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4 octobre 1988
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Initiative du canton de Saint-Gall
87.203
Standesinitiative St. Gallen Künstliche Befruchtung beim Menschen Initiative du canton de Saint-Gall Fécondation artificielle chez l'être humain
Beschluss des Ständerates vom 6. Oktober 1987 Décision du Conseil des Etats du 6 octobre 1987
Wortlaut der Initiative vom 20. März 1987
Der Grosse Rat des Kantons St. Gallen beauftragte am 16. Februar 1987 den Regierungsrat, der Bundesversamm- lung eine Standesinitiative mit dem Begehren einzureichen, die Bundesversammlung möge unverzüglich Vorschriften über die künstliche Befruchtung beim Menschen erlassen.
Texte de l'initiative du 20 mars 1987
Le Grand Conseil du canton de Saint-Gall a chargé le Conseil d'Etat, le 16 février 1987, de présenter aux Cham- bres fédérales une initiative cantonale demandant que l'As- semblée fédérale édicte sans tarder des prescriptions concernant la fécondation artificielle chez l'être humain.
Herr Hess Peter unterbreitet im Namen der Petitions- und Gewährleistungskommission den folgenden schriftlichen Bericht:
Der Grosse Rat des Kantons St. Gallen beauftragte am 16. Februar 1987 den Regierungsrat, der Bundesversamm- lung eine Standesinitiative mit dem Begehren einzureichen, die Bundesversammlung möge unverzüglich Vorschriften über die künstliche Befruchtung beim Menschen erlassen. Der St. Galler Regierungsrat reichte am 20. März 1987 diese Standesinitiative ein.
Die Petitions- und Gewährleistungskommission prüfte die Standesinitiative am 3. Mai 1988. Sie liess sich an ihrer Sitzung von Vertretern der St. Galler Regierung und der betroffenen Bundesämter über die vielschichtige Problema- tik der mit der Standesinitiative aufgeworfenen Fragen orientieren (In-vitro-Fertilisation, Embryotransfer, homo- loge/heterologe Insemination usw.).
Die Kommission stellte fest, dass eine gesetzliche Regelung der verschiedenen Fragen im Zusammenhang mit der künst- lichen Befruchtung beim Menschen dringend notwendig ist. Die jüngsten Entwicklungen der Techniken zur Erzeugung menschlichen Lebens beunruhigen weite Kreise unserer Bevölkerung. Es wäre aber unverantwortlich, die Regelung weiterhin den Kantonen anheimzustellen, weil die zu erwar- tenden, durch den Föderalismus bedingten Widersprüche dem Anliegen nur zusätzlich schaden würden.
Auf Bundesebene beschäftigt sich seit 1986 eine vom Bun- desrat aufgrund verschiedener parlamentarischer Vorstösse eingesetzte Expertenkommission Amstad mit der Prüfung der sozialen, ethischen und rechtlichen Fragen der moder- nen Fortpflanzungsmedizin. Die Kommission will ihren Bericht noch in diesem Jahr abliefern. Weiter ist eine Volks- initiative «Gegen Missbräuche der Fortpflanzungs- und Gen- technologie beim Menschen» (sog. «Beobachter-Initiative») hängig.
Sinn der Standesinitiative ist es, auf eine vordringliche Behandlung des Themas durch den Bund hinzuwirken.
M. Hess Peter présente au nom de la Commission des pétitions et de l'examen des constitutions cantonales le râpport écrit suivant:
nant la fécondation artificielle chez l'être humain. Le Conseil d'Etat s'est acquitté de ce mandat le 20 mars 1987.
La commission estime urgent de légiférer dans ces domaines. Les récents progrès de la technique de reproduc- tion artificielle de la vie humaine préoccupent de larges couches de la population. Il serait toutefois irresponsable de continuer à laisser aux cantons le soin de prendre les mesures législatives nécessaires car les divergences prévisi- bles, inhérentes au fédéralisme, ne feraient que compliquer la situation.
Une commission d'experts instituée par le Gouvernement fédéral (commission Amstad) examine depuis 1986 les aspects sociaux, éthiques et juridiques de la médecine de la reproduction. Cette commission entend déposer son rap- port cette année. Par ailleurs, une initiative populaire «contre l'application abusive des techniques de reproduc- tion et de manipulation génétique à l'espèce humaine» (initiative dite du Beobachter) est pendante.
Le but de l'initiative du Canton de Saint-Gall est d'inciter la Confédération à traiter la question au plus vite.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt dem Nationalrat einstimmig, der Standesinitiative St. Gallen Folge zu geben und den Bun- desrat einzuladen, ohne weiteren Verzug Bericht und Anträge vorzulegen.
Proposition de la commission
La commission unanime propose au Conseil national de donner suite à l'initiative du Canton de Saint-Gall et de prier le Conseil fédéral de présenter rapport et propositions sans retard.
Präsident: Es liegt ein schriftlicher Bericht der Petitions- und Gewährleistungskommission vor. Die Sprecher wün- schen, den schriftlichen Bericht kurz zu ergänzen.
Hess Peter, Berichterstatter: Mit seiner Standesinitiative vom 16. Februar 1987 beantragt der Regierungsrat des Kan- tons St. Gallen der Bundesversammlung, unverzüglich Vor- schriften über die künstliche Befruchtung beim Menschen zu erlassen.
Die Standesinitiative enthält keine Ausführungen zum Inhalt der zu schaffenden Bundesregelung. Dem Grossen Rat und dem Regierungsrat des Kantons St. Gallen ging es vielmehr darum, angesichts der bereits erlassenen und der in Ausar- beitung befindlichen kantonalen Regelungen, die einander teilweise widersprechen, die Notwendigkeit eines raschen Handelns der Bundesbehörden zu unterstreichen.
Wie bereits der Ständerat, empfiehlt Ihnen auch die Peti- tions- und Gewährleistungskommission einstimmig, der Standesinitiative Folge zu geben.
