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Interpellation Pitteloud
der Stoffverordnung zum Schutze des Waldes, denen der Waldbesitzer unterstellt ist, werden auf diesem Wege unterlau- fen.
Als weitere Folge kann sich der Nitratgehalt im Grundwasser erhöhen. Hier spielen der Einfluss des atmosphärischen Ein- trags, die landwirtschaftliche Düngung und Bodennutzung eine Rolle. Der Stickstoffeintrag (exkl. biologische N2-Bin- dung) aus der Luft in den Boden (inkl. unproduktives Areal und Gewässer) wird von der FAC aufgrund der NOr- und NH3-Emissionen im gesamtschweizerischen Durchschnitt auf etwa 25 Kilo pro Hektare und Jahr geschätzt, währenddem die Auswaschung aus dem Boden ins Grundwasser (inkl. Söm- merungsweiden und unproduktives Areal) auf nur 7 Kilo veran- schlagt wird. Studien aus Deutschland zeigen, dass Quell- wasser in einem Naturschutzgebiet ohne direkten Düngerein- trag einen steigenden Nitratgehalt aufweist.
Die volkswirtschaftlichen Kosten in den erkannten Scha- densbereichen lassen sich gesamthaft nicht beziffern. Immer- hin ist beispielsweise die Entfernung des Nitrats aus dem Trinkwasser oder der Ersatz durch nitratarmes Wasser sehr kostspielig. Die Versauerung des Bodens kann zur Freiset- zung von im Boden fixierten Schadstoffen führen und so die Qualität der Ernteprodukte beeinträchtigen. Sehr schwer ab- zuschätzen sind die Folgen des erhöhten Stickstoffeintrags in die Wälder. Die Auswirkungen im Schweizer Wald und seinen Böden sind kaum erfasst. Da es sich hier um Prozesse han- delt, die nicht nachträglich, z. B. durch Massnahmen im Wald, korrigiert werden können, erachtet es der Bundesrat als not- wendig, die Anstrengungen zur Verminderung der anthropo- genen Emissionen der Stickstoffverbindungen einerseits und zur Ueberwachung der Entwicklung und zum Erkennen mögli- cher Folgen anderseits zu verstärken.
In erster Linie ist dem Verursacherprinzip über die erwähn- ten Massnahmen, für deren Kosten der Verursacher aufzu- kommen hat, Rechnung zu tragen. Im weiteren ist der Einsatz von Benzinzollgeldern zur Sanierung geschädigter Wälder aufgrund des Sachverhaltes weiterhin möglich.
Mit Massnahmen gegen die übermässigen Stickstoffein- träge in die Umwelt muss verhindert werden, dass beispiels- weise das Trinkwasser zu stark mit Nitraten belastet wird. Falls das nicht gelingen sollte und das Trinkwasser aufbereitet oder nach Ersatz gesucht werden müsste, wäre eine möglichst ver- ursachergerechte Finanzierung dieser Massnahme ins Auge zu fassen. Der Bundesrat ist bereit, in konkreten Fällen die Möglichkeiten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zu prüfen.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates befriedigt.
89.525
Interpellation Pitteloud
Eidgenössisches Sozialversicherungs- diplom. Anerkennung durch das Biga Reconnaissance par l'OFIAMT d'un diplôme fédéral en assurances sociales
Wortlaut der Interpellation vom 21. Juni 1989
Ausbildung, Information, Koordination: dies sind die Aufga- ben, die sich der 1975 gegründete Schweizerische Verband der Sozialversicherungsangestellten (SVS) gestellt hat. Ziel dieses Verbandes ist es, neben der Weiterbildung Interessen- ten auf die Fachprüfung oder die Diplomprüfung vorzuberei- ten. Für die Fachprüfung wird ein Gesamtüberblick über die Sozialversicherungen verlangt. Bei der Diplomprüfung, deren Anforderungen denjenigen einer höheren Fachprüfung ent-
sprechen, liegt der Akzent auf der Koordination und der Be- herrschung eines einzelnen Versicherungszweiges.
