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Südafrika. Persönliche Vorstösse
dre pour garantir que l'aide caritative de notre pays puisse se poursuivre en Afrique du Sud?
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Nach der Unesco ist nun auch das Rote Kreuz im Zuge der Verpolitisierung zu einer humanitären Institution geworden, die in ihren Grundzielen bedroht scheint. Der Ausschluss von Südafrika bedeutet nicht nur einen Verstoss gegen die Satzungen der Liga des Roten Kreuzes, sondern vor allem eine ernsthafte Bedrohung des Gedankens der karitativen Hilfe an alle Menschen. Es besteht nach diesem präjudizie- renden Entscheid von Genf die grosse Gefahr, dass politi- sche Willkür zu ähnlichen Massnahmen gegenüber anderen isolierten Staaten führen könnte. Da die Schweiz mit der humanitären Aufgabe des Roten Kreuzes eng verbunden ist, muss der Bundesrat alles daran setzen, um der gefährlichen Verpolitisierung des Roten Kreuzes in den Anfängen entge- genzutreten. Angesichts der grossen finanziellen Hilfe (etwa 55 Millionen Franken im Jahre 1985) kann der Bundesrat unmissverständlich sein Mitspracherecht beanspruchen. Es ist in diesem Zusammenhang zu wünschen, dass der Bundesrat auch bei der Vorbereitung einer nächsten Konfe- renz dem gefährlichen Dualismus von Regierungsdelega- tion und nationaler Vertretung des Roten Kreuzes entgegen- wirkt. Offenbar sind bei Vorbereitung und Durchführung der diesjährigen Konferenz in Genf Führungsfehler vorgekom- men, die in Zukunft vermieden werden müssen. Im beson- dern ist am Konferenzort auch der Einfluss von Vertretern der Uno unliebsam aufgefallen.
Da der Ausschluss von Südafrika aus dem Roten Kreuz, verbunden mit der Ausweisung von IKRK-Delegierten durch die Regierung in Pretoria, vor allem die notleidende schwarze Bevölkerung im Bereiche der städtischen Agglo- merationen trifft, sollte eine Soforthilfe gesucht werden. Es ist deshalb zu prüfen, ob nicht die Organisationen der Entwicklungshilfe oder des Katastrophenhilfekorps in die Lücke springen können. Es gilt jetzt zu beweisen, dass unser Land nicht nur durch Worte, sondern durch wirksame Taten am Gedanken des Roten Kreuzes festhält.
Antwort des Bundesrates siehe unten Réponse du Conseil fédéral voir ci-après
86.984
Interpellation de Chastonay 25. IKRK-Konferenz. Ausschluss von Südafrika 25e Conférence internationale de la Croix-Rouge à Genève. Expulsion de l'Afrique du Sud
Wortlaut der Interpellation vom 1. Dezember 1986
Die 25. Internationale Konferenz des Roten Kreuzes in Genf hat mit ihrem Beschluss, Südafrika auszuschliessen, den Grundsatz der Neutralität des IKRK und der Liga der Rot- kreuz-Gesellschaften mit Füssen getreten, das Rote Kreuz insgesamt als humanitäre Institution geschwächt und es eines grossen Teils seiner Glaubwürdigkeit beraubt.
In gewissen Kreisen hat man leider nicht versäumt, für den schwerwiegenden Misserfolg dieser Konferenz Sünden- böcke zu suchen.
Die Vorbereitungsarbeiten für diese Konferenz sind in erster Linie von Bundesbeamten geleistet worden. Ich bitte des- halb den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:
Welcher Art waren die Vorbereitungsarbeiten, welche die zuständigen Beamten des Bundes geleistet haben? Von welchem Ausmass waren sie, wieviel Zeit nahmen sie in Anspruch, und welche Bedeutung kam ihnen zu? Bei wel- chen Ländern sind im Rahmen der Vorbereitung Vorstösse unternommen worden?
Hat man während der ganzen Vorbereitungsphase der Konferenz nicht voraussehen, abschätzen oder mindestens ahnen können, dass die Konferenz sehr rasch mit rein politi- schen Abstimmungen konfrontiert würde?
Hat man diese Gefahr letztlich nicht in schwerwiegender Weise unterschätzt?
Wäre es auf jeden Fall nicht zweckmässiger und klüger gewesen, die Konferenz auf ein späteres Datum zu verschie- ben, wie es schon bei früheren Konferenzen vorgekommen ist?
Texte de l'interpellation du 1er décembre 1986
La décision de la 25e Conférence internationale de la Croix- Rouge, à Genève, en bafouant le principe de la neutralité du CICR et de la Ligue des Sociétés de la Croix-Rouge, a fragilisé toute cette institution humanitaire en lui faisant perdre une grande partie de son crédit.
Dans certains milieux, l'on n'a malheureusement pas man- qué de chercher des boucs émissaires au grave échec de cette conférence.
Sachant que tous les travaux préparatoires de cette assem- blée plénière ont été notamment assumés par des fonction- naires de la Confédération, le Conseil fédéral peut-il répon- dre aux questions suivantes:
Quelles sont la nature, l'étendue, la durée et l'importance des travaux préparatoires entrepris par les responsables de la Confédération ? Auprès de quels pays?
Durant toute la période précédant l'ouverture de la Confé- rence, n'était-il pas possible de prévoir, d'évaluer ou tout au moins de supposer que la Conférence serait très vite confrontée à des votes d'ordre purement politique?
N'a-t-on pas, en définitive, gravement sous-estimé ces risques ?
En tout état de cause, n'aurait-il pas été plus opportun et avisé de reporter la Conférence à une date ultérieure ainsi que cela s'est déjà produit dans le passé?
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Antwort des Bundesrates siehe unten Réponse du Conseil fédéral voir ci-après
86.125
Interpellation der liberalen Fraktion Internationale Rotkreuz-Konferenz. Ausschluss von Südafrika
Interpellation du groupe libéral Conférence internationale de la Croix-Rouge. Expulsion de l'Afrique du Sud
Wortlaut der Interpellation vom 8. Dezember 1986 An der internationalen Konferenz des Roten Kreuzes, die vom 23. bis 31. Oktober 1986 in Genf abgehalten wurde, hat sich ein schwerwiegender Vorfall ereignet: Die Delegation der südafrikanischen Regierung ist von der Konferenz aus- geschlossen worden. Wie auch immer die Doktrin und Poli- tik der Rassentrennung und Rassendiskriminierung, die die-
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ses Land vertritt, beurteilt wird, man kann über eine derart aufsehenerregende Politisierung des Internationalen Roten Kreuzes nur beunruhigt sein.
