Information des consommateurs et droit contractuel
1394
N
18 septembre 1990
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 105 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
86.030
Konsumenteninformation und Vertragsrecht. Bundesgesetze Information des consommateurs et droit contractuel. Lois
Siehe Seite 542 hiervor - Voir page 542 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 7. Juni 1990 Décision du Conseil des Etats du 7 juin 1990 Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN
Differenzen - Divergences
A. Bundesgesetz über die Förderung der Konsumentenin- formation (Konsumenteninformationsgesetz, KIG) A. Loi fédérale visant à améliorer l'information des con- sommateurs (Loi sur l'information des consommateurs, LIC)
Art. 5
Antrag der Kommission Abs. 1 Bst. c c. das koordinierte Aushandeln von ...
Abs. 2 Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 5
Proposition de la commission Al. 1 let. c
c. La négociation coordonnée de conventions sur des décla- rations. Al. 2
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Neukomm, Berichterstatter: Wir haben es noch mit drei Diffe- renzen zu tun: In der Vorlage A steht wohl die gewichtigste. Es geht hier um die Subventionierung der Konsumentenorgani- sationen im Zusammenhang mit dem Aushandeln von Verein- barungen über Deklarationen.
Der Ständerat hat diese Ziffer gestrichen, obwohl bereits der Bundesrat und der Nationalrat die Bedeutung dieser Bestim- mung klar herausgestrichen hatten. Das Aushandeln von Ver- einbarungen über Deklarationen gehört zum Informationspa- ket, ist Bestandteil der Philosophie des Gesetzes. Ohne Aus- handeln der Deklaration keine Deklaration, keine Orientie- rungshilfe; die Deklarationen haben ja die wichtige Aufgabe,
Licht in das Marktlabyrinth zu bringen, Einkaufshilfen zu bieten und Transparenz zu verschaffen.
Der Bundesrat hat im Ständerat signalisiert, dass durch die neue Bestimmung in Absatz 1, wonach auch regionale Konsu- mentenorganisationen Subventionen erhalten könnten, eine neue Situation eingetreten sei. Eine gewisse Unsicherheit be- stand deswegen im Ständerat.
Wir haben nun in der Nationalratskommission eine tragfähige Lösung gefunden. Ich freue mich darüber. Wir haben in Buch- stabe c das Aushandeln von Vereinbarungen über Deklaratio- nen wiederaufgenommen, aber ausdrücklich erwähnt, das ko- ordinierte Aushandeln sei zu unterstützen. Hier soll Finanzhilfe gegeben werden, aber nur, wenn sich die Konsumentenorga- nisationen absprechen. Es sollen keine Leerläufe, keine Dop- pelspurigkeiten entstehen. Die Kommission hat mit 14 zu 2 Stimmen dieser neuen Bestimmung zugestimmt.
Ich meine, die Konsumentenorganisationen übernähmen eine wichtige öffentliche Aufgabe. Sonst müsste das die Ver- waltung tun. Das käme nicht nur teurer, sondern wäre auch viel schwieriger und würde bedeutend mehr Zeit in Anspruch nehmen. Es ist also sicher im allgemeinen Interesse, wenn wir diese Lösung anstreben.
M. Petitpierre, rapporteur: La divergence avec le Conseil des Etats, que nous proposons de maintenir d'une certaine façon, est cependant atténuée par notre proposition. Le Conseil des Etats avait constaté qu'à l'article 5, alinéa premier, le subven- tionnement général aurait été possible à plusieurs organisa- tions. Le Conseil des Etats en a alors tiré la conclusion qu'il fal- lait biffer le subventionnement à la lettre c de la négociation de conventions, dans la mesure où il n'était plus certain que ces conventions engageraient l'ensemble des organisations. C'était donc une conséquence qu'on tirait de la décision à l'ali- néa premier.
