N 23 juin 1989
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Interpellation Etique
impartiale des données actuelles sur la base des innovations techniques récentes et du niveau actuel de la technologie in- dustrielle?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Büttiker, Gysin, Scheideg- ger (3)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. Mai 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mai 1989
Mit Hilfe von Oekobilanzen lässt sich die Umweltbelastung aus der Produktion, Verwendung und Entsorgung verschiedener Produkte vergleichen. Dazu müssen Oekobilanzen die Bela- stungen von Luft und Abwasser, den Verbrauch von Energie und Rohstoffen sowie die entstehenden Abfallmengen be- rücksichtigen. Die Resultate solcher Studien hängen naturge- mäss stark vom jeweils betrachteten Stand der Produktions- technologie ab. Dieser technische Stand verändert sich lau- fend. So gelang es in den letzten Jahren, durch betriebsin- terne Optimierung den Energieverbrauch bei der Produktion von Gütern deutlich zu senken. Durch die Reinigung von Ab- luft und Abwasser können die massgebenden Emissionen in die Umwelt um mehrere Grössenordnungen gesenkt werden. Dies gilt auch für Entsorgungsanlagen, wo beispielsweise in Kehrichtverbrennungsanlagen durch eine gute Rauchgasrei- nigung bei vielen Schadstoffen mehr als 99 Prozent der früher ermittelten Menge zurückgehalten werden können.
Die seinerzeit von der Empa in Zusammenarbeit mit dem da- maligen Bundesamt für Umweltschutz und der Wirtschaft aus- gearbeiteten Daten über die Oekobilanz einiger Packstoffe müssen deshalb heute überarbeitet werden.
Wegen der grossen Abhängigkeit der Oekobilanzen von be- triebsspezifischen Gegebenheiten sind die Resultate solcher Studien nicht als absolute und für längere Zeit gültige Zahlen- werte zu betrachten. Oekobilanzen werden zweckmässiger- weise primär für qualitative Vergleiche verschiedener Pro- dukte mit vergleichbarer Leistung herangezogen.
Sicher sind Oekobilanzen ein wichtiges Instrument zur Be- urteilung verschiedener Verpackungsvarianten. Das Instru- ment der Oekobilanzen lässt sich aber nicht nur bei Ver- packungen anwenden. Grundsätzlich sind Studien über die Umweltbelastung sowie den Energie- und Rohstoffverbrauch bei der Produktion verschiedener Gebrauchsmaterialien für Konstruktionen, Geräte oder Bauten durchaus denkbar und in vielen Fällen auch sinnvoll.
Die für Oekobilanzen angewandte Methodik hat sich be- währt. Hingegen müssen die für bestimmte Materialien erar- beiteten Basisdaten an den aktuellen Stand der Technologie und der Umweltschutzmassnahmen angepasst werden. Gleichzeitig sind Basisdaten für weitere Materialien und Pack- stoffe zu erheben.
Grundsätzlich sind auch Schritte in die Richtung einer weite- ren Differenzierung denkbar. Dazu müssen allerdings zusätz- liche Randbedingungen und Annahmen festgelegt werden. Damit ergeben sich naturgemäss zusätzliche Interpretations- schwierigkeiten. Plakative Aussagen, wie sie viele Anwender wünschen, sind bei einer komplexeren Methodik noch weni- ger möglich, als dies heute schon der Fall ist.
3./4./5. Die Interpretation von Oekobilanzen verschiedener Herkunft ist ohne genaue Berücksichtigung der verwendeten Randbedingungen und Annahmen nicht möglich. Schon aus diesem Grund ergibt sich die Notwendigkeit, Oekobilanzen durch eine neutrale Stelle ausführen oder bewerten zu lassen. Dies entspricht auch einem häufig von seiten der Privatwirt- schaft geäusserten Wunsch. Deshalb sollte das Erarbeiten von Basisdaten für verschiedene Materialien und das periodi- sche Aktualisieren dieser Daten nach Ansicht des Bundesra- tes unter der Leitung und mit der aktiven Mitarbeit des Bundes- amtes für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) erfolgen.
Das Buwal hat dem verfahrenstechnischen Institut der ETH Zürich den Auftrag erteilt, die heute vorhandenen Basisdaten an aktuelle Produktionstechnologien anzupassen. Diese Ar- beit soll in Zusammenarbeit mit betroffenen Industriekreisen und zum Teil mit finanzieller Unterstützung der Grossverteiler erfolgen. Dabei wird auch auf Arbeiten und Kenntnisse der Empa zurückgegriffen. Im Interesse einer kontinuierlichen An- passung der Daten und wegen der Notwendigkeit, Randbe- dingungen und Methodik einheitlich festzulegen, wird das Bu- wal in Zukunft im Bereich der Oekobilanzen eine aktivere Rolle übernehmen. Unter seiner Leitung und in seinem Auftrag sol- len diese Basisdaten regelmässig in Zusammenarbeit mit Wis- senschaft und Industrie aktualisiert und publiziert werden. Das Departement des Innern wird prüfen, inwieweit dazu eine per- sonelle Verstärkung der betroffenen Fachabteilung notwendig ist.
