Postulate on a report about single-parent families

20017499Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)23.06.1989Granted

Zusammenfassung

The National Council dealt with a postulate by Segmüller requesting a federal report on the socio-political and economic situation of single mothers and fathers. The proponent argued that existing family-policy work only marginally addressed single-parent households and that a broader analysis was needed on employment, childcare, housing, taxation, and social benefits. The Federal Council declared itself ready to accept the postulate, and it was transmitted.

Regest

Postulate; preparation of a federal report on single-parent families; acceptance of the motion where current family-policy material does not sufficiently address the specific situation of single-parent households. The request may legitimately encompass the collection and analysis of data on employment, childcare, housing, taxation, and social benefits as a basis for future social and family-policy measures.

Gesamter Gesetzestext

  1. Juni 1989 N

1149

Postulat Segmüller

Turnen und Sport vom 17. März 1972 sich selbst die Aufgaben der Koordination, der Unterstützung und der teilweisen For- schungsrealisierung übertragen hat, ist bis heute davon wenig erfolgt. Die Ueberprüfung der Umsetzung seiner eigenen ge- setzlichen Vorschriften, eine kritische Standortbestimmung gemessen am heutigen Stellenwert des Sportes in unserer Gesellschaft sowie ein Vergleich mit der adäquaten Entwick- lung im Ausland sind dringend notwendig.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 24. Mai 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 24 mai 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis

89.398 Postulat Segmüller Bericht über die Situation der Alleinerziehenden

Rapport sur la condition des personnes assumant une charge monoparentale

Wortlaut des Postulates vom 15. März 1989

Der Bundesrat wird eingeladen, einen Bericht über die sozial- politische und wirtschaftliche Stellung der alleinerziehenden Mütter und Väter zu erstellen. Aufgrund der ermittelten Daten soll eine Analyse der Gesamtsituation der Alleinerziehenden in der Schweiz, mit den sich daraus ergebenden Folgerungen für unsere Sozial- und Familienpolitik, vorgelegt werden.

Texte du postulat du 15 mars 1989

Le Conseil fédéral est invité à établir un rapport sur la situation socio-politique et économique des mères et des pères assu- mant seuls l'éducation de leurs enfants. Les données ainsi ob- tenues serviront de base à une analyse globale de la condition des familles monoparentales en Suisse, assortie des conclu- sions à en tirer pour notre politique sociale et familiale.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

1982 ist der Schlussbericht «Familienpolitik in der Schweiz» er- schienen. Der Arbeitsgruppe Familienbericht war die Aufgabe gestellt, im Anschluss an den 1978 veröffentlichten «Bericht über die Lage der Familie in der Schweiz» familienpolitische Folgerungen zu ziehen und Empfehlungen zu erarbeiten. Sie war das erste Gremium des Bundes, das sich in umfassender Weise und unter besonderer Berücksichtigung auch der Be- lange der Kinder mit Familienpolitik zu befassen hatte. Im Be- richt findet sich folgende Definition der Familie: «Familie in der Gegenwart lässt sich umschreiben als eine primär in den Be- ziehungen zwischen Eltern und Kindern begründete soziale Gruppe eigener Art.» 1980 wurde im Hinblick auf die Schei- dungsrechtsrevision eine Dokumentation «Scheidung in der Schweiz» ausgearbeitet und veröffentlicht. Beide Berichte be- rücksichtigen die Probleme Alleinerziehender nur am Rande. Gemäss dem Leitbild für die Sicherung des Existenzmini- mums in der Schweiz von Dr. Georges Enderle zeigen die Er- fahrungen der Wirtschafts- und Sozialgeschichte mit aller Deutlichkeit, dass Armut ein äusserst komplexes Problem und von ausserordentlicher Hartnäckigkeit ist. Es sei deshalb not- wendig, dieses Problem in seiner Multidimensionalität zu ana- lysieren, damit überzeugende Vorschläge zu dessen Lösung gefunden werden können.

Die bisherige Sozialpolitik des Bundes basiert weitgehend auf den Voraussetzungen und Besonderheiten einer vollständi- gen Familie. Die Tendenz der steigenden Scheidungsraten bewirkt jedoch eine Zunahme der Ein-Eltern-Familie. Gerade deshalb muss muss in Zukunft die Familienpolitik vermehrt auch auf Umstände und Anliegen alleinziehender Elternteile eingehen. Dafür muss zuerst die heutige Situation der Betrof- fenen dargestellt werden. Hiezu fehlen aber die entsprechen- den Unterlagen.

In Deutschland zeigt eine Studie über alleinziehende Mütter und Väter, die im Auftrag des Bundesministeriums für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit erstellt wurde und die derzeit bekannte Daten zu einer Analyse der Gesamtsituation Allein- ziehender zusammenfasst, ein sehr differenziertes Bild der Ein-Eltern-Familien. Sie unterscheiden sich je nach Lebens- lage stark voneinander. Während Familien mit älteren Kindern, verwitwete Frauen und alleinstehende Männer vergleichs- weise besser gestellt sind, zeigt sich für viele alleinerziehende Mütter eine schwierige Lage, wobei es unterschiedliche Aus- prägungen gibt, je nachdem, ob es sich um ledige, geschie- dene oder getrenntlebende Mütter handelt.

Mit dem geforderten Bericht soll die Situation der Alleinerzie- henden in der Schweiz erfasst und analysiert werden. Im Ein- zelnen sollen vor allem folgende Bereiche zum Zuge kommen: der Anteil alleinerziehender Mütter an der Gesamtzahl der Al- leinerziehenden sowie die Ursache dafür (ledig, geschieden, getrenntlebend, verwitwet).

Ein wesentlicher Aspekt, der zur Formulierung einer umfas- senderen Familienpolitik unerlässlich ist, ist die Frage der Ver- einbarkeit zwischen Familie und Beruf. Daten bezüglich der Notwendigkeit, Formen und Möglichkeiten der Erwerbstätig- keit (Stichwort: Teilzeitarbeit) und dem Zwang zur Erwerbstä- tigkeit aus wirtschaftlichen Gründen sind grundlegend und nötig.

Direkt damit verbunden ist die Situation der Kinderbetreuung. Die Frage, wie die Kinder Alleinerziehenden betreut und erzo- gen werden, ist zu untersuchen. Daraus kann sich die Notwen- digkeit neuer Formen der Zusammenarbeit zwischen Staat, Schule und Elternhaus (Tagesschulen, Horte) ergeben.

Zudem ist die Wohnungssituation der Alleinerziehenden zu er- forschen. Zur Realisierung der Grundsätze «Eigeninitiative vor staatlicher Hilfe> und «Hilfe zur Selbsthilfe>> muss der Mensch in einer Umwelt leben können, die ihm gewisse materielle Grundlagen gewährt.

Besondere Aufmerksamkeit verdient auch das Aufzeigen der steuerlichen Belastung einerseits und den Sozialbezügen an- dererseits, um daraus Schlüsse für die künftige Steuer- und Sozialpolitik zu ziehen.

Mit dem Bericht sollen so die Grundlagen geschaffen werden, um die zur Verfügung stehenden Mittel sinnvoll und gezielt ein- zusetzen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 5. Juni 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 5 juin 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Ueberwiesen - Transmis

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Segmüller Bericht über die Situation der Alleinerziehenden Postulat Segmüller Rapport sur la condition des personnes assumant une charge monoparentale

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1989

Année

Anno

Band

III

Volume

Volume

Session

Sommersession

Session

Session d'été

Sessione

Sessione estiva

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

89.398

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 23.06.1989 - 08:00

Date

Data

Seite

1149-1149

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20 017 499

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