N 23 juin 1988
882
Motion Nabholz
88.358 Motion Brügger Bundesgesetz über die Militärversicherung. Revision Assurance militaire. Révision de la loi
Wortlaut der Motion vom 9. März 1988
Der Bundesrat wird beauftragt, die Bestimmungen in Arti- kel 28 der Militärversicherung den heutigen Verhältnissen anzupassen, damit wenigstens die effektiven Kosten gedeckt werden.
Texte de la motion du 9 mars 1988
Le Conseil fédéral est chargé d'adapter les dispositions de l'article 28 de l'assurance militaire aux conditions actuelles afin que les frais effectifs au moins soient couverts.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Richard, Bäumlin Ursula, Béguelin, Borel, Braunschweig, Bundi, Danuser, Euler, Fankhauser, Fehr, Hafner Ursula, Hubacher, Lanz, Ledergerber, Mauch Ursula, Meizoz, Morf, Ott, Rechsteiner, Reimann Fritz, Ruffy, Ulrich, Zbinden Hans, Züger (25)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Artikel 28 der Militärversicherung regelt die Entschädigung für die Bestattungskosten des verunfallten Wehrmanns. Der vorgesehene Höchstbetrag von 1200 Franken entspricht bei weitem nicht den heutigen Realitäten und bedarf dringend einer Anpassung. Der Tod eines Wehrmanns ist ein tragi- sches Ereignis und bedeutet vor allem für dessen Angehö- rige einen praktisch unersetzbaren Verlust.
Die Militärversicherung regelt grundsätzlich die Entschädi- gungsfragen und die Rentenansprüche der Hinterbliebenen. Dabei zeigt die Erfahrung, dass die gesetzlichen Bestim- mungen allzu starre Rahmenbedingungen festlegen, so dass bei der Anwendung dieses Gesetzes in gar manchen Fällen die Berücksichtigung gerechtfertigter Ansprüche nicht möglich ist.
Die Entschädigungsfrage der Bestattungskosten muss min- destens so geregelt sein, dass wenigstens die effektiven Kosten gedeckt sind.
Falsch ist es, wenn Beamte, um berechtigte Ansprüche zu befriedigen, sich unter der Hand bei den Sozialwerken der Armee melden. Angehörige des verunfallten Wehrmanns sind keine Sozialfälle und dürfen nicht zu Bittstellern degra- diert werden.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. Mai 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 mai 1988
Die Forderung nach einer Erhöhung der Bestattungsent- schädigung ist zwar begründet. Da aber zurzeit die Totalre- vision des Militärversicherungsgesetzes (MVG) vorbereitet wird und schon weit fortgeschritten ist, sollte die Bestat- tungsentschädigung nicht mit einer besonderen Teilrevi- sion, sondern im Rahmen der Totalrevision angemessen erhöht werden. Der Bundesrat empfiehlt deshalb, den Vor- stoss in ein Postulat umzuwandeln.
Tatsächlich ist die in Artikel 28 MVG vorgesehene Entschä- digung von 1200 Franken (wenn die Bestattung durch die Truppe erfolgt) bzw. von 2000 Franken (bei ziviler Bestat- tung) heute nicht mehr angemessen. Das hat auch die Kommission für Soziale Sicherheit des Nationalrats festge- stellt, als sie u. a. wegen Ungenügens der Militärversiche- rungsleistungen in einzelnen Punkten ihre Motion vom 1. Juni 1981 zur Totalrevision des MGV einreichte. Auch die Finanzkommisison des Nationalrats regte in der Empfeh- lung Nr. 7 vom 18. Juni 1981 zuhanden des Vorstehers des Eidgenössischen Militärdepartements eine Erhöhung der Bestattungsentschädigung an.
Im Rahmen der laufenden Totalrevision des MVG ist vorge- sehen, die Bestattungsentschädigung auf ein zeitgemässes Niveau anzuheben. Der Entwurf der Verwaltung für ein revi- diertes MVG wird im Laufe dieses Jahres in die Vernehmlas- sung bei Kantonen, Parteien und Interessenverbänden geschickt. Die Verabschiedung der Botschaft des Bundes- rats ist für Ende 1989 geplant. Mit einer Teilrevision könnte die Bestattungsentschädigung also nicht früher als mit der Totalrevision erhöht werden. Um Härten zu vermeiden, wer- den bei Todesfällen von Angehörigen der Armee jeweils aus einem von der Militärversicherung und der Soldatenfür- sorge gemeinsam verwalteten Fonds Zuschüsse gewährt, welche eine angemessene Abgeltung der Bestattungsko- sten ermöglichen. Diese Praxis soll bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes fortgeführt werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
88.402
Motion Nabholz BVG. Vorsorgeverlust bei Scheidung LPP. Perte de la prévoyance en cas de divorce
Wortlaut der Motion vom 16. März 1988
Der Bundesrat wird beauftragt, das geltende Abtretungsver- bot anwartschaftlicher Pensionskassenleistungen im Schei- dungsfall aufzuheben und die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, um die während der Ehejahre begründeten anwartschaftlichen Ansprüche an die Pensionskasse zwi- schen den Ehegatten aufzuteilen.
Dabei sind die Regeln zur Bestimmung der während der Ehedauer begründeten Freizügigkeitsleistung bzw. das die- ser Leistung entsprechende, während der Ehe angesam- melte Kapital sowie der Zeitpunkt und die Form der Ausrich- tung zu definieren.
Texte de la motion du 16 mars 1988
Le Conseil fédéral est chargé d'une part de lever, en cas de divorce, l'interdiction de céder les droits à de futures presta- tions d'une caisse de retraite et d'autre part de créer les bases légales nécessaires pour partager les droits à de futures prestations de la caisse de retraite acquis pendant la durée du mariage entre les conjoints qui divorcent.
Il conviendra à cet effet de fixer des règles permettant de définir le montant auquel correspondent les droits aux pres- tations de libre passage acquis pendant le mariage ainsi que le moment et la forme du versement.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Bär, Bäumlin Ursula, Büttiker, Couchepin, Daepp, Danuser, Déglise, Die- ner, Dormann, Engler, Eppenberger Susi, Fäh, Fankhauser, Fischer-Sursee, Grendelmeier, Günter, Hafner Ursula, Hal- ler, Leutenegger Oberholzer, Loretan, Maeder, Müller-Aar- gau, Müller-Meilen, Paccolat, Petitpierre, Philipona, Pidoux, Rebeaud, Reimann Maximilian, Scheidegger, Segond, Sei- ler Rolf, Spoerry, Stamm, Stocker, Tschuppert, Uchtenha- gen, Ulrich, Wanner, Wyss Paul, Zölch (42)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die geschiedene Frau ist bezüglich der Alterssicherung in mehrfacher Hinsicht benachteiligt. Im Rahmen der AHV bewirken die Ehejahre ohne oder mit einem geringen Erwerbseinkommen (trotz Vergleichsrechnung), dass die Altersrente sehr klein ausfallen kann. Auch auf die zweite
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Motion Brügger Bundesgesetz über die Militärversicherung. Revision Motion Brügger Assurance militaire. Révision de la loi
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1988
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Band
II
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Sommersession
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Session d'été
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Sessione estiva
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Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
14
Séance Seduta
Geschäftsnummer 88.358
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Datum
23.06.1988 - 08:00
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Seite
882-882
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