Federal Council response to interpellation on foreign workers

20014457Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)20.06.1986Other

Zusammenfassung

In a written reply to an interpellation, the Federal Council set out unemployment figures for Swiss workers, explained that foreigners are employed in the federal administration only where no suitable Swiss candidates are available, and stated that the existing priority-for-domestic-workers rules remained sufficient. It rejected the call for a blanket preference for Swiss citizens as a moral or legal entitlement and saw no need for further protective measures. The interpellant was noted as only partially satisfied.

Regest

Parliamentary interpellation; the Federal Council may answer questions on labour-market policy by referring to the existing principle of priority for domestic workers and the applicable foreign-worker regulations. Where the administration employs foreigners only subsidiarily and the foreign workforce remains small, no additional measures or blanket nationality preference are required; a written response to the interpellation suffices, and the political assessment remains within the Council’s discretion.

Gesamter Gesetzestext

N 20 juin 1986

988

Interpellation Ruf-Berne

86.419

Interpellation Ruf-Bern Schutz der schweizerischen Arbeitnehmer vor Konkurrenz durch Ausländer Interpellation Ruf-Berne Protection des travailleurs suisses contre la concurrence des travailleurs étrangers

Wortlaut der Interpellation vom 21. März 1986 Angesichts der Tatsache, dass

  • das Problem der Arbeitslosigkeit in der Schweiz noch immer eine permanente Gefahr darstellt;

  • 1985 die ausländische Wohnbevölkerung (ebenso die Zahl ausländischer Erwerbstätiger) in der Schweiz erneut stark angestiegen ist - dies trotz Tausender von Einbürgerungen

  • und somit der Wille des Schweizervolkes, das mit der Verwerfung des Ausländergesetzes am 6. Juni 1982 eine weitere Einwanderung abgelehnt hat, von den Bundesbe- hörden krass missachtet wird;

  • aufgrund dieser Entwicklung sich die schweizerischen Arbeitnehmer auf dem angespannten Arbeitsmarkt einer zunehmenden Konkurrenzierung durch Ausländer gegen- über sehen;

  • zahlreiche Ausländer im Dienste des Bundes und seiner Regiebetriebe stehen;

wird der Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:

  1. Wieviele ganz- und teilarbeitslose Schweizer waren wäh- rend der vergangenen fünf Jahre registriert (Angaben jeweils per Jahresende absolut und prozentual, gemessen an den Gesamtzahlen Ganz- und Teilarbeitsloser)?

  2. Unter welchen Voraussetzungen werden durch den Bund Ausländer beschäftigt? Wieviele ausländische Arbeitskräfte (unterteilt nach Kategorien) stehen gegenwärtig im Dienste des Bundes und seiner Regiebetriebe (es werden detaillierte Angaben bezüglich jedes Departementes und jedes Regie- betriebes gewünscht)?

Wie gross ist ihr prozentualer Anteil, gemessen am Gesamt- personalbestand der Arbeitnehmer des Bundes? Wie hat sich die Zahl der ausländischen Beschäftigten in den letzten fünf Jahren entwickelt (Jahresendwerte)?

  1. Teilt der Bundesrat die Ansicht, die Schweizer Bürger hätten - mindestens unter moralischen Gesichtspunkten - einen vorrangigen Anspruch auf Vollbeschäftigung - vor Ausländern?

  2. Ist der Bundesrat gewillt, zusätzliche Massnahmen zu ergreifen, um die Schweizer Arbeitnehmer vor ausländi- scher Konkurrenz (aller Kategorien) wirksam zu schützen? 5. Vertritt der Bundesrat ebenfalls die Auffassung, öffentli- che Verwaltungen sollten im Interesse der einheimischen Bevölkerung nur mit äusserster Zurückhaltung Ausländer beschäftigen?

Kann er sich bereit erklären, inskünftig - abgesehen von wenigen Ausnahmen in speziellen Fachbereichen - nur noch Schweizer in die Dienste des Bundes und seiner Regiebetriebe zu nehmen?