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- rates befriedigt.
89.316
Interpellation Etique Indexierung der AHV-Renten Indexation des rentes AVS
Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1989
Die AHV-Rentner und ihre Organisationen greifen immer mehr die Indexierung der AHV-Renten an. Dieses System berück- sichtige nicht in ausreichendem Masse die Erhöhung der Krankenkassen-Beiträge, was langsam aber sicher die Kauf- kraft der Rentner schwächen würde.
Was hält der Bundesrat von dieser Kritik?
Ist sie gerechtfertigt, welche Massnahmen gedenkt der Bun- desrat zu ergreifen oder vorzuschlagen, um die Kaufkraft der betroffenen Personen zu erhalten?
Texte de l'interpellation du 1er février 1989
Les rentiers AVS et les organisations qui les représentent s'en prennent de plus en plus au système d'indexation des rentes qui ne prendrait pas suffisamment en compte l'augmentation des cotisations aux caisses-maladie. Il en résulterait une lente dégradation du pouvoir d'achat des rentiers.
Que pense le Conseil fédéral de ces critiques?
Si elles sont justifiées, quelles mesures correctives entend-il prendre ou proposer de manière à sauvegarder le pouvoir d'achat des intéressés?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Aubry, Antille, Baggi, Berger, Borel, Cevey, Cotti, Couchepin, Darbellay, Déglise, Dubois, Ducret, Eppenberger Susi, Kohler, Loretan, Martin Paul-René, Meizoz, Müller-Meilen, Paccolat, Perey, Pidoux, Pitteloud, Rohrbasser, Savary-Fribourg, Savary-Vaud, Se- gond, Theubet (28)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. Mai 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mai 1989
Notre système d'indexation des rentes AVS est décrit à l'arti- cle 33ter de la loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survi- vants sous le titre «Adaptation des rentes à l'évolution des sa- laires et des prix». C'est le Conseil fédéral qui décide d'adapter les rentes, en règle générale tous les deux ans pour le début d'une année civile, sur la base d'un indice des salaires et de
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Interpellation Aguet
l'indice suisse des prix à la consommation. La dernière adap- tation a pris effet au 1er janvier 1988. Etant donné qu'au cours des dernières années l'indice des salaires a toujours dépassé l'indice des prix à la consommation - qui d'ailleurs tient compte également de l'augmentation des dépenses de santé - on ne saurait parler d'une dégradation générale du pouvoir d'achat des rentiers.
Le Conseil fédéral est cependant conscient du problème que représente l'augmentation des cotisations aux caisses-mala- die, non seulement pour les rentiers, mais aussi pour l'ensem- ble de la population et plus particulièrement pour les familles nombreuses à revenus modestes. Dans le cadre d'un examen global de tous les problèmes de l'assurance-maladie, il étudie toutes les mesures susceptibles de freiner l'explosion des coûts de la santé. Il en est de même pour les cantons dont plu- sieurs prennent en charge, partiellement ou même complète- ment, les cotisations aux caisses-maladie des bénéficiaires de prestations complémentaires à l'AVS et à l'Al.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt.
89.338
Interpellation Aguet Filmfestivals. Finanzielle Beteiligung des Bundes Festivals de films. Participation de la Confédération au financement
Wortlaut der Interpellation vom 1. März 1989
Der Bund hat den Auftrag, den Film in unserem Land zu för- dern. Er verfügt über ein Budget von etwas mehr als 10 Millio- nen Franken. Die jüngsten Anstrengungen der Sektion Film des Bundesamtes für Kulturpflege scheinen auf dem Gebiet der Zusammenarbeit mit den andern europäischen Staaten zu berechtigten Hoffnungen Anlass zu geben. Heute wird der grösste Teil des Budgets für die Produktion aufgewendet, nämlich 8 von 10,85 Millionen Franken Bundesbeiträgen.
Viel für den Film leisten auch die verschiedenen Festivals. Ab- gesehen von freundschaftlichen und protokollarischen Kon- takten hat sich der Bund bisher aber noch nicht bereit erklärt, die Filmfestivals in der Schweiz zu unterstützen. Nur ein Festi- val pro Sprachregion erhält einen Beitrag. Diese Praxis darf nicht unumstosslich sein. Solothurn erhält 120 000, Nyon 150 000 und Locarno 500 000 Franken. Das erste zeigt Schweizer Filme, das zweite Dokumentarfilme, das dritte inter- nationale Filme.
