Motion on compulsory individual heating cost allocation

20016649Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)26.09.1988

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The motion sought to make individual heating and hot-water cost allocation compulsory from 1991 for new buildings and from 1993 for existing buildings. The Federal Council acknowledged the energy-saving potential and technical feasibility, but noted that cantons were primarily responsible for implementation and that federal action should wait for the forthcoming energy-policy debate and implementing legislation. It therefore requested conversion of the motion into a postulate. The excerpt does not show the final parliamentary vote.

Omnilex-Regeste

Federal energy policy; individual heating and hot-water cost allocation (VHKA); federal competence and legislative timing. The Federal Council may acknowledge the usefulness and technical feasibility of a nationwide mandatory scheme, yet defer immediate federal legislation where cantonal implementation structures already exist and the matter is to be examined in the context of forthcoming implementing legislation for a new constitutional energy article. A prior legal opinion may confirm constitutional competence, but does not oblige immediate enactment. In such circumstances, conversion of a motion into a postulate is appropriate (consid. not specified).

Gesamter Gesetzestext

Motion Grendelmeier

1169

  1. September 1988 N

  2. de n'autoriser à partir du 1er janvier 1991 la construction d'habitations collectives, de locaux commerciaux et de bureaux destinés à être loués à des entreprises que s'ils sont équipés d'un dispositif permettant le décompte individuel de chauffage;

  3. d'établir des dispositions prévoyant que les constructions antérieures à la date susmentionnée soient modernisées en ce sens d'ici 1993.

  4. C'est donc à partir de cette année-là que le système de décompte individuel de chauffage deviendra obligatoire dans toute la Suisse.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Günter, Jaeger, Weder- Basel, Zwygart (4)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom September 1988

Rapport écrit du Conseil fédéral de septembre 1988

In Gebäuden mit mehreren Energiebezügern (Mieter oder Miteigentümer) schafft die verbrauchsabhängige Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung (VHKA) einen wirkungsvol- len Energiesparanreiz. Untersuchungen im Raume Basel ergaben durchschnittliche Einsparungen von über 15 Pro- zent (vgl. Bericht «Erfolge sind messbar», Energiegesetz des Kantons Basel-Landschaft, 1985). Die VHKA kann technisch bei neuen Gebäuden ohne weiteres eingeführt werden. Dies gilt auch bei bestehenden Gebäuden ausser solchen mit einer Flächen- oder Luftheizung.

Nach dem zwischen Bund und Kantonen vereinbarten Energiepolitischen Programm von 1985 sind die Kantone für die Einführung der VHKA verantwortlich. In den Kantonen Zürich, Zug, Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Tessin wer- den die Heiz-und Warmwasserkosten in neuen Gebäuden nach Verbrauch abgerechnet. Für bestehende Gebäude, welche das grosse Energiesparpotential bilden, wird die VHKA nur von den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Land- schaft verlangt. In den Kantonen Bern, Glarus, Freiburg, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden, Thurgau, Waadt, Wallis, Neuenburg und Genf bestehen zwar die erforderlichen gesetzlichen Grundlagen (teilweise nur für Neubauten), werden jedoch noch nicht vollzogen. Der Bund hat mit den Kantonen in diesem Zusam- menhang folgende Unterlagen erarbeitet:

  • Abrechnungsmodell (1985, Bundesamt für Energiewirt- schaft in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Mieter- Vermieter),

  • Muster für kantonale Vorschriften (1987, Bundesamt für Energiewirtschaft in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe «Heizkostenabrechnung» der Konferenz der kantonalen Energiefachstellen),

  • Wärmezählerverordnung vom 21. Mai 1986 (SR 941.231),

  • Gasmengenmessgeräte-Verordnung vom 4. August 1986 (SR 941.241),

  • Verordnung vom 4. August 1986 über Messapparate für elektrische Energie und Leistung (SR 941.251).

Die Typenprüfungen der Wärmezähler wurden 1987 aufge- nommen. Mit der Prüfung der nicht-eichfähigen Heizkosten- verteiler hat das Zentralschweizerische Technikum Luzern (Ingenieurschule HTL) im Herbst 1987 begonnen.

Obwohl nach einem Gutachten des Bundesamtes für Justiz vom 4. Dezember 1984 über Rechtsetzungskompetenzen des Bundes im Bereiche der verbrauchsabhängigen Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung (Energiekostenabrech- nung, VPB 1986 50/1) die geltende Verfassung ein Bundes- obligatorium für die VHKA erlauben würde, will der Bundes- rat der bevorstehenden eneregiepolitischen Diskussion nicht vorgreifen und die Einführung der VHKA auf Bundes- ebene im Rahmen der Ausführungsgesetzgebung zum neuen Energieartikel prüfen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral

Der Bundesrat beantragt, die beiden Motionen in Postulate umzuwandeln.

