Postulat Schnider
2241
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Punkte 1 bis 3 des Postulates ab- zulehnen; er ist dagegen bereit, Punkt 4 (Haushaltungszula- gen an Kleinbauern) entgegenzunehmen.
Punkte 1 - 3 - Points 1 -3 Abgelehnt - Rejeté Punkt 4 - Point 4 Ueberwiesen - Transmis
89.605 Postulat Aregger Zusätzlicher ETH-Standort in der Deutschschweiz Nouveau centre EPF en Suisse alémanique
Wortlaut des Postulates vom 20. September 1989 Ich bitte den Bundesrat
um eine Analyse der räumlichen Situation an der ETH Zü- rich im Hinblick auf die langfristige Sicherstellung des Ausbil- dungsstandes einer modernen Technischen Hochschule; 2. um die Mitberücksichtigung möglicher neuer Fachrichtun gen;
um konzeptionelle Vorarbeiten für einen zusätzlichen ETH- Standort in der Deutschschweiz.
Texte du postulat du 20 septembre 1989 Je prie le Conseil fédéral:
d'étudier les problèmes de locaux que connaît l'EPF de Zu- rich sous l'angle du maintien à long terme du niveau de forma- tion qu'offre une école polytechnique fédérale moderne;
de tenir compte, pour ce faire, de l'introduction éventuelle de nouvelles disciplines;
de se livrer à des études exploratoires quant au lieu d'im- plantation d'un nouveau centre EPF en Suisse alémanique.
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Bis 1980 haben sich Studentenzahl und Nutzfläche an der ETH Zürich parallel entwickelt. Seither verschlechterte sich das Verhältnis von Jahr zu Jahr. Die Gründung neuer Abteilun- gen (Informatik, Werkstoffe, Umweltnaturwissenschaften, Be- triebs- und Produktionswissenschaften) hat zusätzlich zur Ver- schärfung der Lage beigetragen. Eine Entspannung zeichnet sich nicht ab, denn die ETH Zürich rechnet auch in Zukunft mit einer Studentenzahl, die dauernd über 10 000 liegen wird. Rund um das ETH-Zentrum in Zürich sind alle Raumreserven ausgeschöpft. Auf dem Hönggerberg wird die dringend benö- tigte Erweiterung unter anderem durch die Politik des Bauam- tes der Stadt Zürich sehr stark eingeschränkt.
Es scheint mir zwingend notwendig, an einem neuen Standort in der Deutschschweiz ein weiteres ETH-Zentrum zu errichten. Ich lasse die Frage offen, ob es sich dabei um eine vollstän- dige Technische Hochschule, um eine Technische Hoch- schule mit den wichtigsten Abteilungen oder um eine Aussied- lung bestimmter Abteilungen der ETH Zürich handeln soll.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 22. November 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 22 novembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
89.608
Postulat Schnider Meliorationen. Doppelspurigkeiten im Beschwerdeverfahren Améliorations foncières. Procédure de recours
Wortlaut des Postulates vom 21. September 1989
Gemäss Artikel 12 NHG und Artikel 48 Buchstabe b VwVG in Verbindung mit Artikel 2 Buchstabe c NHG können gesamt- schweizerische Vereinigungen, die sich statutengemäss dem Natur- und Heimatschutz widmen, Verfügungen über die Zusi- cherung von Bundesbeiträgen an Bodenverbesserungen und landwirtschaftliche Hochbauten mit Beschwerde auf eidge- nössischer Ebene anfechten.
Der Bundesrat wird hiermit eingeladen zu prüfen, ob es u. a. nicht möglich wäre, für jene Kantone, bei denen bereits eine verfahrensrechtlich abgesicherte Mitwirkungsmöglichkeit be- steht, auf die eidgenössische Beschwerdebefugnis der Ver- bände zu verzichten.
