Verbesserung der Wohnverhältnisse in Berggebieten
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Bst. b b. .... Verkehrsmitteln oder auf öffentlichen Strassen und Plät- zen;
Art. 40b (nouveau)
Proposition de la commission Introduction, let. a, c Adhérer à la décision du Conseil des Etats Let. b b. .... publics ou sur la voie publique;
Neukomm, Berichterstatter: In der Vorlage B hat der Stände- rat eine Einschränkung gemacht in dem Sinn, dass er das Wi- derrufsrecht nur beim Vertragsabschluss in öffentlichen Ver- kehrsmitteln, Wohnräumen oder deren unmittelbaren Um- gebung vorsieht. Wir haben in der Nationalratskommission das Widerrufsrecht auf Verkehrsmittel oder öffentliche Stras- sen und Plätzen ausgedehnt, denn sehr viele spontane Ver- tragsabschlüsse werden von raffinierten Vertretern auf öffent- lichen Plätzen abgeschlossen, auf Strassen, unter den Lau- ben. Man spricht in der Praxis von Trottoirverkäufen. Deshalb ist das Widerrufsrecht hier am Platz.
Angenommen - Adopté
Art. 40b bis (neu) Antrag der Kommission Einleitung, Bst. a, c Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Bst. b
b. .... abgeschlossen oder vom Anbieter wiederholt gleichar- tige Sachen bezogen oder gleichartige Dienstleistungen in Anspruch genommen hatte;
Art. 40b bis (nouveau) Proposition de la commission Introduction, let. a, c Adhérer à la décision du Conseil des Etats Let. b
b. .... avec le fournisseur, ou si, à plusieurs reprises, il a acquis du fournisseur des choses de même genre ou s'il a accepté des prestations de même genre, ou ....
Neukomm, Berichterstatter: In Artikel 40b bis unterbreiten wir Ihnen eine Synthese aus der früheren Nationalratsfassung und der Ständeratsfassung. Es sind zwei Ausnahmen vom Wi- derrufsrecht. Einerseits geht es um die Art und Weise des Ver- tragsabschlusses, also um die Methode, anderseits um die Wiederholung (« .... gleichartige Sachen bezogen oder gleich- artige Dienstleistungen in Anspruch genommen hatte .... »).
M. Petitpierre, rapporteur: Il faut préciser en français que cette modification implique un léger élargissement de l'excep- tion, en ce sens que l'on garde la formule du cumul sur l'anté- riorité et la manière des contrats en y ajoutant tout simplement «mêmes prestations» et «mêmes objets» sans s'occuper de la manière. Il y a donc un peu plus de cas où le consommateur n'aura pas le droit de révoquer. Il nous semble quand même que cela vaut la peine de le faire par souci de clarté et de facilité d'interprétation.
Angenommen - Adopté
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
89.053
Verbesserung der Wohnverhältnisse in Berggebieten. Revision Amélioration du logement dans les régions de montagne. Révision
Botschaft und Gesetzentwurf vom 16. August 1989 (BBI III, 412) Message et projet de loi du 16 août 1989 (FF III, 405) Beschluss des Ständerates vom 7. März 1990 Décision du Conseil des Etats du 7 mars 1990 Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière
Aregger, Berichterstatter: Die Schweiz ist zum grossen Teil ein Bergland und relativ dezentral besiedelt. Diese dezentrale Besiedlung ist aber alles andere als selbstverständlich. Würde sie nicht bewusst gefördert und liessen wir allen Sogkräften freien Lauf, würde die Bevölkerungsverschiebung zu den Bal- lungsräumen bedrohliche Ausmasse annehmen. Es kann und darf uns nicht gleichgültig sein, wenn die grossen Zentren im- mer grösser und die Berggebiete langsam entvölkert werden. Massnahmen gegen die Abwanderung sind denn auch die wichtigste Zielsetzung, in allen IHG-Entwicklungsregionen. Wir werden heute noch mehr davon hören, beispielsweise bei der Behandlung der Motion Steinegger.
Es würde zu weit führen, wollten wir die verschiedenen schon bestehenden Finanzhilfen und privaten Leistungen zugunsten des Berggebietes und seiner Bevölkerung aufzählen. Das heute zu ·behandelnde Geschäft betrifft eine solche Finanz- hilfe, und zwar auf dem Gebiete der Verbesserung der Wohn- verhältnisse. Das Bundesgesetz aus dem Jahre 1971 soll in seiner Wirkung um weitere zehn Jahre verlängert werden. Zu- dem sind zu einigen Artikeln Aenderungen vorgeschlagen. Das Gesetz hat rein subsidiären Charakter. Der Vollzug obliegt den Kantonen, Bundeshilfe wird nur gewährt, wenn auch Kan- tone und Gemeinden einen Beitrag leisten. Die Leistung von Finanzhilfe des Bundes setzt in jedem Einzelfall die Einhaltung einer Einkommens- und einer Vermögensgrenze voraus. Im Hinblick auf die Garantie eines normalen Ausbaustandards ist eine Baukostengrenze festgelegt, die nicht überschritten wer- den darf. Die erwähnten Grenzen sorgen dafür, dass die Wohnbauhilfe eine sozialpolitische Massnahme bleibt. Nach aktueller Praxis beträgt der jährlich zur Verfügung stehende Bundeskredit 20 Millionen Franken, die für die Sanierung von ungefähr 900 Wohnungen verwendet werden. Die Bundeslei- stung pro Objekt beträgt damit durchschnittlich etwa 23 000 Franken.
Die Kantone haben in einer Erhebung für die nächsten zehn Jahre einen Sanierungsbedarf von 28 000 Wohnungen festge- stellt. Es lässt sich leicht berechnen, dass im bisherigen Rhyth- mus in den nächsten zehn Jahren 9000 Wohnungen saniert werden können. 19 000 Gesuchsteller müssen also auf später vertröstet werden, das sind immerhin zwei Drittel aller Interes- senten.
Ich bin der Meinung, dass dies nicht so sein sollte. Es kann doch nicht unsere Absicht sein, Hilfesuchende im eigenen Land abzuweisen oder auf Jahre hinaus zu vertrösten. Wir müssen unbedingt im nächsten Budget die Jahrestranche an- heben und auf einem höheren Niveau «verstetigen», damit die Kantone mit ihren entsprechenden Budgetposten nachziehen können. Nur so wird es uns gelingen, das vorliegende Gesetz im beabsichtigten Sinne zur Wirkung kommen zu lassen.
Nun zur Revision des Gesetzes: Erstens geht es - wie schon erwähnt - darum, die Geltungsdauer um zehn Jahre zu verlän- gern. Zweitens wird in Artikel 1 der Empfängerkreis neu defi- niert. Bisher bestand er aus kinderreichen Familien, Betagten
Amélioration du logement dans les régions de montagne
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N
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und Invaliden. In der neuen, erweiterten Fassung sind Fami- lien und Personen in bescheidenen finanziellen Verhältnissen genannt. Drittens wird die Möglichkeit geschaffen, zwei Woh- nungen im gleichen Haus finanziell zu unterstützen. In der Meinung, eine zweite Wohnung könnte zeitweise mit Gewinn vermietet werden, hatte man diese Möglichkeit bisher aus- geschlossen. Die Kommission hat die erwähnten Revisions- punkte einstimmig gemäss Antrag Bundesrat und Ständerat unterstützt.