Bis Ende 1988 haben 118 Personen den SVS-Fachausweis und 42 Personen das Diplom erworben. Die Anforderungen sind von Beginn an sehr hoch angesetzt, da man sich zum Ziel gesetzt hat, Fachleute auszubilden, die fähig sind, verantwor- tungsvolle Aufgaben zu übernehmen: Dienstchef oder Kader- funktion in einer Sozialversicherung, Direktor oder Vizedirek- tor eines Krankenhauses, eines sozialen oder sozial-medizini- schen Dienstes, Personalchef eines Privatunternehmens, Ver- bandssekretär, Handlungsbevollmächtigter in einer Versiche- rungsgesellschaft usw. Das BIGA, das regelmässig Vertreter an die Prüfungen des SVS entsandte, hat übrigens bestätigt, dass die Anforderungen denjenigen der Berufsprüfung bezie- hungsweise der höheren Fachprüfung entsprechen.
Angesichts des Umfangs, der Komplexität sowie der Bedeu- tung der Sozialversicherungen im wirtschaftlichen und sozia- len Leben unseres Landes und angesichts der rasch steigen- den Anforderungen an Fachwissen und Kompetenz für das Beherrschen des Sachgebiets erstaunt der Gegensatz zwi- schen den enormen Geldmengen, die von der Sozialversiche rung gebunden werden, und der fehlenden offiziellen Ausbil- dung der Erlangung einer Gesamtübersicht. Dem SVS -· einer Organisation, die sich ausschliesslich mit den Beiträgen ihrer Mitglieder und den Einschreibegebühren für ihre Kurse finan- ziert - kommt also das Verdienst zu, dank der Begeisterung und dem Einsatz freiwilliger Mitarbeiter eine unbegreifliche und schwerwiegende Lücke im Ausbildungsangebot ge- schlossen zu haben.
Dies kann heute jedoch nicht mehr genügen. Die Ausbil- dungstätigkeit des SVS muss auf einer breiteren Basis weiter- geführt werden: Es geht um die fachliche Qualifikation von Personen, die direkt oder indirekt im Sozialversicherungswe- sen tätig sind. In Zukunft muss das Netz der Weiterbildungs- kurse ausgebaut, die Zahl der fachkundigen Personen durch die Bereitstellung der nötigen Mittel erhöht, die zur Koordina- tion der verschiedenen Sozialversicherungszweige notwendi- gen Kenntnisse vertieft und Brücken zwischen verwandten Be- reichen geschlagen werden.
Die Anerkennung eines eidgenössischen Sozialversiche rungsdiploms ist Voraussetzung für den Ausbau der berufli- chen Weiterbildung, die allein eine effiziente, kohärente und auf den Menschen ausgerichtete Erfüllung der Aufgaben im Dienste der Versicherten unsers Landes, der gesamten Bevöl- kerung und insbesondere jedes einzelnen Versicherten zu ge- währleisten vermag.
Der SVS hat im Januar 1989 diesbezüglich ein Gesuch an das Eidgenössische Volkwirtschaftsdepartement zuhanden des BIGA gerichtet.
Ist der der Bundesrat bereit:
ein eidgenössisches Sozialversicherungsdiplom zu schaf- fen?
das entsprechende Prüfungsreglement zu genehmigen und in Zukunft die Mittel, die für die Ausbildung und die Durchfüh- rung der Prüfungen benötigt werden, zur Verfügung zu stel- len?
die vom SVS ausgestellten Diplome, die den Anforderungen einer höheren Fachprüfung entsprechen, rückwirkend anzu- erkennen?
Texte de l'interpellation du 21 juin 1989
Former, informer, coordonner, telles sont les tâches que s'est donnée la Fédération suisse des employés d'assurances so- ciales (FEAS) fondée en 1975. Son objectif en plus du perfec- tionnement est de former des personnes en vue de passer des examens de brevet requérant une vue d'ensemble des assu- rances sociales, et de diplôme, mettant l'accent sur la coordi- nation et la maîtrise d'une branche spécifique sur la base d'exi- gences conformes à celles d'un examen professionnel su- périeur.
