiative populaire «sur la surveillance des prix et des intérêts des crédits»
Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes Dagegen
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
90 Stimmen 2 Stimmen
90.055
Teuerungsbekämpfungsmassnahmen im Bereich der Hypothekarzinsen. Bundesbeschluss Lutte contre le renchérissement dans le domaine des taux hypothécaires. Arrêté fédéral
Siehe Seite 1776 hiervor - Voir page 1776 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 4. Oktober 1990 Décision du Conseil des Etats du 4 octobre 1990
Differenzen - Divergences
Ingress, Art. 1 Abs. 1, Art. 3, 4, 7, 8 Abs. 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Préambule, art. 1 al. 1, art. 3, 4, 7, 8 al. 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Frau Ulrich, Berichterstatterin: Wie Sie auf der Fahne sehen, ist auch der Ständerat heute morgen auf das Geschäft einge- treten und hat einige geringfügige Aenderungen vorgenom- men. Sie sehen jetzt, dass z. B. der Titel richtig ist, indem es heisst: «Bundesbeschluss über die Unterstellung der Hypo- thekarzinsen unter die Preisüberwachung». Bei Artikel 1 hat der Ständerat darauf verzichtet, nur den Hypothekarzins für Wohn- und Geschäftsräume der Preisüberwachung zu unter- stellen, sondern sämtliche Hypothekarzinsen sollen unterstellt sein, also auch die für landwirtschaftliche Betriebe. Artikel 3 über die Berichterstattung will der Ständerat streichen, der hätte auch nur bei der konjunkturpolitischen Preisüberwa- chung einen Sinn gehabt. Den Fehler in Artikel 4, auf den Herr Allenspach gestern zu Recht aufmerksam gemacht hat, hat der Ständerat nun korrigiert. Die Mieter sind rausgenommen worden, sie müssen nicht mehr offenlegen. Eine kleine Aende- rung ist auch bei Artikel 7 Absatz 2 vorgenommen worden: Die Ausführungsvorschriften sind bereits im Preisüberwachungs- gesetz drin, diese Bestimmung kann man hier zu Recht strei- chen. Und beim letzten Artikel ist klar, dass der Beschluss nicht mehr am 1. Oktober in Kraft treten kann, wenn wir heute schon den 4. schreiben.
Unsere Kommission hat sich einstimmig allen Aenderungen des Ständerates angeschlossen. Es besteht keine Differenz mehr zum Ständerat, und ich bitte Sie, dieser Vorlage nun so zuzustimmen.
M. Theubet, rapporteur: En votant ce matin l'entrée en ma- tière par 23 voix contre 14, le Conseil des États a adhéré au projet du Conseil national moyennant quelques modifications d'ordre formel. Tout d'abord le titre, qui a été modifié encore une fois. Le libellé en est maintenant le suivant: «Arrêté fédéral concernant la soumission des intérêts hypothécaires à la sur- veillance des prix». A l'article premier, il y a une modification de forme mais non de fond, la surveillance concurrentielle étant confirmée. Toutefois, on note une légère extension du champ d'application dans ce sens qu'il est prévu de soumettre l'en- semble des crédits hypothécaires à la surveillance, donc pas seulement les logements et les locaux commerciaux, comme nous l'avions décidé, mais également tous les autres crédits, les crédits à l'agriculture par exemple. A l'article 4, la correc- tion qui a été apportée par le Conseil des Etats avait déjà été effectuée lors de nos débats hier après-midi, mais n'avait pas été communiquée à la Chambre haute. A l'article 7, la modifi- cation va dans le sens que le Conseil fédéral est seul respon- sable de l'exécution, alors que nous avions admis que cette
Dringliche Interpellation der Fraktion der SVP
1843
responsabilité incombait et au Conseil fédéral et au Surveillant des prix.
A l'article 8, alinéa 2, je vous propose de faire coïncider le texte français avec le texte allemand, ce qui n'est pas le cas actuelle- ment. Il faudrait modifier la fin de la phrase comme suit: « .... et entre en vigueur le lendemain de son adoption» alors que vous avez sur votre dépliant «entre en vigueur à la date de sa publi- cation». La commission a accepté ces modifications, à l'unani- mité.
Angenommen - Adopté
90.677
Dringliche Interpellation der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei Bau- und Wohnungspolitik. Mittel- und langfristige Massnahmen
Interpellation urgente du groupe de l'Union démocratique du centre Politique de la construction et du logement. Mesures à moyen et à long terme
Wortlaut der Interpellation vom 17. September 1990
Die erneute Hypothekarzinserhöhung führt zu einer drasti- schen Verschärfung der aktuellen Probleme auf dem Woh- nungs- und Bodenmarkt und trifft weite Teile unserer Bevölke- rung hart. Diese Entwicklungen erfüllen die SVP mit Besorg- nis.
Die SVP-Fraktion erachtet jedoch direkte, sozialpolitisch moti- vierte Eingriffe in das Markt- und Zinsgefüge als verfehlt und zur Lösung der anstehenden Probleme ungeeignet. Vielmehr müssen heute Massnahmen eingeleitet werden, die mittel- und langfristig zu einer Lösung der grundlegenden Probleme des schweizerischen Boden- und Wohnungsmarktes beitra- gen. Konkret muss es darum gehen, den Wohnungsmarkt durch sofortige Deregulierungsmassnahmen wieder ins Gleichgewicht zu bringen und soziale Härten, die durch hohe Mieten entstehen, durch geeignete sozialpolitische Massnah- men aufzufangen. Eher mittel- bis langfristig wirkende Mass- nahmen wären durch sofort wirkende Anpassungs- und Uebergangsmassnahmen zu begleiten.
