Motion on BVG revision accepted as postulate

20015991Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)18.12.1987Partially Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

Hari/Oehler submitted a motion asking the Federal Council to prepare a report on attitudes toward the BVG and to incorporate the findings into a revision package. The Federal Council replied that BVG revision was generally acknowledged as necessary and that preparatory work should be carried out with the Federal Commission for occupational pension provision and experts. It therefore proposed taking the motion on as a postulate. The National Council followed this proposal and transmitted the motion as a postulate.

Omnilex-Regeste

BVG revision; motion requesting a report on insured persons’ attitudes and a revision package may be accepted as a postulate where the Federal Council recognizes the need for revision and undertakes preparatory studies with the competent commission and experts; the parliamentary chamber may limit the request accordingly.

Gesamter Gesetzestext

  1. Dezember 1987

N

1853

Motion Hari

87.581

Motion Oehler BVG. Bericht und allfällige Revision LPP. Rapport et révision éventuelle

Wortlaut der Motion vom 5. Oktober 1987 Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Hal- tung der Betroffenen gegenüber dem BVG zu erstatten. Die Ergebnisse der Abklärungen sind dann in ein Revisions- paket einzubauen. Ziel des Vorhabens muss es sein, dass aufgrund des Dreisäulenprinzips jeder Betroffene über seine Leistungen und andere Beiträge zu verantwortbaren und für ihn ausreichenden Bezügen (im Sinne von Renten) gelangt.

Texte de la motion du 5 octobre 1987

Le Conseil fédéral est chargé d'établir un rapport sur l'atti- tude des personnes concernées à l'égard de la LPP. Les résultats des enquêtes seront ensuite englobés dans un ensemble de textes à réviser. Le projet doit avoir pour but de permettre à chaque assuré d'obtenir, conformément au principe des trois piliers, des montants suffisants (sous forme de rentes), justifiés par ses prestations et les cotisa- tions qu'il a versées.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Im Volk herrscht eine mittlere wie allgemeine Unzufrieden- heit über die BVG-Regelung. Nachdem es sich um ein bedeutendes Sozialwerk für unser Land und namentlich auch für die nächsten Generationen handelt, sind dies schlechte Voraussetzungen. Die getroffenen Regelungen sind oftmals ungenügend und haben unsoziale Auswirkun- gen. Obwohl das BVG erst in jüngster Zeit in Kraft gesetzt wurde und die gesetzliche Regelung laufend durch Verord- nungen zu ergänzen ist, erscheint das Gesamtpaket als ungenügend wie unbefriedigend. Schrecken ohne Ende bahnt sich für die Betroffenen an.

Noch ist es Zeit, Kurskorrekturen vorzunehmen. Wichtig ist es, die Unzufriedenheit der Versicherten zu ergründen. Eine repräsentative Umfrage ist das richtige Mittel, die allenfalls notwendigen Korrekturen einzuleiten.

Alljährlich tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Milliarden- beiträge zusammen, um die gesetzlichen Bedingungen zu erfüllen. Anlageprobleme der Gesellschaften, die Frage des Miteinbezuges der Eigentumsförderung usw. sind wohl bedeutsam; sie zu regeln dürfte vergleichsweise einfacher sein, sie geben aber keine Antwort auf die meines Erachtens negative Einstellung des Volkes gegenüber der geltenden BVG-Regelung.

Aus diesem Grunde ist eine generelle Ueberprüfung unab- dingbar.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 25. November 1987

Rapport écrit du Conseil fédéral du 25 novembre 1987 Seit seinem Inkrafttreten am 1. Januar 1985 gibt das BVG Anlass zu vielfältigen Kritiken. Während die einen die in sozialer Hinsicht entstehenden Mängel bedauern, beklagen sich die anderen über seine zwingenden Bestimmungen und die daraus entstehenden administrativen Umtriebe. Alle sind sich jedoch über die Notwendigkeit seiner Revision einig, die überdies ausdrücklich in Artikel 1 Absatz 2 BVG vorgesehen ist.