87.902

Motion Grendelmeier Individuelle Warmwasserabrechnung Comptes individuels de chauffage

Wortlaut der Motion vom 9. Oktober 1987 Der Bundesrat wird aufgefordert:

  1. Ab 1. Januar 1991 nur noch Neubauten von Mehrfamilien- häusern sowie für vermietete Geschäfts- und Büroräume zuzulassen, die eine individuelle Warmwasserabrechnung erlauben.

  2. Altbauten sind bis 1993 entsprechend umzurüsten.

  3. Ab 1993 ist das System der individuellen Warmwasserab- rechnung obligatorisch und muss gesamtschweizerisch ein- geführt sein.

Texte de la motion du 9 octobre 1987 Le Conseil fédéral est chargé:

  1. de n'autoriser à partir du 1er janvier 1991 la construction d'habitations collectives, de locaux commerciaux et de bureaux destinés à être loués à des entreprises que s'ils sont équipés d'un dispositif permettant le décompte individuel d'eau chaude;

  2. d'établir des dispositions prévoyant que les constructions antérieures à la date susmentionnée soient modernisées en ce sens d'ici 1993.

  3. C'est donc à partir de cette année-là que le système de décompte individuel d'eau chaude deviendra obligatoire dans toute la Suisse.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Günter, Jaeger, Weder- Basel, Zwygart (4)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom September 1988

Rapport écrit du Conseil fédéral de septembre 1988

In Gebäuden mit mehreren Energiebezügern (Mieter oder Miteigentümer) schafft die verbrauchsabhängige Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung (VHKA) einen wirkungsvol- len Energiesparanreiz. Untersuchungen im Raume Basel ergaben durchschnittliche Einsparungen von über 15 Pro- zent (vgl. Bericht «Erfolge sind messbar», Energiegesetz des Kantons Basel-Landschaft, 1985). Die VHKA kann technisch bei neuen Gebäuden ohne weiteres eingeführt werden. Dies gilt auch bei bestehenden Gebäuden ausser solchen mit einer Flächen- oder Luftheizung.

Nach dem zwischen Bund und Kantonen vereinbarten Energiepolitischen Programm von 1985 sind die Kantone für die Einführung der VHKA verantwortlich. In den Kantonen Zürich, Zug, Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Tessin wer- den die Heiz-und Warmwasserkosten in neuen Gebäuden nach Verbrauch abgerechnet. Für bestehende Gebäude, welche das grosse Energiesparpotential bilden, wird die VHKA nur von den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Land- schaft verlangt. In den Kantonen Bern, Glarus, Freiburg, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden, Thurgau, Waadt, Wallis, Neuenburg und Genf bestehen zwar die erforderlichen gesetzlichen Grundlagen (teilweise nur für Neubauten), werden jedoch noch nicht

Motion du groupe Adl/PEP

1170

N 26 septembre 1988

vollzogen. Der Bund hat mit den Kantonen in diesem Zusam- menhang folgende Unterlagen erarbeitet:

  • Abrechnungsmodell (1985, Bundesamt für Energiewirt- schaft in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Mieter- Vermieter),

  • Muster für kantonale Vorschriften (1987, Bundesamt für Energiewirtschaft in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe «Heizkostenabrechnung» der Konferenz der kantonalen Energiefachstellen),

  • Wärmezählerverordnung vom 21. Mai 1986 (SR 941.231), - Gasmengenmessgeräte-Verordnung vom 4. August 1986 (SR 941.241),

  • Verordnung vom 4. August 1986 über Messapparate für elektrische Energie und Leistung (SR 941.251).

Die Typenprüfungen der Wärmezähler wurden 1987 aufge- nommen. Mit der Prüfung der nicht-eichfähigen Heizkosten- verteiler hat das Zentralschweizerische Technikum Luzern (Ingenieurschule HTL) im Herbst 1987 begonnen.

Obwohl nach einem Gutachten des Bundesamtes für Justiz vom 4. Dezember 1984 über Rechtsetzungskompetenzen des Bundes im Bereiche der verbrauchsabhängigen Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung (Energiekostenabrech- nung, VPB 1986 50/1) die geltende Verfassung ein Bundes- obligatorium für die VHKA erlauben würde, will der Bundes- rat der bevorstehenden eneregiepolitischen Diskussion nicht vorgreifen und die Einführung der VHKA auf Bundes- ebene im Rahmen der Ausführungsgesetzgebung zum neuen Energieartikel prüfen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral

Der Bundesrat beantragt, die beiden Motionen in Postulate umzuwandeln.

87.916

Motion der LdU/EVP-Fraktion Stromspargesetz Motion du groupe Adl/PEP Loi sur les économies d'énergie

Wortlaut der Motion vom 9. Oktober 1987

Der Bundesrat wird gebeten, dem Parlament möglichst bald ein Stromspargesetz zu unterbreiten. Folgende Punkte sol- len darin berücksichtigt werden:

  1. Sommer-/Wintertarif nach dem Grenzkostenprinzip.

  2. Uebernahme des Stromangebotes aus Kleinkraftwerken und Wärmekraftkoppelungen zu den zu dieser Tageszeit unter den Werken verrechneten Preisen.

