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Interpellation Bührer
Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit des Bundes, aber auch aus der ERG unterstellten Geschäften umfassen. Forderungen, die diesen beiden Kriterien nicht entsprechen, werden nicht in die Abkommen einbezogen. Auch in Zukunft dürfte das Hauptgewicht auf ERG-versicherten Forderungen liegen.
Nachdem sich der letzte Bundesbeschluss vom 20. Juni 1980 bewährt hat und er der Schweiz erlaubt, mit anderen Gläubi- gerstaaten solidarisch und rasch den Schuldnerländern Un- terstützung zu gewähren, drängen sich keine grundsätzlichen Aenderungen auf. Immerhin erlaubt aber die Formulierung von Artikel 1 Absatz 1 des Beschlusses, auch Konsolidierun gen abzuschliessen, die eine teilweise Minderung der.Forde- rungen beinhalten. Damit können den ärmsten und höchstver- schuldeten Entwicklungsländern im Rahmen von Schulden- konsolidierungen Bedingungen eingeräumt werden, die eine Minderung des Nominalwerts der Forderung bewirken. Ihre Aussenwirtschaftskommission hat an ihrer Sitzung vom 23. April 1990 einstimmig beschlossen, auf die Vorlage einzu- treten und dem Beschlussentwurf zuzustimmen.
Gadient: Solche Konsolidierungsabkommen sind nach wie vor nötig, und dabei muss unser Land in der Lage sein, an Konsolidierungsaktionen der Gläubigerländer ohne Verzug mitzuwirken, wie das in der Botschaft zum Ausdruck kommt. Ich bin für Eintreten und Gutheissen des Bundesbeschlusses. In der Frühjahrssession 1989 habe ich den Vorschlag einge- bracht, dass unser Land die Initiative ergreife, um ein grundle- gend neues Konzept im Sinne einer ganzheitlichen und um- fassenden Entschuldungsstrategie zu erarbeiten und deren internationale Koordination und Umsetzung voranzutreiben. Neue Kredite sollten dabei auf der Grundlage der im Ab- schlussdokument der Unctad VII enthaltenen Grundsätze ge- währt werden, und zur Ueberprüfung ist die Einsetzung einer kompetenten Arbeitsgruppe angeregt worden.
Ich danke dem Bundesrat, dass er bereits am 12. Juni 1989 die Schaffung einer unabhängigen Expertengruppe geneh- migte, die seither fünfmal tagte und ihren Bericht inzwischen erstattet hat. Dieser Bericht ist nicht allzu umfangreich aus- gefallen, aber er enthält einige sehr bedeutsame Feststellun- gen und Vorschläge, auch solche im Zusammenhang mit der die heutige Vorlage ausmachenden Schuldenkonsolidierung. Ich bitte um Auskunft, wie der Bundesrat im Bereich der Ent- schuldungsmassnahmen nun vorzugehen gedenkt, ob er die in diesem Bericht enthaltenen Empfehlungen im Rahmen der künftigen Entschuldungspolitik berücksichtigen wird, ob er er- gänzende Abklärungen vorzunehmen beabsichtigt oder schon konkrete Programme in Bearbeitung sind und ob dieser Bericht dem Parlament unterbreitet werden soll.
Auf alle Fälle - so scheint mir - sind die Voraussetzungen hin- reichend geklärt, um eine schweizerische Initiative auf diesem Gebiet in die Wege zu leiten; es wäre gerade mit Blick auf das Jahr 1991 besonders gehaltvoll, wenn der Weg der Schweiz nicht am Vierwaldstättersee enden, sondern vielmehr seine Fortsetzung in die von der Verschuldungskrise betroffenen Entwicklungsländer finden würde.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Ayant l'honneur d'être le premier conseiller fédéral dans votre cénacle après l'asser- mentation de trois nouveaux membres de cette auguste as- semblée, je voudrais, à mon tour, les saluer et leur souhaiter la bienvenue dans ce «club» dont je n'ai jamais fait partie mais où je suis généralement bien accueilli, et je vous en remercie. J'aimerais dire à M. Gadient que le rapport des experts ex- térieurs à l'administration, concernant tous les problèmes du désendettement, la participation et les initiatives que la Suisse peut prendre afin de diminuer cet endettement, a été pris en compte par le Conseil fédéral, à la fin du mois de décembre dernier et qu'il en a transcrit les conclusions à sa propre inten- tion et à celle de l'administration qui est chargée, dans la phase actuelle, d'examiner en détail la faisabilité des proposi- tions du groupe d'experts, la manière concrète dont on peut transformer ces propositions. Le Conseil fédéral prendra, par conséquent, ses décisions sitôt que ce rapport interne aura été déposé.
