Afrique du Sud. Interventions personnelles
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N 11 mars 1987
Es war für mich dann eine sehr schmerzliche Erfahrung, dass man das bei uns kaum hat wahrnehmen wollen. Hie und da hat der Bundesrat auch Erklärungen abgegeben, die aber in der Sache immer zurückhaltend waren. Ich glaube nicht, dass man jemals die Vereinigten Staaten beim Namen genannt hat. Mit Recht hat man in bezug auf Afghanistan die Sowjetunion immer wieder beim Namen genannt, ja, da bin ich auch dafür. Aber man sollte nicht so einäugig sein, sondern mit gleichen Ellen messen.
Auch das Urteil des Haager Gerichts vom vergangenen Sommer gegen die USA ist bei uns sehr wenig zur Kenntnis genommen worden. Ich hoffe, dass der Bundesrat heute die Gelegenheit wahrnimmt, bei der Beantwortung der Interpel- lation Gurtner ebenso unmissverständlich zu sagen, dass bei der nordamerikanischen Intervention in Nicaragua ein flagranter Bruch des Völkerrechts, ein Verstoss gegen fun- damentale Normen des Völkerrechts, vorliegt. «Flagrante Rechtsverletzung», «Verstoss gegen fundamentale Prinzi- pien», diese Begriffe hat Herr Bundespräsident Aubert in bezug auf die Sowjetunion im Fall Afghanistan heute wieder verwendet. Ich sage nochmals, mit Recht, aber messen Sie bitte mit gleichen Ellen!
Ich verlange übrigens nicht eine grundsätzliche Aequidi- stanz gegenüber den beiden Supermächten, also generell die gleichen Vorbehalte gegen beide. Das wäre doktrinär, eine besondere Art von Voreingenommenheit. Aber ich ver- lange, dass man überall gleich unvoreingenommen analy- siert und dann gleich misst und gleich beurteilt.
Die Schweiz ist ein Kleinstaat, wir verfügen über kein Macht- potential, das wir gegen aussen einsetzen könnten. Wir sind angewiesen auf die Macht des Rechts, auf die Macht des Völkerrechts. Schon darum müssen wir in unserem Urteil über Rechtsbrüche konsequent sein.
Ich komme auf Afghanistan zurück. Ich hoffe, dass die Wende in Moskau wirklich etwas bewirkt, auch für Afghani- stan. Ich bin mit Herrn Sager einverstanden, dass auch unser Land - so machtlos es im internationalen Konzert ist - doch alles tun sollte, um den Druck auf die Sowjetunion in dieser Angelegenheit zu verstärken. Aber, wie gesagt, ich hoffe, dass moralischer Druck auch gegenüber einem ande- ren Adressaten vermehrt ausgeübt wird. Die Sache der Men- schenrechte und die Sache des Selbstbestimmungsrechts der Völker sind zu wichtig, als dass man mit verschiedenen Ellen messen dürfte.
M. Aubert, président de la Confédération: Je pourrai être très bref puisqu'il y a, je me plais à le constater, unanimité dans cet hémicycle. M. Baumlin vient de le rappeler. Je vous en remercie.
Il y a un élément, je crois, dans la solution du conflit afghan dont nous n'avons que peu parlé mais qui me paraît être d'une importance primordiale, surtout pour les décisions que l'Union soviétique pourrait être prête à prendre ou devrait prendre. .
C'est l'influence de plus en plus grande du fondamentalisme islamique qui fait peur à tous les pays de la région, qu'il s'agisse des pays du Golfe, de pays tels que la Jordanie, l'Egypte et la Syrie ou des Républiques socialistes sovieti- ques du sud de l'URSS où les risques d'influence du fonda- mentalisme islamique n'est pas des moindres. D'ailleurs, ce n'est pas pour rien que les premiers soldats soviétiques, d'origine musulmane, ont été retirés de l'Afghanistan dès 1979/1980, c'est-à-dire dans les premiers mois de l'occupa- tion de l'Afghanistan par l'Union soviétique. Vous savez aussi que tous les réfugiés afghans qui sont en Iran sont endoctrinés par des fondamentalistes. Nous devons consta- ter que le fondamentalisme islamique gagne chaque année du terrain. C'est un élément politique dont il faut également tenir compte, en plus des raisons économiques qui incite- raient l'Union soviétique à mettre fin à ce conflit.
Monsieur Bäumlin, vous parlez de politisation des droits de l'homme. Je suis d'accord avec vous, tout se politise. Peut- être aurons-nous le temps d'aborder tout à l'heure le pro- blème de la 25e Conférence de la Croix-Rouge à Genève où nous avons constaté, là aussi, une regrettable politisation.
