Limitons strictement l'expérimentation animale
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N 21 juin 1990
Vierzehnte Sitzung - Quatorzième séance
Donnerstag, 21. Juni 1990, Vormittag Jeudi 21 juin 1990, matin
08.00 h
Vorsitz - Présidence: M. Ruffy
89.010
Weg vom Tierversuch. Volksinitiative Limitons strictement l'expérimentation animale. Initiative populaire
Fortsetzung - Suite
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Art. 20 Antrag der Kommission Zustimmung zum geltenden Text Proposition de la commission Adhérer au texte en vigueur
Angenommen - Adopté
Art. 21 Antrag der Kommission Zustimmung zum geltenden Text
Antrag Meier-Glattfelden Abs. 2
Der Bundesrat bestimmt die zulässigen Betäubungsmetho- den und legt die Schlachtbedingungen und -frequenz so fest, dass die Tiere bei der Vorbereitung zur Betäubung und der Be- täubung selbst nicht in schwere Angst versetzt werden, leiden, unnötigen Schaden nehmen oder Schmerzen verspüren. Abs. 3 (neu)
Der Bund verlangt für die Ausübung des Betäuber-Berufes in Schlachthöfen einen Fähigkeitsausweis und setzt die Bedin- gungen der Erteilung fest, die zum Schutz und zum Wohlbefin- den der Tiere angezeigt sind.
Art. 21 Proposition de la commission Adhérer au texte en vigueur
Proposition Meier-Glattfelden AI. 2
Le Conseil fédéral spécifie les méthodes d'étourdissement au- torisées et définit les conditions et la fréquence d'abattage de manière que les animaux, lors des préparatifs d'étourdisse- ment lui-même, ne tombent pas dans un état de grave anxiété, ne souffrent pas, ne subissent pas inutilement des dommages et n'éprouvent pas non plus de douleurs.
Al. 3 (nouveau)
La Confédération exige pour l'exercice de la profession d'étourdisseur dans les abattoirs un certificat de capacité et définit les conditions d'octroi propres à assurer la protection et le bien-être des animaux.
Meier-Glattfelden: An sich sollte eigentlich der Artikel 21 Ab- satz 2, «Der Bundesrat bestimmt die zulässigen Betäubungs- methoden», genügen. Aber in Schweizer Schlachthöfen herr-
schen teilweise menschen- und tierunwürdige Zustände. Ver- schiedentlich sah sich das Bundesamt für Veterinärwesen ge- zwungen, mit Richtlinien und Informationsschriften für bes- sere Verhältnisse zu sorgen, leider mit sehr geringem Erfolg. Da rügte das Bundesamt schon vor mehr als acht Jahren die zu hohe Durchlauffrequenz von Tieren, das übermässige Her- umjagen der Tiere, das zu rasche Arbeitstempo in der Töte- bucht und generell eine ungenügende oder fehlende Betäu- bung. Nachdem sich wenig bis nichts geändert hatte, legte das Bundesamt im Jahre 1986 ein Merkblatt vor, welches den übelsten Missständen vorbeugen soll, doch leiden die Tiere in Schlachthofen nach wie vor im selben Ausmass.
Auch wurde in Aussicht gestellt, dass diese Bestimmungen zu einem späteren Zeitpunkt durch eine Verordnung ersetzt wer- den, welche die zusätzlichen Anforderungen an das Personal, die Räume und Einrichtungen enthält. Ich frage den Bundes- rat deshalb an, ob in nächster Zeit mit einem Erlass zu rechnen ist. Wenn ja, würde ich meinen Antrag, Artikel 21 Absatz 2 zu erweitern, zurückziehen.
Nun zu meinem Antrag Artikel 21 Absatz 3. Mangelhaft ist die Ausbildung des Schlachthofpersonals und namentlich der- jenigen Personen, welchen das Betäuben anvertraut ist. Nicht selten handelt es sich um unqualifiziertes Hilfspersonal, das den gelegentlichen Ausbildungskursen schon aus sprachli- chen Gründen kaum zu folgen vermag. Aus der Sicht des Tier- schutzes aber ist es zentral, hier besonders gut ausgebildetes Personal angestellt zu wissen, welchem es gelingt, das ohne- hin aufgescheuchte Tier zu beruhigen und ihm einen würde- vollen Tod zu gewähren.
Dies erscheint uns nur möglich durch Schaffung eines demje- nigen des Tierpflegers nachgebildeten Diploms, hinter wel- chem eine intensive, seriöse zentraleidgenössische Ausbil- dung steht. Prüfenswert wäre, ob nicht die Voraussetzungen eines Biga-Diploms erfüllt sind, was das Ansehen dieser ver- antwortungsvollen Tätigkeit noch weiter steigern würde.
Ich bitte Sie deshalb, Herr Bundesrat Delamuraz, meinen An- trag dem Parlament zur Annahme zu empfehlen, und das Par- lament bitte ich, aus der bisherigen Ablehnungsfront auszu- scheren und diesen Artikel 21 Absatz 3 zu bewilligen.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Je considère que la pre- mière proposition présentée par M. Meier-Glattfelden, d'ajou- ter un alinéa 2 nouveau à cet article, porte véritablement sur des dispositions dignes de figurer dans une ordonnance ou une directive, mais non dans la loi.
Je réponds comme suit à la question de M. Meier-Glattfelden: sur ce point, l'Office vétérinaire fédéral est en train de préparer une modification à l'ordonnance à insérer une fois que le Par- lement aura accepté les nouvelles dispositions de la loi, et d'en faire une directive à l'intention de tous les milieux de la profession. Cette ordonnance et cette directive iront exacte- ment dans le sens que vous définissez vous-même, Monsieur Meier, dans votre proposition.
Dès lors, de deux choses l'une: ou bien vous maintenez votre proposition et je la combats, puisque la loi ne doit pas com- prendre de telles dispositions, mais je vous promets que l'Of- fice vétérinaire fédéral, sur mes directives, prendra des dispo- sitions dans ce sens; ou bien vous retirez votre proposition, fort de l'engagement que je prends maintenant devant le Con- seil national.
En ce qui concerne l'alinéa 3, de deux choses l'une là encore. Nous sommes d'accord avec la proposition de fond qu'il con- tient. La Confédération exigera de ces étourdisseurs des certi- ficats de capacité et définira les conditions selon lesquelles ils peuvent octroyés. Personnellement, je trouve que le maintien de la proposition sous la forme d'un alinéa 3 serait acceptable, ou bien mes garanties vous suffisent, auquel cas on peut y re- noncer. Sachez en tout cas que suite sera donnée à votre idée dans le cadre des mesures d'application décidées par le pou- voir exécutif.
Meier-Glattfelden: Herr Bundesrat, selbstverständlich ver- traue ich Ihnen und ziehe meinen Antrag zu Absatz 2 zurück. Bei Absatz 3 hingegen haben Sie sich etwas unklar ausge- drückt. Sie haben in etwa gesagt: «Ich könnte den Artikel zur
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Annahme empfehlen, aber lieber wäre mir, wenn Sie ihn auch zurückziehen würden.» Gut, ich hoffe und erwarte von Ihnen, dass wirklich jetzt, nachdem zehn Jahre lang nichts gesche- hen ist, etwas geschieht. Ich ziehe beide Teile des Antrages zurück.
Angenommen gemäss Antrag der Kommission Adopté selon la proposition de la commission
Art. 22
Antrag der Kommission Zustimmung zum geltenden Text Proposition de la commission Adhérer au texte en vigueur
Angenommen - Adopté
Antrag der Kommission Titel Forschungsbeiträge und Förderung von Tierschutzprojekten
Section 9
Proposition de la commission Titre
Subventions pour la recherche et l'encouragement de projets servant la protection des animaux
Angenommen - Adopté
Art. 23
Antrag der Kommission Abs. 1
Der Bund kann die wissenschaftliche Forschung über das tie- rische Verhalten und den Tierschutz durch Beiträge unterstüt- zen.
Abs. 2
Er fördert und unterstützt in Zusammenarbeit mit Hochschu- len und Industrie insbesondere die Entwicklung und Anwen- dung von Methoden, die zum Ersatz von Tierversuchen füh- ren, mindestens aber zu deren Verminderung und Verfeine- rung.
Antrag Leutenegger Oberholzer Abs. 3 (neu)
Er fördert und unterstützt die internationale Anerkennung toxi- kologischer Prüfungen, die Tierversuche ersetzen, minde- stens aber mit weniger Versuchstieren und geringerer Bela- stung derselben auskommen.
Art. 23
Proposition de la commission
Al. 1
La Confédération peut encourager, par des subventions, la re- cherche scientifique sur le comportement animal et la protec- tion des animaux.
Al. 2
Elle encourage et soutient notamment, en collaboration avec les hautes écoles et l'industrie, le développement et l'applica- tion de méthodes visant à remplacer des expériences sur ani- maux ou tout au moins à en diminuer le nombre et à les affiner.
Proposition Leutenegger Oberholzer Al. 3 (nouveau)
Elle encourage et appuie la reconnaissance sur le plan inter- national des analyses toxicologiques qui remplacent les ex- périmentations et nécessitent en tout état de cause le recours à un moins grand nombre d'animaux de laboratoire en entraî- nant par ailleurs pour ceux-ci des contraintes de moindre gra- vité.
Abs. 1, 2 - Al. 1, 2 Angenommen - Adopté
Abs. 3 - Al. 3
Frau Leutenegger Oberholzer: Mit meinem Antrag möchte ich den Bund beauftragen, die internationale Anerkennung solcher toxikologischer Prüfungen zu unterstützen und zu för- dern, welche Tierversuche ersetzen, mit weniger Tierversu- chen auskommen oder die Tiere zumindest weniger belasten. Ziel des Antrages ist es, die Zahl der Tierversuche international einzudämmen und den am meisten tierschonenden Metho- den zum Durchbruch zu verhelfen. Das ist gerade für die Schweiz mit einem hohen Exportanteil von Produkten, die sol- chen Prüfungen unterliegen, wichtig.
Denken Sie nur z. B. an den Export von pharmazeutischen Produkten: Die Schweiz exportiert bekanntlich über 90 Pro- zent ihrer Pharmaka. Werden in den Empfängerländern auf- grund der eigenen Zulassungsbestimmungen veraltete Toxizi- tätsprüfungen verlangt, heisst dies, dass unter Umständen die bei uns funktionell und tierschützerisch getesteten Stoffe durch veraltete Tests noch einmal geprüft werden müssen, oder die mangelnde Harmonisierung führt dazu, dass die Tests ins Ausland verlagert werden, in Länder mit lockereren Vorschriften.