  3. Verbot von Mengenrabatten und Sonderabkommen mit

Grossbezügern, ausser sie dienten dem Stromsparen.

  1. Finanzielle Anreize für stromsparende Geräte (Finanzie- rung aus Umwelt- bzw. Energieabgabe).

  2. Elektrische Apparate und Geräte müssen mit Angaben über deren Stromverbrauch versehen werden.

  3. Ueber elektrische Raumheizung, Warmwasseraufberei- tung und Klimatisierung sind Vorschriften zu erlassen. 7. Die dezentrale Stromerzeugung (u. a. Wärmekraftkoppe- lung, Sonnen- und Windenergie) ist zu fördern.

Texte de la motion du 9 octobre 1987

Le Conseil fédéral est chargé de présenter au Parlement dans les plus brefs délais un projet de loi sur les économies d'énergie. Ce projet sera élaboré compte tenu des points suivants:

  1. tarif d'été et tarif d'hiver selon le principe des coûts marginaux;

  2. reprise du courant électrique produit par les petites usines et par couplage chaleur-force au prix courant entre

les usines à l'heure du jour ou de la nuit à laquelle le produit est livré;

  1. interdiction des rabais de quantité et des contrats spé- ciaux conclus avec les gros clients, à moins qu'ils n'aient pour but d'économiser l'énergie;

  2. mesures d'incitation d'ordre financier pour promouvoir l'utilisation d'appareils permettant d'économiser de l'éner- gie (financement au moyen d'une taxe sur l'énergie ou d'une taxe de protection de l'environnement);

  3. obligation de fournir avec tous les appareils électriques des indications concernant leur consommation d'énergie; 6. prescriptions relatives au chauffage électrique des locaux, à la préparation d'eau chaude et à la climatisation; 7. encouragement de la production d'énergie décentralisée (notamment par couplage chaleur-force, au moyen d'éo- liennes et de capteurs solaires).

Sprecher - Porte-parole: Maeder-Appenzell

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Wasserkraft wird bereits in hohem Masse genutzt. Ein weiterer Ausbau kommt aus Gründen des Natur- und Hei- matschutzes nicht in Frage. Weitere Atomkraftwerke sind nach Tschernobyl in der Schweiz kaum mehr realisierbar. Die Atomtechnologie birgt zu grosse Risiken in sich. Das Problem der radioaktiven Abfälle ist immer noch ungelöst. Es ist höchste Zeit, dass mit der grossen Menge der in der Schweiz erzeugten elektrischen Energie haushälterischer umgegangen wird. Appelle für freiwilliges Stromsparen ver- hallen wirkungslos, solange durch die Elektrowirtschaft die Stromverschwendung gefördert wird.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom September 1988

Rapport écrit du Conseil fédéral de septembre 1988 Im Vernehmlassungsverfahren zum Vorentwurf für einen Energieartikel in der Bundesverfassung wurden Argumente für und gegen ein Elektrizitätswirtschaftsgesetz vorgebracht (Bericht des EVED vom September 1987 über die Auswer- tung der Vernehmlassung zum Vorentwurf Energieartikel in der Bundesverfassung). Der Bundesrat teilt grundsätzlich die Auffassung der Kantone, wonach Bundesmassnahmen nicht allein für die Elektrizität eingeführt werden sollten, sondern für alle Energieträger im Rahmen der Ausführungs- gesetzgebung zum Energieartikel. Er wird diese Erlasse gestützt auf den Verfassungsartikel vorbereiten und so aus- gestalten, dass sie wirksame Sparmassnahmen enthalten.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

:

Antrag Schüle Auch als Postulat ablehnen

Proposition Schüle Rejeter la motion (même sous forme de postulat)

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Grendelmeier Individuelle Warmwasserabrechnung Motion Grendelmeier Comptes individuels de chauffage

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1988

Année

Anno

Band

III

Volume

Volume

Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

06

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 87.902

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 26.09.1988 - 14:30

Date

Data

Seite

1169-1170

Page

Pagina

Ref. No

20 016 649

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Schlagwörter

energy policyheating costshot water billingcantonal competenceenergy savingslegislative timing

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the motion should require federal legislation making individual heating cost allocation mandatory for new and existing buildings nationwide.

Extrahierter Entscheid

The Federal Council considered the measure technically feasible and energetically useful, but asked that it be examined later in the context of implementing legislation for the new energy article rather than adopted immediately.

Extrahierte Begründung

It emphasized cantonal responsibility under the 1985 energy policy program, existing cantonal practice, and ongoing technical standardization; it also noted a prior legal opinion that a federal mandatory rule would be constitutionally possible.

Kernrechtsfrage

Whether the motion should be converted into a postulate.

Extrahierter Entscheid

The Federal Council expressly proposed conversion of the motion into a postulate.

Extrahierte Begründung

The government did not want to pre-empt the forthcoming energy-policy debate and preferred to examine federal-level introduction within the framework of future implementation legislation.

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