Texte de l'interpellation du 21 mars 1986 Compte tenu du fait

  • que le chômage reste un problème permanent en Suisse; - qu'en 1985 la population étrangère résidente (de même que le nombre des travailleurs étrangers) a de nouveau fortement augmenté en Suisse - et ce malgré des milliers de naturalisations -, ce qui montre que les autorités fédérales agissent au mépris le plus total de la volonté du peuple suisse qui s'est prononcé contre une nouvelle immigration en rejetant le projet de loi sur les étrangers le 6 juin 1982; - que les travailleurs suisses, au vu de cette évolution, se trouvent soumis à une concurrence toujours plus forte de la

part des travailleurs étrangers sur un marché de travail restreint;

  • que de nombreux étrangers sont au service de la Confédé- ration et de ses régies;

le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions sui- vantes:

  1. Combien de Suisses au chômage partiel ou total a-t-on enregistré pendant les cinq dernières années (fournir, pour la fin de chaque année, les indications en chiffres absolus et en pourcentage par rapport au nombre total de travailleurs au chômage partiel ou total)?

  2. A quelles conditions la Confédération engage-t-elle des étrangers? Combien de travailleurs étrangers (par catégo- ries) sont actuellement au service de la Confédération et de ses régies (fournir des indications détaillées pour chaque département et chaque régie) ?

Quel est le pourcentage d'étrangers par rapport à l'effectif total du personnel de la Confédération? Comment le nom- bre des travailleurs étrangers employés par la Confédération a-t-il évolué au cours des cinq dernières années (fournir les données pour la fin de chaque année)?

  1. Le Conseil fédéral estime-t-il lui aussi que, par rapport aux étrangers, les citoyens suisses devraient avoir un droit prio- ritaire au plein emploi, ne serait-ce qu'en tenant compte des aspects moraux?

  2. Le Conseil fédéral est-il disposé à prendre des mesures supplémentaires pour protéger efficacement les travailleurs suisses de la concurrence étrangère (toutes catégories)?

  3. Le Conseil fédéral est-il lui aussi d'avis que, dans l'intérêt de la population indigène, les administrations publiques devraient faire preuve de la plus grande retenue pour enga- ger des étrangers ?

Peut-il se déclarer prêt à ne plus engager que des Suisses à l'avenir au service de la Confédération et de ses régies - sauf de rares exceptions dans des domaines exigeant des qualifi- cations spéciales ?

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 21. Mai 1986

Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 mai 1986

Auch wenn die Arbeitslosigkeit in der Schweiz im internatio- nalen Vergleich gering ist, nimmt der Bundesrat die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sehr ernst. Er ist sich der persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Probleme der einzelnen arbeitslosen Menschen wohl bewusst. Vor diesem Hintergrund sind auch in den vergangenen Jahren die materielle Absicherung verbessert und Massnahmen zur Verminderung von Arbeitslosigkeit gefördert worden. Zudem misst der Bundesrat der Schaffung neuer Arbeits- plätze grosse Bedeutung bei und ist bestrebt, hier möglichst günstige Rahmenbedingungen zu schaffen. So sind z. B. mit den beiden Impulsprogrammen Sondermassnahmen zur Förderung der technologischen Entwicklung und Ausbil- dung ergriffen worden. Weiter wendet der Bund namhafte Beiträge zur Förderung von Bildung und Forschung auf. All diese Massnahmen sollen helfen, die auf dem Arbeitsmarkt auftretenden Schwierigkeiten zu meistern.

Die vom Interpellanten verlangten Zahlen zur Arbeitslosig- keit lauten wie folgt:

Ganzarbeitslose

Ende Dezember

Total

Ausländer absolut

Schweizer absolut

%

1981

9 149

2 180

6 969

76,2

1982

23 579

6 529

17 050

72,3

1983

30 380

9 114

21 266

70,0

1984

34 093

10 640

23 453

68,8

1985

26 967

8 660

18 207

67,8

  1. Juni 1986 N

989

Interpellation Ruf-Bern

Teilarbeitslose

Ende Dezember

Total

Ausländer

Schweizer absolut

%

1981

17 187

2 378

14 809

86,2

1982

61 983

9 015

52 968

85,5

1983

34 975

4 848

30 127

86,1

1984*)

3 665

683

2 982

81,4

1985

1 453

490

963

66,3

*) Ab 1984 Kurzarbeit, nur kontrollpflichtige Ausländer berücksichtigt.

