Interpellation on air pollution reduction measures

20017859Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)06.10.1989Other

Zusammenfassung

Bundi’s interpellation asked how the Federal Council intended to achieve the planned reduction of NOx, HC and VOC emissions and what timetable applied to immediate, legislative and urgent measures. The Federal Council replied that, after an extensive discussion of the EWI report, it had confirmed and scheduled its earlier air-pollution policy goals. It said that the remaining measures from the air-cleaning concept would be implemented and that four additional policy options would be further detailed by mid-1990. The interpellant was only partly satisfied and requested a debate, but the National Council rejected the request by 59 votes to 51.

Regest

Interpellation betreffend Luftreinhaltung und Emissionsreduktion; der Bundesrat kann auf eine parlamentarische Anfrage hin seine bereits beschlossenen Grundsätze bekräftigen und die weitere Ausarbeitung zusätzlicher Lenkungsinstrumente ankündigen. Die Antwort darf sich auf die im Luftreinhalte-Konzept vorgesehenen Massnahmen stützen und deren konkrete Ausarbeitung terminieren; ein abschliessender Entscheid über Einführung oder Nichteinführung weiterer Optionen bleibt vorbehalten. Die Beantragung einer Diskussion nach schriftlicher Antwort unterliegt dem Mehrheitsentscheid des Rates (vgl. Abstimmung vom 6.10.1989).

Gesamter Gesetzestext

  1. Oktober 1989 N

1783

Interpellation Bundi

Afghanistan. Die pakistanische Afghanistan-Politik ist und war von jeher unter diesem Aspekt zu betrachten.

  1. Die Schweiz wird sich auch weiterhin auf geeignete Weise für eine friedliche Beilegung des Afghanistankonfliktes einset- zen.

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt. Er beantragt Diskussion.

Abstimmung - Vote

Für den Antrag auf Diskussion Dagegen

Minderheit offensichtliche Mehrheit

89.461 Interpellation Bundi Luftreinhaltung Lutte contre la pollution atmosphérique

Wortlaut der Interpellation vom 7. Juni 1989

Dem Vernehmen nach ist der Bundesrat nach wie vor gewillt, an seinem Emissionsziel festzuhalten, die Luftschadstoffe NOx und HC bis zum Jahre 1995 auf den Stand von 1960 zu re- duzieren. Dieses Ziel kann aber mit den bis jetzt von Bund und Kantonen beschlossenen Massnahmen in keiner Weise er- reicht werden. Die rein technisch machbaren Umweltschutz- massnahmen sind heute weitgehend bekannt. Das Stickstoff- oxyd- und Kohlenwasserstoffproblem ist primär kein techni- sches, sondern ein politisches.

Die Kadenzen zwischen den negativen Luftmeldungen wer- den immer kürzer. Natur und Umwelt leiden andauernd Scha- den. Die Schadstoffbelastung unserer Atemluft gibt zu gröss- ter Besorgnis Anlass. Diese Situation macht es erforderlich, dass der Bundesrat rasch eingreift und handelt. -

  1. Was gedenkt der Bundesrat zu tun oder dem Parlament vor- zuschlagen, um

a. bei den Gas- und Oelfeuerungsanlagen in Haushalt, Ge- werbe und Industrie,

b. bei den flüchtigen organischen Verbindungen (Lösungs- mittel) und

c. im Bereiche des motorisierten Verkehrs ins Gewicht fal- lende Reduktionen der Emissionsgrenzwerte zu erreichen?

  1. Wie sieht der Fahrplan aus

a. für Sofortmassnahmen;

b. für Vorkehrungen, welche Gesetzes- oder Verfassungsän- derungen bedingen; und

c. für eventuelle Verfahren nach Dringlichkeitsrecht?

Texte de l'interpellation du 7 juin 1989

Le Conseil fédéral est, à l'entendre, toujours décidé à ramener d'ici 1995 les émissions d'oxyde (NOx) et d'hydrates de car- bone (HC) polluants à leur niveau de 1960. Force est de cons- tater que cet objectif ne saurait être atteint par la seule applica- tion des mesures décidées jusqu'à présent par la Confédéra- tion et les cantons: en effet, dès lors que les procédés techni- ques de protection de l'environnement sont aujourd'hui parfai- tement connus, le problème des oxydes d'azotes et des hy- drates de carbone est d'abord politique.