Einzig bei Artikel 4, einem weiteren Revisionspunkt, entstand eine Differenz. Die Kommissionsmehrheit schlägt Ihnen vor, den Wortlaut wie bisher stehen zu lassen und die Fassung ge- mäss Bundesrat und Ständerat abzulehnen. Der bisher gül- tige Artikel lautet: «Die unterstützten Arbeiten sollen in ihrer baulichen Gestaltung auf das Orts- und Landschaftsbild Rück- sicht nehmen.» Die Kommission konnte sich an einer sehr re- präsentativen Besichtigung im Entlebuch davon überzeugen, dass der bisher geltende Artikel von den zuständigen Bewilli- gungsbehörden ganz im Sinne des Gesetzgebers gehand- habt wird.
Ich bitte Sie, auf die Revision einzutreten und den Beschlüs- sen der Kommissionsmehrheit zuzustimmen.
M. Zbinden Paul, rapporteur: La Confédération intervient de- puis vingt ans très exactement pour améliorer le logement dans les régions de montagne. Il s'agit d'une loi de subven- tionnement. Le but de cette loi et de cette aide est d'améliorer la qualité des habitations de la population montagnarde. Il y a lieu de préciser qu'il ne s'agit pas de limiter ce soutien à la seule agriculture de montagne. C'est l'ensemble de la popula- tion, donc aussi les habitations non agricoles qui doivent bé- néficier de cette aide financière fédérale, cantonale et commu- nale.
Cette aide a fait ses preuves. Depuis 1971, plus de 15 000 ap- partements de montagne ont ainsi été assainis. L'aide fédérale atteint aujourd'hui 265 millions de francs. Les contributions sont d'ailleurs allouées à fonds perdus. Elles s'ajoutent à l'aide financière des cantons et des communes qui participent pour environ trois quarts de l'aide fédérale. L'efficacité et la néces- sité de l'intervention de l'Etat en faveur du logement dans les régions de montagne n'ont jamais été contestées.
La loi actuellement en vigueur a une durée limitée de dix ans. Elle arrive à échéance à fin 1990. Le Conseil fédéral nous pro- pose de la proroger pour une troisième période de dix ans, soit jusqu'à fin 2000. Les besoins futurs d'assainissement se rap- portent à environ 28 000 appartements qui attendent une amé- lioration. Je précise que les crédits d'engagement sont votés chaque année par le Parlement dans le cadre du budget. Pour l'année en cours, il est prévu un montant de 20 millions de francs. Notre commission vous propose à l'unanimité et sans hésitation d'approuver cette prolongation.
Nous profitons de l'occasion de cette prolongation pour modi- fier quelques articles et adapter le régime aux besoins actuels, tout en maintenant le système en soi. Je rappelle que par déci- sion du Conseil fédéral, la délimitation des régions de monta- gne susceptibles de bénéficier de cette aide a été élargie tout dernièrement par une modification de l'ordonnance qui étend cette région bénéficiaire à la zone I du cadastre de la produc- tion agricole. Je reviendrai sur les quelques modifications de la loi dans le cadre de l'examen de détail des articles. Je vous rappelle qu'à l'article premier il y a un élargissement du cercle des personnes bénéficiaires, qu'à l'article 3 il est prévu d'élar- gir également le champ d'application quant aux objets et qu'à l'article 4 il y a une légère différence sur laquelle nous revien- drons.
Votre commission s'est informée sur place dans l'Entlebuch et au Sörenberg de la nécessité et des résultats de l'aide fédérale pour l'amélioration du logement dans les régions de monta- gne. Elle a visité plusieurs bâtiments assainis, d'autres cons- tructions complémentaires et de vieux bâtiments qui ont un besoin urgent d'assainissement. Nous avons eu l'impression que les familles ayant bénéficié de cette aide nous sont recon- naissantes de pouvoir habiter aujourd'hui dans des conditions plus dignes de notre pays.
La commission a voté le projet de loi modifié par 11 voix contre
zéro, trois membres s'étant abstenus pour des raisons que nous verrons encore dans l'examen de détail. Nous vous invi- tons à entrer en matière.
Brügger: Die sozialdemokratische Fraktion befürwortet die Weiterführung des nun schon seit 20 Jahren geltenden Geset- zes über die Verbesserung der Wohnverhältnisse im Bergge- biet. In der Tat handelt es sich hierbei um berechtigte Bundes- hilfe für die vor allem wirtschaftlich benachteiligte Bevölkerung des Berggebietes. Die bescheidenen Mittel des Bundes ha- ben einen hohen Multiplikator und dienen nicht zuletzt auch der sogenannten dezentralen Besiedlung unseres Landes, ei- nem Postulat, dem unsere Fraktion grosse Bedeutung bei- misst.
Dezentrale Besiedlung als eines der vielen Ziele des 6. Land- wirtschaftsberichtes hat nicht nur landwirtschaftspolitisch seine Bedeutung, sondern erfüllt auch raumplanerische und siedlungspolitische Anliegen. Unsere Fraktion begrüsst ins- besondere den Teil der Revision, mit dem in Zukunft aufgrund des bestehenden Verfassungsrechtes auch Einzelpersonen, Betagte, Invalide in bescheidenen Verhältnissen zu Nutznies- sern dieser Bundeshilfe werden. Allerdings dürfte deshalb in Zukunft nicht etwa die familienpolitische Komponente in den Hintergrund gedrängt werden. Es soll schlicht so sein, dass fortan neben der kinderreichen Familie oder der sogenannten Dreigenerationenfamilie noch andere Erscheinungsbilder des modernen Lebens berücksichtigt werden. Auch im Berggebiet gibt es Betagte, Rentner, Invalide, alleinstehende Personen mit beschränkten Erwerbsmöglichkeiten, denen bei allfälligen Wohnbausanierungen geholfen werden muss. Damit erhält diese Gesetzesrevision auch indirekt eine sozialpolitische Ausrichtung, die aus der Sicht unserer Fraktion besonders wichtig ist.
Ich sprach eingangs von den relativ bescheidenen Mitteln, die der Bund für diesen Teilbereich aufwendet. Erlauben Sie mir hierzu ein klärendes Wort. Der Präsident der Kommission hat in seinem Eintretensvotum vorhin bereits auf diese bescheide- nen Mittel hingewiesen. Laut einer Erhebung der Schweizeri- schen Arbeitsgemeinschaft für das Berggebiet sollten in den nächsten zehn Jahren weitere rund 28 000 Wohnungen sa- niert werden. Mit den jährlichen vom Parlament bewilligten 20 Millionen Franken können laut Aussagen der Verwaltung rund 900 Gesuche jährlich berücksichtigt werden, was pro Bauobjekt durchschnittlich 23 000 Franken ausmacht. In 10 Jahren könnten somit 9000 der 28 000 Wohnungen saniert werden.
