Interpellation on planning approval for new SBB lines

20017553Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)23.06.1989Dismissed

Zusammenfassung

In response to the interpellation concerning the new SBB routes in the Olten area, the Federal Council said that the relevant connection tracks would not be published together with the tunnel plans. It recalled that the 'Oltener Gleisdreieck' was to be approved in a separate procedure and that the plan publication had to await completion of the ongoing project studies. The answer was given in writing, and the interpellant was only partially satisfied.

Regest

Planning approval and publication of railway project plans; separate approval procedure for technically and operationally independent connecting works. Where a project component is still under intensive development, the competent authority may defer plan publication until the project work is completed; simultaneous deposition with another project segment is not required merely to avoid procedural conflict. Continued information of affected regional and cantonal authorities suffices pending the separate approval procedure.

Gesamter Gesetzestext

Interpellation Ulrich

1194

N

23 juin 1989

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. Mai 1989

Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 mai 1989

  1. Das Bundesamt für Verkehr hat am 15. Februar 1989 das ei- senbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren für den Neubaustreckenabschnitt Muttenz-Trimbach eröffnet. Es ge- langt das mit dem Enteignungsverfahren kombinierte Plange- nehmigungsverfahren zur Durchführung. Die Präsidenten der zuständigen Eidgenössischen Schätzungskommissionen las- sen die Planunterlagen im Mai und Juni 1989 in den betroffe- nen Gemeinden öffentlich auflegen.

Im Plangenehmigungsverfahren haben Kanton, Gemeinden und weitere Betroffene Gelegenheit, zum Projekt Stellung zu nehmen und Projektänderungen zu verlangen. Die direkt be- troffene Bevölkerung hat somit die Möglichkeit, ihren Einfluss im Plangenehmigungsverfahren direkt, über die Gemeinde oder über den Kanton geltend zu machen. Das Bundesamt für Verkehr wird in seinem erstinstanzlichen Entscheid den ver- schiedenen Gesichtspunkten durch eine Interessenabwä- gung Rechnung tragen müssen. Sein Entscheid kann beim Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdeparte- ment aufgefochten werden. In letzter Instanz entscheidet je nach Situation der Gesamtbundesrat oder das Bundesge- richt.

  1. Die SBB haben bei ihrer Planung und Projektierung Bestim- mungen der Bundesgesetze über den Umweltschutz, den Na- tur- und Heimatschutz sowie die Raumplanung einzuhalten. Ihren Vorlagen muss auch ein Bericht über die Umweltverträg lichkeit beiliegen. Dessen Prüfung erfolgt im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens. Das Plangenehmigungsver- fahren wird somit zeigen, ob die SBB in ihrem Projekt die Ver- hältnisse und Bedürfnisse bestehender Siedlungen genü- gend berücksichtigt haben.

  2. Die SBB haben bereits Alternativen geprüft und diese doku- mentiert. Im Plangenehmigungsverfahren soll insbesondere auch die am 19. April 1989 von den Gemeinden Liestal, Lau- sen, Itingen und Sissach gemeinsam vorgestellte «Variante Baselland» mitberücksichtigt werden.

  3. Ergänzende Studien sind im Rahmen eines laufenden Plan- genehmigungsverfahren möglich. Eine Sistierung des Verfah- rens zu diesem Zweck ist nicht erforderlich.

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.

89.334

Interpellation Ulrich Linienführung der neuen SBB-Strecken im Raum Olten Tracé des nouveaux tronçons CFF de la région d'Olten

fürchtet, am Ende von den SBB vor vollendete Tatsachen ge- stellt zu werden.

Ich frage deshalb den Bundesrat an:

  • Ist er bereit, im Interesse einer möglichst konfliktarmen Ab- wicklung der Plan- und Bauverfahren im Raum Olten die Ver- antwortlichen der SBB aufzufordern, gleichzeitig mit den Plan- auflagen für die Tunnel auch die Pläne für die anschliessen- den Geleise aufzulegen?

Texte de l'interpellation du 28 février 1989

La ville et la région d'Olten sont fortement touchées par les nouveaux tronçons CFF en direction d'Aarau et de Sissach. Le dépôt des plans du tunnel à proximité d'Aarau et de celui du Wisenberg est déjà intervenu ou sur le point d'intervenir. La si- tuation de ces deux tunnels aura des conséquences sur les tracés futurs dans la région et la gare d'Olten, quoique les CFF n'aient encore fourni aucune précision quant au tracé des voies de raccordement. La région d'Olten adopte une attitude positive vis-à-vis des CFF, mais elle est inquiète et craint que les CFF ne la placent finalement devant un fait accompli.

Dès lors, je prie le Conseil fédéral de répondre à la question suivante:

  • Est-il disposé, dans l'intérêt d'un déroulement aussi peu conflictuel que possible des phases d'élaboration des plans et de construction dans la région d'Olten, à inviter les responsa- bles des CFF à déposer les plans des voies de raccordement en même temps que ceux des tunnels?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Büttiker, Hänggi, Leuenber- ger-Solothurn, Nussbaumer, Scheidegger, Wanner (6)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. Mai 1989

Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 mai 1989

Das Bundesamt für Verkehr hat am 15. Februar 1989 dem Ge- such der Schweizerischen Bundesbahnen entsprochen und für den Neubaustreckenabschnitt Muttenz - Trimbach das ei- senbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren eröffnet. Es gelangt das mit dem Enteignungsverfahren kombinierte Plan- genehmigungsverfahren zur Durchführung. Die Präsidenten der zuständigen Eidgenössischen Schätzungskommissionen lassen die Planunterlagen im Mai und Juni 1989 in den betrof- fenen Gemeinden öffentlich auflegen.

Der Bundesrat hat am 3. Oktober 1988 in der Fragestunde des Nationalrates (Frage von NR Büttiker) erklärt, dass das soge- nannte Oltener Gleisdreieck zwischen den Südportalen von Hauenstein- und Wisenbergtunnel, dem Personenbahnhof Ol- ten und den zu erweiternden Streckengleisen Richtung Aarau in einem selbständigen Verfahren genehmigt werden soll. Die Schweizerischen Bundesbahnen sind gegenwärtig noch in- tensiv damit beschäftigt, diesen technisch und betrieblich an- spruchvollen Bereich zu bearbeiten.

Die Behörden der Region und des Kantons Solothurn werden als Mitglieder der projektbegleitenden Kommissionen peri- odisch über diese Projektierungsarbeiten orientiert.

Die Planauflage kann erst nach Abschluss der erwähnten Pro- jektierungsarbeiten erfolgen.

Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.

Wortlaut der Interpellation vom 28. Februar 1989

Stadt und Region Olten werden durch die SBB-Neubau- strecken aus Richtung Aarau und Sissach stark betroffen. Für den Tunnel bei Aarau und den Wisenbergtunnel ist die Plan- auflage bereits erfolgt oder wird demnächst erfolgen. Die Lage der beiden Tunnel präjudiziert die nachfolgende Linienfüh- rung in der Region und dem Bahnhof Olten. Allerdings ist bis jetzt von den SBB nichts Genaues darüber zu erfahren, wo die Anschlussgeleise durchgeführt werden sollen. Die Region Ol- ten steht positiv zur SBB, ist aber jetzt verunsichert und be-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

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In

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Jahr

Année

1989

Anno

Band

III

Volume

Volume

Session

Sommersession

Session

Session d'été

Sessione

Sessione estiva

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.334

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 23.06.1989 - 08:00

Date

Data

Seite

1194-1194

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20 017 553

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