A fin 1988, 118 personnes ont obtenu le brevet FEAS, 42 le di- plôme, sur la base d'exigences placées à un haut niveau dès le départ, le but consistant à former des experts capables de prendre de hautes responsabilités: chef de service ou cadre au sein d'assurances sociales, directeur ou adjoint d'établis-
Interpellation Pitteloud
1771
sement hospitalier, service social ou médico-social, chef du service du personnel d'entreprises privées, secrétaire d'asso- ciations, fondé de pouvoir d'une assurance, etc. L'OFIAMT, qui a régulièrement envoyé des représentants aux sessions d'examens organisés par la FEAS, a reconnu d'ailleurs que ces niveaux d'exigences correspondaient à un examen pro- fessionnel et à un examen professionnel supérieur.
Face à l'ampleur, à la complexité, à l'importance des assuran- ces sociales dans la vie économique et sociale de notre pays, face à l'accélération des connaissances nécessaires et aux compétences requises pour maîtriser ce domaine, il convient de s'étonner du décalage entre l'énormité des moyens finan- ciers engagés par l'assurance sociale et l'absence de forma- tion officielle visant à permettre l'acquisition d'une vue d'en- semble. Il faut donc reconnaître que grâce à la FEAS - orga- nisme dont les seules ressources sont les cotisations de ses membres et les finances d'inscriptions aux cours -, à l'enthou- siasme et à la somme de dévouements de ses animateurs bénévoles, une incompréhensible et grave lacune de forma- tion a été comblée.
Aujourd'hui cela ne peut plus suffire et l'effort de formation de la FEAS doit être poursuivi à une échelle plus vaste, il en va de la qualification des employé(e)s oeuvrant directement ou indi- rectement dans le domaine des assurances sociales.
Il convient dorénavant d'étendre le réseau des cours de per- fectionnement, d'accroître le nombre des personnes compé- tentes par la disposition de moyens adéquats, de nouer les connaissances nécessaires à la coordination entre les bran- ches des assurances sociales, de créer des passerelles entre les domaines connexes, gage d'efficacité et d'adéquation des missions à leurs buts.
La reconnaissance d'un diplôme fédéral en assurances socia- les est le gage d'une extension du perfectionnement profes- sionnel, en vue de servir de façon efficace, cohérente et avec humanisation les assuré(e)s de notre pays, la population tout entière et, en particulier, chaque bénéficiaire des assurances sociales.
La FEAS a déposé, dans ce but, en janvier 1989, une demande au Département fédéral de l'économie publique à l'intention de l'OFIAMT.
Je demande donc au Conseil fédéral:
s'il est prêt à instaurer un diplôme fédéral en assurances so- ciales;
s'il est prêt à approuver le règlement d'examens en assuran- ces sociales qui en découle et à mettre dorénavant à disposi- tion les subventions utiles à la formation et à l'organisation de ces examens;
s'il est prêt à accorder la rétroactivité de cette reconnais- sance aux diplômé(e)s FEAS, qui ont passé des examens con- formes aux exigences d'un diplôme professionnel supérieur.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bär, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bonny, Brügger, Bundi, Carobbio, Cavadini, Cou- chepin, Danuser, Darbellay, Diener, Etique, Fankhauser, Grendelmeier, Günter, Hafner Ursula, Haller, Leuenberger- Solothurn, Leuenberger Moritz, Longet, Matthey, Mauch Ur- sula, Paccolat, Pini, Ruffy, Stappung, Stocker, Uchtenhagen, Ulrich, Weber-Schwyz (32)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Le système suisse d'assurances sociales s'est considérable- ment élargi et amélioré depuis 1948, date d'entrée en vigueur de l'AVS. Ce domaine est devenu fort complexe. Son étendue, son enracinement, ses ramifications dans les réalités sociales et économiques de la Suisse sont d'une ampleur encore méconnue.
