Postulat Gadient
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88.814 Motion des Nationalrates (Morf) Bildung und Wissenschaft. Verstärkung der Zusammenarbeit in Europa Motion du Conseil national (Morf) Education et recherche. Renforcement de la collaboration européenne
Wortlaut der Motion vom 17. März 1989
Der Bundesrat wird beauftragt, beim Bundesamt für Bildung und Wissenschaft einen besonderen Kredit zur Förderung in- ternationaler Zusammenarbeit im Bereich Bildung und For- schung zu eröffnen.
Texte de la motion du 17 mars 1989
Le Conseil fédéral est chargé d'ouvrir un crédit spécial auprès de l'Office fédéral de l'éducation et de la science, destiné à promouvoir la collaboration internationale dans le domaine de l'éducation et de la recherche.
Hänsenberger, Berichterstatter: Die Kommission für Wissen- schaft und Forschung hat der Ueberweisung dieser Motion des Nationalrates nicht opponiert. In ihrem Auftrag bitte ich Sie, ihr zuzustimmen.
Ueberwiesen - Transmis
89.611
Postulat Gadient Sozialversicherung: Neue Finanzierungsgrundlage, Volkspension Assurances sociales: nouvelles bases de financement, retraite populaire
Wortlaut des Postulates vom 21. September 1989 Die zunehmende Alterung unserer Bevölkerung wird den So- zialstaat vermehrt belasten.
Auch muss davon ausgegangen werden, dass die Erwerbsar- beit mittel- und langfristig zurückgehen wird, so dass mit weni- ger Erwerbsarbeit mehr Renten finanziert werden müssen.
Die enge Koppelung von Erwerbseinkommen und Soziallei- stungsanspruch wird damit problematisch. Die Aenderung der Finanzierungsgrundlagen erscheint insbesondere des- halb als zwingend. Unser Finanzierungssystem stellt zudem auf erhebliches wirtschaftliches Wachstum ab. Solches führt jedoch bei technologisch hochentwickelter Produktion nicht ohne weiteres zu höheren Erwerbseinkommen. Unser schwer- gewichtig lohnbezogenes Sicherungssystem droht durch sol- che und anderweitig sichtbar werdende Entwicklungen beein- trächtigt zu werden.
Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten:
ob es richtig ist, dass der Anteil der lohnabhängigen Finan- zierung nicht durch weitere Aufstockung der Lohnprozente er- folgen darf;
ob es zu verantworten ist, ein Finanzierungssystem beizu- behalten, das auf erhebliches wirtschaftliches Wachstum aus- gelegt ist;
ob mindestens als zusätzliches Finanzierungsinstrument nicht eine Mehrwertsteuer heranzuziehen ist oder was für an- dere nicht lohnabhängige Finanzierungsgrundlagen geschaf- fen werden können;
ob es mit Blick auf die sich wandelnden Lebens- und Ar- beitsbedingungen und die Tatsache, dass eine umfassende ökonomische und soziale Existenzsicherung zu gewährlei- sten ist, nicht machbar und richtig wäre, die erste und die zweite Säule zu vereinigen und in eine allgemeine Volkspen- sion mit möglichst einfacher Administration überzuführen.
Texte du postulat du 21 septembre 1989
Le vieillissement croissant de notre population grèvera tou- jours plus le budget de notre Etat social.
D'autre part, il faut admettre que l'activité lucrative diminuera à moyen et à long terme, de sorte que nous devrons financer de plus en plus de rentes tout en travaillant moins.
Ainsi, le lien qui existe entre les revenus et les prestations so- ciales posera bien des problèmes. C'est pourquoi il nous pa- raît particulièrement urgent de modifier les bases de finance- ment.
En outre, notre système de financement table sur une crois- sance économique considérable. Cependant, la production s'appuyant sur des techniques très sophistiquées n'aboutit pas forcément à une augmentation des revenus. Ce fait, lié à divers développements prévisibles, risque de compromettre notre système de sécurité sociale, essentiellement axé sur le salaire.
Le Conseil fédéral est invité à examiner les points suivants et à présenter un rapport à ce sujet:
Est-il exact que la part de financement en relation avec le sa- laire ne doit pas être assurée par de nouvelles majorations des cotisations en pour-cent du salaire?
Est-il raisonnable de maintenir un système de financement reposant sur une croissance économique considérable?
Ne faudrait-il pas au moins recourir à une taxe sur la valeur ajoutée servant à compléter le financement, ou créer d'autres bases de financement indépendantes du salaire?
N'est-il pas envisageable et opportun, compte tenu des conditions de vie et de travail changeantes et du fait qu'il faut assurer des moyens d'existence convenables sur les plans économique et social, de faire fusionner les deux premiers pi- liers et d'inaugurer une retraite populaire généralisée, gérée aussi simplement que possible?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Seiler, Uhlmann, Zimmerli (3)
Gadient: Das Postulat geht davon aus, dass die Politik der so- zialen Sicherung nach einer Neuorientierung ruft. Die aktuel- len Reformvorschläge reichen mit Blick auf die sich nachhaltig verändernden wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedin- gungen nicht aus. Es muss auch zu denken geben, wenn die Zuwachsrate der Aufwendungen für die soziale Sicherung mehrheitlich über der Zuwachsrate des wirtschaftlichen Wachstums liegt, und das sowohl absolut als auch pro Kopf der Bevölkerung.
Die zunehmende Alterung der Bevölkerung wird den Sozial- staat vermehrt belasten. Das Amt für Statistik hat errechnet, dass die Zahl der über 65jährigen von 914 000 im Jahre 1985 auf 1 065 000 bis im Jahre 2000 und auf 1 366 000 oder um 50 Prozent bis im Jahre 2020 zunehmen wird, während die Zahl der 0- bis 19jährigen rückläufig ist.
Besonders ernsthafte Formen nehmen die demographischen Perspektiven gegen Ende dieses Jahrhunderts an. Ueber al- les berechnet, dürfte sich das Altersverhältnis von 1985 bis 2030 jährlich um 1,5 Prozent in diesem Sinne verschlechtern. Mit dem heutigen Finanzierungssystem ist mithin ein durch- schnittliches Wachstum von 2 bis 3 Prozent nötig, um die an- fallenden Mehrbelastungen aufzufangen, wie einem Experten- bericht zu entnehmen ist. Ein reales Wachstum von 3 Prozent führt jedoch zu einer Verdoppelung der Güter- und Dienstlei- stungsproduktion innerhalb von nur rund 24 Jahren. Das muss uns auch aus dem Gesichtswinkel der Oekologie zu denken geben.
27-S
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Jahr
1989
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Sessione invernale
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Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
11
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.814
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Numero dell'oggetto
Datum 14.12.1989 - 08:00
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