Um was für Toxizitätsprüfungen geht es hier? Zum ersten sind einmal die Toxizitätsprüfungen für Medikamente angespro- chen. Diese umfassen die Prüfung der akuten Giftigkeit und dann die Langzeitprüfungen in bezug auf Krebserregung und Geburtsschäden. Zum zweiten werden damit die Toxizitäts- prüfungen für Haushaltchemikalien, Genussmittel und Kos- metika angesprochen. Was hier zum Teil für tierquälerische und unsinnige Methoden angewendet werden, ist Ihnen si- cherlich bekannt. Ich möchte nur den LD50-Test erwähnen, der oft zur Giftklasseneinteilung für Haushaltchemikalien an- gewendet wird. Das ist ein sinnloser Verschleiss von Tieren, der zudem über die heute relevanten Probleme der Haushalt- chemikalien, nämlich die Umweltbelastung, die sie verursa- chen, nichts aussagt. Zum dritten ist die Oekotoxizitätsprü- fung bei Agrochemikalien angesprochen.
Teilweise müsste man diese Tests verbieten, weil die Versuche vom Zweck her nicht gerechtfertigt sind; auf der anderen Seite müsste man sich dafür einsetzen, dass der tiergerechte- sten Methode auch international zum Durchbruch verholfen wird
Die internationale Anerkennung hat zahlreiche Vorteile. Sie verschont viele Tiere; damit gelangt auch die schonendste Methode viel rascher zur Anwendung, das bringt auch wissen- schaftlich meist bessere Resultate, denn oft werden heute alte Routinemethoden, ohne hinterfragt zu werden, einfach weiter- geschleppt, obschon sie vom Aussagewert her untauglich sind. Neuere Testmethoden sind oft besser durchdacht und aussagekräftiger für die heute notwendigen Fragestellungen. Zudem verhelfen uns international gleiche Testmethoden auch zu international gleichen Wettbewerbsbedingungen.
Es gibt bereits heute internationale Harmonisierungen toxiko- logischer Prüfungen, so z. B. im Rahmen der OECD. In der Botschaft werden sie erwähnt. Die OECD-Richtlinien sind sehr wichtig, sie schreiben mehr oder weniger verbindlich die Ver- suchsmethoden vor, welche bei der Prüfung chemischer Pro- dukte einzuhalten sind. Sie bilden die Grundlage für entspre- chende Richtlinien in der EG, aber auch auf nationaler Ebene. Auch von seiten des Bundesrates wird anerkannt, dass diese OECD-Richtlinien «teilweise noch Versuchsmethoden enthal- ten, welche einer kritischen Prüfung unter den Gesichtspunk- ten des Tierschutzes kaum oder nicht standhalten und die deshalb von der Schweiz nicht übernommen werden kön- nen». Das hatte der Bundesrat seinerzeit in der Botschaft zur Initiative gegen die Vivisektion geschrieben. Trotzdem können sie von der Schweiz natürlich nicht vernachlässigt werden, denn im grenzüberschreitenden Verkehr kommt ihnen eine zentrale Bedeutung zu. Von inländischen Gesuchstellern wer- den sie nicht selten dazu herangezogen, um Tierversuche für Exportprodukte zu legitimieren. Was die gegenseitige Aner- kennung von Tierversuchen betrifft, haben sich nun die OECD- Staaten verpflichtet, die Resultate untereinander anzuerken- nen, sofern die Versuche nach den jeweiligen Richtlinien durchgeführt wurden. Wenn nun ein Land restriktiver ist, fehlt eine solche Anerkennung. Damit riskieren auch inländische pharmazeutische Unternehmen, dass ihre Tierversuche in
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den andern OECD-Staaten oder ausserhalb dieser nochmals durchgeführt werden müssen. Dies führt dazu, wie bereits er- wähnt, dass solche Tests einfach ins Ausland verlagert wer- den. Dieser Tierverschleiss lässt sich vermeiden, und zwar da- durch, dass auch auf internationaler Ebene tierschützerisch ausgerichtete Revisionen forciert werden. Dazu soll der Bund mit meinem Antrag nun auch beauftragt werden. Ich habe mir sagen lassen, dass die Schweiz in dieser Richtung auch im Rahmen der OECD bereits aktiv geworden ist und sich erfolg- reich für eine Verbesserung der Richtlinien eingesetzt hat. Dies hat zur Revision der Richtlinien für den LD50- und den Au- genreiztest geführt. Es gibt aber auch heute noch zahlreiche andere Testbereiche, die in diesem Sinne tiergerecht verbes- sert werden müssten. Die Schweiz soll zur Einsparung von Tierversuchen ständig aktiv bleiben und sich für die internatio- nale Anerkennung tiergerechterer Prüfungsrichtlinien einset- zen. Es steht der Schweiz gut an, wenn sie hier auch weiterhin voran geht.
Ich ersuche Sie deshalb, meinem Antrag zuzustimmen.
Euler, Berichterstatter: Den Antrag von Frau Leutenegger Oberholzer beurteile ich hier darum, weil Frau Leutenegger Oberholzer nicht einer Fraktion angehört und somit diesen Gedanken auch nicht vorher in die Kommissionsarbeit ein- bringen konnte. Dazu kommt noch, dass sich dieser Antrag in seiner sehr angemessenen Formulierung eigentlich folgerich- tig an die Argumentation anschliesst, die von der Verwaltung gegeben worden ist: gegen den Antrag von Herrn Bundi in Ar- tikel 13 Absatz 3, wo es um die schon erwähnten Draize-Tests und die LD50-Tests ging.
Das Hauptproblem - ich habe das zu diesem Artikel gestern gesagt - ist die internationale Verpflichtung. Wir exportieren sehr viel, und im internationalen Rahmen ist es sinnlos, dass diese Staaten noch die gleichen unsinnigen Tests verlangen. Von der Stossrichtung her meine ich, dass der Antrag von Frau Leutenegger Oberholzer durchaus in unsere Gesetzesrevi- sion hineinpasst. Ich persönlich - obwohl die Kommission ihn nicht beraten konnte - würde meinen, diesen Antrag könnte man annehmen.
M. Paccolat, rapporteur: La proposition de Mme Leutenegger Oberholzer va dans le sens de la modification qui a été ap- portée par la commission à l'article 23. En effet, si dans sa ma- jorité la commission a refusé le principe de la suppression des expériences sur les animaux, elle a voulu par contre mettre l'accent sur le développement de la recherche pour les métho- des de substitution, c'est-à-dire dans le sens des trois R: réduction, réforme et remplacement. Il est donc tout à fait op- portun de faire encore un pas en mentionnant la reconnais- sance sur le plan international des analyses toxicologiques. Donc au niveau du principe, on peut dire que la proposition de Mme Leutenegger Oberholzer s'inscrit dans la volonté de ce projet, tel que soutenu par la commission. Il se pose tout sim- plement la question suivante qui est déterminante lorsqu'on parle d'encouragement: comment cela se traduit-il en francs et le législateur et l'exécutif sont-ils d'accord d'augmenter la contribution pour la recherche?
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Nous avons dit très ouverte- ment hier dans le débat que nous devions tout entreprendre afin de trouver des substitutions à l'expérimentation animale, en sorte que la proposition qui nous est faite maintenant va exactement dans ce sens et je peux l'accepter.
J'exprime deux réserves. La première est une réserve quant à la quotité des moyens que la Confédération pourra engager. Je fais remarquer que la proposition de Mme Leutenegger Oberholzer que nous avons sous les yeux n'est pas sous la forme potestative, elle enjoint la Confédération d'encourager et d'appuyer les efforts qui sont faits sur le plan national. Sur ce point je ne puis dire si nous serons à même d'accorder réelle- ment des moyens matériels d'une très grande ampleur et comment nous le ferons. Mais la coopération internationale ne revêt pas que cet aspect d'appui matériel, elle comprend éga- lement des échanges d'expériences, des échanges de résul- tats et dans ce sens votre proposition est bienvenue.
Deuxième remarque: je crois que votre proposition se situe à un mauvais endroit de la loi. Mais nous ne devons pas chipoter et je vous propose d'accepter la proposition de Mme Leute- negger Oberholzer. Lors de la délibération au Conseil des Etats je la défendrai et je demanderai, à ce moment-là, qu'on la situe à un autre endroit de la loi. Il est manifeste qu'elle doit se trouver non pas dans cette section, mais à la fin de la section 6, là où il est question des expérimentations animales. C'est une question de pure forme.
Angenommen - Adopté
Art. 24-26 Antrag der Kommission Zustimmung zum geltenden Text Proposition de la commission Adhérer au texte en vigueur
Angenommen - Adopté
Art. 26a (neu) Antrag der Kommission Titel
Behördenbeschwerde Abs. 1
Gegen Verfügung der kantonalen Behörden über Tierver- suchsbewilligungen stehen dem Bundesamt für Veterinärwe- sen die Rechtsmittel des kantonalen und des eidgenössi- schen Rechts zu.
Abs. 2
Die kantonalen Behörden eröffnen ihre Entscheide sofort dem Bundesamt für Veterinärwesen.
Art. 26a (nouveau) Titre
Droit de recours des autorités
Al. 1
L'office vétérinaire federal est habilité à recourir contre les décisions des autorités cantonales autorisant des expériences sur animaux, en usant des voies de recours du droit cantonal et fédéral.
Al. 2
Les autorités cantonales notifient immédiatement leurs déci- sions à l'office vétérinaire fédéral.
Art. 26b (neu) Antrag der Kommission Mehrheit Ablehnung der Anträge der Minderheiten
Minderheit I (Seiler Rolf, Bäumlin, Bundi, Carobbio, Euler, Meier-Glattfel- den, Ott, Wiederkehr) Titel
Beschwerderecht der Tierschutzorganisationen Abs. 1
Gegen Verfügungen der kantonalen Behörden über Tierver- suchsbewilligungen steht das Beschwerderecht auch den ge- samtschweizerischen Tierschutzorganisationen zu.
Abs. 2
Der Bundesrat bezeichnet die zur Beschwerde berechtigten Tierschutzorganisationen. Abs. 3
Diese können auch auf kantonaler Ebene Beschwerde führen. Abs. 4
Die Tierschutzorganisationen sind gegenüber Dritten zur Verschwiegenheit verpflichtet über Informationen, die sie bei der Ausübung ihres Beschwerderechts über den Betrieb des Gesuchstellers erfahren.
