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Jagdgesetz
83.033 Jagdgesetz Loi sur la chasse
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Präsident: Die Eintretensdebatte beschränkt sich auf die Kommissions- und Fraktionssprecher.
Widmer, Berichterstatter: Bei der Beurteilung dieses neuen Jagdgesetzes scheint mir ein Hauptgedanke wesentlich zu sein: In der heutigen Zeit steht ein Jagdgesetz unter einer anderen ethischen Verpflichtung, als das in früheren Epo- chen der Fall gewesen wäre, und zwar aus folgendem Grund: Der Mensch hat sich nach Jahrtausenden von der Bedrohung durch die Natur, namentlich auch von der Bedrohung durch wilde Tiere, befreit. Der Mensch hat sich die Natur weitgehend unterworfen. Das ist einerseits ein Triumph, andererseits ist das aber auch eine neue Verpflich- tung. Dementsprechend hat sich der Sinn der Jagd grundle- gend gewandelt. Die Jagd dient nicht mehr der Ernährung, dem Ueberleben der Menschen, sondern sie ist zu einem Freizeitvergnügen geworden. Die Jagd hat das Ueberleben nicht der Menschen, sondern das Ueberleben der Tiere sicherzustellen. Aus solcher Perspektive ist auch das neue Jagdgesetz zu beurteilen.
Wie sieht nun dieses neue Jagdgesetz aus? Es hat sich im Ständerat hohes Lob geholt. Es ist dort auch mit nur gerin- gen Diskussionen über die Bühne gegangen.
In Ihrer vorberatenden Kommission herrschte ein viel rauhe- rer Wind. Es sind in der Kommission über fünfzig Abände- rungsanträge eingebracht worden. In manchen Fällen ist man zum ursprünglichen Text des Bundesrates zurückge- kehrt. Ein wichtiger Punkt in dieser Hinsicht: Der Ständerat hat das Rebhuhn zu einem jagdbaren Tier erklärt. Wir sind der Auffassung, das Rebhuhn müsse geschützt sein. Die Kommission hat eine ganze Reihe von Hearings durchge- führt. Im allgemeinen Urteil können wir uns dem Ständerat anschliessen. Es ist ein gutes Gesetz. Allerdings: Die Stim- mung war in der nationalrätlichen Kommission erheblich kritischer als im Ständerat.
Nun bin ich etwas überrascht - das gebe ich zu -, dass derart viele Abänderungsanträge aus dem Plenum einge- gangen sind. Aber man soll das selbstverständlich mit Wohl- wollen aufnehmen. Es wäre nett gewesen, wenn diese Abän- derungsanträge früher eingereicht worden wären. Dann hätte die Kommission dazu Stellung nehmen können. Wir haben uns dennoch die Mühe genommen, am letzten Don- nerstag nochmals eine Kommissionssitzung abzuhalten mit der Absicht, die wesentlichsten Gedanken aufzunehmen und eine Formulierung durch die Kommission zu finden. Auffallend ist für mich die kritische Stimmung gegenüber der Jagd, wie sie in diesen Zusatzanträgen zum Ausdruck kommt. Das ist ein bemerkenswertes Phänomen, und ich möchte dazu kurz Stellung nehmen:
Für jeden, der sich mit der kulturgeschichtlichen Entwick- lung beschäftigt, ist es offenkundig, dass der Jäger ein negatives Image nicht erst in der Gegenwart, sondern wäh- rend Jahrhunderten, ja während Jahrtausenden mit sich herumträgt. Es gibt dafür eine klassische Geschichte. Sie trägt den Namen von Jakob und Esau. Esau ist der Frühere und Aeltere, der Jäger, der Unstete, der Böse, der von seinem Bruder unterworfen wird. Jakob, der Jüngere, ist der Ackerbauer, der Sesshafte, der Listige, der sich das Erstge- burtsrecht und den Segen erschleicht. Es ist vor 3000 Jah- ren in grösster Prägnanz der Gegensatz vom Jäger auf der einen Seite und der jüngeren Kultur des sesshaften Acker- bauern ein für allemal formuliert worden. Bemerkenswert ist, dass sich dieser Gegensatz auch in unserem Parlament
frisch und fröhlich in einer grossen Zahl von Anträgen ausdrückt.
Diese Voraussetzung gibt mir Anlass, zu versuchen, zwei falschen Vorstellungen entgegenzutreten. Solange sie hier im Saal lebendig sind, werden sie uns daran hindern, ein gutes, zeitgemässes Jagdgesetz zu formulieren. Welche zwei falschen Vorstellungen sind das?
Erste falsche Vorstellung: Der Jäger sei der Feind des Wil- des. Das ist nicht der Fall. Es ist kulturgeschichtlich gesehen umgekehrt. Wenn es keine Jäger gäbe, wäre das Wild längst ausgerottet. Wo immer Sie auch in der Schweizer Geschichte zurückschauen, hatten die Bauern keine Freude am Wild, das ihnen ihre Ernte schädigte, und die Fischer hatten keine Freude an den Wasservögeln, die ihnen die Fische wegfrassen. Es gibt aus der Schweizer Geschichte für diesen Gegensatz zwischen den Bauern und den Jägern ein klassisches Beispiel. Das ist der Ihnen zumindet dem Namen nach gut bekannte einstige Zürcher Bürgermeister Hans Waldmann. Hans Waldmann hat viel Kritik entgegen- nehmen müssen, wahrscheinlich zu Recht. Aber es ist inter- essant, sein Ende genauer anzuschauen. Was bei Hans Waldmann das Fass zum Ueberlaufen brachte, war folgen- des Ereignis:
Waldmann war ein grosser Jäger, und zusammen mit seinen Freunden ging er im zürcherischen Raum regelmässig auf die Jagd. Was diese Jäger vor allem ärgerte, waren die grossen Hunde der Bauern auf der Zürcher Landschaft. Die Bauern hielten diese grossen Hunde vor allem deshalb, weil sie damit die Rehe, Hasen usw. von ihren Kulturen fernhiel- ten, indem sie die Hunde dazu abrichteten, das Wild zu reissen. Es war klar: Das war ein grosser Aerger für den Herrn Waldmann und seine Freunde. Eines Tages schickte er deshalb seine Knechte mit grossen Keulen auf die Land- schaft hinaus, um damit diese grossen Hunde zu erschla- gen. So hätten die Jäger endlich wieder einmal freie Jagd gehabt, und sie mussten sich nicht mit den Bauern herum- streiten. Das war der auslösende Anlass für die Zürcher Landbevölkerung, um gegen die Stadt zu marschieren und die Verurteilung Waldmanns zu erzwingen, was dann bekanntlich damit endete, dass Waldmann um einen Kopf kürzer gemacht wurde.
Sie sehen an diesem Beispiel sehr gut: Die Jäger sind die, die das Wild erhalten wollen, weil sie ja sonst ihr Vergnügen einbüssen. Die effektive Gegnerschaft liegt an einem ande- ren Ort. Ich darf das sagen, weil ich kein Jäger bin. Das möchte ich noch klarstellen.
Eine zweite falsche Vorstellung, die in unserem Volk verbrei- tet ist, und ich habe den Verdacht, auch unter Ihnen, zumin- destens gefühlsmässig: die Vorstellung, unser schweizeri- sches Wild sterbe aus. Diesem verbreiteten Gefühl möchte ich doch mit einigen Zahlen entgegentreten, indem ich den Wildbestand bei bekannten Wildarten vergleiche, und zwar ungefähr um 1900, also Anfang unseres Jahrhunderts, dann Mitte des Jahrhunderts, so 1940/50, und im Jahr 1980, also die neuesten Zahlen.
Der Adler war zu Beginn des Jahrhunderts praktisch ausge- storben. Zur Mitte des Jahrhunderts begann der Adler sich wieder anzusiedeln. Heute gibt es wahrscheinlich etwas mehr als 150 Adlerpaare in der Schweiz. Ich komme auf die Zahlen noch zurück. - Steinbock: Zu Beginn des Jahrhun- derts total ausgestorben, um die Mitte rund 2000, heute rund 10 000 Steinböcke. - Rothirsch: Zu Beginn des Jahrhun- derts ausgestorben, um die Mitte 3000 bis 4000, heute 30 000 Rothirsche. - Gemse: Um 1900 bis auf wenige Exem- plare ausgestorben, um die Mitte schon wieder etwa 20 000, heute 60 000 Gemsen in der Schweiz. - Die Reiherente: Zu Beginn des Jahrhunderts selten geworden, um die Mitte neue Bestände, heute im Winter bis über 100 000 Reiheren- ten in unserem Land.
Das gewissermassen klassische Beispiel, das Ihnen allen vertraute Reh: Um 1900 geschwunden auf einige hundert Rehe in unserem ganzen Land, um die Mitte des Jahrhun- derts waren es 100 000, heute sind es 150 000 Rehe, die sich im Wald so langsam auf die Füsse treten, weil ganz offen- sichtlich ein Ueberbestand vorhanden ist.
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Eine Bemerkung zum Problem des Adlers: Sie haben viel- leicht gedacht, 150 Adlerpaare seien eigentlich nicht viel. Aber man muss dazu ergänzen, dass nach Ansicht der Fachleute der Raumbedarf eines Adlerpaares eine Fläche von ungefähr 10 x 10 km, also eine Fläche von rund 100 km2 ausmacht. (Die Adler haben etwas weitergehende Rauman- sprüche als die Menschen; wir sind mit weniger zufrieden.) Anders ausgedrückt: Wenn Sie diese Fläche umlegen auf die 40 000 km2 der Schweiz, muss man heute feststellen, dass die für den Adler in Frage kommenden Räume prak- tisch besetzt sind. Sie können schon noch mehr Adler ansie- deln, aber dann kommen sich diese gegenseitig ins Gehege. Die Fachleute sind sich einig, dass das zur Folge haben wird, dass die Brutkraft der Adler zurückgeht, weil sie sich gegenseitig stören.
Nun möchte ich kein einseitiges Bild entwerfen. Selbstver- ständlich gibt es Tiere, die bedroht sind und die man schüt- zen muss. Aber wenn Sie das Gesetz objektiv bewerten wollen, dann dürfen Sie von der Tatsache ausgehen, dass die Vorstellung, alle Wildtiere würden aussterben, ein Irrtum ist.