Für die Schweiz ist dieser Vorfall besonders bedauerlich. Sie war das Gastgeberland. Dem Präsidenten des Schweizeri- schen Roten Kreuzes fiel an dieser Konferenz der Vorsitz zu. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Hüter der Universalität des Roten Kreuzes, war in Genf dabei. Dass die Delegation des Südafrikanischen Roten Kreuzes weiter- hin an der Konferenz teilnahm, ist nur halbwegs ein Trost. Es sind in der Tat die Regierungen, welche die Abkommen ermöglichen und garantieren sowie den Ausbau der Men- schenrechte sicherstellen. Sie sind sich über die Universali- tät einer humanitären Aktion einig: Diese hat die Schranken der Politik zu durchbrechen. Sollte die Politisierung zur Regel werden, so besteht die Gefahr, dass die ganze Rot- kreuz-Bewegung scheitern könnte.
Kann der Bundesrat auf die folgenden Fragen Antwort geben:
Welche Anstrengungen hat die schweizerische Diploma- tie unternommen, um den drohenden Ausschluss abzuwen- den? Wie sind diese Anstrengungen auf jene des Schweize- rischen Roten Kreuzes und des IKRK abgestimmt worden? 2. Hat man, von dem Augenblick an, als mit einem Antrag auf Ausschluss Südafrikas zu rechnen war, den in dieser Angelegenheit zu vertretenden Standpunkt erörtert und sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt? Hat man zusam- men mit anderen Delegationen, der Konferenzleitung und dem IKRK ernsthaft die Möglichkeit geprüft, durch den Abbruch der Konferenz die regelwidrige Abstimmung zu verhindern?
Wie schätzt der Bundesrat die Gefahr ein, dass dieser Vorfall Schule macht? Wie sieht er die Vorbereitung der nächsten Konferenz?
Gedenkt die schweizerische Diplomatie in nächster Zeit tätig zu werden, damit der Ruf des Roten Kreuzes als univer- selle Institution, die ihre Aufgabe ungeachtet politischer Regimes wahrnimmt, wiederhergestellt und gewahrt wird?
Texte de l'interpellation du 8 décembre 1986
La Conférence internationale de la Croix-Rouge, qui s'est tenue à Genève du 23 au 31 octobre 1986, fut marquée par un évènement grave: l'exclusion de la délégation gouverne- mentale d'Afrique du Sud. Quel que soit le jugement qu'il convient de porter sur la doctrine et la politique de sépara- tion et de discrimination raciale suivie par ce pays, on ne peut qu'être inquiet devant une politisation aussi spectacu- laire de la Croix-Rouge Internationale.
Pour la Suisse, cet incicent est particulièrement navrant. Elle était la puissance invitante. Le Président de la Croix- Rouge suisse avait la charge de présider cette conférence. Le CICR était là, sur place à Genève, gardien de l'universalité de la Croix-Rouge. Le fait que la délégation de la Croix- Rouge sud-africaine ait continué à siéger n'est qu'une demi- consolation. Ce sont bien les gouvernements qui permettent et garantissent les conventions, qui assurent la progression du Droit humanitaire, qui s'accordent sur l'universalité d'une action humanitaire, laquelle doit surmonter les bar- rières de la politisation. Si une telle politisation devait s'ins- taurer, c'est tout le monument Croix-Rouge qui pourrait éclater.
Le Conseil fédéral peut-il répondre aux questions suivantes: 1. Quels efforts furent accomplis par la diplomatie suisse afin de conjurer la menace de cette exclusion ? Quelle fut, à cet égard, la coordination avec la Croix-Rouge suisse et le CICR?
Dès lors que l'éventualité d'une proposition d'exclusion de l'Afrique du Sud ne pouvait pas être écartée, les attitudes à prendre dans ce cas avaient-elles été discutées, prévues ? En coordination avec d'autres délégations, avec la prési- dence de la Conférence, avec le CICR, la possibilité de suspendre la Conférence pour empêcher ce vote illégal fut- elle examinée sérieusement?
Comment le Conseil fédéral évalue-t-il les risques que cet incident soit un précédent à d'autres, du même genre?
Comment envisage-t-il la préparation de la prochaine confé- rence?
Sprecher - Porte-parole: Eggly-Genève
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 25. Februar 1987 auf die Interpellationen de Chastonay, Mühlemann und der liberalen Fraktion (texte français voir ci- après)
Wegen des unter schwierigen Verhältnissen erfolgten Aus- schlusses der südafrikanischen Regierungsdelegation hat die Genfer Konferenz besonderes Aufsehen erregt. Dieser Entscheid darf allerdings die Tatsache nicht verschleiern, dass die Konferenz alle ihre Tagesordnungspunkte in befrie- digender Weise behandeln konnte und dass sie wichtige Beschlüsse gefasst hat, die jeweils durch Uebereinstim- mung zustande kamen. Insbesondere hat sie die neuen Statuten der Internationalen Bewegung des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds angenommen, die solide Grund- lagen für die Tätigkeiten des Roten Kreuzes in den kommen- den Jahren darstellen. Ueberdies hat sie dreissig Resolutio- nen verabschiedet, wovon eine über die Achtung des huma- nitären Völkerrechts und eine andere über die Zusatzproto- kolle zu den Genfer Konventionen, die besonders wichtig sind.
