N
1971
Interpellation Bär
marchandises destinées à un usage civil mais manifeste- ment utilisées à des fins militaires (par exemple les livrai- sons d'aluminium à l'Iran)?
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 14. November 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 novembre 1988
Die zuständigen parlamentarischen Kommissionen wer- den über alle relevanten Aspekte der ERG-Politik eingehend informiert, so dass sie ihre Kontrolltätigkeit wahrnehmen können. Der Anspruch der Garantienehmer auf Wahrung des Geschäftsgeheimnisses steht demgegenüber der Veröf- fentlichung von Angaben zu Einzelgeschäften im Weg. Für Burma besteht lediglich ein geringes Garantieengagement auf dem Bewässerungssektor.
Die ERG-Organe haben von Gesetzes wegen bei Exporten nach ärmeren Entwicklungsländern die Grundsätze der schweizerischen Entwicklungspolitik mitzuberücksichtigen. Ein grundsätzlicher Widerspruch zwischen Militärausgaben und Entwicklungspolitik existiert nicht, da vom Recht eines Staats auf angemessene Verteidigungsanstrengungen aus- gegangen wird. Die entwicklungspolitische Würdigung kann nur im Einzelfall erfolgen unter Berücksichtigung der Gegebenheiten im Bestimmungsland und des Exportguts, für das die Garantie beantragt wird.
Voraussetzung für die Gewährung der ERG ist eine zufrie- denstellende Beurteilung des politischen und Transferrisi- kos. Die Garantie wird auch davon abhängig gemacht, dass die schweizerischen Ausfuhrbestimmungen und die Ein- fuhrvorschriften des Importlands beachtet werden. Die Endbestimmung der Güter, die Gegenstand der Garantie bilden, wird mitberücksichtigt, soweit feststellbar und für das Risiko der ERG erheblich.
So wie sie in der Schweiz hergestellt und exportiert wer- den, sind der PC-7 und der PC-9 Trainingsflugzeuge für die fortgeschrittene Ausbildung von Zivil- und Militärpiloten. Die Flugzeuge sind weder bewaffnet noch mit Vorrichtungen für militärische Verwendung versehen und gelten daher nicht als Kriegsmaterial. Wie der Bundesrat wiederholt erklärt hat, beeinflussen Aenderungen, die im Ausland an den Flugzeu- gen vorgenommen werden können, ihre rechtliche Qualifi- kation nicht.
Aus Gründen der Rechtssicherheit ist es nicht erwünscht, die rechtliche Qualifikation eines Guts an die möglichen Absichten seines Verwenders zu binden; diese Absichten sind nicht durchwegs eindeutig ersichtlich und sind zudem leicht zu vertuschen. Der Begriff des Kriegsmaterials muss im Gegenteil einer präzisen Rechtsdefinition entsprechen, die ausschliesslich auf objektiven Tatbeständen beruht. Die Praxis hinsichtlich der Sprengstoffe für zivile Zwecke recht- fertigt sich, weil der überwiegende Teil der aus der Schweiz exportierten Sprengstoffe tatsächlich für zivile Zwecke bestimmt ist (1987 80 Prozent). Die als Kriegsmaterial ausge- führten Sprengstoffe machen im übrigen nur einen unbe- deutenden Teil unserer Kriegsmaterialexporte aus (1987 1 Prozent).
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- desrates nicht befriedigt. Sie beantragt Diskussion.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion Dagegen offensichtliche Mehrheit Minderheit
88.569
Interpellation Bär Bau eines Pumpspeicherwerkes auf der Grimsel Aménagement par pompage au Grimsel
Wortlaut der Interpellation vom 19. September 1988 Im Grimselgebiet haben die Kraftwerke Oberhasli den Bau eines der grössten Pumpspeicherwerke geplant. Dadurch würde eine Landschaft von nationaler Bedeutung BLN- Objekt 1507 «Berner Hochalpen» zum Teil zerstört und zum Teil nachhaltig beeinträchtigt. Ueberflutet würden der Unteraargletscher, eine besonders schöne Landschaft mit einzigartigen Arvenwald-Beständen und mehreren schüt- zenswerten Moorbiotopen, geschützten Pflanzen und Tie- ren; zerstört würden auch geomorphologisch wertvolle Strukturen und wichtige Teilstücke des historischen Pass- weges. Durch das in der Folge veränderte Abflussregime der Aare und ihrer Zuflüsse würden auch ausserhalb des BLN- Objektes geschützte Ufervegetation und Auenwälder in ihrem Bestand in hohem Masse gefährdet und das KLN- Objekt «Aareschlucht» in seiner Erscheinung beeinträchtigt. Der kantonale Richtplan ist seinerzeit vom Bund genehmigt worden mit dem Vorbehalt, dass für die in der Planung stehenden Wasserkraftwerke Koordinationsblätter zu erstel- len sind. Inzwischen ist das Konzessionsgesuch beim Regie- rungsrat des Kantons Bern eingereicht worden mit dem Auftrag, dass neben dem eigentlichen Konzessionsent- scheid auch über die grundlegenden Fragen zu allen andern massgeblichen Bewilligungsverfahren zu befinden sei. Ins- besondere wird verlangt, dass für die neuen Bauwerke kein separates Baubewilligungsverfahren nötig sei.