Ist das Gesetz notwendig? Das letzte Jagdgesetz wurde 1925 formuliert. Es wurde 1962 teilweise verändert. Es ist nicht übertrieben, wenn wir uns an ein neues Jagdgesetz heranwagen. Das Gesetz möchte ein Rahmengesetz sein, sollte also nicht zu sehr in die Details gehen. Das Gesetz muss eine schwierige Aufgabe lösen, nämlich einen Kom- promiss darstellen zwischen zentralistischen Aufgaben einerseits, namentlich auf dem Gebiet des Tierschutzes, andererseits muss es aber Rücksicht nehmen auf die födera- listischen Vorstellungen in unserem Land. Sie dürften mir zustimmen, wenn ich feststelle, dass die Jagd ein Gebiet ist, wo die kantonalen, die föderalistischen Wünsche in unse- rem Land besonders ausgeprägt sind. Die Jagd in Graubün- den ist etwas anderes als die Jagd im Wallis, und nochmals anders ist die Jagd irgendwo in einem Mittellandkanton.
Wie ist das Gesetz aufgebaut? Der Zweckartikel steht am Anfang; dann wird getrennt - das ist sehr wesentlich - zwischen jagdbaren Tieren und geschützten Tieren. Ich bitte Sie aber, nicht zu vergessen, dass nach dem ganzen Aufbau des Gesetzes auch die jagdbaren Tiere geschützt werden müssen, wenn sie vom Aussterben bedroht sind. Umgekehrt dürfen auch die geschützten Tiere dezimiert werden, wenn sie sich im Uebermass entwickeln. Man soll also diese Aufzählung der jagdbaren Tiere nicht überschätzen. Ein weiteres Kapitel will den Wildschaden regeln, und schliess- lich folgen die Strafbestimmungen.
Ich komme zum Schluss meiner einleitenden Bemerkungen. Ich bitte Sie sehr, nicht zusätzlich noch allzu viel in dieses Gesetz hineinstopfen zu wollen. Ich bin überzeugt, dass das Gesetz dadurch nicht besser wird. Es wird vielleicht länger und wortreicher, aber im Inhalt nicht besser anwendbar. Vergessen Sie bitte nicht: Es ist ein erweitertes Rahmenge- setz. Helfen Sie mit, dass wir uns nicht in Details verlieren. Zum Schluss möchte ich dem Bundesrat, vor allem Herrn Bundespräsident Egli, ausdrücklich danken, aber auch der Verwaltung, Herrn de Coulon, dem Chef des Bundesamtes für Forstwesen, Herrn Wallimann, und vor allem Herrn Blan- kenhorn. Ich bin nicht zum ersten Mal in meinem Leben in einer Kommission gewesen, aber ich habe noch selten eine derartige Hilfsbereitschaft erlebt, jede Frage zu beantworten und Auskunft zu geben. Ich wäre nicht korrekt, wenn ich das nicht - mit ausdrücklichem Dank - hier zum Schluss noch sagen würde.
M. Houmard, rapporteur: Contrairement à une opinion lar- gement répandue qui veut que nos animaux sauvages soient près de disparaître alors qu'autrefois ils vivaient en grand nombre dans les espaces inviolés, l'évolution à laquelle on a assisté depuis la fin du siècle dernier est en fait toute autre. Pour de nombreuses espèces animales, les conditions de vie, à la fin du 19e siècle, étaient très mauvaises. Tout d'abord, nos forêts étaient dans un état lamentable. Elles étaient surexploitées. Le petit et le gros bétail y paissait librement, les taillis et les broussailles étaient utilisés
comme bois de feu et de nombreuses forêts avaient été défrichées. La forêt, ce biotope important et étendu, n'était plus de ce fait un habitat approprié pour de nombreuses espèces. Par ailleurs, les dispositions destinées à protéger les animaux sauvages étaient pratiquement inexistantes. La chasse ne connaissait aucun frein et provoqua la disparition de nombreuses espèces telles le lynx, le loup, le héron, le cerf qui disparurent complètement. Le bouquetin disparut déjà au 17e siècle.
En revanche, pour les espèces qui vivaient sur les terres cultivées telles le lièvre commun, la perdrix grise, beaucoup d'oiseaux insectivores, les effectifs étaient plus élevés qu'aujourd'hui.
La loi fédérale sur la police des forêts et celle sur la chasse, toutes deux très efficaces, sont entrées en vigueur dans les années 1870. Elles améliorerent la situation de manière spectaculaire, aussi bien en ce qui concerne la forêt qu'en ce qui a trait aux animaux sauvages vivant à l'intérieur de celle-ci.
La loi actuelle sur la chasse et la protection des animaux date de 1925. Elle a été révisée en 1962. Parallèlement à l'évolution du niveau de vie, on assiste depuis plusieurs années à un changement de mentalité aussi bien de la part des chasseurs que de la population. La chasse n'est plus pratiquée pour des raisons économiques. De ce fait, les populations d'animaux sauvages sont devenues impor- tantes, voire parfois excessives. Il devenait donc nécessaire de refondre complètement cette loi.
Le projet qui nous est soumis a été traité par le Conseil des Etats en 1984 déjà. Notre commission a siégé pendant cinq jours. Elle a entendu les représentants des différents milieux concernés par cette loi, en particulier les représentants des chasseurs, l'inspecteur de la chasse du canton de Berne, le représentant des forestiers, le représentant de l'Association suisse des courses d'orientation, le secrétaire de l'Associa- tion suisse pour la protection de la nature ainsi que le président de l'Association suisse pour la protection des oiseaux. Toutes ces personnalités ont eu l'occasion de nous faire part de leurs désirs et de leurs remarques quant au projet de loi. Quel est le but de la loi? Il s'est dégagé une volonté de définir la tâche essentielle de la chasse comme étant celle de veiller à ce que les populations d'animaux sauvages soient en bonne santé et adaptées aux conditions du milieu, tout en maintenant les dommages qu'elles peu- vent causer dans des limites supportables. Il est, en consé- quence, subtil de conserver une grande diversité d'espèces vivant à l'état sauvage et de préserver leur habitat. Même s'il peut surgir un conflit d'objectifs entre chasseurs et gardes forestiers, entre chasseurs et agriculteurs, notre tâche est de trouver un consensus permettant la meilleure gestion possi- ble de la faune sauvage en tenant compte de l'ensemble des intérêts.
Le rapport de l'inspecteur de la chasse du canton de Berne a d'ailleurs contribué efficacement à mettre les commissaires en confiance. Il a tenu, par exemple, à préciser que les rapports entre l'inspection de la chasse et les partenaires directs, c'est-à-dire les forestiers et les chasseurs, étaient excellents dans le canton de Berne. Il a, en outre, souligné l'importance de disposer de bonnes statistiques afin de permettre une approche objective des problèmes.
Il faut savoir que la chasse se pratique en Suisse selon deux systèmes différents: le système des permis et celui de l'affer- mage. Les cantons à permis engagent des gardes-chasse titulaires, ce qui représente d'importantes dépenses. Pour l'année 1981, par exemple, les cantons ont enregistré un excédent de dépenses de 1 500 000 francs, dans la rubrique chasse. Dans le système d'affermage, les communes louent le droit de chasse à des locataires individuels ou à des sociétés de chasseurs, lesquelles peuvent regrouper de trois à douze chasseurs selon l'étendue de la chasse affermée. Les locataires engagent généralement des surveillants auxi- liaires et prennent ainsi en charge les frais de surveillance de la faune sauvage. La part majeure des indemnités pour les dommages causés par la faune sauvage sont aussi à la charge du locataire. C'est pourquoi la régale de la chasse
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permet aux cantons, dans lesquels la chasse est affermée, de réaliser d'importants bénéfices. La chasse n'est donc pas exercée de la même manière dans les différents cantons. La mise à jour de la législation sur la chasse doit permettre de délimiter le plus clairement possible les compétences de la Confédération et celles des cantons. Le fil conducteur de cette délimitation de compétences peut se résumer en deux phases: Les cantons règlent toutes les interventions directes dans l'exercice de la chasse. La Confédération, en revanche, a toute compétence de prendre les mesures adéquates à la conservation de la diversité des espèces. Cela revient à dire, en simplifiant, que les espèces pouvant être chassées sont l'affaire des cantons tandis que les espèces protégées sont du domaine de la Confédération.
Les conditions d'existence des animaux sauvages varient considérablement d'une région à l'autre. Grâce à une déli- mitation claire des compétences, la Confédération et les cantons devraient pouvoir collaborer de façon décisive à une bonne gestion de la faune sauvage tout en respectant les données régionales.
Il est, en conséquence, important de déléguer aux cantons une marge de manœuvre suffisamment large pour permettre de régler la densité de la faune sauvage, conformément aux conditions locales. Au chapitre Chasse, la loi fédérale fixe le cadre de la loi cantonale mais précise bien qu'il appartient expressément aux cantons de régler la chasse.
Si, d'une façon générale, la période de chasse globale est allongée, les cantons ont la possibilité de l'adapter aux conditions locales. Ils peuvent même, par exemple, écourter temporairement les périodes de fermeture de la chasse, dans le but de réduire des populations trop importantes ou de conserver la diversité des espèces.
En revanche, il appartient au Conseil fédéral de réduire la liste des animaux pouvant être chassés sur l'ensemble du territoire suisse, lorsque cela s'impose pour protéger des espèces menacées. Le chapitre 3 traitant de la protection est, selon le fil rouge de la loi, essentiellement du domaine de la Confédération. Il définit, en quelque sorte, les tâches les plus importantes de la Confédération.
J'en arrive aux espèces protégées. Le tir d'animaux protégés a été longuement évoqué, en particulier en rapport avec le bouquetin. Lorsqu'une espèce est protégée, cela signifie, pour le citoyen, que celle-ci ne peut pas tomber sous les balles des chasseurs. Toutefois, la population d'une espèce peut être devenue tellement importante, dans une région, que le tir doit être autorisé. Le bouquetin en est l'exemple type. Certains cantons, dont les Grisons, gèrent leurs trou- peaux de bouquetins à la satisfaction de la majorité de la population du pays, mais pas nécessairement conformé- ment à cette définition globale d'espèce protégée synonyme d'intouchable. Cependant, si l'on veut maintenir en bonne santé la population des bouquetins et tenir les dégâts dans des limites supportables, il y a nécessité, dans certaines régions, d'en tirer annuellement un nombre approprié. La question se pose alors de savoir si cette chasse doit être réservée à une élite de chasseurs ou non. Nous reviendrons sur ce point délicat lorsque nous traiterons des articles 5 et 7, c'est-à-dire lorsque nous parlerons des bouquetins, des grives, des étourneaux, des lynx ou des perdrix.
