Interpellation Ulrich
1194
N
23 juin 1989
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. Mai 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 mai 1989
Im Plangenehmigungsverfahren haben Kanton, Gemeinden und weitere Betroffene Gelegenheit, zum Projekt Stellung zu nehmen und Projektänderungen zu verlangen. Die direkt be- troffene Bevölkerung hat somit die Möglichkeit, ihren Einfluss im Plangenehmigungsverfahren direkt, über die Gemeinde oder über den Kanton geltend zu machen. Das Bundesamt für Verkehr wird in seinem erstinstanzlichen Entscheid den ver- schiedenen Gesichtspunkten durch eine Interessenabwä- gung Rechnung tragen müssen. Sein Entscheid kann beim Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdeparte- ment aufgefochten werden. In letzter Instanz entscheidet je nach Situation der Gesamtbundesrat oder das Bundesge- richt.
Die SBB haben bei ihrer Planung und Projektierung Bestim- mungen der Bundesgesetze über den Umweltschutz, den Na- tur- und Heimatschutz sowie die Raumplanung einzuhalten. Ihren Vorlagen muss auch ein Bericht über die Umweltverträg lichkeit beiliegen. Dessen Prüfung erfolgt im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens. Das Plangenehmigungsver- fahren wird somit zeigen, ob die SBB in ihrem Projekt die Ver- hältnisse und Bedürfnisse bestehender Siedlungen genü- gend berücksichtigt haben.
Die SBB haben bereits Alternativen geprüft und diese doku- mentiert. Im Plangenehmigungsverfahren soll insbesondere auch die am 19. April 1989 von den Gemeinden Liestal, Lau- sen, Itingen und Sissach gemeinsam vorgestellte «Variante Baselland» mitberücksichtigt werden.
Ergänzende Studien sind im Rahmen eines laufenden Plan- genehmigungsverfahren möglich. Eine Sistierung des Verfah- rens zu diesem Zweck ist nicht erforderlich.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.
89.334
Interpellation Ulrich Linienführung der neuen SBB-Strecken im Raum Olten Tracé des nouveaux tronçons CFF de la région d'Olten
fürchtet, am Ende von den SBB vor vollendete Tatsachen ge- stellt zu werden.
Ich frage deshalb den Bundesrat an:
Texte de l'interpellation du 28 février 1989
La ville et la région d'Olten sont fortement touchées par les nouveaux tronçons CFF en direction d'Aarau et de Sissach. Le dépôt des plans du tunnel à proximité d'Aarau et de celui du Wisenberg est déjà intervenu ou sur le point d'intervenir. La si- tuation de ces deux tunnels aura des conséquences sur les tracés futurs dans la région et la gare d'Olten, quoique les CFF n'aient encore fourni aucune précision quant au tracé des voies de raccordement. La région d'Olten adopte une attitude positive vis-à-vis des CFF, mais elle est inquiète et craint que les CFF ne la placent finalement devant un fait accompli.
Dès lors, je prie le Conseil fédéral de répondre à la question suivante:
Mitunterzeichner - Cosignataires: Büttiker, Hänggi, Leuenber- ger-Solothurn, Nussbaumer, Scheidegger, Wanner (6)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. Mai 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 mai 1989
Das Bundesamt für Verkehr hat am 15. Februar 1989 dem Ge- such der Schweizerischen Bundesbahnen entsprochen und für den Neubaustreckenabschnitt Muttenz - Trimbach das ei- senbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren eröffnet. Es gelangt das mit dem Enteignungsverfahren kombinierte Plan- genehmigungsverfahren zur Durchführung. Die Präsidenten der zuständigen Eidgenössischen Schätzungskommissionen lassen die Planunterlagen im Mai und Juni 1989 in den betrof- fenen Gemeinden öffentlich auflegen.
Der Bundesrat hat am 3. Oktober 1988 in der Fragestunde des Nationalrates (Frage von NR Büttiker) erklärt, dass das soge- nannte Oltener Gleisdreieck zwischen den Südportalen von Hauenstein- und Wisenbergtunnel, dem Personenbahnhof Ol- ten und den zu erweiternden Streckengleisen Richtung Aarau in einem selbständigen Verfahren genehmigt werden soll. Die Schweizerischen Bundesbahnen sind gegenwärtig noch in- tensiv damit beschäftigt, diesen technisch und betrieblich an- spruchvollen Bereich zu bearbeiten.
Die Behörden der Region und des Kantons Solothurn werden als Mitglieder der projektbegleitenden Kommissionen peri- odisch über diese Projektierungsarbeiten orientiert.
Die Planauflage kann erst nach Abschluss der erwähnten Pro- jektierungsarbeiten erfolgen.
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.
Wortlaut der Interpellation vom 28. Februar 1989
Stadt und Region Olten werden durch die SBB-Neubau- strecken aus Richtung Aarau und Sissach stark betroffen. Für den Tunnel bei Aarau und den Wisenbergtunnel ist die Plan- auflage bereits erfolgt oder wird demnächst erfolgen. Die Lage der beiden Tunnel präjudiziert die nachfolgende Linienfüh- rung in der Region und dem Bahnhof Olten. Allerdings ist bis jetzt von den SBB nichts Genaues darüber zu erfahren, wo die Anschlussgeleise durchgeführt werden sollen. Die Region Ol- ten steht positiv zur SBB, ist aber jetzt verunsichert und be-
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Jahr
Année
1989
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.334
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1989 - 08:00
Date
Data
Seite
1194-1194
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20 017 553
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