Mit den herkömmlichen Beträgen werden wir uns eindeutig ei- nen Gesuchsüberhang einhandeln, und wir werden im Rah- men des Budgets wohl oder übel dem ausgewiesenen Nach- holbedarf Rechnung tragen müssen. Nur durch eine massive Aufstockung der finanziellen Mittel lassen sich falsche Hoff- nungen, die sonst durch diese Revision geweckt werden könnten, vermeiden. Nur durch die Aufstockung lassen sich in Zukunft die sogenannten Wartefristen für die Sanierung auf ein zumutbares Mass reduzieren.
Ein Wort noch zur Raumplanung, zum Natur-, Heimat- und Umweltschutz. Mit der vorgelegten Gesetzesrevision will der Bundesrat seine Hilfe nur dann gewähren, wenn die Arbeiten den Anforderungen der einschlägigen Gesetzgebung genü- gen. Eigentlich eine selbstverständliche, banale Forderung. Dem hat der Ständerat ohne Bemerkungen zugestimmt.
Die Mehrheit unserer Kommission möchte aber bei der large- ren Fassung des alten Textes bleiben. Nach diesem alten Arti- kel 4 sollen die Bauarbeiten lediglich auf das Dorf- und Land- schaftsbild Rücksicht nehmen. Verwaltung, Bundesrat und Ständerat möchten mit dem neuen Artikel 4 unter anderem auf die Gesetzgebungen hinweisen, die seit der letzten Revision dieses Sanierungsgesetzes vor 10 Jahren beraten und in Kraft gesetzt worden sind.
Die sozialdemokratische Fraktion unterstützt mit Ueberzeu- gung die neue Formulierung von Bundesrat und Ständerat. Damit soll vermehrt die alte ländliche Bausubstanz genutzt werden. Allzu oft sind in der Vergangenheit im Zusammen- hang mit dem staatlich subventionierten Bauen wertvolle Bau-
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ten verschiedenster Baukategorien abgerissen und damit ganze Siedlungsbilder nachteilig beeinflusst worden. Intakte Dorf- und Landschaftsbilder, schonender Erhalt alter Bausub- stanz bedeuten verbesserte Lebensqualität, und diese wie- derum fördert die Stabilität der Wohnbevölkerung. Wo es ei- nem gefällt, da will man bleiben!
Die sozialdemokratische Fraktion ist für Eintreten und emp- fiehlt Ihnen, der unveränderten Fassung, so wie sie aus den Beratungen des Ständerates hervorgegangen ist, zuzustim- men. Damit schaffen wir keine Differenz zum Ständerat und garantieren die lückenlose Weiterführung des Ende dieses Jahres ablaufenden alten Sanierungsgesetzes.
Le président: Les groupes libéral et radical-démocratique communiquent qu'ils sont favorables à l'entrée en matière.
Seiler Hanspeter: Dass sich die Wohnverhältnisse im Bergge- biet im Laufe der letzten Jahre verbessert haben, ist eine er- freuliche Tatsache. Gute Wohnverhältnisse motivieren zum Bleiben und tragen deshalb dazu bei, die Abwanderungs- oder Entleerungstendenz zu bremsen, ja zu stoppen.
Man nimmt im Berggebiet abgelegenes Wohnen, weite Wege zur Schule, zum Einkaufen, zum Arzt, zur Post, ein eher unter dem Durchschnitt liegendes Einkommen und andere Nach- teile gerne in Kauf, wenn man sich gleichzeitig eines minima- len Wohnkomforts erfreuen kann. Sich-zuhause-fühlen ist vor allem von der Haushalt- und Wohnungseinrichtung, von einer minimalen Wohnraumgrösse und von der Behaglichkeit des Wohnens abhängig. Mit verbesserten Zufahrtmöglichkeiten, mit der Schönheit der Landschaft, der Wohnlage und dem günstigen Klima hat man eben bei weitem nicht gewohnt.
Das Bundesgesetz über die Verbesserung der Wohnverhält- nisse aus dem Jahre 1970 hat grossen Anteil daran, dass die dezentrale Besiedlung unseres Landes erhalten blieb und dass damit die im Interesse aller liegende Bewirtschaftung und Pflege des Berggebietes sichergestellt wurde. Noch ist aber nicht alles getan. Wir haben vom Präsidenten Zahlen ge- hört. Viele Wohnungen bedürfen noch einer dringenden Sa- nierung; die Weiterführung dieser Finanzhilfen ist unbedingt erforderlich, wenn man nicht auf halbem Wege stehen bleiben will.
Die SVP-Fraktion begrüsst deshalb die Ausweitung des räum- lichen und personellen Geltungsbereiches und ist für Eintre- ten.
Immerhin muss ich auf einige Randbedingungen hinweisen.
Die Absicht des Gesetzgebers kann nur dann verwirklicht werden, wenn er bereit ist, die entsprechenden Mittel bereitzu- stellen. Ohne Mittel sticht das Gesetz nicht. Es bliebe blosse Absichtserklärung und Lippenbekenntnis. Wer A sagt, muss eben auch bereit sein, B zu sagen.
Die Wirksamkeit ist auch davon abhängig, wie der Bundes- rat auf Verordnungsstufe die Einkommensgrenzen und ebenso die Baukostenlimiten festsetzt beziehungsweise den Entwicklungen im Kostensektor und den neuen Gegebenhei- ten anpasst. Wir erwarten vom Bundesrat, dass er hier perio- disch notwendig werdende Anpassungen vornimmt.
Sanierungen setzen oft voraus, dass Anliegen des Heimat- und Ortsbildschutzes berücksichtigt werden müssen. Im Hin- blick auf die Erhaltung der ländlichen Baukultur und Bausub- stanz ist dies vielerorts wünschbar und begrüssenswert. In der Regel entstehen dadurch aber auch entsprechende Mehrko- sten. Das darf nun nicht dazu führen, dass man dieser Mehrko- sten wegen auf eine Sanierung verzichtet oder auf einen billi- geren und vielleicht unpassenderen Neubau ausweicht.
Ich bitte den Bundesrat, diesem Gesichtspunkt in den Verord- nungen Rechnung zu tragen.
Das Eintreten auf das Gesetz, das man in einer qualitativ bes- seren Ausführung weitere 10 Jahre gültig lassen will, ist bei uns unbestritten. Ich bitte Sie, darauf einzutreten und den Mehrheitsanträgen der Kommission zuzustimmen.
Le président: le groupe de indépendants et des évangéliques communique qu'il est favorable à l'entrée en matière.
Schnider: Das Bundesgesetz über die Verbesserung der Wohnverhältnisse in Berggebieten konnte seit dessen Beste- hen mit grossem Erfolg angewendet werden.
Der Bundesrat, alle Kantone und die politischen Parteien be- fürworten die vorgesehene Verlängerung um weitere zehn Jahre.
