N 23 juin 1988
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Interpellation Fierz
Allerdings regelt die Verordnung über umweltgefährdende Stoffe (StoV Juni 1986) den Bereich des Austausches von Informationen, die mit dem Export dieser Produkte verbun- den sind, nicht. Innerhalb der zuständigen Stellen der Ver- waltung sind gegenwärtig Gespräche unter Beizug der Indu- strie und der nichtgouvernementalen Organisationen im Gange. Diese sollen dazu dienen, die in Betracht zu ziehen- den chemischen Produkte zu bezeichnen und die Verfahren zu bestimmen, die es erlauben, auf befriedigende Weise den Austausch von Informationen im Zusammenhang mit Expor- ten zu verwirklichen.
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- desrates nicht befriedigt.
87.965
Interpellation Aubry Ursprung der Listeriose Origine de la listériose €
Wortlaut der Interpellation vom 15. Dezember 1987 Hat der Bundesrat das Bundesamt für Gesundheitswesen beauftragt, Nachforschungen über die genauen Ursachen der Listeria-Bakterien anzustellen, die man unverhofft in gewissen schweizerischen und französischen Käsesorten entdeckt hat?
Kann er uns sagen, ob die Listeriose in gewissen Regionen und Ländern der Erde ständig vorhanden ist? Ist es möglich, dass diese Bakterie durch Personen bei uns eingeschleppt worden ist, die bereits angesteckt waren?
Texte de l'interpellation du 15 décembre 1987
Le Conseil fédéral a-t-il fait rechercher par l'Office fédéral de la santé, les causes exactes de la découverte subite de la listeria dans certains fromages de provenance suisse ou française?
Peut-il nous renseigner si la listériose existe à l'état endémi- que dans certaines régions ou pays du monde?
Cette bactérie peut-elle avoir été introduite chez nous par de personnes déjà contaminées ?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bonvin, Déglise, Eppen- berger Susi, Friderici, Gros, Kohler, Loeb, Massy, Paccolat, Perey, Philipona, Savary-Fribourg, Savary-Vaud (13)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 14. März 1988 Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 mars 1988 On a découvert les listérias dans les années vingt. L'absence de tableau clinique typique explique pourquoi la listériose a été reconnue tardivement.
Les animaux (surtout le mouton), les matières fecales, ani- males et humaines (même d'individus en bonne santé), le lait, la viande et le sol contaminé sont les sources d'infection des listérias. Les voies de contamination des fromages sont très diverses. Oustre la possibilité d'une contamination directe par le lait à la fromagerie, la transmission par le personnel et par des moyens auxiliaires (brosses, chiffons, saumure) ou par des influences étrangères n'est pas à exclure. Comme les listerias sont très résistantes aux influences de l'environnement, elles peuvent séjourner long- temps dans une exploitation, une épidémie pouvant survenir lorsqu'elles entrent en contact avec un milieu favorable à leur croissance et prolifération (denrées alimentaires,
p. ex.). Il existe plusieurs sortes de listérias, dont la listéria monocytogène qui est indubitablement pathogène. Certains sous-types de listérias monocytogènes (appelés sérotypes) peuvent développer une forte virulence. Du fait de la multi- plicité des sources d'infection, la maladie est endémique, avec des poussées épidémiques lorsque l'une des sources d'infection peut se développer. L'existence de la listériose et l'occurrence de manière épidémique (p. ex. fin 1987 en Suisse) est connue dans différentes régions du monde en- tier.
On n'a pas d'indices selon lesquels la listeria monocytogène aurait été introduite de l'étranger par des personnes infec- tées.
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- desrates befriedigt.
88.422
Interpellation Fierz Arzneimittelgesetzgebung. «Europaverträglichkeit» Contrôle des médicaments en Suisse .et dans la Communauté européenne
Wortlaut der Interpellation vom 18. März 1988
Die Zustände bei der Interkantonalen Kontrollstelle für Heil- mittel (IKS) lassen ganz allgemein Zweifel darüber aufkom- men, ob die bisherige Regelung der Arzneimittelzulassung und -kontrolle über ein Interkantonales Konkordat über- haupt noch zu genügen vermag. Damit erhält die Motion Humbel betreffend ein Eidgenössisches Arzneimittelgesetz vom 17. März 1987 eine erhöhte Aktualität. In seiner Stel- lungnahme zu dieser Motion geht der Bundesrat nur ganz am Rande auf die «Europaverträglichkeit» der bisherigen Arzneimittelgesetzgebung ein.
Wir möchten deshalb in diesem Zusammenhang folgende ergänzende Frage an den Bundesrat richten:
Braucht es nicht eine eidgenössische, d. h. nationale Medi- kamentenkontroll- und -zulassungsbehörde, damit wir mit den EG-Behörden die Medikamentenzulassung auf Gegen- seitigkeit regeln können?
