N
519
Postulat Uchtenhagen
86.979 Postulat der Kommission für soziale Sicherheit des Nationalrates Neue Armut Postulat de la Commission de la sécurité sociale du Conseil national Nouvelle pauvreté
Wortlaut des Postulates vom 25. November 1986
Der Bundesrat wird ersucht, dem Parlament einen Bericht über das Ausmass und die Ursachen des Phänomens der neuen Armut in der Schweiz zu unterbreiten. Dabei soll er die Massnahmen aufzeigen, die zur Verbesserung der Situa- tion führen.
Texte du postulat du 25 novembre 1986
Le Conseil fédéral est invité à présenter au Parlement un rapport sur l'importance et les causes du phénomène de la nouvelle pauvreté en Suisse en indiquant les mesures pro- pres à améliorer la situation.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit An ihrer Sitzung vom 10. September 1986 liess sich die Kommission für soziale Sicherheit des Nationalrats von Ver- tretern eines Hilfswerks und eines kantonalen Fürsorgeam- tes über die neue Armut in der Schweiz orientieren. Dabei interessierte sie sich insbesondere für die Frage, ob auf Bundesebene zusätzliche Massnahmen zur Linderung der Armut getroffen werden könnten.
Zu ihrer Information wünscht die Kommission einen Bericht des Bundesrats über Ausmass und Ursachen der Armut in der Schweiz. Es geht ihr dabei nicht um eine lange wissen- schaftliche Arbeit, sondern um Angaben über mögliche Massnahmen von Bund, Kantonen, Gemeinden und privaten Organisationen zur Verbesserung der Situation.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 9. März 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 9 mars 1987 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
86.980
Postulat Leuenberger-Solothurn Neue Armut Postulat Leuenberger-Soleure Nouvelle pauvreté
Wortlaut des Postulates vom 1. Dezember 1986 Der Bundesrat wird eingeladen, einen Bericht über die Ursa- chen und Folgen des Phänomens neue Armut in der Schweiz erstellen zu lassen.
Insbesondere wären die Fragen zu klären:
Welche Ursachen führen zur neuen Armut?
Welche gesellschaftlichen Gruppen oder Personen sind besonders betroffen? Gibt es regionale Unterschiede?
Welches Ausmass hat die neue Armut in der Schweiz bereits angenommen?
Welche Entwicklungen zeichnen sich angesichts des wirt- schaftlichen Strukturwandels und der daraus resultierenden Folgen für die Beschäftigung ab?
Welche Massnahmen könnten auf Bundesebene (Sozial-
versicherung, Beschäftigungspolitik) zur Linderung des Phänomens beitragen?
Welche weiteren Massnahmen wären zu prüfen im Hin- blick auf die Eindämmung der neuen Armut?
Welche privaten Hilfswerke und ähnlichen Organisatio- nen beschäftigen sich mit der neuen Armut? Gibt es Mög- lichkeiten der Unterstützung dieser Arbeit durch den Bund?
Texte du postulat du 1er décembre 1986
Le Conseil fédéral est invité à présenter un rapport sur les causes et les conséquences du phénomène de la nouvelle pauvreté en Suisse.
Les questions suivantes sont notamment à examiner:
Quelles sont les causes de la nouvelle pauvreté?
Quels sont les groupes sociaux ou personnes particulière- ment touchés? Y a-t-il des différences régionales?
Quelle est l'importance prise par la nouvelle pauvreté en Suisse ?
Quels développements sont à prévoir pour l'emploi dans l'optique du changement des structures économiques et des conséquences?
Quelles mesures pourrait-on prendre au niveau fédéral (assurances sociales, politique de l'emploi) pour diminuer la pauvreté ?
Quelles autres mesures seraient à examiner pour limiter la nouvelle pauvreté ?