Nous pouvons dire, Monsieur Gadient, à titre préalable que, même si aujourd'hui l'étude interne des propositions des ex- perts n'est pas terminée, les propositions, qui sont contenues dans le message dont nous discutons maintenant, ainsi que dans les autres messages décidés par le Conseil fédéral à la même date, ne vont pas à l'encontre de celles du groupe d'ex- perts.
Peut-on faire autre chose? Nous allons le voir dans quelques semaines ou quelques mois. Je peux toutefois vous dire que, lorsque le Conseil fédéral sera parvenu à ses conclusions, il les fera connaître. S'agira-t-il d'une publication formelle, avec la publication du rapport dans la Feuille fédérale ou d'une communication au Parlement? La question de la forme est en- core ouverte mais il est bien clair que ce rapport, par l'intérêt qu'il représente et les conséquences que le Conseil fédéral peut en tirer, en plus du message d'aujourd'hui, est d'un intérêt tel qu'il serait faux de le garder pour l'usage interne du Conseil fédéral et de l'administration publique. Le tout premier à en connaître le contenu, sera naturellement le Parlement.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 35 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Nationalrat - Au Conseil national
90.329
Interpellation Bührer Schaffung eines schweizerischen Imkerzentrums Création d'un centre suisse d'apiculture
Wortlaut der Interpellation vom 7. Februar 1990 Die Verbreitung der Varroa-Bienenseuche in der Schweiz stellt die Imkerschaft vor neue imkertechnische und ökologisch- biologische Probleme.
Die Bedrohung durch die Seuche hat deutlich werden lassen, dass im Bereich der Aus- und Weiterbildung, der Kaderschu- lung, der Oeffentlichkeits- und Verbandsarbeit und des die Sprachgrenzen überschreitenden Erfahrungsaustausches ein grosses Defizit besteht.
Der Verband Schweizerischer Bienenvereine plant deshalb die Schaffung eines schweizerischen Imkerzentrums. Ich frage den Bundesrat an, ob er gewillt ist, Aufbau und Be- trieb eines Imkerzentrums zu unterstützen.
Texte de l'interpellation du 7 février 1990
La propagation de la varroase en Suisse pose des problèmes biologiques, écologiques et sanitaires à notre apiculture. La menace posée par cette épizootie a révélé les lacunes exis-
E 5 juin 1990
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Interpellation Bührer
tantes dans la formation et le perfectionnement des apicul- teurs, l'information du public, l'activité des organisations pro- fessionnelles. Elle a montré l'importance d'un échange d'in- formations à l'échelle nationale.
La Fédération des sociétés d'apiculture envisage pour ces motifs de créer une centrale apicole.
Le Conseil fédéral est prié de dire s'il est prêt à soutenir la construction et l'exploitation d'une telle centrale.
Frau Bührer: Bienen zu halten, zu pflegen, zu züchten und - wenn der Himmel gnädig gestimmt ist - ihren Honig einzu- heimsen, wird gemeinhin zu den Hobbies gezählt. Das ist si- cher nicht falsch, nur ist die Imkerei mehr als das, sie ist eine Leidenschaft, und meistens eine lebenslängliche!
Ich bin vor 45 Jahren der Faszination der Bienen erlegen. Heute stehe ich fassungslos vor einem Phänomen, das die Bienen tödlich bedroht und die Imkerei als naturverbundene, ökologisch sinnvolle Freizeitbeschäftigung in Frage stellt. Die Zahl der von der Varroa-Seuche befallenen Bienenvölker steigt seit dem letzten Jahr sprunghaft an, und total ausgestor- bene Bienenstände sind keine Seltenheit mehr. Es ist abseh- bar, dass schon bald in einzelnen Gebieten kaum noch genü- gend Bienen zur Befruchtung der Kulturpflanzen vorhanden sein werden. Das ist bedenklich, liegt doch z. B. im Obstbau der Anteil der von den Bienen befruchteten Blüten bei 90 Pro- zent.
