Interpellation on tariff concessions in public transport

20015819Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)09.10.1987Not Examined

Zusammenfassung

National Council Interpellation Schüle (No. 87.404) concerned the consequences of federal tariff concessions for public transport, including the reduced half-fare pass and free passes for federal employees. In its written reply of 2 September 1987, the Federal Council stated that the existing tariff structures remained appropriate, that an independent institute was evaluating the measures, that no immediate change to the class-price differentiation was needed, and that the Confederation would compensate operators for worsening results. It estimated additional federal costs for business travel at about CHF 1.5 million. The interpellant declared himself only partially satisfied.

Regest

Federal Council reply to a parliamentary interpellation concerning public-transport tariff concessions and their effects; the assessment of tariff structures, usage shifts and financial consequences is primarily a matter of ongoing market adaptation and ex post evaluation. Where tariff reductions are introduced on the basis of the existing ticket system, they do not per se require a restructuring of the fare architecture. If a measure is limited in time and subject to later definitive adoption, modification or repeal, its effectiveness may be reviewed by an independent body before Parliament is informed. Compensation mechanisms may neutralize disadvantages for transport undertakings; budgetary effects for the Confederation may be estimated separately and remain provisional until the measure enters into force.

Gesamter Gesetzestext

Interpellation Schüle

1497

  1. Oktober 1987 N

87.404

Interpellation Schüle SBB. Erfolgskontrolle über die Tariferleichterungen CFF. Effets des allégements tarifaires

Wortlaut der Interpellation vom 20. März 1987

Die SBB und die konzessionierten Transportunternehmun- gen haben sich in den letzten Jahren verstärkt darum bemüht, durch geeignete Tarifmassnahmen - wie z. B. gezielte Familienvergünstigungen - die Frequenzen zu stei- gern. Die eidgenössischen Räte haben dazu aus primär umweltpolitischen Erwägungen für die Jahre 1987 bis 1992 einen Zahlungsrahmen von 520 Millionen Franken bewilligt für Tariferleichterungen im öffentlichen Verkehr in der Form der Verbilligung der Halbpreis-Abonnemente von 360 Fran- ken auf 100 Franken, einer Verbilligung der Streckenabon- nemente und der Abonnemente für Jahrespendler.

Mit diesen Massnahmen wurde einerseits punktuell und anderseits recht massiv in die unternehmerisch konzipierten Tarifstrukturen eingegriffen mit dem Ziel, das möglichst rasche Umsteigen vom privaten zum öffentlichen Verkehr zu fördern.

In diesem Zusammenhang stellen sich die folgenden Fragen:

  1. Sind die heutigen Tarifstrukturen der öffentlichen Trans- portunternehmungen und insbesondere der SBB noch rich- tig, oder müssen sie aufgrund der Tariferleichterungen und der dadurch ausgelösten Frequenzverschiebungen korri- giert werden?

  2. Werden die vom Parlament beschlossenen Tarifmassnah- men im Sinne einer Erfolgskontrolle systematisch auf ihre verkehrsmässigen und finanziellen Gesamtwirkungen unter- sucht? Kann das Parlament über diese Prüfungsergebnisse rasch orientiert werden?

  3. Wie wird die bestehende Preisdifferenzierung zwischen 1. und 2. Klasse nach der Schaffung des verbilligten Halbpreis- Abonnements vom unternehmerischen Standpunkt aus heute beurteilt?

  4. Welche finanziellen und frequenzmässigen Wirkungen hat die vom Bundesrat beschlossene Gratisabgabe von Halbpreis-Abonnementen an alle Bundesbeamten für die Bundeskasse, für die SBB und die übrigen Transportunter- nehmungen? Welche Gesamtbelastung ergibt sich daraus für die Eidgenossenschaft?

Texte de l'interpellation du 20 mars 1987

Les CFF et les entreprises de transport concessionnaires se sont efforcés ces dernières années d'accroître la fréquence d'utilisation, notamment par des abaissements de tarifs en faveur des familles. Les Chambres fédérales, mues avant tout par des considérations écologiques, ont par ailleurs approuvé une enveloppe de 520 millions de francs pour des allègements tarifaires dans le transport public sous forme d'abaissement du prix de l'abonnement demi-tarif de 360 à 100 francs, ainsi que du prix de l'abonnement de par- cours et de l'abonnement à l'année.

Par ces mesures, on a influé fortement sur les structures tarifaires des CFF dans le but de promouvoir un transfert aussi rapide que possible vers le transport public.

A cet égard, il convient de poser les questions suivantes:

  1. Les grilles tarifaires des transporteurs publics et en parti- culier des CFF sont-elles encore adéquates ou doivent-elles être corrigées en raison des abaissements tarifaires et des transferts de fréquences subséquents ?