Ich bitte um die Beantwortung folgender Fragen:
Ist der Bundesrat bereit zu prüfen, ob neben dem erwähn- ten BLN-Objekt weitere Objekte von nationaler Bedeutung betroffen würden, deren Inventarisierung in Vorbereitung steht, oder ob sogar Moore und Moorlandschaften von besonderer Schönheit und nationaler Bedeutung zerstört würden?
Ist der Bundesrat bereit, zum vorsorglichen Schutz des BLN-Objektes und der verschiedenen schützenswerten Biotope unter Berücksichtigung von Artikel 18 und 21 NHG eine vorsorgliche Unterschutzstellung nach Artikel 15 und 16 NHG oder andere geeignete Schutzmassnahmen zu prüfen?
Ist der Bundesrat bereit, gestützt auf die verlangten Koor- dinationsblätter und einem gesamtschweizerischen Be- darfsnachweis eine Abstimmung unter den verschiedenen geplanten Pumpspeicherwerken vorzunehmen, um dem Kanton die Grundlagen zu liefern für den Abstimmungs- nachweis des geplanten Werkes am vorgesehenen Standort im Grimselgebiet?
Ist der Bundesrat der Ansicht, dass der Abstimmungs- nachweis gemäss Artikel 2 RPG resp. RPV und die Interes- senabwägung gemäss Artikel 24 RPG auch im kantonalen Konzessionsverfahren sachgerecht und unter Beachtung der Vorgaben des Bundes durchgeführt werden können, oder wird er vom Kanton ein separates Baubewilligungsver- fahren verlangen, damit die Anliegen der Raumplanung gemäss Artikel 24 RPG erfasst werden können?
Ist der Bundesrat bereit, die Anordnung einer Nutzungs- zone nach Artikel 37 RPG zu prüfen, falls der Abstimmungs- nachweis nicht oder nicht den Bundeserlassen oder dem genehmigten Richtplan entsprechend erbracht wird?
N
16 décembre 1988
1972
Interpellation Braunschweig
Texte de l'interpellation du 19 septembre 1988
Dans la région du Grimsel, la société gérant les centrales électriques de l'Oberhasli projette la construction d'un amé- nagement par pompage particulièrement grand. De la sorte, un paysage d'importance nationale (objet no 1507 IFP, «Ber- ner Hochalpen») serait partiellement anéanti, le reste étant sérieusement affecté. La région du glacier inférieur de l'Aar, d'une rare beauté et contenant des forêts d'arole particuliè- rement intéressantes et plusieurs marécages formant des biotopes dignes de protection, ainsi que des animaux et des plantes protégées serait submergée; on détruirait également des structures ayant une grande valeur géomorphologique et d'importantes parties de la route historique du col. Etant donné que le régime d'écoulement des eaux de l'Aar et de ses affluents serait perturbé, la végétation des rives et les forêts alluviales protégées se trouvant hors de la zone en question seraient aussi gravement menacées; l'aspect des. gorges de l'Aar (objet de l'inventaire CPN) serait affecté. Le plan directeur cantonal avait été approuvé par la Confé- dération à condition que des fiches de coordination soient établies pour les constructions hydrauliques prévues dans la planification. Entretemps, la demande de concession a été déposée auprès du Conseil-exécutif du canton de Berne; on y exige non seulement une décision sur la concession proprement dite, mais aussi sur les questions essentielles touchant toutes les autres procédures d'autorisation en cause. Le requérant souhaite notamment que l'on renonce à une procédure spéciale d'autorisation pour la construction des nouveaux ouvrages.
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions sui- vantes:
Est-il prêt à examiner si, outre l'objet IFP mentionné, l'ouvrage affecterait aussi d'autres objets d'importance nationale qu'on s'apprête à inscrire sur l'inventaire, voire des marais ou des sites marécageux particulièrement beaux, d'importance nationale ?
Est-il prêt à envisager de placer, par précaution, en vue de sauvegarder l'objet IFP mentionné et les divers biotopes menacés, sous la protection de la Confédération ou de prendre d'autres articles 15 et 16 de la loi sur la protection de la nature et du paysage et en prenant en considération les articles 18 et 21 de cette loi?
