Grenzabfertigung. Abkommen mit der BRD
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nent weiterzuführen, vielleicht mit Schwergewicht bei der Kommission für auswärtige Angelegenheiten oder den Dele- gationen, aber auch im Plenum. Ich bin sehr froh, dass wir die Debatte heute geführt haben.
Etwas detaillierter noch: Ich bin erfreut über die in Aussicht ste- henden Beiträge der Schweiz zur Entwicklung der Demokratie in Osteuropa, möchte das Departement unterstützen und en- couragieren, diesen Weg zu gehen, teile die Grundhaltung des Bundesrates im Zusammenhang mit dem Europäischen Wirtschaftsraum und bin froh, dass nach dem Plan des Bun- desrates mindestens die Grundpfeiler unserer Institutionen nicht in Frage gestellt werden.
Ich bleibe aber skeptisch für unsere Institutionen bei den sich anbahnenden Entwicklungen und hoffe, dass unser Land im übrigen zu diesem neu sich entwickelnden Gleichgewichtssy- stem auf pluralistischer Grundlage in Europa einen aktiven Beitrag leisten kann.
Gadient: Ich danke für die umfassende Beantwortung und er- kläre mich im wesentlichen als befriedigt. Danken möchte ich insbesondere dem Bundesrat dafür, dass er diese integrati- onspolitischen Fragen mit soviel Umsicht und Initiative an die Hand genommen hat.
Zwei Bemerkungen seien mir gestattet:
Ich hoffe, dass die informative Tätigkeit - Sie erwähnten Se- minarien, und dass die Kommissionen und Delegationen ver- mehrt informiert werden sollen - im Sinne meiner Anfrage in ein nationales Informationskonzept zu diesen sehr bedeutsa- men Fragen ausmündet.
Mir ist natürlich klar, dass meine Frage 4 jetzt nicht mit ei- nem konkreten Konzept beantwortet werden konnte. Ich habe Ihre positive Grundhaltung sehr gerne vorgemerkt. Sie wer- den verstehen, wenn ich diese für das Parlament derart be- deutsamen Fragen, die ich ein wenig auszuleuchten ver- suchte, allenfalls zum Gegenstand einer Motion machen werde, die uns Gelegenheit geben wird, in die Einzelheiten dieser Problematik einzusteigen.
Präsident: Mir liegen drei Wortmeldungen vor. Opponiert je- mand der Diskussion?
Meier Hans: Ich bin nicht gegen Diskussion. Das sind bedeu- tende Fragen. Aber in Anbetracht der vorgerückten Zeit und der schlechten Besetzung des Rates glaube ich, dass diese Probleme eine andere Präsenz erfordern. Ich stimme der Dis- kussion zu, stelle aber einen Ordnungsantrag auf Verschie- bung auf einen späteren Zeitpunkt.
Präsident: Die Diskussion wird nicht bestritten.
Abstimmung - Vote
Für den Ordnungsantrag Meier Hans Dagegen
15 Stimmen 5 Stimmen
89.046
Grenzabfertigung. Abkommen mit der Bundesrepublik Deutschland Contrôles douaniers. Accord avec la République fédérale d'Allemagne
Botschaft und Beschlussentwurf vom 28. Juni 1989 (BBI II, 1145) Message et projet d'arrêté du 28 juin 1989 (FF II, 1033) Beschluss des Nationalrates vom 15. Dezember 1989 Décision du Conseil national du 15 décembre 1989
Herr Masoni unterbreitet im Namen der Kommission für aus- wärtige Angelegenheiten den folgenden schriftlichen Bericht:
Das Abkommen vom 1. Juni 1961 zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland über die Errichtung neben- einanderliegender Grenzabfertigungsstellen und die Grenz- abfertigung in Verkehrsmitteln während der Fahrt bestimmt, dass Zolldeklaranten, die ihre Tätigkeit in nebeneinanderlie- genden Grenzabfertigungsstellen ausüben, für die direkten Steuern aus dieser Tätigkeit von dem Staat besteuert werden, auf dessen Gebiet sich die Grenzabfertigungsstelle befindet. Gemäss diesem Abkommen hat die Bundesrepublik Deutsch- land, nach der Inbetriebnahme der Grenzabfertigungsanlage am Autobahnübergang Basel-Weil, bei welcher sowohl die deutsche als auch die schweizerische Grenzabfertigungs- stelle sich auf deutschem Gebiet befinden, die schweizeri- schen Speditionsfirmen für ihre Zolldeklarantentätigkeit in Deutschland besteuert. Dagegen haben sich diese Firmen mit dem Argument gewehrt, sie seien wegen der Lage der Grenz- abfertigungsanlagen gezwungen, auf deutschem Gebiet tätig zu sein. Das neue Abkommen, das infolgedessen unter den Vertretern beider Länder ausgehandelt wurde, ändert Arti- kel 22 des Abkommens von 1961 in dem Sinne, dass die direk- ten Steuern an den Staat gehen, dem die Grenzabfertigungs- stelle gehört, auch wenn sie auf dem Gebiet des anderen Staa- tes steht.