Aber die Bienen sichern nicht nur die Befruchtung von Kir- schen, Aepfeln und Beeren und erhöhen nicht nur den Saat- gutertrag von Kulturpflanzen, z. B. vom Raps, sie sind auch unentbehrlich für viele Wildpflanzen, Wiesenblumen, Kräuter, Hecken und damit für die Erhaltung der Nahrungsbasis für zahlreiche Wildtiere.
Die Bienen dürfen nicht sterben! Wenn die Bienen sterben, bricht ein Glied aus der ökologischen Kette. Die Folgen sind unabsehbar. Das Bienensterben wäre eine ökologische Tra- gödie. Diese Tragödie ist still und leise bereits im Gange. Die Talfahrt der Bienenzucht hat begonnen, und wenn nicht sehr rasch gehandelt wird, ist sie kaum mehr zu bremsen.
Der Bekämpfung der Varroa-Milbe wird seit einigen Jahren grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Die Sektion Bienen der Eidgenössischen Forschungsanstalt in Liebefeld erforscht die Varroatose, erprobt Bekämpfungsmittel, erarbeitet Bekämp- fungsprogramme. Die Ergebnisse der Forschungstätigkeit werden - das darf lobend gesagt werden - in optimaler Weise publik gemacht. Aber das genügt nicht. Die Varroabekämp- fung verlangt einen zusätzlichen grossen, vor allem zeitlichen Einsatz der Imkerschaft. Ohne beratende Hilfe und tatkräftige Unterstützung durch Berater und Bieneninspektoren, durch Kurse und Weiterbildung ist die Imkerschaft kaum in der Lage und bereit, den nötigen Einsatz zu leisten.
Mit Hilfe eines Schulungszentrums wäre eine entscheidende Verbesserung der Ausbildung zu erreichen. Heute sind die Bieneninstruktoren, insbesondere der deutschen Schweiz, mangelhaft ausgebildet. Es fehlt an der Weiterbildung, was mit Blick auf die Varroa-Seuche ein verhängnisvoller Mangel ist. Auch die 150 Imkerberater, die immerhin in der Forschungs- anstalt Liebefeld ein gewisses Kursangebot erhalten, sind un- befriedigend ausgebildet.
Es hapert bei der praktischen Ausbildung. Diese kann durch Liebefeld nicht vermittelt werden. Es fehlen insbesondere Kursangebote zur vertieften Weiterbildung der Imker und der Kader. Es fehlt eine gesamtschweizerische Koordinierung der regionalen Ausbildung. Es fehlt an einem die Sprachgrenze überschreitenden Erfahrungsaustausch. Es fehlt die Ausbil- dung für Honigkontrolleure, die eine Honigkontrolle durch- führen könnten, die diesen Namen verdient. Es fehlen die nöti- gen Infrastrukturen, um Imkerkurse zum Beispiel auch am Wo- chenende durchzuführen. Die meisten landwirtschaftlichen Schulen schliessen an den Wochenenden. Theorielokale sind zwar relativ leicht zu organisieren, nicht aber geeignete Bie- nenstände für die praktische Ausbildung.
Eine bessere Aus- und Weiterbildung von Imkern, Beratern und Inspektoren ist um so mehr dringend geboten, als die Var- roa-Seuche die althergebrachte Betriebsweise in der Imkerei in Frage stellt und laufend neue Erkenntnisse in die Praxis um-
gesetzt werden müssen. In der Varroa-Bekämpfung sind wir noch längst nicht beim letzten Schluss der Weisheit ange- langt. Es zeichnet sich ab, dass der Betriebsweise eine zuneh- mende Bedeutung in der Varroa-Bekämpfung zukommt. Wir dürfen uns nicht allein und einseitig auf die chemische Sense verlassen. Auch die richtige Anwendung der chemischen Be- kämpfungsmittel verlangt gebieterisch eine sorgfältige, prakti- sche Ausbildung, sonst könnte es geschehen, dass die Quali- tät unseres Schweizer Honigs durch chemische Rückstände leidet.