Est-il prêt, en se fondant sur les fiches susmentionnées ainsi que sur les résultats d'une enquête prouvant que l'ouvrage répond à des besoins réels sur le plan national, à établir la coordination entre les différents aménagements par pompage projetés, afin de fournir au canton les données qui lui permettront de démontrer qu'à l'endroit prévu pour la construction de l'ouvrage dans la région du Grimsel la coordination est assurée ?
Est-il d'avis que la démonstration précitée, requise par les articles 2 de la LAT et de l'ordonnance sur l'aménagement du territoire, ainsi que la pondération des intérêts à laquelle il faut procéder conformément à l'article 24 LAT, peuvent aussi se faire convenablement dans la procédure d'autorisa- tion cantonale tout en tenant compte des conditions impo- sées par la Confédération ou exigera-t-il que le canton engage une procédure spéciale pour l'autorisation de con- struire, afin d'obtenir que l'on prenne en considération les exigences de l'aménagement du territoire conformément à l'article 24 LAT?
Est-il prêt à étudier l'opportunité d'ordonner la création d'une zone d'affectation conformément à l'article 37 LAT, si la preuve de la coordination ne peut être apportée ou si elle ne peut l'être dans les conditions prévues par la législation fédérale ou le plan directeur approuvé ?
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 23. November 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 novembre 1988
Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wurcle einge- führt, um gerade Fragen wie diese zu untersuchen und zu beantworten. Für das Ausbauvorhaben auf der Grimsel ist die UVP im Gang. Dabei wird unter anderem auch das Bundesamt für Forstwesen und Landschaftsschutz konsul- tiert, das den aufgeworfenen Fragen die notwendige Beach- tung schenken wird.
Diese Frage hat der Bundesrat am 7. September 1988 in seiner Stellungnahme zum Postulat Leutenegger Oberhol- zer (88.503, Ziffer 3) ausführlich beantwortet.
Es gibt keine gesetzliche Grundlage, die den Bundesrat ermächtigen würde, einen gesamtschweizerischen Bedarfs- nachweis für Pumpspeicherwerke zu verlangen oder eine Abstimmung unter den verschiedenen geplanten Pumpspei- cherwerken vorzunehmen.
Das Bundesgesetz über die Nutzbarmachung der Wasser- kräfte sieht in Artikel 39 vor, dass die zuständige Behörde ihren Entscheid über die Erteilung oder Verweigerung einer Konzession aufgrund einer umfassenden Interessenabwä- gung trifft. Dazu gehört zweifellos auch die Prüfung des Aspektes «Raumbeanspruchung». Das Konzessionsverfah- ren ist deshalb durchaus geeignet für die Wahrnehmung der angesprochenen Aufgaben.
Artikel 37 des Bundesgesetzes über die Raumplanung enthält eine Regelung für die bundesrätliche Ersatzvor- nahme bei Säumnissen in der Nutzungsplanung. Sie ist nicht geschaffen und nicht geeignet, die Anwendung von Bundesrecht auf ein konkretes Vorhaben zu sichern. Dazu dienen vielmehr die Rechtsmittelverfahren. Verletzungen von Bundesrecht können dort gerügt werden.
Im übrigen ist der Bundesrat der Meinung, dass es keine sachliche Veranlassung gibt, im heutigen Stadium des Ver- fahrens vom Bund aus zu intervenieren. Er ist überzeugt, dass der Kanton Bern eine sorgfältige und umfassende Interessenabwägung vornehmen wird (vgl. auch Stellung- nahme des Bundesrates zum erwähnten Postulat Leuteneg- ger Oberholzer).
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- desrates nicht befriedigt. Sie beantragt Diskussion.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
offensichtliche Mehrheit Minderheit
88.778
Interpellation Braunschweig Waffenausfuhrpolitik. Aussenpolitische Initiativen Exportations d'armes. Démarches sur le plan international
Wortlaut der Interpellation vom 7. Oktober 1988
Verschiedene offizielle Untersuchungen in europäischen Ländern zeigen, dass sich der Handel mit mil tärischen Gütern und Dienstleistungen in den letzten Jahren stark internationalisiert und teilweise der Kontrolle staatlicher Organe entzogen hat. Halblegale und illegale Waffenhan- delsgeschäfte, z. B. in Form eines schwunghaften Geschäf- tes mit gefälschten Endverbraucherzertifikaten, bereiten den Aufsichtsbehörden ebenso Sorgen wie das Unterlaufen der nationalen Exportbeschränkungen über Tochterfirmen und Lizenzproduktionen im Ausland. Damit wird den aus- senpolitischen Maximen der jeweiligen Exportländer gros-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Bär Bau eines Pumpspeicherwerkes auf der Grimsel Interpellation Bär Aménagement par pompage au Grimsel
In
Dans
In
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Jahr
1988
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.569
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
16.12.1988 - 08:00
Date
Data
Seite
1971-1972
Page
Pagina
Ref. No
20 017 015
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