Interpellation Fankhauser
1203
88.881
Interpellation Dreher Erweiterung des Nationalstrassennetzes Réseau des routes nationales suisses. Achèvement et extension
Wortlaut der Interpellation vom 15. Dezember 1988
Nach dem Jahr 2000 werden - Bedarfsprognosen zufolge - in der Schweiz über 300'000 Personenwagen mehr als derzeit immatrikuliert sein.
Der Transit im Reise- und Güterverkehr wird ebenfalls stark zu- nehmen. Das Schweizer Nationalstrassennetz ist - obwohl noch immer nicht fertig - in zahlreichen Abschnitten häufig an der Kapazitätsgrenze.
Ich ersuche den Bundesrat um folgende Auskünfte:
a. N 4: Winterthur (ab N 1) - Umfahrung von Schaffhausen - Landesgrenze (Singen-Stuttgart) vierspurig;
b. N 1: Von Bern bis Neuenhof (inkl. Baregg-Tunnel) sechs- spurig;
c. N 2: Zweite Tunnelröhre am Gotthard;
d. Lösung der Umfahrungsprobleme im Grossraum Zürich mit Einschluss des Seetunnels?
Teilt der Bundesrat meine Auffassung, dass die Verpflich- tung der Schweiz als europäisches Transitland auch die Be- reitstellung genügender Strassenkapazität einschliesst, die seit Jahren nicht mehr gegeben ist?
Glaubt der Bundesrat nicht auch, dass diese Erweiterungen gemäss Ziffer 2 rasch vorgenommen werden müssen, wenn die Schweiz hinsichtlich Strassentransportkapazität in kaum noch aufholbarem Mass zurückfallen soll?
Zieht der Bundesrat auch in Erwägung, neue Baulose inter- national auszuschreiben, um dem notorischen Langsamkeits- rekord schweizerischen Nationalstrassenbaus wirksam zu be- gegnen?
.
Texte de l'interpellation du 15 décembre 1988
Selon les prévisions, 300 000 véhicules privés supplémentai- res auront été immatriculés en Suisse d'ici à l'an 2000. Le tou- risme et le transport de marchandises, eux aussi, amèneront une intensification considérable du trafic. Le réseau des routes nationales est non seulement inachevé, mais surchargé en bien des endroits.
Je demande au Conseil fédéral de bien vouloir répondre aux questions suivantes:
. 1. Quand le réseau des routes nationales, tel qu'il a été prévu, sera-t-il terminé?
a. N 4: tronçon à quatre voies de Winterthour à la frontière, en contournant Schaffhouse (direction Singen, Stuttgart);
b. N 1: tronçon a six voies de Berne à Neuenhof (y compris le tunnel de Baregg);
c. N 2: percement d'une nouvelle galerie au Gothard;
d. ZH: recherche d'une solution au problème du contourne- ment de la région zurichoise, en prenant en compte la possibi- lité de percer un tunnel sous-lacustre?
Le Conseil fédéral estime-t-il lui aussi qu'il est du devoir de la Suisse, en tant que pays de transit en Europe, de disposer d'un réseau routier d'une capacité suffisante, ce qui n'est plus le cas depuis de nombreuses années?
Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas que les extensions pro- posées au point 2doivent être entreprises au plus vite, si l'on ne veut pas que la Suisse accumule un retard irrattrapable en matière de transports routiers?
Le Conseil fédéral envisage-t-il aussi de lancer des appels 1
d'offres à l'étranger, afin de rattraper le retard dans la construc- tion des routes nationales, domaine dans lequel la Suisse dé- tient le record de lenteur?
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. März 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 mars 1988
Wenn das gegenwärtige Programm eingehalten werden kann, wird das Nationalstrassennetz voraussichtlich im Jahre 2005 fertiggestellt sein.
Am 10. September 1986 hat der Bundesrat den Bericht «Luftreinhalte-Konzept» genehmigt und den eidgenössischen Räten übermittelt. Der Bericht bezeichnet als eine der Mass- nahmen den Verzicht auf den Weiterausbau des beschlosse- nen Nationalstrassennetzes. Anlässlich der Behandlung die- ses Luftreinhalte-Konzepts ist diese Massnahme sowohl im Nationalrat wie auch im Ständerat unbestritten geblieben. Dies hat den. Bundesrat veranlasst, diese Massnahmen in ei- nem formellen Beschluss zu konkretisieren, und er hat des- halb am 9. Juni 1987 u. a. beschlossen, er verzichte darauf, der Bundesversammlung Erweiterungen des beschlossenen Nationalstrassennetzes zu beantragen.