Minderheit II (Meier-Glattfelden, Bäumlin, Carobbio, Ott, Wiederkehr) Abs. 1
Gegen Verfügungen der kantonalen Behörden oder der Be- hörden des Bundes im Zusammenhang mit dem Tier-
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schutzrecht steht das Beschwerderecht auch den gesamt- schweizerischen Tierschutzorganisationen zu. Abs. 2- 4 Zustimmung zum Entwurf der Minderheit I
Art. 26b (nouveau) Proposition de la commission Majorité Rejeter les propositions des minorités
Minorité I
(Seiler Rolf, Bäumlin, Bundi, Carobbio, Euler, Meier-Glattfel- den, Ott, Wiederkehr) Titre
Droit de recours des organisations de protection des animaux Al. 1
Les organisations de protection des animaux d'importance nationale sont également habilitées à recourir contre les déci- sions des autorités cantonales autorisant des expériences sur animaux.
AI. 2
Le Conseil fédéral désigne les organisations de protection des animaux ayant qualité pour recourir.
Al. 3
Celles-ci sont aussi habilitées à recourir au niveau cantonal. AI. 4
Les organisations de protection des animaux sont tenues de garder secrètes à l'égard de tiers les informations sur l'activité du requérant, qui sont portées à leur connaissance dans l'exercice de leur droit de recours.
Minorité II
(Meier-Glattfelden, Bäumlin, Carobbio, Ott, Wiederkehr) Al. 1
Les organisations de protection des animaux d'importance nationale sont également habilitées à recourir contre les déci- sions en matière de protection des animaux prises par les au- torités cantonales ou fédérales.
Al. 2- 4
Adhérer au projet de la minorité I
Seiler Rolf, Sprecher der Minderheit I: Ich werde gleichzeitig auch den Artikel zum Verbandsklagerecht in diese Begrün- dung einschliessen und zu diesen zwei Artikeln Verbands- beschwerde- und Verbandsklagerecht nur einmal sprechen. Von grosser Bedeutung für die Besserstellung der Tiere ist die Stärkung des Rechtsschutzes der Tiere durch Gewährung der Verbandsbeschwerde und des Verbandsklagerechtes an ge- wisse Tierschutzorganisationen. Mit der Beschwerde würden diese legitimiert, gesetzeswidrige Verfügungen von Verwal- tungsbehörden anzufechten. Mit der Verbandsklage wären sie berechtigt, im eigenen Namen und im Namen der Allgemein- heit anstelle des geschädigten Tiers als Partei Stellung zu neh- men und so das Verfahren zu kontrollieren und Rechtsmittel zu ergreifen.
Für die Einführung der Verbandsbeschwerde sprechen ver- schiedene, vor allem aber zwei Argumente: die Anerkennung von Eigenrechten der Tiere und die sogenannte «Waffen- gleichheit» im Bewilligungsverfahren.
Zur Anerkennung von Eigenrechten der Tiere. Das Tierschutz- gesetz regelt das Verhalten der Menschen gegenüber dem Tier. Es dient dem Schutz des Tieres und seines Wohlbefin- dens. Neben der sittlichen Ordnung in den Beziehungen zwi- schen Menschen und Tieren dient das Tierschutzgesetz dem Schutz des Tieres um seiner selbst willen. Wird diese Schutz- bedürftigkeit anerkannt - das darf aufgrund der klaren Verfas- sungsbestimmung und des Tierschutzgesetzes wohl voraus- gesetzt werden -, so stehen den Tieren Lebens- und Abwehr- rechte gegenüber den Menschen zu. Ihnen diese Rechte zu- zugestehen entspricht wohl auch dem Prinzip der Gerechtig- keit. Gerechtigkeit aber nur in Anspruch zu nehmen, um sich selber gegen Unterdrücker zu wehren, sie aber gegenüber den Unterlegenen abzulehnen, widerspricht unserem Rechts- empfinden. Gerechtigkeit entspricht einer Ursehnsucht des Menschen gegenüber der Willkür der Mächtigen. In den Bezie-
hungen Mensch/Tier ist zweifelsohne der Mensch der Mäch- tige. Es ist daher seine moralische Pflicht, auch den Tieren ge- recht zu werden.
Tiere erfüllen das Erfordernis der Eigenständigkeit, besitzen einen Eigenwert, und sie sind - sofern wir das wollen - Träger natürlicher wie moralischer Rechte. Die Minderheit der Kom- mission ist der Auffassung, dass den Tieren Eigenrechte zuzu- gestehen sind. Diese Eigenrechte sind gleich wie die Rechte der Menschen in menschliche Verfahren einzubringen, dies um so mehr, als seitens der Tiere die Beeinträchtigung von so grundlegenden Rechten wie jenen auf Existenz, Integrität und Wohlbefinden auf dem Spiele stehen.
Das Prinzip der Gerechtigkeit verlangt, dass die von einer Kon- fliktlösung Betroffenen an einem allfälligen Verfahren beteiligt werden, und zwar so, dass sie ihre Interessen geltend machen können und dass sie einigermassen Aussichten auf Erfolg ha- ben. Tiere verfügen jedoch nicht über unsere Sprache. Sie können nicht für sich selbst auftreten. Dem Tier kommt daher keine Handlungsfähigkeit zu. Es braucht zu seinem Schutz ei- nen Treuhänder, einen Anwalt. Diese Funktion kann am be- sten mit dem Beschwerderecht von ideellen Vereinigungen wahrgenommen werden.
Zum zweiten, der Waffengleichheit im Verfahren. Am Bewilli- gungsverfahren gemäss geltendem Gesetz sind lediglich der Gesuchsteller und die bewilligungserteilende Behörde betei- ligt. Die Konkretisierung der Gesetzesbestimmungen, zum Beispiel des unerlässlichen Masses, und die Ermittlung des Sachverhaltes erfolgt somit zwischen zwei Parteien, deren In- teressen zum Teil, vor allem in bezug auf die Erledigung der Gesuche, ähnlich gelagert sind. Hinzu kommt die Tatsache, dass die gesuchstellende Partei die Ablehnung eines Gesu- ches mit verwaltungsrechtlichen Rechtsmitteln anfechten kann, während umgekehrt keine Möglichkeit besteht, eine Be- willigung auf ihre Gesetzmässigkeit überprüfen zu lassen.
Mit der Erteilung eines Beschwerderechtes an das Bundesamt für Veterinärwesen wird diese Ungerechtigkeit ein wenig ge- mildert; das Interessenungleichgewicht wird jedoch nicht be- seitigt. Die volle Waffengleichheit wird nur hergestellt, wenn sich die Anwälte der Tiere in den entsprechenden Verfahren als voll berechtigte Partei einschalten können. Sie müssen erstinstanzliche Bewilligungen anfechten und den Streit durch eine übergeordnete Instanz entscheiden lassen können. Ein Verfahren, das diesen Ansprüchen nicht genügt, erfüllt weder die Forderung nach Gerechtigkeit, noch entspricht es dem Prinzip der Gleichbehandlung. Wer den Tieren dieses Vertre- tungsrecht nicht gewähren will, muss wirklich überzeugende, gerechtigkeitsorientierte und moralische Gründe vorbringen können.
Welches sind die Gründe, die von den Gegnern dieser Lösung vorgetragen werden? Der Bundesrat macht in seiner Botschaft vor allem geltend, die missbräuchliche Beschwerde könne die Forschung verzögern, es bestünde die Gefahr, dass Unbe- rechtigte Kenntnis von Forschungsgeheimnissen bekämen usw. Die meisten der angeführten Gründe berühren die Inter- essen derjenigen, die Tierversuche durchführen. Diese Inter- essen sind aber den Rechten der Tiere gegenüberzustellen, denen nicht grundsätzlich weniger Bedeutung beigemessen werden darf. Das Fehlen der Verbandsbeschwerde verhindert jedoch eine solche Güterabwägung. Und was die Wahrung der Forschungsgeheimnisse betrifft, können die Eigentums- rechte der Gesuchsteller dadurch geschützt werden, dass die beschwerdeberechtigten Organisationen ebenso strikt an Ver- traulichkeit gebunden werden wie die kantonalen Kommissio- nen.
Der Bundesrat und die Industrie weisen ferner darauf hin, die Verbandsbeschwerde liesse dem Gesuchsteller keine andere Wahl, als unerlässliche und dringliche Versuche ins Ausland zu verlegen. Dazu möchte ich nur eines bemerken: Dringliche und unerlässliche Versuche bleiben in der Schweiz auch in Zukunft unbestritten. In bezug auf die Befürchtung der For- schungsverzögerung könnten die Interessen der Forschung dadurch gewahrt werden, dass Beschwerden die aufschie- bende Wirkung entzogen wird. Das hat aber die zuständige Rechtsmittelinstanz zu beurteilen. Dabei hat sie die Interessen des Tierschutzes gegenüber den Forschungsinteressen und
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den wirtschaftlichen Interessen abzuwägen. Im Falle einer Ver- waltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht ist hinge- gen die aufschiebende Wirkung gemäss Artikel 111 des Orga- nisationsgesetzes grundsätzlich entzogen.
Es bleibt noch die Frage der beschwerdeberechtigten Organi- sationen. Der Bundesrat sieht hier Abgrenzungsprobleme. Das ist durchaus möglich. Aber das Vorhandensein von Pro- blemen bildet keinen Grund, sie nicht anzugehen. Anderseits bin ich ebenfalls der Meinung, dass der Kreis der aktiv legiti- mierten Organisationen aus verschiedenen Gründen eng zu ziehen ist. Eine knappe Auswahl ist aber immer noch besser als der Verzicht auf die Verbandsbeschwerde.
Im übrigen ist die Verbandsbeschwerde im schweizerischen Recht nichts Neues. Sie existiert bereits im Natur- und Heimat- schutz- und im Umweltschutzgesetz. Niemand hat bis heute Missbräuche bei der Benutzung dieses Instrumentes nach- weisen können.
Zusammenfassend: Ein Gesetz ist nicht viel wert, wenn es nicht richtig angewendet und vollzogen wird. Nur mit der Ge- währung des Rechtes der Verbandsbeschwerde kann die rich- tige Anwendung überprüft werden, können Missbräuche ge- richtlich geahndet werden. Nur mit der Verbandsbeschwerde kann sichergestellt werden, dass die gesetzlich vorgegebene Interessenabwägung im Bewilligungsverfahren vor der Bewil- ligungsbehörde rechtlich durchgesetzt werden und so eine Rechtsprechung entstehen kann, die laufend dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Entwicklung, der Forschung und insbesondere der Entwicklung von Alternativmethoden entspricht.
