Régie des alcools. Gestion et compte 1988/1989
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7 décembre 1989
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Alkoholverwaltung. Geschäftsbericht und Rechnung 1988/1989 Régie des alcools. Gestion et compte 1988/1989
Bericht und Beschlussentwurf vom 13. September 1989 Rapport et projet d'arrêté du 13 septembre 1989
Bezug bei der Eidgenössischen Alkoholverwaltung, Länggassstrasse 31, 3012 Bern S'obtiennent auprès de la Régie fédérale des alcools, Länggassstrasse 31, 3012 Berne
Beschluss des Nationalrates vom 29. November 1989 Décision du Conseil national du 29 novembre 1989
Piller, Berichterstatter: In den Jahren 1988 und 1989 hatten wir ausserordentlich grosse Ernten beim Obst und bei den Kartoffeln. Die Obsternte war nie so gross wie seit 1958.
Dies führte dazu, dass auch der Reinertrag der Alkoholverwal- tung wesentlich tiefer ausfiel als im Vorjahr und als budgetiert. Er beträgt 220,7 Millionen Franken. Der Betriebsertrag ist mit 392,4 Millionen Franken um 4,1 Millionen höher als im Vorjahr, aber 8,1 Millionen geringer als budgetiert.
Der Betriebsaufwand ist von 130,1 Millionen auf 171,1 Millio- nen Franken angestiegen. Er liegt um 41,6 Millionen höher als im Vorjahr. Der Grund liegt in den markant höheren Aufwen- dungen für die Obst- und Kartoffelverwertung.
Demgegenüber war der Aufwand für die Beschaffung ge- brannter Wasser, d. h. für Kernobstbranntwein, geringer.
Die Obstverwertung allein kostete 39,6 Millionen Franken und liegt dreimal so hoch wie im Geschäftsjahr 1987/88. Ein Teil der hohen Verwertungskosten wird noch das laufende Ge- schäftsjahr 1989/90 belasten.
Zur Verteilung des Reinertrages: Gemäss Artikel 32bis der Bundesverfassung geht der Reinertrag der Alkoholverwaltung zu 90 Prozent an den Bund zugunsten der AHV und IV. Die Kantone erhalten die restlichen 10 Prozent. Diese werden für die Suchtbekämpfung eingesetzt.
Nach der neuen Aufgabenteilung ist das Eidgenössische De- partement des Innern beziehungsweise das Bundesamt für Gesundheitswesen zuständig für die Berichterstattung über die Verwendung des Alkoholzehntels.
Bund und Kantone haben bis zum Geschäftsjahr 1979/80 ei- nen Reservefonds von 223 Millionen Franken geäufnet. Da die Kantone seit 1985 nicht mehr 50, sondern nur noch 10 Prozent des Reinertrages erhalten, wird die Hälfte dieses Fonds, also 111,5 Millionen Franken, an die Kantone zurückbezahlt.
Um die Liquidität der Alkoholverwaltung nicht übermässig zu belasten, erfolgt die Auszahlung in fünf gleichen Jahresraten von 22 Millionen Franken.
Jetzt, also mit dieser Rechnung, wird die dritte Rate mit der or- dentlichen Reinertragsausschüttung fällig.
Zur Investitionsrechnung: Der Projektierungskredit von 450 000 Franken für den Erweiterungsbau des Zentralgebäu- des und die Sanierung des Jugendstilgebäudes wurde fast gänzlich beansprucht.
Da die Baubewilligung später als erwartet eintraf, wurden für den Bau von den vorgesehenen 2 Millionen Franken nur ge- rade 263 000 Franken beansprucht.
Die Renovationsarbeiten im Alkohollager von Delsberg sind zum grössten Teil abgeschlossen. Die Gesamtabrechnung über den Objektkredit von 32,7 Millionen Franken wird in der nächsten Rechnung vorgelegt werden.
Ihre Kommission bittet Sie einstimmig, auf die Vorlage einzu- treten und dem Bundesbeschluss zuzustimmen.
