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Alkoholverwaltung. Erweiterungsbau, Innensanierung
Vierzehnte Sitzung - Quatorzième séance
Donnerstag, 23. Juni 1988, Vormittag Jeudi 23 juin 1988, matin
8.00 h
Vorsitz - Présidence: Herr Reichling
Mitteilung - Communication
Präsident: Die interfraktionelle Arbeitsgruppe für die Vorbe- reitung der Richterwahlen schlägt vor, dass die Ersatzwahl ins Bundesgericht für den zurücktretenden Präsidenten, Bundesrichter Schwery, in der Septembersession stattfin- den soll, damit der Neugewählte per 1. Januar 1989 sein Amt antreten kann.
88.009
Alkoholverwaltung. Erweiterungsbau und Innensanierung Régie des alcools. Bâtiment complémentaire et assainissement in- térieur
Botschaft und Beschlussentwurf vom 17. Februar 1988 (BBI I, 1510) Message et projet d'arrêté du 17 février 1988 (FF I, 1444) .
Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière
Wellauer, Berichterstatter: Die Alkoholverwaltung beschäf- tigt insgesamt 300 Personen. Hinzu kommen rund 2300 nebenamtliche Brennerei-Aufsichtsstellenleiter.
In der Zentralverwaltung in Bern, im Gebiet der Länggass- und Fellenbergstrasse, arbeiten rund 240 Beschäftigte. Der Rest ist im Aussendienst tätig, entweder als Inspektoren oder in den vier Alkohollagern Daillens/VD, Delsberg/JU, Romanshorn/TG und Schachen/LU sowie in der Zentral- stelle für häusliche und bäuerliche Obstverwertung in Affol- tern am Albis.
Die Zentralverwaltung in Bern ist in verschiedenen Gebäu- den untergebracht. Diese sind in den Jahren 1895, 1904 und 1948 erstellt worden. Die Räumlichkeiten genügen schon seit Jahren nicht mehr. Mitarbeiter der Alkoholverwaltung arbeiten u. a. auch in einer zugekauften 6-Familien- und einer 2-Familien-Liegenschaft. Die Wege zu den einzelnen Abteilungen sind lang und wetterungeschützt, mit Niveau- unterschieden und natürlich auch nicht rollstuhlgängig. Zudem fehlen ein Konferenzraum, Instruktions-, Lager-, Auf- enthalts- sowie Erfrischungsräume und selbstverständlich auch Büroräume. Die zentralen Büroräumlichkeiten in heute verschiedenen Gebäuden erschweren nicht nur die interne Kommunikation, sondern auch das sinnvolle Zusammenfas- sen von zusammengehörenden Organisationseinheiten.
Mit dem Abbruch von zwei Liegenschaften und der Errich- tung eines Erweiterungsbaus anstelle der abgebrochenen Gebäude und der Renovation der Liegenschaft Länggass- strasse 37 sollen nun die prekären Raumverhältnisse saniert werden. Zum Sanierungskonzept gehören auch die Innenre- novation des Jugendstilgebäudes und die Erneuerung der Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallationen. Hierfür soll
ein Objektkredit von 22,8 Millionen Franken zulasten der Rechnung der Alkoholverwaltung gewährt werden.
Die Bautengruppe und die Alkoholdelegation des National- rates haben gemeinsam eine Besichtigung vorgenommen. Die Mitglieder konnten sich von der Notwendigkeit der Erweiterung und Innensanierung, aber auch von der Erhal- tungswürdigkeit der wertvollen Bausubstanz des Jugendstil- gebäudes, das im übrigen unter Denkmalschutz steht, über- zeugen.
Die Aussensanierung des Jugendstilbaues wurde aber bereits durchgeführt. Die Kosten für die Fassadenrenovation betragen rund 1,5 Millionen Franken, verteilt auf drei Jahre. Für die Dachsanierung werden 1,7 Millionen Franken aufge- wendet. Fassadenrenovation und Neubau wurden deshalb nicht koordiniert, weil die Aussenrenovation dringend not- wendig war und der Dachstock während des Umbaues für Büroräume benutzt werden sollte. Diese Unterhaltskosten für die Aussenrenovation wurden über die jährlichen Bud- gets der Alkoholverwaltung abgewickelt. Dieses Vorgehen erschien uns richtig, weil sonst irreparable Schäden am Sandsteinmauerwerk - es besteht aus Berner Sandstein - entstanden wären.
Bei der Innensanierung handelt es sich nun noch vorwie- gend um die Verbesserung der Sanitär-, Heizungs- und elektrischen Installationen, der Telefonzentrale und des Liftes.
Wie in der Botschaft vermerkt, befindet sich im Erdgeschoss des Erweiterungsbaues eine Postfiliale. Diese bleibt beste- hen und wird im Rahmen des vorliegenden Bauprojektes den Bedürfnissen des Postbetriebes angepasst. Die Postlo- kale im Erdgeschoss haben eine Nutzfläche von 360 Qua- dratmeter. Zur Erschliessung dieser Räume werden ein behindertengerechter Postzugang und eine Rampe für die Zu- und Abfuhr des Postgutes errichtet. Im weiteren sind im Hof sechs Kunden- und zwei Personalparkplätze für die PTT vorgesehen.
Für diese baulichen Veränderungen sind die PTT bereit, einen Mietzins von 72 000 Franken pro Jahr zu entrichten, dies exklusive Heizkosten. Der bisherige jährliche Mietzins beläuft sich auf 50 000 Franken. Die Inneneinrichtungen gehen voll zulasten der PTT.
Ihre Kommission kann mit Befriedigung von der seriösen Vorbereitung und einem ausgewogenen Projekt Kenntnis nehmen. Wie schon erwähnt, sind wir von der Notwendig- keit dieses Bauvorhabens überzeugt und beantragen Ihnen einstimmig Zustimmung zum vorgesehenen Bundesbe- schluss.
Ich gebe Ihnen auch gleichzeitig die Zustimmung der CVP- Fraktion zu diesem Beschluss bekannt.
M. Frey Claude, rapporteur: La Régie fédérale des alcools emploie 300 personnes dont quelque 240 à Berne. Mal logée dans la capitale, la régie envisagea son déplacement à Wabern, mais elle dut abandonner son projet à la suite de l'opposition de la ville de Berne qui tenait à garder ces emplois dans ses murs.
Le crédit de 22,8 millions de francs qui nous est demandé permettra d'assainir l'intérieur du bâtiment «Jugendstil>> sis à la Länggasstrasse 37, et de construire un bâtiment com- plémentaire. Ainsi, on pourra regrouper une partie des locaux administratifs, tout en diminuant l'occupation de logements par des bureaux.
La commission a siégé le 20 avril 1988. Elle approuva le crédit à l'unanimité. Elle constata avec satisfaction que le concours d'architecture qui a été organisé a permis de trouver une bonne solution qui tient compte des nécessités urbanistiques, architecturales et d'exploitation. On respecte le bâtiment tout en offrant de bonnes conditions de travail. Rappelons que la réfection des façades et de la toiture est intervenue par la voie budgétaire, compte tenu de l'urgence de pallier la dégradation de la pierre, tout particulièrement. La rénovation des façades a coûté 1,5 million de francs, répartis sur trois ans. La toiture a nécessité un investisse- ment de 1,7 million de francs sur deux ans.
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Datum
23.06.1988 - 08:00
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