Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH
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85.987 Interpellation Gehler Immigration. Bedeutung für die Schweiz Rôle de l'immigration en Suisse
Wortlaut der Interpellation vom 19. Dezember 1985
Ohne den Zuzug der Ausländer in den letzten 100 Jahren hätte Frankreich zur Zeit 40 und nicht die 55 Millionen Einwohner, die es heute zählt. Stehen die Verhältnisse in der Schweiz etwa gleich? Kann der Bundesrat entsprechende Zahlen veröffentlichen?
Texte de l'interpellation du 19 décembre 1985
Sans l'apport des étrangers depuis un siècle, la France compterait aujourd'hui 40 millions d'habitants, contre 55 millions actuellement. Le Conseil fédéral peut-il publier des chiffres sensiblement analogues, en l'espèce, concernant la Suisse?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Flubacher, Geissbühler, Hari, Neuenschwander (4)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 19. Februar 1986 Rapport écrit du Conseil fédéral du 19 février 1986 Répondre de manière tout à fait satisfaisante à la question de l'interpellation, en tenant compte des facteurs de toute nature que cela implique, pose de nombreuses difficultés. Sur le plan scientifique, notamment, il est toujours hasar- deux de tenter de refaire l'histoire démographique d'une population, toutes choses égales par ailleurs, et le Conseil fédéral exprime ses doutes quant à la valeur explicative d'un tel exercice.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
27 Stimmen 46 Stimmen
85.927
Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH Gewaltsame Ausschaffung von 59 Zairern Interpellanza del gruppo PdL/PSA/POCH Rimpatrio forzato di 59 zairesi Interpellation du groupe du PdT/PSA/POCH Refoulement de 59 Zaïrois
Wortlaut der Interpellation vom 2. Dezember 1985 Die gewaltsame Ausschaffung von 59 Zairern hat wegen der Art ihrer Durchführung und wegen der Gründe, die zu ihrer Rechtfertigung vorgebracht wurden, in der Oeffentlichkeit viele Fragen aufgeworfen und zu Zweifeln Anlass gegeben. Die Fragen betreffen die Heimschaffung von Personen, die aus verschiedenen Gründen nicht in ein Land zurückkehren wollten, in dem die Verletzung der Menschenrechte zur Tagesordnung gehört. Gerade diese Tatsache hätte die Behörden dazu veranlassen müssen, behutsamer vorzuge- hen und die berechtigten Befürchtungen der Flüchtlinge vor
Vergeltungsmassnahmen ernst zu nehmen, und zwar unab- hängig von der Stichhaltigkeit der Gründe, welche die Betroffenen angegeben haben, um in unserem Land Asyl zu erhalten. Zweifel bestehen schliesslich darüber, ob die im Gesetz vorgesehenen Verfahren bei den Ausschaffungsent- scheiden, die gegenüber verschiedenen betroffenen Perso- nen gefällt wurden, eingehalten worden sind, ob ihnen ins- besondere das Asylbewerbern zustehende Recht gewährt wurde, solange nicht ausgeschafft zu werden, als das Prü- fungsverfahren noch nicht endgültig abgeschlossen ist.
Angesichts der heftigen Reaktionen, welche die gewaltsame Ausschaffung der 59 Zairer - von den Polizeiorganen «schwarzer Herbst» genannt - in unserem Land ausgelöst hat, stellen wir dem Bundesrat folgende Fragen:
a. die Staatsangehörigkeit der Ausgewiesenen zu überprü- fen? (Stimmt es, dass nicht alle Ausgeschafften Zairer waren?)
b. die ihnen zur Last gelegten Rechtsverstösse (Urkunden- fälschung, Einreichung weiterer Asylgesuche in der Schweiz oder im Ausland) abzuklären? (Stimmt es, dass mindestens in einigen Fällen das Prüfverfahren infolge von Beschwer- den noch im Gange war?)
c. abzuklären, ob Garantien für Leib und Leben der heimge- schafften Personen bestanden? (Stimmt es, dass in minde- stens einem Fall die Ausschaffung durchgeführt wurde, obwohl die körperliche Integrität der betroffenen Personen und ihren Verwandten schweren Beeinträchtigungen ausge- setzt war?)
Stimmt die Nachricht, dass die Schweizer Polizei einige der ausgeschafften Zairer misshandelt hat, und ist eine Untersuchung darüber eingeleitet worden, auf welche Weise die betroffenen Personen misshandelt wurden und wer dafür verantwortlich ist?
Warum wurden die Organisationen, welche einige der Asylanten im Verfahren vertraten, nicht über die vorbereiten- den Massnahmen informiert?
Was ist mit den ausgeschafften Zairern geschehen, und worauf stützen sich die Meldungen über ihr Befinden in Zaire?
Wie weit sind im vorliegenden Fall Artikel 45 des Asylge- setzes und Artikel 33 der Konvention von 1951 über den Status der Flüchtlinge immer eingehalten worden?
Welche Gewähr kann der Bundesrat dafür bieten, dass sich solche Vorkommnisse nicht wiederholen? Ist er insbe- sondere bereit, die gewaltsame Ausschaffung weiterer Aus- länder, deren Asylgesuche abgewiesen wurden, aufzuschie- ben und mit Rücksicht auf den Grundsatz der Nichtrück- schaffung die Zustände im Heimatstaat gründlich abzuklä- ren, indem er:
a. jeden einzelnen Fall eingehend überprüft;
b. Informationen berücksichtigt, die aus möglichst vielen und unabhängigen Quellen stammen (Amnesty Internatio nal, humanitäre Organisationen, Kirchen)?
Testo del'interpellanza del 2 dicembre 1985
Il rimpatrio forzato di 59 zairesi, per il modo con il quale è stato attuato e per le motivazioni che sono state portate per giustificarlo, ha suscitato nell'opinione pubblica parecchi interrogativi e dubbi. Interrogativi relativi al rinvio in patria di persone che, per varie ragioni, non volevano farvi ritorno e per di più in un paese in cui la violazione dei diritti umani è all'ordine del giorno. Fatto, questo, che avrebbe dovuto indurre le autorità ad agire con maggiore prudenza e a tenere conto dei giustificati timori di rappresaglia dei fuoriu- sciti. Questo a prescindere dalla validità dei requisiti per ottenere asilo nel nostro paese addetta dagli interessati. Dubbi relativi al rispetto delle procedure previste dalla legge nelle decisioni di rimpatrio, prese nei confronti di diverse
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1986
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I
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Frühjahrssession
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Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
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Nationalrat
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Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.987
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
21.03.1986 - 08:00
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Data
Seite
483-483
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