Die bestehenden Mängel in der Aus- und Weiterbildung kön- nen nicht kurzfristig behoben werden. Um so wichtiger ist es, dass keine Zeit verlorengeht. Der Verband Schweizerischer Bienenvereine hat die Planung eines Imkerzentrums in Angriff genommen. Die Errichtung eines schweizerischen Imkerzen- trums übersteigt indes die Kräfte des schweizerischen Verban- des bei weitem. Die Unterstützung durch Private, durch Fir- men und - dies ist der Zweck der Interpellation - durch die öf- fentliche Hand ist unerlässlich.
Die hohle Hand zu machen, ist eine sattsam bekannte Geste, beileibe nicht nur in der Landwirtschaft, und die freundlich- abweisende Haltung des Bundesrates ist ein gutes, bewährtes Sparrezept. Vor diesem Rezept sei gewarnt! Hier liegt etwas am wachsenden Schaden. In diesem sensiblen Bereich brin- gen Einbrüche ins ökologische Gefüge irreparable Schäden, die mit rein wirtschaftlichem Denken nicht erfasst werden kön- nen. Die Kategorie «Ertragseinbusse» greift hier zu kurz.
Offenbar hatte der Bundesrat bei seinen Antworten auf die In- terpellation Hildbrand vom 5. Oktober 1988 und die Einfache Anfrage Bodenmann vom 17. März 1989 den Ernst der Lage noch nicht erfasst. Ich zitiere aus der Antwort auf die erwähnte Interpellation: «Imker, die im Rahmen des integrierten Be- kämpfungsprogramms jährlich 30 bis 50 Prozent ihrer Völker durch eigene Aufzucht erneuern, erleiden kaum Völkerverlu- ste.» Das tönt in den Ohren eines Imkers und einer Imkerin wie ein schlechter Witz! Der Bundesrat setzt damit voraus, was ein Grossteil der Imkerschaft an zeitlichem Aufwand gar nicht zu leisten in der Lage ist; eine praktizierende Ständerätin jeden- falls, obwohl Milizparlamentarierin, muss die Völkerverluste in Kauf nehmen.
Ich zitiere aus der gleichen Antwort des Bundesrates: «Es ist nicht zu erwarten, dass die Varroatose in nächster Zeit getilgt werden kann. Die Imker müssen sich damit abfinden, dass die Bienen von einem Parasiten befallen werden. Die konse- quente Durchführung biologischer Bekämpfungsmassnah- men, nötigenfalls ergänzt durch gezielten Einsatz chemischer Mittel, erlaubt aber eine Reduktion der Schäden auf ein wirt- schaftlich tragbares Minimum.»
Glaubt der Bundesrat wirklich, dass die Imkerschaft auch un- ter den erschwerten Bedingungen ohne weiteres und selbst- verständlich bei der Stange bleibt? Ich halte das für eine sehr kühne Annahme. Die Imkerei war wie ein lukratives Geschäft. Auf der Aktivseite stehen das Interesse und die Freude an der Natur und natürlich auch die Freude an der Köstlichkeit des Honigs. Wenn das ganze aber zur Plackerei wird, zum unun- terbrochenen Kampf gegen die Varroa-Seuche, ohne Aussicht auf dauernden Erfolg, dann geht die Rechnung für viele nicht mehr auf, und sie geben die Bienenzucht auf. Das mindeste, was wir tun können und müssen, damit dies nicht geschieht, ist eine optimale Betreuung, Beratung, Anleitung und Informa- tion der Imkerschaft. Die Einrichtung eines Imkerzentrums, wie das der schweizerische Verband plant, wäre eine entschei- dende Hilfe im Bestreben, die Imkerei leistungsfähig zu erhal- ten. Ich hoffe, dass der Bundesrat meine Frage wohlwollend und positiv beantworten wird.
Mit der Einrichtung eines Imkerzentrums - gestatten Sie mir zum Schluss in dieser ernsten Sache noch einen Scherz - liesse sich mit vergleichsweise wenig Geld für viele Flieger et- was erreichen!