Es läge nun nahe, über die komplexe Materie bereits heute eine eingehende materielle Debatte zu führen. Inzwischen hat sich aber herausgestellt, dass die vom Bundesrat in dieser Sache am 3. September 1986 eingesetzte Experten- kommission Amstad ihren Bericht am kommenden 8. November, also innert Monatsfrist, dem Bundesrat und anschliessend auch der Oeffentlichkeit vorstellen wird. Wei- ter wird der Bundesrat noch vor dem 12. April 1989 die Botschaft zur Initiative gegen Missbräuche der Fortpflan- zung und Gentechnologie, der sogenannten «Beobachter»- Initiative, vorlegen, es sei denn, er entschliesse sich, auf- grund der Empfehlungen der Expertenkommission Amstad dieser Initiative einen Gegenentwurf gegenüberzustellen, was die Frist zur Verabschiedung der Botschaft um sechs Monate verlängern würde.
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Angesichts dieser Ausgangslage und in Berücksichtigung der belasteten Traktandenliste empfehle ich Ihnen, heute nach Möglichkeit auf eine eingehende Debatte zu verzichten und die Diskussion statt dessen nach Vorliegen des Berich- tes der Expertenkommission Amstad und in Kenntnis der darauf abgestützten Stellungnahme des Bundesrates zur «Beobachter»-Initiative zu führen.
M. Eggly, rapporteur: Vous avez reçu, sur cet objet, un rapport écrit. Si le débat se développe, les rapporteurs reviendront pour faire en quelque sorte une synthèse et le point de la situation. En préambule et juste maintenant en complément à ce rapport, je rappellerai, que de toute façon, le Conseil fédéral va être obligé de prendre position parce qu'il doit le faire sur l'initiative dite du Beobachter et cela dans un bref délai, au début de l'année prochaine au plus tard.
D'autre part et en prévision de cette position qu'il doit prendre, le Conseil fédéral, vous le savez peut-être, a institué une commission, dite «Commission Amstad»> du nom d'un ancien conseiller aux Etats et juge au Tribunal fédéral des assurances. Or, cette commission va dans quelques jours rendre son rapport et donc, en quelque sorte, apporter une pré-position sur toute cette question.
Pour toutes ces raisons, la commission vous recommande à l'unanimité de donner suite à l'initiative du canton de Saint- Gall et le voeu des rapporteurs est que, le cas échéant, le vote de votre conseil puisse intervenir quasiment sans débat. Mais si ce dernier se développe ici, nous reviendrons à cette tribune.
Präsident: Es ist mir leider nicht gelungen, die Sprecher davon zu überzeugen, dass eine Diskussion überflüssig sei. Es folgen die Fraktionssprecher.
Bürgi: Die Entwicklung der neuen Techniken zur Erzeugung menschlichen Lebens beunruhigt weite Kreise der Bevölke- rung. Darum sollte eine gesetzliche Regelung die verschie- denen Fragen im Zusammenhang mit der künstlichen Befruchtung beim Menschen möglichst bald klären.
In verschiedenen kantonalen Parlamenten und Regierungen wurde über die modernen Fortpflanzungsmethoden und Gen-Technologien diskutiert, und es wurden bereits Beschlüsse gefasst. Es ist kaum sinnvoll, diese Frage weiter- hin den Kantonen zu überlassen, welche sie unterschiedlich beantworten. Es ist zu erwarten, dass sich - bedingt durch den Föderalismus - widersprüchliche Bestimmungen erge- ben, die der wichtigen Sache nur schaden.
Auf Bundesebene beschäftigt sich die Expertenkommission Amstad mit der Prüfung der sozialen, ethischen und rechtli- chen Fragen der modernen Fortpflanzungsmethoden. Es zeigt sich, dass es für diese Kommission keine leichte Auf- gabe ist, einen Bericht auszuarbeiten, der allen Kreisen genehm ist. Der Bericht steht offenbar kurz vor dem Abschluss. Eine materielle Diskussion bedarf einiges an Zeit. Es ist unbestreitbar, dass dieses heikle Thema bundes- rechtlicher Regelungen bedarf. Unbesehen der inhaltlich unterschiedlichen Vorstellungen ist daher auf die Initiative einzutreten.
Die CVP hat sich schon früh mit diesen Fragen auseinander- gesetzt und zu den verschiedenen Fragen klar Stellung genommen. Ich weise auf den CVP-Standpunkt «Neue Fort- pflanzungstechniken beim Menschen» hin.
Es würde zu weit gehen, materiell darauf einzutreten, bevor die Botschaft des Bundesrates vorliegt. So dringend eine bundesrechtliche Lösung gefunden werden muss, so schwierig und komplex wird auch die Diskussion darüber sein. Sie kann nicht jetzt im Plenum stattfinden, sondern muss in der Kommission aufgrund der Botschaft vorbereitet werden. Die CVP-Fraktion unterstützt den Antrag der Kom- mission, der Standesinitiative des Kantons St. Gallen Folge zu geben und den Bundesrat einzuladen, ohne weiteren Verzug Bericht und Antrag vorzulegen.
Frau Nabholz: Ich bitte Sie, dieser Standesinitiative St. Gal- len Folge zu geben, wie es bereits der einstimmige Stände- rat getan hat und wie es Ihnen ebenfalls von der einstimmi- gen Petitionskommission beantragt wird.
Es wurde zu Recht hervorgehoben, dass es heute nicht um eine materielle Diskussion gehe; dazu wird Gelegenheit sein, wenn wir dereinst über die «Beobachter»-Initiative zu debattieren haben. Die Standesinitiative selbst präjudiziert also inhaltlich nichts, denn sie ist in Form einer allgemeinen Anregung gehalten und lässt den Rahmen für eine gesamt- schweizerische Lösung in dieser ethisch ausserordentlich schwierigen Materie offen. Wir sind somit absolut frei, wie wir später legiferieren wollen.
