Parliament declined to support Zurich N4 initiative and two petitions

20014189Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)21.03.1986Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

On 21 March 1986, the National Council debated a Zurich popular initiative seeking removal of the N 4 between Reppischtal and the Zug/Zurich cantonal border from the national road network, together with two petitions concerning the Rawil road and the N 6. The Council rejected the initiative and decided to transmit it without support to the Council of States. It also took note of the petition against the Rawil road and the petition for construction of the N 6, giving the latter no further follow-up. The debate included arguments about the coherence of the national-road system and the legal status of roads removed from that network.

Omnilex-Regeste

Popular initiative and petitions concerning national roads; parliamentary handling of an initiative to remove a road from the national road network. Where the chamber considers the proposed solution inconsistent with the existing system of allocation of road categories, it may recommend rejection and transmit the matter without support. Petitions may be taken note of without further action where no contrary motion is made; the chamber's vote expresses only its procedural handling and political stance, not adjudication of rights or duties.

Gesamter Gesetzestext

1

N 21 mars 1986

438

Pétitions

Je vous demande donc de rejeter cette initiative avec toute la fermeté désirable, car elle ne répond ni au texte ni à l'esprit de notre charte constitutionnelle.

Bundesrat Schlumpf: Ich habe Verständnisschwierigkeiten, nämlich mit dem Problem der Logik. Das mag an der Tages- zeit liegen.

Jetzt soll nach dem Antrag, der gestellt wird, dieses Parla- ment, wenn es die Streichung des Rawils ablehnt, die Annahme der Volksinitiative empfehlen? Da komme ich allerdings nicht nach, wie das für den Bürger noch verständ- lich sein soll - dass das gleiche Parlament beschliesst: Wir wollen den Rawil nicht streichen - das hat man gestern nicht gemacht -, aber wir empfehlen dem Volk die Annahme der Volksinitiative. Mit meiner bescheidenen Logik ist das nicht in Einklang zu bringen.

Deshalb möchte ich diesen liebenswürdigen Vorwurf der Doppelzüngigkeit zurückgeben, Frau Robert. Das wäre dop- pelzüngig. Das würde doch kein Mensch in diesem Lande begreifen. Da würde man sagen: Dann streicht doch den Rawil, aber genehmigt ihn doch nicht, also lasst ihn nicht drin und bringt eine Initiative, man solle ihn verbieten.

Es wäre wahrhaftig miserable Verfassunggebung, wenn wir in einem Verfassungsartikel sagen, es werde ein National- strassennetz angelegt und die Bundesversammlung sei dafür zuständig, und im nächsten Absatz festlegen, dass der oberste Souverän in diesem Land (Volk und Stände) bestimmte Verbote erlasse.

Das hat mit einigermassen akzeptabler Verfassunggebung nichts zu tun.

Eine letzte Bemerkung, Frau Robert: Alle von uns haben in ihrem Leben Fehler gemacht. Aber ich glaube nicht, dass man frühere Fehler als valable Exkulpation für einen neuen Sündenfall verwenden dürfte. Wenn in der Verfassung von früher her Schönheitsfehler stehen, rechtfertigt das mitnich- ten einen derartigen, wie er hier geschaffen würde.

Ich möchte Sie bitten, konsequent zu bleiben und Volk und Ständen die Ablehnung der Initiative zu empfehlen. Wir rechnen natürlich mit dem Rückzug, wenn der Ständerat dieser Streichung zugestimmt hat.

