Traffic restrictions under air protection law

20016250Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)18.03.1988Not Examined

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

In interpellation 87.949, Leutenegger Oberholzer asked the Federal Council which traffic restrictions may be ordered under Art. 33 LRV, which authorities are competent, whether cantons may impose region-wide driving bans, and whether federal law should be amended. The Federal Council answered that Art. 33 LRV covers functional traffic restrictions under the Road Traffic Act, while total bans are limited to non-through roads. On national roads the federal department is competent; on cantonal and municipal roads the canton, or a municipality by delegation. Broader cantonal powers were rejected as incompatible with the constitutional allocation of competences, though temporary emergency bans remain possible under Art. 3(6) SVG.

Omnilex-Regeste

Art. 33 LRV; Art. 3 SVG; competence for traffic restrictions to combat excessive immissions; functional traffic restrictions and total bans. The Federal Council stated that air-protection measures under Art. 33 LRV are aligned with the traffic-law categories of Art. 3 SVG: functional restrictions under Art. 3(4) SVG may be ordered on through and non-through roads within the respective competence, whereas permanent or temporary total bans under Art. 3(3) SVG are admissible only on non-through roads. On national roads the Confederation is competent; on cantonal and municipal roads the canton, subject to delegation, the municipality. Broader cantonal powers to ban traffic on federal through roads would contradict the constitutional division of competences; only emergency situations justify temporary interventions under Art. 3(6) SVG.

Gesamter Gesetzestext

Interpellation Leutenegger Oberholzer

461

  1. März 1988 N

ser Pflicht können aber Tunnellösungen nicht einfach ohne Rücksicht auf die Kosten und die Bedürfnisse des Verkehrs in Betracht gezogen werden. Die eidgenössischen Räte haben mit der Krediterteilung zur Verwirklichung der «Bahn 2000» einen Höchstbetrag festgesetzt, bis zu wel- chem die SBB finanzielle Verpflichtungen zur Ausführung dieses Projekts eingehen dürfen.

Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung zweiter Stufe werden auch die landschaftlichen Auswirkungen des Projekts und die Massnahmen zur möglichst weitgehenden Verringerung der landschaftlichen Belastung eingehend geprüft. Neben unterirdischen Linienführungen gehören hierzu weitere Massnahmen zugunsten einer landschafts- schonenden Trassierung.

  1. Die Umweltverträglichkeitsprüfung erster Stufe wurde für den Grundsatzentscheid über das Konzept «Bahn 2000» soweit nötig durchgeführt. Dabei sprach sich der Bundesrat zugunsten einer sorgfältigen Umweltverträglichkeitsprü- fung zweiter Stufe bei der Projektbearbeitung aus. In dieser zweiten Phase werden die möglichen Auswirkungen des Projekts inklusive der unter Ziffer 4 erwähnten landschaftli- chen Auswirkungen umfassend ermittelt und die Einhaltung der gesetzlich festgelegten Grenzwerte überprüft.

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.

87.940 Interpellation Nabholz Mutterschaftsversicherung Assurance-maternité

Wortlaut der Interpellation vom 7. Dezember 1987 Nach der Ablehnung der Kranken- und Mutterschaftsversi- cherung frage ich den Bundesrat an, was er zu unternehmen gedenkt, um die Einführung einer Mutterschaftsversiche- rung zu realisieren?

Texte de l'interpellation du 7 décembre 1987 Après le refus du projet de la Loi fédérale sur l'assurance- maladie et maternité, que pense faire le Conseil fédéral pour instaurer une assurance-maternité?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Bär, Diener, Gren- delmeier, Leutenegger Oberholzer, Stocker, Zölch (7)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 29. Februar 1988

Rapport écrit du Conseil fédéral du 29 février 1988 Bei der Auseinandersetzung über die Revision der Kranken- und Mutterschaftsversicherung haben die Gegner der Vor- lage gerade auch die Vorschläge im Bereich der Mutter- schaftsversicherung kritisiert. Das Abstimmungsergebnis lässt den Schluss zu, dass das Volk eine Mutterschaftsversi- cherung in der von Bundesrat und Parlament angestrebten Art nicht wünscht. In Frage käme wahrscheinlich höchstens eine Lösung, bei welcher sich der Anspruch auf Leistungen auf Mütter bzw. Familien mit geringen eigenen finanziellen Mitteln beschränkt.

Unter Berücksichtigung des Ergebnisses der Volksabstim mung vom 6. Dezember 1987 und mit Rücksicht auf die übrigen Revisionsbestrebungen im Bereich der Sozialversi- cherungen hat eine neue Vorlage zur Mutterschaftsversiche- rung für den Bundesrat jedoch nicht die erste Priorität.