Es ist jedoch eine Tatsache, dass eine solche Konferenz in der heutigen Zeit einer Politisierung nicht zu entrinnen vermag, und wir bedauern dies. Der Ausschluss der südafri- kanischen Regierungsdelegation - er erfolgte trotz intensi- ven Anstrengungen, die wir zusammen mit dem IKRK und dem Konferenzpräsidenten entfalteten, und trotz der Hilfe anderer europäischer Staaten - zeugt davon. Es muss aller- dings hervorgehoben werden, dass nach eingehenden Ver- handlungen die Forderung der afrikanischen Gruppe beträchtlich reduziert werden konnte: Dieser Ausschluss wurde auf die Dauer der Genfer Konferenz beschränkt, und die Teilnahme der Delegation des südafrikanischen Roten Kreuzes wurde schliesslich nicht in Frage gestellt. Die Gesamtheit der Rotkreuzbewegung, zu der die Regierungen nicht gehören, blieb somit unangetastet. Schliesslich muss daran erinnert werden, dass dies leider bei weitem nicht das erste Mal war, dass eine Rotkreuzkonferenz einer schwer- wiegenden politischen Krise gegenüberstand.
Zu den spezifischeren Fragen, die gestellt wurden, möchte der Bundesrat folgendes hervorheben:
Im Juni 1986 haben alle unsere Botschaften in den Ländern, in denen sie akkreditiert sind, Demarchen unternommen, um auf die Bedeutung der Konferenz hinzuweisen und sich zu informieren, welche Haltung diese Staaten der Konferenz gegenüber einnehmen und welche Probleme sich daraus ergeben könnten. Erst anfangs September, als eine allge- meine politische und wirtschaftliche Offensive gegen Süd-
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afrika gerichtet wurde (Wirtschaftssanktionen verhängten die EG am 15. September, die USA am 7. Oktober), wurde ersichtlich, dass gewisse afrikanische Staaten den Aus- schluss Südafrikas von der Konferenz verlangen könnten. Das Departement für auswärtige Angelegenheiten hat dar- aufhin - immer in sehr enger Zusammenarbeit mit dem IKRK und dem Generalkommissär - unverzüglich eine weitge- spannte diplomatische Aktion unternommen und intensive Kontakte gepflegt, um eine Lösung zu finden. Die Missionen der westlichen Länder in Genf haben sich ebenfalls einge- hend mit dieser Angelegenheit befasst, und einige dieser Länder haben diese Anstrengungen tatkräftig unterstützt. Die Aussichten, zu einem Kompromiss zu gelangen, schie- nen gegeben.
Gleichzeitig wurden die Alternativen im Falle eines Schei- terns der Verhandlungen genau geprüft. Insbesondere die . Art und Weise, wie einem möglichen Antrag auf Ausschluss zu begegnen sei, wurde im einzelnen mit dem Schweizeri- schen Roten Kreuz, dem IKRK, den westlichen Missionen in Genf sowie mit den südafrikanischen Behördevertretern be- sprochen.
Die afrikanische Gruppe fasste den Entschluss, den Aus- schluss Südafrikas zu beantragen, erst am Eröffnungstag der Konferenz. Dieser Entscheid wurde erst nach der Ankunft aller Delegierten aus den Hauptstädten gefällt, und es waren die Vertreter der «harten Linie», die den Ausschlag gaben. Vielleicht wurden sie bestärkt durch die Meldung über den Abzug von vier grossen multinationalen amerikani- schen Gesellschaften aus Südafrika und durch den Tod des mosambikanischen Präsidenten Samora Machel in einem Flugzeugunglück in Südafrika, das sich einige Tage zuvor ereignet hatte.
Die Konferenz in jenem Zeitpunkt zu verschieben, zwei Stunden vor der Eröffnung und nachdem die Delegationen aus der ganzen Welt bereits vor Ort waren, wäre materiell und politisch kaum verständlich gewesen. Die Konferenz überdies zu verschieben, um unter den gegebenen Umstän- den dem Ausschluss Südafrikas vorzubeugen, hätte mög- licherweise eine noch schwerere Krise für die Einheit und die Zukunft des Roten Kreuzes hervorgerufen als der Aus- schluss der südafrikanischen Regierungsdelegation.
Die Forderung der afrikanischen Länder war Ursache einer zweitägigen Debatte mit stürmischen und schwierigen Aus- einandersetzungen über Verfahrensfragen. Einige westliche Rotkreuzgesellschaften haben dann eine Vertagung der Konferenz vorgeschlagen. Die überwiegende Mehrheit der Delegierten war jedoch gegen eine Vertagung, wie die Abstimmung über diese Frage am dritten Konferenztag zeigte (178 Nein gegen 52 Ja).
darüber handelt, wie die Apartheid am besten zu bekämpfen ist.
Die nächste Konferenz wird voraussichtlich 1990 in Kolum- bien stattfinden. Es ist Aufgabe der Organe des Roten Kreu- zes, insbesondere der Ständigen Kommission in ihrer neuen Zusammensetzung, diese Konferenz unter Berücksichti- gung der Lehren aus der Genfer Konferenz vorzubereiten. Die Schweiz ihrerseits wird sich weiterhin dafür einsetzen, die Gefahr der Politisierung des Roten Kreuzes einzuschrän- ken, um damit die Gesamtheit des humanitären Völker- rechts sowie die Prinzipien des Roten Kreuzes und deren Durchsetzung in allen Konflikten zu stärken, um die Zahl der Ratifizierungen der Zusatzprotokolle zu den Genfer Konven- tionen zu erhöhen und um das IKRK und seine Tätigkeiten in angemessener Weise zu unterstützen. Insbesondere indem man dem IKRK und dem Roten Kreuz die Möglichkeit ver- schafft, sein Mandat überall in der Welt auszuüben und so die Prinzipien und Ideale des Roten Kreuzes zu verbreiten, werden die weltweiten Aufgaben des Roten Kreuzes in kon- kreter Weise begünstigt.
Rapport écrit du Conseil fédéral du 25 février 1987 aux interpellations de Chastonay, Mühlemann et du groupe libé- ral (deutscher Wortlaut siehe oben)
La Conférence de Genève a eu un retentissement particulier en raison de la suspension de la délégation gouvernemen- tale de l'Afrique du Sud, survenue dans des conditions difficiles. Cette décision ne doit cependant pas masquer le fait que la Conférence a pu examiner de façon satisfaisante tous les points à son ordre du jour et qu'elle a pris des décisions importantes, sur lesquelles il y a eu, chaque fois, consensus. Elle a, en particulier, adopté les nouveaux sta- tuts du Mouvement international de la Croix-Rouge et du Croissant-Rouge, qui posent des fondements solides pour les activités de la Croix-Rouge dans les années à venir. Elle a, en outre, adopté trente résolutions, dont une sur le respect du droit international humanitaire et une autre sur les Protocoles additionnels aux Conventions de Genvève qui sont particulièrement importantes.
