1465
Parlamentarische Initiative (Carobbio)
hat gar keine Wirkung mehr. Damit ist diese Konfrontation unnötig.
M. Robbiani, rapporteur: J'ai moi aussi de la peine à com- prendre cette confrontation. On veut peut-être simplement anticiper une autre confrontation, celle qui aura lieu dans quelques heures. En effet, en plus des documents et des décisions prises, il faudrait aussi se rappeler la différence entre la motion et le postulat. Selon le règlement, c'est seulement par un postulat que l'on peut demander un rap- port au Conseil fédéral. Vous venez de le faire en acceptant le postulat de la commission qui demande un rapport au Conseil fédéral. Le postulat de la minorité qui vous est proposé maintenant charge le Conseil fédéral d'examiner «S'il y a lieu de» présenter un projet de loi ou d'arrêté ou de prendre une mesure.
Präsident: Der Bundesrat ist bereit, die Motion der Kommis- sionsminderheit als Postulat entgegenzunehmen. Die Spre- cher der Kommission äussern sich ebenfalls positiv dazu. Herr Allenspach hat beantragt, das Postulat abzulehnen.
Abstimmung - Vote
Für die Ueberweisung als Postulat Dagegen
53 Stimmen 90 Stimmen
85.233
Parlamentarische Initiative (Carobbio) Stipendien. Aenderung des Bundesgesetzes Initiative parlementaire (Carobbio) Bourses d'études. Modification de la loi
Wortlaut der Initiative vom 14. März 1985
Gestützt auf Artikel 21bis des Geschäftsverkehrsgesetzes und Artikel 27 des Geschäftsreglements des Nationalrates reiche ich folgende parlamentarische Initiative in der Form der allgemeinen Anregung ein:
In das Bundesgesetz über die Gewährung von Beiträgen an die Aufwendungen der Kantone für Stipendien vom 19. März 1965 sind Bestimmungen aufzunehmen, welche die Höhe der Stipendien, die Schweizer Studenten gewährt werden, für das ganze Gebiet der Schweiz harmonisieren und die Voraussetzungen der Stipendiengewährung vereinheitli- chen.
Insbesondere sind im Gesetz (heute Art. 7) für die Stipen- dien, die für den Besuch der Schulen nach Artikel 4 des geltenden Gesetzes gewährt werden, Mindestbeträge fest- zusetzen, die für die Kantone verbindlich sind.
Texte de l'initiative du 14 mars 1985
En vertu de l'article 21bis de la loi sur les rapports entre les conseils et de l'article 27 du règlement du Conseil national, je dépose l'initiative parlementaire suivante, sous la forme d'une demande conçue en termes généraux:
La loi fédérale du 19 mars 1965 sur l'allocation de subven- tions pour les dépenses des cantons en faveur de bourses d'études est modifiée par l'introduction de normes harmoni- sant le montant des bourses accordées aux étudiants suisses sur tout le territoire de la Confédération ou de toute autre disposition propre à unifier les modalités d'octroi de ces bourses. Il s'agira en particulier de fixer dans la loi (art. 7 actuel) les montants minimaux à verser obligatoirement aux cantons en faveur de bourses d'études et pour les divers types d'école prévus à l'article 4 de la loi en vigueur.
Herr Landolt unterbreitet namens der Kommission für Wis- senschaft und Forschung den folgenden schriftlichen Be- richt:
Nationalrat Carobbio hat am 14. März 1985 eine Initiative in der Form einer allgemeinen Anregung eingereicht, die ver- langt, dass ins Bundesgesetz vom 19. März 1965 über die Gewährung von Beiträgen an die Aufwendungen der Kan- tone für Stipendien Bestimmungen aufzunehmen sind, wel- che die Stipendien für das ganze Gebiet der Schweiz harmo- nisieren und die Voraussetzungen der Stipendiengewäh- rung vereinheitlichen. Insbesondere sind Mindestbeiträge festzusetzen, die für die Kantone verbindlich sind.
Die Kommission für Wissenschaft und Forschung beantragt, der Initiative keine Folge zu geben. Hingegen soll der Bun- desrat in einer Motion beauftragt werden, die Anliegen des Initianten in der nächstens vor die Räte gelangenden Vor- lage weitgehend zu berücksichtigen.
Text der Initiative (siehe oben).
Arbeit der Kommission: Die Kommission für Wissenschaft und Forschung hörte an einer ersten Sitzung am 14. Novem- ber 1985 den Initianten an und liess sich über die Absichten des Departementes des Innern orientieren.
