Postulat Ammann-St. Gallen
999
taires concernant le tabac et les articles de tabac et de créer une ordonnance particulière sur le tabac, le cas échéant.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Grendelmeier, Maeder-Appenzell, Mauch, Meyer-Bern, Oester, Steffen, Weber Monika, Zwygart (9)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Es ist heute allgemein anerkannt, dass das Rauchen die wichtigste verhütbare Krankheits- und Todesursache dar- stellt. Es ist daher notwendig, die Vorschriften über die Herstellung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen den heutigen Erkenntnissen anzupassen. In- und ausländische Erfahrungen zeigen, dass mit entsprechenden Massnahmen der Konsum und dadurch auch die Krankheits- und Todes- fälle reduziert werden können. Tabakerzeugnisse unterste- hen wohl dem «Bundesgesetz betreffend den Verkehr mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen», können aber in den Ausführungsbestimmungen kaum zusammen mit Lebensmitteln geregelt werden. Eine spezielle Verordnung drängt sich daher geradezu auf.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 20. Mai 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 20 mai 1987 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
86.127
Postulat Columberg Abgeltung für Greina-Verzicht Abandon du projet de centrale de la Greina. Indemnisation
Wortlaut des Postulates vom 8. Dezember 1986 Der Bundesrat wird eingeladen, in Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden und den privaten Umweltschutzorga- nisationen, den Berggemeinden Sumvitg und Vrin eine angemessene Abgeltung für den Verzicht auf den Bau des Greina-Wasserkraftwerkes auszurichten. Sollten die gesetz- lichen Grundlagen fehlen, sind diese zu schaffen.
Texte du postulat du 8 décembre 1986
Le Conseil fédéral est invité à examiner avec les autorités cantonales et avec les associations de protection de l'envi- ronnement la possibilité d'allouer aux communes de mon- tagne de Sumvitg et de Vrin une indemnisation de nature à compenser l'abandon du projet de centrale hydro-électrique de la Greina. Il établira une base légale s'il y a lieu.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Blunschy, Büh- ler-Tschappina, Bundi, Bürer-Walenstadt, Cantieni, Feigen- winter, Humbel, Kühne, Loretan, Müller-Scharnachtal, Nuss- baumer, Oester, Ruckstuhl, Schmidhalter, Schnider-Luzern, Segmüller, Seiler, Stamm Judith, Weber-Arbon, Ziegler (21)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Im Jahre 1962 haben die beiden Berggemeinden Sumvitg und Vrin dem Konsortium Greina-Wasserkräfte, dem die Nordostschweizerischen Kraftwerke AG (NOK) und die Rhä- tischen Werke für Elektrizität AG (RW) angehören, eine rechtskräftige Konzession für die Nutzung des Wasserkraft- potentials des Somvixer Rheins erteilt. Mit der Nutzung dieser eigenen Ressourcen hofften die beiden, mit öffentli- chen Aufgaben schwer belasteten Berggemeinden, eine grundlegende Verbesserung ihrer Finanzen zu erreichen und ihre dringenden Vorhaben im Bereiche des Gewässer- schutzes, der Berglandwirtschaft, der Waldwirtschaft und
der Lawinenverbauungen endlich realisieren zu können. Aufgrund der projektierten Anlagen hätten sie mit jährlichen Einnahmen aus Wasserzinsen und Steuern in der Grössen- ordnung von 2,4 Millionen Franken rechnen können. Ein gleich hoher Betrag wäre auch dem Kanton zugeflossen. In den letzten Jahren hat sich die Einstellung gegenüber der Wasserkraftnutzung grundlegend geändert. Unter anderem haben sich die wichtigsten Umweltschutzorganisationen für die Erhaltung dieser Hochgebirgslandschaft Greina einge- setzt. Diese Bemühungen fanden ihren Niederschlag in par- lamentarischen Vorstössen. Es sei an das Postulat Akeret/ Müller-Scharnachtal (83.597) betreffend Unterschutzstel- lung der Hochgebirgslandschaft Greina-Piz Medel vom 6. Oktober 1983 erinnert. Darin wird u. a. gefordert, dass in Zusammenarbeit mit den interessierten Kantonen und Gemeinden mit den Beliehenen Verhandlungen über die Ablösung der bestehenden Wasserrechtskonzessionen auf- zunehmen seien. Der Bundesrat hat sich bereit erklärt, den Vorstoss entgegenzunehmen. Im Rat konnte das Postulat allerdings nicht behandelt werden, da das Plenum dazu keine Zeit fand.
Aufgrund der Widerstände der Umweltschutzorganisationen hat das Konsortium kürzlich beschlossen, von dieser Kon- zession keinen Gebrauch zu machen und damit auf die Realisierung des Greinakraftwerkes zu verzichten. Die bei- den Berggemeinden Sumvitg und Vrin verlieren damit bedeutende Einnahmen. Die seit Jahren erhoffte wirtschaft- liche Verbesserung wird nicht eintreten.