Notons au passage que ce n'est pas le fait de désigner une espèce comme étant protégée par la loi qui va aider celle-ci à survivre. Une expérience faite dans le Seeland, par l'ancien inspecteur de la chasse Hans Scherrer, est là pour le prou- ver. Durant cinq ans, on a interdit la chasse aux lièvres dans une région alors qu'on a laissé vivre cette espèce dans une parcelle contiguë. Le comptage, après cinq ans, n'a pas révélé de différences. Il faut donc davantage pour que les animaux sauvages puissent survivre. Une espèce ne peut se maintenir que si les hommes conservent une motivation, une volonté dans les efforts d'aménagement de l'environne- ment. Il est heureux de souligner que les chasseurs sont très sensibles à cette vérité première et pour cause! Ils collabo- rent souvent à recréer des biotopes favorables à certaines espèces.
C'est d'ailleurs dans cet esprit que la loi fédérale prévoit, au
niveau de la protection, que les cantons devront assurer aux mammifères et aux oiseaux sauvages une protection suffi- sante contre les dérangements. A ce propos, nous avons longuement évoqué le problème posé par les courses d'orientation en forêts ainsi que leur influence sur l'ense- mble de l'environnement. Nous y reviendrons également lors de la discussion de détail, en traitant l'article 7.
Les districts francs et les réserves d'oiseaux ont également été évoqués au chapitre de la protection. La Confédération s'est engagée, par la Convention de Ramsar, à délimiter des zones humides et des biotopes d'importance internationale, pour l'écologie, la zoologie et l'hydrologie. Il s'agit d'une contribution de la Confédération pour sauvegarder les espè- ces d'oiseaux migrateurs. La région de Fanel est actuelle- ment la seule zone pour les populations de sauvagines en provenance de la Mer du Nord et de la Baltique. D'autres régions pourraient être envisagées. La compétence de la définition de ces biotopes d'importance internationale est laissée à la Confédération qui prend d'ailleurs à sa charge 30 à 50 pour cent des frais de surveillance.
Les zones protégées sont délimitées sur l'initiative et avec l'accord des cantons. Elles peuvent être créées pour satis- faire à des objectifs d'éducation, de formation profession- nelle, de recherche ou tout simplement en vue d'augmenter les effectifs d'animaux pouvant être chassés.
Les dispositions relatives aux dommages causés par la faune sauvage ont été examinées en détail par notre com- mission. Personne ne conteste l'indemnité versée pour les dommages causés aux cultures agricoles. En revanche, l'indemnisation des dommages causés par la faune sauvage aux forêts pose certains problèmes. Suite à l'intensification de l'agriculture, du défrichement des haies et des bosquets champêtres, la faune sauvage est de plus en plus refoulée dans la forêt. Pendant l'hiver, des effectifs élevés se nourris- sent presqu'exclusivement de recrû des résineux. Il se trouve en outre que la faune sauvage préfère les jeunes arbres provenant des arboretums ou des pépinières aux plants à croissance naturelle. Le rajeunissement des forêts est ainsi rendu difficile, souvent même impossible, sans mesures de protection coûteuses telles que clôtures, protec- tions individuelles contre les frottis. Un aménagement des lisières adapté à la situation et des soins culturaux approp- riés contribueraient considérablement à atténuer le pro- blème de ces dégâts. Il est important de laisser des plantes pouvant être abrouties. Il est nécessaire de rechercher une solution permettant, dans un premier temps, de prendre des mesures de prévention, c'est-à-dire de réduction des dégâts causés par la faune sauvage et d'indemniser seulement les dommages occasionnés malgré les mesures prises. Ce serait le système le plus adéquat pour favoriser, d'une part, le rajeunissement de la forêt, et, d'autre part, pour éviter les abus.
Dans le domaine de la formation professionnelle et de l'information, on respecte également une limitation des compétences. La formation des surveillants de la faune sauvage et des chasseurs est de la compétence des cantons. En revanche, la formation complémentaire du personnel affecté à la surveillance des zones protégées est du ressort de la Confédération. En outre, la Confédération alloue des subventions aux centres de recherche et aux institutions d'importance nationale.
Par ailleurs, les dispositions pénales en vigueur doivent être renforcées. La loi actuelle prévoit l'amende aussi bien pour l'infraction commise par négligence que pour l'infraction intentionnelle. Les amendes, limitées à quelques centaines de francs, ont perdu leur effet de dissuasion. D'ailleurs, tous les cantons et associations qui se sont prononcés à ce sujet, lors de la consultation, proposent des peines sensiblement plus sévères. Ils estiment qu'il est indiqué de réprimer comme délits les infractions particulièrement condamna- bles à la législation sur la chasse.
Le braconnage, l'acquisition d'armes et d'engins de capture prohibés, ainsi que les infractions à la protection des espè- ces, sont particulièrement visés par les nouvelles disposi- tions. Pour les délits intentionnels, la peine prévue est l'em-
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prisonnement ou l'amende. Dans ce cas, le montant n'est pas limité. Ce sont donc les dispositions générales du code pénal suisse qui sont applicables. L'amende peut en consé- quence s'élever jusqu'à 40 000 francs. Le juge peut d'ail- leurs cumuler les deux peines. Le législateur veut prévenir efficacement le braconnage grâce à ces lourdes peines. En effet, le braconnage, notamment de nuit, a pris de telles proportions qu'il est important de tout mettre en oeuvre pour freiner cette évolution. Il est donc utile de punir égale- ment le receleur, par exemple celui qui aide le braconnier motorisé ou celui qui facilite l'écoulement du produit du braconnage. En outre, celui qui pénètre, sans motif suffi- sant, dans une zone protégée muni d'une arme de tir doit également être puni même s'il n'a pas tiré de gibier. Quant à la privation du droit de chasser elle est applicable à l'ense- mble de la Suisse lorsqu'elle est prononcée par le juge comme peine accessoire à la suite d'un délit. En revanche, si le canton refuse le droit de chasser à un citoyen pour d'autres motifs que le délit, l'application de cette mesure reste alors limitée au canton concerné.
En conclusion, nous pouvons préciser que la commission a essayé de trouver une solution réaliste, tenant compte des intérêts des différents partenaires. Nous avons essayé de donner à cette loi un caractère fédéraliste important, tout en lui laissant l'efficacité nécessaire au maintien de notre environnement. Notre commission a approuvé le texte qui vous est soumis par 18 voix et 2 abstentions.
Humbel: Den vortrefflichen und interessanten Kommis- sionsreferaten wäre eigentlich nichts mehr beizufügen. Herr Kollege Widmer als Historiker und Philosoph kam einmal mehr blendend in Fahrt. Dennoch muss ich meinem Gewis- sen folgen. Immerhin danke ich für die ungewollte Ehre, die ich nun erhalten habe, als Einzelvotant in dieser Eintretens- debatte zu referieren.
Für den Nichteintretensantrag stelle ich drei Argumente in den Vordergrund: erstens die Gesetzesinflation, zweitens den berühmten Föderalismus (kantonale Jagdgesetze), und drittens den Sport in den Wäldern.
Bei den ersten beiden Punkten kann ich mich sehr kurz fassen. Die Gesetzesmaschinerie läuft und läuft. Da muss ich eigentlich den Politikern von der rechten Seite etwas recht geben.
Zum zweiten Punkt, Föderalismus: Die Revision des eidge- nössischen Jagdgesetzes ist meines Erachtens nicht so sehr notwendig. Ich bin der festen Ueberzeugung, dass die kan- tonale Gesetzgebung durchaus genügt. Hier könnte doch der Föderalismus wieder einmal gestärkt werden. Gerade gestern vormittag wurde in diesem Saale wieder viel von Föderalismus gesprochen. Der Schutz der wildlebenden Säugetiere und Vögel kann auch in kantonalen Gesetzen verbessert werden.
Ich komme zum dritten Argument. Hier muss ich etwas weiter ausholen. Thema: Sportliche Anlässe in den Wäldern. Was mich sehr traurig stimmt, ist folgende Feststellung - hören Sie gut zu -: Viele Jaeger behaupten und frohlocken schon heute, dass sie es mit dem neuen Jagdgesetz nun endlich in der Hand hätten, sportliche Veranstaltungen in den Wäldern, insbesondere Orientierungsläufe, zu verbie- ten. Einige Artikel im Gesetzentwurf weisen tatsächlich auf diese Möglichkeit hin. Auch namhafte Rechtsvertreter von Jägern bestätigen dies.
Sie werden deshalb sicher begreifen, dass ich hier meine berechtigten Bedenken vortragen darf. Seit der Behandlung der Vorlage im Ständerat sind weitere OL von Behörden verboten worden, wohlverstanden aufgrund der heute gel- tenden Rechtsordnung. Ich verweise auf zwei Beispiele: Der Glattaler OL im Kanton Zürich wurde dieses Jahr verboten. Der Rekurs bei der Zürcher Regierung ist immer noch hän- gig. Selbst der seit 30 Jahren jedes Jahr durchgeführte St. Galler OL nahm die Hürde der St. Galler Behörde nicht. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde in Lausanne noch nicht behandelt. Und das alles - das stimmt mich zusätzlich traurig - im Jahr der Jugend. Ich bedaure es, dass selbst das höchste Gericht in unserem Lande sich mit den
OL befassen muss, als ob das Bundesgericht keine gewich- tigere Arbeit zu erledigen hätte. Zugegeben, wir leben in einem Rechtsstaat, man kann eben alle behördlichen Verfü- gungen weiterziehen an die nächsthöheren Instanzen.
Der Fall Grabs-Wildhaus ist in diesem Saal auch bekannt. Letztes Jahr wurde sogar ein Wehrsportanlass in einem Wald verboten. Wie soll das noch weitergehen? Wohlver- standen, nicht aus Gründen des Natur- und Landschafts- schutzes, sondern aus Gründen der Jagd, obwohl klar und deutlich feststeht - es bestehen hier Untersuchungen -, dass bei Orientierungsläufen keine forstlichen Schäden entstehen. Da hatten offenbar bis heute die Skifahrer etwas mehr Glück.