Im Rahmen der Fremdarbeiterpolitik legt der Bundesrat besonderen Wert auf das Prinzip der Priorität der einheimi- schen Arbeitskräfte. Dieses ist als wichtiger Pfeiler in den arbeitsmarktlichen Vorschriften der Verordnung über die Begrenzung der Zahl der erwerbstätigen Ausländer veran-

kert. Danach können Ausländer nur dann zur Arbeit in unserem Land zugelassen werden, wenn keine geeigneten einheimischen Kandidaten zur Verfügung stehen.

Dieser Grundsatz gilt selbstverständlich auch für die Rekru- tierungen der Bundesverwaltung, die einen sehr kleinen Anteil an ausländischen Arbeitskräften aufweist (siehe Tabelle des eidgenössischen Personalamts, «Ausländische Arbeitskräfte in der Bundesverwaltung seit 1970»). Dabei geht es vorwiegend um hochqualifizierte Spezialisten oder um Arbeitsplätze, für die selbst bei höherer Arbeitslosigkeit keine geeigneten einheimischen Arbeitskräfte zur Verfü- gung stehen. Bei den meisten Ausländern in der Bundesver- waltung handelt es sich zudem um Niedergelassene.

Angesichts der kleinen Zahl ausländischer Arbeitskräfte in der Bundesverwaltung sowie der bereits vorhandenen stren- gen Vorschriften betreffend den Schutz der einheimischen Arbeitskräfte in der Fremdarbeiterregelung sieht der Bun- desrat im jetzigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit für weiter-

Eidgenössisches Personalamt

Ausländische Arbeitskräfte in der Bundesverwaltung seit 1970 (Stand je Ende Dezember)

Davon Ausländer2)

Heimatstaaten der Ausländer

Jahr

Personal- bestand1)

Absolut

In

Deutsch- land

Frank- reich

Italien

Spanien

Öster- reich

Jugo- slawien

CSSR

Türkei3)

Übrige

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

Allgemeine Bundesverwaltung (einschliesslich Regiebetriebe)