Texte du postulat du 21 septembre 1989
Selon l'article 12 LPN et l'article 48, lettre b, PA, en liaison avec l'article 2, lettre c, LPN, les associations d'importance natio- nale qui, aux termes de leurs statuts, se vouent à la protection de la nature et du paysage, sont habilitées à recourir au niveau fédéral contre les décisions d'octroi de subventions fédérales pour des améliorations foncières et des bâtiments agricoles. Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il ne serait pas possi- ble de renoncer au droit de recours des associations au niveau fédéral, pour ce qui est des cantons qui ont introduit le droit de participer à la procédure dans leur législation.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Allenspach, Areg- ger, Auer, Baggi, Blatter, Blocher, Bonny, Bremi, Bühler, Burckhardt, Bürgi, Büttiker, Cevey, Cincera, Columberg, Daepp, Déglise, Dietrich, Dreher, Eggenberg-Thun, Eggly, Ei- senring, Eppenberger Susi, Etique, Fäh, Fehr, Feigenwinter, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Fischer-Seengen, Frey Walter, Früh, Graf, Grassi, Gysin, Hänggi, Hari, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Hösli, Jeanneret, Jung, Keller, Kühne, Loeb, Luder, Massy, Mauch Rolf, Mühlemann, Müller-Meilen, Müller-Wiliberg, Nebiker, Neuenschwander, Nussbaumer, Oehler, Paccolat, Perey, Philipona, Portmann, Reichling, Rei- mann Fritz, Reimann Maximilian, Ruckstuhl, Rutishauser, Rüt- timann, Rychen, Savary-Fribourg, Scheidegger, Scherrer, Schmidhalter, Schule, Schwab, Seiler Hanspeter, Spoerry, Steinegger, Stucky, Tschuppert, Wanner, Weber-Schwyz, Wellauer, Widrig, Wyss William, Zölch, Zwingli (86)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
In Kantonen, in denen die kantonalen Natur- und Heimat- schutzorganisationen eine verfahrensrechtliche Mitwirkungs- möglichkeit ebenfalls besitzen (wie z. B. im Kanton Luzern), besteht die Gefahr von Doppelspurigkeiten im Beschwerde- verfahren. Natur- und Heimatschutzorganisationen können gegen ein Projekt zuerst auf kantonaler Ebene und anschlies- send nochmals auf eidgenössischer Ebene Beschwerde er- greifen. Dies erscheint unsinnig und zeitraubend. Der Bundes- rat hat in seiner Antwort vom 24. Mai 1989 auf die Einfache An- frage Büttiker (vom 13. März 1989) die Auffassung geteilt, dass Doppelspurigkeiten im Verfahren auf Stufe Kanton und Bund zum gleichen Projekt zu vermeiden sind. Er bestätigte, dass heute gewisse Unklarheiten in der Abgrenzung der Ueberprü- fungsmöglichkeiten im kantonalen und im eidgenössischen Verfahren bestehen, die auch nach seiner Ansicht behoben werden sollten. Er verweist dabei auf die bevorstehende Revi- sion des Natur- und Heimatschutzgesetzes sowie der dazuge- hörenden Verordnung.
N 15 décembre 1989
2242
Postulat Büttiker
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. November 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 novembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Le président: Ce postulat est combattu par M. Wiederkehr. La discussion interviendra ultérieurement.
Verschoben - Renvoyé
89.618 Postulat Ulrich Schaffung einer Umweltprobenbank Environnement. Banque de données de référence
Wortlaut des Postulates vom 27. September 1989 Der Bundesrat wird ersucht, die Schaffung einer Umweltpro- benbank in der Schweiz zu prüfen. Aufgabe dieser Umwelt- probenbank wäre es, biologische Proben so zu lagern, dass sich ihre Inhaltsstoffe möglichst wenig verändern, so dass das Material für spätere Untersuchungen zur Verfügung steht.