Il est toutefois un fait qu'une telle Conférence de nos jours n'échappe pas à la politisation, et nous le déplorons. La suspension de la délégation gouvernementale de l'Afrique du Sud - survenue malgré les efforts intenses que nous avons déployés avec le CICR, la Présidence de la Confé- rence, et malgré l'aide d'autres pays européens - en témoigne. Il convient cependant de souligner qu'il a été possible, après des négociations intenses, de réduire consi-
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dérablement les exigences du groupe africain: cette suspen- sion a été limitée à la durée de la Conférence de Genève et la participation de la délégation de la Croix-Rouge sud-afri- caine n'a finalement pas été mise en cause. L'universalité du Mouvement de la Croix-Rouge - dont les gouvernements ne font pas partie - a donc été préservée. Enfin, il faut rappeler que ce n'est, malheureusement, de loin pas la première fois qu'une Conférence de la Croix-Rouge a été confrontée à une crise politique grave.
Concernant les questions plus spécifiques qui ont été posées, le Conseil fédéral relève ce qui suit:
En juin 1986, toutes nos ambassades ont fait des démarches dans les pays auprès desquelles elles sont accréditées pour les sensibiliser à l'importance de la Conférence et s'enquérir de la façon dont ces Etats voyaient la Conférence et les problèmes qui pourraient s'y poser. Ce n'est qu'au début septembre - alors qu'une offensive diplomatique et écono- mique généralisée se lançait contre l'Afrique du Sud (sanc- tions économiques prises par la CEE le 15 septembre, par les USA le 7 octobre) - qu'il est apparu que certains pays africains demanderaient probablement l'exclusion de l'Afri- que du Sud de la Conférence. Le Département des affaires étrangères a alors immédiatement lancé une action diplo- matique d'envergure et procédé à d'intenses contacts, tou- jours en collaboration très étroite avec le CICR et le Com- missaire général, pour trouver une solution. Les missions des pays occidentaux à Genève se sont également abon- damment occupées de cette affaire et certains de ces pays ont activement soutenu ces efforts. Les chances de parvenir à un compromis paraissaient réelles.
Simultanément, les alternatives en cas d'échec de ces négo- ciations ont été examinées de près. En particulier, la manière et les modalités de procédure selon lesquelles il faudrait traiter une éventuelle motion d'exclusion ont été discutées en détail avec la Croix-Rouge suisse, le CICR, les missions occidentales à Genève et avec les représentants des autorités sud-africaines.
Le groupe africain prit la décision de demander l'exclusion de l'Afrique du Sud seulement le jour de l'ouverture de la Conférence. Cette décision a été prise après l'arrivée de tous les délégués des capitales, et ce sont les «durs» qui l'empor- tèrent. Peut-être ont-ils été confortés par l'annonce du départ de quatre grandes sociétés multinationales améri- caines de l'Afrique du Sud et par la mort du Président du Mozambique Samora Machel dans un accident d'avion en Afrique du Sud, survenus quelques jours auparavant.
Reporter la Conférence à ce moment-là, deux heures avant son ouverture et alors que les délégations venues du monde entier étaient déjà sur place, aurait été matériellement et politiquement difficilement concevable. De surcroît, reporter
la Conférence pour éviter l'exclusion de l'Afrique du sud, dans les circonstances présentes, aurait probablement créé une crise encore plus grave pour l'unité et l'avenir de la Croix-Rouge que la suspension de la délégation gouverne- mentale sud-africaine.
La demande des pays africains donna lieu à deux jours de débats et de batailles de procédure houleux et difficiles. Certaines sociétés de Croix-Rouge occidentales ont alors proposé que l'on suspende la Conférence. Mais la très grande majorité des délégations étaient opposées à une suspension, comme l'a montré le vote sur cette même question survenu le troisième jour de la Conférence (178 non contre 52 oui).
Cette suspension pourrait-elle devenir un précédent ? On ne saurait l'exclure, mais cela paraît peu probable, car l'Afrique du Sud est le seul pays à pratiquer ouvertement une politique aussi universellement condamnée que l'apar- theid. Il s'agit donc d'un problème «sui generis». Le débat a, au demeurant, révélé qu'il s'agissait essentiellement d'une différence de conception entre pays du tiers monde et pays occidentaux quant à la meilleure manière de combattre l'apartheid.
La politisation qui a marqué cette Conférence, pour regrettable qu'elle soit, oblige la Croix-Rouge internationale à, désormais, mieux prendre en compte les réalités du monde d'aujourd'hui. Il est donc indispensable que le dialo- gue se poursuive entre la Croix-Rouge et les Gouverne- ments. Toutefois, une réflexion est en cours sur l'opportu- nité des structures bipartites actuelles des Conférences de la Croix-Rouge - Gouvernements et sociétés nationales - qui ont été confirmées dans les statuts nouvellement adoptés. En effet, la présence de délégations gouvernemen- tales, dans ce genre de Conférence, favorise la politisation. Par ailleurs, la présence des sociétés de Croix-Rouge natio- nales assure un véritable apport des principes de la Croix- Rouge et constitue un facteur de dépolitisation. Cependant, le Mouvement ne saurait se passer de l'une ou de l'autre des parties. Aussi examine-t-on si d'autres méthodes de dialo- gue pourraient être envisagées (conférences réunissant les gouvernements et le CICR, séminaires régionaux etc.).
La prochaine Conférence aura lieu en Colombie, en principe en 1990. Il appartient aux organes de la Croix-Rouge, et, en particulier, à la Commission permanente dans sa nouvelle composition, de préparer cette Conférence en tenant compte des enseignements tirés de la Conférence de Ge- nève.
