N 23 juin 1988
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Postulat Scheidegger
87.547 Postulat Graf Radio und Fernsehen. Prüfung der Praxis der unabhängigen Beschwerdeinstanz Radio et TV. Pratique suivie par l'autorité indépendante chargée de l'examen des plaintes
Wortlaut des Postulates vom 21. September 1987 Der Bundesrat wird ersucht, den eidgenössischen Räten vor Aufnahme der parlamentarischen Beratung über das Bun- desgesetz über Radio und Fernsehen einen Bericht über die Praxis der Unabhängigen Beschwerdeinstanz vorzulegen auf dessen Basis geprüft und beurteilt werden kann, ob und gegebenenfalls welche Rechtsgrundlagen geschaffen oder geändert werden müssen, damit Artikel 55bis Absatz 2 BV (sachgerechte Darstellung der Ergebnisse, angemessene Berücksichtigung der Vielfalt der Ansichten) besser verwirk- licht werden kann.
Texte du postulat du 21 septembre 1987
Le Conseil fédéral est invité à présenter aux Chambres, avant que celles-ci n'ouvrent le débat relatif à la loi fédérale sur la radio et la télévision, un rapport sur la pratique suivie par l'autorité indépendante chargée de l'examen des plaintes, afin qu'il soit possible de déterminer s'il convient de créer des bases légales pour améliorer l'application de l'article 55bis, 2e alinéa, de la Constitution fédérale (présen- tation fidèle des événements et de la diversité des opinions), le cas échéant, s'il est nécessaire de modifier les disposi- tions existantes.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 4. November 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 4 novembre 1987 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Da die Kommission des Nationalrates die Beratungen bereits am 26. November 1987 aufgenommen hat, ist die Berichterstattung vor der Aufnahme der parlamentarischen Beratungen nicht möglich.
Präsident: Das Postulat Graf wird von Herrn Rechsteiner bekämpft. Die Behandlung wird verschoben.
Verschoben - Renvoyé
88.343
Postulat Spielmann UKW-Sender im Gebiet des Genfersees Bande FM sur le bassin lémanique
Wortlaut des Postulates vom 7. März 1988 Der Bundesrat wird beauftragt, 1. einzugreifen, um die Verbreitung der schweizerischen Programme im Gebiet des Genfersees zu gewährleisten,
und zwar sowohl derjenigen der SRG als auch jener der Lokalradios;
Texte du postulat du 7 mars 1988 Le Conseil fédéral est chargé:
d'intervenir pour garantir la diffusion des médias suisses sur le bassin lémanique, tant pour le service public que pour les radios dites locales;
d'entreprendre toutes les démarches visant à convaincre la France de respecter les engagements pris en 1986 dans le cadre de l'UIT.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ducret, Longet, Meizoz (3)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Plus de 68 postes de radio sont installés sur la bande FM dans le bassin lémanique. La grande majorité d'entre eux, une soixantaine, sont français, souvent pirates ou en infrac- tion par rapport aux lois, règlements et accords internatio- naux.
Les PTT des différents pays européens se sont entendus en 1986 à Genève dans le cadre de l'UIT, afin de répartir les fréquences de la bande FM, espace qui n'est pas extensible. La Suisse paraît être le seul Etat qui respecte ces accords et elle a raison.
Des réseaux commerciaux, souvent parisiens, s'implantent dans la région lémanique avec des puissances de plusieurs kilowatts. Tout laisse penser que l'on va au-devant d'une guerre des ondes, si elle n'a pas déjà commencé. La diffi- culté des médias suisses au Tessin pourrait n'être que la préfiguration de ce qui attend les auditeurs suisses du bassin lemanique.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. Mai 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 mai 1988 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Ueberwiesen - Transmis
88.380
Postulat Scheidegger PTT Informatik-Zentrum Zürich HB-Südwest Centre informatique des PTT à Zurich «HB-Südwest»
Wortlaut des Postulates vom 15. März 1988 Der Bundesrat wird eingeladen, die PTT zu veranlassen, auf die Realisierung eines Informatik-Zentrums Zürich HB-Süd- west zu verzichten, da dies den regionalpolitischen Zielset- zungen des Bundes widerspricht.