  2. Les mesures tarifaires décidées par le Parlement sont- elles systématiquement analysées quant à leur efficacité notamment en ce qui concerne leurs conséquences sur le trafic et leurs effets financiers globaux ? Le Parlement peut-il être informé rapidement du résultat de ces analyses?

  3. Comment juge-t-on la différence de prix entre la première et la seconde classe après l'institution de l'abonnement demi-tarif à prix réduit?

  4. Quels sont les effets, sur le rendement financier et sur la fréquence d'utilisation, de la décision du Conseil fédéral de remettre gratuitement l'abonnement demi-tarif à tous les agents de la Confédération ? Quelles sont les incidences sur la caisse fédérale, les CFF et les autres entreprises de transports? Quelle est la charge financière qui résultera de cette mesure pour la Confédération ?

Mitunterzeichner - Cosginataires: Aliesch, Müller-Meilen, Stucky (3)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 2. September 1987

Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 septembre 1987

Die von den eidgenössischen Räten beschlossenen Tarifer- leichterungen zur Förderung des öffentlichen Verkehrs bil- den eine Neuerung, deren Rückwirkungen auf die Verkehrs- und Tarifstrukturen in der Tat erheblich sind. Da sie jedoch auf dem bisherigen Fahrausweisangebot aufgebaut sind, wird die Tarifstruktur der öffentlichen Transportunterneh- mungen grundsätzlich nicht in Frage gestellt. Die aufgewor- fenen Fragen werden wie folgt beantwortet:

  1. Die Tarife der schweizerischen Transportunternehmun- gen müssen ständig den Bedürfnissen des Marktes ange- passt werden. Grundsätzliche Studien über das Tarifkonzept sowohl im Reise- als auch im Güterverkehr sind 1986 abge- schlossen und mit den Tarifmassnahmen des Bundes koor- diniert worden. Erste Verwirklichungen sind in Kraft getre- ten, andere werden folgen. Die gültigen Tarife erweisen sich zusammen mit den vom Parlament ergriffenen Massnahmen durchaus als zweckmässig. Bezüglich der Frequenz- verschiebungen gebieten die eingetretenen Aenderungen keine Anpassung der Tarifstrukturen.

  2. Die Gültigkeit des Bundesbeschlusses vom 1. Oktober 1986 ist auf 6 Jahre beschränkt worden, um die Massnah- men je nach Zielerfüllung nach dieser Versuchsperiode defi- nitiv zu beschliessen, zu modifizieren oder rückgängig zu machen. Im Hinblick darauf ist ein neutrales Institut beauf- tragt, die Wirksamkeit dieser Massnahmen in finanzieller Hinsicht wie auch bezüglich der häufigeren Benützung des öffentlichen Verkehrs festzustellen. Diese Studien werden jedoch mehrere Monate beanspruchen. Ueber die Ergeb- nisse wird das Parlament anschliessend informiert.

  3. Das auf 100 Franken verbilligte 1/2-Preis-Abonnement berechtigt zum Bezug von Billetten 1. oder 2. Klasse. Die dadurch bewirkte Zunahme von Reisenden mit 1/2-Preis- Abonnementen in der 1. Klasse begründet gegenwärtig noch keine Aenderung dieses Angebotes; die Entwicklung wird jedoch weiter verfolgt.

  4. Die Gratisabgabe des 1/2-Preis-Abonnements an das Bun- despersonal erfolgt erst auf den 1. Januar 1988. Somit ist es verfrüht, die Auswirkungen einer solchen Massnahme auf die Benutzung des öffentlichen Verkehrs zu schätzen. Die Transportunternehmungen werden keine Nachteile erlei- den, da der Bund, gestützt auf den Bundesbeschluss vom 1. Oktober 1986 über die Finanzierung von Tariferleichte- rungen, die Unternehmungen entschädigt, sofern sich deren Betriebsergebnisse verschlechtern.

Beim Aufwand für Dienstreisen dürften sich in Anbetracht der realisierbaren Einsparungen die zusätzlichen Kosten für die Bundeskasse auf ungefähr 1,5 Millionen Franken be- laufen.

Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satis- fait de la réponse du Conseil fédéral.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Schüle SBB. Erfolgskontrolle über die Tariferleichterungen Interpellation Schule CFF. Effets des allégements tarifaires

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1987

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III

Volume

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Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

14

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 87.404

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 09.10.1987 - 08:00

Date

Data

Seite

1497-1497

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20 015 819

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public transporttariff concessionshalf-fare passfare structurefrequency shiftfinancial effectsparliamentary oversightcompensationfederal employees