Peut-être aussi aurons-nous le temps d'aborder quelques problèmes concernant le Nicaragua, car, là aussi, il y a politisation du débat. Le Conseil fédéral pourra se pronon- cer de façon extrêmement claire. Il est bien évident qu'au Nicaragua, sous le gouvernement sandiniste, il y a des violations des droits de l'homme et que, d'autre part, les Etats-Unis d'Amérique ont violé le droit international, en particulier le principe de non-ingérence. Nous y reviendrons tout à l'heure, je l'espère.
M. Eggly-Genève, rapporteur: Je voudrais au nom de la Commission des affaires étrangères, vous remercier d'avoir remis en place les données assez compliquées qui situent ce problème.
Je crois que tous les membres de la Commission des affaires étrangères sont convaincus qu'en effet, il ne pourra y avoir de stabilisation en Afghanistan que dans la fidélité à certains grands principes qui nous sont chers, à savoir une libre autodétermination et une possibilité pour le peuple afghan de choisir le régime sous lequel il veut vivre libre- ment et j'oserais ajouter, démocratiquement.
Dans ces conditions, il est évident que la résistance afghane doit être l'interlocutrice. Alors, dans cette optique de rappel des grands principes que vous avez évoqués, je crois pou- voir me déclarer satisfait en espérant que le Conseil fédéral utilisera toute la pression possible dans ce sens.
Le président: M. Sager est satisfait de la réponse du Conseil fédéral.
Bircher: Ich kann mich als befriedigt erklären. Ich danke auch dem Herrn Bundespräsidenten, dass er in umfassen- der Weise aufgezeigt hat, was die Schweiz zum Problem Afghanistan unternimmt.
Gestatten Sie mir diese kurze Bemerkung: Ich meine, dass in Zukunft auch von den Medien das Thema Afghanistan in der Schweiz besser sichtbar gemacht werden sollte.
86.976
Interpellation Mühlemann Südafrika. Ausschluss aus dem Roten Kreuz Conférence de la Croix-Rouge. Expulsion de l'Afrique du Sud
Wortlaut der Interpellation vom 1. Dezember 1986 1. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu treffen, um bei der Entpolitisierung des Roten Kreuzes mitzu- wirken?
Welche Mitsprachemöglichkeiten sieht der Bundesrat, um bei einer nächsten Konferenz des Roten Kreuzes die Entflechtung von Regierungsdelegationen und nationalen Vertretungen des Roten Kreuzes in die Wege zu leiten?
Welche Sofortmassnahmen erwägt der Bundesrat, um in Südafrika die karitative Hilfe durch unser Land sicherzu- stellen ?
Texte de l'interpellation du 1er décembre 1986
Quelles mesures le Conseil fédéral pense-t-il prendre pour contribuer à la dépolitisation de la Croix-Rouge?
Quels moyens d'intervention peut-il envisager de mettre en oeuvre, lors d'une prochaine conférence de la Croix- Rouge, en vue de la clarification des rôles respectifs des délégations gouvernementales et des représentations natio- nales de la Croix-Rouge?
Quelles mesures d'urgence le gouvernement peut-il pren-
März 1987 N
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Südafrika. Persönliche Vorstösse
dre pour garantir que l'aide caritative de notre pays puisse se poursuivre en Afrique du Sud?
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Nach der Unesco ist nun auch das Rote Kreuz im Zuge der Verpolitisierung zu einer humanitären Institution geworden, die in ihren Grundzielen bedroht scheint. Der Ausschluss von Südafrika bedeutet nicht nur einen Verstoss gegen die Satzungen der Liga des Roten Kreuzes, sondern vor allem eine ernsthafte Bedrohung des Gedankens der karitativen Hilfe an alle Menschen. Es besteht nach diesem präjudizie- renden Entscheid von Genf die grosse Gefahr, dass politi- sche Willkür zu ähnlichen Massnahmen gegenüber anderen isolierten Staaten führen könnte. Da die Schweiz mit der humanitären Aufgabe des Roten Kreuzes eng verbunden ist, muss der Bundesrat alles daran setzen, um der gefährlichen Verpolitisierung des Roten Kreuzes in den Anfängen entge- genzutreten. Angesichts der grossen finanziellen Hilfe (etwa 55 Millionen Franken im Jahre 1985) kann der Bundesrat unmissverständlich sein Mitspracherecht beanspruchen. Es ist in diesem Zusammenhang zu wünschen, dass der Bundesrat auch bei der Vorbereitung einer nächsten Konfe- renz dem gefährlichen Dualismus von Regierungsdelega- tion und nationaler Vertretung des Roten Kreuzes entgegen- wirkt. Offenbar sind bei Vorbereitung und Durchführung der diesjährigen Konferenz in Genf Führungsfehler vorgekom- men, die in Zukunft vermieden werden müssen. Im beson- dern ist am Konferenzort auch der Einfluss von Vertretern der Uno unliebsam aufgefallen.