Diese Revision wird die seit seiner Einführung gesammelten Erfahrungen sowie die Reaktionen der Betroffenen berück- sichtigen müssen. Deshalb werden die entsprechenden Vor- bereitungen nicht auf Verwaltungsebene getroffen, sondern in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für berufliche Vorsorge, in der die verschiedensten Kreise,

insbesondere die Sozialpartner, vertreten sind. Diese Kom- mission wird ebenfalls Experten hinzuziehen und die nöti- gen Abklärungen, namentlich über die Mittel zur Vereinfa- chung des administrativen Vorgehens im Zusammenhang mit der beruflichen Vorsorge im Sinne des Postulats Eisen- ring vom 25. September 1986, vornehmen können.

In diesem Sinne ist der Bundesrat bereit, die Motion Oehler als Postulat entgegen zu nehmen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

87.585

Motion Hari Ergänzungsleistungen. Vermögensfreigrenze Prestations complémentaires. Fortune déductible

Wortlaut der Motion vom 7. Oktober 1987

Der Bundesrat wird eingeladen, die Vermögensfreigrenzen gemäss Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe b des Bundesgesetzes vom 19. März 1965 über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) entspre- chend den seit der letzten Festsetzung eingetretenen wirt- schaftlichen Veränderungen anzuheben. Die Anpassung hat zusammen mit einer künftigen Erhöhung der massgeben- den Einkommensgrenzen zu erfolgen.

Texte de la motion du 7 octobre 1987

Le Conseil fédéral est chargé de relever les seuils de la fortune déductible conformément à l'article 3, 1er alinéa, lettre b, de la loi fédérale du 19 mars 1965 sur les prestations complémentaires à l'assurance-vieillesse, survivants et inva- lidité (LPC) en tenant compte des changements économi- ques survenus depuis la dernière réglementation. Cet ajus- tement doit se faire en fonction d'une augmentation future des limites du revenu déterminant.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Geissbühler, Graf, Meyer-Bern, Müller-Scharnachtal, Nebiker, Nef, Ogi, Rubi, Rüttimann, Schnider-Luzern, Wellauer (12)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Bei der Einführung der Ergänzungsleistungen (1. Januar 1966) betrugen die für den Bezug massgebenden Einkom- mensgrenzen für Alleinstehende 3000 Franken, für Ehe- paare 4000 Franken und für Waisen 1500 Franken. Die für diese Bezügerkategorien geltenden Vermögensfreigrenzen, d. h. jene Teile des Reinvermögens, die bei der Leistungsbe- rechnung unberücksichtigt bleiben, waren auf 15 000 Fran- ken bei Alleinstehenden, 25 000 Franken bei Ehepaaren und 10 000 Franken bei Waisen festgesetzt. Eine Erhöhung der Vermögensfreigrenzen hat bisher nur einmal stattgefunden und zwar auf den 1. Januar 1971, wo sie für die Alleinstehen- den und Ehepaare auf 20 000 bzw. 30 000 Franken angeho- ben wurden, während die Ansätze für Waisen unverändert blieben. Die massgebenden Einkommensgrenzen standen zu diesem Zeitpunkt auf 4800/7680 Franken und 2400 Franken.

Ab 1. Januar 1988 werden die maximalen Einkommensgren- zen 12 800/19 200 Franken und 6400 Franken betragen, während die Vermögensfreigrenzen gleich bleiben.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Oehler BVG. Bericht und allfällige Revision Motion Oehler LPP. Rapport et révision éventuelle

In

Dans

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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1987

Année

Anno

Band

IV

Volume

Volume

Session

Wintersession

Session

Session d'hiver

Sessione

Sessione invernale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 87.581

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 18.12.1987 - 08:00

Date

Data

Seite

1853-1853

Page

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Ref. No

20 015 991

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Schlagwörter

occupational pensionsparliamentary motionrevisionpostulatesocial insurance

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the motion on BVG review should be accepted only as a postulate

Extrahierter Entscheid

The National Council accepted the Federal Council's proposal and transformed the motion into a postulate.

Extrahierte Begründung

The Federal Council acknowledged the need for BVG revision, noting that preparation should be done with the competent commission and experts, including inquiries into simplification measures and reactions of those affected.

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