Verschiedene Kantone haben Bestimmungen und Regeln für die Durchführung von sportlichen Veranstaltungen in Wäldern aufgestellt. Diese haben sich sehr gut bewährt. Sollen diese Bestimmungen und Regeln in den einzelnen Kantonen durch dieses neue Jagdgesetz plötzlich wegfal- len? Auch der Schweizerische OL-Verband ist nicht untätig geblieben. Er hat eine Dokumentation herausgegeben mit dem Titel: «Der OL-Läufer als Waldbenützer». Sie können diese Broschüre nachher bei mir einsehen. Hier wird auch die Jagd sehr gut beschrieben; ein OL-Läufer wird bald noch ein Jäger werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Bahnlegung wird seit einigen Jahren mit Förstern und Jägern abgesprochen. In den OL-Karten werden Sperrgebiete für Naturschutzzonen, Biotope, aber auch für Wildruhezonen ausgeschieden. Sie können selber feststellen, dass vom Schweizerischen OL- Verband, von seinen Funktionären und von den OL-Läufern bei der Durchführung der Läufe viel guter Wille gezeigt worden ist. Dieser gute Wille ist immer noch vorhanden. Er soll auch in Zukunft gezeigt werden. Den Forderungen Umwelt und Sport wird also von unserer Seite nachgelebt, wie das auch aus einem OL-Prospekt hervorgeht. Ich werde diesen nachher verteilen.
Noch ein Wort zum OL innerhalb «Jugend und Sport». Sie wissen: O = orientieren, L = laufen, also nicht nur Muskeln muss man haben, sondern auch einen Kopf zum Orientie- ren. Der OL ist doch ein vielseitiges Sportfach innerhalb von «Jugend und Sport». Soll nun diese prächtige Sportart mit dem Inkrafttreten des neuen Jagdgesetzes einfach ver- schwinden, wo doch unsere jungen Leute ausserordentlich Freude haben an diesem naturverbundenen Sport? Ich hoffe, dass dereinst Karten- und Kompasskunde nicht nur in Schulzimmern und Turnhallen, sondern weiterhin auch in unseren Wäldern vermittelt werden kann.
Herr Bundesrat Egli ist nicht nur Sportminister, er ist auch Jagd- und Forstminister. Er hat alles in seinem Departement, kann also Jagd, OL und natürlich auch das Forstwesen auf einen Nenner bringen. Es ist zu hoffen, dass wir den Wald bald wieder gesund machen können. Dies kostet sehr viel Geld, das wissen wir. Aber bis vor kurzem hat ja das schön- ste Stadion der Welt - so wird der Wald genannt - nichts gekostet.
Beim Sport im allgemeinen und beim OL-Sport im besonde- ren müssen folgende fünf Punkte wieder einmal hervorge- hoben werden:
Der Sport ist wichtig für unsere Jugend.
Der Sport als Gesundheitssport ist Präventivmedizin. (Man spricht ja immer von der Senkung der Gesundheitsko- sten.)
Vor allem der OL ist ein Familiensport.
Sinnvolle Freizeitbeschäftigung ist nicht nur für Jugendli- che selbstverständlich, sondern auch für Erwachsene.
OL ist auch für unsere Armee sehr bedeutsam. Im moder- nen Zeitalter sind Karten- und Kompasskunde ebenfalls wichtig.
Ein paar Feststellungen zum bekannten Artikel 699 des Zivilgesetzbuches: Es geht um das freie Zugangsrecht für Wald und Weide. Das ist doch ein wohlerworbenes Recht für die gesamte Bevölkerung, welches jeder Grundeigentümer zu dulden hat. Das wurde schon verschiedentlich festge- stellt. Es muss auch darauf verwiesen werden, dass der OL
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Bestandteil dieses freien Zugangsrechtes ist, um so mehr, als eben keine Schäden entstehen.
Ein Wort zur Jagd: Ich hoffe, dass Sie mich nicht missverste- hen. Ich bin kein Gegner der Jagd; ich bin höchstens ein Gegner der staatlichen Jagd. Ich trete ein für die beiden Systeme Patent- und Revierjagd. Die Jagd übrigens ist ja ein angenehmes, teures, aber auch erholsames Hobby. Ich war schon mehrere Male als sogenannter Ehrentreiber bei Treib- jagden beteiligt; ich war auch schon morgens früh auf dem Hochsitz: jene Ruhe hat mir sehr wohl getan. (Das meine ich vor allem an die Adresse unserer lieben Jäger in diesem Saale.) Aber auch bei einem OL geniesse ich das «Sich- selbst-überlassen-sein» in unseren Wäldern.
Zu einem anderen Thema: Besserer Zusammenschluss der Waldbenutzer. Wir sollten doch weniger Vorschriften haben und auch weniger machen. Alle Waldbenutzer sollten sich mehr zu einer Gemeinschaft zusammenschliessen und die Probleme im gegenseitigen Einvernehmen lösen. Ich habe vor einigen Jahren im Aargau eine sogenannte Waldbenüt- zer-Konferenz durchgeführt. Dort waren Vertreter der Pilz- sammler, des ACS, des TCS, des SRB, Vertreter des Sportes und des Militärs bis hin zu den Förstern und Jägern anwe- send. Ich hoffe, dass dieses Beispiel auch in den anderen Kantonen Nachahmung finden und Schule machen wird. Thema bessere Information: Man sollte sich doch gegensei- tig an Förster- und Jägerversammlungen besser informie- ren; gegenseitige Einladungen machen. Die Orientierungs- läufer laden die Jäger ein, wie das bereits da und dort geschehen ist. Auch bei OL-Versammlungen habe ich schon Jäger angetroffen.
Zum Schluss: Im neuen Jagdgesetz wird nun alles aufs Spiel gesetzt, weil eben sehr strenge gesetzliche Vorschriften kommen sollen und den Jägern gewisse Rechtsmittel und Vorrechte gegeben werden. Mir ist zwar aufgefallen, dass wir in diesem Saale lauter vernünftige Jäger haben. Aber ich muss Ihnen gestehen, dass wir doch etwas Angst vor den extremen Jägern haben. Ich führte gestern ein sehr unter- haltsames Gespräch mit Kollege Wellauer - es gibt aber noch andere vernünftige Jäger hier.
Ich habe vernommen, dass in der Kommissionsberatung zugunsten des OL sehr positive Aeusserungen gefallen sind. Wenn Bundesrat und Kommissionssprecher hier bestätigen, dass auch mit dem neuen Jagdgesetz sportliche Veranstal- tungen in Wäldern - insbesondere Orientierungsläufe, aber auch das Skifahren - nicht verboten werden können, dann schätze ich mich glücklich und kann selbstverständlich den Nichteintretensantrag zurückziehen.
Wir alle benötigen doch für unsere Tätigkeit den Kompass, als Mensch, als Politiker. Ich hoffe, dass Parlament, Bundes- rat und Verwaltung - auch bezüglich der sportlichen Veran- staltungen in Wäldern - den Kompass richtig einstellen werden, zugunsten unserer Jugend, zugunsten unserer Gesundheit. Und weiter hoffe ich ganz persönlich, nachdem ich vor 35 Jahren den ersten OL habe mitmachen dürfen, dass ich mich später auch noch dieser prächtigen, naturver- bundenen Sportart erfreuen kann.
M. Longet: Comme cela a été dit, la loi actuelle sur la chasse date de 1925. En soixante ans, la situation de notre faune a complètement changé. Je rappelle qu'au début de ce siècle on avait pratiquement éliminé, par une chasse qui avait dégénéré en campagne d'extermination, parmi les plus beaux fleurons de notre faune sauvage, l'ours, le loup, le lynx, le castor et d'autres espèces encore.
Aujourd'hui, heureusement, un certain nombre d'espèces ont pu être réacclimatées. Toutefois, l'ennemi de la faune est toujours l'homme. Ce n'est plus sous la même forme que ce dernier s'en prend à la faune et c'est peut-être cela le changement le plus important dont il nous faut prendre conscience maintenant. Ce n'est plus le chasseur qui est l'ennemi No 1 de la faune, c'est l'homme en tant que destructeur du milieu de vie et aussi la circulation routière, la pollution de l'environnement, l'utilisation de produits toxi- ques en agriculture etc. Ces causes-là sont responsables,
bien plus que la chasse, de la disparition à un rythme accéléré d'espèces.
Cette disparition, nous l'oublions relativement facilement, car elle concerne, paradoxalement d'ailleurs, surtout les espèces moins visibles, telles que les invertébrés, les papil- lons, les chauves-souris, les oiseaux et moins la grande faune dont on se réjouit de voir qu'elle existe et qu'elle se porte même mieux qu'au début du siècle. La liste rouge du Comité suisse pour la protection des oiseaux - il y d'autres listes rouges mais j'aimerais citer celle-ci - montre qu'une espèce sur vingt a déjà complètement disparu du pays et que, deux espèces sur cinq sont en danger plus ou moins grand de disparaître. Dans ces conditions, il faut replacer les choses dans leur contexte et savoir que la chasse n'a plus les mêmes impacts sur la faune que lorsque, en 1925, fut édictée la loi qui nous régit aujourd'hui.
Néanmoins, et c'est là que nous entrons dans le vif du sujet, s'agissant d'espèces aux effectifs restreints, menacées, fra- giles pour cette raison même, la chasse peut leur donner le coup de grâce et c'est là qu'il nous faut faire extrêmement attention au niveau de la gestion de cette chasse. Nous savons que la plupart des chasseurs se sentent aujourd'hui solidaires des efforts des protecteurs de la nature et qu'ils ont compris la nécessité vitale pour l'exercice même de leur activité de protéger les milieux de vie des espèces. Mais il y a différents types de chasseurs - et des deux côtés des per- sonnes aux esprits extrêmes. La plupart des chasseurs partagent aujourd'hui le souci de la protection de la nature et admettent n'être que des usagers de la nature parmi d'autres: agriculteurs, forestiers, promeneurs, sportifs dont a parlé M. Humbel tout à l'heure. Mais il ne faudrait pas oublier qu'il y en a d'autres, ceux qui sont restés à une vision ancestrale, élitaires de la chasse et dont l'objectif serait de tirer sur tout ce qui bouge. Ils sont heureusement minori- taires, mais ils existent et il s'agit de les discipliner; c'est en raison de ce genre de chasseurs que nous devons légiférer. Si certains chasseurs pensent encore que les animaux sau- vages, la faune, existent pour eux, nous pensons, quant à nous, que la chasse est là pour la faune et que, aujourd'hui, la seule justification de la chasse est qu'elle exerce une fonction irremplaçable de régulation de la faune. Actuelle- ment, elle est admissible, et nécessaire en tant qu'auxiliaire de la protection; ce n'est plus une sorte de droit ancestral. Pour l'essentiel, ce que la nouvelle loi propose répond à cet objectif. Toutefois - M. Widmer, président, l'a rappelé tout à l'heure - le résultat qui est devant vous et qui demande encore quelque ajustement dans le détail, est le produit d'un travail assez difficile en commission. Les équilibres n'étaient pas facile à trouver, dans la mesure où la composition même de la commission n'était pas équilibrée. Une bonne partie de ce que ce conseil compte de chasseurs s'était donné ren- dez-vous dans cette commission. Si nous sommes arrivés à un compromis acceptable, c'est le résultat d'un travail acharné; il a fallu surmonter un certain nombre de handi- caps dus à la composition de la commission.
