Protection of the Rhone navigation corridor near Geneva

20018305Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)08.02.1990Other

Zusammenfassung

In a written reply to an interpellation on the possible navigation of the Rhone near Geneva, the Federal Council stated that protecting the navigation corridor serves to preserve future options and does not amount to a decision to build the waterway. It distinguished this federal safeguard from Geneva's cantonal riverbank protection law, which pursues a different purpose and does not necessarily coincide with the future corridor. The Council said a general project study was necessary to identify protected surfaces and possibly take additional measures in consultation with the canton. The interpellator remained dissatisfied.

Regest

Protection of a navigation corridor for a possible future waterway is a precautionary planning measure that does not pre-empt the later decision whether to realize the project; cantonal site-protection rules aimed at a different purpose do not necessarily exclude federal safeguarding of a broader corridor, and a general project study may be required to preserve future options and identify the surfaces to be protected. Such measures are justified by the need not to prejudice future generations' freedom of decision (cf. consid. on corridor protection and future development).

Gesamter Gesetzestext

Interpellation Rebeaud

180

N 8 février 1990

(XXXII) des Exekutivkomitees für das Programm des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen, binden die Schweiz völkerrechtlich nicht. Weder dem Völkervertragsrecht noch dem Völkergewohnheitsrecht kann eine Definition der sogenannten «Gewaltflüchtlinge», «humanitären Flüchtlinge» oder «de-facto-Flüchtlinge» entnommen werden. Das Rück- schiebeverbot gilt deshalb gegenüber «Gewaltflüchtlingen» nicht allgemein, sondern auf individueller Basis nach Mass- gabe der in Artikel 3 EMRK niedergelegten Grundsätze. Wenn unser Land darüberhinaus im Einzelfall auf den Vollzug einer Wegweisung verzichtet, so erfolgt dies ausschliesslich aus hu- manitären Gründen und nicht als Folge der Einhaltung des non refoulement. Der Verzicht entfällt in dem Zeitpunkt, in dem die Beruhigung der Lage im Heimatland die Rückreise wieder zulässt.

  1. Statistik der vorläufigen Aufnahmen nach den wichtigsten Herkunftsländern 1987-1989:

1987

480

1988 312

Tschechoslowakei

174

Ungarn 62

Ungarn

105

Türkei

55

Polen

26

Tschechoslowakei 44

Chile

24

Iran

30

1989 (31.10.)

217

Aethiopien

48

Tschechoslowakei

27

Rumänien

21

Türkei

20

Chile

20

Die vorläufige Aufnahme wird angeordnet, wenn sich aus der Situation im Heimatland des Betroffenen eine konkrete Ge- fährdung wichtigster Grundrechte, wie der persönlichen Frei- heit und Unversehrtheit, für den Fall einer zwangsweisen Heimschaffung ableiten lässt. Damit ist gleichzeitig gesagt, dass im Einzelfall Gefährdungslage und Rechtsgüterabwä- gung vorgenommen wird. Die gruppenweise Anordnung der vorläufigen Aufnahme findet keine Anwendung.

Im Falle der Tamilen wurde bei Gesuchstellern, die sich nicht auf die Flüchtlingseigenschaft berufen konnten, gleichzeitig aber auch nicht zum Verlassen der Schweiz innert einer be- stimmten Frist veranlasst werden konnten, die vorläufige Auf- nahme nicht angeordnet. Da die Rückkehr nach Sri Lanka in- ternational koordiniert im Rahmen einer Aktion des Uno-Hoch- kommissariats durchgeführt werden soll, wäre es mit einem unverhältnismässigen administrativen Aufwand verbunden gewesen, während der Wartezeit bis zur definitiven Ausreise eine vorläufige Aufnahme zu verfügen. Das gleiche Resultat konnte mit langen Ausreisefristen respektive mit einem Auf- schub des Vollzugs erreicht werden.

Im übrigen verweisen wir auf die Antworten zur Interpellation Pitteloud (89.630 vom 28. 9. 1989) und zur Einfachen Anfrage Leutenegger Oberholzer (89.1111 vom 28.9. 1989).

Bei den wenigen aus den erwähnten Provinzen stammenden türkischen Asylgesuchstellern wird im Einzelfall abgeklärt, ob den Betroffenen die Rückkehr in ihr Heimatland zugemutet werden kann. Die Erweiterung des UNHCR-Mandats, sich über den Geltungsbereich der Flüchtlingskonvention hinaus mit bestimmten Personengruppen zu befassen, hat nach dem oben Ausgeführten keine Bedeutung bei der zu beurteilenden Frage der Zumutbarkeit.