Zum Schluss zum Verbandsklagerecht: Auch im Tierschutz- gesetz hat der Gesetzgeber die Notwendigkeit von Strafnor- men im Bereich der Tierversuche mit der Aufnahme von spezi- fischen Straftatbeständen in den Artikeln 27 und 29 anerkannt. Im Tierschutzstrafrecht fehlen aber Opfer, die auf die Registrie- rung von Berichten überwachenden Einfluss nehmen können. Die eigentlichen Opfer, die Tiere, können es nicht tun. Zudem ist eine Kontrolle durch private Bürger, die zur Klage berechtigt wären, nicht möglich. Denn Tierversuche finden stets hinter verschlossenen Türen statt. Die Geschädigten, die Tiere, sind in einem Strafverfahren ohnehin benachteiligt, wenn den An- geschuldigten nicht als Gegengewicht ebenfalls besonders interessierte und vor allem informierte Vertreter der Geschä- digten gegenüberstehen. Um dieses Ungleichgewicht wenig- stens teilweise auszugleichen, soll den Tierschutzorganisatio- nen ein Verbandsklagerecht eingeräumt werden. Damit sollen sie in einem Strafprozess Geschädigtenstellung erhalten oder als Privatklägerin ein Strafverfahren einleiten können und daran als sachkundige Partei teilnehmen. Auch in diesem Fall geht es darum, moralischen Prinzipien und der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen.
Ich meine, es ist unsere Pflicht, die Interessen der leidenden Kreaturen, die ja unsere Mitgeschöpfe sind, wirkungsvoll zu vertreten. Das können Sie tun, indem Sie diesen beiden Arti- keln zustimmen. Ich bitte Sie darum und danke Ihnen dafür.
Meier-Glattfelden, Sprecher der Minderheit II: Alles, was Herr Kollege Seiler Rolf über Gerechtigkeit zwischen Mensch und Tier gesagt hat, ist wahr und richtig. Ich brauche das nicht zu wiederholen. Ebenso klar ist aber, dass das Tier nicht nur bei Tierversuchen, sondern in allen Bereichen des Tierschutzes einen Anwalt braucht. Aus formaljuristischen Gründen, wegen der Einheit der Materie, konnten die Tierschutzorganisationen dies im Rahmen der Tierschutz-Initiative nicht verlangen.
Was sich im Umweltschutz mit dem Beschwerderecht der Um- weltorganisationen bewährt hat, wird sich auch im Tierschutz bewähren. Die Tiere bedürfen, da sie sich nicht selber wehren können, eines Anwalts, der ihre Interessen vertritt. Das Ver- bandsbeschwerderecht ist deshalb nicht nur im Bereich Tier- versuche, sondern in allen Bereichen der Tierschutzgesetz- gebung - z. B. für das Schlachten, für Tiertransporte und für die gewerbsmässige Nutztierhaltung - angebracht.
Ich bitte Sie, meinem Antrag auf Ausdehnung des Beschwer- derechtes der Tierschutzorganisationen auf alle Bereiche des Tierschutzrechtes zuzustimmen.
M. Leuba: Je vous invite, également au nom du groupe li- béral, à rejeter les propositions de minorité. Celles-ci me pa- raissent témoigner, essentiellement sur le plan des idées, d'une regrettable confusion des esprits.
Déjà selon l'article 26a, on accorde un droit de recours à l'Of- fice vétérinaire cantonal, ce qui est en soï un peu curieux, mais cela tient au fait qu'on se méfie de l'application du droit par les cantons qui seraient naturellement incapables d'appliquer le droit fédéral. Par conséquent, il faut bien qu'un office fédéral contrôle son application. On prétend, de cette manière, assu- rer l'application uniforme du droit fédéral.
Mais alors, à l'article 26b, la solution est inacceptable. Je rap- pelle que nous sommes en présence d'une requête d'un labo- ratoire, d'une Haute école ou d'une autre organisation qui sou- haite pouvoir faire des expériences sur les animaux. Cette re- quête s'adresse à l'autorité. Or, quelle est la tâche de cette der- nière en cette matière? C'est précisément d'assurer l'applica- tion de la loi et de veiller à l'intérêt public. Il est tout de même paradoxal qu'on veuille, d'une part, étendre de plus en plus les compétences de l'autorité pour intervenir dans ce domaine et que, d'autre part, on se méfie à ce point de l'autorité qu'on re- mette en doute son obligation fondamentale de veiller à l'intérêt public. Finalement, la tâche essentielle de l'autorité est bien de veiller à l'intérêt public et, par conséquent, à l'applica- tion de la loi. L'autorité doit également déterminer où est l'intérêt public, mais il n'incombe pas à n'importe quelle orga- nisation de s'en charger, derrière l'autorité. Tel est donc le pre- mier argument que nous invoquons contre le droit de recours des organisations de protection des animaux.
Le deuxième argument tient au fait qu'il s'agit d'organisations strictement privées, tout à fait honorables, qui ont indiscuta- blement une tâche à accomplir dans la société, mais qui ne reçoivent pas de légitimité démocratique. Ces organisations sont composées de gens de bonne volonté, qui s'intéressent à la protection des animaux. Or, ici, il s'agit de tout autre chose. Il ne s'agit pas de défendre, sur le plan des idées, la protection des animaux, mais de reconnaître à ces organisations, selon la proposition de la minorité, un droit de recours qui paralyse le droit de demander une autorisation.
Nous nous trouvons alors dans la situation incroyable que des personnes - certes dont l'honorabilité et le caractère idéal des objectifs poursuivis ne sont pas mis en doute - vont obtenir le droit de se prévaloir de représenter l'intérêt public et l'opinion qu'elles considèrent comme étant la plus juste à l'égard de l'autorité qui, elle, est précisément chargée de veiller à cet intérêt public. Les organisations de protection des animaux n'ont aucun compte à rendre à quiconque de la manière dont elles exerceront ces droits, personne n'effectuant de contrôle. Or, selon les principes démocratiques, celui qui exerce des droits au nom d'autrui doit rendre des comptes. Ensuite, on demandera la gratuité de la procédure, cela va de soi, et on in- voquera la défense d'un but idéal pour être dispensé de payer des dépens. On aboutira alors, ainsi que le relève le Conseil fédéral dans son message, à une paralysie de la procédure par des gens qui défendent un intérêt idéal, certes, mais qui ne sont pas investis de pouvoir et n'ont de compte à rendre à per- sonne.
Ces raisons sont suffisantes pour vous demander de rejeter cette proposition de minorité.
Wiederkehr: Irgendwie erinnert mich die Debatte in diesem Saal an die jahrzehntelangen Debatten über das Frauen- stimmrecht und die Möglichkeit der Frauen, ihre Rechte gel- tend zu machen. Erinnern Sie sich zurück: Dieses Parlament war einstmals ein reines Männerparlament. Nur die «Dornen- krone der Schöpfung» hatte das Recht, hier zu bestimmen, und man hat versucht, die Rechte der Frauen solange als möglich unter Verschluss zu halten. Die Frauen haben sich dennoch befreien können. Sie werden es nicht aufhalten kön- nen, dass sich auch die Tiere befreien werden. Allerdings wer- den sie nicht in diesem Saal später einmal anwesend sein: Die Tiere haben keine Möglichkeit, sich für sich selber einzuset- zen, deshalb braucht es Gruppen und Gruppierungen, die es an ihrer Stelle tun. Es werden die Organisationen sein, die ihre Stimme für sie erheben.
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Weg vom Tierversuch. Volksinitiative
Jetzt ganz ernsthaft: Die LdU/EVP-Fraktion tritt selbstverständ- lich für die Einführung des Verbandsbeschwerderechtes ein, aus folgenden Gründen:
Eine Parteistellung der Tierschutzorganisationen ist im Inter- esse des Tieres absolut notwendig. Die heutige Situation der Rechtsungleichheit, in der ausschliesslich den Gesuchstel- lern das Rekursrecht zusteht, ist nicht tolerierbar. Der unaus- weichliche Interessenkonflikt, der sich bei der Verwendung von Tieren in der Forschung immer ergibt, muss institutionell so angegangen werden, dass beide Seiten klar als Parteien vertreten sind. Dies um so mehr, als es um die Ueberprüfung der Anwendung der offenen Normen der Tierschutzgesetz- gebung geht. Eine Schlechterstellung der Tierschutzorganisa- tionen gegenüber den Organisationen des Umwelt-, Natur- und Heimatschutzes, für die Herr Rolf Seiler bereits erklärt hat, dass diese Verbandsbeschwerdemöglichkeit noch nie miss- braucht worden ist - das kann man nachweisen -, lässt sich weder zwingend begründen noch aufrechterhalten.
Deshalb bitte ich Sie, in diesem zentralen Punkt des Tier- schutzgesetzes ja zu sagen: ja zur Verbandsbeschwerde.
Frau Segmüller: Gewiss, ich spreche hier im Namen der christlichdemokratischen Fraktion. Aber jetzt spreche ich hier zuerst als Frau. Ich muss schon sagen: Es hat mir ob der Argu- mentation von Herrn Wiederkehr die Sprache verschlagen. Diese Argumentation - auch die Frauen hätten um ihre Vertre- tung kämpfen müssen -, dieser Vergleich mit dem Tierver- suchsproblem zeigt doch genau die Verkehrung der Prioritä- ten, welche ich strikte ablehnen muss. So geht es ja nun nicht! Jetzt spreche ich wieder als Fraktionssprecherin. Es ist un- bestritten, dass wir aus Ehrfurcht vor der Schöpfung den Schutz der Tiere ausbauen sollen, und zwar basierend auf den ethischen Richtlinien der Akademie der medizinischen Wis- senschaften. Das ist eine ethische Verpflichtung.
Aber diese Gesetzesrevision sichert ja genau dies, indem wir das Behördebeschwerderecht einführen. Dieses Behördebe- schwerderecht kommt dem Veterinäramt zu und nicht dem Bundesamt für Gesundheitswesen. Es ist somit ein Beschwer- derecht, das die Anwaltschaft der Tiere sicherstellt.
Die Verbände als Beschwerdeberechtigte können die Interes- sen der Tiere, so wie sie es verstehen, innerhalb der Tierver- suchskommissionen der Kantone wahrnehmen. Auch diese Verbesserung bringt die Revision. Zwingend vorgeschrieben wird ja, dass diese Organisationen in diesen Tierversuchs- kommissionen vertreten sein sollen.