M. Gautier: Le compte 1988/1989 de la Régie des alcools n'at- tire pas de ma part de remarques particulières. En revanche, je voudrais exprimer mon inquiétude devant l'évolution à long terme des résultats de cette régie, telle qu'elle ressort d'une
note remise à la Commission de la santé publique et de l'envi- ronnement ainsi qu'à la Délégation de l'alcool.
On sait bien que les résultats de la Régie des alcools sont forte- ment influencés par l'importance des récoltes, surtout des fruits à pépins et des pommes de terre. C'est ce que l'on peut appeler l'évolution conjoncturelle sur laquelle nous n'avons aucun moyen d'action et qui présente ce paradoxe que les bonnes années de récolte sont de mauvaises années pour la régie.
Il y a à côté de cela l'évolution à long terme des résultats moyens, qui se fait aussi malheureusement à la baisse et que l'on pourrait baptiser «évolution structurelle». Depuis dix ans, cette évolution n'est vraiment pas très satisfaisante. Durant ces années, les produits moyens ont diminué de 20 millions alors que les charges augmentaient d'autant dans la même période. Cette évolution contradictoire explique que le bénéfice moyen ait, en dix ans, diminué d'environ 40 millions. Comment s'explique cette détérioration? Du côté des char- ges, elle provient de la surproduction de pommes de terre et de fruits à pépins, elle-même provoquée par la constante amélioration de la productivité. Dans ces conditions, Monsieur le Conseiller fédéral, ne serait-il pas sage d'inciter les produc- teurs à diminuer les surfaces consacrées à la culture des pom- mes de terre et des fruits à pépins? Je suis parfaitement con- scient que l'on peut m'objecter: que feront les agriculteurs avec les surfaces ainsi récupérées et ne les incitera-t-on pas à provoquer une surproduction d'autres denrées? J'ai aussi conscience que ce problème est politiquement délicat, comme tout ce qui touche à l'agriculture, mais je me permets de vous poser quand même la question.
Du côté des produits, la diminution provient d'une baisse des taxes sur les importations de boissons distillées et des droits de monopole. Si cela représentait une réelle baisse de la con- sommation en Suisse, on ne pourrait que s'en réjouir. Malheu- reusement, il est plus vraisemblable qu'à la baisse des impor- tations taxées correspond une augmentation importante des importations en franchise par les touristes, notamment dans les aéroports. Peut-être faudrait-il revoir ici la réglementation de ces importations en franchise d'alcool car cela améliorerait à la fois la santé publique et les résultats de la régie. En effet, il ne faut pas oublier que les bénéfices de la Régie des alcools sont indispensables tant au financement de l'assurance-vieil- lesse qu'aux cantons qui en reçoivent le dixième pour lutter contre l'alcoolisme et la drogue. Ces deux fléaux sont loin d'être en train de s'atténuer et il est indispensable que les moyens de lutter contre eux continuent à être apportés aux cantons.
En résumé, Monsieur le Conseiller fédéral, je serais heureux de savoir si le Conseil fédéral envisage des mesures pour cor- riger l'évolution défavorable des résultats de la Régie des al- cools et, par là, soutenir à la fois l'AVS et la santé publique.
Reichmuth: Wenn man die Entwicklung in der Rechnung der Alkoholverwaltung in den letzten 10 Jahren betrachtet, so stellt man fest, dass sich der Betriebsaufwand kontinuierlich erhöht. Er folgt, im ganzen gesehen, praktisch der Inflation.
Die Zunahme beträgt im Schnitt jährlich etwa 2 Millionen Fran- ken. Andererseits sinkt der Betriebsertrag langsam aber si- cher. Der Grund dafür ist u. a. der volksgesundheitlich er- wünschte Rückgang der verkauften und versteuerten Trinkal- koholmenge. Der Ertragsrückgang beträgt im Trend ebenfalls etwa 2 Millionen Franken pro Jahr.
Aus der Entwicklung von Aufwand und Ertrag sinkt der trend- mässige Reinertrag jährlich um etwa 4 Millionen Franken. Da- bei sind besonders grosse Ausschläge, bedingt durch die Ver- wertung übergrosser Ernten beim Obst und bei den Kartoffeln, nicht berücksichtigt.
