Interpellation Zölch
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88.477
Interpellation Zölch Gewinnung von qualifiziertem Personal. EVK-Einkaufsregelung Recrutement de personnel hautement qualifié. Participation de la Confédération au rachat
Wortlaut der Interpellation vom 15. Juni 1988
Die neue Einkaufsregelung der Eidgenössischen Versiche- rungskasse scheint die Besetzung von Kaderstellen mit gut qualifiziertem Personal zu erschweren. Es zeichnet sich ab, dass Kandidatinnen und Kandidaten aus der Privatwirtschaft sowie aus Kantons- und Gemeindeverwaltungen nicht oder nur mit Sonderregelungen für Kaderpositionen gewonnen werden können. Jüngstes Beispiel ist die Wiederbesetzung des Chefs des Katastrophenhilfekorps.
Die seit diesem Jahr geltenden revidierten Statuten der EVK sehen bekanntlich vor, dass sich der Bund und die Bundes- betriebe als Arbeitgeber grundsätzlich nicht mehr am Ein- kauf beteiligen, sondern nur «in besonderen Fällen», namentlich zur Gewinnung von Arbeitskräften, einen Teil der Einkaufssumme übernehmen zu können.
In diesem Zusammenhang stelle ich folgende Fragen:
In wievielen Fällen hat die Aufhebung der Beteiligung des Bundes und seiner Betriebe am Einkauf die Kaderrekrutie- rung bereits erschwert?
In wievielen Fällen machten der Bund und seine Betriebe zur Gewinnung von Arbeitskräften von Artikel 17 Absatz 3 der EVK-Statuten bisher Gebrauch?
In welchen Rahmen hat sich der Bund bisher gestützt auf Artikel 17 Absatz 3 der EVK-Statuten an Pensionskassenein- kaufssummen beteiligt?
Texte de l'interpellation du 15 juin 1988
Il semble qu'en raison des nouvelles dispositions de la Caisse fédérale d'assurance sur le rachat des annuités, il devienne plus difficile de recruter des cadres hautement qualifiés. Il ne sera plus guère possible de recruter des candidates et candidats venant du secteur privé ou des administrations cantonales ou communales, sinon en invo- quant des dispositions spéciales applicables aux postes de cadres. On en a vu tout récemment un exemple lors de la nomination du nouveau chef du Corps suisse pour l'aide en cas de catastrophes.
Les nouveaux statuts de la CFA qui sont en vigueur depuis cette année prévoient que la Confédération et les établisse- ments en régie ne participent en principe plus, en tant qu'employeur, au rachat d'années d'assurance et ne peu- vent plus prendre en charge une partie de la somme de rachat qu'à titre exceptionnel «en vue notamment de s'assu- rer le concours de certains agents».
A ce sujet, je prie le Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes:
Dans combien de cas la suppression de la participation de la Confédération et des établissements en régie au rachat des annuités a-t-elle déjà occasionné des difficultés pour le recrutement de cadres?
Dans combien de cas la Confédération et les établisse- ments en régie ont-ils eu recours aux dispositions de l'arti- cle 17, 3e alinéa des statuts de la CFA pour pouvoir engager du personnel?
Pour quels montants la Confédération a-t-elle jusqu'à présent participé au rachat d'annuités en se fondant sur l'article 17, 3e alinéa des statuts de la CFA?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Bonny, Bühler, Daepp, Fischer-Hägglingen, Luder, Müller-Wiliberg, Neuenschwander, Reimann Maximilian, Rutishauser, Rychen, Schwab, Seiler Hanspeter, Wyss William (14)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 19. September 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 19 septembre 1988 1. Die revidierten Statuten der Eidgenössischen Versiche- rungskasse sind am 1. Januar 1988 in Kraft getreten. Die Zeit ist deshalb zu kurz, um bereits über allgemeine, verbindliche Erfahrungen sprechen zu können. Die neue Einkaufsrege- lung des Bundes hat nach den Feststellungen der Departe- mente die Kaderrekrutierung bisher in 53 belegten Fällen erschwert. Darüber hinaus sind etliche Bewerbungen wohl aus diesem Grund nicht eingereicht oder zurückgezogen worden, ohne dass dies indessen nachweisbar wäre. Die gemeldeten Fälle verteilen sich wie folgt:
EDA: 2
EDI, einschliesslich ETH: 16
EJPD:
19
EFD: 5
EMD:
8
EVD:
3
EVED einschliesslich PTT und SBB keine
Bei diesen Zahlen gilt es zu berücksichtigen, dass der Anteil der Kaderpositionen am Gesamtbestand in Departementen und Betrieben sehr unterschiedlich ist. Dem Justiz- und Polizeidepartement bereiten trotz Freizügigkeitsabkommen die Rekrutierung von Polizeibeamten der kantonalen Poli- zeikorps für die Bundesanwaltschaft und von Spezialisten für den Delegierten für das Flüchtlingswesen besondere Schwierigkeiten. Allgemein ist nicht nur die Rekrutierung der Kader erschwert, sondern auch die von Akademikern, besonders auch von Diplomatenanwärtern sowie Speziali- sten wie Informatikern und Elektronikern mit einigen Jahren Berufserfahrung. Diese Schwierigkeiten sind allerdings auch auf die allgemein bekannten Probleme am Arbeits- markt zurückzuführen.
Artikel 17 Absatz 2 der EVK-Statuten ist bisher 5mal ange- wendet worden, je 1mal bei EDA, EDI, EJPD, EMD und EVD. Diese Praxis steht im Einklang mit dem Hinweis in der Botschaft vom 2. März 1987 zur Verordnung über EVK und PHK der SBB, in besonders begründeten Fällen könne sich der Bund am Einkauf beteiligen. Die Massnahme dient laut Botschaft der Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit des Bun- des bei der Rekrutierung qualifizierter Kader sowie von Arbeitskräften in Bereichen mit extremen Verhältnissen.
Die Beteiligung des Bundes am EVK-Einkauf in den in Ziffer 2 erwähnten Fällen bewegte sich bisher zwischen 30 und 50 Prozent der gesamten Einkaufssummen bzw. Beträ- gen von 26 500 bis 150 000 Franken.
Die 53 Fälle mit Erschwernissen sind indessen auch der Gesamtzahl der jährlich rund 6000 Aufnahmen in die EVK gegenüberzustellen, was ihre Bedeutung doch wesentlich dämpft.
Ausserdem sind die jeweiligen Einkaufssummen in Bezie- hung zu setzen zu den allfälligen Rentenkürzungen als Folge unterbliebenen Einkaufs. In dieser Hinsicht ist die EVK mit praktisch allen anderen Pensionskassen konkurrenz- fähig.
Schliesslich verpflichtet Artikel 15 der Statuten die Kasse zu Freizügigkeitsabkommen. Die laufende Revision des Abkommens mit öffentlichen Pensionskassen wird die Uebertrittsmöglichkeiten von Bediensteten anderer öffentli- cher Verwaltungen günstig beeinflussen. Mit vermehrten Uebertritten aus der Privatwirtschaft ist indessen nicht zu rechnen, weil deren Fianzierungsmodalitäten und Lei- stungsprofile einschliesslich Kadervorsorge («Bel Etage») kaum je offengelegt werden.
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- desrates befriedigt.
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Jahr
1988
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Band
III
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.477
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1988 - 08:00
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Data
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1505-1505
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