Nicht akzeptieren kann ich, dass die Verbände die allein legiti- mierten Vertreter der Tiere sein sollen. Ich empfinde es so: Sie sind die selbsternannten Vertreter. Wo bleibt ihre demokrati- sche Legitimation? Es entstünden Abgrenzungsprobleme, wenn ein solches Verbandsbeschwerderecht eingeführt würde. Wir kennen es - das stimmt - z. B. im Natur- und Hei- matschutz. Was gibt es dort für Kriterien? Es müssen gesamt- schweizerische Organisationen sein, die seit mindestens zehn Jahren existieren. Das ist gut und recht. Aber welche Beden- ken haben wir und wovor fürchten wir uns im Tierversuchs- bereich? Doch vor den extremen Organisationen, die es durchaus gibt - es ist nicht nur eine -, die sich offen die totale Ablehnung jeglicher Tierversuche auf ihre Fahne geschrieben haben. Sie verkünden jetzt schon, wenn das Beschwerderecht eingeführt werde, würden sie gegen jeden Versuch Be- schwerde einlegen.
Wie, Herr Wiederkehr, würden Sie diese Organisationen vom Beschwerderecht ausschliessen, oder mit welchen Argumen- ten würden Sie eine geordnete Abwicklung des Gesetzes überhaupt sicherstellen können?
Es gibt auch noch einen anderen Unterschied zum Beschwer- derecht im Natur- und Heimatschutz. Im Natur- und Heimat- schutz, auch beim Umweltschutz geht es um öffentliche, be- kannte, für jedermann einsehbare Objekte. Bei den Tierversu- chen geht es auch um Forschungs- und Fabrikationsgeheim- nisse. Da ist die Interessenlage an der Offenlegung eine total andere. Diese zwei Umstände können nicht einfach so vergli- chen werden.
Ich bitte Sie dringend, im Sinne eines echten, richtig verstan- denen Tierschutzes dem Behördebeschwerderecht zuzustim-
men, denn wir haben bereits der Vertretung der Organisatio- nen in den Tierversuchskommissionen zugestimmt. Ich bitte Sie aber, das Beschwerderecht und ein Klagerecht für die Or- ganisationen abzulehnen. Das Klagerecht steht sowieso je- dermann zu, wenn ein Tatbestand, der ein Gesetz verletzt, vor- handen ist. Dazu braucht es kein besonderes zusätzliches Kla- gerecht für die Organisationen.
Jeden weiteren Vergleich der Frauen und ihres Kampfs um eine Stellung in der Gesellschaft mit dem Tierversuchspro- blem möchte ich mir strikte verbitten.
Frau Bäumlin: Herr Bundesrat, ich muss etwas loswerden be- treffend Ihre Antwort von gestern zur Bewilligungsverfahrens- regelung. Ich war ausserordentlich enttäuscht von Ihrer Ant- wort. Ich habe den Eindruck, dass Sie mir entweder nicht zu- gehört haben oder dass ich vielleicht zu schnell gesprochen habe; die Uebersetzung kam vielleicht nicht bis zu Ihnen durch. Ich habe den Eindruck, Sie haben mich nicht verstan- den - oder dann wollten Sie wirklich keine echte Kontrolle des Bewilligungsverfahrens. Ich kann mir Ihre Antwort von gestern nicht anders erklären. Sie zweifelten nämlich die Unabhängig- keit einer Tierversuchskommission an, die also auch fähig wäre, eine Bewilligung zu erteilen. Eine solche Tierversuchs- kommission hätte alle Interessen eingebunden und damit eine Unabhängigkeit von den Interessen hergestellt. Es wäre eine Unabhängigkeit der Bewilligungsinstanz gewesen, wenn diese Interessen der Stärkeren durch Einbindung ausge- schlossen worden wären. Ich weiss, das ist ein bisschen kom- pliziert. Aber es gibt keine andere Unabhängigkeit.
Wenn es schon im Bewilligungsverfahren möglich ist, dass die Stärkeren - und das sind die Leute, die Tierversuche durch- führen wollen - Einfluss nehmen können, entweder bei der oberen Instanz, die die Bewilligung erteilt, oder bei der unteren Instanz, die nur die fachlichen Grundlagen dazu liefert, dann sehe ich nicht, wie überhaupt die Interessen der Schwächeren dort vertreten werden können.
Nicht einmal dort wollten Sie gleich lange Spiesse und natür- lich auch hier nicht. Ich sehe es nach einigen Vorrednern schon kommen, wie Sie argumentieren werden.
Ich habe beim Bewilligungsverfahren gesagt, das wäre der Spatz in der Hand gewesen, und jetzt geht es um die Taube auf dem Dach. Frau Segmüller möchte ich sagen: Natürlich müssen die Verbände in dieser Sache einen Ausgleich schaf- fen gegenüber der Uebermacht der Interessen; damit ist es ih- nen nicht zu verargen, dass sie gewissermassen einseitig ein- - greifen. Das können Sie nicht wegreden mit Ihren Argumen- ten.
Deswegen möchte ich Sie, verehrte Kolleginnen und Kolle- gen, ausserordentlich nachdrücklich bitten, diesem Ver- bandsbeschwerderecht Ihre Stimme zu geben.
Euler, Berichterstatter: Die Kommission hat im Gesetzesent- wurf bei Artikel 26a das Beschwerderecht gegen kantonale Verfügungen dem zuständigen Bundesamt für Veterinärwe- sen zugewiesen. Wir haben allerdings darüber noch nicht ab- gestimmt, aber es ist keine Opposition angemeldet.
Diese Zuweisung ist zweifellos ein Fortschritt. Nun wollen die Minderheitsanträge Seiler Rolf und Meier-Glattfelden in Arti- kel 26b weitergehende Anliegen der Volksinitiative einbrin- gen: die Einführung der Verbandsbeschwerde für Organisa- tionen, welche sich nach ihren Statuten mit dem Tierschutz be- fassen. Diese Frage war auch in der Kommissionsberatung äusserst zentral; es ist auch eine zentrale Frage in der Volksin- itiative, und deren Erörterung hat in der Kommissionsberatung entsprechend Zeit gebraucht.
Die Kommissionsmehrheit lehnt die Verbandsbeschwerde aber ab. Die Argumente fasse ich im folgenden kurz zusam- men: Die Verbandsbeschwerde bewirkt, dass die Forschung verzögert, wenn nicht gar blockiert würde, dass die Geheim- haltung von Informationen über Forschungsprojekte in Frage gestellt wäre, dass Missbrauch der Beschwerde stattfinden würde, dass der administrative und der Prozessaufwand un- abschätzbar gross wären, dass weder EG noch Efta eine ähn- liche Regelung kennen und dass die Einführung einen Eingriff in die Souveränität der Kantone darstelle. Praktisch alle Kan-
Limitons strictement l'expérimentation animale
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21 juin 1990
tone haben sich in der Vernehmlassung dagegen ausgespro- chen.
Bundesrat Delamuraz gab zudem nochmals in der Kommis- sion zu bedenken - ebenso Frau Segmüller vorhin -, dass der Vergleich mit dem vorhandenen Beschwerderecht für Organi- sationen des Natur-, Heimat- und Umweltschutzes nicht her- angezogen werden könne, weil in diesem Bereich eine für je- dermann nachvollziehbare, öffentliche Problematik bestehe, was beim Beschwerderecht im Bereich Tierversuche wegen der Geheimhaltung nicht der Fall sei.
Ein paar Worte noch zur Kommissionsminderheit: Sie haben von Herrn Seiler Rolf ja ausführlich gehört, dass eine Partei- stellung der Tierschutzorganisationen im Interesse des Tieres notwendig sei, dass das Tier einen Anwalt brauche und dass die heutige Situation durch eine Rechtsunsicherheit gekenn- zeichnet sei.
Was die Frage des möglichen Missbrauchs der Beschwerde betrifft, so hätte es der Bundesrat gemäss Absatz 2 der Min- derheit I (Seiler Rolf) in der Hand, einen Schlüssel für die zur Beschwerde berechtigten Tierschutzorganisationen zu fin- den. Die Minderheit II von Herrn Meier-Glattfelden ist in dieser Forderung noch absoluter. Die Kommission verwarf den Min- derheitsantrag Meier-Glattfelden zu Artikel 26b mit 13 zu 3 Stimmen, den Minderheitsantrag Seiler Rolf zu Artikel 26b mit 13 zu 8 Stimmen.
Für das Verbandsklagerecht (Minderheitsantrag Artikel 32a) gelten im Prinzip die gleichen Argumente wie für die Verbands- beschwerde. Ich werde dazu nicht nochmals im Rat sprechen. Das Verbandsklagerecht wurde von der Kommission mit 13 zu 8 Stimmen abgelehnt.
Namens der Kommission muss ich Sie um Zustimmung zu den Kommissionsanträgen und um Ablehnung der Minder- heitsanträge ersuchen, obwohl ich mich persönlich zur Min- derheit bekenne.
Mme Paccolat, rapporteur: Nous arrivons au plat de résis- tance de ce contre-projet car les articles 26a et 26b sont une forme de réponse alternative à l'initiative en ce qui concerne les voies de recours.
Quel est le droit en vigueur? L'Office vétérinaire fédéral surveille l'exécution par les cantons. Mais cet office n'a pas le droit d'atta- quer les décisions de première instance et hier nous avons rap- pelé que les cantons avaient des procédures différentes, ce qui montre aussi la difficulté d'instaurer une procédure de recours, compte tenu du fédéralisme. Je rappellerai -vous avez pris con- naissance hier peut-être dans la presse d'un cas du canton de Genève - qu'il est nécessaire que cet office puisse exercer ce contrôle sur l'octroi des autorisations accordées par les can- tons. Je rappelle que le canton de Genève avait accordé une autorisation au centre universitaire pour procéder à une ex- périence sur les animaux et que l'office fédéral a interdit cette expérience. Cela montre qu'il y a nécessité d'un contrôle sur l'ensemble des demandes qui s'élèvent à environ 2000 par an. Quelle possibilité était offerte pour aller dans le sens d'un droit de recours? Il y avait la possibilité d'accorder un droit de re- cours soit aux associations de protection des animaux, comme le demandent l'initiative et les deux propositions de minorité, soit aux autorités. Plusieurs alternatives se présen- taient au niveau de droit de recours des autorités, soit l'Office vétérinaire fédéral, soit la Commission fédérale consultative, soit les Commissions cantonales - je rappelle qu'il y a quel- ques années le postulat Wick avait demandé d'instaurer ce droit de recours aux commissions cantonales - soit même la création d'un poste de délégué cantonal à la protection des animaux.