Aufgrund dieser Beschlusseslage ergibt sich gemäss dem langfristigen Bauprogramm für die folgenden Fragen im ein- zelnen, dass:
a) die N 4 von der Verzweigung mit der N 1 bis Oerlingen vier- spurig, von Oerlingen bis zur Grenze aber lediglich zweispurig gebaut werden soll,
b) die N 1 im Bereich Grauholz bei Bern auf eine Länge von 7,5 km auf sechs Spuren erweitert, von Schönbühl bis zum Ba- regg-Tunnel bei Baden aber vierspurig belassen werden soll,
c) vorläufig, mindestens bis nach der Realisierung des Kon- zepts «Bahn 2000», keine zweite Röhre am Gotthard
d) und keine Realisierung des Seetunnels bei Zürich als Natio- nalstrasse vorgesehen ist.
und 4 .: Die Schweiz wird auch in Zukunft ihrer Verpflichtung als europäisches Transitland nachkommen, wobei hier aber nicht nur der Strassenverkehr zu berücksichtigen ist, sondern auch und gerade für den Schwerverkehr in vermehrtem Masse der Transport auf der Schiene. In diesem Zusammenhang sind die «Bahn 2000», der Huckepackverkehr sowie die in Pla- nung befindliche Neat zu erwähnen.
An Ausschreibungen für Nationalstrassenbaulose können sich zu den gleichen Bedingungen auch ausländische Firmen beteiligen, so dass internationale Ausschreibungen nicht nö- tig sind. Festzuhalten ist, dass schweizerische Baufirmen we- der in terminlicher noch in qualitativer Hinsicht den Vergleich mit ausländischen Unternehmen im Strassenbau zu scheuen brauchen.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt.
89.311
Interpellation Fankhauser Ermordung von Jürg Weis Assassinat de Jürg Weis
Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1989
Vom 18. - 25. September 1988 hielt sich eine neunköpfige eu- ropäische Delegation in El Salvador auf, um die näheren
Interpellation Fankhauser
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N
23 juin 1989
Todesumstände des Schweizers Jürg Weis zu untersuchen, der am 22. August 1988 in der Nähe der Stadt Ilobasco, Depar- tement Cabanas, ums Leben gekommen war.
Sowohl der Arbeitgeber von Jürg Weis, das Zentralamerika- Sekretariat in Zürich, wie auch Freunde und Freundinnen von Jürg Weis, die seine Arbeit und seine Reiseprogramme kann- ten, hatten erhebliche Zweifel an der Version des salvadoriani- schen Ministeriums, Jürg Weis sei in einem Gefecht zwischen Sicherheitskräften und Terroristen der FMLN/FDR gefallen. Die Schweizer Behörden schienen anfänglich die Behauptung der salvadorianischen Regierung zu akzeptieren, äusserten erst Zweifel nach dem vehementen Protest in weiten Kreisen der Oeffentlichkeit.
Die Delegation hatte den Auftrag, vor Ort Informationen über die näheren Todesumstände von Jürg Weis zu sammeln. Am 10. Januar 1989 wurde ein Bericht dieser Delegation publi- ziert. Die Ergebnisse dieser Untersuchung weisen eindeutig auf einen politisch motivierten Mord hin. Dieser Mord wirft ein- mal mehr ein grelles Schlaglicht auf die gravierenden Miss- achtungen der Menschenrechte in El Salvador.
Welche Schlussfolgerungen zieht der Bundesrat aus den Ergebnissen der Untersuchung der europäischen Delega- tion?
Ist der Bundesrat bereit,
die salvadorianische Regierung aufzufordern, die Todesum- stände von Jürg Weis lückenlos aufzuklären, die Täter zu er- mitteln und vor ein ordentliches Gericht zu stellen?
die brutale Ermordung von Jürg Weis sowie die gravieren- den Menschenrechtsverletzungen durch die salvadoriani- schen «Sicherheits»-Kräfte und der mit ihnen zusammenarbei- tenden Todesschwadrone öffentlich zu verurteilen?
die sich aufdrängenden aussenpolitischen Konsequenzen aus den Erkenntnissen der Untersuchungsdelegation zu zie- hen?
geeignete Richtlinien für das Verhalten unserer diplomati- schen Vertretungen im Falle ungeklärter Todesfälle von Schweizer Bürgerinnen und Bürgern im Ausland auszuarbei- ten?
seine Informationspraxis zu überprüfen, die im Falle von Jürg Weis allzu leichtfertig und unkritisch die offizielle Version übernommen hat?