Texte du postulat du 27 septembre 1989
Le Conseil fédéral est invité à examiner si une banque de don- nées de référence pourrait être créée en Suisse en matière d'environnement. Cette banque serait chargée d'entreposer des échantillons biologiques de manière à ce que leurs éléments constitutifs se modifient aussi peu que possible et que ce matériel soit à la disposition des chercheurs pour de fu- tures analyses.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bär, Bäumlin Ri- chard, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bircher, Bodenmann, Borel, Braunschweig, Brügger, Bundi, Danuser, Euler, Fankhauser, Fehr, Fetz, Hafner Ursula, Haller, Hubacher, Lanz, Lederger- ber, Leuenberger-Solothurn, Longet, Matthey, Mauch Ursula, Neukomm, Pitteloud, Ruffy, Stappung, Stocker, Thür, Zbinden Hans, Züger (33)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Ziel der Umweltpolitik ist die Vorsorge. Man versucht, Gefah- ren möglichst früh zu erkennen, die Trends von Immissionen und Anreicherungen in der belebten und unbelebten Natur zu verfolgen. Man wird aber meist nur nach denjenigen Substan- zen suchen, welche man als Schadstoffe erkannt hat und wel- che man auch messen kann.
Eine rückwärts gerichtete Untersuchung ist meist nicht mög- lich.
Eine Umweltprobenbank kann zum Beispiel folgenden Auf- gaben dienen:
Bestimmung der Konzentration von umweltbeeinflussenden Chemikalien, welche zur Zeit der Einlagerung der Probe noch nicht als Schadstoff erkannt waren oder die sich gegenwärtig noch nicht mit ausreichender Genauigkeit analysieren lassen; - Erfolgskontrolle eingeleiteter Beschränkungs- oder Verbots- massnahmen;
Verwendung als Referenzproben zur Dokumentation der analytischen Leistungsverbesserung.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 27. November 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 27 novembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
89.622 Postulat Hänggi Seniorensport Sport du 3e âge
Wortlaut des Postulates vom 28. September 1989
Im Rahmen der Sozial- und Gesundheitspolitik kommt dem Seniorensport grosse Bedeutung zu, die sich in Zukunft noch verstärken wird. Aus dieser Ueberlegung wird der Bundesrat eingeladen,
einen Bericht über die Stellung des Seniorensports in der Schweiz zu erstellen und aufgrund der entsprechenden Schlussfolgerungen ein mittel- und langfristiges Senioren- sport-Konzept ausarbeiten zu lassen;
als Uebergangslösung und den Möglichkeiten des Bundes- gesetzes über die Förderung von Turnen und Sport entspre- chend Förderungsmassnahmen zugunsten des Senioren- sports zu ergreifen. In Frage kommen Beiträge des Bundes an die Leiter-Ausbildung und an die Leiter-Tätigkeit im Bereich des Seniorensports sowie die finanzielle Unterstützung von Senioren-Projekten.
Texte du postulat du 28 septembre 1989
Le sport du 3e âge joue et jouera un rôle de plus en plus impor- tant dans la politique sociale et la politique de la santé. Aussi, le Conseil fédéral est invité à:
présenter un rapport sur la place qu'occupe le sport du 3e âge en Suisse. Cette étude servira de base à l'élaboration de programmes à long et moyen termes;
prendre des mesures provisoires visant à promouvoir le sport du 3e âge en fonction des possibilités qu'offre la loi fédérale encourageant la gymnastique et les sports. On envi- sagera l'octroi de subventions pour le 3e âge, ainsi qu'un sou- tien financier en faveur de projets pour les personnes âgées.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Büttiker, Gysin, Hildbrand, Humbel, Keller, Kühne, Neukomm, Oester, Schmidhalter, Widrig (10)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 8. November 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 8 novembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
89.644
Postulat Buttiker Institutionelle Aenderungen in der Wissenschafts- und Forschungspolitik Politique de la science et de la recherche. Nouvelles structures
Wortlaut des Postulates vom 3. Oktober 1989 Die OECD hat im Laufe des Jahres 1988 durch eine Experten- gruppe eine Ueberprüfung der schweizerischen Wissen- schafts- und Forschungspolitik vornehmen lassen. Der Be-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Schnider Meliorationen. Doppelspurigkeiten im Beschwerdeverfahren Postulat Schnider Améliorations foncières. Procédure de recours
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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1989
Année
Anno
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V
Volume
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Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance Seduta
Geschäftsnummer 89.608
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 15.12.1989 - 08:00
Date
Data
Seite
2241-2242
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Pagina
Ref. No
20 018 104
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