Diese Haltung lässt sich auch deshalb verantworten, weil im Bereich des Schutzes der Mutterschaft auch die Kantone tätig werden können und einzelne Kantone (ZG, SH, SG) bereits entsprechende Leistungen kennen.

Abstimmung - Vote

Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit Minderheit

Dagegen

Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- desrates nicht befriedigt.

87.949

Interpellation Leutenegger Oberholzer Luftreinhalte-Verordnung. Verkehrsbeschränkende Massnahmen Ordonnance sur la protection de l'air. Mesures applicables au trafic

Wortlaut der Interpellation vom 10. Dezember 1987 Die Luftreinhalteverordnung beinhaltet in Artikel 33 für den Fall übermässiger Immissionen die Möglichkeit zum Erlass verkehrsbeschränkender Massnahmen. Aufgrund der aku- ten, bedrohlichen Luftvergiftung wird bei der Bevölkerung der Ruf nach Erlass von Verkehrsbeschränkungen immer grösser. Es besteht aber eine grosse Unsicherheit in bezug auf diesbezügliche Konsequenzen der Kantone bzw. Ge- meinden.

Zur Klärung des Sachverhalts ersuche ich deshalb den Bun- desrat um Beantwortung folgender Fragen:

  1. Welcher Art sind die verkehrsbeschränkenden Massnah- men, die gemäss Artikel 33 der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) von den Kantonen bzw. Gemeinden zur Bekämpfung übermässiger Immissionen angeordnet werden können? 2. Wer hat die Kompetenz zum Erlass verkehrsbeschränken- der Massnahmen: a. auf Nationalstrassen; b. Kantonsstras- sen; c. Gemeindestrassen; bei b. und c. differenziert nach Strassen, die dem Durchgangsverkehr und solchen, die nicht dem Durchgangsverkehr dienen?

  2. Welche Bundesgesetze sind für den Erlass derartiger Verkehrsbeschränkungen massgebend?

  3. Können die Kantone bei übermässigen Immissionen regional beschränkte, flächendeckende Fahrverbote er- lassen?

Wenn ja: Wie müssen diese signalisiert werden? Generell oder bei jeder einzelnen Strasse?

Wenn nein: Wem steht diese Kompetenz zu?

  1. Ist der Bundesrat allenfalls bereit, den Kantonen bzw. Gemeinden zum Erlass verkehrsbeschränkender Massnah- men im Kampf gegen die Luftvergiftung grössere Kompe- tenzen einzuräumen?

Texte de l'interpellation du 10 décembre 1987

L'ordonnance sur la protection de l'air prévoit, à son arti- cle 33, la possibilité de prendre des mesures restreignant le trafic en cas d'immissions excessives. En raison de la pollu- tion grave et menaçante de l'air, la population attend formel- lement que des restrictions de ce genre soient ordonnées. Or ni les cantons, ni les communes ne connaissent avec précision leurs compétences en la matière.

Afin d'élucider ce problème, je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:

  1. De quelle nature sont les restrictions du trafic qui peuvent être édictées, en vertu de l'article 33 de l'ordonnance préci- tée, par les cantons et les communes afin de lutter contre les immissions excessives ?

N 18 mars 1988

462

Interpellation Leutenegger Oberholzer

  1. Qui est habilité à édicter de telles mesures concernant: a. les routes nationales; b. les routes cantonales; c. les routes communales (différencier, dans les deux derniers cas, entre les routes qui servent au trafic de transit et celles qui sont réservées au trafic local) ?

  2. Quelles sont les lois fédérales qui permettent d'édicter de pareilles restrictions du trafic?

  3. Les cantons peuvent-ils, en cas d'immissions excessives, interdire complètement toute circulation dans une région déterminée ?

Dans l'affirmative, comment faut-il procéder à la signalisa- tion: de façon générale ou pour chaque rue séparément? 5. Le Conseil fédéral est-il prêt, le cas échéant, à donner des compétences accrues aux cantons et aux communes afin de leur permettre de prendre des mesures limitant le trafic pour lutter contre la pollution de l'air?

Serait-il nécessaire de modifier le cas échéant la législation fédérale à cet effet ?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 29. Februar 1988

Rapport écrit du Conseil fédéral du 29 février 1988

Einleitend ist festzustellen, dass das Strassenverkehrsrecht zwei Strassenkategorien unterscheidet: einerseits die Durchgangsstrassen und andererseits Nichtdurchgangs- strassen.