Wir haben in der Alkoholdelegation über diese Problematik gesprochen und vom neuen Direktor vernommen, dass die Al- koholverwaltung beabsichtigt, die ganze Problematik des Auseinanderklaffens von Aufwand und Ertrag in nächster Zeit einmal gründlich zu analysieren und nach Lösungen zu su- chen, um die Reinertragsentwicklung wieder zu verbessern. Wir begrüssen diese Bemühungen, weil es höchst unbefriedi- gend wäre, wenn ein steter Rückgang des Alkoholreinertrages
Voranschlag 1989. Nachtrag II
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auch zu einem Rückgang der Kantonsanteile führen würde, auf die die Kantone zur Unterstützung der Alkoholprophylaxe angewiesen sind.
Im übrigen konnte festgestellt werden, dass die Arbeit der Al- koholverwaltung, sowohl des Kaders wie der Mitarbeiter, als sehr gut bezeichnet werden kann. Die in den letzten Jahren vorgenommenen strukturellen Aenderungen haben sich be- währt.
Es war für die Mitglieder der Alkoholdelegation auch ausseror- dentlich beruhigend, in einem Bericht der Eidgenössischen Fi- nanzkontrolle zu lesen: «Die auf der Zahlliste vom Juni 1989 aufgeführten Bediensteten waren in diesem Zeitraum tatsäch- lich auch bei der Eidgenössischen Alkoholverwaltung be- schäftigt und somit bezugsberechtigt.»
Ich beantrage Ihnen ebenfalls die Genehmigung des Ge- schäftsberichtes und der Rechnung der Eidgenössischen Al- koholverwaltung für das letzte Geschäftsjahr.
Bundesrat Stich: Es ist bereits ausgeführt worden, dass sich die Alkoholverwaltung überlegt, wie man das Gleichgewicht wiederherstellen könnte bzw. wie man erreichen könnte, dass der Trend sich nicht einfach fortsetzt, bis auch die Alkoholver- waltung in den roten Zahlen ist. Das ist eine sehr gute Zielset- zung, aber ihre Verwirklichung ist sehr, sehr schwierig.
Auf der einen Seite stehen die Monopolgebühren. Wir haben sie seit 1975 nicht mehr angepasst. Wenn wir sie anpassen, müssen wir die Monopolgebühren insbesondere auf schwei- zerischen Erzeugnissen anheben, weil bekanntlich immer noch ein Unterschied besteht zwischen gewissen Getränken, die wir importieren, und gewissen Getränken, die wir hier pro- duzieren. Das ist nicht sehr Gatt-konform, das muss man sa- gen. Wenn wir also etwas tun wollen, müssen wir den Hebel bei den schweizerischen Spezialitäten ansetzen und ihre Bela- stung erhöhen.
Umgekehrt kämpfen wir gerade dort mit Absatzschwierigkei- ten, was vom Standpunkt der Bekämpfung des Alkoholismus aus gesehen zweifellos erfreulich ist. Die Obstbranntweine sind nicht mehr so gefragt wie früher. Man trinkt nicht mehr «Kaffee fertig» wie früher, man trinkt vermutlich aber nicht weni- ger, sondern anderes, das man aus dem Ausland mitgebracht hat, aus Zollfreiläden.
Die Frage stellt sich, ob man dort Einschränkungen machen kann. Wir hatten ja vor einigen Jahren die Diskussion über die importierte Menge pro Person. Man wird davon ausgehen müssen, dass eher eine gewisse Liberalisierung kommen wird als zurückhaltendere Massnahmen, wenn es in Europa einen gemeinsamen Markt gibt.
Es ist ja die Crux der Landwirtschaftspolitik, dass wir die Preise in der Schweiz nur mit sehr intensiven Kontrollen und Bussen durchhalten können. Das ist natürlich nicht sehr europakon- form. Sie haben vielleicht in der Zeitung gelesen, dass heute nicht mehr nur Schnaps, sondern sogar schon Mehl in die Schweiz geschmuggelt wird, weil die Preisdifferenz zum Aus- land viel zu gross ist. Hier ist es schwierig, etwas zu tun, das wirksam ist.