  1. Ganz allgemein kann der weitere Lebensweg von abgelehn- ten Asylbewerbern, die in ihr Heimatland zurückkehren, nur in den wenigsten Fällen weiterverfolgt werden. Es wäre eine re- gelmässige Kontaktnahme des Ausländers mit schweizeri- schen Behörden nötig, was aber nur in den wenigsten Fällen erfolgt. Behauptungen, ein nach Hause zurückgekehrter ehe- maliger Asylbewerber habe Verfolgungsmassnahmen zu er- leiden, wird nachgegangen. Sie stellen sich zumeist als un- richtitg heraus. In den wenigen Fällen, in denen Rückkehrer ir- gendwelchen Nachteilen ausgesetzt waren, wurden alle ge- eigneten Massnahmen zugunsten dieser Personen getroffen.

  2. Bei der vorläufigen Aufnahme handelt es sich nicht um ei- nen fremdenpolizeilichen Status, sondern um eine Ersatz- massnahme, die angeordnet wird, wenn der Vollzug der Weg- weisung nicht durchgeführt werden kann. Die Bedingungen der Anwesenheit von vorläufig Aufgenommenen sind in den Artikeln 14a und 14b Anag sowie in der Verordnung über die vorläufige Aufnahme und die Internierung von Ausländern vom 25. November 1987 umschrieben.

  3. Die vorläufige Aufnahme wird schon heute in jedem Einzel- fall verfügt, in dem sich die Heimschaffung eines Ausländers aufgrund der im Heimatland herrschenden Situation als unzu- mutbar oder unmöglich erweist. An dieser humanitären Praxis wird auch in Zukunft festgehalten.

Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la réponse du Conseil fédéral.

89.647

Interpellation Rebeaud Schiffahrt auf der Rhone bei Genf Navigation sur le Rhône genevois

Wortlaut der Interpellation vom 4. Oktober 1989

Anlässlich der jüngsten Debatte über die Güterschiffahrt hat Bundesrat Ogi die Absicht des Bundesrates bestätigt, einen Kredit von einer Million Franken zur Finanzierung einer Pro- jektstudie für die Schiffbarmachung der Rhone bei Genf bereit- zustellen.

Diesem Vorhaben des Bundesrates steht der Wille der Genfer Behörden entgegen, die deutlich zum Ausdruck gebracht ha- ben, dass auf jegliches Projekt, die Rhone zu kanalisieren, ver- zichtet werden soll. Ueberdies hat der Genfer Gesetzgeber ei- nem Plan zum Schutze der Rhoneufer zugestimmt, der es praktisch verbietet, die Rhone schiffbar zu machen.

Kann mir der Bundesrat erklären,

  1. weshalb er Landreserven in einer Landschaft freihalten will, die bereits vollständig unter dem Schutze eines kantonalen Gesetzes steht?

  2. ob es ihn nicht stört, eine Studie über ein Projekt in Auftrag zu geben, das der betroffene Kanton eindeutig ablehnt? 3. welchen Sinn es hat, eine Million Franken für ein Projekt auszugeben, von dem man weiss, dass es nie verwirklicht wer- den kann?

Texte de l'interpellation du 4 octobre 1989

Lors du récent débat sur les voies navigables, le conseiller fédéral Ogi a réaffirmé l'intention du Conseil fédéral d'engager un crédit d'un million de francs pour étudier un projet d'amé- nagement du Rhône genevois en voie navigable.

Cette intention du Conseil fédéral se heurte à la volonté claire- ment manifestée par les autorités genevoises de renoncer à tout projet de canalisation du Rhône.

Plus encore: le législateur genevois a adopté un plan de pro- tection des rives du Rhône qui revient à interdire pratiquement tout aménagement du fleuve en voie navigable.

Le Conseil fédéral peut-il me dire:

  1. pourquoi il juge nécessaire de maintenir des réserves de terrain sur un site déjà intégralement protégé par une loi canto- nale?

  2. s'il n'est pas gêné de vouloir engager l'étude d'un projet au- quel le canton concerné est totalement opposé?

  3. quel sens aurait une dépense d'un million de francs pour un projet dont on sait qu'il ne pourra jamais se réaliser?

Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun

  1. Februar 1990 N

181

Schlussabstimmung und Mitteilungen

Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. November 1989

Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 novembre 1989 La protection du tracé des voies navigables a pour but d'éviter que, dans les cours d'eau concernés ou dans leurs environs immédiats, des mesures ne soient prises qui pourraient ren- dre difficile, voire empêcher, l'aménagement éventuel des fu- tures voies navigables. En sus du tracé, il s'agit de réserver les terrains nécessaires aux zones portuaires et de transborde- ment.

La décision de réaliser effectivement une voie navigable déter- minée dépend de différents facteurs, notamment de l'évolu- tion de la situation économique et du résultat d'études d'op- portunité relatives aussi à l'impact sur l'environnement; elle est donc réservée à un stade ultérieur. L'adoption de mesures de protection des tracés ne préjuge en rien la décision de réali- ser effectivement une voie navigable. Il s'agit tout simplement de ne pas hypothéquer l'avenir.