Texte du postulat du 15 mars 1988
Le Conseil fédéral est invité à user de son influence pour que les PTT renoncent à installer un centre informatique «HB-Südwest» à Zurich, étant, donné qu'un tel projet contreviendrait aux objectifs de la politique régionale de la Confédération.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Bonny, Büttiker, Fehr, Hafner Rudolf, Hänggi, Kohler, Leuenberger-Solo- thurn, Loeb, Nussbaumer, Wanner (11)
Postulat (Stamm Walter)-Ammann
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Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Verantwortlichen der PTT haben offensichtlich die ernst- hafte Absicht, ein PTT Informatik-Zentrum Zürich HB-Süd- west zu errichten. Damit würde das wirtschaftliche Haupt- zentrum der Schweiz um weitere, attraktive Arbeitsplätze bereichert.
Durch solche wichtige Einzelentscheide werden die Ziele der helvetischen Strukturpolitik unterlaufen, Randregionen werden einmal mehr um die Früchte ihrer Anstrengungen gebracht. Es gibt keine technischen, noch durch den Arbeitsmarkt verursachten Gründe, dieses Zentrum in Zürich zu erstellen. Im Gegenteil.
Einem Prospekt «Zürcher Gleisüberbauung HB-Südwest» ist zu entnehmen: «Im HB-Südwest entstehen insgesamt 3000 moderne Arbeitsplätze. In den Ausstellungshallen des Informatikzentrums werden Hardware und Software ange- boten. Rund um das Telematik-Center der PTT sind die neuesten Errungenschaften auf dem Gebiet der Kommuni- kation zu sehen.» Entsprechende Flächen sind offenbar bereits reserviert.
Gegen die Ueberbauung ist nichts einzuwenden, jedoch etwas gegen das Gebaren der PTT, und zwar auf dem Hintergrund der schweizerischen Regionalpolitik.
Der Ballungsprozess wirtschaftlicher Aktivitäten in der Schweiz ist ja noch weiter fortgeschritten als der demogra- phische. 65 Prozent aller wirtschaftlichen Aktivitäten sind nur auf 3 Prozent der Landschaftsfläche der Schweiz ange- siedelt, davon ein wesentlicher Teil in der Agglomeration Zürich.
Die Abwanderung von Arbeitskräften aus den Randregionen in die wirtschaftlichen Kernräume ist auch bei uns weiterhin in vollem Gange. Man dürfte jedoch gut beraten sein, nicht nur die kurzfristigen Wachstumseffekte dieses Vorgangs in Rechnung zu stellen, also quasi nur die Mobilität des Pro- duktionsfaktors Arbeit zu betrachten, sondern auch seine ökonomischen, soziologischen und staatspolitischen Gefahren zu beachten. Durch diese «Entzugseffekte», durch diese «Abstimmung mit Füssen über die Teilhabe an einem höheren persönlichen Anteil am Bruttosozialprodukteku- chen» wird ein Auslaugungsprozess eingeleitet, in dessen Verlauf die Fähigkeit der prosperierenden Regionen, ihre hohe Wachstumsrate zu erhalten, verbessert und die Fähig- keit der rückständigen Regionen, aus eigenen Kräften ihren Entwicklungsstand aufzuholen, entscheidend verschlech- tert wird. Helvetische Disparitäten: Es gibt sie, es gilt, sie ernst zu nehmen, und es gilt, mehr dagegen zu tun.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 18. Mai 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 mai 1988
Im Rahmen des HB Zürich und nachfolgender Arbeiten im Zusammenhang mit dem Konzept «Bahn-Bus 2000» errich- ten die SBB gemeinsam mit dem Kanton und der Stadt Zürich, einigen Grossbanken und den PTT-Betrieben die Ueberbauung HB-Südwest.
Darin untergebracht werden soll u. a. ein Handels- und Dienstleistungszentrum mit einer totalen Nutzungsfläche von 74 000 m2. Davon entfallen 13 000 m2 auf ein Informatik- Center, in dem Schulungs-, Verkaufs- und Ausstellungstät- ten der Computerindustrie, Software-Entwickler, Rechen- zentren und Informatik-Anbieter eingerichtet werden.