La Suisse, pour sa part, continuera de s'engager pour res- treindre les risques de politisation de la Croix-Rouge, pour renforcer l'universalité du droit international humanitaire et des principes de la Croix-Rouge et leur application dans tous les conflits, pour augmenter le nombre des ratifications des protocoles additionnels aux Conventions de Genève, et pour appuyer le CICR et ses activités dans toute la mesure opportune. C'est, notamment, en permettant au CICR et à la Croix-Rouge d'accomplir son mandat partout dans le monde, en diffusant ainsi les principes et les idéaux de la Croix-Rouge, que l'on favorisera concrètement la vocation universelle de la Croix-Rouge.
Präsident: Ich beantrage Ihnen, diese drei Interpellationen gemeinsam zu behandeln. Sie sind damit einverstanden. Die Antwort des Bundesrates liegt vor. Herr Mühlemann beantragt Diskussion.
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Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
offensichtliche Mehrheit Minderheit
Mühlemann: Ich danke dem Bundesrat herzlich für seine Antwort auf meine Interpellation. Mein besonderer Dank gilt den Anstrengungen in Südafrika direkt, die dazu geführt haben, dass die schweizerische Rotkreuzdelegation in Süd- afrika bleiben und dort die dringend notwendige karitative Hilfe ausüben durfte. Man kann hier das Departement für auswärtige Angelegenheiten für diesen Leistungsausweis deutlich loben und ihm Anerkennung aussprechen.
Wenn ich von der Antwort des Bundesrates nur teilweise befriedigt bin, hängt das mit zwei Umständen zusammen. Einmal glaube ich, dass das Faktum des Ausschlusses der südafrikanischen Regierungsdelegation durch die Konfe- renz des Roten Kreuzes vom vergangenen Oktober in der Antwort verharmlost wird. Andererseits hätte ich gerne Aus- kunft erhalten über die Rolle des Bundesrates in der Vorbe- reitung der nächsten Rotkreuzkonferenz im Jahre 1990 in Kolumbien.
Unsere Aussenpolitik fusst auf bewaffneter Neutralität und Solidarität. Der Bereich der Solidarität wird zunehmend wichtiger, weil wir eingespannt sind in ein globales Netz, dem wir nicht entrinnen können. Wir haben allen Grund, unsere Instrumente der Solidarität sorgfältig zu pflegen. Sie sind dann wirksam, wenn sie nicht verpolitisiert werden. Wir haben am Beispiel der Unesco erlebt, was es heisst, eine ideelle, altruistische Institution in die fragwürdigen Gewäs- ser der internationalen Weltpolitik zu führen. Wir stehen im Augenblick vor Diskussionen über unsere Instrumente der Aussenpolitik im Bereiche der Solidarität. Wir fragen uns, ob die Gewaltentrennung oder Aufgabenteilung zwischen Kata- strophenhilfe und Entwicklungshilfe richtig funktioniert. Wir sind daran, unsere ausländischen Stützpunkte, auch die Auslandschweizerschulen, zu überprüfen.
Unser wichtigstes Instrument, das uns seit Jahrzehnten in der Welt bekannt gemacht hat, ist das Rote Kreuz. Dieses Rote Kreuz darf nicht verpolitisiert werden. Wir haben zum ersten Mal im Oktober des vergangenen Jahres erlebt, dass ein Staat aus dieser humanitären Institution unter unwürdi- gen Begleitumständen ausgeschlossen wurde. Natürlich kann man sagen, es seien in der Leitung und Vorbereitung der Konferenz Fehler vorgekommen. Ich möchte keine Steine werfen, denn es war wahrscheinlich nicht einfach, dieses Völkergemisch zu dirigieren. Es ist aber unverkenn- bar, dass wir unter Demonstrationseffekten leben: das Bild des südafrikanischen Regierungsdelegierten, der seine Pla- kette auf das Pult des schweizerischen Vorsitzenden wirft, ist um die Welt gegangen und wird mit unserem Land identifiziert.
In diesem Sinne darf ich doch an Fehler erinnern: Es ist der Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend Böses muss gebären. Die gefährliche Reaktion, die hier nachfolgen kann, ist der Ausschluss eines anderen Staates bei der nächsten Konferenz. Das Präjudiz ist geschaffen. Selbstver- ständlich wird nicht Russland ausgeschlossen werden - obwohl wir alle der Meinung sind, dieses Riesenreich sei wegen seiner Afghanistanpolitik zu verurteilen -, aber unter Umständen wird ein nächster kleiner Staat in die Gefahren- zone kommen. Niemand kann garantieren, ob es Israel nicht gleich geht wie Südafrika. Hier haben wir die klare und eindeutige Linie der Neutralität durchzuhalten und mit kla- rer Deutlichkeit nach aussen zu vertreten.
In der Vorbereitung der nächsten Konferenz stehen wir vor dem schwierigen Problem, ob sich dieselben Strukturen des Roten Kreuzes noch einmal bewähren sollen oder nicht. Wir haben schon innerhalb unseres Landes etwas Schwierigkei- ten mit der Koordination: Es gibt das Komitee vom Interna- tionalen Roten Kreuz, diesen obersten Rotkreuzsenat; es gibt die Liga vom Roten Kreuz, diese Konföderation der einzelnen Länder mit ihren Rotkreuzgesellschaften; und es gibt das Schweizerische Rote Kreuz.
Diese Institutionen müssen koordiniert werden. Wir haben in
der Konferenz selber eine staatliche Regierungsdelegation und parallel dazu eine humanitäre Organisation, zwei grund- verschiedene Delegationen; die Leiter haben andere Ziele, andere Denkweisen, andere Methoden. Wenn Sie Vertreter der Regierung in eine solche Konferenz abordnen, ist es unvermeidlich, dass eine Konferenz verpolitisiert wird. Also müsste man hier eine Entflechtung vornehmen. Wer anders kann das als vielleicht doch das Stammland des Roten Kreuzes? Hier hat meiner Ansicht nach der Bundesrat eine federführende Funktion. Er hat einen Delegierten für die Konferenz in Genf bestimmt. Ich kann nicht beurteilen, ob seine Leistung genügend war oder nicht, aber die Idee des Bundesrates war hervorragend.
Mich interessiert, ob im Hinblick auf die Vorbereitung für die Konferenz in Kolumbien Aehnliches vorgesehen wird. Der Bundesrat hat nicht nur ein moralisches Mitspracherecht; er hat auch ein Mitspracherecht, das auf den rund 50 Millionen Franken Bundesgeldern, die wir ins Rote Kreuz einschies- sen, fusst.