M. Delamuraz, conseiller fédéral: En premier lieu, je remercie Mme Bührer de la sensibilité qu'elle met à l'examen de ce pro- blème, sensibilité parfaitement justifiée, car il est clair que la si- tuation sur le front de la varroase s'est aggravée depuis qu'elle est apparue pour la première fois dans notre pays, en 1984, à
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Interpellation Bührer
Rheinfelden. Aujourd'hui, cette parasitose a pratiquement en- vahi tout le pays et aucune région n'en est totalement exemptée. Afin de sauvegarder le plus grand nombre possible de ruchers, il est essentiel que tous les apiculteurs disposent des connaissances leur permettant de combattre la varroase avec un maximum d'efficacité. Sur ce point fondamental, je dois souligner d'entrée de cause que, malheureusement - vous le savez mieux que moi, Madame - la varroase n'a pas encore trouvé le remède absolu. Les experts, eux, parlaient d'un remède «radical» mais comme je ne veux pas faire un combat de partis, j'adopterai le terme «absolu». Une part, sans doute, de ce que l'on impute à l'insuffisance de l'information ou à des lacunes dans la recherche est en réalité due au fait qu'aucun pays, aucun laboratoire, aucune faculté n'a trouvé le moyen d'enrayer de manière fondamentale et absolue ce fléau.
Que fait-on alors? On informe beaucoup. Je constate que la section apicole de la Station fédérale de recherche, que l'Of- fice fédéral de l'agriculture, que l'Office vétérinaire fédéral, avec l'aide des vétérinaires cantonaux, des inspecteurs de ru- chers et surtout les sociétés d'apiculteurs agissant en conseil, en formation, ont fourni un programme d'information coor- donné, systématiquement établi, couvrant largement les mi- lieux intéressés. Les cadres et la plus grande partie des apicul- teurs au courant des mesures à observer en cas d'attaques de varroase sont ainsi touchés par l'information qui était indispen- sable. Cette dernière est aussi communiquée sous forme de cours donnés par la section abeilles des stations fédérales d'essai, les sociétés d'apiculture, leurs spécialistes, les vétéri- naires cantonaux et les inspecteurs de ruchers. Des informa- tions utiles parviennent également aux apiculteurs par les ca- naux suivants: la presse spécialisée en trois langues, la presse ordinaire, des cours, des conférences, des séances informati- ves s'adressant à des groupes et des renseignements donnés à titre individuel; il y a beaucoup de consultations. Ces acti- vités couvrent toutes les régions du pays. Ainsi, chaque apicul- teur a la possibilité d'acquérir les connaissances lui permet- tant d'agir en connaissance de cause en cas d'infestation de ses ruchers.
Je m'empresse de répéter que, si l'écrasante majorité des api- culteurs font usage de ces sources d'information générali- sées, s'ils n'obtiennent pas toujours satisfaction dans leur combat et succès dans les méthodes qu'ils doivent engager, cela tient tout simplement, non pas à leur insuffisance de con- naissances et d'informations dans ce domaine, mais au fait . que l'on n'a pas encore trouvé le remède souverain.
De quoi informe-t-on ces apiculteurs et les praticiens dans le terrain? Des résultats que conduit l'équipe de la Station fédérale de recherche laitière, dans sa section apicole. Alors qu'au début cette section se concentrait sur le diagnostic de maladies d'abeilles et sur les analyses du pollen, aujourd'hui, son champ d'activité s'est fortement agrandi. Elle est un centre spécialisé qui s'occupe des multiples problèmes pratiques et scientifiques de l'apiculture suisse actuelle. Elle couvre 25 000 apiculteurs possédant quelque 300 000 colonies d'abeilles. Par exemple, l'étude des bases biologiques de la varroase, de la sélection de lignées d'élevage plus résistantes font partie de son programme de lutte. La lutte intégrée contre les varroas a pour objet de réduire l'infestation des colonies en proposant des mesures à intégrer dans la conduite courante du rucher telle la pose d'un certain nombre de structures nouvelles.
La section examine soigneusement, avant leur homologation officielle, les produits chimiques destinés à la lutte contre les maladies des abeilles - ce qui est indispensable - et détermine lesquels d'entre eux ne laissent pas de traces dans le miel et la cire. En ce qui concerne les pesticides utilisés dans l'agricul- ture, ils sont testés quant à leur degré de nocivité pour les abeilles. C'est aussi un travail que conduit efficacement cette section apicole laquelle refuse tout pesticide qui, appliqué se- lon les prescriptions, serait nuisible aux colonies d'abeilles. Une autre tâche de contrôle consiste à analyser des échantil- lons d'abeilles et de rayons envoyés par les inspecteurs, à dépister les maladies et en particulier à déceler à temps la lo- que américaine, la loque européenne et l'acariose des tra- chées.