1970

36 801

500

1,4

148

18

45

4

46

0

66

0

173

1975

38 144

733

1,9

186

50

71

12

65

0

110

0

239

1980

39 127

2,8

293

76

102

19

86

31

144

21

325

1981

39 915

1194

3,0

305

87

135

13

91

30

150

24

359

1982

40 258

1219

3,0

288

86

147

15

88

86

67

29

413

1983

40 031

1126

2,8

290

80

134

22

81

27

12

20

460

1984

40 159

1178

2,9

338

86

141

23

80

28

71

19

392

1985

40 218

1316

3,3

120

154

24

72

34

65

13

485

PTT-Betriebe

1970

49 365

330

0,7

0

22

44

156

0

0

31

0

77

1975

51 119

1033

2,0

41

89

322

420

28

0

30

0

103

1980

52 482

1037

2,0

41

75

362

409

20

9

31

0

90

1981

54 264

1237

2,3

49

81

455

486

26

15

28

0

97

1982

55 331

1391

2,5

53

91

538

508

40

18

27

0

116

1983

56 241

1505

2,7

56

93

610

518

43

18

22

0

145

1984

56 239

1556

2,8

54

101

644

510

31

19

24

0

173

1985

56 992

1644

2,9

54

107

678

545

40

26

17

0

177

1970

40 517

1394

3,4

7

0 1059

285

9

0

0

0

34

1975

40 556

1007

2,5

16

4

674

208

9

0

0

0

96

1980

38 506

1803

4,7

65

27

1151

298

30

42

26

111

53

1981

38 990

1929

4,9

66

33

1205

310

32

64

23

120

76

1982

39 288

2092

5,3

78

42

1244

328

33

86

24

143

114

1983

38 840

2129

5,5

88

50

1238

323

33

91

21

149

136

1984

38 159

2028

5,3

86

48

1186

302

33

89

12

141

131

1985

37 109

1976

5,3

88

45

1144

290

33

94

9

143

130

Gesamte Bundesverwaltung

1970

126 683

2224

1,8

155

40

1148

445

55

0

97

0

284

1975

129 819

2773

2,1

243

143

1067

640

102

0

140

0

438

1980

130 115

3937

3,0

399

178

1615

726

136

82

201

132

468

1981

133 169

4360

3,3

420

201

1795

809

149

109

201

144

532

1982

134 877

4702

3,5

419

219

1929

851

161

190

118

172

643

1983

135 112

4760

3,5

434

223

1982

863

157

136

55

169

741

1984

134 557

4762

3,5

478

235

1971

835

144

136

107

160

696

1985

134 319

4936

3,7

491

272

1976

859

145

154

91

156

792

  1. Lehrlinge inbegriffen

  2. Ohne Departement für auswärtige Angelegenheiten

  3. Bis 1979 unter «Übrige Staaten»

  4. Ab 1980 inklusive Lehrkörper ETH

Bundesbahnen

%

Interpellation Nussbaumer

990

N

20 juin 1986

gehende Massnahmen in diesem Bereich. Dagegen wird er sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Arbeitsmarktbehör- den von Bund und Kantonen - als Ergänzung zu den redu- zierten Kontingenten - auch in Zukunft dem Prinzip der Priorität der einheimischen Arbeitskräfte durch konse- quente Auslegung der arbeitsmarktlichen Vorschriften Ach- tung verschaffen.

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.

85.918

Interpellation Nussbaumer Hengste. Zulassungsbedingungen Etalons. Conditions d'admission pour l'élevage

Wortlaut der Interpellation vom 4. Oktober 1985

  1. Ist der Bundesrat bereit, die eidgenössische Pferdeschau- kommission so zusammenzusetzen, dass eine objektive Beurteilung aller Hengste gewährleistet ist?

  2. Ist der Bundesrat auch bereit, die Einführung eines neu- tral gestalteten Rekursverfahrens zu prüfen?

Texte de l'interpellation du 4 octobre 1985

  1. Le Conseil fédéral est-il disposé à choisir les membres de la Commission fédérale des concours (de chevaux) de manière à garantir une appréciation objective de tous les étalons?

  2. Est-il également prêt à examiner la possibilité d'introduire une procédure de recours plus neutre que celle qui est en vigueur actuellement?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Eng, Geissbühler, Hari, Leuenberger-Solothurn, Ogi, Schnyder-Bern, Schwarz, Wanner, Ziegler (9)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Pferdezuchtgenossenschaft Solothurn hat in der priva- ten Hengsthaltung eine lange Tradition aufzuweisen. Wäh- rend vielen Jahren erwarb sie jeweils angekorte Warmblu- thengste vom eidgenössischen Gestüt in Avenches.

Vor einigen Jahren wagte die erwähnte Genossenschaft den Direktankauf von Hengsten in der Normandie. Damals berei- tete die Anerkennung und Zulassung der eigenen Hengste keine Probleme. Seit 1984 macht es den Anschein, die Haltung direkt eingekaufter Hengste werde zum Schutz der Hengsthaltung in Avenches absichtlich erschwert.

Die vom Gestüt selbst eingekauften Hengste mit zum Teil geringem Leistungsausweis werden stets zur Zucht zugelas- sen. Der privaten Hengsthaltung werden höhere Zulas- sungsbedingungen zugemutet. Wegen Personalunion (der Hengstankäufer des Haras fédéral ist zugleich Präsident der eidgenössischen Schaukommission) ist eine objektive Beur- teilung der Hengste im Gestüt und in den als Konkurrenz empfundenen Pferdezuchtgenossenschaften nicht mehr ge- währleistet.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. November 1985

Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 novembre 1985 Die Pferdezuchtverordnung vom 12. November 1980 (SR 916.320) schreibt vor, dass bei den vom Bund geförderten Rassen (Freiberger, Haflinger, Warmblut) nur eidgenössisch anerkannte Hengste zur Zucht verwendet werden dürfen. Für die Beurteilung sind massgebend (Art. 7 Pferdezucht- verordnung):

  • Körperform, Typ und Gang, Grösse, Charakter, Kondition, Gesundheit, Fruchtbarkeit und Futterverwertung;

  • die in Prüfungen ausgewiesenen Eigenleistungen;

  • Leistungen und Qualität der Vorfahren und Nachkommen. Die Beurteilung der Körperform wird vorgenommen durch Mitglieder der Pferdeschaukommission (Kommission), wel- che vom eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement bestellt wird und eine einheitliche Beurteilung gewährlei- sten soll.

