Motion Stucky
1172
N 26 septembre 1988
Bundesbauten hat in bundeseigenen Gebäuden schon einige Schnitzelfeuerungen zum Teil als Pilot- und Demon- strationsanlagen eingebaut und wird auch weiterhin von Fall zu Fall prüfen, ob Holzheizungen realisiert werden können. Holzschnitzelfeuerungen werden meist in der Leistungs- grösse von über 100 kWh erstellt und sind im allgemeinen so gebaut, dass sie auch bei Teillast der Luftreinhalteverord- nung entsprechen. Eine Typenprüfung ist für solche Anla- gen ungeeignet, solange sie nicht in Serie hergestellt werden.
Der Bundesrat anerkennt die offensichtlichen Vorteile der · Schnitzelfeuerungen, er ist bereit, die ganze Kette vom Wald bis zur Feuerunng durch das Schaffen günstiger Rahmen- bedingungen zu fördern, dazu gehört die Unterstützung der Forschung, u. a. auch auf dem Gebiet des Energieholzes, er hat aber keine gesetzlichen Grundlagen, einzelne Anlagen finanziell zu unterstützen. Immerhin können begleitende Forschungsarbeiten bei Pilotanlagen mitfinaziert werden; gewisse Kantone gewähren auch direkte Beiträge an solche Anlagen. Mit dem neu vorgesehenen Energieartikel besteht die Absicht, die Entwicklung von Energietechniken, ein- schliesslich von Pilot- und Demonstrationsanlagen, zu för- dern.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Antrag Seiler Hanspeter Ueberweisung der Motion
Proposition Seiler Hanspeter Adopter la motion comme telle
87.924
Motion der LdU/EVP-Fraktion AKW Kaiseraugst. Widerruf der Rahmenbewilligung Motion du groupe Adl/PEP Centrale de Kaiseraugst. Annulation de l'autorisation générale
Wortlaut der Motion vom 9. Oktober 1987 Der Bundesrat wird eingeladen, die Rahmenbewilligung für das Atomkraftwerk Kaiseraugst zu widerrufen und Verzicht- verhandlungen einzuleiten.
Texte de la motion du 9 octobre 1987
Le Conseil fédéral est chargé d'annuler l'autorisation géné- rale relative à la centrale nucléaire de Kaiseraugst et d'enga- ger les pourparlers nécessaires à régler les problèmes consécutifs à la renonciation au projet.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Zur Begründung seien u. a. folgende Argumente angeführt: - Gefahren der Atomreaktoren (Tschernobyl und Harrisburg usw.);
grossmehrheitliche Ablehnung des Werks durch die betroffene Bevölkerung;
fragwürdiger Standort; Unmöglichkeit der Evakuation;
fehlende Absprache (Staatsvertrag) mit Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland über die Ballung von acht bis zehn Reaktoren im Umkreis von 50 km ab Basel bis zum Jahr 2000;
ungelöstes Atommüllproblem;
unbestrittene Erdbebengefahr.
(Diese Liste kann beliebig verlängert werden.)
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom September 1988 Rapport écrit du Conseil fédéral de septembre 1988 Wir verweisen auf Teil II, Ziffer 2.2.3.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.
88.334
Motion Stucky Kernkraftwerk Kaiseraugst. Nichtrealisierung Centrale nucléaire de Kaiseraugst. Abandon du projet
Wortlaut der Motion vom 3. März 1988 Der Bundesrat wird beauftragt:
mit der Kernkraftwerk Kaiseraugst AG eine Vereinbarung über die Nichtrealisierung ihres Kernkraftwerkprojekts ab- zuschliessen;
die Kernkraftwerk Kaiseraugst AG für die im Zusammen- hang mit dem Projekt aufgelaufenen Gesamtkosten ange- messen zu entschädigen;
die Massnahmen für eine zukunftssichernde Energiepoli- tik, in der die Kernenergie als Option offen bleibt, mit Nach- druck weiterzuführen.
Texte de la motion du 3 mars 1988 Le Conseil fédéral est chargé:
de conclure avec la SA Kernkraftwerk Kaiseraugst une convention réglant l'abandon du projet de centrale nu- cléaire;
d'indemniser équitablement ladite SA pour l'ensemble des frais qu'elle a encourus en relation avec le projet;
de continuer résolument de préparer la mise en oeuvre d'une politique énergétique qui maintienne le nucléaire comme option.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Berger, Blocher, Bremi, Cotti, Eisenring, Feigenwinter, Hari, Mühlemann, Neuenschwander, Pidoux, Rychen, Wellauer, Wyss Paul, Zbinden Paul (14)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Eine gesicherte Energie- und Stromversorgung ist für unser Land lebensnotwendig. Trotz Sparanstrengungen wird auch in Zukunft der Strombedarf weiter ansteigen. Um diesen Bedarf decken zu können, wurde die Projektierung des Kernkraftwerks Kaiseraugst sowie das Bewilligungsverfah- ren kontinuierlich vorangetrieben.
Die Kernkraftwerk Kaiseraugst AG verfügt über rechtsgül- tige Standort- und Rahmenbewilligungen für ihr Projekt. Trotzdem ist eine zeitgerechte Realisierung des Projekts aus politischen, staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Gründen praktisch unmöglich geworden. Die Fortführung des Projekts ist aus volkswirtschaftlicher Sicht deshalb nicht mehr vertretbar.
Der Beschluss über die Nichtrealisierung des Projekts soll angesichts des ständig zunehmenden Projektaufwands rasch erfolgen. Die in der 20jährigen Geschichte des Kern- kraftwerkprojekts angefallenen Gesamtkosten belaufen sich bereits auf rund 1,2 Milliarden Franken. Die Kernkraftwerk
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Motion der LdU/EVP-Fraktion AKW Kaiseraugst. Widerruf der Rahmenbewilligung Motion du groupe Adl/PEP Centrale de Kaiseraugst. Annulation de l'autorisation générale
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1988
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.924
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 26.09.1988 - 14:30
Date
Data
Seite
1172-1172
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Ref. No
20 016 652
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