Wie vom Präsidenten und Kommissionssprecher ausgeführt wurde, löste diese Vorlage mit Ausnahme von Artikel 4 keine grossen Diskussionen aus. Trotz aller Achtung vor Organisa- tionen wie Raumplanung, Umweltschutz sowie des Natur- und Heimatschutzes wurde ein zusätzliches Mitspracherecht der erwähnten Amtsstellen in unserer Kommission klar abgelehnt. Mit dem Vorschlag der Kommissionsmehrheit, die unterstütz- ten Arbeiten sollten in ihrer baulichen Gestaltung auf das Dorf- und Landschaftsbild Rücksicht nehmen, sind die erwähnten Amtsstellen berücksichtigt; ihren Anliegen wird absolut Rech- nung getragen. Dieser Vorschlag entspricht übrigens der bis- herigen, bewährten Fassung.
Mit dem Vorschlag der Kommissionsminderheit würden unnö- tige Doppelspurigkeiten ausgelöst, welche letzten Endes nur das Baubewilligungsverfahren erschweren und verzögern würden. Durch Verzögerungen der Baubewilligungen wird in vielen Fällen eine unbedingt notwendige Eigenleistung in Form von Mitarbeit verunmöglicht, was im Zusammenhang mit den heutigen hohen Baukosten und den hohen Bankzin- sen keineswegs unterschätzt werden darf.
Im Namen der CVP-Fraktion bitte ich Sie, beim Artikel 4 dem Antrag der Kommissionsmehrheit zuzustimmen. Im übrigen danke ich dem Bundesrat und den zuständigen Herren vom Bundesamt für Wohnungswesen für die klare und gute Vorbe- reitung dieser Vorlage.
Meier-Glattfelden: Die grüne Fraktion ist für Eintreten und für die weitere zehnjährige Verlängerung dieses Gesetzes.
Der Sanierungsbedarf ist immer noch gross. Wir haben es ge- hört: Rund 28 000 Wohnungen warten darauf, saniert zu wer- den. Die 20 Millionen Franken genügen für ungefähr 900 Woh- nungen pro Jahr.
Die Grüne Partei hat schon in der Vernehmlassung geschrie- ben, diese Mittel seien zu knapp. Man muss sie erhöhen. Nur steht das jetzt nicht zur Diskussion. Wir werden das im Rah- men des Budgets behandeln.
Die grüne Fraktion ist erfreut, dass vor allem Altbausanierun- gen im Vordergrund stehen und Neubauten erst in zweiter Li- nie kommen. Wir finden es auch gut, dass die Bundeshilfe neu einem erweiterten Kreis von Personen zugute kommen soll und nicht nur Familien nach dem herkömmlichem Begriff. Die relativ bescheidenen Mittel des Bundes lösen ein finanzielles Engagement von Gemeinden und Kantonen aus, so dass der Bundesbeitrag vervielfacht wird.
Nicht verstehen kann die grüne Fraktion, dass die Mehrheit der Kommission Artikel 4 in der Fassung von Bundesrat und Ständerat nicht akzeptieren will. Hier wird ein Graben aufgeris- sen. Es scheint, als ob man das Geld sehr gern nimmt, aber die Anforderungen der Raumplanung, des Naturschutzes, des Heimatschutzes und des Unweltschutzes nur widerwillig erfüllen will. Berücksichtigt werden müssen diese Anforderun gen trotzdem. Hier wird Goodwill in der Oeffentlichkeit kaputt- gemacht.
Ich bitte Sie, stimmen Sie unbedingt der Fassung des Bundes- rates und der Fassung, wie sie der Ständerat auch will, zu. Wir wollen doch hier keine Differenz schaffen und nochmals eine ellenlange Diskussion auslösen.
Ich bitte Sie, stimmen Sie dem Gesetz so zu, wie es der Stän- derat bereits beschlossen hat.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Je constate que l'entrée en matière n'est pas combattue dans le cadre de votre conseil et je m'en réjouis. Il s'agit là d'un bon instrument de notre politi- que régionale; il s'agit là d'une contribution de solidarité en fa- veur de nos compatriotes qui habitent la montagne et qui, en plus des dispositions spécifiques en faveur de l'agriculture de montagne, par ce biais, sont l'objet de notre soutien.
Je me réserve d'intervenir pour l'article 4 en faveur de la solu- tion du Conseil des Etats et de la minorité de votre commission
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mais, pour l'entrée en matière je ne peux que me réjouir de vo- tre unanimité - j'en suis certain - et si ainsi nous pouvons achever aujourd'hui la lecture de ce projet par son adoption, je souhaite que la fortune nous permette d'octroyer à cette aide, et ensuite de budget en budget, des moyens matériels subs- tantiels. Il s'agit d'un acte décisif en faveur de la montagne.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Ziff. I Ingress, Art. 1 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, ch. I préambule, art. 1 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 3 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Aregger, Berichterstatter: Die Fassung des Ständerates weicht von der bundesrätlichen Fassung ab; es ist etwas schwer verständlich, was eigentlich damit gemeint ist. Ich möchte im Interesse und zuhanden der Materialien folgendes festhalten: Nach dem Vorschlag des Bundesrates müsste man bei der Bewilligung von Ergänzungsbauten mit grosser Zurückhaltung vorgehen. So wäre es nicht möglich, dem Be- wohner einer zu kleinen oder gekündigten Wohnung in Form eines Neubaus Ersatz zu schaffen. Es wurde abgelehnt, einen Neubau zu subventionieren, wenn eine Wohnung dem Be- wohner nicht mehr genügt. Einziges Kriterium für die Erstel- lung eines Ergänzungsbaus wäre die Tatsache - gemäss Vor- schlag Bundesrat -, dass im bisherigen Heim der Einbau einer zweiten Wohnung wegen fehlendem Platz oder aus anderen Gründen nicht möglich ist.
Nach der Formulierung des Ständerates, der auch die Kom- mission zustimmt, ergibt sich eine - wenn auch nicht sehr weit- gehende - Oeffnung. Der Bewohner einer zu kleinen oder ge- kündigten Miet- oder Eigentumswohnung kann sich nach die- sem Vorschlag mit einem subventionierten Neubau Ersatz be- schaffen.
M. Zbinden Paul, rapporteur: Jusqu'à maintenant, on ne pou- vait subventionner une construction nouvelle que si le bâti- ment existant ne présentait pas la possibilité d'une améliora- tion. Cette règle est contenue dans la lettre d de la présente loi. Il s'est avéré nécessaire d'élargir également le champ d'appli- cation quant aux objets à subventionner. C'est ainsi que le Conseil fédéral propose une nouvelle lettre e pour permettre des constructions complémentaires - c'est une nouvelle no- tion, en allemand «Ergänzungsbauten»- comprenant deux ap- partements au plus lorsque les structures, respectivement le volume du bâtiment principal, ne permettent pas d'y aména- ger un deuxième appartement. Nous voulons ainsi aider à maintenir un cycle familial du logement et permettre aux diffé- rentes générations successives de vivre ensemble, mais dans deux appartements distincts.
Le Conseil des Etats a tenté de préciser cette nouvelle disposi- tion. Si vous prenez le texte français, il me semble qu'il l'a voté sans l'approfondir avec la rigueur indispensable. Le Conseil des Etats veut permettre le subventionnement d'une construc- tion complémentaire nouvelle avec deux appartements au plus lorsque les structures d'un bâtiment existant ne permet- tent pas l'agrandissement des conditions d'habitation. Ce n'est qu'au moment de la préparation de mon exposé que j'ai constaté que le nouveau texte n'est ni très clair ni très intelligi- ble.