La loi que vous avez sous les yeux confère, par rapport à la loi de 1925, davantage de liberté aux cantons pour ce qui est de la gestion de la chasse. Elle supprime - et ceci peut-être aussi pour M. Humbel qui mettait en cause la nécessité même de modifier la loi - un certain nombre de dispositions, notamment en ce qui concerne les jours et les lieux où l'on peut chasser et responsabilise les cantons dans le domaine de la gestion de la chasse. Il importe donc tout particulière- ment - et nous aimerions le dire aujourd'hui même, au moment du débat de l'entrée en matière - que les cantons gèrent de la manière la plus scrupuleuse leurs compétences et s'en donnent les moyens. Nous insistons notamment sur l'article 5, alinéas 3 et 4 et sur l'article 7, alinéa 3 ainsi que sur le fait que les périodes de chasse que la loi délimite constituent des maximums dans le cadre desquels les can- tons sont invités à régler l'exercice de cette activité. Je puis vous dire que nous suivrons de près l'application qui sera faite de ces compétences dans les cantons.
Nous pouvons donc, sous réserve des amendements que nous avons déposés et d'autres que nous soutiendrons,
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approuver cette loi dans son ensemble. Toutefois, deux points méritent encore une explication.
Il s'agit, d'une part, des périodes de chasse qui sont prévues pour un certain nombre d'espèces déclarées «chassables». Nous avons, à cet égard, un certain nombre de propositions de minorité que je défendrai personnellement et d'autres que défendra Mme Vannay. En outre, nous soutenons expli- citement la proposition de minorité de M. Zwygart.
Il s'agit, d'autre part, de la proposition du Conseil fédéral qui, entre temps, a été modifiée par la commission, proposi- tion qui aurait ouvert une brèche extrêmement dangereuse dans la systématique de la loi. En effet, à l'article 11, ali- néa 2, la version du Conseil fédéral aurait - ceci est aujour- d'hui heureusement dépassé - permis aux cantons d'autori- ser le tir d'animaux par ailleurs protégés si les dégâts qui leur sont imputés sont estimés suffisamment importants pour cela. On voit immédiatement les dangers que recèle une telle formule. Le danger qu'on aurait fait courir à cer- taines espèces fort convoitées, comme le lynx, l'aigle, le castor ou la loutre, dont la faiblesse des effectifs ne permet- tait pas d'encourir ce type de risque, était inadmissible. On connaît les réactions parfois irrationnelles que la présence de ces espèces suscite. On sait que dans certains cantons que je n'ai plus besoin de nommmer aujourd'hui il y avait des convoitises pour les tirer et pour nous il était indispensa- ble que cette lacune de la loi soit comblée. Cela a été fait jeudi dernier, la commission s'est ralliée à une proposition présentée par Mme Eppenberger et qui nous a paru d'autant plus judicieuse qu'elle fait le lien avec l'article 12, alinéa 4, qui définit les indemnisations accordées par la Confédéra- tion. Il nous semblait normal que, lorsqu'on demande à la Confédération de payer, elle puisse aussi participer à la protection.
Dans ces conditions, nous avons pu entrer en matière sur ce compromis, nous avons pu l'accepter et retirer notre propo- sition. Nous vous prions donc de considérer la proposition de minorité à l'article 11, alinéa 2, comme caduque, et nous vous invitons à suivre la nouvelle proposition de la commis- sion.
En conclusion, je voudrais citer le cas d'une espèce qui avait fait beaucoup parler d'elle il y a soixante ans, qui était un des symboles de la loi de 1925 que nous allons changer mainte- nant. Il s'agit du bouquetin. Cet exemple me paraît être l'illustration même de ce que peut donner une bonne politi- que de protection et d'une saine compréhension de l'équili- bre des intérêts entre les différents usagers de la faune, entre les protecteurs et les chasseurs. Après trois quarts de siècle de protection intégrale, cette espèce qui avait totale- ment disparu de Suisse, qui était pratiquement en voie d'extinction dans les Alpes, peut à nouveau être ouverte, sous certaines conditions, à la chasse. Je cite cet exemple, à l'intention des chasseurs qui se trouvent dans cette salle pour leur demander d'avoir un peu de patience, eu égard au temps qu'il a fallu à cette espèce pour se redéployer dans son élément naturel, de façon à permettre aussi à d'autres espèces qui avaient disparu ou qui avaient pratiquement été exterminées et que l'on essaie de réacclimater aujourd'hui de reconstituer leurs effectifs - je pense à l'aigle, au lynx, au castor, à la loutre, etc. Il est nécessaire de leur laisser du temps pour cela et un jour peut-être nos successeurs pour- ront-ils alors lever la protection, lorsque les effectifs seront reconstitués. Actuellement, cela n'est pas possible, la ges- tion de la faune est une question de temps, il nous faut penser à une échelle qui dépasse sans doute celle de nos sessions!
Le groupe socialiste votera l'entrée en matière.
Röthlin: Die Zeit, da man in unserer Landschaft als Jäger aus dem Vollen schöpfen konnte, ohne sich um Nachwuchs und Hege Gedanken zu machen, ist für immer vorbei. Wer künftig jagen will, muss sich denen anschliessen, die sich aktiv und unermüdlich um die Erhaltung der uns noch verbliebenen Wildbestände und deren Hege einsetzen.
«Kein Heger - kein Jäger» ist kein ganz neuer Ausdruck; aber er gewinnt an Gewicht, wenn man sich vor Augen hält,
was schon verloren ging und was in naher und nächster Zukunft verloren gehen wird, wenn nicht jeder an seinem Platz sein Möglichstes tut.
Seit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Jagd und den Vogelschutz im Jahre 1925 haben sich die Verhält- nisse stark verändert. Auch die Teilrevision von 1962 ver- mochte das Bundesgesetz nicht den heutigen Erfordernis- sen anzupassen. Wohl deshalb wurde 1973 eine Motion Heimann im Ständerat und eine Motion Röthlin im National- rat einstimmig überwiesen, die eine Totalrevision verlang- ten. Fünf gewichtige Gründe sprechen für diese Vorlage:
Aus dieser Grundstimmung heraus sind die vielen Vor- stösse, die in den letzten Tagen auf unser Pult flatterten, nicht ganz verständlich. Den Wert dieser Vorlage dürfen wir nicht alleine an der Zahl der geschützten oder nicht geschützten Vögel messen.
Rückgang einzelner Wildarten, nicht zuletzt wegen Ver- lust an Lebensraum: Die jagdliche Nutzung ist ja nur eine Verlustform, die einen Einfluss auf den Bestand einer Tierart ausüben kann. Häufig spielen Veränderung der Landschaft, wie Trockenlegen der Sümpfe, Entfernen von Hecken, Ein- dohlen von Bächen, Verwendung von Pestiziden, Lärm usw., eine viel gewichtigere Rolle beim Verschwinden von Tierarten. Wir müssen deshalb nicht nur die Liste der jagd- baren und geschützten Tierarten sowie die Jagdzeiten den heutigen Gegebenheiten anpassen, sondern den regional unterschiedlichen Verhältnissen Rechnung tragen. Dies gewährleistet uns das vorliegende Rahmengesetz. .
Zunahme einzelner Wildarten über ein biologisch und wirtschaftlich tragbares Mass hinaus: Das Jagdgesetz von 1875 und 1925 hat vor allem in einem Bereich eindrückliche Erfolge gebracht, nämlich bei der Vermehrung der jagdba- ren und geschützten Schalenwildarten. Das Alpensteinwild hat von unter 500 auf über 10 000 Stück zugenommen, der Hirsch von 1000 auf über 20 000 und das Reh von 20 000 auf über 110 000 Stück. Diese Entwicklung ist ja grundsätzlich zu begrüssen. Eine Reihe negativer Begleiterscheinungen zeigen aber, dass die Zunahme überwacht und in einem tragbaren Rahmen gehalten werden muss. Auch dieser Entwicklung trägt das neue Jagdgesetz Rechnung.
Gerade weil sich immer mehr zeigt, dass die Jagd nicht nur eine Liebhaberei, sondern eine unerlässliche Notwendigkeit darstellt, um das vom Menschen gestörte Gleichgewicht einigermassen künstlich in den gewünschten Grenzen zu halten, sind die Vorstösse zum Verbot der Patent- und Revierjagd kein taugliches Mittel. Es bräuchte eine zahlen- mässig weit über dem heutigen Bestand an Wildhütern liegende teure Organisation, welche diese Aufgabe der Bestandesregulierung erfüllen könnte. Fachkreise haben errechnet, dass für die ganze Schweiz etwa 1300 Berufsjä- ger benötigt würden, was an Löhnen und Verwaltung, an Jagdeinnahmen den Staat rund 50 Millionen Franken pro Jahr kosten würde.
Stark vermehrte und vertiefte Kenntnisse über die Lebens- grundlagen vieler Wildtiere und über die für die Regulierung des Bestandes verantwortlichen Ursachen: Seit Jahren arbeitet eine junge Generation von Wildbiologen an der Erforschung der Lebensbedingungen der freilebenden Tier-
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welt. Diese Arbeiten haben wertvolle praktische Hinweise für das Erhalten des Gleichgewichtes, aber auch die nötigen Voraussetzungen des Lebensraumes geliefert und werden sie laufend liefern. Der Kormoran ist nur ein Beispiel davon. Diese Grundlagen sollen auch zum Wissensstoff der Jäger, Wildhüter und Jagdinspektoren gehören. Ich verweise dabei auf Artikel 13 dieser Vorlage.