Texte de l'interpellation du 1er février 1989
Du 18 au 25 septembre 1988, une délégation européenne de neuf personnes a séjourné en El Salvador en vue d'élucider les circonstances de la mort du Suisse Jürg Weis, survenue le 22 août 1988 près de la ville d'Ilobasco dans le département du Cabanas.
Tant son employeur, le Secrétariat pour l'Amérique centrale à Zurich, que les amis de Jürg Weis au fait de son activité et de ses programmes de déplacements, doutaient sérieusement de la version du ministère salvadorien selon laquelle Jürg Weis aurait trouvé la mort dans un combat entre les forces de sécurité et des terroristes du FLMN/FDR.
Dans un premier temps, les autorités suisses ont apparem- ment cru aux affirmations du gouvernement salvadorien et n'ont exprimé des doutes qu'à la suite des véhémentes protes- tations élevées par de larges milieux de l'opinion publique. La délégation avait pour mandat de recueillir sur place des in- formations au sujet des circonstances de la mort de Jürg Weis. Elle a publié un rapport le 10 janvier 1989. Son enquête con- clut sans équivoque à l'assassinat politique. Cet assassinat jette une fois de plus une lumière crue sur les graves violations des droits de l'homme en El Salvador.
Quelles conclusions le Conseil fédéral tire-t-il des résultats de l'enquête conduite par la délégation européenne?
Le Conseil fédéral est-il disposé
à exiger du gouvernement salvadorien qu'il fasse toute la lu- mière sur les circonstances de la mort de Jürg Weis, qu'il re- cherche les auteurs de cet acte et les traduise devant un tribu- nal ordinaire?
à condamner publiquement l'assassinat sauvage de Jürg Weis, ainsi que les graves violations des droits de l'homme
dont se rendent coupables les forces de «sécurité» et les esca- drons de la mort qui collaborent avec elles?
à tirer des constatations de la délégation chargée de l'enquête les conséquences qui s'imposent dans sa politique extérieure?
à élaborer des directives appropriées définissant l'attitude de nos représentations diplomatiques en cas de mort sus- pecte de citoyens suisses à l'étranger?
à réexaminer sa politique d'information qui, dans le cas de Jürg Weis, l'a mené à reprendre à son compte la version offi- cielle de manière trop irréfléchie et sans esprit critique?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Bäumlin Ursula, Béguelin, Borel, Carobbio, Danuser,Hafner Ursula, Haller, Jeanprêtre, Leuenberger-Solothurn, Matthey, Meizoz, Neukomm, Pitteloud (15)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. Mai 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mai 1989
Der Bundesrat erachtet den Bericht der privaten Untersu- chungsdelegation des Zentralamerika-Sekretariats, Zürich, als einen weiteren Beitrag in den Bemühungen, Antworten auf die noch offenen Fragen über die Umstände des Todes von Herrn Jürg Weis zu finden, der am 22. August 1988 in El Salva- dor umgekommen ist. Eine abschliessende Beurteilung ist al- lerdings auch nach Vorliegen des Berichts nicht möglich.
Das EDA hat nach seinen verschiedenen früheren Demarchen am 8. Februar 1989 in einer Note an die salvadorianische Re- gierung gegen die offensichtliche Irreführung und die Behin- derung der Wahrheitsfindung um die Umstände des Todes von Herrn Jürg Weis protestiert und ein weiteres Mal energisch eine lückenlose Aufklärung, und gegebenenfalls die Bestra- fung des Schuldigen, verlangt. Der Bundesrat weist darauf hin, dass als Folge der Vorstösse des EDA der salvadoriani- sche Präsident eine Sonderkommission, die unter Leitung des Justizministers steht, mit einer eingehenden Untersuchung dieser Angelegenheit betraut hat. Die Aufgabe dieser Kommis- sion besteht darin, Straftaten, welche aufgrund der Begleitum- stände gravierend sind und an deren Aufklärung ein besonde- res Interesse besteht, zu untersuchen, Beweise zusammenzu- tragen und den Fall dann dem Staatsanwalt oder einem Rich- ter zu übergeben. In den dreieinhalb Jahren ihres Bestehens hat diese Kommission etwa 40 Fälle untersucht und an die zu- ständigen Behörden zum Abschluss weitergeleitet. Darunter fallen auch die Ergebnisse der Ermittlungen in Zusammen- hang mit dem Mord an Erzbischof Oscar Romero, die vor eini- gen Wochen den Gerichten vorgelegt worden sind. Wir hoffen, dass diese Kommission Klarheit über die Umstände des tragi- schen Todes unseres Mitbürgers zu verschaffen vermag.