Die Kommission besteht aus ausgewiesenen Fachleuten auf dem Gebiet der Pferdezucht und -haltung.

Zu den einzelnen Fragen des Interpellanten lässt sich fol- gendes festhalten:

  1. Die Beurteilung eines Tieres ist nur soweit wertfrei als feststehende Massstäbe angewandt werden. Kann ein Experte das Ergebnis z. B. vom Messband oder von einer Waage ablesen, so empfindet man das Resultat der Prüfung als objektiv. Muss er jedoch neben der Grösse, der Körper- breite oder dem Gewicht auch den Typ oder den Charakter des Pferdes in die Bewertung einbeziehen, so liegen dem Entscheid immer subjektive Elemente zugrunde.

Da ein Zuchthengst nicht nur messbare Kriterien, sondern vor allem geeignete Körperformen, eine genügende Kondi- tion und einen guten Charakter aufweisen muss, beeinflus- sen ohne Zweifel subjektive Gesichtspunkte das Urteil der einzelnen Kommissionsmitglieder.

Um trotzdem eine grösstmögliche Objektivität der Beurtei- lung zu gewährleisten, werden die Experten jedes Jahr vor den Pferdeschauen im Herbst in Avenches in einem eintägi- gen Kurs aus- und weitergebildet.

Für die Durchführung der Pferdeschauen werden aus dem Kreis der Mitglieder jeweils zwei als Jury für die einzelnen Pferdeschauen bestimmt. Dabei achtet man vor allem dar- auf, dass die Experten nicht in ihrer eigenen Region und auch nicht jedes Jahr an den gleichen Pferdeschauen einge- setzt werden. Diese treffen den Entscheid der Kommission. In der Regel gesellt sich zu den beiden eidgenössischen Fachleuten ein Vertreter des Kantons.

Da Tierbewertungen Ermessensentscheide bleiben, können bei jeder Zusammensetzung der Kommission subjektive Ein- flüsse auf die Bewertung nicht ganz ausgeschlossen wer- den. Es trifft zu, dass die Anforderungen an die angekörten Hengste gestiegen sind. Diese Tatsache hängt mit dem Fortschritt in der Zucht zusammen. Bei steigender Qualität der weiblichen Tiere sind auch höhere Anforderungen an die Hengste zu stellen. Es sind deshalb in jüngster Zeit auch Hengste des Gestüts nicht angekört worden. Wir sehen im Ankauf und im Einsatz von privaten Hengsten keine Konkur- renz. Private Initiativen in dieser Richtung werden sogar begrüsst, weil sie die staatliche Hengsthaltung entlasten. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die deutlich sichtba- ren Fortschritte insbesondere bei der Warmblut- und Frei- bergerzucht auf eine sorgfältige, verantwortungsbewusste und fachlich kompetente Arbeit der Mitglieder der Kommis- sion schliessen lassen. Dennoch ist der Bundesrat bereit, das Verfahren bei der Beurteilung der Hengste zu überprü- fen. Eine grundsätzliche Aenderung der bisherigen Praxis der Pferdebeurteilungen drängt sich jedoch nicht auf.

  1. Entscheide der eidgenössischen Kommission über Tier- beurteilungen können nach den Regeln des Bundesgeset- zes über das Verwaltungsverfahren (SR 172.021) angefoch- ·ten werden. Der Beschwerdeweg führt über das Bundesamt für Landwirtschaft und das eidgenössische Volkswirt- schaftsdepartement zum Bundesrat. Diese Instanzen sind von der eidgenössischen Pferdeschaukommission unab- hängig. Auf das Verfahren finden die allgemeinen Bestim- mungen über die Bundesrechtspflege Anwendung. Der Bundesrat erachtet es nicht als notwendig, an der geltenden Regelung Aenderungen vorzunehmen.

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates befriedigt.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Ruf-Bern Schutz der schweizerischen Arbeitnehmer vor Konkurrenz durch Ausländer

Interpellation Ruf-Berne Protection des travailleurs suisses contre la concurrence des travailleurs étrangers

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Datum 20.06.1986 - 08:00

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unemploymentforeign workerspublic administrationpriority of domestic workerslabour marketinterpellation