Ich bitte den Bundesrat, im Interesse dieser ganz wertvollen Institution klar und deutlich die Führungsaufgabe unseres Landes wahrzunehmen. Wir sind in diesem Bereich glaub- würdig, auch wenn diese Glaubwürdigkeit durch «Genf» einen gewissen Schaden erlitten hat.
Braunschweig: Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass in einer internationalen Gemeinschaft kein Mitglied ausge- schlossen werden sollte. Das führt dazu, dass dieses Mit- glied erst recht in die Isolation gerät, was sich im allgemei- nen negativ auswirkt. Anders ist es, wenn eine solidarische politische Demonstration, die zeitlich beschränkt ist, statt- findet. Von daher habe ich für den Mehrheitsbeschluss dieser Rotkreuzkonferenz sehr viel Verständnis.
Ich bin nicht mit jedem Wort einverstanden, das in der bundesrätlichen Antwort enthalten ist. Aber ich bin dankbar dafür, dass diese Antwort so informativ und differenziert, in jeder Beziehung sorgfältig, subtil und diplomatisch ausge- fallen ist. Genau das, was ich im Text der Interpellanten vermisst habe! In seiner Antwort berücksichtigt der Bundes- rat alle Ergebnisse der Konferenz; er konzentriert sich nicht ausschliesslich auf diesen einen, umstrittenen Entscheid; er hält deutlich fest, dass diese Konferenz trotzdem durchge- führt werden konnte und dass viele positive Ergebnisse erzielt worden sind. Der Bundesrat verurteilt einmal mehr die Apartheid. Schliesslich hat die Antwort auch eine geschichtliche Dimension; sie sieht über den eigenen schweizerischen Gartenzaun hinaus; sie ist selbstkritisch - im Interesse des Roten Kreuzes.
Demgegenüber finde ich die Interpellationsfragen und vor allem auch die Begründungen der Herren de Chastonay, Mühlemann und der liberalen Fraktion erschreckend. Mit keinem Wort wird von der Apartheidpolitik Distanz genom- men, so dass man wirklich fragen muss, ob denn diese Herren überhaupt noch nicht erfasst haben, was sich in Südafrika abspielt. Wenn man das selber noch nicht begrif- fen hat, sollte man wenigstens die Fähigkeit haben, sich in Menschen einzufühlen, die von dieser Apartheid betroffen sind - von diesem System der Unmenschlichkeit, wie es seit der Zeit des deutschen Faschismus nie mehr in so konse- quenter Weise ausgeübt worden ist.
Das Schweigen über diese Frage sagt ausserordentlich viel über die Interpellanten selber aus: Die soeben von Herrn Mühlemann vorgetragenen Ausführungen haben teilweise nach Gesinnungsneutralität geschmeckt; die Interpellatio- nen waren schein-liberal.
Wir wissen alle, dass das Rote Kreuz eine westlich-abend- ländische Errungenschaft ist. Immerhin müssen wir feststel- len, dass sie sich in erster Linie gegen kriegerische Handlun- gen richtet, die leider auch wieder westlich-abendländische Errungenschaften sind. Heute aber, da wir weltweit urteilen und beobachten können, sind sie leider nicht mehr nur westlich-abendländischer Herkunft.
Wir müssten Verständnis dafür haben, dass es andere Teile der Welt mit einer anderen Tradition, einer anderen Geschichte und einer anderen Kultur gibt; sie beurteilen das
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Afrique du Sud. Interventions personnelles
Rote Kreuz nicht so patriotisch, wie wir es tun und wie es in den Interpellationen ausgedrückt wurde. Sie haben mehr Distanz zur Einrichtung des Roten Kreuzes und stellen kriti- sche Fragen. Deshalb muss ich Herrn Mühlemann ganz deutlich widersprechen. Wir Schweizer haben heute im Roten Kreuz keine Führungsaufgabe in diesem nationalisti- schen Sinn mehr zu erfüllen, und wenn wir eine solche beanspruchen, fügen wir dem Roten Kreuz ungewollt sehr viel Schaden zu.
Noch ein Wort zur «gefährlichen Politisierung>: Wir müssen uns die Betrachtungsweise zu eigen machen, dass es keine neutrale, unpolitische Haltung geben kann, denn weite Teile der Welt hätten aus ihrer Sicht einen Nichtausschluss auch als eine Politisierung beurteilt. Dafür sollten wir Verständnis haben und es ablehnen zu glauben, dass das Rote Kreuz und unser Land weltweit eine überparteiliche Stellung ein- nehmen könnten. Wir gehören zu dieser Welt mit all ihren Schwächen, wir sollten uns dazu bekennen und jede Form der Ueberheblichkeit überwinden.
M. Eggly-Genève: Je voudrais tout d'abord répondre à M. Braunschweig sur un point. M. Braunschweig a dit que le silence des interpellants au sujet de l'apartheid montrait en quelque sorte ce que pensaient les interpellants et quelles étaient leurs arrière-pensées. Monsieur Braunschweig, au nom des libéraux, je n'accepte pas ce procès d'intention. A plusieurs reprises, et en décembre dernier encore, nous avons eu l'occasion, nous libéraux, de dire à l'unisson d'ailleurs avec la position officielle de la Suisse, que nous condamnions sans aucune restriction l'apartheid et la politi- que d'apartheid. Par conséquent, venir faire des sortes d'évocations du fascisme, du nazisme, etc., Monsieur Braunschweig, cela montre plutôt quelles sont vos arrière- pensées à l'égard de la majorité de ce pays.
Deuxième point, nous ne sommes que partiellement satis- faits de la réponse du Conseil fédéral pour la raison sui- vante: il nous semble, comme à M. Mühlemann, que la gravité de la chose a été un peu trop relativisée. Comme M. Mühlemann l'a exprimé tout à l'heure, le peuple suisse attaché à l'idée d'universalité de la Croix-Rouge, a été cho- qué lorsqu'il a vu sur les écrans de télévision le délégué sud- africain jeter sa carte avec mépris car il y avait eu expulsion. Je crois vraiment que c'est une affaire grave, et de même que l'apartheid est quelque chose qui historiquement n'est pas tenable, de même l'universalité de la Croix-Rouge et son caractère en quelque sorte au-dessus de la mêlée, au-des- sus de la politisation, est un acquis historique que la Suisse au tout premier chef ne doit pas brader et pour lequel elle doit lutter sans relâche. En effet, la Suisse est dépositaire des conventions de la Croix-Rouge.