Nachdem wir über Richtlinien der Schweizerischen Akade- mie der medizinischen Wissenschaften verfügen, werden sich einzelne vielleicht fragen, weshalb der Gesetzgeber überhaupt tätig werden soll. Tatsächlich sollten die Richtli- nien, die der Selbstverantwortung und Selbstkontrolle die- nen, nicht gering geschätzt werden. Das Problem besteht jedoch darin, dass Richtlinien keine rechtliche Verbindlich- keit haben und auch zu schwach sind, um möglichen Miss- bräuchen entgegenzuwirken. Sie vermögen auch nicht die komplexen rechtlichen Fragen zu lösen, die mit dieser The- matik verbunden sind.
Die Sprengkraft, die in den neuen Reproduktionsmethoden liegt, ist enorm. Darüber sind sich alle einig, vor allem wenn wir uns bewusst machen, dass mit der Technik der In-vitro- Fertilisation erstmals in der Menschheitsgeschichte extra- korporale Zeugung möglich geworden ist und damit der Embryo dem menschlichen Zugriff zur Verfügung steht. Eingriff ins Erbgut, Leihmutterschaft, Handel und Experi- mente mit Embryonen sind damit möglich geworden.
Es wundert deshalb nicht, dass einzelne Kantone begonnen haben, im Rahmen ihrer Gesundheitsgesetze über diese Materie zu legiferieren. Dabei ist festzustellen, dass sie sehr unterschiedliche Lösungen getroffen haben, die insbeson- dere was die Zulassung der neuen Reproduktionstechniken betrifft, unterschiedlich restriktiv ausgestaltet sind.
Bei allem Respekt vor dem Föderalismus ist doch festzustel- len, dass sich gerade diese Materie kaum für föderalistische Lösungen eignet. Wir würden einen unhaltbaren Zustand schaffen, wenn wir zum Schluss 26 verschiedene, sich zum Teil widersprechende kantonale Regelungen hätten. Das Resultat wäre dann wohl ein kaum gewünschter Zeugungs- tourismus innerhalb unseres Landes.
Nicht zu vergessen ist, dass auch auf internationaler Ebene Antrengungen zu einer einheitlichen Lösung in Gang sind. Erwähnt seien die Richtlinien des Europarates, die in der vom Kommissionssprecher erwähnten Kommission Amstad diskutiert worden sind. Wir werden, wie bereits erwähnt, im Zusammenhang mit der Beobachterinitiative mehr Gelegen- heit haben, uns vertieft mit dieser Materie auseinanderzuset- zen. Einstweilen möge der Antrag überwiesen werden, dass der Bund hier rasch zu legiferieren beginnt.
M. Longet: L'initiative du canton de Saint-Gall nous dit trois choses:
Premièrement, les techniques de fécondation artificielle ne relèvent pas du seul domaine du choix de l'individu, mais ont des effets sur notre vie en société; elles nous concernent donc à ce titre.
Deuxièmement, des directives corporatives d'éthique - en l'occurrence d'éthique médicale - ne sauraient suffire. Il faut des mesures de droit positif et public.
Troisièmement, de telles normes doivent être définies sur le plan fédéral.
Telle est la décision que nous devons prendre aujourd'hui. Comme la commission vous l'indique dans son rapport, elle a préavisé cette décision à l'unanimité, et nous la prendrons certainement à l'unanimité également.
Dès lors, on peut se poser la question de savoir dans quelle mesure il faut déjà prendre des positions sur le fond de la législation fédérale que nous appelons de nos voeux. Il est à la fois prématuré d'en dire trop, mais il serait dommage d'en rester sur le plan exclusif de la forme ou de la procédure.
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C'est dans cet esprit que je fais quelques réflexions qui vous aideront à mieux cerner la position de notre parti en ce qui concerne ces techniques.
Je n'entrerai pas trop dans les détails. Néanmoins, par rapport à l'éventail des possibilités, il nous semble que l'insémination homologue, c'est-à-dire dans un couple, l'in- sémination par le partenaire, est à peu près la seule techni- que qui ne pose guère de problèmes. Dès qu'il s'agit de l'insémination hétérologue, on rencontre nombre de diffi- cultés. Sans prétendre à l'exhaustivité, on peut en signaler quelques-unes qui nous aideront également à mieux cerner l'objectif que pourrait viser une législation de fond: que penser de la conservation de sperme à long terme, par exemple d'un donneur qui serait décédé dans l'intervalle ? Que penser des possibilités de choisir les caractéristiques de son enfant, blond aux yeux bleus? Que penser de ce mythe du sperme de Prix Nobel qui, paraît-il, orne le catalo- gue de certaines banques américaines? Nous avons quel- ques craintes à voir l'être humain soumis aux mêmes techni- ques que les vaches laitières ou le maïs à haut rendement. Enfin, combien de personnes un seul donneur peut-il insé- miner avant que ne se posent des problèmes de consangui- nité dans la génération suivante ?
Nous n'avons pas encore décidé de manière définitive que l'insémination hétérologue n'a pas de raison d'être, mais si l'on ne trouve pas des solutions claires à ces questions, nous devrons adopter une telle position lors des délibéra- tions sur le fond.
Une des grandes interrogations relatives à l'insémination hétérologue est celle de l'anonymat du donneur: qu'en est-il du droit de l'enfant de connaître sa lignée physique? Ce problème, qui nous préoccupera, est d'ailleurs mis en exer- gue par l'initiative du Beobachter. Il peut même être compris dans les deux sens, soit comme exigence de vérité, soit comme obstacle à toute possibilité concrète de fécondation hétérologue. En outre, cette insémination ne peut être possi- ble que si deux partenaires, de sexes différents faut-il le préciser, sont prêts à s'engager durablement aux côtés de l'enfant à naître.