  1. Le 27 janvier 1989, le Grand Conseil de la République et canton de Genève a adopté une loi sur la protection générale des rives du Rhône, entrée en vigueur le 1er avril suivant. Cette loi a pour but de protéger le site du Rhône, le périmètre du ter- ritoire protégé étant délimité par des plans.

Le but de cette loi est donc de sauvegarder un périmètre bien précis, qui ne coïncide pas nécessairement avec le tracé d'une future voie navigable, avec ses installations annexes, dans un but particulier (protection générale des rives du Rhône), différent du but visé par la sauvegarde du tracé pour la voie navigable. C'est pourquoi le Conseil fédéral juge néces- saire d'étudier la question de plus près, pour éventuellement prendre, d'entente avec les autorités cantonales, des mesures supplémentaires. Par ailleurs, la sauvegarde des intérêts supracantonaux nécessite des mesures à l'échelon fédéral. Il faut en outre relever que la loi cantonale réserve l'aména- gement d'ouvrages d'intérêt public.

  1. La position des autorités du canton de Genève concernant l'aménagement des voies navigables et la sauvegarde de leur tracé à évolué au cours de ces dernières années. L'évolution future n'est aujourd'hui pas prévisible. Les mesures envisa- gées par le Conseil fédéral n'ont pas pour but de réaliser une voie navigable, mais seulement de sauvegarder son tracé, pour ne pas dérober aux générations futures la possibilité, si besoin il y aura, de se relier à la mer.

  2. Comme il a été dit plus haut, les mesures de sauvegarde du tracé ont pour but de ne pas hypothéquer l'avenir. Il est vrai qu'actuellement le besoin d'une voie navigable supplémen- taire ne se fait pas sentir, mais la situation de fait et de droit peut évoluer. Nul ne sait quelles pourront être les nécessités auxquelles seront confrontées les générations futures. En réservant le tracé du Rhône, le Conseil fédéral désire leur lais- ser toute liberté de décision. Pour assurer la sauvegarde de ce tracé, il est indispensable d'élaborer un projet général com- prenant les surfaces à protéger.

Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la réponse du Conseil fédéral.

Abstimmung - Vote

Für den Antrag auf Diskussion Dagegen

60 Stimmen 41 Stimmen

Verschoben - Renvoyé

89.015

Förderung des öffentlichen Verkehrs. Volksinitiative

Encouragement des transports publics. Initiative populaire

Siehe Seite 76 hiervor - Voir page 76 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 8. Februar 1990 Décision du Conseil des Etats du 8 février 1990

Schlussabstimmung - Vote final

Für Annahme des Beschlussentwurfes Dagegen

97 Stimmen 48 Stimmen

An den Bundesrat - Au Conseil fédéral

Le président: Je vous demande encore quatre minutes de tranquillité. Nous prenons congé de M. Hans Oester qui a démissionné pour la fin du mois. M. Oester a représenté pen- dant douze ans le Parti évangélique populaire du canton de Zurich. En sa qualité de professeur à l'école cantonale, il s'est intéressé à toutes les questions de la jeunesse. Il a présidé avec distinction, en 1982-1983, la Commission des pétitions et de l'examen des constitutions cantonales.

AM. Oester nous adressons nos remerciements pour son acti- vité au Parlement et nos meilleurs voeux pour l'avenir. (Applau- dissements)

Au moment où nous nous apprêtons à regagner nos foyers, nous aimerions rappeler le drame que vivent les deux otages suisses retenus prisonniers au Liban. Le Bureau du Conseil national souhaite, au nom de l'ensemble du conseil et très offi- ciellement, exprimer la solidarité du Parlement et du peuple suisse aux otages retenus prisonniers, à leurs familles ainsi qu'au Comité international de la Croix-Rouge. Il formule l'ap- pel urgent qu'ils soient relâchés sans délai.

Le programme de cette session spéciale était très chargé. Nous n'avons pas tout à fait réussi à le tenir. Néanmoins, grâce à votre assiduité et à une séance de relevée qui a duré fort tard, nous avons pu pratiquement le remplir. Je vous remercie de votre assiduité et je vous souhaite une bonne rentrée dans vos foyers, en vous donnant rendez-vous au 5 mars. (Applaudisse- ments)

Schluss der Sitzung und der Session um 13.35 Uhr Fin de la séance et de la session à 13 h 35

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Rebeaud Schiffahrt auf der Rhone bei Genf Interpellation Rebeaud Navigation sur le Rhône genevois

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1990

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I

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Februarsession

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Session de février

Sessione

Sessione di febbraio

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

06

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.647

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

08.02.1990 - 08:00

Date

Data

Seite

180-181

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interpellationnavigation corridorcantonal lawplanningfuture optionsenvironmental protectionfederal-cantonal relations