A cet égard, Monsieur le Président de la Confédération, je me demande tout de même si votre réponse n'est pas un peu contradictoire. D'une part on nous dit que tous les scénarios avaient été envisagés, même les pires. Autrement dit, il avait dû être prévu à l'avance que même au dernier moment il aurait cette menace d'expulsion. Dès lors, en coordination avec le CICR, notamment - et je ne cherche pas ici à jeter la pierre à l'une quelconque des parties - n'aurait-on pas dû éviter cette sorte de surprise qui semble avoir en quelque sorte paralysé les délégations et la prési- dence de la Conférence, et peut-être aussi le CICR?
Le deuxième point concerne l'avenir. Monsieur le Président de la Confédération, est-ce que véritablement la Suisse, en tant que dépositaire des conventions de la Croix-Rouge et en prévision du prochain acte rituel qu'est cette Conférence des Croix-Rouges, est d'ores et déjà sur le chemin de l'engagement total pour que pareille mésaventure n'arrive pas? Je crois en effet, et ce sera ma conclusion, que si l'idée de l'universalité de la Croix-Rouge n'était plus admise par tous, quels que soient les problèmes et les drames, si ce caractère unique de la Croix-Rouge n'était plus respecté, c'en serait peut-être alors fini un jour de cette grande idée et de cette grande oeuvre qui doit tant à la Suisse et à laquelle la Suisse doit tant.
Eisenring: Bei Herrn Braunschweigs Votum ist mir etwas nicht Alltägliches durch den Kopf gegangen. Herr Braun- schweig hat in einem ersten Satz die Universalität des Roten Kreuzes und seiner Institutionen in den verschiedenen For- men als richtungweisend und gegeben unterstrichen. Im Nachsatz hat er dann der Institution des Roten Kreuzes das Attribut und die Eigenschaft zuerkannt, dass es zu einer «politischen Demonstration» benutzt werden dürfe.
Ich frage Sie: Wo kommen wir als neutrale Schweiz mit dem Roten Kreuzes hin, wenn wir von parlamentarischer Seite her in aller Form das Wort unwidersprochen liessen, dass das Gremium des Roten Kreuzes zu «politischen Demon- strationen» benutzt werden könnte? Wenn das der Fall sein sollte, bitte ich den Bundesrat, seinen Delegierten den Auf- trag zu erteilen, überall dort, wo Menschenrechtsverletzun gen vorkommen, die wir wie in Afghanistan gemäss heutiger Debatte ablehnen, auf die Urheber einzuhacken und im Sinne der «politischen Demonstration» deren Austritt aus diesen Organisationen zu verlangen!
Wo kommen wir mit unserer Mission hin, die uns durch die Geschichte des Roten Kreuzes gegeben worden ist? Und wo kommen wir hin mit unserer Universalität der aussenpoliti- schen Beziehungen? Es sind 12 Jahre her, seit an diesem Pult Herr Ziegler aus Genf ein Postulat eingereicht hat, das forderte, die schweizerischen Delegierten an internationalen Organisationen seien verpflichtet, Erklärungen gegen Süd- afrika abzugeben. Es geschah dies in der Folge einer Unesco-Konferenz in Istanbul, an der der damalige Minister Lindt teilgenommen und sich «mutig> - wie die Schweizer sind! - der Stimme enthalten hatte, statt zu sagen, dass es für unser Land die Universalität der Aussenbeziehungen gibt. Es war damals auch der nachmalige Bundesrat Cheval- laz, der darauf aufmerksam gemacht hat, dass unsere Devise die Universalität der Aussenbeziehungen gerade auch im humanitären Bereich ist. Das Parlament hat den Vorstoss von Herrn Ziegler in aller Form abgelehnt, den der damalige Bundesrat - nicht Sie, Herr Aubert - sogar noch entgegennehmen wollte!
Ich bitte Sie, den Gesichtspunkt der Universalität unserer Aussenbeziehungen in den menschenrechtlichen und in den wirtschaftlichen Belangen zugleich aufrechtzuerhalten und derartige «politische Demonstrationen» unter den Tisch zu wischen, wo sie hingehören.
M. Aubert, président de la Confédération: Je serais très heureux qu'on ne politise pas aujourd'hui le débat sur la Croix-Rouge et que nous ne commettions pas la même erreur que celle faite à Genève. Je vois que nous étions en train de suivre ce chemin. Je vais essayer de pacifier le débat en répondant tout d'abord à M. Mühlemann qui n'est qu'à moitié satisfait de la réponse qui lui a été faite à propos du rôle de la Suisse à la 26e Conférence de la Croix-Rouge qui aura lieu en Colombie.
Il faut faire un petit rappel et dire tout d'abord que l'organe compétent pour la préparation de ces conférences est la Commission permanente de la Croix-Rouge internationale qui est composée de neuf membres représentant le CICR, la Ligue des Croix-Rouges et les sociétés nationales de la Croix-Rouge (cinq personnes). Cette décision a été prise par consensus à la 25e Conférence de la Croix-Rouge à Genève, lors de l'adoption des nouveaux statuts. Cette commission permanente ne comprend aucun représentant du gouverne- ment suisse. Elle est seule habilitée à suspendre la confé- rence. Le gouvernement suisse ne peut pas le faire.