Die Landesregierung räumte anlässlich der Diskussion um die vom Bundesrat vorbereiteten dringlichen Bundesbeschlüsse zu den Hypothekarzinsen ein, es bestehe ein Handlungsbe- darf im Bereich der mittelfristigen Boden- und Wohnungspoli- tik. Die Zeit drängt und Lippenbekenntnisse verbunden mit weiteren dringlichen Aktionen zur Symptombekämpfung sind kein ernsthafter Beitrag zur Lösung der Probleme.
Die SVP stellt dem Bundesrat daher die folgenden Fragen:
Ist der Bundesrat nicht auch der Auffassung, dass Mass- nahmen zur Deregulierung des Boden- und Wohnungsmark- tes dringend angezeigt sind?
Welche konkreten Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu ergreifen, um
a. das Bauland zu verflüssigen;
b. eine bessere Ausnutzung der bestehenden Bausubstanz zu erreichen;
c. die Wohnbausanierung im Berggebiet zu fördern?
Ist der Bundesrat nicht auch der Auffassung, dass deregu- . lierende Massnahmen im Bereich des Mietrechts eingeleitet werden müssen?
Ist er nicht auch der Meinung, dass Deregulierungsmass- nahmen, die naturgemäss erst mittel- oder langfristig Resul- tate erzielen können, von schnell wirkenden Uebergangs-
massnahmen begleitet werden müssen? Welche Massnah- men sieht er in diesem Zusammenhang vor?
Welche Aenderungen des Wohnbau- und Eigentumsförde- rungsgesetzes sieht er vor, um finanziell schwächere Haus- halte und gemeinnützige Bauträger verstärkt zu unterstützen? 6. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu ergreifen, um den Zufluss von Spargeldern zu erhöhen?
Wie stellt sich der Bundesrat zur Pflicht, Hypothekarschul- den zu amortisieren und in welchem Zeitraum gedenkt er Massnahmen in dieser Richtung zu ergreifen?
Welche weiteren sozialpolitischen, fiskalpolitischen und fi- nanzpolitischen Massnahmen sieht er vor?
Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass zur Bewälti- gung der anstehenden Probleme, die eng mit der Konjunktur- lage, der Teuerungsentwicklung und der Zinssituation ver- knüpft sind, eine konjunkturpolitische Konsultativkommis- sion, bestehend aus Vertretern der Regierung, der National- bank, der Banken sowie dem Präsidenten der Kommission für Konjunkturfragen, eingesetzt werden sollte?
Wann gedenkt der Bundesrat dem Parlament ein entspre- chendes Massnahmenpaket zur Boden- und Wohnpolitik vor- zulegen?
Texte de l'interpellation du 17 septembre 1990
La nouvelle hausse du taux de l'intérêt hypothécaire aggrave considérablement les problèmes qui se posent actuellement dans le domaine du logement et sur le marché immobilier et frappe durement une grande partie de notre population. Cette évolution préoccupe l'Union démocratique du centre.
Le groupe de l'UDC estime cependant qu'une intervention di- recte, pour des motifs d'ordre social, dans les mécanismes du marché et dans l'élaboration des taux hypothécaires serait inopportune et ne contribuerait guère à résoudre les problè- mes qui se posent. Il faut plutôt prendre des mesures qui, à moyen et à long terme, contribuent à la solution des problè- mes fondamentaux du marché susmentionné. Il s'agit de réé- quilibrer le marché du logement par des mesures immédiates de déréglementation et de pallier, par des dispositions appro- priées de politique sociale, les rigueurs qui peuvent résulter de loyers excessifs. Il faudrait compléter les mesures à long et à moyen terme par des prescriptions transitoires et des disposi- tions d'adaptation à effet immédiat.
Au cours de la récente discussion qui s'est ouverte au sujet des arrêtés fédéraux urgents élaborés par le Conseil fédéral en matière de taux hypothécaires, notre gouvernement a re- connu qu'il fallait agir à moyen terme sur le plan de la politique du logement et de la politique immobilière. Le temps presse; or des déclarations purement verbales et des mesures d'ur- gence destinées à combattre uniquement les symptômes du mal ne constituent pas une contribution sérieuse à la solution des problèmes.
L'UDC demande au Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes:
Le Conseil fédéral n'est-il pas aussi d'avis qu'il convient de prendre d'urgence des mesures de déréglementation du mar- ché immobilier et de celui du logement?
Quelles mesures le Conseil fédéral entend-il prendre pour a. assouplir le marché immobilier;
b. améliorer l'exploitation des constructions existantes;
c. encourager l'assainissement des logements dans les ré- gions de montagne ?
Le Conseil fédéral n'est-il pas d'avis qu'il importe de pren- dre des mesures de déréglementation en matière de loyers?
Ne considère-t-il pas également que des mesures de déré- glementation qui, compte tenu de leur nature même, ne peu- vent avoir d'effet qu'à moyen ou à long terme, doivent être ac- compagnées de mesures transitoires agissant rapidement? Quelles mesures prévoit-il de prendre en ce sens?
A quelles modifications de la loi encourageant la construc- tion et l'accession à la propriété de logements entend-il procé- der afin de soutenir davantage les ménages financièrement faibles et les maîtres d'ouvrage ayant une fonction d'utilité pu- blique?
Quelles mesures le Conseil fédéral entend-il prendre afin de stimuler l'épargne?
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1990
Année
Anno
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IV
Volume
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Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.055
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Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1990 - 15:00
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