A l'intention de la Commission de rédaction, je pose la ques- tion de savoir si, dans le texte français, l'adjectif «principal» pour le bâtiment n'est pas de trop, puisqu'il y a une divergence avec le texte allemand. En fait, et c'est ce qui est important, le Conseil des Etats ouvre la voie de l'aide financière aux cons- tructions complémentaires nouvelles, lorsque les conditions d'habitation existantes ne permettent pas un agrandissement; peuvent ainsi bénéficier dorénavant de cette aide pour une construction complémentaire nouvelle également les locatai- res ou les propriétaires par étage dont l'appartement est de- venu trop étroit. Je dois insister sur le fait que la distinction soit clairement maintenue d'une part, entre la présente loi sur l'amélioration du logement dans les régions de montagne et d'autre part, la loi encourageant la construction et l'accession à la propriété de logements.
Voilà ce qu'il fallait dire pour la future interprétation de ce nou- vel alinéa.
Angenommen - Adopté
Art. 4 Antrag der Kommission Mehrheit Randtitel Bauliche Gestaltung Wortlaut
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Die unterstützten Arbeiten sollen in ihrer baulichen Gestaltung auf das Dorf- und Landschaftsbild Rücksicht nehmen. ( == gel- tender Text)
Minderheit (Wiederkehr, Aliesch, Bundi, Meier-Glattfelden) Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 4 Proposition de la commission Majorité Titre marginal Protection des sites
Texte
Les travaux bénéficiant d'une aide doivent tenir compte de l'aspect du village et du paysage. (= texte en vigueur)
Minorité (Wiederkehr, Aliesch, Bundi, Meier-Glattfelden) Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Wiederkehr, Sprecher der Minderheit: Der Vorschlag des Bundesrates in Artikel 4 lautet: «Der Bund gewährt seine Fi- nanzhilfe nur, wenn die Arbeiten die Anforderungen der Raum- planung, des Natur- und Heimatschutzes sowie des Umwelt- schutzes erfüllen.» Eigentlich ist es eine Selbstverständlich- keit, heute eine Formulierung zu wählen, die nur den gestiege- nen Anforderungen und den heute überall existierenden ge- setzlichen Bestimmungen gerecht werden will.
Diese Formulierung hat denn auch im Ständerat Sukkurs er- halten, gerade durch Vertreter von Bergkantonen. Ein Vertre- ter eines Innerschweizer Bergkantons z. B. hatte schon 1987 mit einem Postulat auf den Zielkonflikt zwischen Raumpla- nung, Natur- und Heimatschutz und eben diesem staatlich subventionierten Sanieren und Bauen in den Berggebieten hingewiesen. Er sagte im Ständerat wörtlich: «Gerade im Zu- sammenhang mit dem staatlich subventionierten Bauen wer- den jährlich Hunderte von wertvollen Bauten verschiedenster Baukategorien abgerissen und verschwinden, und somit wer- den ganze Siedlungsbilder nachteilig beeinflusst.» Er hat ge- wusst, wovon er redet, und gerade darum finde ich es unver- ständlich, dass eine Mehrheit in unserer Kommission - ich kann es nicht anders sagen - beim Wort Raumplanung das grosse Zittern kriegt, dass diese Mehrheit die alte Formulie- rung, die eben den heutigen gesetzlichen Bestimmungen nicht mehr gerecht wird, wieder hervorgekramt hat.
Nun hat uns die Verwaltung in der Kommission ganz klar versi- chern können, dass materiell überhaupt kein Unterschied be- steht, dass die Erfordernisse der Raumplanung, des Natur-
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und Heimatschutzes eingehalten werden müssen, damit die Beiträge überhaupt gesprochen werden können. Warum sagt man denn das nicht, warum will man das kaschieren? Warum ist man nicht ehrlich und sagt denen, die ihre Bauten sanieren dürfen, dass man eben wirklich keine solchen Schachtelhäus- chen mehr in unseren Berggebieten habe möchte, die die Landschaft verunstalten, die keine Heimat ermöglichen, kein Heimatgefühl entstehen lassen? Es ist unbestritten, dass man in Zukunft viel mehr in Altbauten investieren will als in Neubau- ten. Warum lässt man die Leute, die sanieren wollen, nicht wis- sen, dass sie ihre Beiträge wirklich nur dann reklamieren kön- nen, wenn sie tatsächlich die Gesetze einhalten, und zwar ge- mäss dem Gesetzestext hier? Die Mehrheit der Kommission schafft damit eine Differenz zum Ständerat, sie schafft es aber auch, dass ein Graben in der Bevölkerung wieder aufgeworfen wird. Weil die Bevölkerung nicht verstehen kann, warum Bau- ern heute noch sagen können: Wir wollen die Anforderungen des Natur- und Heimatschutzes und der Raumplanung nicht verwirklichen; wir wollen das nicht im Text drin haben.
Das ist doch einfach unehrlich! Die Minderheit ist klar dafür, dass man ehrlich ist in diesem Gesetzestext und den Leuten sagt, was sie materiell unbestritten erwartet. Ich danke Ihnen, wenn Sie der Minderheit zustimmen, keine Differenz zum Stän- derat schaffen und dem Vorschlag des Bundesrates folgen.
Bundi: Ich möchte Sie bitten, der Minderheit und damit auch dem Bundesrat und dem Ständerat zuzustimmen. Der Text ist nicht einfach aus dem Aermel geschüttelt worden. Er beruht vielmehr auf Erfahrungen und berücksichtigt nicht zuletzt auch ein Postulat aus dem Standerat. Dieses Postulat wollte erreichen, dass nicht weiterhin durch den sogar staatlich sub- ventionierten Bau jährlich Hunderte von wertvollen Gebäuden verschiedenster Baukategorien abgerissen werden.
Wir haben in der Kommission an verschiedenen Beispielen gesehen, wie wichtig es ist, die Anliegen des Natur- und Hei- matschutzes sowie der Raumplanung mitzuberücksichtigen. Die Einsicht, nur im äussersten Fall Neubauten zu bewilligen und vermehrt Umbauten und Sanierungen zu fördern, ist lo-
. benswert.
Den Ausführungen von Herrn Guggenheim, Direktor des Bun- desamtes für Wohnungswesen, konnten wir in der Kommis- sion entnehmen, dass das Verfahren innerhalb der Verwaltung einfach und rasch abläuft. Somit haben wir die befürchteten Verzögerungen kaum zu erwarten. Zudem entspricht die Neu- fassung von Artikel 4 dem gesteigerten Umweltbewusstsein, das in der Bevölkerung heute allgemein verbreitet ist.
Der Artikel ist aber auch eine klare Information an die Kantone. Für die Stellen, die diese Gesuche bearbeiten, ist es wichtig zu wissen, dass die Anliegen von Raumplanung, Natur- und Hei- matschutz sowie Umweltschutz - dieses letzte gilt es noch zu unterstreichen - zu beachten sind. Uebernehmen Sie aber die frühere Formulierung, dann überlassen Sie alles wieder dem freien Lauf der Interpretation.