Mit dem Verzicht müssen die betroffenen Gemeinden ein bedeutendes Opfer zugunsten der Allgemeinheit erbringen. Daraus darf ein Recht auf eine angemessene Abgeltung abgeleitet werden. Die Erhaltung der letzten unversehrten Landschaften von nationaler Bedeutung darf nicht zulasten der Bergbevölkerung geschehen. In diesem Zusammenhang darf auf den Präzedenzfall der Oberengadiner Seeland- schaft hingewiesen werden.
In den letzten Jahren wurde immer wieder erklärt, ein allfälli- ger Verzicht auf das Greinakraftwerk müsse angemessen abgegolten werden. Die Schweizerische Stiftung für Land- schaftsschutz und Landschaftspflege hat bereits eine Spende zugunsten der Erhaltung der Greina-Hochebene von einer Million erhalten. Sie hat sich bereit erklärt, in Zusammenarbeit mit anderen Umweltschutzorganisationen, weitere Mittel zu sammeln, um einen Abgeltungsfonds zugunsten der betroffenen Gemeinden zu äufnen. Diese anerkennenswerten Bemühungen reichen jedoch für eine angemessene Abgeltung nicht aus. Es braucht dazu die Unterstützung der öffentlichen Hand, insbesondere des Bundes.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 16. März 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 16 mars 1987 Der Bundesrat ist bereit, die Frage zu prüfen und das Postu- lat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
86.839
Postulat Ammann-St. Gallen Bern-Bundesplatz. Stätte der Begegnung Aménagement de la Place fédérale à Berne
Wortlaut des Postulates vom 19. Dezember 1986 1. Der Bundesrat wird eingeladen, in enger Zusammenarbeit mit den Behörden von Stadt und Kanton Bern bauliche, gestaltende, polizeiliche, verkehrsmindernde und -lenkende Massnahmen zu prüfen und zu ergreifen, mit dem Ziel, den Bundesplatz in möglichst naher Zukunft weitgehend vom
19 juin 1987
N
1000
Postulat Basler
motorisierten Individualverkehr zu befreien und ihn einem sinnvolleren und würdigeren Verwendungszweck als natio- nale Stätte der menschlichen, kulturellen und politischen Begegnung zuzuführen.
Mit dieser Umgestaltung sollen - nicht zuletzt im Interesse der Luftreinhaltung - insbesondere ausgedehnte Fussgän- gerzonen geschaffen, der unumgängliche motorisierte Durchgangsverkehr in überdeckter Tieflage geführt, die Bedienung durch öffentliche Verkehrsmittel verbessert, die Durchführung der traditionellen Warenmärkte gewährleistet und die Zahl der Parkplätze um mindestens 75 Prozent vermindert werden.
Da es sich dabei um ein Werk von nationaler Bedeutung handelt, sollen - nebst den üblichen zweckgebundenen Strassenbaumitteln sowie angemessenen Interessenbeiträ- gen durch Stadt und Kanton Bern - allenfalls auch allge- meine Bundesmittel verwendet werden können.
Texte du postulat du 19 décembre 1986
Le Conseil fédéral est invité à examiner et à mettre en oeuvre, avec les autorités de la ville et du canton de Berne, tous les moyens et mesures (travaux, aménagement, signali- sation routière, diminution ou détournement du trafic) pour que la place fédérale à Berne soit libérée en grande partie du trafic motorisé individuel le plus tôt possible et utilisée dans un but plus noble, comme lieu national de rencontres sociales, culturelles et politiques.
Cette transformation doit permettre - dans l'optique de la lutte contre la pollution atmosphérique - d'aménager notamment des zones piétonnes étendues, de canaliser en traversée souterraine le trafic motorisé de transit inévitable, d'améliorer la desserte par les transports publics, d'assurer le bon déroulement des marchés traditionnels et de dimi- nuer d'au moins 75 pour cent le nombre des places de stationnement.