Quelles oeuvres d'entraide privées ou organisations sem- blables s'occupent de la nouvelle pauvreté? Y a-t-il des possibilités de subventionner leur travail par la Confédéra- tion?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Postulant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 9. März 1987 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 9 mars 1987 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
86.139
Postulat Uchtenhagen Umweltgefährdende Chemikalien. Verbot Produits chimiques portant atteinte à l'environnement
Wortlaut des Postulates vom 11. Dezember 1986 Der Bundesrat wird aufgefordert, Fabrikation, Durchfuhr und Ausfuhr von umweltgefährdenden Chemikalien, die in der Schweiz für den Verkehr nicht zugelassen sind, zu verbieten.
Texte du postulat du 11 décembre 1986
Le Conseil fédéral est prié d'interdire la fabrication ainsi que le transit et l'exportation des produits chimiques portant atteinte à l'environnement dont la commercialisation n'est pas autorisée en Suisse.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bir- cher, Borel, Braunschweig, Chopard, Christinat, Deneys, Eggenberg-Thun, Euler, Fankhauser, Friedli, Gloor, Huba- cher, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Meyer-Bern, Nauer, Neukomm, Pitteloud, Rechsteiner, Renschler, Robbiani, Ruffy, Stamm Walter, Stappung, Wagner (27)
N 20 mars 1987
520
Postulat Mauch
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Brandkatastrophe in Schweizerhalle hat die Gefährlich- keit gewisser Chemikalien für Mensch und Umwelt aufge- zeigt. Um grössere Schäden im Gefolge von ausserordentli- chen Ereignissen möglichst einzugrenzen, sind Verbote, wie sie für den Verkehr besonders gefährlicher Stoffe in der Schweiz bestehen, auch auf Herstellung, Durchfuhr und Ausfuhr dieser Stoffe auszudehnen. Es kann nicht verant- wortet werden, dass Produkte die wir für uns als zu gefähr- lich erachten, in unserem Land gelagert, transportiert oder gar in andere Staaten exportiert werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen und damit dessen Anliegen zu prüfen.
Ueberwiesen - Transmis
86.140 Postulat Uchtenhagen Quecksilberhaltige Schädlingsbekämpfungsmittel. Verbot Produits antiparasitaires mercuriels
Wortlaut des Postulates vom 11. Dezember 1986 Der Bundesrat wird aufgefordert, Herstellung, Import und Export von quecksilberhaltigen Schädlingsbekämpfungs- mitteln umgehend zu verbieten. Mittelfristig ist überdies auch ein Verbot anderer in Pestiziden verwendeter gefährli- cher Giftstoffe (wie Phosphorsäureester) vorzusehen.
Texte du postulat du 11 décembre 1986 Le Conseil fédéral est prié d'interdire avec effet immédiat la fabrication ainsi que l'importation et l'exportation de pro- duits antiparasitaires mercuriels. De plus, il est prié de prévoir, à moyen terme, une interdiction portant sur les autres substances toxiques dangereuses utilisées pour la fabrication des pesticides, comme l'ester phosphorique.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bir- cher, Borel, Braunschweig, Chopard, Christinat, Deneys, Eggenberg-Thun, Euler, Fankhauser, Friedli, Gloor, Huba- cher, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Meyer-Bern, Nauer, Neukomm, Pitteloud, Rechsteiner, Renschler, Robbiani, Ruffy, Stamm Walter, Stappung, Wagner (27)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Obwohl bekannt ist, dass Quecksilber ein hochgiftiger nicht abbaubarer Stoff ist, war ein Verbot der Verwendung von Quecksilberverbindungen in Pestiziden bis heute nicht durchzusetzen. Die Vorfälle in Schweizerhalle haben nun aber in aller Deutlichkeit die Gefahren der Verwendung dieses Giftstoffes aufgezeigt. Ein Verbot erscheint heute dringend. Da auch die Ersetzung anderer in den Pestiziden enthaltener Giftstoffe durch alternative, umweltfreund- lichere Stoffe anzustreben ist, sind mittelfristig entspre- chende Verbote auch dieser Stoffe vorzusehen. Der Agro- chemie würde damit ermöglicht, die nötigen Forschungs- und Umstellungsarbeiten einzuplanen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat engtgegenzunehmen und damit dessen Anliegen zu prüfen.