La fécondation in vitro et le transfert d'embryons ne sont envisageables, à notre avis, que de façon homologue et aux mêmes conditions que l'insémination. Sur ce plan, nous approuvons les conditions définies par les directives de l'Académie suisse des sciences médicales, et sommes entiè- rement opposés à tout commerce, à toute congélation d'em- bryon en vue d'une naissance différée, à toute autre manipu- lation ainsi qu'aux mères porteuses. Ces pratiques sont d'ailleurs expressément interdites par ces directives qui, en cas d'acceptation, devraient devenir des normes de droit positif.
Ce qui est fondamental dans ce débat, c'est moins l'appré- ciation de chaque technique pour elle-même que la ques- tion des limites de la technologie dans ce domaine. Or, ces techniques sont lourdes, coûteuses, aléatoires. Seul un petit pourcentage des cas de stérilité peut être guéri par cette voie-là. On se pose alors la question de savoir si de telles interventions sont justifiées, par rapport aux vrais pro- blèmes que la médecine est censée résoudre. En effet, des millions d'enfants existent déjà de par le monde, à la recherche de parents. On se demande alors s'il n'est pas aberrant de s'échiner à en fabriquer artificiellement chez nous.
La question de l'adoption doit aussi être envisagée sous cet angle. C'est la raison pour laquelle nous avons été hostiles à une définition trop stricte de l'adoption internationale. De même, nous sommes d'avis que l'intérêt de l'enfant à avoir une famille passe avant le désir des parents d'avoir à tout prix des enfants.
En conclusion, nous résumons notre position par cette phrase: Tout ce que la technique permet de faire n'est pas forcément bon. Le débat concernant le nucléaire et d'autres technologies lourdes nous donne une leçon sur le rapport entre choix techniques et choix de société. Il faut s'en souvenir dans nos débats sur la fécondation et sur la généti- que. Ce qui apparaît, à première vue, comme une libération,
peut se révéler, par ses effets secondaires ou à long terme, comme un nouvel esclavage. En l'occurrence, nous pres- sentons dans ces techniques le risque d'une nouvelle instru- mentalisation de la femme confinée dans son rôle de repro- ductrice; s'il faut souffrir pour avoir des enfants, cela ne fait que confirmer cette image.
Enfin, nous entamons ce débat avec la garantie que la législation fédérale que nous voulons ait ses arrières assurés du côté européen, car nous savons que ces recom- mandations du Conseil de l'Europe vont dans le sens d'une unification sur une base prudente et plutôt restrictive. Notre parti est partisan de la formule «dans le doute, la plus grande prudence s'impose, un excès de prudence vaut mieux qu'un dérapage». Dans ce domaine en effet, les dérapages ne pourront vraisemblablement pas être contrôlés.
Präsident: Die Fraktionen des LdU/EVP und der SVP lassen erklären, dass sie dem Antrag der Petitionskommission zu- stimmen.
M. Guinand: Il y a effectivement lieu de donner suite à l'initiative du canton de St-Gall qui demande à la Confédéra- tion de légiférer dans le domaine de la fécondation artifi- cielle chez l'être humain. Mais si la Confédération va sans doute être amenée à légiférer en la matière, elle ne devrait pas le faire dans la précipitation, comme semblent le suggé- rer l'initiative et le rapport de la commission. Elle devrait au contraire agir avec prudence et si possible avec sérénité, s'agissant de questions aussi importantes. La hâte avec laquelle certains cantons, dont celui de St-Gall précisément, ont cru devoir intervenir dans ce domaine en adoptant des prescriptions très restrictives, voire prohibitives, re doit pas nous servir de modèle mais plutôt nous inciter à la pru- dence.
Il faut savoir en effet qu'une législation en la matière se heurte à une série de difficultés. Il y a d'abord un problème de définitions. Que recouvrent les différentes méthodes de procréation artificielle? Sur quels processus interviennent- elles? Quel est le statut juridique des gamètes hurnaines, de l'embryon obtenu par fécondation in vitro? Quand la vie commence-t-elle? A partir de quand l'embryon doit-il être considéré comme un foetus et mériter protection? De nom- breuses questions de fond, auxquelles il n'est pas toujours facile de répondre, et qui posent une fois de plus le pro- blème de la définition de la vie, avec ses incidences sur le dossier de l'interruption de grossesse.
Il y a ensuite une question de finalité. A qui servent ces techniques médicales de procréation assistée? V sent-elles uniquement à résoudre le problème de la stérilité, ou peut- on les considérer comme de nouvelles façons de donner la vie? Quelle part peut-on attribuer à la recherche dans la pratique de ces méthodes ? L'être humain dispose-t-il d'une libre faculté de choix et d'action dans les domaines qui affectent fondamentalement sa personne et en particulier la procréation? Autant de questions qui conduiserit au pro- blème crucial, à mon avis, qui est de savoir quels droits, quels intérêts, une législation en la matière doit prendre en considération.
En ce qui concerne les droits, ils peuvent être nombreux et contradictoires. Ainsi le droit de donner la vie et de choisir les moyens par lesquels on veut la transmettre peut s'oppo- ser au droit de connaître son patrimoine génétique; le droit de faire reconnaître sa maternité ou sa paternité s'opposer au droit au respect, de sa vie privée, de sa sphère intime. C'est précisément la confrontation de ces droits qui conduit aujourd'hui à remettre en cause le principe de l'anonymat du donneur dans l'insémination artificielle hétérologue.
En ce qui concerne les intérêts en cause, ils sont également multiples et pas nécessairement concordants: intérêts de la mère, du mari de la mère, du tiers donneur de gamètes, de son conjoint, du médecin, du chercheur, de la société et enfin, mais c'est plus délicat, de l'enfant à naître auquel on n'a peut-être pas suffisamment songé jusqu'ici. Mais faut-il vraiment prendre en considération de manière particulière
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les intérêts d'un enfant à naître parce qu'on envisage de lui donner la vie en recourant à des techniques de procréation artificielle, alors que l'on ne tient pratiquement aucun compte des intérêts d'un enfant à naître lorsque deux êtres humains décident de le concevoir naturellement? La ques- tion est d'importance, et l'on imagine les conséquences que pourraient avoir des dispositions légales qui soumettraient dans certains cas la conception d'un enfant à une procédure de contrôle ou d'autorisation.