Das Verfahren hat sich also beim Wohnbau- und Eigentums- förderungsgesetz bewährt. Die Befürchtungen und Schwierig- keiten, von denen dort vorher die Rede war, sind nicht einge- treten. Es gibt keinen Grund, die vom Bundesrat vorgeschla- gene Fassung, die ja bereits einen Kompromiss darstellt, in Frage zu stellen.
Im Namen der sozialdemokratischen Fraktion bitte ich Sie, dem Minderheitsantrag zuzustimmen.
Aliesch: Namens der überwiegenden Mehrheit der Fraktion .der FDP bitte ich Sie ebenfalls, der Minderheit und damit dem Bundesrat und dem Ständerat zuzustimmen.
Dieser Artikel 4 definiert ja die baulichen Anforderungen, die für die Gewährung von Finanzhilfen vorhanden sein müssen. Es wurde nun in der Kommission - und auch hier am Pult - die Befürchtung geäussert, dass es durch den neuen Text Verzö- gerungen beim Bewilligungsverfahren gäbe. Insbesondere wird aber auch befürchtet, dass die Gesuche durch weitere Bundesämter bewilligt und begutachtet werden müssen.
Ich habe grosses Verständnis für diese Aengste und Befürch- tungen. Sie gründen nämlich auf gemachten unguten Erfah- rungen. Die Frage ist für mich nur: Sind diese Aengste, diese
Befürchtungen hier bei diesem Gesetz berechtigt? Falls sie nämlich berechtigt wären, dann würde ich persönlich der Mehrheit zustimmen. Diese Befürchtungen wurden aber bei uns in der Kommission durch die Vertreter der zuständigen Bundesämter widerlegt. Es wurde gesagt, dass es im Bewilli- gungsablauf keine Aenderung gebe. Es komme zu keinen weiteren Verzögerungen, und zwar ganz einfach deshalb, weil den Anliegen der Raumplanung, des Natur-, Heimat- und Um- weltschutzes im kantonalen Bewilligungsverfahren so oder so bereits heute Rechnung zu tragen sei. Herr Bundi, es ist also bereits heute nicht dem freien Lauf der Interpretation überlas- sen, ob man diese Anliegen berücksichtigt.
Die Formulierung in Artikel 4 sei nebensächlich, wurde uns ge- sagt. Sie ändert am materiellen Gehalt dieser Vorschrift nichts. Diese Aussage wurde in der Kommission gemacht.
Herr Bundesrat Delamuraz, Sie waren an dieser Kommissions- sitzung nicht anwesend. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie diese Aussage bestätigen könnten, dass also keine neuen Bundesämter in das Bewilligungsverfahren einbezogen wer- den. Wenn bestätigt werden kann, dass keine neuen Bundes- ämter eingeschaltet werden, dann können wir mit Ueberzeu- gung der Kommissionsminderheit, dem Ständerat und dem Bundesrat zustimmen.
Meine Schlussfolgerung: Schaffen wir doch keine Differenzen zum Ständerat. Das gäbe nur weitere Verzögerungen. Es hat doch keinen Sinn, hier neue Gräben aufzureissen. Das ist wirk- lich der falsche Ort, um über Fragen der Raumplanung, des Natur-, Heimat-, Landschafts- und Umweltschutzes zu disku- tieren.
Ich bitte Sie namens der Fraktion der FDP, der Minderheit und demnach dem Ständerat und dem Bundesrat zuzustimmen.
M. Gros: Le groupe libéral soutient bien sûr les mesures pri- ses pour améliorer le logement dans les régions de montagne et qui sont à même de préserver, voire d'encourager, un habi- tat décentralisé. Pour que ces mesures gardent toute leur effi- cacité, il faut rendre les démarches nécessaires à l'obtention d'aide de la Confédération aussi simples que possible. Il doit en aller ainsi des conditions posées à l'article 4 qui concernent la protection de l'environnement et du paysage. La version proposée par le Conseil fédéral renforce ces conditions de manière sensible. La majorité de la commission propose d'en revenir à l'ancien texte, plus clair et plus simple. Le groupe li- béral vous recommande de soutenir la majorité de la commis- sion car l'ancien texte évite des complications administratives inutiles.
La version du Conseil fédéral imposera en effet fatalement qu'un dossier de rénovation ou de transformation de loge- ments transite d'office en office, de bureau en bureau, de com- mission en commission, avec pour seul résultat de renchérir le projet et, par là même, la subvention octroyée par la Confédé- ration. L'ancien texte permet de parvenir au même but sur le plan de la protection des sites, sans imposer cette prévisible course aux préavis. La meilleure preuve de l'efficacité de l'an- cien texte a été apportée à la commission par une visite des lo- gements ayant bénéficié de l'aide confédérale. Tous respec- tent parfaitement le site ou le paysage dans lequel ils se trou- vent. Alors pourquoi compliquer la procédure? Quand une si- tuation est satisfaisante, ne multiplions pas pour le plaisir les obstacles et les entraves qui n'aboutissent en fin de compte qu'à renforcer le contrôle étatique et ainsi augmenter les coûts.
C'est pourquoi le groupe libéral vous engage à voter en faveur de la proposition de la majorité de la commission.
Nussbaumer: Ich spreche in meinem persönlichen Namen, aber als einer, der dieses Gesetz im Kanton Solothurn seit noch nicht ganz 20 Jahren mitvollziehen hilft.
Dieser Artikel 4 ist eine absolute Selbstverständlichkeit. Zwei Drittel des Kantons Solothurn liegen in der Jura-Schutzzone. Da müssen alle Anforderungen der Raumplanung und des Naturschutzes berücksichtigt werden, und auch die Aussen- ansicht der Gebäude muss von der Aesthetik her in die Land- schaft passen.
Wir können hier zwei Strategien wählen: Entweder streiten
Amélioration du logement dans les régions de montagne
1400
N
18 septembre 1990
sich jene, die dieses Gesetz zu vollziehen haben, dauernd mit den Behörden, die für die Raumplanung zuständig sind, oder sie suchen mit ihnen die Zusammenarbeit. Wir haben in den siebziger Jahren den ersten Weg gewählt, und das führte im- mer zu gegenteiligen Standpunkten. Am Schluss waren die Leidtragenden der entsprechende Landwirt oder die Leute, die das Gesetz in Anspruch nehmen wollten.
Zu Beginn der achtziger Jahre setzten wir uns mit allen diesen Instanzen zusammen; seither haben wir eine sehr enge und gute Zusammenarbeit mit all diesen Behörden. Kommen Sie ins Berggebiet des Kantons Solothurn. Das sieht derart schön aus: Sie finden keine Blechdächer mehr, Sie finden keine Pult- dächer mehr, es sind Dachneigungen vorgeschrieben, der Kanton prämiert diese zusätzlichen Leistungen, die manch- mal etwas kosten, aber der grosse Profiteur ist der Bauherr, der ein besseres und schöneres Gebäude hat. Wir können doch unsere schönen Landschaften in der Schweiz nicht ver- unstalten, indem wir dem Naturschutz, der Raumplanung und dem Umweltschutz wenig Beachtung schenken. Das wäre die schlechteste Reklame für die Landwirtschaft.