Der Bundesrat hat schon öfters seine Haltung zur Lage in Zen- tralamerika und zum Konflikt in El Salvador dargelegt: Ge- mäss seiner Ueberzeugung sind Streitigkeiten auf friedlichem Weg beizulegen, und die Wiederherstellung des Friedens ist · nur auf dem Verhandlungsweg möglich. In diesem Sinne be- grüsste er auch die Gespräche, die im Februar 1989 in Oaxte- pec (Mexiko) zwischen den politischen Parteien El Salvadors und der Guerilla FMLN (Nationale Befreiungsfront Farabundo Marti) stattgefunden haben. Er hofft, dass dieser Dialog in na- her Zukunft fortgeführt werde. Die Schweiz hat die salvadoria- nische Regierung verschiedentlich aufgefordert, ihr Möglich- stes zu tun, um den mit dem Konflikt verbundenen Verletzun- gen der Menschenrechte Einhalt zu gebieten. Die Schweiz ap- pelliert - wenn immer sich Gelegenheit dazu bietet - in glei- cher Weise auch an die andern am Konflikt beteiligten Par- teien, da sie alle Angriffe auf Leben, Integrität und Freiheit der Menschen verurteilt, von wem auch immer diese Angriffe aus- gehen und wie auch immer sie motiviert sein mögen. In die-
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Interpellation Blocher
sem Sinne richtet sich dieser Appell auch an die in El Salvador operierende Guerilla-Organisation FMLN. Der Bundesrat erin- nert an ähnliche Aufrufe seitens der Menschenrechtskommis- sion der Vereinten Nationen.
Der Bundesrat gibt weiter zu bedenken, dass diplomatische und konsularische Vertretungen lokale Behörden nicht substi- tuieren können, um an ihrer Stelle polizeilich und kriminali- stisch zu ermitteln. Derartige Handlungen sind mit den Wiener Uebereinkommen über die diplomatischen und konsulari- schen Beziehungen, denen die Schweiz beigetreten ist, nicht vereinbar. Gewisse Begrenzungen in bezug auf den eigenen Handlungsspielraum und die Tätigkeiten unserer Vertretun- gen im Rahmen ihrer Aufgaben im Bereich des konsulari- schen Schutzes sind damit vorgegeben.
Das EDA hat in einer Pressemitteilung am 15. Februar 1989 die Oeffentlichkeit über die neuesten Entwicklungen im Fall Weis orientiert. Der Bundesrat verweist auch auf die Beantwor- tung des Vorstosses von Frau Nationalrätin Fetz in der Frage- stunde des Nationalrates vom 6. März 1989 und seine frühe- ren Verlautbarungen in der Angelegenheit Weis, mit denen der jeweilige Informationsstand vermittelt wurde. Der Bundesrat betont, dass das EDA bereits am 9. September 1988 in einer Note die salvadorianischen Behörden auf Unklarheiten in den offiziellen Berichten über die Umstände des Todes von Herrn Weis aufmerksam gemacht hatte und weitere Einzelheiten über das Geschehen forderte. Es kann somit nicht die Rede davon sein, dass die salvadorianische Darstellung von den Bundesbehörden allzu leichtfertig und unkritisch übernom- men worden sei, wie die Interpellantin in ihrem Vorstoss aus- führt.
Der Bundesrat wird dieser Angelegenheit auch weiterhin seine volle Aufmerksamkeit schenken.