Cette dernière question nous amène d'ailleurs à une autre difficulté, à savoir ce qu'une nouvelle législation devrait réglementer. S'agit-il uniquement d'édicter des règles sur la licéité de certaines méthodes, sur les conditions de leur utilisation, sur leurs conséquences du point de vue de la filiation et de la responsabilité médicale ? Désire-t-on instau- rer des procédures officielles, soumettre certaines recherches à autorisation, prohiber certaines pratiques, comme par exemple celles de l'insémination post mortem ou des mères d'emprunt?
Enfin, il faut rappeler que toute réglementation implique l'adoption de sanctions en cas de violation des règles édic- tées. Si l'on envisage sans peine qu'une législation frappe de sanctions pénales celui qui procéderait à des manipula- tions génétiques, il est plus difficile de les envisager dans d'autres cas. Si par exemple la loi prohibait la fécondation in vitro ou la transplantation d'embryons et que cette norme était transgressée, faudra-t-il alors punir le médecin, la mère et le père d'un enfant pour lui avoir donné la vie ? C'est une question bien embarrassante!
Le rôle du législateur consiste donc, en ce domaine, à assurer la protection de l'intérêt public. Encore faut-il que cet intérêt soit clairement défini, tant sur le plan éthique, philosophique, moral ou psychologique que sur le plan politique. C'est notre rôle de le faire, mais encore une fois, dans ce domaine bien précis, nous nous devons d'agir avec prudence, et surtout d'éviter d'agir isolément. Il est à notre sens indispensable, dans un domaine où il n'existe encore aucune législation en Europe, qu'un effort soit consenti en vue d'éviter l'adoption de solutions légales par trop diffé- rentes d'un pays à l'autre. Il convient en effet d'éviter de créer, comme ce fut longtemps le cas en matière de divorce et surtout d'interruption de grossesse, une sorte de migra- tion gynécologique des pays restrictifs vers d'autres pays plus libéraux.
Du point de vue de la recherche, le danger est encore plus grand, car il est évident que si une recherche est prohibée dans un pays mais autorisée dans un autre, cette situation conduira fatalement les chercheurs à se rendre dans le pays à la législation plus libérale.
Nous savons que le Conseil de l'Europe a élaboré un projet de recommandation auquel la Suisse a pris une part très active grâce à la présidence de M. Pierre Widmer. Une législation fédérale devra en tenir largement compte. On peut d'ailleurs se demander si l'ensemble de ces questions ne devrait pas faire l'objet d'une véritable convention inter- nationale.
Enfin, et je voudrais insister sur ce dernier point, il convient de rappeler que le nombre de personnes concernées par les méthodes de procréation artificielle reste heureusement très restreint, mais ces personnes existent et leurs motivations méritent considération. Il ne faudrait donc pas qu'elles res- sentent l'intervention du législateur comme une atteinte à leur vie privée ou comme une mise à l'écart. Nous devrons y penser lorsque des propositions concrètes nous seront pré- sentées, et nous devrons aussi songer aux quelque 3000 enfants nés ces quinze dernières années en Suisse grâce à l'insémination artificielle par donneur et la féconda- tion in vitro.
Schmid: Die grüne Fraktion ist dafür, der Initiative des Kantons St. Gallen Folge zu geben, denn wir sind der Auf- fassung, dass dieses Problem auf Bundesebene gelöst wer- den muss.
Zur materiellen Thematik werden wir uns sehr prononciert und entschieden äussern, sobald der Bericht Amstad vor-
liegt. Künstliche Befruchtung und Gentechnologie sind schon längere Zeit in unserer Partei diskutiert worden. Es liegt uns sehr daran, aus ganzheitlicher Sicht zu diesen Fragen Stellung zu nehmen. Das Leben ist eine zu ernste Sache, als dass wir es den Gynäkologen und Humangeneti- kern allein überlassen dürften.
Frau Ulrich: Ich möchte ganz kurz sprechen und nicht auf die bereits erwähnten Argumente eingehen. Allerdings möchte ich mich sehr gegen das wehren, was Herr Guinand vorhin sagte, nämlich es sei keine Eile geboten, man könne sich noch Zeit lassen.
Das möchte ich mit dem begründen, was auf diesem Gebiet in der Forschung passiert. Als ich studiert habe, hat man in der Embryologie zwar verschiedene Entwicklungsstadien unterschieden, aber es war immer ein Embryo, von dem man gesprochen hat; nach dem dritten Entwicklungsmonat sprach man von einem Fötus.
Vor knapp drei Jahren fand in Melbourne ein Kongress von Forschern statt, die sich mit diesen Fortpflanzungstechnolo- gien beschäftigen. Der Kongress hat beschlossen, die ersten 14 Tage der Embryonalentwicklung des Menschen als «Unembrionic Embryos» zu bezeichnen, was soviel heisst wie Embryonen, die noch keine Embryonen sind. Damit wird eine Entwicklung eingeleitet, wonach Experimente mit die- sen frühen Stadien des Menschen möglich sind. Ich finde das sehr gefährlich. Wir müssen ganz klar legiferieren und klar sagen, ob wir das wollen oder nicht. Wir können nicht mehr zwei oder drei Jahre damit zuwarten, denn die Entwicklung schreitet fort.