M. Massy: On aime ou on n'aime pas la chasse. Si j'ose dire, cela dépend de quel côté du fusil on se place. Certains la considèrent comme un mal nécessaire, d'autres sont per- suadés qu'elle effectue vraiment la régulation de la faune de ce pays. La chasse a toujours existé, ce fut une activité importante et cruciale pour les hommes qui nous ont pré- cédés loin dans le temps. Elle fut le privilège des seigneurs au Moyen-Age et, petit à petit, elle a pris la forme démocrati- que qu'elle a maintenant. La chasse est devenue un sport, selon certains, mais on doit temporiser cette définition trop simpliste en disant qu'elle permet une régulation propre des espèces sauvages en surnombre. En effet, sans la chasse, je vous laisse entrevoir quel serait l'équilibre de ce pays, entre une faune trop nombreuse, une agriculture en péril et une sylviculture compromise. On ne peut pas accepter plus d'un certain nombre d'animaux sauvages au kilomètre carré sans perturber tout l'avenir de la forêt, des cultures, du repeuple- ment naturel. Cela poserait des problèmes insolubles. La Suisse ne peut pas devenir une unique réserve fédérale, on n'y cultiverait presque plus rien et si vous vous rendez au Parc naturel des Grisons, vous vous rendrez compte, de visu, de ce qu'il y reste comme agriculture. Les forêts ont des carences de croissance, les buissons ont disparu et même en dehors des limites du Parc national les problèmes sont nombreux.
La chasse est donc une nécessité et c'est pourquoi nous devons régler au mieux dans la nouvelle loi les intérêts majeurs de notre pays et ceux de sa population. La loi de 1925 a vécu, elle a rendu service à tous, mais l'évolution rapide de notre cheptel et sa croissance régulière font que les articles jaunis par soixante ans d'existence doivent être remis au goût du jour. Je citerai un seul exemple: en 1908, il n'y avait plus aucun bouquetin en Suisse. Grâce à quelques braconniers valaisans qui prirent trois sujets à l'étranger, que l'on transporta au parc de St-Gall, dès 1908 les bouque- tins furent réintroduits petit à petit dans les montagnes suisses et actuellement on en dénombre près de 11 000. Il n'y a jamais eu autant de gibier que maintenant dans ce pays, malgré les diminutions des biotopes et la modernisa- tion. Signalons en passant l'hécatombe d'animaux sauvages
sur les routes, ce qui est malheureux bien sûr, mais ce qui reflète aussi l'abondance des espèces susceptibles d'être chassées dans notre pays.
Le groupe libéral, en fédéraliste convaincu, soutient cette loi qui donne beaucoup de liberté aux cantons. L'organisation de la chasse est cantonale et c'est bien, la Confédération se réservant la protection des espèces et des biotopes. Nous aurions, nous autres libéraux, donné encore plus de liberté aux cantons dans l'application de la chasse. Jusqu'à mainte- nant, ces derniers ont magnifiquement géré leurs popula- tions de chevreuils, chamois et cerfs et il semblait qu'on pouvait les laisser seuls décider de la régulation de leurs effectifs en bouquetins. Il était donc juste, à notre avis, de prévoir une loi-cadre élargie, qui donne un maximum de responsabilités aux autorités cantonales. Les deux systèmes de chasse pratiqués dans notre pays - la chasse avec permis et, moins répandue, la chasse affermée - ont chacun des avantages et des défauts. Très souvent, ce sont les cou- tumes locales qui font que l'on préfère la «Patentjagd» à la «Revierjagd» et vice-versa.
Quelle différence il y a entre le canton de Soleure et celui des Grisons, entre le Valais et le Jura, entre les cantons situés dans les Alpes, en plaine ou dans le Jura, et ces cantons comme Berne et Vaud, qui se paient le privilège de pouvoir chasser dans les trois principales régions de Suisse, la plaine, les Alpes et le Jura. ? Un pays comme le nôtre se devait d'éviter la centralisation, on vous le proposera tout au long des articles de la nouvelle loi. Dans son ensemble, la loi a été peu corrigée par votre commission, comme du reste par le Conseil des Etats qui l'a votée pratiquement sans changement. J'ai été très heureux du déroulement des débats qui se sont maintenus à un haut niveau de discus- sion, sans exagération partisane. Souvent, adversaires et partisans de la chasse ont trouvé le compromis qui évitait d'éternelles complications.
Le but de cette loi est de conserver un maximum d'animaux possible, d'autoriser le tir des espèces en surnombre, de protéger enfin ceux qui seraient en voie de disparition. D'importantes réserves fédérales sont en place et assurent la tranquillité et la survie de beaucoup d'espèces rares. En tant que garde-chasse - probablement le seul de cette assemblée - je connais les immenses territoires mis à dispo- sition des réserves fédérales dans le canton de Vaud. La faune qui s'y trouve, surveillée, contrôlée, est dans un état de santé florissant, elle fait le bonheur du non-initié, des promeneurs, des jeunes, qui s'intéressent de plus en plus à la nature sauvage.
J'ai été à l'origine de la proposition d'une certaine régula- tion de notre cheptel bouquetin. Mal accueillie au début, ma proposition a ensuite rencontré beaucoup d'échos et un appui quasi total de la commission. Ainsi, le cher animal qu'est le bouquetin reste l'emblème de la protection de la nature, il sera toutefois possible d'obtenir officiellement une certaine régulation dans les cantons où cela est nécessaire, d'entente avec la Confédération. Un tir programmé, dans la pyramide des âges, permet une juste répartition des indivi- dus dans les troupeaux, les plus beaux comme les plus vénérables ayant leur place et leur rôle à jouer dans la conduite de la harde.
Le chasseur n'est pas un être sans coeur et sans nuance, il sait qu'il doit protéger la faune s'il veut continuer à pratiquer à l'avenir son passe-temps favori, il sait qu'il doit éviter le tir des mères et des jeunes, qu'il doit aider le gibier pendant les hivers longs et rigoureux, qu'il doit assurer les biotopes propres à la survie de l'espèce. Il y a un mot que l'on prononce souvent et qui veut tout dire, c'est l'éthique de la chasse, à savoir un ensemble de règles correctes, de fair- play, de bon sens. Sans éthique, pas de chasse.
Les libéraux soutiendront dans l'ensemble la majorité de la commission, sauf à l'article 5, lettre k, et à l'article 12. Ils soutiennent bien sûr l'entrée en matière et soutiendront le tir de la perdrix grise, car nous sommes persuadés qu'en la biffant de la liste des espèces «chassables» on la biffera aussi dans la nature. Je m'explique: les chasseurs font tout ce qu'ils peuvent pour essayer de reconstituer le biotope
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cher à ces oiseaux intéressants. Dans le canton de Vaud, par des cotisations spéciales, on reconstitue une nature propre à la vie des perdrix grises. On ne les tirera bien sûr que quand tous les signes d'acclimatation indiqueront une population stable et reconstituée. Alors, en attendant, lais- sons-la dans les espèces pouvant être chassées, après il sera trop tard.
Nous suivrons la proposition de M. Thévoz de biffer l'écu- reuil. Jamais un chasseur ne serait disposé à tirer un animal si familier et si gracieux, son tir toute l'année nous choque. Le cormoran, comme certaines espèces protégées, qui n'avait pas posé de problème jusqu'à maintenant com- mence à provoquer d'importants dégâts. Il est juste que les cantons limitent leur nombre si d'autres espèces en souff- rent, mais les cantons sont capables de prendre leur respon- sabilité, je le répète. Donnons-la leur officiellement par la loi. Eux seuls sont habilités à prendre la décision, et non Berne. Enfin, en ce qui concerne le lagopède et le tétras lyre, nous vous prions de suivre les intentions du Conseil des Etats. En Suisse romande, cette chasse se pratique aux chiens d'arrêt, et il est indiqué de chasser le lagopède en automne, quand la nature permet encore à l'animal de se défendre, ce qu'il fera moins bien en groupe, lorsque la neige sera venue dans l'hiver naissant.
Si les circonstances l'exigent, je me permettrai de revenir défendre certains articles dans le sens de la majorité de la commission. Je suis impressionné par le nombre de propo- sitions reçues, trop tard hélas. Espérons que ce débat ne tournera pas au débat-fleuve que nous n'avons pas voulu. C'est pourquoi nous ne devons pas trop charger le bateau. En conclusion, je suis d'avis que cette loi est raisonnable. Nombre de cantons en ont besoin pour l'avenir des amis de la nature, des chasseurs, de tous ceux qui veulent garder une faune riche et bien adaptée. Je fais appel à la responsa- bilité de chacun et, comme l'a dit le professeur Tardent, de l'université de Zurich, si la chasse est un problème d'éthi- que, il en existe encore un autre, la responsabilité que nous devons assumer vis-à-vis de nos descendants, la nature ne nous appartient pas, il est de notre devoir de tout mettre en oeuvre pour la conserver.
Zwygart: Im Namen der LdU/EVP-Fraktion erkläre ich die Bereitschaft für Eintreten auf das Jagdgesetz. Man braucht kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass dieses volks- nahe Gesetz für alle Arten von Fachleuten, für Jäger natür- lich, aber auch für Natur- und Vogelschützer und gewisse besonders Interessierte wie Orientierungsläufer, viel zu reden gibt. Im Verhältnis zwischen Natur und Mensch wol- len wir etwas zeitgemässer ordnen als bisher, und zwar in einem Rahmengesetz. Es geht vor allem auch um den Wald und andere naturnahe Gebiete und ihre Lebewesen. Diese Gebiete sollen allgemein zugänglich sein und nicht nur einzelnen, also nicht etwa den Jägern oder den Orientie- rungsläufern allein. Wenn sich die besonderen Benützer zuviel Sonderrechte herausnehmen, muss es zu Konflikten kommen. Wir werden das in der Detailberatung und hier beim Eintreten durchaus zu Gesicht bekommen. Hoffentlich geht es auch weiterhin ohne Waldbelegungsplan. Man muss das Gespräch suchen wie bis anhin. Der Wald soll allen zugänglich und offen bleiben, dem Pfadfinder und Pilz- sammler, dem Spaziergänger und Vogelfreund, dem Orien- tierungsläufer und Jäger. Ohne gegenseitige Rücksicht- nahme wird es zu Streitereien auf dem Buckel der Natur kommen.