Texte de l'interpellation du 18 mars 1988
La situation à l'Office intercantonal de contrôle des médica- ments (OICM) est telle qu'on peut douter que la réglementa- tion en vigueur relative à l'admission et au contrôle des médicaments, fondée sur un simple concordat intercanto- nal, soit encore suffisante. La motion Humbel du 17 mars 1987 concernant une loi fédérale sur les médicaments n'en devient que plus actuelle. Dans sa réponse à cette motion, le Conseil fédéral laisse complètement de côté le caractère incompatible de notre législation sur les médicaments avec celle de la Communauté européenne.
C'est la raison pour laquelle nous nous permettons de poser au Conseil fédéral la question complémentaire suivante: N'avons-nous pas besoin d'un organisme fédéral responsa- ble du contrôle et de l'admission des médicaments sur le plan national, pour que nous puissions régler avec les autorités de la Communauté européenne, sur la base de réciprocité, le problème de l'admission des médicaments?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Diener, Meier-Glatt- felden, Rebeaud, Schmid, Stocker (6)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
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925
Interpellation Aubry
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 28. Mai 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 mai 1988
Es ist die erklärte Absicht der EG-Länder, bis 1992 einen europäischen Binnenmarkt zu schaffen, der auch für Arznei- mittel gilt. Wie dieser im einzelnen gestaltet wird, ist heute noch nicht abzusehen.
Vor allem steht noch offen, ob ein einheitliches Zulassungs- verfahren für Arzneimittel bis zum vorgesehenen Zeitpunkt realisiert werden kann. Zwar haben Länder wie die Bundes- republik Deutschland bestehende EG-Normen weitgehend in ihr nationales Recht überführt, aber es bestehen noch Differenzen innerhalb der einzelnen Länder bezüglich Zulas- sungspraxis und Nachmarktkontrolle von Arzneimitteln. Weiter zur Diskussion stehen auch entweder eine gegensei- tige Anerkennung der in den EG-Ländern getroffenen Zulas- sungsentscheidungen oder die Einsetzung einer supranatio- nalen Behörde.
Angesichts dieser im Entstehen begriffenen internationalen Harmonisierung ist eine gesamteuropäische Betrachtungs- weise in Fragen der Arzneimittelgesetzgebung auch für die Schweiz von zunehmender Bedeutung. Wie der Bundesrat in seiner Stellungnahme zur Motion Humbel (17.3.87) bereits festgestellt hat, böte ein eidgenössisches Arzneimittelgesetz für die in diesem Zusammenhang wichtigen Kontakte mit dem Ausland den Vorteil einer eindeutigen Zuständigkeits- ordnung.
Andererseits hat der Bund ohnehin die Interessen der Eidge- nossenschaft nach aussen zu wahren. In den Belangen der Arzneipolitik nimmt er diese Aufgabe heute durch Mitarbeit in zahlreichen internationalen Gremien wahr. Seine Zustän- digkeit in den Teilbereichen Betäubungsmittel, Sera und Impfstoffe sowie Pharmakopöe und seine Beteiligung an der Pharmazeutischen Inspektions-Konvention (PIC) betreffen auch die damit verbundenen europäischen Verpflichtungen. Eine weitere aktive Tätigkeit des Bundes sieht das erst als Entwurf vorliegende Bundesgesetz betreffend die Ueberwa- chung der Einfuhr von Arzneimitteln vor, desgleichen eine neue Verordnung über die immunbiologischen Erzeugnisse. Das neue Bundesgesetz über die Pharmakopöe liegt bei den eidgenössischen Räten.
Die zweifellos nötige einheitliche Gesetzgebung auf dem vom Interpellanten genannten Gebiet der Arzneimittelzulas- sung und -kontrolle könnte in unserem Land über ein recht- setzendes Konkordat aller Kantone oder ein eidgenössi- sches Arzneimittelgesetz erreicht werden. Das weitere Vor- gehen wird massgeblich davon abhängen, ob die Revision des gegenwärtigen bestehenden interkantonalen Konkor- dats von 1971 in absehbarer Zeit zustande kommt und die geforderten Verbesserungen bringen wird.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates befriedigt.
88.426
Interpellation Aubry Stiftung Franz Weber Fondation Franz Weber
Wortlaut der Interpellation vom 18. März 1988
In den letzten Jahren, insbesondere seit meiner Interpella- tion 86.307 vom 3. März 1986, ist die Oeffentlichkeit von den Medien auf zahlreiche Prozesse aufmerksam gemacht wor- den, welche die Stiftung Franz Weber gegen Personen angestrengt hat, welche die Stiftung kritisierten.