Face à cet éventail de possibilités, la commission a retenu la proposition de l'Office vétérinaire fédéral. Pourquoi cet office? Il garantit une application uniforme de la loi. Du reste, les can- tons principalement concernés par les expériences sur les ani- maux, tels que les cantons de Berne, de Bâle-ville et de Genève se sont déclarés favorables à cette possibilité. Le droit de recours de l'Office vétérinaire fédéral garantit aussi la confi- dentialité en ce qui concerne les secrets commerciaux. On peut également envisager qu'il renforce l'application des di- rectives prononcées par cet office. Je rappelle que non seule-
ment nous devons considérer que le droit de recours, s'il est accordé à l'Office vétérinaire fédéral, apporte ces avantages; mais que les associations de protection des animaux - comme l'a relevé Mme Segmüller - sont aujourd'hui recon- nues de droit dans les commissions cantonales. Actuelle- ment, un grand nombre de ces commissions sont déjà com- posées de membres d'associations de protection des ani- maux. Mais nous avons introduit dans le contre-projet une re- connaissance de droit qui n'est pas non plus négligeable.
Pourquoi n'avons-nous pas accordé le droit de recours aux associations? L'argument principal pour exiger un tel droit réside dans le fait qu'une autorisation d'expérience sur les ani- maux ne plus être révisée une fois qu'elle a été accordée. Du reste, les responsables des associations de protection des animaux - les auteurs des propositions de minorité l'ont relevé - qui sont concernés directement ne peuvent pas défendre leurs intérêts comme représentants.
C'est surtout pour les arguments suivants que la majorité de la commission n'a pas voulu retenir ce droit de recours contre les associations. Tout d'abord, nous constatons que des person- nes non autorisées pourraient prendre connaissance de se- crets de recherche, que la recherche tant fondamentale qu'ap- pliquée pourrait être bloquée ou retardée et que les questions d'expériences sur les animaux seraient jugées par des juristes qui n'ont pas nécessairement les connaissances requises dans ce domaine spécial. Il est bien évident que dans certains cas on pourrait considérer que la collaboration des associa- tions pourrait constituer une aide pour les autorités officielles parfois surchargées. Mais cette aide peut s'exprimer juste- ment par l'examen des autorisations dans les commissions lors de l'octroi du préavis.
Je crois que la question de savoir si l'on peut assumer la res- ponsabilité d'introduire le droit de recours dépend essentielle- ment de la possibilité de protéger les intérêts légitimes des principaux intéressés, l'industrie et les Hautes écoles. Or, les inconvénients que ce droit de recours impose ne sont pas vrai- ment insignifiants. Et l'on pourrait encore ajouter une série d'inconvénients, notamment une politisation par l'introduction de voies de droit. Je crois qu'il ne faut pas non plus s'attendre à une amélioration de la qualité des décisions. Il faut aussi ajouter que le cercle des organisations qui bénéficieraient du droit de recours ne peut pas être délimité de façon correcte pour des raisons juridiques.
C'est une des raisons qui expliquent la différence entre la pro- position de la minorité I et celle de la minorité II. M. Seiler et les représentants de la minorité I ont justement mis des garde- fous à ces inconvénients en précisant que le Conseil fédéral devrait décider quelles seraient les organisations de protec- tion des animaux dignes de recourir, celles-ci étant tenues d'assurer le secret quant aux informations qui seraient portées à leur connaissance.
Ce droit de recours doit être vu également sous l'angle du droit ·cantonal, et l'on peut considérer qu'il constituerait une in- gérence dans la souveraineté des cantons. Et dernier argu- ment, aucun Etat membre de la Communauté ou de l'AELE ne connaît une réglementation semblable dans le domaine de la protection des animaux.
La procédure de consultation a manifestement démontré que la majorité n'est pas du tout favorable au droit de recours des associations, tant des cantons que des partis et des organisa- tions. La minorité I de la commission s'est prononcée par 13 voix contre 8, et la minorité Il par 14 voix contre 3. Etant donné que l'article 32a est lié au droit de recours des associa- tions de protection des animaux, la commission, dans sa ma- jorité, refuse le droit de plainte des organisations, car l'intro- duction d'un tel droit, comme proposé à l'article 32a, consti- tuerait une nouveauté dans le droit suisse.
Dans le domaine de la protection de l'environnement, de la na- ture et du paysage, les associations nanties d'un droit de re- cours ne jouissent pas d'un droit de plainte correspondant. De plus, il n'est pas possible de comparer avec le droit de recours qui est accordé aux associations dans le cadre de la loi sur la protection de l'environnement. M. Delamuraz, conseiller fédéral, reviendra sur ce point, afin de souligner la différence en la matière.
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Weg vom Tierversuch. Volksinitiative
Les motifs invoqués en faveur du droit de recours des associa- tions ne peuvent donc pas être transférés sans autre dans le domaine du droit pénal. Nous devons aussi préciser que le droit en vigueur permet à chacun de déposer une plainte pénale; l'autorité est alors tenue de poursuivre l'affaire d'office. La majorité de la commission est donc d'avis qu'une régle- mentation spéciale dans le domaine de la protection des ani- maux n'est pas opportune, tant en ce qui concerne le droit de recours que le droit de plainte.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Mme Bäumlin, revenant sur notre débat d'hier à propos de l'article 18, regrette de ne pas avoir été entendue du Conseil fédéral. Je voudrais, Madame, éviter en tout cas que vous ayez le sentiment que, dans ce noeud de vipères que peut être l'expérimentation animale, le Conseil fédéral pratique la politique de l'autruche et laisse aux expérimentateurs la part du lion.
Cette comptine zoologique étant dite, j'insiste sur le fait qu'au- jourd'hui, en relation avec le débat sur les droits de recours, je répète ce que je vous ai dit hier, après vous avoir bel et bien entendue, à savoir que l'organisation envisagée par la majo- rité de la commission avait pour elle le grand mérite de la clarté, et cela parce que distinction est faite entre trois types d'organes. Tout d'abord, à l'échelon cantonal, l'organe con- sultatif et de prévision est justement cette commission, consti- tuée par décision du Parlement. C'est une amélioration par rapport à la situation actuelle. Cette commission est indépen- dante de l'autorité de décision qui, selon les cantons, est le Conseil d'Etat, le département cantonal concerné, voire le vétérinaire cantonal. Nous n'avons pas, en tant que législateur fédéral, à nous immiscer dans l'organisation cantonale. L'es- sentiel, c'est que cette commission soit précisément indépen- dante de l'autorité de décision et qu'elle n'agisse pas en tant qu'organe subordonné.
Ensuite, l'organe de recours, tel que la majorité de la commis- sion vous le propose, c'est l'Office vétérinaire fédéral. Nous voilà donc au centre du débat d'aujourd'hui. La nouveauté, qui consiste à doter l'Office vétérinaire fédéral du droit de recours contre les décisions de l'autorité cantonale compétente, est un instrument supplémentaire en main de ceux qui se préoc- cupent, à juste titre, de la protection des animaux et d'un re- cours raisonnable à des animaux pour l'expérimentation. C'est en cela que le système que nous vous présentons a le mérite de la clarté, de la cohérence et de l'efficience. Par con- séquent, je vous demande de suivre la majorité de la commis- sion.
Pourquoi donc ne pas continuer sur un si bon chemin? Pour que les garanties soient apparemment encore plus grandes, pourquoi ne pas accorder, de surcroît, un droit de recours aux associations?
Je suis obligé de reprendre la comparaison que j'établissais hier - et dont on a parlé tout à l'heure - entre le droit de recours reconnu aux associations en matière d'aménagement du terri- toire et le droit de recours revendiqué ici en matière d'ex- périmentation animale. Je vois deux différences essentielles entre ces deux types de démarche. La première se situe dans la nature même des choses. Lorsqu'un projet urbanistique ou d'aménagement du territoire est soumis à l'enquête publique, on voit très bien de quoi il s'agit. Un paysage, une fraction de notre territoire est visible, et c'est par conséquent un élément qui relève du domaine public le plus évident. Lorsqu'au contraire il s'agit d'une expérimentation animale, celle-ci, par la nature même de cette expérimentation, se trouve être un projet privé, non visible du public, non évident et qui, dans un certain nombre de cas, est chargé du secret et de la confiden- tialité qui doivent entourer les affaires et, en quelque sorte, la sphère privée. Nous n'avons donc pas la possibilité d'interve- nir dans ce type de domaine avec la même évidence et la même clarté qu'en matière d'aménagement du territoire.
Une seconde nature tient au temps d'accomplissement de ces démarches. Lorsqu'un recours est fait contre tel ou tel plan d'aménagement du territoire, les règles sont suspendues. Cela peut porter préjudice à quelque propriétaire qui n'est pas à même de pratiquer les constructions auxquelles il voulait se livrer, mais cela ne va pas plus loin. Le temps ne bloque pas
irrémédiablement le cours futur des choses en matière d'amé- nagement du territoire.
Tout autre est la situation d'une expérimentation animale. Cel- le-ci, par définition, doit avoir pour elle une cohérence en amont et en aval avec les autres recherches. Elle doit avoir lieu et une interruption est de nature à compromettre ce projet et, très souvent avec lui, ceux qui le flanquent et l'accompagnent. Les dégâts que l'on causerait en travaillant pièce par pièce sont évidemment irréparables par rapport à ce qui se passe en matière d'aménagement du territoire. C'est la raison pour la- quelle il ne faut pas établir ce parallèle.
Autre réflexion: il est évident que si nous nous mettions à re- connaître à ces associations le droit de recours, il serait indis- pensable qu'elles soient à même de connaître la matière dont il s'agit. Nous devrions donc leur ouvrir toutes grandes les por- tes les plus secrètes de tous les laboratoires publics et privés de la recherche fondamentale dans les universités, de la re- cherche appliquée dans les industries, afin qu'elles sachent de quoi il en retourne. Cela est une violation et une atteinte grave au secret des affaires, qui entraîneraient, si l'on veut être efficace, quasiment une présence d'investigation et de con- trôle permanente dans ces laboratoires et entreprises.
Il suffit de savoir que les quelque 1800 autorisations annuelles délivrées actuellement seraient toutes passibles d'un recours des associations, dans le cas où vous leur accorderiez le droit de recours, pour se rendre compte qu'il est très facile, non seulement de compliquer, mais de paralyser l'activité d'un cer- tain nombre d'entreprises en matière de recherche animale.