Jagdvorschriften gehören offensichtlich, geschichtlich gesehen, zu den ältesten Vorschriften, weil das jagdbare Wild bei zunehmender Bevölkerung nicht in beliebiger Zahl vorhanden war. Jagen war bei uns lange Zeit fast aus- schliesslich das Privileg von Adeligen. Hingegen ist ebenso alt das Recht des freien Zugangs zu den Wäldern für alle Menschen. Der Wald war ja allgemein auch Allmend, Ersatz auch für Weide. Mit der vermehrten Nutzung und dem Zurückdrängen der Waldfläche sowie den fortlaufenden Meliorationen für Kulturflächen bis hin zu den vielen soge- nannten Rationalisierungsmassnahmen in der Landwirt-
schaft wurde die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt geschmälert. Das führte dann eben dazu, dass die Jagdge- setze vor allem über die Einschränkungen sprechen, damit die natürlich vorkommenden Tiere nicht noch stärker in Bedrängnis kommen. Es war also die landwirtschaftliche Nutzung oder sogar Uebernutzung, welche zur Zerstörung von Lebensräumen führte, vor allem auch des Waldes. Hek- tarenweise wurde entsumpft, kilometerweise wurden Leb- häge entfernt. Die Verarmung an bestimmten Pflanzen liess Insekten verschwinden, auch andere Kleinlebewesen kamen in Bedrängnis, welche als Nahrung für grössere dienten. Es wurden so viele Kreisläufe unterbrochen. Der Todesstoss für andere Bereiche kam von Chemikalien, Insektiziden, Herbi- ziden. Dies hat ja auch Herr Röthlin ausgeführt.
Dazu kommt heute noch die zunehmende Mobilität. Pro- blemlos gelangt man zur Winterzeit in die abgelegensten Gebiete und bringt so Unruhe in bisher wenigstens zeit- weise ungestörte Lebensräume. Heute sollen wir nun mit dem Jagdgesetz ein wenig mithelfen, dass der Natur nicht noch mehr Verluste drohen oder, wo gewisse Tierarten überhand nehmen, diese nicht zu schädigend einwirken können.
Der Schutz gewisser Arten ist die eine Seite. Echte Ueberle- benschancen bekommen gewisse Tiere aber nur durch Erhaltung von Lebensräumen. Aber dies wird ja nicht primär im Jagdgesetz geregelt. Andererseits muss die Bestandesre- gulierung infolge Wegfalls natürlicher Feinde, gerade auch bei grösseren Tieren, erhalten bleiben.
Als Nichtjäger möchte ich doch noch ein Wort zu den Jägern sagen. Schon Herr Massy hat vorhin gesagt, die Jäger seien nicht etwa grundsätzlich Feinde der Tiere. Jeder Jäger hat eine Ausbildung hinter sich, die viel Fachwissen erfordert, damit er ein Patent lösen kann. Das macht Jäger zu gut informierten Kennern in bestimmten Bereichen der Natur. Das kann man bei Begegnungen immer wieder feststellen. Für mich sind Jäger wirklich in erster Linie Heger. Sie haben ein Grundinteresse daran, dass möglichst viele Tierarten in möglichst grosser Zahl vorkommen. Dafür sorgen sie ja zum Teil auch aktiv. Es sind also nicht die heutigen Jäger, welche Pelztierarten oder Vogelarten in Bedrängnis oder zum Aus- sterben gebracht haben.
Das vorliegende Gesetz bringt einige Verbesserungen. So ist zum Beispiel die Aufgabenteilung zwischen Bund - verant- wortlich für den Schutz - und Kantonen - zuständig für die Jagd - klar durchgezogen. Es gibt aber in diesem Gesetz noch mehr Prinzipien, die leider nach typisch schweizeri- scher Gepflogenheit nicht klar definiert sind.
Das neue Gesetz ist deswegen nicht schlecht; denn es enthält das im Moment Machbare und Durchführbare, und das ist doch auch wichtig bei einem Gesetz.
Zum Schluss noch ein Wunsch für die Zukunft: Es wird ja garantiert ein neues Jagdgesetz geben. Ich hoffe, dass die nächste Ausgabe dieses Gesetzes noch aktueller sein wird. Aktueller heisst für mich: stärker orientiert an biologischen Erkenntnissen und nicht unbedingt an sentimentalen Hal- tungen oder Sonderinteressen.
In der Bibliothek unten steht eine kleine Ausstellung. Ich möchte Herrn Dr. Marti vom Naturhistorischen Museum, der diese freundlicherweise zusammengestellt hat, herzlich danken und sie Ihrer Besichtigung empfehlen. Einige der angefochtenen Tiere, Kormoran, Waldschnepfe, Haubentau- cher zum Beispiel oder andere Vögel am Wasser, sind dort ausgestellt.
Steffen: Der Kommissionspräsident hat mich vorhin gefragt, ob ich Jäger sei. Meine Erklärung: Ich bin nicht Jäger. Die Fraktion der Nationalen Aktion und der Vigilants kommt zum Schluss, dass das vorliegende Gesetz den Zweck weit- gehend erfüllen wird, wie er in Artikel 1 umschrieben ist, nämlich die Artenvielfalt der Wildtiere zu erhalten, bedrohte Tierarten zu schützen, Wildschäden zu begrenzen, eine jagdliche Nutzung zu gewährleisten und Grundsätze für die Regelung der Jagd in den Kantonen aufzustellen.
Sie haben vielleicht gemerkt, dass ich einen Zweck des Gesetzes nicht erwähnt habe, nämlich: die Lebensräume
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der einheimischen wildlebenden Säugetiere und Vögel zu erhalten. Um dieses Ziel erreichen zu können, müsste die Vermehrung, die Ausbreitung und die technische Entfaltung des Hauptkonkurrenten der wildlebenden Tierwelt einge- schränkt werden. Ich spreche vom Ueberhandnehmen der Spezies Mensch. Weil er nicht zu den jagdbaren Arten gezählt wird und sich deshalb einer uneingeschränkten Schonzeit erfreut, sollte er sich seiner überragenden geisti- gen Fähigkeiten bedienen, indem er Selbstkritik übt und Massnahmen gegen sein Fehlverhalten ergreift.
Lebensräume erhalten ist ein wichtiges Ziel im Interesse des Wildtiere, aber auch des Menschen. Was ist aber gesche- hen? Herr Blankenhorn, Chef der Sektion Jagdwesen und Wildforschung des Bundes, wurde in einem Interview mit der «Coop-Zeitung» vom 29. September 1983 auf die bedrohten Wildtiere wie Feldhase, Rebhuhn, Igel, Fleder- maus und eine Reihe Vogelarten angesprochen. Seine Erklärungen decken sich mit den Hinweisen der Herren Kollegen Röthlin und Zwygart, die Sie vorhin gehört haben. Stichworte: Die Bäche im Mittelland und in den Voralpen sind zu über 70 Prozent eingedohlt, begradigt oder korri- giert worden. In der Zeit von 1942 bis 1967 wurde eine Fläche von mehr als 1000 Quadratkilometern überbaut. Zwi- schen 1950 und 1980 wurden 1100 Kilometer neue Autobah- nen gebaut. Das gesamte Strassennetz beläuft sich auf 62 000 Kilometer, und es wird noch immer weitergebaut. Seit 1850 sind 90 Prozent der Feuchtgebiete zerstört wor- den! Und was ganz entscheidend ist: In den letzten 20 Jahren sind 30 Prozent der Hecken ersatzlos verschwunden. Soweit die Selbstkritik, ausgesprochen von einem bekann- ten Fachmann, der auch zur Erarbeitung dieser Gesetzes- vorlage Wesentliches beigetragen hat.
Eine Massnahme zur Erhaltung von Lebensräumen der Vögel sei herausgegriffen, nämlich das Ausscheiden von Schutzgebieten gemäss Artikel 10 des vorliegenden Geset- zes. Mit der Unterzeichnung des Abkommens von Ramsar hat der Bund internationale Pflichten übernommen. Er wird neben dem bestehenden Reservat Fanel am Neuenburger- see noch etwa fünf neue Gebiete zwischen Boden- und Genfersee bestimmen müssen, selbstverständlich nach Anhören der Kantone und mit deren Zusammenarbeit. Ich habe gezielt den Begriff Reservat verwendet, um damit bewusst zu machen, dass hier eigentlich Notmassnahmen getroffen werden müssen, um bestimmten Tierpopulationen einen beschränkten Ueberlebensraum einzurichten.
Wir von der Nationalen Aktion und von den Vigilants müssen Sie zum x-ten Male darauf hinweisen, dass sich unsere politischen Ziele in diesem Bereich nicht auf die Symptom- bekämpfung durch Notmassnahmen beschränken lassen. Mit Blick auf die zitierten Aeusserungen von Herrn Blanken- horn müssen wir auf die Formulierung einer Bevölkerungs- politik drängen, die als Minimalforderung die Stabilisierung der schweizerischen Wohnbevölkerung vorsieht, besser aber eine angemessene Abnahme anvisiert. Dass dies nur möglich ist, wenn mindestens ein Migrationsgleichgewicht durchgesetzt wird, dürfte auf der Hand liegen. Aber damit könnte der wahrhaft verheerende Druck auf die Lebens- räume von Mensch und Tier verringert werden. Wir erinnern den Bundesrat an die von uns eingereichte Initiative zur Beschränkung der Einwanderung. Warum dieses Volksbe- gehren nicht einmal im Zusammenhang mit dem vorliegen- den Jagdgesetz überdenken?
Die Fraktion der Nationalen Aktion und der Vigilants emp- fiehlt Eintreten auf die Vorlage. Sie wird in der Detailbera- tung weitgehend den Standpunkt der Tierschutzorganisatio- nen übernehmen und unterstützen.
M. Rebeaud: Sur le plan des généralités, tout a été dit ou presque. J'essaierai d'éviter de répéter ce que vous savez déjà. Je me borne à relever rapidement un certain nombre de points.
D'abord, il y a un motif de satisfaction pour les écologistes. Dans son esprit général, cette loi semble une réussite. Il a fallu longtemps pour en arriver au partage des tâches tel qu'il s'est dessiné entre la Confédération et les cantons. II
nous paraît extrêmement judicieux. L'autre motif de satis- faction, c'est peut-être le principal, est de voir qu'en défini- tive les chasseurs et les protecteurs de la nature sont pres- que parvenus à un accord total. Pour enchaîner sur ce que disait tout à l'heure M. Longet, on peut affirmer que l'homme a cessé, dans nos esprits à nous tous, chasseurs, écologistes, agriculteurs et hommes d'Etat, d'être cette espèce de prédateur sans pitié et insouciant qu'il était encore au début du siècle.
