Motion on border guard recruitment transmitted as postulate

20014417Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)20.06.1986Partially Granted

Zusammenfassung

Robbiani asked the Federal Council to organize a systematic public and school-based information campaign in Ticino to improve the recruitment of border guards. The Federal Council replied that recruitment was already supported through advertisements, school outreach, and contacts with interested candidates, and that it could not accept a binding instruction. It proposed converting the motion into a postulate. The National Council accordingly transmitted the motion as a postulate.

Regest

Parliamentary motion; conversion into postulate where the requested measure exceeds the Federal Council’s willingness or capacity to accept a binding mandate. If the Government shows that the field is already addressed by existing promotional measures and that implementation would depend on cooperation with other actors, the motion may be transformed into a postulate rather than adopted as a binding instruction.

Gesamter Gesetzestext

Motion Robbiani

952

N

20 juin 1986

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 21. Mai 1986

Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 mai 1986

Die Erwachsenenbildung hat sich im Verlaufe der letzten Jahre zu Recht zu einem immer bedeutenderen Bildungsbe- reich entwickelt. Die Erkenntnis, dass bei der raschen Entwicklung von Wissenschaft und Technik nur derjenige Schritt zu halten vermag, der sich auch als Erwachsener dauernd um die Vertiefung und Erweiterung seines in der schulischen und beruflichen Ausbildung erworbenen Wis- sens bemüht, setzt sich in weiten Kreisen immer stärker durch. Hinzu kommt, dass die Verkürzung der Arbeitszeit - der technische und soziale Fortschritt - den meisten Men- schen in unserem Lande ein bedeutendes Mass an beruflich nicht beanspruchter Zeit verschafft, über die sie frei verfü- gen können und die es sinnvoll zu nutzen gilt. Ständige Weiterbildung im Erwachsenenalter ist aber auch deshalb erforderlich, weil allgemein die bildungsmässigen Anforde- rungen für die meisten Berufskreise und nicht nur für ein- zelne Spitzenkräfte ständig im Wachsen begriffen sind. Wir teilen in dieser Hinsicht die in der Motion enthaltene Zustandsbeschreibung voll und ganz.

Ausgehend von der Feststellung, die verschiedenen Aktivitä- ten im Bereich der Erwachsenenbildung seien zwar vielfäl- tig, entstünden aber oft zufällig und seien miteinander zu wenig koordiniert, verlangt die Motion vom Bund in Zusam- menarbeit mit anderen Interessierten die Erarbeitung eines Konzeptes für ein umfassendes Weiterbildungssystem. Kann der Bund eine solche Forderung realistischerweise erfüllen? Werfen wir vorerst einen Blick auf die Träger der Erwachsenenbildung in der Schweiz.

Im Bereich der beruflichen Weiterbildung sind es vorwie- gend einzelne Unternehmen, Berufsschulen, Berufsver- bände und andere Organisationen, aber teilweise auch Kan- tone und Gemeinden, die den aktiv im Berufsleben stehen- den Personen helfen, ihre berufliche Grundausbildung zu erweitern und der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung anzupassen oder ihre Allgemeinbildung zu ver- bessern. Gestützt auf das Berufsbildungsgesetz fördert der Bund viele unter diesem Titel durchgeführte Veranstaltun- gen durch Beiträge oder andere Massnahmen. Bei den akademischen Berufen nehmen sich auch die Hochschulen zusehends der Fragen der beruflichen Weiterbildung an. Analog kann dies auch von vielen Ausbildungsstätten im ausseruniversitären Tertiärbereich gesagt werden.

Bei der nichtberuflichen Weiterbildung sind die Träger neben Kantonen und Gemeinden fast ausschliesslich pri- vate Institutionen, insbesondere genossenschaftliche Ein- richtungen, kirchliche und religiöse Institutionen, Gewerk- schaften, vor allem aber auch private Vereine, die aus dem Bewusstsein der Verantwortlichkeit für die Bildung der Erwachsenen handeln. Seit 1966 zählt die Förderung dieser allgemeinen Erwachsenenbildung auf Bundesebene zu den Aufgaben der Pro Helvetia.