Au vu des annonces de pollution atmosphérique de plus en plus fréquentes et des dégâts croissants et durables causés à l'environnement, au vu aussi du soin avec lequel il convient d'examiner les dégâts causés à l'air par ces composés toxi- ques, il est nécessaire que le Conseil fédéral se saisisse du problème et agisse rapidement.

  1. Que compte faire le Conseil fédéral ou proposer au parle- ment afin de parvenir à la réduction prévue des limites d'émis- sions dans les domaines suivants?

a. installations de chauffage au gaz ou au mazout dans les ménages, le commerce et l'industrie;

b. composés organiques volatils (solvants)

c. véhicules motorisés?

  1. Quel est le programme

a. des mesures immédiates;

b. des mesures nécessitant au préalable des modifications légales ou constitutionnelles;

c. d'éventuelles mesures d'urgence?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bodenmann, Braunschweig, Brügger, Carobbio, Eggenberg-Thun, Fankhauser, Fehr, Hafner Ursula, Haller, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Longet, Morf, Neukomm, Ott, Rechsteiner, Reimann Fritz, Stappung, Ulrich, Züger (24)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 18. September 1989

Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 septembre 1989

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 23. August 1989 eine ausführliche Aussprache zum Schlussbericht der Elektrowatt Ingenieurunternehmung AG (EWI) geführt und die Marsch- richtung für das weitere Vorgehen in der schweizerischen Luft- reinhaltepolitik festgelegt. Entscheidungsgrundlage bildeten dabei die Empfehlungen der EWI, die aufzeigten, wie die noch bestehenden Lücken bei den Luftreinhaltezielen bis 1995 ge- schlossen werden können. Der Bundesrat hat dabei seine frü- heren Grundsatzbeschlüsse bekräftigt und terminiert. Es han- delt sich um die schon im Luftreinhalte-Konzept enthaltenen Massnahmen, soweit sie nicht bereits rechtsverbindlich erlas- sen worden sind, und um die auf parlamentarische Vorstösse bei der Beratung des Luftreinhalte-Konzepts zurückgehenden Massnahmen. Ueber diese hat der Bundesrat dem Grundsatz nach bereits an seiner Sondersitzung vom 13. Februar 1989 beschlossen.

Zum Erreichen der Luftreinhalteziele hat der Bundesrat ferner entschieden, dass zusätzlich folgende Optionen konkretisiert werden:

  • Fahrleistungsabhängiger Oekobonus für Personen- und Lie- ferwagen;

  • Emissionsabhängiger Zuschlag zur leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe;

  • Lenkungsabgabe auf fossilen Brennstoffen;

  • Einführung einer Lenkungsabgabe zur Reduktion des VOC- (HC-) Verbrauchs.

Diese Massnahmen, welche zum Teil schwerwiegende Aus- wirkungen politischer, wirtschaftlicher, internationaler, admini- strativer und sozialer Art haben können, sollen bis Mitte 1990 detailliert ausgearbeitet werden. Der Bundesrat wird dannzu- mal über deren Einführung bzw. Nichteinführung entschei- den. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 23. August 1989 ausdrücklich an den im Luftreinhalte-Konzept vorgegebenen Zielen festgehalten.

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt. Er beantragt Diskussion.

Abstimmung - Vote

Für den Antrag auf Diskussion Dagegen

51 Stimmen 59 Stimmen

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Interpellation Bundi Luftreinhaltung Interpellation Bundi Lutte contre la pollution atmosphérique

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Jahr

1989

Année

Anno

Band

IV

Volume

Volume

Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

89.461

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

06.10.1989 - 08:00

Date

Data

Seite

1783-1783

Page

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Ref. No

20 017 859

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air pollutionemissionsnitrogen oxidesvolatile organic compoundspolicy instrumentsenvironmental protectionlegislative timetable