Postulat Ruf
908
N 23 juin 1988
Gesetzentwurf aufzunehmen. Sie ist aber der Meinung, dass die Einführung dieses Rechts im Rahmen der parlamentari- schen Beratungen in Betracht gezogen werden sollte. Die bildenden Künstler in der Schweiz würden ungerechtfer- tigt benachteiligt, sollte im neuen Urheberrechtsgesetz wie- derum das Droit de Suite nicht eingeführt werden. Auch wenn der grösste Teil des in der Schweiz aufgrund des Folgerechts eingenommenen Gelds an die bekannteren, ausländischen Urheber fliessen würde, profitierten trotzdem gerade die ärmeren schweizerischen bildenden Künstler, da nach internationaler Usanz von den eingenommenen Ents- chädigungen 10 Prozent den Fürsorge-Einrichtungen der jeweiligen Urheberrechtsgesellschaften zufliessen.
Die praktische Durchführbarkeit, d. h. die kollektive Verwer- tung des Folgerechts wäre ebenfalls gesichert. Seit 1983 nimmt die schweizerische Urheberrechtsgesellschaft PRO LITTERIS die Rechte der bildenden Künstler aus aller Welt in der Schweiz wahr. Der Kostenaufwand würde nicht mehr als 15 Prozent betragen.
Es wäre beschämend, wenn die bildenden Künstler einmal mehr im Stich gelassen würden, zumal im neuen schweize- rischen Urheberrechtsgesetz Hersteller von Computer-Pro- grammen und Chips, Interpreten, Veranstalter und Sen- deanstalten ihren Schutz finden werden, nicht aber die klassischen Urheber der bildenden Kunst.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis
88.362
Postulat Engler BVG. Anlagen in Grundeigentum Placements immobiliers des investisseurs institutionnels
Wortlaut des Postulates vom 9. März 1988
Der Bundesrat wird ersucht, eine Analyse über Bedeutung und Umfang des direkten und indirekten Eigentums an Grundstücken und Liegenschaften von institutionellen Anle- gern (Pensionskassen, Versicherungen usw.) durchführen zu lassen. Hierbei wären u. a. auch die Rückwirkungen der von diesen Anlegern ausgehenden Nachfrage auf die Preis- bildung abzuklären.
Soweit durch die Nachfrage, wie anzunehmen ist, der Preis- entwicklung zusätzliche Auftriebskräfte verliehen würden, wäre durch den Bundesrat zu prüfen, ob und wie diese Aufkäufe limitiert werden könnten (Anlagevorschriften über Maximalquoten für Grundstücke auf Gesetzes- oder Verord- nungsebene).
Texte du postulat du 9 mars 1988
Le Conseil fédéral est prié de faire effectuer une étude visant à déterminer l'importance et le volume des terrains et immeubles appartenant directement ou indirectement aux investisseurs institutionnels (caisses de retraite, assurances, etc.). Il faudrait par la même occasion analyser entre autres les effets de la demande provenant de ces investisseurs sur la formation des prix.
Dans la mesure où les prix auraient tendance à s'élever par suite d'une demande accrue - ce qui est généralement admis - le Conseil fédéral devrait examiner s'il est souhaita- ble et de quelle manière il faudrait limiter ces placements immobiliers massifs (prescriptions au niveau de la loi et de
l'ordonnance pour fixer aux investisseurs institutionnels des quotas maximaux d'investissements immobiliers).
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baggi, Bürgi, Caccia, Columberg, Cotti, David, Dietrich, Dormann, Eisenring, Eppenberger Susi, Feigenwinter, Fischer-Sursee, Früh, Hänggi, Hari, Hess Peter, Iten, Nussbaumer, Portmann, Ruc- kstuhl, Rüttimann, Stamm, Widrig, Zbinden Paul, Zölch (25)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 25. Mai 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 25 mai 1988 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
88.433
Postulat Ruf Zivilschutz. Weisungsrecht Protection civile. Instructions
Wortlaut des Postulates vom 18. März 1988
Der Bundesrat wird ersucht, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass in Dienstanlässen des Zivilschutzes Vorge- setzte sowie Kurs-, Uebungs- und Rapportleiter den Teilneh- mern in rechtlich verbindlicher Form auf den Anlass bezo- gene Weisungen erteilen können. Mit diesem Weisungs- recht sollen insbesondere die zu erledigenden Arbeiten, die Einhaltung der Zeiten, die Ausrüstung und die Bekleidung erfasst werden.
Texte du postulat du 18 mars 1988
Le Conseil fédéral est invité à créer les conditions néces- saires pour permettre aux supérieurs ainsi qu'aux directeurs de cours, d'exercices et de rapport de donner aux partici- pants en service des instructions qui soient juridiquement contraignantes lorsqu'elles ont trait au service. Ce droit de donner des instructions devrait porter en particulier sur les travaux à liquider, le respect des horaires, l'équipement et l'habillement.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Humbel, Meier Fritz, Stef- fen (3)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Aus der Presse war zu vernehmen, dass in zwei neulich ergangenen Entscheiden kantonaler Gerichte die Voraus- setzungen für eine strafrechtliche Verurteilung von zwei Schutzdienstpflichtigen verneint wurden, die sich geweigert hatten, an einem Zivilschutzanlass das abgegebene Arbeits- kleid zu tragen. Wenn dies tatsächlich zutreffen sollte, so würde damit das Weisungsrecht im weitesten Sinne in Frage gestellt, was als unbefriedigend bezeichnet werden müsste. Es erscheint unverständlich, dass die Stellen und Instanzen, die nach den entsprechenden Gesetzen zu Kursen, Uebun- gen und Rapporten des Zivilschutzes aufbieten können, nicht auch das Recht haben sollen, mit diesen Dienstanläs- sen verbundene Weisungen zu erteilen. Da ein geordneter Dienstbetrieb für jeden solchen Dienstanlass unerlässlich ist, sind die nötigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Klarheit über die Verbindlichkeit von Anordnungen in Dienstsachen besteht.
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Postulat Engler BVG. Anlagen in Grundeigentum Postulat Engler Placements immobiliers des investisseurs institutionnels
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1988
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
14
Séance Seduta
Geschäftsnummer 88.362
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
23.06.1988 - 08:00
Date
Data
Seite
908-908
Page
Pagina
Ref. No
20 016 438
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