Interpellation Gehler
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hauptsächlich Frauen, welche wieder in das Berufsleben einsteigen möchten. Bei verheirateten Frauen, die sich im Zeitpunkt der Aufgabe ihrer Erwerbstätigkeit die Freizügig- keitsleistungen bar ausbezahlen liessen, ist diese Vorsorge- lücke besonders einschneidend, da sie nun mit der Vor- sorge wieder von neuem beginnen müssen. Der Problem- kreis wurde bei den parlamentarischen Beratungen zum BVG eingehend diskutiert.
In der Praxis können vor allem bei Leistungsprimatkassen derartige Vorsorgelücken durch eine Nachzahlung als Ein- kauf in die fehlenden Versicherungsjahre geschlossen wer- den. Heute besteht dabei vermehrt die Tendenz, die Zahlung solcher Einkaufssummen dem Versicherten anheimzustel- len und, hat er sich dazu entschlossen, ihm diese vollum- fänglich zu überbinden, so dass der Arbeitgeber nicht zusätzlich belastet wird.
Das BVG-Obligatorium bewirkt in dieser Hinsicht keine wesentliche Aenderung der Lage. Die gesetzlichen Leistun- gen sind Mindestleistungen und werden aufgrund des vom Versicherten während seiner Versicherungszeit erworbenen Altersguthabens berechnet. Fehlende Versicherungsjahre haben Auswirkung auf die Höhe des Altersguthabens und somit auch auf jene der Leistungen. Der Einkauf in die fehlenden Versicherungsjahre ist im BVG weder vorge- schrieben noch auf andere Weise vorgesehen. Im Rahmen der weitergehenden Vorsorge ist er jedoch weiterhin mög- lich.
Zweifellos dürfte die Wiedereingliederung in das Berufsle- ben für Frauen, die ihre Erwerbstätigkeit für längere Zeit unterbrochen haben, öfters mit Schwierigkeiten verbunden sein. Neben der gesellschaftlichen Stellung der Frau in der Arbeitswelt sind auch Faktoren dafür verantwortlich, die mit der jeweiligen Wirtschaftslage zusammenhängen. Der Bun- desrat ist daher nicht der Ansicht, dass sich das BVG- Obligatorium für diese Kategorie von Arbeitnehmerinnen diskriminierend für ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt aus- wirken kann. Ihre berufliche Wiedereingliederung würde durch einen Ausschluss aus der obligatorischen Versiche- rung gestützt auf Artikel 2 Absatz 2 BVG nicht gefördert. Ein solcher Ausschluss könnte sich in bezug auf ihre Altersvor- sorge in rechtlicher und sozialer Hinsicht vielmehr als pro- blematisch erweisen. In der Tat ist der Gesetzgeber in Anleh- nung an die verfassungsmässige Zielsetzung davon ausge- gangen, dass auch der wieder erwerbstätig gewordenen Frau wie jedem anderen Arbeitnehmer ein, wenn auch ver- minderter Vorsorgeschutz jedenfalls zukommen muss, besonders wenn sie wegen Verwitwung oder Scheidung auf die Erwerbstätigkeit angewiesen ist. Die von der Interpellan- tin anvisierte Lösung würde indessen gerade den Verlust dieses Versicherungsschutzes gegen Alter, Tod und Invalidi- tät bewirken. Zudem würde für die gleichaltrigen übrigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Wettbewerbs- nachteil geschaffen. Aus diesen Gründen sieht der Bundes- rat keinen Anlass, im Sinne der Interpellantin für Frauen, die aus familiären Gründen ihre Berufstätigkeit für längere Zeit unterbrochen haben, eine Ausnahme von der obligatori- schen BVG-Versicherung vorzusehen.
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- desrates nicht befriedigt.
86.395
Interpellation Gehler Französische Schule in Bern Ecole cantonale de langue française de Berne
Wortlaut der Interpellation vom 20. März 1986 Wie beurteilt der Bundesrat die Situation der französischen Schule in Bern und die diesbezüglichen Ereignisse der letzten Zeit? Was kann er in dieser Angelegenheit tun?
Texte de l'interpellation du 20 mars 1986 Quel jugement le Conseil fédéral porte-t-il sur la situation de l'école cantonale de langue française de Berne et des der- niers événements y relatifs et quels sont ses moyens d'inter- vention éventuels en l'espèce ?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Berger, Blocher, Bon- nard, Borel, Brélaz, Butty, Candaux, Cavadini, Cevey, de Chastonay, Christinat, Clivaz, Cottet, Cotti Flavio, Cotti Gian- franco, Couchepin, Coutau, Darbellay, Dubois, Dupont, Eggly-Genève, Etique, Frey-Neuchâtel, Friedli, Gautier, Gloor, Grassi, Jeanneret, Longet, Magnin, Maitre-Genève, Martin, Massy, Meizoz, Perey, Petitpierre, Pidoux, Pini, Rebeaud, Rime, Robbiani, Salvioni, Savary-Fribourg, Savary-Vaud, Schüle, Soldini, Thévoz, Vannay (48)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Depuis plus d'un demi-siècle, le problème de l'Ecole fran- çaise de Berne mobilise les énergies et a draîné les sacrifi- ces financiers des Romands de la ville fédérale, avec des motivations qui sont largement légitimes et reconnues.
La promotion de cet établissement au rang d'école cantona- lisée n'a pas répondu aux espoirs initiaux puisque, pour des raisons diverses et très partiellement justifiées, cette institu- tion combien nécessaire vit toujours dans des locaux no- toirement inadaptés et insalubres et que des frictions entre la direction de l'ECLF et le canton de Berne ont provoqué la démission du président François Landgraf.
Malgré la cantonalisation de cet établissement, force est de constater que la situation est très loin d'être satisfaisante, ce qui a des implications négatives multiples, sur le plan fédé- ral également.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 16. Juni 1986
Rapport écrit du Conseil fédéral du 16 juin 1986
La convention qui lie la Confédération, le canton, la ville de Berne et la Société de l'Ecole de langue française de Berne prévoit l'engagement pour le canton de «construire une nouvelle école dans les meilleurs délais». La convention a été signée en 1982. Mais l'engagement de construire un nouveau bâtiment n'a pas encore pu être tenu, le Tribunal fédéral ayant annulé la décision du Grand Conseil bernois accordant le crédit nécessaire à cet effet. L'école, dont nous reconnaissons la nécessité, est donc actuellement encore logée dans des locaux inadaptés.
De même que l'interpellateur, le Conseil fédéral considère cette situation comme insatisfaisante et il est d'avis qu'il faut chercher à y remédier.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Gehler Französische Schule in Bern Interpellation Gehler Ecole cantonale de langue française de Berne
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Jahr
1986
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.395
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 20.06.1986 - 08:00
Date
Data
Seite
975-975
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20 014 446
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