Bereits ertönen Stimmen von Forschern, die verlangen, dass die Frist für Experimente auf sechs Wochen ausgedehnt wird. Im Moment sagt zwar die Schweizerische Akademie der Wissenschaften noch, sie sei gegen Experimente mit Embryonen. Ihr Büchlein ist allerdings im Sommer 1985 herausgekommen, und im Herbst 1985 wurde der vorher erwähnte Entscheid in Melbourne getroffen. Es gibt bereits heute Mitglieder der Schweizerischen Akademie der medizi- nischen Wissenschaften, die an diesen Fristen zu rütteln beginnen; sie möchten, dass dieser Passus revidiert wird. Deshalb meine grosse Bitte an die Verwaltung, an den Bundesrat und auch an Sie: Helfen Sie mit, dass wir speditiv und rasch zu einer Regelung kommen, damit uns die Entwicklung in der Forschung nicht davonläuft.
Zwygart: Ich möchte an das anschliessen, was Frau Ulrich vorhin gesagt hat. Es ist bedauerlich, dass wir in dieser Frage in einem solchen Zugzwang sind. Mit der Petitions- und Gewährleistungskommission bin ich für die Ueberwei- sung der Standesinitiative.
Ich erlaube mir trotz allem, zum Materiellen etwas zu sagen. Vor allem das, was der SP-Sprecher gesagt hat, fordert mich heraus. Wir sind uns bewusst, dass die aufgeworfenen Fra- gen nach einer Bundeslösung verlangen. Aber sie können nur teilweise auf gesetzlicher Ebene festgelegt werden; denn es besteht die Gefahr, dass die Mindestfesseln, die man sich gibt, in einer liberalen Art und Weise, nämlich auf der Basis der Machbarkeit, erstellt werden. Hingegen sollte das ethische Moment auch irgendwo einfliessen. Wie das zu geschehen hat, wird ja unsere Arbeit zeigen.
Bei der Behandlung im Ständerat wurde darauf hingewie- sen, dass die Standesregeln der Aerzte zwar begrüssens- wert sind, aber eben nicht genügen. Der verwerfliche Handel mit abgetriebenen oder spontan geborenen menschlichen Embryonen für Frischzellentherapien und Kosmetikpro- dukte, die Organ- und Gewebetransplantation von Föten auf erwachsene Menschen sowie die Gentherapie sind nicht nur Geschichten aus dem Märchenreich.
Der junge Psychiater Samuel Stutz schreibt in seinem Buch zu diesem Thema, dass uns die grössten Gefahren im Bereich des Embryohandels, der In-vitro-Fertilisation und Gentechnologie und nicht in Gestalt von schwarzen Scha- fen, sondern in derjenigen von weissbemäntelten Aerzten und Forschern begegnen, die durchaus ein ethisches Bewusstsein hätten, wobei aber diese Ethik - vielleicht noch
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stärker als die Mode - kurzfristigen Trends unterworfen sei. Für mich ist es erschreckend, feststellen zu müssen, dass diese Art von Forschung auf die Abtreibung oder Tötung von Keimzellen angewiesen ist. Für mich ist Abtreibung an sich verwerflich, aber erst recht, wenn sie im Zeichen von Wissenschaft und Forschung geschieht. Die Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft in diesem Bereich, welche die Tötung menschlichen Lebens voraussetzt, ist ein Faust- schlag ins Gesicht derer, die die Achtung und Würde des Menschen ernst nehmen. Es geht nicht darum, medizini- schen Fortschritt zu verhindern. Aber bei dieser Art von Wissenserweiterung - ein Fortschritt ist das wohl kaum mehr - wird die Ethik vergessen, und man treibt damit der Zerstörung entgegen. Leben wird bei der Abtreibung zer- stört.
Ein weiterer fragwürdiger Punkt ist das Experimentieren mit «Präembryonen», die als offensichtlich erwünschtes Neben- produkt der In-vitro-Fertilisation entstehen. Hier wird klar und deutlich, dass die Anwendung verschiedenster Fort- pflanzungstechniken und sich darum herum ergebender Experimentierfelder weitab von persönlichen, sinnlich über- prüfbaren Techniken stattfindet. Wir können da noch die klinisch sauberen, präzisen Antworten in Frage stellen, aber mehr nicht.
Wenn Zellmaterial allein noch der embryonalen oder geneti- schen Ueberprüfung «lebenswert oder nicht lebenswert?» standhalten muss, dann muss man eben aufhören. Da hat die brutale Gesetzmässigkeit der scheinbar sauberen, aber extrem diskriminierenden Selektion die Herrschaft angetre- ten. Da gilt es auch, den Riegel zu schieben; darum hoffe ich auf eine eindeutige Ueberweisung der parlamentarischen Initiative.
Hess Peter, Berichterstatter: Nachdem die Diskussion nun doch benutzt wurde, gestatte ich mir noch ein paar Bemer- kungen zum Umfeld der Standesinitiative.
Es ist Ihnen allen bekannt, was in den letzten Jahren an positiven oder auch fragwürdigen Erfolgen im Bereich der Medizin und der Biochemie verzeichnet wurde. Es ist darum nicht verwunderlich, dass die Akademie der medizinischen Wissenschaften bereits im Jahre 1985 Richtlinien erlassen hat, Richtlinien, die einen eher restriktiven Kurs weisen, die aber rechtlich nur als Empfehlungen zu werten sind und in diesem Sinne nicht durchgesetzt werden können, da sie keine Sanktionsvorschriften enthalten.
In den Jahren danach sind vor allem auf europäischer Ebene Bestrebungen in Gang gekommen, um die Materie rechtlich in den Griff zu bekommen. So hat die Parlamentarische Versammlung des Europarates im Jahre 1986 ihre Empfeh- lungen erlassen, und in der Folge sind in verschiedenen europäischen Ländern Gesetze ausgearbeitet worden, die entweder nur Teilaspekte oder die gesamte Frage der künst- lichen Befruchtung und der Gentechnologie betreffen.
In der Schweiz haben verschiedene Kantone begonnen, vor allem jene, die in diesen Bereichen medizinisch aktiv waren - ich denke an St. Gallen, an Aargau, Basel und auch an Westschweizer Kantone -, kantonale Regelungen zu erlas- sen, weil sie bemerkten, dass ihnen die Materie zu entgleiten drohte.