Nous avons été d'accord avec le critère adopté par le Conseil des Etats - il est juste que l'on ne subventionne pas la négocia- tion de conventions qui n'engage pas l'ensemble des organi- sations de consommateurs - mais il est évident que si l'on ar- rive à une négociation coordonnée et qui engage l'ensemble de ces organisations, on ne voit pas pourquoi la subvention tomberait. En ce sens-là, nous tirons une autre conclusion que celle du Conseil des Etats: dans la mesure où elle est vraiment coordonnée, il n'y a pas de raison de ne pas subventionner, comme l'avait proposé initialement le Conseil fédéral, la négo- ciation de conventions sur l'information qui fait partie du man- dat constitutionnel et du but de la loi. On a donc trouvé une so- lution qui tient compte à la fois du point de vue du Conseil des Etats et du but de la loi. C'est pourquoi, en définitive, en l'ap- prouvant, nous ne renforçons pas les divergences avec la pe- tite Chambre mais nous les atténuons de telle sorte que le Conseil des Etats pourrait s'y rallier à son tour.
Nous vous invitons donc à suivre la commission qui s'est dé- terminée par 14 voix contre 2.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: C'est une longue gestation que celle de cet article. Le point de vue des rapporteurs et de la commission est le bon, il faut se rallier à l'avis de la grande ma- jorité de celle-ci et tenter ainsi de trouver, au niveau du Conseil national en plénum, la bonne formule.
Je vous invite à suivre votre commission.
Angenommen - Adopté
B. Bundesgesetz über die Aenderung des Obligationen- rechts
(Die Entstehung der Obligationen) B. Loi fédérale modifiant le code des obligations
(De la formation des obligations)
Art. 40b (neu) Antrag der Kommission Einleitung, Bst. a, c Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Verbesserung der Wohnverhältnisse in Berggebieten
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Bst. b b. .... Verkehrsmitteln oder auf öffentlichen Strassen und Plät- zen;
Art. 40b (nouveau)
Proposition de la commission Introduction, let. a, c Adhérer à la décision du Conseil des Etats Let. b b. .... publics ou sur la voie publique;
Neukomm, Berichterstatter: In der Vorlage B hat der Stände- rat eine Einschränkung gemacht in dem Sinn, dass er das Wi- derrufsrecht nur beim Vertragsabschluss in öffentlichen Ver- kehrsmitteln, Wohnräumen oder deren unmittelbaren Um- gebung vorsieht. Wir haben in der Nationalratskommission das Widerrufsrecht auf Verkehrsmittel oder öffentliche Stras- sen und Plätzen ausgedehnt, denn sehr viele spontane Ver- tragsabschlüsse werden von raffinierten Vertretern auf öffent- lichen Plätzen abgeschlossen, auf Strassen, unter den Lau- ben. Man spricht in der Praxis von Trottoirverkäufen. Deshalb ist das Widerrufsrecht hier am Platz.
Angenommen - Adopté
Art. 40b bis (neu) Antrag der Kommission Einleitung, Bst. a, c Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Bst. b
b. .... abgeschlossen oder vom Anbieter wiederholt gleichar- tige Sachen bezogen oder gleichartige Dienstleistungen in Anspruch genommen hatte;
Art. 40b bis (nouveau) Proposition de la commission Introduction, let. a, c Adhérer à la décision du Conseil des Etats Let. b
b. .... avec le fournisseur, ou si, à plusieurs reprises, il a acquis du fournisseur des choses de même genre ou s'il a accepté des prestations de même genre, ou ....
Neukomm, Berichterstatter: In Artikel 40b bis unterbreiten wir Ihnen eine Synthese aus der früheren Nationalratsfassung und der Ständeratsfassung. Es sind zwei Ausnahmen vom Wi- derrufsrecht. Einerseits geht es um die Art und Weise des Ver- tragsabschlusses, also um die Methode, anderseits um die Wiederholung (« .... gleichartige Sachen bezogen oder gleich- artige Dienstleistungen in Anspruch genommen hatte .... »).
M. Petitpierre, rapporteur: Il faut préciser en français que cette modification implique un léger élargissement de l'excep- tion, en ce sens que l'on garde la formule du cumul sur l'anté- riorité et la manière des contrats en y ajoutant tout simplement «mêmes prestations» et «mêmes objets» sans s'occuper de la manière. Il y a donc un peu plus de cas où le consommateur n'aura pas le droit de révoquer. Il nous semble quand même que cela vaut la peine de le faire par souci de clarté et de facilité d'interprétation.