Je parle de choses qui me sont peu connues, mais qui me pa- raissent nous situer au milieu d'un combat bien coordonné et dont les moyens, que ce soient les moyens de base, les étu- des scientifiques et techniques, ou les moyens d'information, sont adaptés à l'étendue du fléau.
Mme Bührer a estimé que, dans ses réponses antérieures, le Conseil fédéral avait minimisé l'étendue de cette maladie et traité le problème de manière quelque peu cavalière. Je souli- gne qu'entre ces dates et aujourd'hui il y a eu en effet aggrava- tion. De plus, une mobilisation de moyens supplémentaires est indispensable à bref délai. Nous devons encore colmater, si nécessaire, les insuffisances de l'information. D'un juge- ment objectif, on peut admettre qu'il n'y a pas de véritable la- cune, mais, ici ou là, des choses à améliorer.
D'un autre côté, il faut intensifier sans aucun doute les possibi- lités de rencontre et de formation entre les apiculteurs et les milieux scientifiques. Le travail de notre station fédérale et de sa section apicole doit aller dans ce sens, en le renforçant même. Si cela doit déboucher, hors les murs de la station fédérale de recherche laitière, à la création d'un véritable cen- tre apicole national nouveau, cela me paraît être la question qui se pose. Le Conseil fédéral ne veut pas l'exclure à priori mais demande que les milieux de la profession et les milieux agricoles, qui sont très intimement liés, en donnent véritable- ment le branle s'ils estiment que ce que la Confédération ap- porte déjà comme contribution à la solution du problème est insuffisant. Que la Confédération prenne en main elle-même l'idée d'une telle création et qu'elle consacre des moyens no- toirement supérieurs à ceux d'aujourd'hui, serait aller à l'en- contre de tout un mouvement qui nous demande impérieuse- ment, dans cette salle comme dans d'autres enceintes, d'ar- rêter de materner l'agriculture dans tous ses secteurs et de vouloir prendre systématiquement à la charge de la Confé- dération des initiatives qu'elle ne peut pas prendre intégrale- ment.
Je mets donc la profession en quelque sorte au pied du mur - plus exactement au pied du rucher - face à ses responsabi- lités. Si elle peut prendre des initiatives dont vous dites, Ma- dame, qu'elles ne sont pas à sa mesure, qu'elles ne sont pas compatibles avec ses moyens - ce dont je ne suis pas sûr - il faut savoir ce que l'on veut faire. La Confédération sera prête non seulement à continuer ce qu'elle fait complètement mais encore à renforcer son effort, c'est une affaire d'initiative. Je ne voudrais pas, en cette matière, que l'on tire les sonnettes de Berne en attendant les réponses définitives et satisfaisantes de l'autorité fédérale. Il faut réellement compléter notre pro- gramme en cette matière, bien qu'il soit déjà très intense, et concrétiser l'essentiel de l'action par les milieux des apicul- teurs.
Je suis convaincu que la Confédération fera sa part. Elle ne veut pas, en revanche, faire une part exclusive qui consisterait à refiler - permettez moi l'expression - des responsabilités no- tamment financières supplémentaires à la charge d'une Confédération qui, aussi bien dans le budget agricole que dans le budget général, est aujourd'hui chargée au maximum.
Frau Bührer: Die Antwort des Bundesrates scheint mir etwas zwiespältig. Einerseits sind keine Mittel in grösserem Umfang versprochen worden, andererseits höre ich ein grosses Wohl- wollen, eine grosse Bereitschaft, diesem Problem die nötige Aufmerksamkeit zu schenken.
Die Initiative ist von den interessierten Kreisen schon ergriffen worden. In diesem Sinne kann ich mich befriedigt erklären. Der Dialog kann beginnen. Möglicherweise werde ich zu ei- nem späteren Zeitpunkt zusammen mit anderen interessierten Kollegen in dieser Sache wieder vorsprechen.
Schluss der Sitzung um 19.15 Uhr La séance est levée à 19 h 15
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1990
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Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
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01
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Datum
05.06.1990 - 18:15
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281-283
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