Was ist nun das Problem? Das Problem ist, dass sich eine Divergenz zwischen den Deutschweizer Kantonen und ein- zelnen Westschweizer Kantonen abzuzeichnen beginnt. Die Tendenz in den Deutschschweizer Kantonen geht eher in Richtung eines restriktiven Kurses, während in den West- schweizer Kantonen eine Tendenz - wie sie auch in den Worten von Herrn Guinand zum Ausdruck kam - besteht, eine liberale, auf minimale Grundsätze beschränkte Gesetz- gebung zu erlassen.
Wenn der Kanton St. Gallen seine Standesinitiative bei der Bundesversammlung eingereicht hat, so will er damit zum Ausdruck bringen, dass er nebst der bereits bestehenden kantonalen Regelung, die, wie gesagt, restriktiv angelegt ist, ein Bundesengagement erwartet und verlangt. Er hat dies auch damit zum Ausdruck gebracht, dass die kantonale Regelung bis zum Inkrafttreten einer Bundesregelung befri-
stet ist. Er will damit einerseits verhindern, dass verschie- dene oder sich widersprechende kantonale Regelungen entstehen und vor allem verhindern, dass ein Medizintouris- mus zwischen den einzelnen Kantonen mit strengerer oder offenerer Rechtsetzung entsteht.
In der Kommission haben wir zur Frage der künstlichen Befruchtung und auch zur Gentechnologie keine einge- hende Debatte geführt, weil uns die entsprechenden Berichte noch nicht zur Verfügung standen. Es ist aber doch mehrheitlich zum Ausdruck gekommen, dass im Zusam- menhang mit dem Erlass von Bundesvorschriften beileibe nicht etwa nur an Minimalvorschriften im Sinne von Min- destgrundsätzen gedacht wurde, sondern dass man eine Gesetzesregelung will, die bestimmten Anforderungen ge- nügt.
Ich möchte mir erlauben, aus persönlicher Sicht vier Punkte kurz darzulegen, die in diese Bundesregelung Eingang fin- den müssten:
Die Wahrung der Menschenwürde. Meines Erachtens müssen Forschung und Entwicklung dem Schutz des Lebens und der Heilung von Krankheiten - hier geht es vor allem um die Unfruchtbarkeit - untergeordnet werden. Wis- senschaftliche und wirtschaftliche Interessen müssen klar hinter der Würde menschlichen Lebens zurücktreten.
Das Wohl von Kind, Familie und Gemeinschaft. Die Mehr- heit der Kommission heute gibt der homologen Form der künstlichen Befruchtung und der In-vitro-Fertilisation - sofern sie zugelassen wird - gegenüber jeglichen heterolo- gen Formen den Vorzug. Die Leihmutterschaft wird klar abgelehnt. Im Vordergrund muss sodann stehen, dass wir Rechtssicherheit erhalten im Falle des Mutter/Kind-, aber auch des Vater/Kind-Verhältnisses. Diese Fragen müssen vor allem auch im Zusammenhang mit dem Problem der Bekanntgabe des Spenders geregelt werden.
Verhinderung des Missbrauchs. Wir müssen einstehen gegen den Missbrauch der künstlichen Befruchtung und aller Formen von Gen-Technologie, zum Beispiel im Bereich des Experimentierens an und mit menschlichen Embryonen. Es dürfen aus meiner Sicht keine Keimzellen von Verstorbe- nen verwendet werden. Das Einsetzen von Klonen von Men- schen oder die Selektion von Keimzellen muss unterbunden werden, und - wie es auch vorhin angetönt wurde - die Herstellung von Embryonen zu Forschungszwecken darf nicht statthaft sein.
Ausschluss von Gewinn- und Machtstreben. Wir müssen Auswüchse, wie den Handel mit menschlichen Keimzellen oder den Handel mit Föten, zum Beispiel für die Kosmetikin- dustrie, ganz eindeutig untersagen.
Mit diesen Ueberlegungen zuhanden der kommenden Bot- schaft des Bundesrates möchte ich nochmals zum Ausdruck bringen, dass die Kommission eindeutig Wert darauf legt, dass der Bund rasch handelt, damit wir kantonalen Aus- wüchsen entgegentreten können.
M. Eggly, rapporteur: Je crois qu'il faut d'abord préciser que dans cette affaire, nous ne venons pas de nulle part. Il n'y a pas vide intellectuel, moral ni même juridique. Des directives de l'Académie des sciences médicales sont d'ores et déjà à disposition et le Conseil fédéral, on vous l'a clit tout à l'heure, conscient de l'acuité de la question, a donc chargé une commission d'experts de faire des propositions qui vont être présentées dans quelques jours. Et puis, sur un sujet aussi brûlant, la Suisse a participé activement aux recom- mandations du Conseil de l'Europe car je crois, en effet, qu'il faudra qu'il y ait une harmonisation européenne dans cette affaire.
Ne le voudrions-nous donc pas que nous devrions quand même nous saisir de cette question puisqu'il y a une initia- tive populaire dite du Beobachter qui a été déposée et que le délai d'examen fait que le Conseil fédéral devra prendre position l'année prochaine. Mais je disais aussi qu'il n'y a pas vraiment de vide juridique en Suisse. En effet, une demi- douzaine de cantons au moins ont plus ou moins régle- menté la question. A titre d'exemple, je rappellerai que le canton de Vaud a deux articles dans sa loi sur la santé
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publique, que le Tessin a un article aussi dans une loi, que Genève a édicté un règlement et que Neuchâtel a des directives. C'est à Saint-Gall et en Argovie que l'on connaît les lois les plus détaillées sur cet objet.
Partout dans ces cas, il est apparu à l'autorité cantonale compétente qu'il fallait des normes restrictives, voire des interdictions surtout sur la fécondation in vitro et le transfert d'embryons. Parfois, le sort des embryons en réserve est traité.