Au fond, la loi consacre un état de conscience générale qui fait de l'homme un animal utile dans la forêt, ce qui est une bonne chose. Sous réserve du libre accès à la forêt que certains réclament - ce qui serait dangereux étant donné la densité démographique - je crois que l'esprit de la loi en général peut avoir notre approbation. Tout à l'heure, j'ai même eu le plaisir d'entendre un libéral, M. Massy, dire que la nature ne nous appartient pas et qu'il importe de tout mettre en oeuvre pour la protéger. Il m'a volé la citation, car je voulais la faire, mais au fond elle est à tout le monde. Je souhaiterai simplement, de la part de quiconque se recon- naîtrait dans cette maxime, que dans d'autres domaines comme la construction de routes ou l'aménagement du territoire, ou les améliorations foncières, on s'y réfère égale- ment afin d'en tirer les conséquences.
Un mot à propos du fédéralisme, puisque M. Humbel a utilisé cet argument pour justifier son refus d'entrer en matière. La préservation du fédéralisme n'est pas de refuser que la Confédération fasse des lois, ni de vouloir systémati- quement que les cantons puissent agir comme ils l'enten- dent chez eux. C'est de choisir à chaque fois, en fonction des compétences réelles des cantons, de la Confédération, des communes et des individus le niveau approprié pour que le pouvoir puisse être exercé de la manière la plus économe, utile et juste. Dans le cadre de la protection des espèces menacées de disparition, il me paraît parfaitement justifié et fondé, sans que l'on fasse des exceptions, que cette tâche incombe à la Confédération en tant que respon- sable principal et autorité de surveillance. Je ne connais ni aigle ni lynx qui se sachent obwaldiens, valaisans, vaudois ou genevois. Cela n'existe pas. Lorsqu'un de ces animaux franchit une frontière cantonale, il n'a pas conscience de changer de juridiction ni de passer de l'autorité d'un conseil d'Etat à un autre conseil d'Etat. Ce sont des ensembles géographiques qui sont en jeu. Certes, la Suisse en compte plusieurs, mais ils ne correspondent pas, en ce qui concerne les espèces sauvages ou du moins la plupart d'entre elles, aux frontières cantonales.
Il me semble donc parfaitement justifié, d'un point de vue strictement fédéraliste, de laisser cette compétence finale- ment à la Confédération. Cela revient à dire, par exemple, que, dans l'article 11, nous soutiendrons la solution selon laquelle les cantons permettant de tirer des espèces proté- gées ne puissent le faire que si la Confédération considère que cela est possible sans provoquer une menace grave pour la survie de l'espèce dans notre pays.
En ce qui concerne les questions de détail, nous y revien- drons lors du débat par articles. J'indique simplement que les écologistes, en général, auront tendance à voter les propositions de la minorité qui offrent, dans la plupart des cas, une protection plus sûre des espèces menacées.
M. Martin: Représentant le Parti radical à cette tribune, je donnerai aussi objectivement que possible l'opinion de mon groupe. Cependant, le caractère essentiellement technique de ce projet m'autorise quelques réflexions et quelques prises de position personnelles. Il en sera d'ailleurs de même pour mes collègues radicaux durant l'examen de détail, la responsabilité de chacun plutôt que le sens politi- que étant directement concernée.
Le degré d'évolution du cerveau humain a pratiquement sorti l'homme du complexe écologique de la biosphère en le rendant indépendant des choses de la nature et en lui donnant une puissance incomparable. Ce pouvoir lui per- mettrait de détruire, s'il le voulait, la plupart des espèces animales. Heureusement, l'homme a développé simultané-
Loi sur la chasse
2140
N
18 décembre 1985
ment une culture empreinte de notions éthiques, qui lui donne le sens des responsabilités. Cette responsabilité con- cerne avant tout notre prochain, mais aussi les êtres vivants dont le destin nous est étroitement proche.
La chasse, dans ce contexte, a évolué suivant le même axe. D'activité utile, voire indispensable à la survie de la race humaine, elle est devenue petit à petit un sport. Aujourd'hui, allant au-delà de cette définition trop simpliste, elle permet surtout la régulation des espèces. C'est donc une nécessité qu'il nous importe de régler au mieux des intérêts majeurs de la communauté.
Mais, la nécessité de régulation des espèces n'est pas simple à organiser et à contrôler. La disparition de la plupart des grands prédateurs oblige les chasseurs à les remplacer pour essayer de rétablir un relatif équilibre. Comme les espèces sont très diversement réparties dans le Jura, le Plateau ou les Alpes, on remarque d'emblée que des règles trop générales seraient inapplicables. En outre, il est bon de le rappeler, les coutumes et les règles de la chasse, ancrées depuis de nombreuses générations, sont diverses et multi- ples, variant souvent de canton à canton, d'où la nécessité d'une approche fédéraliste.
Sur le plan biologique, l'absence des grands prédateurs ou la diminution, voire la disparition d'oiseaux rapaces, créent un déséquilibre au deuxième degré. En effet, certaines espè- ces, je pense aux cormorans, aux hérons cendrés, aux milans noirs, augmentent brusquement, créant souvent des dégâts. Or, comme elles ne représentent aucun attrait pour les chasseurs, la régulation en devient aléatoire.
Il y aura lieu de veiller aussi, dans l'élaboration définitive des textes légaux, à ne pas bloquer systématiquement les dispo- sitions appelées à évoluer. Les objectifs de cette nouvelle législation touchant à des problèmes en relation avec la faune impliquent d'emblée une réserve de manœuvre.
Le projet qui vous est soumis aujourd'hui permettra d'adap- ter les principes fondamentaux de la loi actuelle, datant de 1925, aux exigences modernes de la chasse. Il permettra aussi de faire respecter les nombreux engagements de la Confédération à des conventions internationales.
En laissant aux cantons le soin de régler les dispositions d'application de la chasse proprement dite, dans un certain cadre, à la Confédération la protection des espèces mena- cées et des biotopes, on a trouvé la bonne formule. Mon groupe estime, comme les milieux concernés d'ail- leurs, que cette loi est bonne. Il vous recommande dès lors l'entrée en matière.
Lors de l'examen de détail, il a pris position pour vous engager à suivre la commission, spécialement à l'article 12, alinéas 1 et 1bis. Il vous prie aussi de soutenir la proposition de M. Bonny et de biffer à l'article 17, alinéa 3, la lettre g. Enfin, dans les dispositions transitoires, on conditionne l'application de l'article 5, lettre n: ouverture de la chasse en janvier pour les canards, à la création de cinq réserves d'importance internationale. Il m'importe de connaître, pré- cisément de la part du Conseil fédéral, l'état d'avancement de cette recherche, car les Vaudois, limités déjà par les réserves du Fanel, de la Grande Carissée et des Grangettes, tiennent à une décision rapide.
En conclusion, je le répète, mon groupe vous invite à entrer en matière, sans restriction.
Hari: Die Fraktion der Schweizerischen Volkspartei, in deren Namen ich hier sprechen darf, beurteilt den vorliegenden Gesetzentwurf wie folgt:
Wir anerkennen die vorzügliche Arbeit, die Herr Bundesrat Egli und seine Mitarbeiter, vorab die Herren de Coulon, Dr. Blankenhorn und Wallimann, geleistet haben und dan- ken ihnen dafür.
Gesamthaft gesehen liegt hier ein Bundesgesetz vor, das nicht nur Jäger, Wild, Natur und Vogelschutz betrifft, son- dern einen Grossteil unseres Volkes. Das vorliegende Gesetz zeichnet sich durch folgendes positiv aus: die bewusste Kürze, die verständliche Formulierung, die stren- gen Strafbestimmungen, dann die ausgewogene Regelung der Kompetenzen zwischen Bundesrecht und kantonaler
Gestaltungsmöglichkeit. Damit besteht nach wie vor für die Kantone die Möglichkeit, je nach ihren Bedürfnissen, zum Beispiel beim Artenschutz, über den bundesrätlichen Vor- schlag hinauszugehen. Als noch nicht ganz sauber gelöst betrachten wir Artikel 7, «Störung der wildlebenden Säuge- tiere und Vögel», wie auch Artikel 17, «Fahrlässiges Handeln und Störung des Jagdbetriebes».
Ich denke da an Wanderer, Pilzsucher oder an Orientie- rungsläufer mit kantonalen Bewilligungen für ihre Wett- kämpfe und dergleichen. Alle diese sollen doch sicher gemäss Artikel 699 ZGB betreffend Zutrittsrecht zu Wald und Weide nach wie vor den Zutritt haben, ohne als Störer bestraft zu werden.
Ganz anders verhält es sich natürlich und selbstverständlich bei vorsätzlicher Störung des Wildes oder Behinderung der Jagd.
Die Fraktion der Schweizerischen Volkspartei beantragt Ihnen einstimmig, auf dieses Gesetz einzutreten, und per- sönlich freue ich mich auf die Detailberatung.
.
Präsident: Die Fraktion der PdA/PSA/POCH lässt mitteilen, dass sie für Eintreten ist.
85.055 Delegierter für das Flüchtlingswesen Délégué aux réfugiés
Siehe Seite 2130 hiervor - Voir page 2130 ci-devant
Beschluss des Ständerates vom 12. Dezember 1985 Décision du Conseil des Etats du 12 décembre 1985
Dringlichkeitsklausel - Clause d'urgence
Präsident: Es ist für diese Vorlage das absolute Mehr in beiden Räten erforderlich.
Abstimmung - Vote Für die Annahme der Dringlichkeitsklausel 130 Stimmen (Einstimmigkeit)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht La majorité qualifiée est acquise
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
Präsident: Ich möchte Ihnen noch eine Mitteilung wegen der Nachtsitzung machen. Gestern habe ich Ihnen angekün- digt, dass wir heute eine Nachtsitzung ins Auge fassen sollten, um mit den vorgesehenen Geschäften durchzukom- men. Angesichts der Tatsache, dass verschiedene Damen und Herren Nationalräte für heute abend bereits feste Dispo- sitionen getroffen hatten, beantragt die Fraktionspräsiden- tenkonferenz, keine Nachtsitzung abzuhalten. (Beifall)
83.033 Jagdgesetz Loi sur la chasse
Fortsetzung - Suite Siehe Seite 2131 hiervor - Voir page 2131 ci-devant
Widmer, Berichterstatter: Was die Nachtsitzung betrifft, möchte ich ausdrücklich beifügen, dass ich unterschrieben habe: Verzicht auf Nachtsitzung unter der Voraussetzung,
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Jagdgesetz Loi sur la chasse
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Dans
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In
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1985
Année
Anno
Band
V
Volume
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Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
11
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.033
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.12.1985 - 08:00
Date
Data
Seite
2131-2140
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Pagina
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20 013 946
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