Ueberwiesen - Transmis
86.147
Postulat Mauch Umweltkatastrophen und Sicherheitsziele. Bericht Catastrophes écologiques et sécurité de la population
Wortlaut des Postulates vom 15. Dezember 1986 Der Bundesrat wird gebeten, einen Bericht zu erarbeiten, welcher Auskunft gibt über die Prinzipien der Sicherheits- ziele für unser Land.
In dem Bericht sollen unter anderem folgende Problembe- reiche dargestellt werden:
Wie kann in der Schweiz eine optimale Sicherheit vor Katastrophen für die Bewohner und ihre Umwelt erreicht werden, ohne dass dabei die Freiheit des einzelnen einge- schränkt wird?
Welche Gesundheits- und Umweltrisiken sind nach Ansicht des Bundesrates für unsere Bevölkerung und unser Land tragbar, bzw. mit welchen Risiken müssen wir «leben lernen» ?
Wie ist aus der Sicht des Bundesrates das qualitative und quantitative Verhältnis der individuellen zu den kollektiven Risiken? Gibt es z. B. für diese unterschiedlichen Risiken eine unterschiedliche Akzeptanz?
In welchen Risikobereichen drängt sich nach Ansicht des Bundesrates eine quantifizierte Risikobetrachtung auf? Wie und wo müssen quantitative Risikokriterien insbesondere in die Umweltschutzgesetzgebung einfliessen?
Besteht ein Gefälle zwischen behördlichem Risiko- management einerseits im militärischen und andererseits im zivilen Bereich, bzw. werden militärische Risiken ernster genommen als zivile, insbesondere ökologische Risiken? 6. Wie gedenkt der Bundesrat Gesundheits- und Umweltrisi- koüberlegungen in die gesamte Verwaltungstätigkeit ein- fliessen zu lassen, bzw. wer soll auf Bundesverwaltungs- ebene departementsübergreifend Risikoanalysen in diesen Bereichen machen und koordinieren?
Texte du postulat du 15 décembre 1986
Le Conseil fédéral est prié de préparer un rapport exposant les principes qui sont à la base de sa politique en matière de sécurité de la population.
Ce rapport répondra notamment aux questions suivantes: 1. Comment assurer, en Suisse, une sécurité optimale à la population et à son environnement, en cas de catastrophe, sans porter atteinte à la liberté individuelle ?
Quels risques la population et le pays peuvent-ils suppor- ter sans que cela nuise à la santé et à l'environnement? En d'autres termes, avec quels risques devons-nous «appren- dre à vivre» ?
Quel est, sur les plans qualitatif et quantitatif, le rapport risques individuels/risques collectifs? La tolérance varie-t- elle selon le type de risque ?
Comment peut-on établir des critères quantitatifs de ris- ques? Où ces critères auraient-ils leur place ? Ne devraient- ils pas notamment être insérés dans la législation relative à la protection de l'environnement?
Y a-t-il un écart entre l'ampleur des mesures prises par l'autorité pour parer aux risques militaires d'une part et l'ampleur des mesures de prévention des risques civils d'autre part? En d'autres termes, les risques militaires sont- ils pris plus au sérieux que les risques civils, plus particuliè- rement les risques de catastrophe écologique ?
Comment le Conseil fédéral compte-t-il s'y prendre pour que l'administration fédérale se préoccupe dans l'ensemble de ses activités des risques pour la santé et pour l'environ- nement? En d'autres termes, qui est censé analyser ces risques et coordonner les analyses, non pas par départe- ment, mais bien à un niveau supradépartemental ?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Uchtenhagen Umweltgefährdende Chemikalien. Verbot Postulat Uchtenhagen Produits chimiques portant atteinte à l'environnement
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Jahr
1987
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
86.139
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
20.03.1987 - 08:00
Date
Data
Seite
519-520
Page
Pagina
Ref. No
20 015 261
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