Des dizaines de milliers d'employé(e)s oeuvrent dans ce sec- teur. De près de 1/10 du produit national brut (PNB) en 1948, les charges sociales des assurances sociales atteignent un taux de l'ordre de 1/5 du PNB dès 1984. Les seules prestations des assurances sociales s'élèvent de 4 pour cent du PNB en 1948 à environ 14 pour cent actuellement. Cependant, les as- surances sociales ne se mesurent pas seulement en termes de charges et de dépenses. Elles représentent des investisse- ments en matière économique, génèrent une demande solva-
ble de services, sont un moteur de l'emploi (la santé publique occupe près d'un actif sur dix). Elles sont un moyen d'amélio- ration de la qualité de la vie et du mieux-être de chaque per- sonne.
Le secteur des assurances sociales est en expansion; il est étroitement imbriqué à l'économie nationale; il est complété par le secteur des assurances privées. Il existe un diplôme fédéral en assurances privées reconnu par l'OFIAMT. Un di- plôme fédéral d'experts d'assurances de la prévoyance pro- fessionnelle est également accessible ainsi qu'un diplôme en gestion des hôpitaux, des cliniques et des homes.
Au sein des branches de l'assurance sociale, ainsi que des or- ganismes privés ayant recours aux connaissances en cette matière, la nécessité de cadres et employé(e)s dûment for- mé(e)s et compétent(e)s est également manifeste.
En effet, la sécurité sociale concerne chaque citoyen, car cha- cun a recours aux prestations de l'une et généralement de plu- sieurs de ses branches: naissance à l'hôpital, recours au médecin, allocations familiales, indemnités en cas d'accident ou de chômage, rente vieillesse du 1er et du 2e pilier, etc. Les assurances sociales doivent être gérées avec efficacité, en vi- sant la simplification, la rationalisation et l'humanisation des rapports avec les assuré(e)s et les bénéficiaires. Or, la pénurie de cadres guette notre société, où les compétences devien- nent le ressort principal de l'accroissement de la productivité économique, de la qualité de l'administration et du finance- ment adéquat de nos institutions sociales.
La Suisse est un pays de petite dimension démographique, et elle ne maintiendra son rang que dans la mesure où elle saura «investir en matière grise», car les seules vraies richesses de la Suisse sont les hommes et les femmes de ce pays, leur forma- tion, leur travail de qualité, leurs aptitudes à innover, leur capa- cité d'accroître le dynamisme, de progresser et de rester en si- tuation de pointe. Or, le progrès économique et le ressort du dynamisme sont dus pour une forte part à des aspects qualita- tifs non quantifiables, aspects qualitatifs dont une des bases est la formation.
Or, à part les cours dispensés par les associations membres de la FEAS, il n'y a pas en Suisse une formation officielle en as- surances sociales. La reconnaissance d'un diplôme fédéral couronnant les efforts de la FEAS, ainsi que les personnes ayant réussi les difficiles examens de brevet et de diplôme FEAS donneront une impulsion à la formation et fourniront des motivations aux employé(e)s en vue d'un perfectionnement vi- sant à mieux répondre aux attentes des autorités, des assu- ré(e)s et des bénéficiaires des assurances sociales.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 6. September 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 6 septembre 1989
La Fédération suisse des employés d'assurances sociales (FEAS) a demandé, dans une requête déposée au début de cette année, la reconnaissance comme examens profession- nel et professionnel supérieur des examens qu'elle organise depuis 1981. Les vérifications juridiques auxquelles on a procédé ont montré que de tels examens sont conformes à la constitution. Le Conseil fédéral est donc favorable à l'institu- tion d'un examen professionnel et d'un examen professionnel supérieur dans le domaine des assurances sociales. Une la- cune dans le système de formation professionnelle de notre pays serait ainsi comblée.
