Motion on agricultural family farms transmitted as postulate

20018423Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)23.03.1990Partially Granted

Zusammenfassung

William Wyss asked the Federal Council to propose supplementary measures promoting environmentally sound quality production from family farms and compensating agricultural public-interest services from federal funds. The Federal Council did not oppose the aims but said an expert commission on direct payments was already examining the issue and that it would first await those findings before proposing any legislative changes. The National Council therefore transmitted the initiative as a postulate.

Regest

Motion betreffend Förderung der bäuerlichen Familienbetriebe und Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen; bei grundsätzlicher Zustimmung des Bundesrates und hängigem Expertenbericht über Direktzahlungen kann das Parlament die Begehren als Postulat überweisen, wenn noch keine abschliessenden konkreten Gesetzesvorschläge vorliegen (vgl. Debatte und Überweisung als Postulat).

Gesamter Gesetzestext

Motion Berger

691

  1. März 1990 N

89.473 Motion Wyss William Förderung der bäuerlichen Familienbetriebe Aides aux exploitations agricoles familiales

Wortlaut der Motion vom 8. Juni 1989

Der Bundesrat wird beauftragt, ergänzende Massnahmen zur Förderung der bäuerlichen Landwirtschaft vorzuschlagen, die darauf abzielen,

a. eine umweltverträgliche Qualitätsproduktion aus boden- bewirtschaftenden bäuerlichen Familienbetrieben zu fördern; b. mit Beiträgen aus allgemeinen Bundesmitteln gemeinwirt- schaftliche Leistungen der Landwirtschaft abzugelten.

Texte de la motion du 8 juin 1989

Le Conseil fédéral est chargé de proposer des mesures com- plémentaires visant à soutenir l'agriculture paysanne a. en encourageant une production de qualité respectueuse de l'environnement, provenant d'entreprises agricoles familia- les exploitant des terres;

b. en indemnisant sur les recettes générales de la Confédéra- tion les prestations d'intérêt général fournies par l'agriculture.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bühler, Daepp, Hari, Hess Otto, Luder, Nabholz, Nebiker, Oester, Rutishauser, Rychen, Schwab, Seiler Hanspeter, Wanner, Zölch, Zwingli (15)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Der Abstimmungskampf zur Kleinbauern-Initiative und der Ur- nengang selbst haben deutlich gemacht, dass sich sowohl Gegner wie auch Befürworter des Volksbegehrens für eine na- turnahe, bäuerliche Landwirtschaft ausgesprochen haben. Es ist daher ein Gebot der Stunde, neue Signale in der Agrarpoli- tik zu setzen und dementsprechend dem Parlament so schnell wie möglich zugunsten unserer Bauernfamilien Massnahmen vorzuschlagen, welche eine umweltbewusste Qualitätspro- duktion aus bodenbewirtschaftenden bäuerlichen Familien- betrieben fördern und begünstigen.

Die Aufrechterhaltung der dezentralen Besiedlung, die Pflege der Kulturlandschaft sowie der Schutz von Umwelt, Pflanzen und Tieren sind Aufgaben, die in geeigneter Form zu fördern und mit allgemeinen Bundesmitteln besser als bisher abzugel- ten sind.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 21. Februar 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 février 1990

Die in der Motion genannten Ziele der Förderung einer bäuerli- chen Landwirtschaft und einer umweltverträglichen Qualitäts- produktion aus bodenbewirtschaftenden Familienbetrieben sind unbestritten.

Eingesetzt vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdeparte- ment, prüft zurzeit die Expertenkommission «Direktzahlun- gen», wie in Zukunft die agrarpolitischen Ziele in optimaler Weise verwirklicht werden können. Auch die vom Motionär ge- nannten Ziele und Mittel (Beiträge aus allgemeinen Bundes- mitteln zur Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen) wer- den in dem Bericht behandelt und dazu konkrete Vorschläge gemacht. Der Bericht der Kommission, der demnächst vor- liegt, wird es dem Bundesrat, dem Parlament und den interes- sierten Kreisen erlauben, verschiedene Optionen der künfti- gen Landwirtschaftspolitik auf der Basis fundierter Abklärun- gen zu diskutieren.

Der Bundesrat selbst wird nach eingehender Prüfung des Be- richts seine eigenen. Vorschläge zur Agrarpolitik formulieren und soweit nötig eine Anpassung der Rechtsgrundlagen vor- schlagen. Wie diese Vorschläge und Anträge im einzelnen

aussehen werden, lässt sich im gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Auch vermag sich der Bundesrat jetzt noch nicht darüber auszusprechen, ob er dem vom Motionär auf- gezeigten Weg in der vorgeschlagenen Weise folgen kann. Nötigenfalls wird der Bundesrat dem Parlament eine entspre- chende Ergänzung des Landwirtschaftsgesetzes vorschla- gen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

89.614

Motion Berger Getreideüberschüsse und Produktionslenkung Excédents de céréales et orientation des productions agricoles

Wortlaut der Motion vom 26. September 1989 Zur Lösung des schwierigen Problems der landwirtschaftli- chen Produktionsüberschüsse ersuche ich den Bundesrat, die erforderlichen Untersuchungen einzuleiten mit dem Ziel, eine oder mehrere Substitutionskulturen zu fördern, die indu- striell genutzt werden können. Insbesondere ersuche ich den Bundesrat,

  • alle Massnahmen zu ergreifen, damit die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Biomasseproduktion zur Er- zeugung von Energie für landwirtschaftliche Zwecke vorange- trieben wird;

  • alle erforderlichen Bestimmungen auszuarbeiten, damit ein solcher umweltfreundlicher Energieträger gefördert und das Interesse dafür geweckt werden kann.

Texte de la motion du 26 septembre 1989

Afin de résoudre la difficile question des excédents de produc- tion agricole, j'invite le Conseil fédéral à engager les études nécessaires afin d'encourager une ou des cultures de substi- tution à usages industriels.

De prendre notamment toutes mesures pour:

  • assurer un développement de la recherche scientifique pour une production de biomasse pour l'énergie à des fins agrico- les,

  • préparer toutes les dispositions nécessaires pour assurer la promotion et l'intérêt pour une telle source d'énergie favorable à notre environnement.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Fischer-Hägglingen, Hari, Luder, Massy, Müller-Wiliberg, Nebiker, Perey, Philipona, Rohrbasser, Rutishauser, Savary-Vaud, Wyss William (13)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'excédent de céréales dans notre pays est la conséquence de plusieurs phénomènes.

Les travaux de la recherche scientifique, l'amélioration des techniques culturales, l'introduction des fumures fractionnées (non polluantes) et surtout les restrictions de production très sévères dans la plupart des autres secteurs agricoles nous conduisent tous ensemble à la situation difficile que nous con- naissons. Inévitablement, la culture non contingentée devient la victime des mesures restrictives prises ailleurs. Une réduc- tion des surfaces emblavées s'impose donc. Elle ne peut ce- pendant s'envisager sans remettre en cause toute la pro- blématique de l'orientation des productions agricoles.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Wyss William Förderung der bauerlichen Familienbetriebe Motion Wyss Aides aux exploitations agricoles familiales

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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1990

Année

Anno

Band

II

Volume

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Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.473

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 23.03.1990 - 08:00

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691-691

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agricultural policyfamily farmsdirect paymentsenvironmental quality productionpublic-interest servicespostulateparliamentary motion