Am 10. März 1985 haben das Schweizer Volk mit 651 854 Ja gegen 716 717 Nein und die Stände mit 7 3/2 gegen 13 3/2 Nein den Bundesbeschluss vom 5. Oktober 1984 über die Ausbildungsbeiträge verworfen. Nach Ansicht des Initianten zeigt das Ergebnis, dass der Bund in Sachen Stipendien weiterhin eine aktive Rolle spielen und ein System entwik- keln soll, das gesamtschweizerisch ausgeglichene Stipen- dien garantiert.
Für das Departement war es nach der Volksabstimmung klar, dass das aus dem Jahre 1965 stammende Bundesge- setz zu revidieren ist. Auch die Erziehungsdirektorenkonfe- renz ist am 30. Oktober 1985 in diesem Sinne beim Bundes- rat vorstellig geworden. In seiner Antwort hat das Departe- ment des Innern eine rasche Inangriffnahme dieser Arbeit zugesichert.
Antrag der Kommission
einstimmig, bei 2 Enthaltungen, der Initiative keine Folge zu geben,
mit 17 zu 1 Stimmen, bei 1 Enthaltung, die folgende Motion zu überweisen:
Motion der Kommission. Stipendien. Aenderung des Bun- desgesetzes
Der Bundesrat wird eingeladen, den eidgenössischen Räten eine Revision des geltenden Bundesgesetzes vom 19. März 1965 über die Gewährung von Beiträgen an die Aufwendun- gen der Kantone für Stipendien vorzulegen. Die Revision soll insbesondere vorsehen:
Die Leistungen von Bund und Kantonen sind so zu bemessen und der Verteilschlüssel ist so festzulegen, dass es möglich ist, angemessene Stipendien auszurichten.
Die heutigen Unterschiede der Stipendienleistungen sind möglichst auszugleichen durch entsprechende Ausgestal- tung der Subventionsbedingungen.
Die Voraussetzungen für die Gewährung von Stipendien, insbesondere der Kreis der Empfänger, die Stipendienbe- rechtigung und der stipendienrechtliche Wohnsitz, sind ein- heitlich zu regeln.
Für alle Ausbildungsrichtungen ist das gleiche Berech- nungssystem anzuwenden.
52-N
Initiative du canton de Genève
1466
N
9 octobre 1986
Propositions de la commission
à l'unanimité avec 2 abstentions, de ne pas donner suite à l'initiative
par 17 voix contre 1, moins une abstention, d'adopter la motion ci-après:
Motion de la commission. Bourses d'études. Modification de la loi fédérale
Le Conseil fédéral est chargé de préparer, à l'intention des Chambres fédérales, une révision de la loi fédérale du 19 mars 1985 sur l'allocation de subventions pour les dépenses des cantons en faveur de bourses d'études. Cette révision devra notamment porter sur les points suivants:
Les prestations de la Confédération et des cantons et les clés de répartition seront fixées de manière à permettre d'allouer des bourses d'études convenables.
Les différences actuelles en matière de bourses d'études seront réduites dans toute la mesure du possible, par un aménagement approprié des conditions de subventionne- ment, s'il y a lieu.
Les conditions mises à l'octroi de bourses et en particulier le cercle des bénéficiaires, le droit à une bourse d'études ainsi que le domicile des boursiers prévu par la loi, devront être réglés de manière uniforme.
Le même système de calcul doit être appliqué à toutes les catégories d'éducation et de formation.
Präsident: Wir können dieses Geschäft nur behandeln, wenn keine längere Diskussion entsteht. Es haben sich zwei Ratsmitglieder für kurze Erklärungen gemeldet.
M. Carobbio: Je voudrais faire une très brève déclaration. Avant tout, je confirme que je suis d'accord de retirer mon initiative en faveur de la motion de la commission et j'ajoute, que j'approuve les quatre points que la commission a éla- borés dans sa motion. Je regrette que l'on ait laisse tomber un cinquième point concernant l'adaptation au renchérisse- ment des bourses d'études. J'espère que cette question pourra être reprise au cours de l'examen de ce problème. En conclusion, je souhaite que le Conseil fédéral puisse rapidement présenter des propositions concrètes quant à ces bourses d'études, car il y a fort longtemps que les étudiants attendent une solution à ce problème.