Da der Ausschluss von Südafrika aus dem Roten Kreuz, verbunden mit der Ausweisung von IKRK-Delegierten durch die Regierung in Pretoria, vor allem die notleidende schwarze Bevölkerung im Bereiche der städtischen Agglo- merationen trifft, sollte eine Soforthilfe gesucht werden. Es ist deshalb zu prüfen, ob nicht die Organisationen der Entwicklungshilfe oder des Katastrophenhilfekorps in die Lücke springen können. Es gilt jetzt zu beweisen, dass unser Land nicht nur durch Worte, sondern durch wirksame Taten am Gedanken des Roten Kreuzes festhält.
Antwort des Bundesrates siehe unten Réponse du Conseil fédéral voir ci-après
86.984
Interpellation de Chastonay 25. IKRK-Konferenz. Ausschluss von Südafrika 25e Conférence internationale de la Croix-Rouge à Genève. Expulsion de l'Afrique du Sud
Wortlaut der Interpellation vom 1. Dezember 1986
Die 25. Internationale Konferenz des Roten Kreuzes in Genf hat mit ihrem Beschluss, Südafrika auszuschliessen, den Grundsatz der Neutralität des IKRK und der Liga der Rot- kreuz-Gesellschaften mit Füssen getreten, das Rote Kreuz insgesamt als humanitäre Institution geschwächt und es eines grossen Teils seiner Glaubwürdigkeit beraubt.
In gewissen Kreisen hat man leider nicht versäumt, für den schwerwiegenden Misserfolg dieser Konferenz Sünden- böcke zu suchen.
Die Vorbereitungsarbeiten für diese Konferenz sind in erster Linie von Bundesbeamten geleistet worden. Ich bitte des- halb den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:
Welcher Art waren die Vorbereitungsarbeiten, welche die zuständigen Beamten des Bundes geleistet haben? Von welchem Ausmass waren sie, wieviel Zeit nahmen sie in Anspruch, und welche Bedeutung kam ihnen zu? Bei wel- chen Ländern sind im Rahmen der Vorbereitung Vorstösse unternommen worden?
Hat man während der ganzen Vorbereitungsphase der Konferenz nicht voraussehen, abschätzen oder mindestens ahnen können, dass die Konferenz sehr rasch mit rein politi- schen Abstimmungen konfrontiert würde?
Hat man diese Gefahr letztlich nicht in schwerwiegender Weise unterschätzt?
Wäre es auf jeden Fall nicht zweckmässiger und klüger gewesen, die Konferenz auf ein späteres Datum zu verschie- ben, wie es schon bei früheren Konferenzen vorgekommen ist?
Texte de l'interpellation du 1er décembre 1986
La décision de la 25e Conférence internationale de la Croix- Rouge, à Genève, en bafouant le principe de la neutralité du CICR et de la Ligue des Sociétés de la Croix-Rouge, a fragilisé toute cette institution humanitaire en lui faisant perdre une grande partie de son crédit.
Dans certains milieux, l'on n'a malheureusement pas man- qué de chercher des boucs émissaires au grave échec de cette conférence.
Sachant que tous les travaux préparatoires de cette assem- blée plénière ont été notamment assumés par des fonction- naires de la Confédération, le Conseil fédéral peut-il répon- dre aux questions suivantes:
Quelles sont la nature, l'étendue, la durée et l'importance des travaux préparatoires entrepris par les responsables de la Confédération ? Auprès de quels pays?
Durant toute la période précédant l'ouverture de la Confé- rence, n'était-il pas possible de prévoir, d'évaluer ou tout au moins de supposer que la Conférence serait très vite confrontée à des votes d'ordre purement politique?
N'a-t-on pas, en définitive, gravement sous-estimé ces risques ?
En tout état de cause, n'aurait-il pas été plus opportun et avisé de reporter la Conférence à une date ultérieure ainsi que cela s'est déjà produit dans le passé?
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Antwort des Bundesrates siehe unten Réponse du Conseil fédéral voir ci-après
86.125
Interpellation der liberalen Fraktion Internationale Rotkreuz-Konferenz. Ausschluss von Südafrika
Interpellation du groupe libéral Conférence internationale de la Croix-Rouge. Expulsion de l'Afrique du Sud
Wortlaut der Interpellation vom 8. Dezember 1986 An der internationalen Konferenz des Roten Kreuzes, die vom 23. bis 31. Oktober 1986 in Genf abgehalten wurde, hat sich ein schwerwiegender Vorfall ereignet: Die Delegation der südafrikanischen Regierung ist von der Konferenz aus- geschlossen worden. Wie auch immer die Doktrin und Poli- tik der Rassentrennung und Rassendiskriminierung, die die-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Mühlemann Südafrika. Ausschluss aus dem Roten Kreuz Interpellation Mühlemann Conférence de la Croix-Rouge. Expulsion de l'Afrique du Sud
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Dans
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Jahr
1987
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
09
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
86.976
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
11.03.1987 - 15:00
Date
Data
Seite
246-247
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Pagina
Ref. No
20 015 189
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