Bei den Prozessen ging es im wesentlichen um die Frage, ob Franz Weber und seine Stiftung die Geldspenden des Schweizer Volkes ihrer Zielsetzung gemäss für den Tier-
und Naturschutz verwendet haben. Da das Eidgenössische Departement des Innern die Aufsicht über die Stiftung hat, bitte ich den Bundesrat um Auskunft auf folgende Fragen: 1. Haus- und Wohneigentum
Franz Weber besitzt neben seinem eigenen Haus noch ein Haus in Montreux, das er für seine Stiftung gekauft hat. Für den Kauf dieses Hauses hat er einen grossen Betrag verwen- det, den er Tierschutz-Geldern entnommen hat. Das EDI, das von Franz Weber vor der Transaktion angefragt worden ist, soll sich sehr positiv dazu geäussert haben. Hat dieses Departement tatsächlich die betreffende Bewilligung erteilt? Ist es nach Ansicht des Bundesrates üblich, dass für den Tier- und Naturschutz bestimmte Spenden in solche Immo- bilienkäufe investiert werden? Wie sein Rechtsanwalt Rudolf Schaller gesagt hat, besitzt Weber ausserdem noch eine Eigentumswohnung in Paris. Hat die Stiftung Franz Weber für den Kauf und den Unterhalt dieser Wohnung etwas bezahlt und wenn ja, wieviel?
Die Oeffentlichkeit ist darüber informiert worden, dass die Fabrik in Kanada, die der Beschaffung von Arbeitsplätzen für arbeitslose Robbenjäger hätte dienen sollen, trotz der gesammelten Geldspenden nicht gebaut werden konnte. Hat man der Oeffentlichkeit auch gesagt, wie das gespen- dete Geld - eine Million Franken - verwendet worden ist? Was ist mit diesem Geld und den dazugehörigen Zinsen geschehen?
In Zürich gibt es unter dem Namen ZEWO eine Auskunfts- stelle für Wohlfahrtsunternehmen. Sie will gemeinnützige Tätigkeiten unterstützen und Missbräuche in diesem Bereich bekämpfen. Dieser Stelle sind alle bekannten grös- seren Hilfswerke angeschlossen wie das Rote Kreuz, Cari- tas, der Heimatschutz, die Schweizerische Vogelwarte in Sempach usw. Nach Angaben der ZEWO wäre ein Beitritt der Stiftung Franz Weber nicht möglich, weil Franz Weber sowohl Präsident als auch Direktor der Stiftung sei, was interne Kontrollen erschwere. Auch liegen die Kosten der Sammlungen von Franz Weber um vieles über den 20 bis 30 Prozent, welche die ZEWO für solche Sammlungen als normal betrachtet. Noch 1986 lagen sie über 30 Prozent. Hält'es der Bundesrat nicht für erwünscht, dass die Stiftung Franz Weber die Kumulation der Verantwortlichkeiten auf- gibt und die Kompetenzen nach den Kriterien der ZEWO aufteilt? Sollte nicht auch zur Effizienzsteigerung der Stif- tung eine Reorganisation durchgeführt werden?
Texte de l'interpellation du 18 mars 1988
Au cours des dernières années, notamment depuis le dépôt de mon interpellation 86.307 du 3 mars 1986, l'opinion publi- que a entendu parler par les médias de nombreux procès intentés par la Fondation Franz Weber contre des personnes ayant exprimé des critiques à son endroit. L'objet de ces litiges était pour l'essentiel la question de savoir si Franz Weber et sa fondation avaient utilisé conformément à leur but les dons en argent récoltés auprès du peuple suisse pour la protection des animaux et de la nature. Étant donné que le Département fédéral de l'intérieur exerce la surveil- lance sur la fondation, le Conseil fédéral est prié de prendre position au sujet des questions suivantes:
Monsieur Weber possède en plus de sa maison une seconde villa à Montreux achetée pour sa fondation. Il a utilisé une importante somme d'argent provenant de dons pour la protection des animaux lors de l'achat de l'immeuble. Le DFI, interrogé préalablement lors de cette transaction aurait donné «une réponse très positive». Ce département a-t-il accordé l'autorisation en question? Le Conseil fédéral estime-t-il normal que des dons récoltés pour la protection des animaux et du paysage soient investis dans des place- ments immobiliers de ce genre? Selon les dires de M. Ru- dolf Schaller, l'avocat de Franz Weber, celui-ci possède également un appartement en propriété à Paris. La Fonda- tion Franz Weber a-t-elle payé quelque chose pour l'achat
55-N
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Interpellation Fierz Arzneimittelgesetzgebung. "Europaverträglichkeit" Interpellation Fierz Contrôle des médicaments en Suisse et dans la Communauté européenne
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1988
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Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
88.422
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1988 - 08:00
Date
Data
Seite
924-925
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Pagina
Ref. No
20 016 462
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