Diese kurzen Hinweise verdeutlichen zweierlei: einerseits ist die Erwachsenenbildung in der Schweiz vorwiegend privat- rechtlich organisiert und auf einer Vielzahl von verschieden- artigen Pfeilern abgestützt, und andererseits beschränkt sich die Rolle des Bundes mangels umfassender Kompeten- zen in diesem Bereich im wesentlichen auf die Förderung und Unterstützung von Weiterbildungsaktivitäten.

Die heutige Situation möchten und können wir nicht in Frage stellen. Sie basiert auf einer historisch gewachsenen Entwicklung und hat sich grundsätzlich bewährt.

Mit Blick auf seine beschränkte, vorwiegend auf Unterstüt- zung ausgerichtete Zuständigkeit im Bereiche der Erwach- senenbildung kann der Bund von sich aus kein derartig umfassendes Konzept erarbeiten, jedenfalls keines, das in der Folge einen Verbindlichkeitsanspruch hätte. Auch seine eigenen Möglichkeiten zu dessen Umsetzung in die Realität wären wohl eher bescheiden. Er kann aber selbstverständ- lich die Erarbeitung eines solchen Konzeptes anregen und fördern und bei dessen Realisierung tatkräftig mitarbeiten. Eine besonders wichtige Rolle kommt in diesem Zusammen- hang neben der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirek-

toren der Schweizerischen Vereinigung für Erwachsenenbil- dung zu, die als Dachorganisation über 30 Institutionen der Erwachsenenbildung zusammenschliesst. Die erwähnte Vereinigung hat bereits im Jahre 1977 ein «Konzept für die Entwicklung der Erwachsenenbildung in der Schweiz» ver- öffentlicht. Dieses hat nach wie vor Gültigkeit, wird aber gegenwärtig überarbeitet. Auch der Schweizerische Wissen- schaftsrat hat sich in seinen Diskussionen und Publikatio- nen wiederholt dem Thema Weiterbildung gewidmet, wobei er sich in jüngster Vergangenheit vor allem des Bereichs der Weiterbildung an den Hochschulen angenommen hat. Das Weiterbildungsangebot im Berufsbildungsbereich wird in Zusammenarbeit zwischen Bund und Verbänden der Arbeit- geber und -nehmer ständig ausgebaut. Damit sei auch festgestellt, dass man sich des in der Motion umschriebenen Problems durchaus bewusst ist.

In Anbetracht der skizzierten Ausgangslage sind wir nicht in der Lage, die Motion im Sinne eines verbindlichen Auftrages entgegenzunehmen. Wir werden uns aber zusammen mit den anderen, vorwiegend privaten Partnern der Erwachse- nenbildung für die Verwirklichung der mit der Motion ange- strebten Ziele einsetzen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

86.341

Motion Robbiani Rekrutierung von Grenzwächtern Mozione Robbiani Reclutamento guardie-frontiera Motion Robbiani Recrutement des gardes-frontière

Wortlaut der Motion vom 12. März 1986

Der Bundesrat wird ersucht, in der Oeffentlichkeit und in den Schulen des Kantons Tessin eine systematische Infor- mationskampagne durchzuführen, um so das Ansehen der Grenzwächter und die Rekrutierungsmöglichkeiten des Grenzwachtkorps zu verbessern.

Testo della mozione del 12 marzo 1986

Il Consiglio federale è invitato ad organizzare una campagna di informazione sistematica, tra l'opinione pubblica e nelle scuole, al fine di migliorare l'immagine e favorire il recluta- mento del corpo delle guardie di frontiera in Ticino.

Texte de la motion du 12 mars 1986

Le Conseil fédéral est invité à organiser une campagne d'information systématique, dans le grand public et dans les écoles, en vue d'améliorer l'image de marque du corps des gardes-frontière au Tessin et de favoriser le recrutement de ceux-ci.

Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Ammann- San-Gallo, Bäumlin, Bircher, Braunschweig, Carobbio, Cho- pard, Cotti Gianfranco, Eggenberg-Thun, Gloor, Grassi, Hubacher, Jaggi, Lanz, Leuenberger-Soletta, Leuenberger Moritz, Longet, Mauch, Ott, Petitpierre, Pini, Pitteloud, Rebeaud, Reimann, Renschler, Rubi, Ruffy, Salvioni, Stap- pung, Uchtenhagen, Vannay, Zehnder (31)

  1. Juni 1986 N

953

Motion Robbiani

Schriftliche Begründung - Motivazione scritta Développement par écrit

Da più parti e per diversi motivi - contrabbando, criminalità transfrontaliera, emigrazione clandestina, traffico di droga e di valuta - si chiede un rafforzamento della sorveglianza delle nostre frontiere.

In Ticino, per mancanza di effettivi del corpo di guardie di frontiera, molti controlli del traffico delle persone è svolto dal corpo cantonale di polizia. Pur nell'ambito del contin- gentamento del personale, un potenziamento del corpo di guardie di frontiera ticinese è possibile. Ma il reclutamento avviene in condizioni difficili, per le condizioni di servizio - documentate in un rapporto della commissione di gestione -, per la scarsa attrattività di una professione giudicata, probabilmente a torto, troppo militarizzata, e per una insuffi- ciente informazione, orientamento e motivazione dei gio- vani. Un recente film su di una professione che ha anche aspetti ecologici sta rivalutando l'immagine della guardia di frontiera.

In Ticino i bandi di concorso per aspiranti guardie di fron- tiera appaiono, per misure di risparmio, su pochi giornali. Per mantenere e potenziare l'effettivo del corpo ticinese (330 agenti) occorrerebbero un centinaio di candidati e una sessantina di prescelti che si sottopongono agli esami di attitudine, ogni anno.

Da qui la necessità di una sistematica e capillare campagna di informazione attraverso i media e nelle scuole.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 28. Mai 1986

Risposta scritta del Consiglio federale del 28 maggio 1986 Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 mai 1986

La lotta contro l'immigrazione clandestina, la criminalità attraverso il confine, il terrorismo ed il contrabbando di stupefacenti esigono un'efficace sorveglianza del confine. L'impiego di mezzi in materia di personale è accuratamente soppesato tenendo conto degli obiettivi della sorveglianza, della sicurezza del personale e del blocco di quest'ultimo. Nel Ticino, l'effettivo del corpo delle guardie di confine è relativamente elevato; ciò per poter tener conto della parti- colare situazione, soprattutto nel Mendrisiotto. Il corpo delle guardie di confine è così in grado di svolgere in modo indipendente i sui compiti di controllo al confine.

Le inevitabili peculiarità della professione, come l'orario di lavoro irregolare, il servizio domenicale e notturno, nonché l'obbligo di abitare in regioni discoste hanno per effetto che annualmente solo un numero limitato di candidati idonei si interessa alla professione di guardia di confine, benché una pubblicità specifica raggiunga la maggior parte dei giovani cittadini svizzeri. Un recente film, dedicato alla professione della guardia di confine, esistente anche in versione italiana, è proiettato in pressoché tutte le scuole reclute. Tale infor- mazione è completata da inserzioni nei quotidiani e da una buona collaborazione con gli uffici di orientamento profes- sionale e le scuole. Inoltre, l'amministrazione delle dogane promuove gli sforzi dei propri agenti che cooperano alle operazioni di reclutamento.

L'amministrazione delle dogane reputa molto importante che il futuro funzionario guardia di confine sia adeguata- mente ragguagliato sui vantaggi e gli svantaggi della profes- sione che egli intende abbracciare. A tale scopo si svolgono diversi colloqui con gli interessati; quest'ultimi vengono invitati a visitare un posto guardie di confine. Questo modo di procedere dà buone prove.