Alle Festivals sind bestrebt, ein möglichst grosses Echo zu fin- den. Sie alle sind in der Lage, für den Film ganz allgemein und den Schweizer Film im besonderen gute Werbung zu machen. Der Bundesrat sollte eine offenere Politik verfolgen und seine Zusammenarbeit auf diesem Gebiet mit Städten, die nicht zu den drei erwähnten gehören, verstärken. Selbstverständlich müssten vorher die Voraussetzungen dafür festgelegt werden. Es gibt in der Schweiz Filmfestivals mit sehr unterschiedlicher Resonanz und sehr unterschiedlichen Zielen. Ich wurde auf Luzern hingewiesen, doch sind mir jene von Les Diablerets und Vevey besser vertraut. Das Festival von Vevey hat mit grossen finanziellen und strukturellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die öffentlich-rechtlichen Körperschaften und be- sonders die Stadt Vevey lassen ihm seit zehn Jahren beträcht- liche Mittel zukommen. Wäre es nicht möglich, dass das De- partement des Innern das Festival finanziell oder sonstwie un- terstützen könnte? Der Kanton Waadt beteiligt sich schon seit einigen Jahren. Die Unterstützung des Bundes müsste natür- lich im Rahmen einer allgemeinen, klar umschriebenen und kohärenten Politik erfolgen.
Die Prioritäten scheinen derzeit auf der Förderung des euro-
päischen Films zu liegen. Könnte der Bund nicht versuchen, diese Förderung in Zusammenarbeit mit dem einen oder an- dern der oben erwähnten Festivals zu organisieren? Die waadtländische Riviera, die sich gerne «Riviera de l'image» nennt, würde sich dafür besonders eignen.
Daher frage ich den Bundesrat:
Stimmen die Angaben, die ich hier mache?
Könnten die verschiedenen Filmfestivals in der Schweiz nicht als nützliche Partner der Filmpolitik des Bundes angese- hen werden?
Wäre es zur Verwirklichung der neuen Ziele der Filmförde- rungspolitik des Bundes nicht sinnvoll, mit andern Festivals als den drei heute privilegierten eine Zusammenarbeit anzu- streben?
Welche Bedingungen müssten die Festivals erfüllen, um vom Bund unterstützt zu werden?
Texte de l'interpellation du 1er mars 1989
La Confédération est chargée d'encourager le cinéma dans notre pays. Elle dispose d'un budget d'un peu plus de 10 mil- lions. Les efforts récents de la section cinéma de l'Office fédéral de la culture nous semblent pleins de promesses en di- rection d'une collaboration avec les pays européens. Pour l'heure, l'essentiel de son budget est consacré à la produc- tion: 8 millions de subventions sur 10,85.
La promotion du cinéma passe aussi par divers festivals. Jusqu'ici, et sous réserve de contacts amicaux et protocolai- res, la Confédération n'a jamais voulu entrer en matière pour aider les festivals qui s'organisent dans notre pays. Seul un festival par région linguistique reçoit un appui. Cette pratique ne doit pas être immuable. Soleure reçoit 120 000, Nyon 150 000 et Locarno 500 000 francs. Le premier présente des productions suisses, le deuxième des documentaires, le troi- sième des films internationaux.
Tous les festivals s'efforcent d'avoir le plus large retentisse- ment possible. Ils sont tous en mesure d'être de bons agents pour la promotion du cinéma et du cinéma suisse en particu- lier. Le Conseil fédéral devrait pratiquer une politique de plus grande ouverture et intensifier sa collaboration dans ce do- maine avec d'autres villes que celles déjà citées. Il convien- drait bien sûr d'en fixer les conditions.
Il existe dans ce pays des festivals de cinéma dont le rayonne- ment et les objectifs sont très divers. On m'a signalé Lucerne. Je connais mieux ceux des Diablerets et de Vevey. Le dernier cité se débat dans des difficultés financières et structurelles importantes. Les collectivités publiques et singulièrement la ville de Vevey lui consacrent des sommes considérables de- puis 10 ans. Ne serait-il pas possible au Département de l'in- térieur d'intervenir sur le plan financier ou d'aider de diverses autres manières? Le canton de Vaud participe depuis quel- ques années. Il est évident qu'un appui de la Confédération devrait s'inscrire dans une politique générale bien définie et cohérente.
Les efforts prioritaires actuels semblent aller dans la direction d'une promotion des films européens. La Confédération ne pourrait-elle pas dès lors chercher à organiser cette promotion en collaboration avec l'un ou l'autre des festivals cités plus haut. La Riviera vaudoise qui s'intitule volontiers la Riviera de l'image conviendrait particulièrement à cet effort.
Dès lors, je pose au Conseil fédéral les questions suivantes: 1. Les informations rappelées ici sont-elles bien exactes?
Les divers festivals de cinéma de notre pays ne peuvent-ils être considérés comme des partenaires utiles à la politique de la Confédération dans ce domaine?
Pour atteindre les objectifs nouveaux qui apparaissent dans la politique de promotion de la Confédération, ne serait-il pas judicieux de chercher la collaboration de festivals autres que les trois privilégiés actuels?
Quelles conditions devraient-ils remplir pour bénéficier d'un appui?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bircher, Bodenmann, Borel, Brügger, Carobbio, Da- nuser, Fankhauser, Hafner Ursula, Hubacher, Jeanprêtre, Leuenberger-Solothurn, Mauch Ursula, Meizoz, Ott, Pitteloud,
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
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Dans
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Jahr
1989
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
89.316
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1989 - 08:00
Date
Data
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1170-1171
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20 017 530
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