L'Office fédéral de l'industrie, des arts et métiers et du travail va donc demander à la FEAS d'adapter ses règlements d'exa- mens aux dispositions de la loi du 19 avril 1978 sur la formation professionnelle et de les soumettre pour approbation. Si ces règlements sont approuvés, les cours préparatoires et les exa- mens pourront être subventionnés, à compter de la date à la- quelle la requête a été déposée, conformément aux prescrip- tions de la loi précitée.
Un représentant de l'OFIAMT ainsi que des délégués de l'Office des assurances sociales ont, à la demande de la FEAS, assisté à plusieurs reprises aux examens organisés par la fédération. Ils ont constaté, à ces occasions, que le niveau de ces examens correspond à celui des examens professionnel et professionnel supérieur de professions comparables. Le
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6 octobre 1989
Conseil fédéral est donc prêt à examiner si le brevet ou le di- plôme peuvent être remis rétroactivement aux candidats qui ont réussi les examens de la FEAS et jusqu'à quelle date dans le passé cette rétroactivité peut être accordée.
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- rates befriedigt.
89.318
Interpellation Braunschweig Beamtenreisen nach Südafrika Voyages de fonctionnaires fédéraux en Afrique du Sud
Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1989 Erst nachträglich bestätigte sich das Gerücht, dass im Früh- jahr 1988 der Direktor des Bundesamtes für Strassenbau und der Sektionschef Bau Nationalstrassen, die Herren Kurt E. Suter und Frédéric Ruckstuhl, und ihre Ehefrauen, einer Ein- ladung der südafrikanischen Verwaltung folgend, der Einwei- hung des Huguenot-Tunnels bei Kapstadt beiwohnten. Der Vorsteher des EVED lehnte diese Einladung als offiziell ab. Daraufhin bezogen die Beamten ihre Ferien und flogen als Pri- vatpersonen und als Gäste nach Südafrika.
Im einen Fall war die südafrikanische Verwaltung, im andern die Schweizer Firma Pilatuswerke die Spenderin; für die An- wendung des Artikels 26 dürfte diese Unterscheidung irrele- vant sein.
Hätte die Einladung rein privaten Charakter gehabt, hätten sich die Beamten nicht um eine offizielle Annahme bei Bun- desrat Ogi bemüht. Direktor Suter wurde immerhin von Präsi- dent Pieter W. Botha persönlich begrüsst.
Die Reise nach Südafrika hat aber auch noch einen aussen- politischen Aspekt: die südafrikanische Regierung bemühte sich in jener Zeit, und bemüht sich nach wie vor, um Besuche schweizerischer Beamter, Politiker, Offiziere und Wirtschafts- vertreter, um die Isolation zu durchbrechen, in die sie weltweit durch ihre unmenschliche Apartheid-Politik geraten ist. Durf- ten sich Beamte solcher Umgehungs-Diplomatie schuldig ma- chen, wenn der Vorsteher des Departementes für auswärtige Angelegenheiten damals den Besuch des Staatssekretärs in Südafrika für nicht opportun hielt?
Ist es richtig, dass im Frühjahr 1988 auch der Direktor der Militärverwaltung, Hans-Ulrich Ernst, seine Ferien in Südafrika verbrachte, verbunden mit offiziösen Aufträgen und in Zusam- menarbeit mit amtlichen Stellen der südafrikanischen Verwal- tung?
Gibt es beim Departement für auswärtige Angelegenheiten eine Koordination für Auslandreisen von Chefbeamten und für alle Auslandreisen, wenn sie offiziösen Charakter haben? Wenn nicht, müsste eine solche Koordination geschaffen wer- den, solange Beamte nicht selber über das politische Finger- spitzengefühl verfügen?