Ich bitte Sie, der Minderheit zuzustimmen.
Aregger, Berichterstatter: In meinem Kommentar zum Eintre- ten erklärte ich Ihnen den Kommissionsentscheid, am bisheri- gen Gesetzestext festzuhalten. Der Entscheid fiel mit 10 zu 4 Stimmen. Es ging nicht darum, Herr Wiederkehr, einen Gra- ben in der Bevölkerung aufzureissen. Es ging auch nicht darum, Herr Nussbaumer, die Grundsätze von Natur- und Hei- matschutz über Bord zu werfen und eine beliebige Bauweise zu fördern.
Die Kommissionsmehrheit befürchtet, dass mit der neu vorge- schlagenen Aufzählung der Raumplanung, des Natur- und Heimatschutzes und des Umweltschutzes neue Einsprache- möglichkeiten eröffnet werden, die über das übliche Baubewil- ligungsverfahren hinausgehen. Der Hinweis auf den Schutz von Dorf- und Landschaftsbild - wie er im bestehenden Ge- setze steht - verpflichtet nach Auffassung der Kommissions- mehrheit die Baubewilligungsbehörden deutlich genug. Wei- tergehende Vorschriften verursachen nach gewissen Erfah- rungen zusätzliche Verzögerungen, zusätzlichen Verwal- tungsaufwand und neue kostspielige Sonderbewilligungen, die bei der Sanierung von schon bestehenden und ohnehin standortgebundenen Landwirtschaftsbauten im Berggebiet eingeholt werden müssen.
Die Kommissionsmehrheit hat sich für die bisher gültige, mit wenig Aufwand zu handhabende Praxis ausgesprochen. Sie unterstreicht zudem ausdrücklich den Wert von stil- und mate- rialgerechten Sanierungen, wie wir sie auf der Exkursion der Kommission angetroffen haben.
Ich bitte Sie, der Kommissionsmehrheit zuzustimmen.
M. Zbinden Paul, rapporteur: L'article 4 en vigueur a la teneur suivante: «Les travaux bénéficiant d'une aide doivent tenir compte de l'aspect du village et du paysage.»
Le Conseil fédéral veut aller plus loin et refuser carrément l'aide financière si les travaux de construction ne répondent pas à toutes les exigences des lois sur l'aménagement du terri- toire, de la protection de la nature et du paysage, et de la pro- tection de l'environnement. Qu'il ne reste pas d'ambiguïté! Ces lois sont applicables, qu'on les cite ou non, et il y en a en- core bien d'autres qui le sont.
Au sein de la commission, le rappel spécial et extraordinaire de ces lois a suscité des craintes que, pour les bâtiments en région de montagne et pour tout assainissement de bâtiments dans le cadre de cette loi de subventionnement, les exigences de l'aménagement du territoire, de la nature et du paysage et de l'environnement ne soient encore plus strictes à l'avenir et que les dossiers y relatifs doivent passer obligatoirement de- vant toutes les instances et commissions cantonales et fédéra- les qui s'occupent de ces domaines. La majorité de la commis- sion craint que le but de l'amélioration du logement soit finale- ment freiné par des tracasseries administratives supplémen- taires qui retardent de surcroît la réalisation des travaux et ren- chérissent considérablement les coûts de la construction.
Malheureusement, nous vivons aujourd'hui dans un climat où
toute initiative privée en relation avec la construction de loge- ments est freinée par des oppositions mais aussi par des préa- vis négatifs de l'administration souvent injustifiés. Nous sa- vons que l'Office fédéral de l'aménagement du territoire ainsi que l'Office fédéral de l'environnement, des forêts et du pay- sage avaient exigé que les 1000 dossiers environ par an leur soient préalablement soumis pour examen. Cette exigence est tout à fait exagérée et c'est pourquoi nous avons retenu l'ancien texte. Par 10 voix contre 4 et sans abstention, la com- mission estime que les différentes lois sur l'aménagement du territoire, la protection de la nature et du paysage et de l'envi- ronnement sont applicables pour les logements en montagne mais qu'il n'y a pas lieu de les citer expressément dans la pré- sente loi. Il suffit de s'en tenir aux textes actuellement en vi- gueur.
Je rappelle que lorsque nous aurons voté une loi, ce n'est pas le Parlement qui interprétera cet article, ce seront des fonction- naires et je crains qu'on aille trop loin dans ce domaine et qu'on fasse du tort aux améliorations du logement en monta- gne.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: La formule de la loi actuelle qui a eu l'heur de plaire à la majorité de votre commission est, à mes yeux et à mon oreille, plus sympathique que la formule du Conseil fédéral. Lorsque l'on dit que les travaux bénéficiant d'une aide doivent tenir compte de l'aspect du village et du paysage, on dit quelque chose de très concret, de très bucoli- que, de très amical. Toutefois, si je vous invite à suivre le Con- seil des Etats, le Conseil fédéral et la minorité de la commis- sion, c'est parce que la formule que nous vous proposons, ainsi que la minorité de la commission, a pour elle la cohé- rence. Il s'agit, vous le savez bien, d'éviter dans l'administra- tion que la main droite ignore ce que fait la main gauche. Il s'agit d'éviter des décisions administratives incohérentes qui disent d'un côté oui et de l'autre non. Il est indispensable d'at- teindre un niveau minimum de cohérence et d'unité et cela est impossible si vous ne faites pas référence au texte et aux dis- positions qui régissent l'ensemble de la question. C'est le but que veut atteindre l'article 4, façon Conseil fédéral et Conseil des Etats, que de permettre précisément cette cohérence et cette exigence qui sont parfaitement légitimes en matière d'oc- troi de crédits pour les travaux en zone de montagne.
Pour le reste, avant la lettre de la loi, c'est bel et bien la pratique qui, aujourd'hui déjà, est observée dans l'examen de ces dos- siers. On aura donc, par le toilettage de la loi que nous vous proposons, une adaptation à la réalité d'aujourd'hui des textes sur lesquels nous devons nous fonder. Je déclare de la ma- nière la plus formelle à M. Aliesch mais aussi aux autres inter- venants que cette disposition de la loi ne signifiera aucune en- flure de la procédure bureaucratique, que cette disposition de la loi, telle que votée par le Conseil des Etats à la suite du Con- seil fédéral, n'enflera pas les circuits intérieurs et que, par con- séquent, les risques de lenteur, de cherté que l'on veut attri- buer potentiellement à la disposition de l'article 4 n'existent que dans l'imagination d'un certain nombre d'entre vous.