Vous me direz peut-être que je suis en train de faire un procès d'intention, mais ce n'est pas le cas. Je ne serais toutefois pas enclin à vous tenir mes derniers propos si des associations n'avaient pas déjà annoncé la couleur et, en toute clarté, leur opposition au principe même de l'expérimentation animale. Elles veulent non seulement son contrôle et sa limitation, mais sa suppression. Comment voulez-vous donc, si telle ou telle de ces associations extrémistes est investie du caractère na- tional, que nous l'excluions des associations ayant droit de faire recours? Cela est démocratiquement impossible. Il est dès lors écrit dans le ciel de l'évidence que nous aurions, avec l'existence d'un tel droit de recours, la certitude d'une volonté permanente de paralysie de tout l'appareil d'expérimentation animale. De cela nous ne voulons pas, il s'agit de raison gar- der. Quelle que soit l'honorabilité d'autres associations, quel que soit le caractère, non seulement utile mais indispensable, de leur action de protection des animaux en général, leur oc- troyer expressément, alors qu'elles n'ont pas de légitimité démocratique, un droit d'intervention, de recours, c'est vérita- blement confondre les buts et les moyens et donner à cet ins- trument tous les moyens de faire «capoter» purement et sim- plement la recherche animale.
Je vous engage à renoncer à cet instrument disproportionné, à suivre la majorité de la commission, qui introduit déjà et c'est important le nouveau droit de recours de l'Office vétérinaire fédéral, qui vous donne toutes les garanties à la fois techni- ques et politiques d'un instrument nouveau permettant de faire fonctionner avec plus de certitude le système et de don- ner à la volonté politique du Parlement de limiter les expéri- mentations animales toute sa portée, sa signification et ses conséquences pratiques.
Art. 26a Angenommen - Adopté
Art. 26b
Abstimmung - Vote
Eventuell - A titre préliminaire Für den Antrag der Minderheit I Für den Antrag der Minderheit II
Definitiv - Définitivement Für den Antrag der Mehrheit Für den Antrag der Minderheit I
62 Stimmen 24 Stimmen
101 Stimmen 61 Stimmen
49-N
Limitons strictement l'expérimentation animale
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N 21 juin 1990
Art. 27 - 32 Antrag der Kommission Zustimmung zum geltenden Text Proposition de la commission Adhérer au texte en vigueur
Angenommen - Adopté
Art. 32a (neu) Antrag der Kommission Mehrheit Ablehnung des Antrages der Minderheit Minderheit (Seiler Rolf, Bäumlin, Bundi, Carobbio, Euler, Meier-Glattfel- den, Ott, Wiederkehr) Titel
Verbandsklagerecht Abs. 1
Bei strafbaren Handlungen im Sinne der Tierschutzgesetzge- bung gelten gesamtschweizerische Organisationen als Ge- schädigte.
Abs. 2
Der Bundesrat bezeichnet die zur Klage berechtigten Tier- schutzorganisationen.
Art. 32a (nouveau) Proposition de la commission Majorité Rejeter la proposition de la minorité Minorité
(Seiler Rolf, Bäumlin, Bundi, Carobbio, Euler, Meier-Glattfel- den, Ott, Wiederkehr) Titre Droit de plainte des organisations Al. 1
Lors d'actes punissables au sens de la présente loi, les organi- sations de protection des animaux d'importance nationale ont qualité de plaignantes.
Al. 2
Le Conseil fédéral désigne les organisations de protection des animaux habilitées à porter plainte.
Le président: La proposition de minorité a déjà été déve- loppée par M. Seiler. La majorité de la commission vous pro- pose de ne pas l'adopter, et M. Seiler renonce à prendre la pa- role.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit Für den Antrag der Minderheit
94 Stimmen 58 Stimmen
Art. 33 Antrag der Kommission Zustimmung zum geltenden Text
Antrag Weder-Basel Abs. 3
.... nach Artikel 5, die Ausbildung zum Tierpfleger nach Arti- kel 7 sowie die Ueberwachung .... sind jedoch Bundessache.
Art. 33
Proposition de la commission Adhérer au texte en vigueur
Proposition Weder-Bâle AI. 3
L'exécution .... l'article 5, la formation de gardien d'animaux selon l'article 7 ainsi que la surveillance .... relèvent toutefois de la Confédération.
Le président: La proposition Weder-Bâle est devenue cadu- que à la suite du vote intervenu à l'article 7 alinéa 2.
Angenommen gemäss Antrag der Kommission Adopté selon la proposition de la commission
Art. 34 Antrag der Kommission Zustimmung zum geltenden Text
Antrag Meier-Glattfelden
Die mit dem Vollzug dieses Gesetzes beauftragten Behörden haben («im Rahmen des zutreffenden Prozessrechtes» wird ersatzlos gestrichen) Zutritt zu den Räumen, Einrichtungen, Fahrzeugen, Gegenständen und Tieren; dabei haben sie die Eigenschaft von Beamten der gerichtlichen Polizei.
Art. 34 Proposition de la commission Adhérer au texte en vigueur
Proposition Meier-Glattfelden
Les autorités chargées de l'exécution de la présente loi ont (biffer «dans le cadre de la procédure applicable») accès aux locaux, installations, véhicules, objets et animaux; pour ce faire, elles ont qualité d'agents de la police judiciaire.
Meier-Glattfelden: Mein Antrag entspricht inhaltlich dem Ent- wurf des Tierschutzgesetzes gemäss Botschaft vom 9. Fe- bruar 1977. Der zur Streichung beantragte Zusatz im Rahmen des zu treffenden Prozessrechts ist erst in der Beratung des Gesetzesentwurfes im Ständerat eingefügt worden. Dies er- folgte damals mit der Begründung, es gehe zu weit, den Voll- zugsbeamten zu erlauben, ohne weiteres eine Wohnung zu betreten. Zuerst müsse der Untersuchungsrichter feststellen, ob genügende Verdachtsmomente für eine Hausdurchsu- chung vorhanden seien.
In der Praxis hat sich diese Bestimmung vor allem als ein Hin- dernis beim Vollzug des Gesetzes bei Nutztierhaltern und ein- zelnen Haltern von Wildtieren erwiesen. Bei renitenten Tierbe- sitzern, welche den Zutritt verweigern, muss bei der zuständi- gen Strafuntersuchungsbehörde ein Hausdurchsuchungs- befehl angefordert werden - dies auch in Fällen, wo es noch gar nicht um eine Strafuntersuchung geht, sondern nur darum, zu kontrollieren, ob Tierschutzvorschriften eingehalten werden.
Die Gutheissung meines Antrags würde den Vollzugsbehör- den im Tierschutz dieselbe Kontrollmöglichkeit eröffnen, wie sie für die Tierseuchenpolizei selbstverständlich ist. Es ist nicht zu befürchten, dass inskünftig unter Hinweis auf diese Bestim- mung der Zutritt zu Privatwohnungen verlangt werden wird. Das Zutrittsrecht besteht selbstverständlich nur, soweit es für den Vollzug der Tierschutzgesetzgebung erforderlich ist. Da- bei muss ein konkreter Anlass für eine Kontrolle bestehen. Ich bitte Sie, meinem Antrag zuzustimmen.
Euler, Berichterstatter: Der Antrag von Herrn Meier-Glattfel- den war schon in der Frühjahrssession bekannt; somit konnte die Kommission auf schriftlichem Wege und nach Konsulta- tion des Bundesamtes für Veterinärwesen dazu Stellung neh- men. Die Kommission möchte Ihnen den Antrag von Herrn Meier zur Annahme empfehlen. Es ist im Grunde genommen auch der Wunsch des Bundesamtes für Veterinärwesen, dass diese Aenderung vollzogen wird. Das Bundesamt schreibt auch an die Kommission, dass aus der Sicht des mit der Ober- aufsicht betrauten Bundesamtes der Antrag zu begrüssen ist. Seine Gutheissung würde den Vollzugsorganen im Tierschutz dieselben Kontrollmöglichkeiten eröffnen, wie sie für die Tier- seuchenpolizei selbstverständlich sind.
Ich möchte mich sehr kurz fassen und Ihnen aus all diesen Gründen die Annahme des Antrags von Herrn Meier als eine willkommene Ergänzung dieser Revision empfehlen.
Mme Paccolat, rapporteur: La proposition de M. Meier-Glatt- felden a été examinée, lors de la session de printemps, par la commission qui l'a acceptée après avoir entendu l'avis donné par l'Office vétérinaire fédéral. Dans la pratique, il est constaté que la disposition actuelle est un obstacle pour une bonne ap- plication de la loi, car en particulier les détenteurs d'animaux de rente ainsi que ceux d'animaux sauvages n'ont pas l'ouver- ture attendue et voulue pour faciliter un contrôle. Face à ces
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Weg vom Tierversuch. Volksinitiative
propriétaires récalcitrants, il faut demander un mandat de per- quisition à l'autorité d'instruction pénale. En supprimant «dans le cadre de la procédure applicable», on aurait ainsi une ga- rantie de surveillance et de contrôle par les autorités chargées de l'exécution de la loi. Il faut donc modifier l'article 34: à la place de «organes», nous acceptons la proposition «les auto- rités» et l'on biffe «dans le cadre de la procédure applicable».
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Je vous propose d'être d'accord avec l'amendement remanié qui nous est proposé.
Angenommen gemäss Antrag Meier-Glattfelden Adopté selon la proposition Meier-Glattfelden
Art. 35 - 37 Antrag der Kommission Zustimmung zum geltenden Text Proposition de la commission Adhérer au texte en vigueur
Angenommen - Adopté
Ziff. Il (neu), Art. 38 Antrag der Kommission (Betrifft nur den französischen Text)
Ch. Il (nouveau), art. 38 Proposition de la commission Al. 1 La présente loi est sujette au référendum facultatif. Al. 2 Adhérer au texte en vigueur
Angenommen - Adopté
Persönliche Erklärung - Déclaration personnelle
Bundi: Vor den beiden Gesamtabstimmungen möchte ich na- mens der sozialdemokratischen Fraktion folgende Erklärung abgeben:
Wir werden dieser Gesetzesrevision zustimmen, weil sie nicht im Widerspruch zu den Forderungen der Initiative steht und weil sie einen Fortschritt darstellt gegenüber dem bisherigen Recht. Es sind aber alle Minderheitsanträge abgelehnt wor- den, und damit sind wichtige Anliegen der Initiative nicht be- rücksichtigt worden. Das veranlasst uns, die Initiative zu unter- stützen.