Diese Lösung entspricht derjenigen aus den Abkommen mit Frankreich und Italien und befriedigt die interessierten Kreise.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt einstimmig, dem Bundesbe- schluss zum Abkommen mit der Bundesrepublik Deutschland zur Aenderung des Abkommens vom 1. Juni 1961 über die Er- richtung nebeneinanderliegender Grenzabfertigungsstellen und die Grenzabfertigung in Verkehrsmitteln während der Fahrt zuzustimmen.
M. Masoni soumet au nom de la Commission des affaires étrangères le rapport écrit suivant:
La Convention du 1er juin 1961 entre la Confédération suisse et la République fédérale d'Allemagne relative à la création de bureaux à contrôles nationaux juxtaposés et aux contrôles dans les véhicules en cours de route stipule que les déclarants en douane qui effectuent leurs opérations auprès des bureaux à contrôles nationaux juxtaposés sont imposés, en ce qui con- cerne l'impôt direct sur ces opérations, par l'Etat sur le terri- toire duquel se trouve le bureau à contrôles. Dès l'ouverture du poste de douane autoroutier de Bâle-Weil, poste dont les bu- reaux de douane allemands mais aussi suisses se trouvent sur le territoire allemand, la République fédérale d'Allemagne a, conformément à cette convention, imposé les maisons d'ex- pédition suisses sur le chiffre d'affaires qu'elles réalisent dans ces locaux. Les entreprises concernées ont refusé en invo- quant le fait qu'elles sont obligées de travailler sur territoire al- lemand en raison de l'emplacement des bureaux de douane. La nouvelle convention dont les représentants des deux pays sont convenus modifie l'article 22 de la version de 1961 en ce qu'elle accorde le bénéfice de l'impôt sur le chiffre d'affaires au
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Contrôles douaniers. Accord avec la RFA
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pays dont dépend le bureau de contrôle douanier, même si ce dernier se trouve sur le territoire de l'Etat limitrophe. Cette solu- tion, que l'on trouve dans les conventions que notre pays a si- gnées avec la France et avec l'Italie, satisfait les milieux in- téressés.
Proposition de la commission
La commission, unanime, vous propose d'approuver l'arrêté fédéral concernant l'Accord avec la République fédérale d'Al- lemagne en vue de la modification de la Convention du 1 er juin 1961 relative à la création de bureaux à contrôles nationaux juxtaposés et aux contrôles dans les véhicules en cours de route.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Titre et préambule, art. 1, 2
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 18 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
Schluss der Sitzung um 12.00 Uhr La séance est levée à 12 h 00
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Grenzabfertigung. Abkommen mit der Bundesrepublik Deutschland Contrôles douaniers. Accord avec la République fédérale d'Allemagne
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Dans
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1990
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
04
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.046
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 08.03.1990 - 08:00
Date
Data
Seite
111-112
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Pagina
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20 018 581
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