Je vous propose en toute bonne conscience de voter un texte tout simplement moderne et adapté aux conditions de notre temps. Et Dieu sait si c'est un pourfendeur de la bureaucratie qui vous parle et qui n'est pas favorable à l'enflure dans ce do- maine! Vous pouvez, et je vous le demande, voter la disposi- tion telle que le Conseil fédéral, le Conseil des Etats et la mino- rité de votre commission la proposent.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit Für den Antrag der Mehrheit
71 Stimmen 54 Stimmen
Art. 6, 21 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Interpellation Bonny
1401
Ziff. II Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. Il Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Gesetzentwurfes Dagegen
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
88.897
Interpellation Bonny Weisungen des Bundesrates über die regionalpolitische Koordination der Bundestätigkeit Directives en matière de coordination des activités de la Confédération dans le domaine de la politique régionale
Wortlaut der Interpellation vom 16. Dezember 1988 Das gesetzliche Instrumentarium im Bereich der Regionalpoli- tik ist heute - wenn auch in einzelnen Punkten noch verbesse- rungsfähig - recht gut. Auch der Vollzug der einzelnen Bun- desgesetze und Bundesbeschlüsse befriedigt im allgemei- nen. Anderseits hapert es bei der Durchsetzung der Weisun- gen des Bundesrates über die regionalpolitische Koordination der Bundestätigkeit bös. Es fehlt zwar nicht an Koordinations- gremien. Wenn der Bundesrat in Beantwortung einer Interpel- lation G. Cotti 1987 erklärt: «Der Bundesrat ist der Meinung, dass die mit dem Vollzug der Weisungen beauftragte Stelle im Biga ihre Koordinationsaufgabe erfüllen kann», ist das nur die halbe Wahrheit. Die Kernfrage ist, ob die Zentralstelle für regio- nale Wirtschaftsförderung (ZRW) tatsächlich auch die Kompe- tenzen hat, um die Weisungen des Bundesrates durchzuset- zen. Der heutige Zustand befriedigt in keiner Weise; er zeigt, dass beim Bund die rechte Hand gelegentlich nicht weiss, was die linke tut.
Was gedenkt der Bundesrat zu tun, um diese unbefriedigende Lage zu verbessern? Ist er insbesondere bereit, die ZRW mit verstärkten Kompeten- zen auszustatten?
Texte de l'interpellation du 16 décembre 1988
Les instruments dont on dispose sur le plan légal dans le do- maine de la politique régionale sont actuellement excellents - bien qu'il soit possible de les améliorer encore sur certains points. La manière dont les lois et arrêtés fédéraux sont exécu- tés est également satisfaisante en général. En revanche, l'ap- plication des directives du Conseil fédéral en matière de coor- dination des activités de la Confédération dans le domaine de la politique régionale est tout à fait insuffisante. Pourtant, les organes de coordination ne manquent pas. Lorsque, dans sa réponse à une interpellation G. Cotti de 1987, le Conseil fédé- ral déclare qu'à son avis, le service de l'OFIAMT chargé d'as- surer l'application des directives est en mesure de remplir sa tâche de coordinateur, il ne dit que partiellement la vérité. L'es- sentiel est de savoir si la Centrale pour le développement éco- nomique régional a effectivement les compétences nécessai-
126 Stimmen 2 Stimmen
res pour assurer l'application des instructions gouvernemen- tales. La situation actuelle est tout à fait insatisfaisante; elle donne l'impression qu'au sein de l'administration fédérale, la main droite ne sait pas toujours ce que fait la gauche. Qu'est-ce que le Conseil fédéral entend faire pour remédier à ce malencontreux état de choses?
Est-il notamment disposé à renforcer les compétences de la Centrale pour le développement économique régional?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 5. Juni 1990
Rapport écrit du Conseil fédéral du 5 juin 1990
In der Regionalpolitik als Querschnittaufgabe zeigt sich ein ho- her Zusammenarbeits- und Koordinationsbedarf zwischen verschiedenen Bundesstellen, aber auch mit kantonalen und regionalen Instanzen. Die seit dem Aufbau einer expliziten Re- gionalpolitik diesbezüglich unternommenen Anstrengungen werden im Bericht über die regionalpolitische Koordination und den Stand der Regionalentwicklung, den der Bundesrat am 11. April 1990 gutgeheissen hat, im einzelnen dargestellt. Fortschritte lassen sich jedoch nur langsam und schrittweise erzielen, was im wesentlichen auf folgende Faktoren zurück- zuführen ist:
Die Vielfalt der Ansprüche an die Regionalpolitik erschwert es, klare, negoziierbare Massstäbe in die Koordinationsbe- strebungen mit Sektoralpolitiken einzubringen.
Die meisten Bundestätigkeiten, von denen Effekte auf das Berggebiet und die Randregionen ausgehen, haben selbst mehreren Anliegen zu dienen. Wechselnde Zielhierarchien und Prioritäten erschweren eine Abstimmung auf regionalpoli- tische Erfordernisse.
Die Berücksichtigung regionalpolitischer Ansprüche durch die Sektoralpolitik bringt in den meisten Fällen zusätzliche Ko- sten mit sich, die in der Regel budgetmässig nicht abgedeckt und nur begrenzt tragbar sind. Dieser Aspekt erhält nicht zu- letzt durch die Notwendigkeit, die schweizerische Wettbe- werbsfähigkeit und Standortgunst im Hinblick auf den euro- päischen Binnenmarkt zu stärken, besondere Bedeutung. Der Bundesrat lehnt eine Weisungskompetenz dieser Dienst- stelle gegenüber anderen Bundesstellen, welche die Grenzen einer Koordinationsaufgabe überschreiten würde, ab.
Bonny: Ich bin leider von der Antwort des Bundesrates nicht befriedigt. Ich finde, dass gewisse gravierende Probleme des Vollzuges darin zuwenig berücksichtigt worden sind, und stelle Antrag auf Diskussion, damit ich wenigstens meine Ueberlegungen zu dieser wichtigen Frage einbringen kann.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
offensichtliche Mehrheit Minderheit
Bonny: Ich habe am 16. Dezember 1988 eine Interpellation zu den Vollzugsproblemen in der Regionalpolitik eingereicht. Nach anderthalb Jahren, d. h. im Juni 1990, erhielt ich eine Antwort des Bundesrates, die - ich muss es leider gestehen - etwas mager, um nicht zu sagen dürftig ausgefallen ist.
Im Hauptteil der Antwort werden in drei Punkten Erklärungen abgegeben, warum es in der Regionalpolitik punkto Koordina- tion nur langsam und schrittweise vorwärts geht. Meines Erachtens tritt da eine allzu defensive Haltung zutage; die Ant- wort ist beinahe eine Rechtfertigung für diejenigen Amtsstel- len des Bundes, die sich nicht an die Weisungen des Bundes- rates über Regionalpolitik vom Jahre 1986 halten.
Am Schluss der Antwort - ich hatte in meiner Interpellation an- geregt, man sollte prüfen, ob die Kompetenzen der Zentral- stelle für regionale Wirtschaftsförderung im Biga zu verstärken seien - entgegnet mir der Bundesrat lapidar, dass er eine Wei-
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Verbesserung der Wohnverhältnisse in Berggebieten. Revision Amélioration du logement dans les régions de montagne. Révision
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1990
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Anno
Band
IV
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Herbstsession
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Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.053
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Numero dell'oggetto
Datum
18.09.1990 - 08:00
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Data
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1395-1401
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