Von Verfassungs wegen (Art. 37bis Abs. 2 BV) fällt die Offen- erklärung der Durchgangsstrassen in die Kompetenz des Bundes; sie nimmt den Kantonen die Möglichkeit, den Motorfahrzeugverkehr auf den vom Bundesrat bezeichneten Durchgangsstrassen zu verbieten. Durchgangsstrassen sind die Autobahnen, die Autostrassen und die Hauptstrassen ausserorts und innerorts (Art. 110 Abs. 1 der Signalisations- verordnung (SSV), SR 741.21; Verordnung vom 6.6.83 über die Durchgangsstrassen, SR 741.272). Unter die Nichtdurch- gangsstrassen fallen sämtliche Nebenstrassen.

Aus dieser verfassungsrechtlichen Kompetenzabgrenzung ergeben sich für die Anordnung von Verkehrsmassnahmen grundsätzlich folgende Zuständigkeiten:

  • Dauernde und zeitliche Totalfahrverbote können die Kan- tone nur auf den Nichtdurchgangsstrassen erlassen (Art. 3 Abs. 3 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG), SR 741.01).

  • Andere, d. h. sogenannte funktionelle Verkehrsbeschrän- kungen (Art. 3 Abs. 4 SVG) können die Kantone auf allen Strassen anordnen, soweit nicht die Bundeskompetenz gegeben ist; da für solche Massnahmen auf Autobahnen und Autostrassen, die Nationalstrassen sind, der Bund zuständig ist (Art. 32 Abs. 3 SVG; Art. 110 Abs. 2 SSV), ver- bleiben die Haupt- und Nebenstrassen in der Regelungs- kompetenz der Kantone (vgl. Stellungnahme des Bundes- rats vom 26.1.83 zur parlamentarischen Initiative betreffend Strassenverkehrsgesetz (Wohnquartiere), BBI 1983 | 801). Die Kantone können ihre Kompetenzen den Gemeinden delegieren (Art. 3 Abs. 2 SVG).

Aufgrund dieser für das bessere Verständnis notwendigen Vorbemerkungen lassen sich die Fragen der Interpellantin wie folgt beantworten:

  1. Unter die in Artikel 33 der Luftreinhalteverordnung (LRV, SR 814.318.142.1) erwähnten verkehrsbeschränkenden Massnahmen fallen die funktionellen Verkehrsbeschränkun- gen auf Durchgangsstrassen und Nichtdurchgangsstrassen im Sinne von Artikel 3 Absatz 4 SVG, namentlich Teilfahrver- bote für bestimmte Fahrzeugkategorien, Fahrverbote mit dem Zusatz «Zubringerdienst gestattet», von den allgemei- nen Tempolimiten abweichende Geschwindigkeitsbe- schränkungen, Einbahnregelungen, Parkierregelungen, Abbiegeverbote, Wohnstrassen usw. Bezüglich funktionelle Verkehrsbeschränkungen sind Umweltschutz- und Stras- senverkehrsrecht deckungsgleich. Dauernde oder zeitliche

Totalfahrverbote können als «verkehrsbeschränkende Massnahmen» im Sinne von Artikel 33 LRV aus Umwelt- schutzgründen gestützt auf Artikel 3 Absatz 3 SVG nur auf Nichtdurchgangsstrassen angeordnet werden.

  1. Die Kompetenz zum Erlass verkehrsbeschränkender Massnahmen im Sinne von Artikel 33 LRV hat:

a. auf Nationalstrassen: das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (Art. 32 Abs. 3 SVG; Art. 110 Abs. 2 SSV);

b. auf Kantonsstrassen: der Kanton oder - kraft Delegation nach kantonalem Recht (Art. 3 Abs. 2 SVG) - die Gemeinde (Art. 3 Abs. 4 und Art. 32 Abs. 3 SVG);

c. auf Gemeindestrassen: der Kanton oder - kraft Delega- tion nach kantonalem Recht (Art. 3 Abs. 2 SVG) - die Gemeinde (Art. 3 Abs. 4 und Art. 32 Abs. 3 SVG).

Für die Anordnung funktioneller Verkehrsbeschränkungen spielt die Unterscheidung zwischen Durchgangs- und Nicht- durchgangsstrassen bei b. und c. keine Rolle; solche Mass- nahmen können von den Kantonen oder Gemeinden sowohl auf kantonalen als auch auf kommunalen Haupt- und Nebenstrassen verfügt werden.

  1. Funktionelle Verkehrsbeschränkungen im Sinne von Arti- kel 33 LRV werden gestützt auf Artikel 3 Absatz 4 SVG ange- ordnet (vgl. den Verweis in Art. 33 Abs. 2 LRV).

