1783
Interpellation Bundi
Afghanistan. Die pakistanische Afghanistan-Politik ist und war von jeher unter diesem Aspekt zu betrachten.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt. Er beantragt Diskussion.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
Minderheit offensichtliche Mehrheit
89.461 Interpellation Bundi Luftreinhaltung Lutte contre la pollution atmosphérique
Wortlaut der Interpellation vom 7. Juni 1989
Dem Vernehmen nach ist der Bundesrat nach wie vor gewillt, an seinem Emissionsziel festzuhalten, die Luftschadstoffe NOx und HC bis zum Jahre 1995 auf den Stand von 1960 zu re- duzieren. Dieses Ziel kann aber mit den bis jetzt von Bund und Kantonen beschlossenen Massnahmen in keiner Weise er- reicht werden. Die rein technisch machbaren Umweltschutz- massnahmen sind heute weitgehend bekannt. Das Stickstoff- oxyd- und Kohlenwasserstoffproblem ist primär kein techni- sches, sondern ein politisches.
Die Kadenzen zwischen den negativen Luftmeldungen wer- den immer kürzer. Natur und Umwelt leiden andauernd Scha- den. Die Schadstoffbelastung unserer Atemluft gibt zu gröss- ter Besorgnis Anlass. Diese Situation macht es erforderlich, dass der Bundesrat rasch eingreift und handelt. -
a. bei den Gas- und Oelfeuerungsanlagen in Haushalt, Ge- werbe und Industrie,
b. bei den flüchtigen organischen Verbindungen (Lösungs- mittel) und
c. im Bereiche des motorisierten Verkehrs ins Gewicht fal- lende Reduktionen der Emissionsgrenzwerte zu erreichen?
a. für Sofortmassnahmen;
b. für Vorkehrungen, welche Gesetzes- oder Verfassungsän- derungen bedingen; und
c. für eventuelle Verfahren nach Dringlichkeitsrecht?
Texte de l'interpellation du 7 juin 1989
Le Conseil fédéral est, à l'entendre, toujours décidé à ramener d'ici 1995 les émissions d'oxyde (NOx) et d'hydrates de car- bone (HC) polluants à leur niveau de 1960. Force est de cons- tater que cet objectif ne saurait être atteint par la seule applica- tion des mesures décidées jusqu'à présent par la Confédéra- tion et les cantons: en effet, dès lors que les procédés techni- ques de protection de l'environnement sont aujourd'hui parfai- tement connus, le problème des oxydes d'azotes et des hy- drates de carbone est d'abord politique.
Au vu des annonces de pollution atmosphérique de plus en plus fréquentes et des dégâts croissants et durables causés à l'environnement, au vu aussi du soin avec lequel il convient d'examiner les dégâts causés à l'air par ces composés toxi- ques, il est nécessaire que le Conseil fédéral se saisisse du problème et agisse rapidement.
a. installations de chauffage au gaz ou au mazout dans les ménages, le commerce et l'industrie;
b. composés organiques volatils (solvants)
c. véhicules motorisés?
a. des mesures immédiates;
b. des mesures nécessitant au préalable des modifications légales ou constitutionnelles;
c. d'éventuelles mesures d'urgence?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bodenmann, Braunschweig, Brügger, Carobbio, Eggenberg-Thun, Fankhauser, Fehr, Hafner Ursula, Haller, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Longet, Morf, Neukomm, Ott, Rechsteiner, Reimann Fritz, Stappung, Ulrich, Züger (24)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 18. September 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 septembre 1989
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 23. August 1989 eine ausführliche Aussprache zum Schlussbericht der Elektrowatt Ingenieurunternehmung AG (EWI) geführt und die Marsch- richtung für das weitere Vorgehen in der schweizerischen Luft- reinhaltepolitik festgelegt. Entscheidungsgrundlage bildeten dabei die Empfehlungen der EWI, die aufzeigten, wie die noch bestehenden Lücken bei den Luftreinhaltezielen bis 1995 ge- schlossen werden können. Der Bundesrat hat dabei seine frü- heren Grundsatzbeschlüsse bekräftigt und terminiert. Es han- delt sich um die schon im Luftreinhalte-Konzept enthaltenen Massnahmen, soweit sie nicht bereits rechtsverbindlich erlas- sen worden sind, und um die auf parlamentarische Vorstösse bei der Beratung des Luftreinhalte-Konzepts zurückgehenden Massnahmen. Ueber diese hat der Bundesrat dem Grundsatz nach bereits an seiner Sondersitzung vom 13. Februar 1989 beschlossen.
Zum Erreichen der Luftreinhalteziele hat der Bundesrat ferner entschieden, dass zusätzlich folgende Optionen konkretisiert werden:
Fahrleistungsabhängiger Oekobonus für Personen- und Lie- ferwagen;
Emissionsabhängiger Zuschlag zur leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe;
Lenkungsabgabe auf fossilen Brennstoffen;
Einführung einer Lenkungsabgabe zur Reduktion des VOC- (HC-) Verbrauchs.
Diese Massnahmen, welche zum Teil schwerwiegende Aus- wirkungen politischer, wirtschaftlicher, internationaler, admini- strativer und sozialer Art haben können, sollen bis Mitte 1990 detailliert ausgearbeitet werden. Der Bundesrat wird dannzu- mal über deren Einführung bzw. Nichteinführung entschei- den. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 23. August 1989 ausdrücklich an den im Luftreinhalte-Konzept vorgegebenen Zielen festgehalten.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt. Er beantragt Diskussion.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
51 Stimmen 59 Stimmen
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Interpellation Bundi Luftreinhaltung Interpellation Bundi Lutte contre la pollution atmosphérique
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Jahr
1989
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
89.461
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
06.10.1989 - 08:00
Date
Data
Seite
1783-1783
Page
Pagina
Ref. No
20 017 859
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