Comme il s'agit d'une réalisation d'importance nationale, la Confédération devra participer à son financement en y consacrant, au besoin, des fonds pris sur les ressources générales, qui viendront compléter les fonds affectés nor- malement à la construction des routes ainsi que les contri- butions appropriées accordées par la ville et le canton.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Bäumlin, Bircher, Borel, Braunschweig, Brélaz, Bremi, Bühler-Tschappina, Camenzind, Carobbio, Chopard, Clivaz, Darbellay, Deneys, Dünki, Eggenberg-Thun, Eng, Eppenberger-Nesslau, Fank- hauser, Fetz, Fierz, Fischer-Sursee, Friedli, Früh, Giger, Gloor, Grendelmeier, Gurtner, Herczog, Hess, Hofmann, Hubacher, Jaeger, Jaggi, Keller, Kühne, Lanz, Leuenberger- Solothurn, Longet, Maeder-Appenzell, Magnin, Meizoz, Morf, Müller-Bachs, Müller-Scharnachtal, Nauer, Nef, Neu- komm, Oester, Ogi, Ott, Petitpierre, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann, Renschler, Robbiani, Ruch-Zuchwil, Ruffy, Sager, Schnider-Luzern, Schnyder-Bern, Seiler, Stamm Judith, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Vannay, Villiger, Wanner, Weber Monika, Weder-Basel, Widmer, Zwingli, Zwygart (75)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Postulant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 9. Juni 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 9 juin 1987 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
87.320
Postulat Basler Bevölkerungspolitik. Neubeurteilung Rapport sur la politique démographique
Wortlaut des Postulates vom 4. März 1987
Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs hat der Bundesrat einen umfassenden Bericht zum Volksbegehren «Für die Familie» erstellt. Ausgangspunkt dazu war die bevölkerungspolitisch beängstigende Situation unseres Landes. Aus der damali- gen Lagebeurteilung entstand das Ziel, die Geburtenziffern zu erhöhen. Die verfassungsrechtlichen Folgen waren gesetzgebende Befugnisse des Bundes auf dem Gebiete der Familienausgleichskassen und des Siedlungs- und Woh- nungswesens sowie die Verpflichtung, die Mutterschaftsver- sicherung einzurichten.
Ich ersuche den Bundesrat, einen neuen bevölkerungspoliti- schen Lagebericht zu erstellen. Denn seit Beginn des Zwei- ten Weltkriegs hat die Wohnbevölkerung um die Hälfte zugenommen; zahlenmässig mehr als in der Zeit zwischen der Gründung der Eidgenossenschaft und dem Zweiten Weltkrieg.
Der Bundesrat wird ferner um eine Neubeurteilung der Lage und allenfalls um eine Korrektur der damaligen bevölke- rungspolitischen Ziele ersucht. Denn neu erkennbar sind nun die Belastungsgrenzen der Umwelt und die Erschöpf- barkeit der Naturgüter sowohl unseres Landes wie auch der Erde.
Texte du postulat du 4 mars 1987
A l'époque de la Deuxième Guerre mondiale, le Conseil fédéral avait rédigé un rapport circonstancié sur l'initiative populaire «Pour la protection de la famille», déposée en raison de la situation alarmante qui régnait alors en Suisse sur le plan démographique. Au vu des circonstances, on décida de favoriser les naissances. Il s'ensuivit que l'on donna à la Confédération la compétence constitutionnelle de légiférer en matière de caisses de compensation pour allocations familiales, d'habitat et de logement, et qu'on la chargea d'instituer l'assurance-maternité.
Je prie le Conseil fédéral de faire un nouveau rapport sur la politique démographique, la population de notre pays ayant augmenté d'environ 50 pour cent depuis 1939, ce qui repré- sente, en chiffres absolus, un accroissement plus important que celui qui s'est produit depuis la création de la Confédé- ration jusqu'à la Deuxième Guerre mondiale.
En outre, le Conseil fédéral est prié de réexaminer la situa- tion et au besoin de rectifier les buts de la politique démo- graphique fixés à l'époque, car on a observé depuis que la résistance de l'environnement à la pollution est limitée et que les matières premières sont épuisables, tant en Suisse que dans le reste du monde.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Auer, Berger, Bühler- Tschappina, Eppenberger-Nesslau, Fierz, Fischer-Hägglin- gen, Früh, Geissbühler, Graf, Hofmann, Hösli, Lüchinger, Müller-Wiliberg, Nebiker, Nef, Neuenschwander, Ogi, Reich- ling, Rutishauser, Sager, Schnyder-Bern, Stucky, Uhlmann (23)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Bis zur Jahrhundertwende wurden in der Schweiz durch- schnittlich 29 Kinder auf 1000 Einwohner lebend geboren. Diese Geburtenrate sank anschliessend kontinuierlich, bis sie 1940 noch ungefähr die Hälfte, nämlich 15,2 betrug. Das hat in jener Zeit zu einer pessimistischen Zukunftsbetrach- tung geführt. Der damalige Direktor des Eidgenössischen Statistischen Amtes hat davon gesprochen, dass unser Lebensquell am Versiegen sei und schon in einem Jahr-
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Postulat Ammann-St. Gallen Bern-Bundesplatz. Stätte der Begegnung Postulat Ammann-St. Gallen Aménagement de la Place fédérale à Berne
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Rat
Nationalrat
Conseil
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Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.839
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Datum 19.06.1987 - 08:00
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