Müller-Aargau: Einerseits habe ich dafür Verständnis, dass Herr Carobbio seine parlamentarische Initiative angesichts der angeblich fortgeschrittenen Arbeiten an der Revision des Bundesgesetzes von 1965 zurückgezogen hat. Anderer- seits entspricht der Text der Kommissionsmotion bei den Mindestbeiträgen in einem Punkt, und zwar im wichtigsten, den Intentionen des Initianten nicht. Ich weiss, dass leider der Motionstext im Rat nicht geändert werden kann. Was ich aber vermag, ist, dieser Motion einen kurzen Begleitbrief beizulegen.
Im März 1984, als ich mich zur Neuverteilung der Aufgaben zwischen Bund und Kantonen äusserte, brachte ich einen Antrag ein, dass die Minimalansätze für Stipendien vom Bund festgelegt werden. Nur dann würde ich der Kantonali- sierung des Stipendienwesens zustimmen. Unter dem Motto «Wer nicht zahlt, befiehlt auch nicht» wurde mein Antrag abgelehnt und ich zum Nein gezwungen.
Ich muss nun kurz auf diese Minimalansätze zurückkom- men: Wenn jetzt in der Volksabstimmung entschieden wor- den ist, dass der Bund bei den Stipendien mitverantwortlich sein soll, hat sich die Situation geändert, und man kann wirklich sagen: «Wer zahlt, befiehlt.» Daher sollte die Frage der Mindestbeiträge wieder aufgegriffen werden. Ich hänge an diesen Mindestbeiträgen - Föderalismus hin oder her -, und deshalb wollte ich der Motion diesen Avis noch beifü- gen. Bei Philippi sehen wir uns wieder, wenn dann das Gesetz behandelt wird.
Ich bitte Sie, die Motion zu unterstützen und in der Folge, im Sinne meiner Ausführungen - jeder nach seinen Möglich- keiten -, zu wirken und zu werken.
Präsident: Die Kommission beantragt, der Initiative keine Folge zu geben. Ein anderer Antrag ist nicht gestellt. So beschlossen.
Zur Motion hat Bundespräsident Egli das Wort. - Der Bun- desrat nimmt die Motion entgegen. Ein anderer Antrag ist aus der Mitte des Rates nicht gestellt. Die Motion wird überwiesen.
Ueberwiesen - Transmis
85.203
Initiative des Kantons Genf StGB. Alternativstrafen Initiative du canton de Genève Code pénal. Peines de substitution
Beschluss des Ständerates vom 5. Dezember 1985 Décision du Conseil des Etats du 5 décembre 1985
Wortlaut der Initiative vom 26. Juni 1985
In seiner Sitzung vom 15. Februar 1985 hat der Grosse Rat des Kantons Genf eine Motion angenommen, die den Staatsrat auffordert, von seinem Vorschlagsrecht bei den eidgenössischen Räten Gebrauch zu machen, um die Ein- führung von Alternativstrafen ins schweizerische Strafrecht zu fördern.
In dieser Hinsicht wäre es dringend nötig, die beiden sehr positiven und bewährten Institute des bedingten Strafvoll- zugs und der bedingten Entlassung zu verbessern. Vor allem sollten die Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten Strafvollzugs und der bedingten Entlassung grosszügiger ausgestaltet werden (Art. 38 und 41 StGB).
Texte de l'initiative du 26 juin 1985
Dans sa séance du 15 février 1985, le Grand Conseil gene- vois a adopté une motion invitant le Conseil d'Etat à faire usage de son droit d'initiative auprès des Chambres fédé- rales en vue de favoriser l'introduction de peines de substi- tution dans le système pénal suisse.
A cet égard, il serait urgent d'améliorer le fonctionnement de deux institutions très positives qui ont fait leurs preuves, à savoir le sursis à l'exécution de la peine et la libération conditionnelle. En particulier, les conditions mises à l'octroi du sursis et à la libération conditionnelle mériteraient d'être assouplies (art. 38 et 41 CPS).
Herr Steinegger unterbreitet im Namen der Petitions- und Gewährleistungskommission den folgenden schriftlichen Bericht:
Antrag der Kommission
Aus diesem Grund beantragt die Petitions- und Gewährleis-
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Parlamentarische Initiative (Carobbio) Stipendien. Aenderung des Bundesgesetzes Initiative parlementaire (Carobbio) Bourses d'études. Modification de la loi
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Jahr
1986
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
85.233
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1986 - 08:00
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Data
Seite
1465-1466
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