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt. Sie beantragt Diskussion.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
37 Stimmen 64 Stimmen
89.331
Interpellation Fierz Verwaltungskommission des Fonds für Unfallverhütung. Vertretung des VCS
Fonds de prévention des accidents. Représentation du CST au sein de la Commission administrative
Wortlaut der Interpellation vom 27. Februar 1989 Wir bitten den Bundesrat um Beantwortung folgender Frage: Wie begründet der Bundesrat die Abweisung des Gesuchs des VCS von Herbst 1988 um Vertretung in der Verwaltungs- kommission des Fonds für Unfallverhütung?
Texte de l'interpellation du 27 février 1989 Nous prions le Conseil fédéral de répondre à la question sui- vante:
Comment justifie-t-il le rejet de la requête présentée en au- tomne 1988 par le CST, par laquelle ce dernier demandait à être représenté au sein de la Commission administrative du Fonds de prévention des accidents?
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Das Gesuch des VCS wurde vom Bundesrat abgelehnt. In der
Verwaltungskommission des Fonds für Unfallverhütung sind aber folgende Verkehrsverbände vertreten: Astag, TCS, ACS und zusätzlich der Dachverband der genannten Organisatio- nen, der FRS. Damit sind die genannten Verbände gleichsam überproportional vertreten.
Der VCS setzt sich besonders für die schwächeren Verkehrs- teilnehmer (Fussgänger, Radfahrer) ein. Dazu im Gegensatz haben die übrigen Verkehrsverbände zu Massnahmen im In- teresse von Verkehrssicherheit bzw. zugunsten der schwä- cheren Verkehrsteilnehmer wiederholt eine negative Haltung eingenommen. Dies könnte wenn nötig in der Diskussion de- tailliert belegt werden an den Beispielen von Tempo 100 aus- serorts, Tempo 130 auf Autobahnen, Tempo 50 innerorts, Al- koholpromillegrenze, Verkehrsberuhigung in Wohnquartieren usw. Es ist deshalb schwierig einzusehen, wieso ausgerech- net nur diese Organisationen in Fragen der Unfallverhütung ein exklusives Mitspracherecht haben sollten.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. Juni 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 juin 1989
Gemäss Artikel 6 des Unfallverhütungsbeitragsgesetzes vom 25. Juni 1976 setzt sich die Verwaltungskommission aus höchstens 15 Mitgliedern zusammen. Der Bundesrat ernennt den Präsidenten und die übrigen Mitglieder. Bund, Kantone, Verbände und Organisationen des Strassenverkehrs sowie die Versicherer sind angemessen vertreten.
Die Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung vom 18. Februar 1976 enthält betreffend die Sitzverteilung fol- genden Vorschlag:
Präsident und zwei Mitglieder als Vertreter des Bundes;
drei Vertreter von Kantonen und Gemeinden;
zwei Vertreter der Versicherer
vier Vertreter der Verkehrsverbände und
drei ungebundene Mitglieder.
Die heutige Zusammensetzung entspricht praktisch dem Vor- schlag des Bundesrates. Einzige Abweichung: Der Bund ver- zichtet auf einen Vertreter zugunsten des öffentlichen Ver- kehrs.
Die Aufnahme eines zusätzlichen Mitglieds hätte zur Folge, dass der Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Mitgliederzahl von höchstens 15 gesprengt würde. Nachdem zurzeit kein Sitz vakant ist, musste das Gesuch des VCS abgelehnt werden. Im übrigen hat sich der Bundesrat an seiner Sitzung vom 23. November 1988 mit den ausserparlamentarischen Kom- missionen des EJPD befasst und eine Erweiterung der Mitglie- derzahlen generell abgelehnt.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt. Er beantragt Diskussion.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
39 Stimmen 42 Stimmen
89.391
Interpellation Blocher Sofortmassnahmen im Asylwesen Mesures d'urgence en matière d'asile
Wortlaut der Interpellation vom 15. März 1989
In der Botschaft vom 2. Dezember 1985 hat der Bundesrat auf die «enorm steigende Zahl von Asylanten» hingewiesen, die zu einer neuen Revision des Asylgesetzes führen musste. Die Asylgesuche beliefen sich zurzeit der Gesetzesrevision auf 8000-9000 pro Jahr. Für das laufende Jahr werden sie nun
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Fankhauser Ermordung von Jürg Weis Interpellation Fankhauser Assassinat de Jürg Weis
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Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1989
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.311
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1989 - 08:00
Date
Data
Seite
1203-1205
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Pagina
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20 017 562
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