Lorsque l'on dit que cette conférence a été un «échec», que l'on a essuyé une «gifle», il faut aussi savoir comment les choses se sont déroulées. Le jet des papiers sur le pupitre du président Bolliger par le représentant du gouvernement d'Afrique du Sud a été profondément ressenti en Suisse. Mais j'aimerais tout de même vous rappeler que, le 15 sep- tembre 1986, la CEE a pris la décision d'ordonner des mesures de boycott contre l'Afrique du Sud. Le 17 octobre 1986, ces dernières ont été imitées par les Etats-Unis d'Amé- rique. C'étaient les fameuses sanctions économiques. A ce moment-là, un certain mouvement s'est manifesté dans le
Südafrika. Persönliche Vorstösse
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groupe des Etats africains. Il a indiscutablement été encou- ragé par la prise de ces sanctions économiques. Une semaine avant l'ouverture de la Conférence, l'Assemblée des délégués de la Ligue, a siégé. Au cours de celle-ci, les délégués de la Croix-Rouge d'Afrique du Sud ont été cha- leureusement reçus. Une discussion très large s'est engagée pendant la semaine qui a précédé l'ouverture de la Confé- rence. Seule alors, la Commission permanente, et non le gouvernement suisse, aurait pu renvoyer cette conférence. C'est le premier jour de celle-ci que le groupe des Etats africains a exigé l'exclusion totale de l'Afrique du Sud, c'est- à-dire tant de la représentation gouvernementale que de celle de la Croix-Rouge sud-africaine.
Qu'a fait la Suisse pour cette conférence? Elle a mis une somme importante à la disposition des organisateurs. Elle a également mis à disposition de la Croix-Rouge suisse, qui était chargée de mettre sur pied cette 25e Conférence, l'am- bassadeur von Tscharner qui a officié comme commissaire général. A partir de juin 1986, dans tous les Etats où nous avons des ambassadeurs accrédités, nous avons généralisé les actions de nos représentants pour recommander la conférence, afin qu'elle se déroule dans les meilleures conditions possibles. Malheureusement, des événements, dont nous n'étions pas les maîtres, se sont produits. De toute façon, la Suisse ne pouvait pas intervenir, car elle n'avait aucune compétence. Je rappelle qu'après l'exclusion de la délégation gouvernementale d'Afrique du Sud, une décision concernant la suspension est intervenue. Cent sep- tante-huit délégations se sont prononcées contre la suspen- sion de la Conférence; 52 y étaient favorables. La majorité pour le maintien de la Conférence était écrasante. Dans l'organisation de la 26e Conférence qui aura lieu en Colom- bie, le gouvernement suisse n'aura pas plus de compétence qu'il n'en avait pour la 25e Conférence, bien qu'elle ait eu lieu à Genève. Nous avons indiqué, par écrit, à M. Mühle- mann, ce que serait l'action de la Suisse qui, pour sa part, continuera à s'engager pour restreindre les risques de politi- sation de la Croix-Rouge, pour renforcer l'universalité du droit international humanitaire, ainsi que les principes de la Croix-Rouge et leur application dans tous les conflits, pour augmenter le nombre des ratifications des protocoles addi- tionnels aux Conventions de Genève et pour appuyer le CICR dans ses activités dans toute la mesure opportune. C'est notamment en permettant au CICR et à la Croix-Rouge d'accomplir son mandat partout dans le monde, en diffusant les principes et les idéaux de la Croix-Rouge, que l'on favorisera concrètement sa vocation universelle. Voilà les engagements que la Suisse prendra, respectera et exécu- tera. Nous n'aurons pas le pouvoir d'en faire plus. Je tenais simplement à vous le rappeler.
Monsieur Eggly, n'aurions-nous pas pu éviter cette sur- prise? Je confirme ce que le Conseil fédéral a répondu par écrit à vos diverses interpellations en soulignant que la délégation de la Croix-Rouge d'Afrique du Sud a été reçue chaleureusement durant la semaine qui a précédé la Confé- rence. Personne ne s'attendait à ce qu'un coup d'éclat survienne le jour de l'ouverture. A ce moment-là, comme il avait eu lieu, la Suisse ne pouvait plus rien faire.
Deuxième question: La Suisse en tant que dépositaire des conventions de Genève s'est-elle engagée totalement pour la 26e Conférence en Colombie? Je peux vous dire que ce que nous avons entrepris sur le plan diplomatique sera poursuivi. Personnellement, je n'ai jamais accompli un voyage à l'étranger ou je n'ai jamais reçu à Berne, en visite officielle, un ministre des affaires étrangères de quelque pays que ce soit, sans lui remettre un memorandum pour le cas où ce pays n'aurait pas encore ratifié les protocoles additionnels aux Conventions de Genève. Nous les avons toujours rappelés. Depuis juin 1986, en prévision de la 25e Conférence de Genève, nos ambassades ont fait un travail considérable.
Je ne voudrais pas qu'on la juge uniquement par ce que nous avons vu à la télévision, qui n'était effectivement pas réjouissant pour nous, je vous l'accorde. Mais à cette 25e Conférence, par consensus, ont été adoptés les nou-
veaux statuts des Croix-Rouges ainsi que plus de trente résolutions. Elles ont toutes été adoptées à l'unanimité. Tout le programme, qui était prévu pour cette 25e Conférence, a été réalisé. Des résultats ont été obtenus. Nous ne pouvons donc pas dire aujourd'hui qu'il s'agit d'un échec, au contraire. Il est assez rare que des conférences internatio- nales obtiennent de tels résultats et prennent tant de déci- sions par consensus.
Il faut admettre de plus en plus que, dans tous les cercles, les cénacles et les conférences internationales, tout se poli- tise. Mais nous ne pensons pas qu'il y ait risque d'une nouvelle politisation de la Croix-Rouge. En tous les cas, par une action en profondeur, par notre aide au CICR, en propageant les principes du mouvement de la Croix-Rouge, les Conventions de Genève et leurs protocoles additionnels, nous espérons contribuer à éviter toute nouvelle politisation lors de la 26e Conférence générale.
Präsident: Die Interpellanten haben zu erklären, ob sie von der Antwort des Bundesrates befriedigt sind.
Herr de Chastonay ist teilweise befriedigt. Herr Eggly ist im Namen der liberalen Fraktion teilweise befriedigt. Herr Müh- lemann ist ebenfalls teilweise befriedigt.
Schluss der Sitzung um 19.30 Uhr La séance est levée à 19 h 30
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der liberalen Fraktion Internationale Rotkreuz-Konferenz. Ausschluss von Südafrika
Interpellation du groupe libéral Conférence internationale de la Croix-Rouge. Expulsion de l'Afrique du Sud
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1987
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I
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Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
09
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.125
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 11.03.1987 - 15:00
Date
Data
Seite
247-253
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Pagina
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20 015 191
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