Ganz abgesehen davon, dass natürlich auch die Frage, was mit Duty-free-Shops geschieht, offen ist. In der Schweiz gibt es eine starke Lobby, die noch mehr solche Läden schaffen möchte. Genauso wie es gelegentlich Ortschaften gibt, die den gleichen Status haben möchten wie Samnaun. Obwohl Samnaun von mir aus gesehen heute im Grunde genommen nicht mehr unbedingt einen Sonderstatus verdient, ist er doch kaum abzuschaffen.
Ich kann Ihnen nur versichern, wir werden uns das gut überle- gen. Ich muss vielleicht noch beifügen, dass es hier letztlich um eine Frage der Preispolitik für Agrarprodukte geht. Das ist die andere Seite. Wenn wir eine Verbesserung der Rechnung haben wollen, gibt es gewisse Limiten, die eingehalten wer- den müssen.
Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 28 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
Ad 88.052
Voranschlag 1989. Nachtrag II Budget 1989. Supplément II
Botschaft und Beschlussentwurf vom 1. November 1989 Message et projet d'arrêté du 1er novembre 1989
Bezug durch die Eidgenössische Druck- und Materialzentrale, Bern S'obtiennent auprès de l'Office central des imprimés et du matériel, Berne
Beschluss des Nationalrates vom 29. November 1989 Décision du Conseil national du 29 novembre 1989
M. Ducret, rapporteur: J'essaierai d'être bref car j'ai le senti- ment d'avoir retenu longuement votre attention ce matin. Le second supplément budgétaire que vous soumet le Con- seil fédéral porte sur des sommes de 436 millions de crédits de paiement et de 11 millions de crédits d'engagement. Avec le premier supplément que nous avons déjà voté cette année, il entraîne une augmentation du volume global des dépenses budgétaires pour 1989 de l'ordre de 2,4 pour cent, soit 665 mil- lions. Il ne faut pas oublier qu'il y aura des non-dépenses qui vont compenser une bonne partie de ces suppléments.
Il convient de rappeler à cet égard que le budget 1989, tel qu'on l'avait voté, prévoyait un excédent de recettes de 476 millions. Les crédits budgétaires qui ne seront pas entière- ment utilisés - ceux dont je viens de parler - et les sup- pléments de recettes éventuels devraient permettre de com- penser partiellement les crédits supplémentaires de sorte qu'on peut continuer à être persuadé que les comptes 1989 boucleront avec un excédent de recettes.
Si on compare le deuxième supplément de 1989 à ceux des années précédentes, on doit constater qu'il se situe dans une moyenne plutôt faible. On avait eu en 1987 un record absolu de 1,77 milliard, puis de 1985 à 1987, on se situait entre 246 et 776 millions, et de 1981 à 1984, entre 370 et 425. Par consé- quent, on voit bien que le chiffre de cette année est raisonna- ble.
Par secteurs, les demandes de crédit de paiement qui attei- gnent 385 millions se répartissent comme suit: 203 millions, soit plus de la moitié, pour l'agriculture, et nous savons bien pourquoi - les excellentes récoltes, les excédents de fromage, de beurre, de céréales et même cette année d'abricots, fruits délicieux autrefois attaqués par la pollution et qui semblent avoir bien survécu puisqu'on en a récolté des quantités im- pressionnantes, sans oublier les 35 millions de prise en charge des excédents de blé ainsi qu'un supplément impor- tant dans notre budget 1990 pour les subventions aux surfa- ces plantées en céréales, soit un double supplément à cet égard; sur les 52 millions de francs pour l'aide au développe- ment et l'aide aux réfugiés victimes des conflits, il y aura 30 mil- lions ainsi qu'un certain nombre de crédits mixtes; 34 millions pour les oeuvres sociales de la Confédération, c'est-à-dire l'AVS et les prestations ordinaires et complémentaires Al; 30
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Datum 07.12.1989 - 08:00
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