Persönliche Erklärung - Déclaration personnelle
Weder-Basel: Uns geht es gleich wie Herrn Bundi und der so- zialdemokratischen Fraktion. Wir stellen fest, dass alle Minder- heitsanträge, die wir unterstützt und selbst eingereicht haben, nicht berücksichtigt worden sind. Wir stellen aber auch fest: Die Gesetzesrevision bringt einen ganz kleinen Fortschritt für die oftmals sehr gequälte Kreatur. Wir stimmen dieser Geset- zesrevision zu. Wir werden aber auch dem Schweizer Tier- schutz beliebt machen, die bestehende Initiative auf keinen Fall zurückzuziehen; denn wir möchten einen viel grösseren Schritt tun als denjenigen, den wir heute getan haben, und wir werden uns mit dem Schweizer Tierschutz in Verbindung set- zen.
Heute stimmen wir der Gesetzesrevision zu und selbstver- ständlich auch der Initiative, die wir dem Volk zur Annahme empfehlen werden.
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Gesetzentwurfes Dagegen
92 Stimmen 8 Stimmen
Eventualantrag der Kommission (Falls der Rat dem indirekten Gegenvorschlag zustimmt) Die Frist zur Behandlung der Volksinitiative «zur drastischen und schrittweisen Einschränkung der Tierversuche (Weg vom
Tierversuch!)» wird gestützt auf Artikel 27 Absatz 5bis des Ge- schäftsverkehrsgesetzes um ein Jahr bis zum 29. Oktober 1991 verlängert.
Proposition subsidiaire de la commission
(Pour le cas où le conseil approuverait le contre-projet indi- rect)
Le délai fixé pour l'examen de l'initiative populaire «pour une réduction stricte et progressive des expériences sur les ani- maux (Limitons strictement l'expérimentation animale!)> est prorogé d'un an, soit jusqu'au 29 octobre 1991, en vertu de l'article 27, alinéa 5bis, de la loi sur les rapports entre les con- seils.
Angenommen - Adopté
Abschreibung - Classement
Antrag des Bundesrates Abschreiben der parlamentarischen Vorstösse gemäss Seite 1 der Botschaft Proposition du Conseil fédéral Classer les interventions parlementaires selon la page 1 du message
Angenommen - Adopté
A. Bundesbeschluss über die Volksinitiative «zur dra- stischen und schrittweisen Einschränkung der Tierversu- che (Weg vom Tierversuch!)> A. Arrêté fédéral concernant l'initiative populaire «pour une réduction stricte et progressive des expériences sur les animaux (Limitons strictement l'expérimentation ani- male!»
Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit
Allgemeine Beratung siehe Seite 0000 hiervor Débat général voir page 0000 ci-devant
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 2 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Minderheit (Bundi, Bäumlin, Carobbio, Euler, Meier-Glattfelden, Ott, Sei- ler Rolf, Wiederkehr) Die Bundesversammlung empfiehlt Volk und Ständen, die Initiative anzunehmen.
Art. 2 Proposition de la commission Majorité Adhérer au projet du Conseil fédéral Minorité
(Bundi, Bäumlin, Carobbio, Euler, Meier-Glattfelden, Ott, Sei- ler Rolf, Wiederkehr) L'Assemblée fédérale recommande au peuple et aux cantons d'accepter l'initiative.
Conférence internationale du travail. 75e session
1176
N 21 juin 1990
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit Für den Antrag der Minderheit
82 Stimmen 49 Stimmen
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes Dagegen
78 Stimmen 44 Stimmen
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
89.069
Internationale Arbeitskonferenz. 75. Tagung Conférence internationale du travail. 75e session
Bericht, Botschaft und Beschlussentwurfvom 1. November 1989 (BBI II, 1592) Rapport, message et projet d'arrêté du 1er novembre 1989 (FF III, 1505) Beschluss des Ständerates vom 7. März 1990 Décision du Conseil des Etats du 7 mars 1990
Herr Allenspach unterbreitet im Namen der Kommission für soziale Sicherheit den folgenden schriftlichen Bericht:
Der Bericht des Bundesrates über die 75. Tagung der Interna- tionalen Arbeitskonferenz besteht im wesentlichen aus zwei Teilen. Erstens aus einer Analyse der schweizerischen Hal- tung zum Uebereinkommen (Nr. 167) und der Empfehlung (Nr. 175) über den Arbeitsschutz im Bauwesen. Der zweite Teil befasst sich in Form einer Botschaft mit dem Uebereinkom- men (Nr. 168) und der Empfehlung (Nr. 176) über Beschäfti- gungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit.
Das Uebereinkommen Nr. 167 revidiert das Uebereinkommen Nr. 62 von 1937 über Unfallverhütungsvorschriften, welches den Hochbau betrifft. Das Uebereinkommen Nr. 167 enthält allgemeine Bestimmungen über die Zusammenarbeit von Ar- beitgebern und Arbeitnehmern zur Förderung von Sicherheit und Gesundheit auf den Baustellen sowie über die Koordina- tion und die Verteilung der Verantwortlichkeiten auf die ver- schiedenen auf einer Baustelle tätigen Unternehmen. Weiter sieht es eine Reihe von Schutzmassnahmen betreffend die im Hoch- und Tiefbau verwendeten Anlagen, Geräte und Werk- zeuge vor.
In der Schweiz entsprechen die technischen und organisatori- schen Massnahmen auf dem Gebiet der Sicherheit und Ge- sundheit am Arbeitsplatz heute den wesentlichen Anforderun gen, die im Uebereinkommen Nr. 167 gestellt werden. Trotz- dem ist es nicht möglich, dieses Uebereinkommen zu ratifizie- ren, da die selbständig Erwerbstätigen in der Schweiz nicht vom Geltungsbereich der Unfallverhütungsgesetzgebung er- fasst werden.
Die Kommission bedauert, dass dieses Uebereinkommen Nr. 167 nicht ratifiziert werden kann. Wie dem Bericht des Bun- desrates zu entnehmen ist, ist das Eidgenössische Departe- ment des Innern beauftragt worden, zu prüfen, welche An- passungen unserer Gesetzgebung nötig wären, insbeson- dere was die Situation der selbständig Erwerbstätigen betrifft, um das Uebereinkommen Nr. 167 ratifizieren zu können. Die Kommission für soziale Sicherheit beabsichtigt ihrerseits das Problem der selbständig Erwerbstätigen weiterzuverfolgen. Sie hat beim Departement des Innern einen Bericht zu diesem Thema verlangt.
Das Uebereinkommen Nr. 168 hat zum Ziel, die Koordination der Systeme zum Schutz gegen Arbeitslosigkeit und der Be- schäftigungspolitik sicherzustellen. Es revidiert das Ueberein-
kommen Nr. 44 über Arbeitslosigkeit aus dem Jahre 1934. Seither haben sich verschiedene neue Fragestellungen erge- ben wie Langzeitarbeitslosigkeit, Jugendarbeitslosigkeit, mit der Eingliederung der Frauen verbundene Arbeitslosigkeit, Strukturveränderungen auf dem Arbeitsmarkt oder neue Ar- beitszeitregelungen.
Das Uebereinkommen Nr. 168 widmet sich diesen Fragen und stellt ein internationales, der Entwicklung unserer heuti- gen Arbeitswelt angepasstes Instrument dar. Es schützt min- destens 85 Prozent aller Arbeitnehmer vor den Risiken der Ganz- oder Teilarbeitslosigkeit sowie der Kurzarbeit und sieht für die arbeitslosen Personen angemessene Entschädigungs- bedingungen und Leistungen vor. Der Ratifikation dieses Uebereinkommens stehen keine rechtlichen Hindernisse im Wege. Die Kommission begrüsst die Neuerungen des Ueber- einkommens Nr. 168 und vertritt die Auffassung, dass eine Ra- tifikation angezeigt wäre.
M. Allenspach présente au nom de la Commission de la sécu- rité sociale le rapport écrit suivant:
Le rapport du Conseil fédéral sur la 75e session de la Con- férence internationale du travail se compose pour l'essentiel de deux parties. On analyse d'abord la position suisse au re- gard de la convention no 167 et de la recommandation no 175 concernant la sécurité et la santé dans la construction. Il est ensuite question, dans un message, de la convention no 168 et de la recommandation no 176 sur la promotion de l'emploi et la protection contre le chômage.
La convention no 167 révise la convention no 62 de 1937 con- cernant les prescriptions de sécurité dans le bâtiment. La con- vention no 167 contient des dispositions générales sur la col- laboration des employeurs et des travailleurs en vue de pro- mouvoir la sécurité et la santé sur les chantiers de constrution et sur la coordination et les responsabilités entre les différen- tes occupées sur un chantier. En outre, elle définit toute une série de mesures de protection relatives aux installations, aux machines, aux appareils et aux outils utilisés dans le bâtiment et le génie civil.
En Suisse, les mesures techniques et d'organisation applica- bles en matière de sécurité et de santé sur le lieu de travail sa- tisfont déjà, pour l'essentiel, aux exigences de la convention no 167. Il n'est cependant pas possible de ratifier cette con- vention, car les travailleurs indépendants ne sont pas compris, en Suisse, dans le champ d'application de la législation con- cernant la sécurité sur le lieu de travail.
La commission déplore qu'il ne soit pas possible de ratifier la convention no 167. Il ressort du rapport du Conseil fédéral que le Département fédéral de l'intérieur a été chargé d'examiner les adaptations de notre législation qui seraient nécessaires, notamment pour ce qui touche la situation des travailleurs in- dépendants, pour permettre la ratification de la dite conven- tion. Notre commission a l'intention de poursuivre de façon autonone l'étude des problèmes qui se posent au sujet des travailleurs indépendants. Elle a requis du Département fédéral de l'intérieur un rapport sur la question.
La convention no 168 a pour objectif d'assurer la coordination des systèmes des protection contre la chômage et de la politi- que de l'emploi. Elle porte révision de la convention no 44 sur le chômage, qui date de 1934. Depuis lors de nombreux autres problèmes ont retenu l'attention, par exemple le chômage de longue durée, le chômage des jeunes, le chômage lié à la réin- sertion des femmes, les modifications de structure du marché du travail ou les nouvelles modalités de l'aménagement du temps de travail.
La convention no 168 traite ces questions et constitue un in- strument international adapté à la situation du travail de notre époque. Elle protège 85 pour cent au moins de l'ensemble des salariés contre les risques de chômage complet, ainsi que de chômage partiel ou technique, et prévoit, pour les person- nes sans emploi, des conditions d'indemnisation et des pres- tations raisonnables. La ratification de cette convention ne se heurte à aucun obstacle juridique. La commission approuve les innovations de la convention no 168 et estime que sa ratifi- cation serait opportune.
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Weg vom Tierversuch. Volksinitiative Limitons strictement l'expérimentation animale. Initiative populaire
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III
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Conseil
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Consiglio
Consiglio nazionale
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Datum 21.06.1990 - 08:00
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