Angenommen - Adopté
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
89.053
Verbesserung der Wohnverhältnisse in Berggebieten. Revision Amélioration du logement dans les régions de montagne. Révision
Botschaft und Gesetzentwurf vom 16. August 1989 (BBI III, 412) Message et projet de loi du 16 août 1989 (FF III, 405) Beschluss des Ständerates vom 7. März 1990 Décision du Conseil des Etats du 7 mars 1990 Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière
Aregger, Berichterstatter: Die Schweiz ist zum grossen Teil ein Bergland und relativ dezentral besiedelt. Diese dezentrale Besiedlung ist aber alles andere als selbstverständlich. Würde sie nicht bewusst gefördert und liessen wir allen Sogkräften freien Lauf, würde die Bevölkerungsverschiebung zu den Bal- lungsräumen bedrohliche Ausmasse annehmen. Es kann und darf uns nicht gleichgültig sein, wenn die grossen Zentren im- mer grösser und die Berggebiete langsam entvölkert werden. Massnahmen gegen die Abwanderung sind denn auch die wichtigste Zielsetzung, in allen IHG-Entwicklungsregionen. Wir werden heute noch mehr davon hören, beispielsweise bei der Behandlung der Motion Steinegger.
Es würde zu weit führen, wollten wir die verschiedenen schon bestehenden Finanzhilfen und privaten Leistungen zugunsten des Berggebietes und seiner Bevölkerung aufzählen. Das heute zu ·behandelnde Geschäft betrifft eine solche Finanz- hilfe, und zwar auf dem Gebiete der Verbesserung der Wohn- verhältnisse. Das Bundesgesetz aus dem Jahre 1971 soll in seiner Wirkung um weitere zehn Jahre verlängert werden. Zu- dem sind zu einigen Artikeln Aenderungen vorgeschlagen. Das Gesetz hat rein subsidiären Charakter. Der Vollzug obliegt den Kantonen, Bundeshilfe wird nur gewährt, wenn auch Kan- tone und Gemeinden einen Beitrag leisten. Die Leistung von Finanzhilfe des Bundes setzt in jedem Einzelfall die Einhaltung einer Einkommens- und einer Vermögensgrenze voraus. Im Hinblick auf die Garantie eines normalen Ausbaustandards ist eine Baukostengrenze festgelegt, die nicht überschritten wer- den darf. Die erwähnten Grenzen sorgen dafür, dass die Wohnbauhilfe eine sozialpolitische Massnahme bleibt. Nach aktueller Praxis beträgt der jährlich zur Verfügung stehende Bundeskredit 20 Millionen Franken, die für die Sanierung von ungefähr 900 Wohnungen verwendet werden. Die Bundeslei- stung pro Objekt beträgt damit durchschnittlich etwa 23 000 Franken.
Die Kantone haben in einer Erhebung für die nächsten zehn Jahre einen Sanierungsbedarf von 28 000 Wohnungen festge- stellt. Es lässt sich leicht berechnen, dass im bisherigen Rhyth- mus in den nächsten zehn Jahren 9000 Wohnungen saniert werden können. 19 000 Gesuchsteller müssen also auf später vertröstet werden, das sind immerhin zwei Drittel aller Interes- senten.
Ich bin der Meinung, dass dies nicht so sein sollte. Es kann doch nicht unsere Absicht sein, Hilfesuchende im eigenen Land abzuweisen oder auf Jahre hinaus zu vertrösten. Wir müssen unbedingt im nächsten Budget die Jahrestranche an- heben und auf einem höheren Niveau «verstetigen», damit die Kantone mit ihren entsprechenden Budgetposten nachziehen können. Nur so wird es uns gelingen, das vorliegende Gesetz im beabsichtigten Sinne zur Wirkung kommen zu lassen.
Nun zur Revision des Gesetzes: Erstens geht es - wie schon erwähnt - darum, die Geltungsdauer um zehn Jahre zu verlän- gern. Zweitens wird in Artikel 1 der Empfängerkreis neu defi- niert. Bisher bestand er aus kinderreichen Familien, Betagten
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Herbstsession
Session
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Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
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02
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Seduta
Geschäftsnummer 86.030
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Datum 18.09.1990 - 08:00
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