  2. Die Kantone können zur Beseitigung übermässiger Immissionen dauernde oder zeitliche Totalfahrverbote gestützt auf Artikel 3 Absatz 3 SVG nur auf Nichtdurch- gangsstrassen, d. h. auf Nebenstrassen, erlassen. Die vom Fahrverbot betroffenen Strassen sind einzeln mit dem Signal 2.01 «Allgemeines Fahrverbot in beiden Richtungen» (Art. 18 SSV) zu signalisieren. Um die Signalisation von abgegrenzten Gebieten mit gleichartigen Strassen (z. B. Wohnquartiere) zu vereinfachen, wird der Bundesrat bei der nächsten Aenderung der SSV die Zonensignalisation ein- führen.

  3. Wie einleitend ausgeführt, widerspiegelt Artikel 3 Absatz 3 SVG das verfassungsmässige Verbot der Kantone, auf den vom Bund offen erklärten Durchgangsstrassen den Verkehr zu untersagen. Die Einräumung grösserer Kompe- tenzen an die Kantone in dem Sinne, dass die Kantone zur Einhaltung der Immissionsgrenzwerte der LRV Fahrverbote auch auf den vom Bund für den Durchgangsverkehr offen erklärten Hauptstrassen anordnen könnten, würde der ver- fassungsrechtlichen Kompetenzabgrenzung widersprechen und kann daher nicht durch eine Aenderung des SVG er- folgen.

Von der Einhaltung der Immissionsgrenzwerte der LRV, die nur durch dauerhafte Sanierungsmassnahmen, aufgrund eines alle Emissionsquellen berücksichtigenden Massnah- meplans innerhalb der geltenden Frist (in der Regel innert 5 Jahren, Art. 31 LRV), sicherzustellen ist, muss die Alarmsi- tuation unterschieden werden. In einer solchen Notsitua- tion, wie z. B. beim Smog-Alarm, besteht bereits die rechtli- che Grundlage in Artikel 3 Absatz 6 SVG, um z. B. vorüber- gehende Fahrverbote auch auf Innerortshauptstrassen anzuordnen. Der Bundesrat hat in seinen im November 1987 verabschiedeten Empfehlungen für das Vorgehen bei Win- tersmog auf solche Fahrverbote in der Interventionsstufe hingewiesen.

Abstimmung - Vote

Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit Dagegen Minderheit

Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- desrates nicht befriedigt.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Leutenegger Oberholzer Luftreinhalte-Verordnung. Verkehrsbeschränkende Massnahmen

Interpellation Leutenegger Oberholzer Ordonnance sur la protection de l'air. Mesures applicables au trafic

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1988

Année

Anno

Band

I

Volume

Volume

Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 87.949

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 18.03.1988 - 08:00

Date

Data

Seite

461-462

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Pagina

Ref. No

20 016 250

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Schlagwörter

traffic restrictionsair protectioncompetence divisionthrough roadstotal driving banfunctional restrictionssmog emergency

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

What traffic restrictions may be ordered under Art. 33 LRV to combat excessive immissions?

Extrahierter Entscheid

Art. 33 LRV covers functional traffic restrictions such as partial bans, delivery-traffic exceptions, speed limits, one-way rules, parking rules, turning bans, and residential streets; permanent or temporary total bans are only possible on non-through roads.

Extrahierte Begründung

The Federal Council linked environmental law with the Traffic Act: functional restrictions under Art. 3(4) SVG correspond to air-protection measures, while total bans under Art. 3(3) SVG are limited to non-through roads.

Kernrechtsfrage

Which authority may order such measures on national, cantonal, and municipal roads?

Extrahierter Entscheid

On national roads the federal department is competent; on cantonal and municipal roads the canton or, if delegated, the municipality is competent for functional restrictions.

Extrahierte Begründung

Competence follows the constitutional and statutory division between through roads and non-through roads, with federal competence on national roads and cantonal competence otherwise, subject to delegation.

Kernrechtsfrage

May cantons impose region-wide total driving bans to reduce excessive immissions?

Extrahierter Entscheid

Cantons may impose total bans only on non-through roads; for through roads such bans would conflict with the constitutional competence allocation. In emergency smog situations, temporary bans may nonetheless be ordered on inner-city main roads on the basis of Art. 3(6) SVG.

Extrahierte Begründung

The Federal Council distinguished ordinary air-protection compliance from emergency situations and held that only the latter can justify broader temporary interventions.

Kernrechtsfrage

Should cantons receive broader powers by amending federal law?

Extrahierter Entscheid

No broader cantonal power could be granted in a way that would allow bans on federal through roads without violating the constitutional division of competences.

Extrahierte Begründung

The existing constitutional allocation excludes cantonal prohibition of traffic on roads opened to through traffic by the Confederation.

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