Abstimmung - Vote

Für die Anträge Robert/Ruf Dagegen

26 Stimmen 102 Stimmen

M. Bonnard: Avant de passer au vote sur l'ensemble de ce projet de loi, je voudrais faire une remarque.

Hier, juste avant que nous ne prenions la décision de refuser la N 6 et de l'exclure du réseau des routes nationales, M. Schlumpf, conseiller fédéral, a déclaré de la façon la plus claire que le fait de prendre une telle décision signifiait l'intégration automatique de celle-ci au réseau des routes principales. Monsieur le Conseiller fédéral, je ne suis pas d'accord. La N 6 étant exclue du réseau des routes natio- nales, la route cantonale qui reste est d'intérêt purement local et régional et n'a pas sa place dans le réseau des routes principales. (Applaudissements)

Bundesrat Schlumpf: Wir wollen jetzt nicht eine Diskussion darüber führen, was Hauptstrassen sind. Herr Bonnard, die Strasse war, bevor sie im Zuge der Anlage des Nationalstras- sennetzes hier integriert wurde, eine kantonale Haupt- strasse, wie Tausende von Kilometern in diesem Lande. Wenn sie jetzt als Nationalstrasse gestrichen wird, was soll sie dann sein? Eine Gemeindestrasse? Es gibt in diesem Lande Nationalstrassen, es gibt kantonale Hauptstrassen, es gibt Gemeindestrassen. Die Simmental-Strasse war vor der Festlegung des Nationalstrassennetzes nicht eine Gemein- destrasse, und so wird sie wieder zu einer kantonalen Hauptstrasse, wie sie es vorher war. Sie untersteht dann der kantonalen Hoheit voll und ganz, wie alle anderen Haupt- strassen in diesem Land. Das habe ich gestern gesagt. Daran sind keine Abstriche vorzunehmen. Also eine ganz

zwangsläufige Rückversetzung, wenn man die Strasse aus dem Nationalstrassennetz herausnimmt.

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Beschlussentwurfes Dagegen

85 Stimmen 18 Stimmen

An den Ständerat - Au Conseil des Etats

85.205 Initiative des Kantons Zürich Nationalstrasse N 4 Initiative du canton de Zurich Route nationale N 4

Wortlaut der Initiative vom 14. August 1985

Die Nationalstrasse N 4 zwischen dem Reppischtal und der Kantonsgrenze Zug/Zürich ist aus dem Nationalstrassennetz herauszunehmen.

Texte de l'initiative du 14 août 1985

La route nationale N 4 entre le Reppischtal et la frontière cantonale Zoug/Zurich doit être exclue du réseau des routes nationales.

Präsident: Die Kommission beantragt, dieser Initiative keine Folge zu geben.

Zustimmung - Adhésion

An den Ständerat - Au Conseil des Etats

Petitionen - Pétitions

85.251 Komitee pro Simmental Gegen den Bau der Rawilstrasse Comité pro Simmental Contre la construction de la route du Rawyl

Präsident: Die Kommission beantragt Kenntnisnahme. Ein anderer Antrag ist nicht gestellt.

Zustimmung - Adhésion

85.268 Petition für den Bau der N 6 Pétition pour la construction de la route nationale N 6

Präsident: Die Kommission beantragt Kenntnisnahme und der Petition keine Folge geben. Ein anderer Antrag ist nicht gestellt worden.

Zustimmung - Adhésion

An den Ständerat - Au Conseil des Etats

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Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 21.03.1986 - 08:00

Date

Data

Seite

438-438

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20 014 189

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Schlagwörter

national roadsinitiativepetitionparliamentary voteroad network

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether to recommend approval of the Zurich initiative to remove the N 4 from the national road network

Extrahierter Entscheid

The Council recommended no action in favor of the initiative and resolved to forward it to the Council of States without support.

Extrahierte Begründung

A majority found the proposed constitutional solution inconsistent and illogical, and preferred not to endorse removal of the road from the national network.

Kernrechtsfrage

Whether to take note of the petition opposing the Rawil road

Extrahierter Entscheid

The petition was merely taken note of; no further action was ordered.

Extrahierte Begründung

The Commission proposed only acknowledgment, and no alternative motion was made.

Kernrechtsfrage

Whether to take note of the petition for the construction of the N 6 and give it no further follow-up

Extrahierter Entscheid

The petition was acknowledged and given no further follow-up.

Extrahierte Begründung

The Commission proposed acknowledgment and rejection of further action, which the Council accepted.

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