Nel 1985 sono state introdotte le tasse sul traffico stradale, ciò che ha reso necessario l'aumento dell'effettivo del corpo delle guardie di confine. Oltracciò un elevato numero di funzionari è passato al servizio civile. Mentre negli anni scorsi bastava reclutare ogni anno circa 25 candidati di lingua italiana, nel 1985 detto numero è risultato insuffi- ciente. Tale fatto, come pure la situazione economica gene- ralmente buona, hanno reso indispensabile un rafforza- mento della campagna di reclutamento. In conseguenza di ciò ci pervennero dal Ticino più di 150 candidature; circa 80 candidati sono stati esaminati, 44 dei quali furono infine

assunti. Fu così possibile raggiungere l'effettivo autorizzato. Anche quest'anno v'è da attendersi un numero di passaggi al servizio civile superiore alla media; sicché occorrerà di nuovo reclutare 40 aspiranti guardie di confine di lingua italiana. L'amministrazione delle dogane ha adottato ade- guati provvedimenti in materia di pubblicità a favore del reclutamento. Mediante una nuova e - se fosse necessario - più vasta campagna pubblicitaria, essa farà in modo di poter reclutare, come negli scorsi anni, il numero necessario di candidati idonei.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Dichiarazione del Consiglio federale Déclaration écrite du Conseil fédéral

Il Consiglio federale propone di trasformare la mozione in un postulato.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

86.383

Motion Robbiani Italienisch-Kurse für das Bundespersonal

Mozione Robbiani Corsi di lingua italiana per il personale federale Motion Robbiani Cours d'italien pour le personnel fédéral

Wortlaut der Motion vom 19. März 1986

Der Bundesrat wird aufgefordert, die Italienisch-Kurse für das Personal der zentralen Bundesverwaltung wieder aufzu- nehmen, auszubauen und zum festen Bestandteil des Kurs- angebots zu machen.

Testo della mozione del 19 marzo 1986

Il Consiglio federale è invitato a riprendere, potenziare e istituzionalizzare i corsi di lingua italiana per il personale degli uffici centrali dell'amministrazione pubblica federale.

Texte de la motion du 19 mars 1986

Le Conseil fédéral est invité à ordonner la reprise des cours de langue italienne pour le personnel des offices centraux de l'administration publique, à les intensifier et à les institu- tionnaliser.

Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Ammann- San-Gallo, Bircher, Bonnard, Bonny, Borel, Carobbio, Cava- dini, Clivaz, Cotti Flavio, Cotti Gianfranco, Deneys, Eggly- Ginevra, Frey-Neuchâtel, Friedli, Giudici, Gloor, Grassi, Jeanneret, Longet, Maitre-Ginevra, Oehen, Petitpierre, Pini, Pitteloud, Rebeaud, (Rohrer), Ruffy, Salvioni, Savary-Vaud, Stamm Walter, Vannay (31)

Schriftliche Begründung - Motivazione scritta Développement par écrit

Gli italofoni rappresentano il 10 per cento della popolazione residente. I funzionari di lingua materna italiana sono meno del 5 per cento. Dei 160 dirigenti italofoni dell'amministra- zione federale solo una sessantina (60) hanno una funzione autonoma, gestionaria e creatrice. Molti sono confinati nei lavori di traduzione. Come si legge nella risposta del Consi- glio federale al postulato Delamuraz sulla presenza delle minoranze linguistiche nell'amministrazione federale, la soluzione ideale è la reciproca comprensione delle tre lin- gue nazionali. I corsi di lingua italiana per i funzionari svizzero-tedeschi e romandi permettono di migliorare la comunicazione all'interno dell'amministrazione federale,

56-N

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Robbiani Rekrutierung von Grenzwächtern Motion Robbiani Recrutement des gardes-frontière Mozione Robbiani Reclutamento guardie-frontiera

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In

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1986

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Anno

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II

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Sommersession

Session

Session d'été

Sessione

Sessione estiva

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 86.341

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 20.06.1986 - 08:00

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20 014 417

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