In diesem Informatik-Center beabsichtigen die PTT-Betriebe eine Fläche von 1000 m2 zu mieten, um auf ihre speziellen Dienstleistungen im Fernmeldebereich aufmerksam zu ma- chen.
Geplant ist eine Kundenempfangsstelle, ein Ausstellungs-, Informations- und Beratungszentrum für die Teleinformatik- Dienstleistungen und das Telefon. Das Teleinformatik-Cen- ter der PTT-Betriebe ist somit nichts anderes als eine dem Nachfragepotential entsprechende Kundenberatungsstelle, wie sie in vielen anderen Städten eingerichtet sind.
Es ist unbestritten, dass es sich beim Grossraum Zürich um ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum handelt. Viele nam- hafte Unternehmen - insbesondere die auf dem Gebiet der Informatik tätigen - sind im Raum Zürich angesiedelt. Zürich
weist ausnahmslos die grösste Kundenzahl in allen PTT- Dienstleistungsparten aus. Im Sinne einer rationellen und kundenfreundlichen Unternehmenspolitik muss dies bei Standortwahl und Dimensionierung des Centers berück- sichtigt werden. In dieser PTT-Kundenberatungsstelle wer- den rund 12 Mitarbeiter der Fernmeldekreisdirektion Zürich tätig sein.
Im Zeitalter der ständig wachsenden Kommunikationsbe- dürfnisse der Wirtschaft und der Privaten ist es eine wichtige Aufgabe, den Kunden anzusprechen und sachkundig zu beraten.
Der Bundesrat teilt die Sorge des Postulanten um eine regional ausgewogene Entwicklung. Da der Postulant im vorliegenden Fall aber von Voraussetzungen ausgeht, die offensichtlich nicht zutreffen, ist das Postulat abzulehnen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
Abgelehnt - Rejeté
87.570
Postulat (Stamm Walter)-Ammann Huckepack-Verladebahnhof Thayngen Gare de ferroutage à Thayngen
Wortlaut des Postulates vom 30. September 1987 Der Bundesrat wird eingeladen, die Frage der Einrichtung eines Huckepack-Verladebahnhofs unmittelbar nach der Zollanlage Thayngen zu prüfen und in einem Bericht dem Parlament darzulegen.
Texte du postulat du 30 septembre 1987
Le Conseil fédéral est invité à étudier la question de l'aména- gement d'une gare de ferroutage immédiatement après le poste de douane de Thayngen et de présenter à ce sujet un rapport au Parlement.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bir- cher, Braunschweig, Brügger, Bundi, Deneys, Hubacher, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Mauch, Neukomm, Ott, Rechsteiner, Ruffy, Stappung, Uchtenhagen, Vannay, Wagner (18)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Zollabfertigungsplatz Thayngen gehört zu den vier wich- tigsten Eingangspforten der Güterabfertigung. Im Bestre- ben, vermehrt Güter des Fernverkehrs auf die Schiene zu bringen, sind die entsprechenden Voraussetzungen in bauli- cher und tariflicher Hinsicht anzubieten. Der Bundesrat wird eingeladen, zusammen mit den Organen der SBB/DB alle dazu notwendigen Abklärungen einzuleiten.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. Februar 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 février 1988
Im Raum Schaffhausen bestehen bereits Verlade- und Entla- deanlagen für den Huckepackverkehr mit Italien. Diese Anla- gen in Rielasingen sollen zu einem vollwertigen Terminal erweitert werden. Ein baureifes Projekt liegt vor. Die Aus- baupläne enthalten die Möglichkeit einer wesentlichen Kapazitätssteigerung für die «Rollende, Autobahn» und für die Abwicklung von ein bis zwei Zugspaaren pro Tag im «unbegleiteten Transitverkehr». Der Terminal Rielasingen hat für den Transitverkehr einen günstigen Standort. Er liegt an einer SBB-Strecke in einem EG-Staat, was in bezug auf
54-N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Scheidegger PTT Informatik-Zentrum Zürich HB-Südwest Postulat Scheidegger Centre informatique des PTT à Zurich "HB-Südwest"
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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1988
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II
Volume
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Sommersession
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Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.380
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1988 - 08:00
Date
Data
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916-917
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20 016 452
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