Les deux volets d'une législation ou d'une réglementation s'attachent bien sûr aux opérations médicales envisagea- bles ou interdites, d'une part, et aux relations personnelles entre les demandeurs, d'autre part. Ainsi, par exemple, Vaud, Saint-Gall et Argovie n'envisagent de procréation artificielle que pour des couples dûment mariés, tandis que Neuchâtel considère les non-mariés en relation stable et que Genève est plus réceptive aux demandes des femmes. Mais partout le prêt d'utérus, les fameuses mères porteuses et la conservation d'embryons aux fins de redistribution sont interdites.
Pour préciser extrêmement brièvement les choses, je vous rappellerai qu'il y a insémination artificielle, soit l'introduc- tion du sperme dans l'appareil génital de la femme sans relations sexuelles, elle est dite donc homologue lorsque le sperme vient du mari ou du partenaire habituel, hétérologue lorsqu'il vient d'un tiers, généralement un illustre inconnu. En revanche, il y a fécondation in vitro lorsque l'on réalise la fusion d'un ovule humain, prélevé sur une femme, et d'un spermatozoïde dans un récipient de culture, fécondation en éprouvette si je puis dire. Là encore, il y a fécondation homologue si les gamètes viennent du couple, hétérologue simple ou double s'il y a tiers donneur. C'est dans ce cas qu'on peut avoir une mère ayant donné un ovule prélevé et une mère ayant porté l'enfant, soit une mère génétique et une mère biologique.
Face aux résultats de ces combinaisons quelque peu ébou- riffantes, le code civil et le code des obligations actuels ne sont pas muets. La mère juridique de l'enfant, d'ores et déjà de par la loi, est celle qui lui a donné naissance et le père juridique est celui qui a admis l'insémination artificielle de sa femme par un tiers donneur. La mère biologique, et ceci est important, n'a pas le droit de livrer son enfant une fois né, réserve étant donc faite de toute la législation sur l'adop- tion. Mais si les conséquences juridiques sont établies, les permissions ou restrictions ou interdictions relatives aux opérations ne le sont pas. C'est là toute la question qui est posée au Parlement fédéral.
En effet, face à l'évolution des techniques médicales, deux risques existent. Tout d'abord, laisser aller les choses sans contrôle suffisant. Les valeurs fondamentales entourant la procréation et la naissance des personnes pourraient en être dangereusement relativisées et un équilibre social en être compromis. Ensuite, réagir trop par peur, par réflexe moral, voire par dégoût. Mais ne risque-t-on pas alors de créer un hiatus trop grand entre les demandes, les pres- sions, les possibilités médicales, d'une part, et les règles juridiques établies, par l'Etat, d'autre part, avec tous les risques de non-respect de la règle que cela suppose ou d'interprétation extensive. Et vous m'avouerez que cela est plus grave que dans le cas des limitations de vitesse dont nous parlions tout à l'heure, mais c'est au fond le même problème politique général.
On voit bien d'ailleurs ce qu'il en est dans ce pays à propos de l'interruption de grossesse. C'est probablement parce que les Saint-gallois se sentent particulièrement mal à l'aise qu'ils ont pris l'initiative de demander à la Confédération de légiférer. Mais tous les autres cantons, on le sait, désirent aussi et l'ont fait savoir que la Confédération légifère. Et même si les positions des cantons se recouvrent sur des points essentiels, il y a des divergences qui sont gênantes et qui sont préoccupantes. Une unité complète de doctrine et de pratique sur tout le territoire suisse est certainement souhaitable de l'avis de votre commission.
Je vous ai dit tout à l'heure que le train de la réflexion est de toute façon en marche. Les temps sont mûrs pour que le
Conseil fédéral et les Chambres s'attellent à la tâche sans tarder, selon le souhait exprimé par l'initiative mais en prenant le temps de la réflexion.
Permettez-moi de terminer en citant ici la conclusion du président de la commission au Conseil des Etats, M. Jean- François Aubert, qui s'est exprimé, il y a exactement un an, sur le sujet dont nous débattons maintenant, et je cite: «Je souhaite que ceux qui prépareront la loi et ceux qui en délibéreront aient un juste sentiment de leurs limites. Ils se rappelleront qu'en cette matière le contrôle du respect des lois est difficile; que tout se passe dans des cabinets et des laboratoires où la police, quelque forme qu'elle prenne, aura peu d'accès; que les infractions ne seront guère connues que par la délation. Ils sauront que les sanctions dans cette matière seront nécessairement dérisoires, que l'on ne tuera pas les enfants illégaux et qu'il faudra se contenter d'infliger quelque amende à ceux qui les auront fait naître. Ils n'ou- blieront pas qu'ils touchent ici à un domaine très privé qui relève de l'idée même que l'on peut avoir de la justice et ils prendront garde qu'en adoptant des dispositions trop res- trictives, ils ne fassent qu'imposer les vues morales de la majorité à une minorité qui ne les acceptera pas.»
C'est aussi dans cet esprit, qu'au nom de la commission unanime, encore une fois, je vous invite donc à donner suite à l'initiative du canton de Saint-Gall demandant que la Confédération légifère en cette matière de fécondation arti- ficielle.
Präsident: Die Kommission beantragt dem Nationalrat ein- stimmig, der Standesinitiative Folge zu geben und den Bun- desrat einzuladen, ohne weiteren Verzug Bericht und Anträge vorzulegen. Dieser Antrag stimmt überein mit dem Beschluss des Ständerates von letztem Herbst.
Zustimmung - Adhésion
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
Schluss der Sitzung um 13.00 Uhr La séance est levée à 13 h 00
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Standesinitiative St. Gallen Künstliche Befruchtung beim Menschen Initiative du canton de Saint-Gall Fécondation artificielle chez l'être humain
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Jahr
1988
Année
Anno
Band
III
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
12
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
87.203
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1988 - 08:00
Date
Data
Seite
1374-1379
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Ref. No
20 016 700
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