Texte de l'interpellation du 1er février 1989
Les rumeurs, selon lesquelles le directeur de l'Office fédéral des routes, Kurt E. Suter, et le chef de la section «construction des routes nationales», Frédéric Ruckstuhl, ainsi que leurs femmes, ont, au printemps de 1988, assisté, sur l'invitation de l'administration sud-africaine, à l'inauguration du tunnel «Hu- guenot» au Cap, ne se sont confirmées qu'après coup. Aupa-
ravant, le chef du DFTCE avait refusé cette invitation en raison de son caractère officiel, ce qui n'a pas empêché les fonction- naires précités de prendre leurs vacances pour se rendre à ti- tre privé et en tant qu'invités en Afrique du Sud.
Si l'invitation avait eu un caractère strictement privé, les in- téressés n'auraient pas cherché à obtenir l'aval du conseiller fédéral Ogi, d'autant plus que le directeur Suter a été person- nellement accueilli par le président Pieter W. Botha.
Cette visite en Afrique du Sud touche cependant aussi la po- litique étrangère: en effet, le gouvernement sud-africain cher- che à inciter nos fonctionnaires, nos politiciens, nos officiers et les représentants de notre économie à se rendre dans son pays, afin de briser l'isolement dans lequel celui-ci s'est placé par sa politique inhumaine d'apartheid. Des fonctionnaires avaient-ils le droit de se faire les complices de pareilles ma- noeuvres diplomatiques, alors qu'à ce moment-là le chef de notre Département des affaires étrangères considérait qu'une visite de son secrétaire d'Etat en Afrique du Sud n'était pas op- portune?
Est-il exact qu'au printemps 1988, le directeur de l'adminis- tration militaire fédérale, Hans-Ulrich Ernst, a également passé des vacances en Afrique du Sud et qu'il a profité de ce séjour pour exécuter des mandats officieux, en collaboration avec des services de l'adminsitration sud-africaine?
Le Département des affaires étrangères coordonne-t-il les voyages à l'étranger, notamment ceux de fonctionnaires su- périeurs, lorsque ces déplacements ont un caractère offi- cieux? Si tel n'est pas le cas, ne serait-il pas nécessaire que le département y procède, puisque certains fonctionnaires n'ont pas le tact politique requis en la matière?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Bäumlin Richard, Bircher, Bodenmann, Brügger, Bundi, Carobbio, Da- nuser, Eggenberg-Thun, Euler, Fankhauser, Hafner Ursula, Haller, Hubacher, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Leutenegger Oberholzer, Matthey, Mauch Ursula, Meizoz, Ott, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann Fritz, Spielmann, Stappung, Stocker, Uchtenhagen, Ulrich, Zbinden Hans, Züger (34)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Praxis und Lehre interpretiert den Artikel 26 Beamtengesetz streng: Der Tatbestand ist schon bei der theoretischen Mög- lichkeit erfüllt, die Integrität der Verwaltung könnte tangiert sein. Es braucht nicht die effektive Befangenheit des geschen- keempfangenden Beamten oder gar seine Bestechung.
Die These, der Amtsdirektor habe die Einladung für Dienste aus den Jahren 1956 bis 1960 als Zeichen der Dankbarkeit er- halten, ist mehr als unwahrscheinlich. Es ist in der ganzen Welt unüblich, einen jungen Ingenieur dreissig Jahre später für eine Leistung zusätzlich zu belohnen, für die er angestellt und bezahlt war. Anders verhält es sich, wenn er in der Zwischen- zeit zum Direktor eines Bundesamtes aufgestiegen ist. Seinen überschwänglichen Dankbrief schrieb er denn auch als Amtsdirektor und auf Briefpapier des Bundesamtes! Aehnliches gilt auch für seinen Mitarbeiter und Sektionschef Frédéric Ruckstuhl.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. Juni 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 juin 1989
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Pitteloud Eidgenössisches Sozialversicherungsdiplom. Anerkennung durch das Biga Interpellation Pitteloud Reconnaissance par l'OFIAMT d'un diplôme fédéral en assurances sociales
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Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.525
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Datum 06.10.1989 - 08:00
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