Basel-Landschaft initiative on voting with counterproposal classified

20013942Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)17.12.1985Dismissed

Zusammenfassung

The National Council, acting on the report of the Petitions and Validation Committee, decided to classify the cantonal initiative of Basel-Landschaft concerning the voting procedure for popular initiatives with counterproposals. The committee considered the request covered by the Federal Council's draft for a new voting procedure, which would remove the procedural restrictions targeted by the initiative. No competing proposal was made in the chamber, and the initiative was therefore struck from the agenda.

Regest

Cantonal initiative on the voting procedure for popular initiatives with counterproposals; where the federal draft law already incorporates and extends the requested reform, the initiative is deemed fully taken up and may be classified. A parliamentary decision of classification follows when no further substantive treatment is necessary because the legislative project under consideration renders the initiative moot in substance (cf. report of the committee).

Gesamter Gesetzestext

Initiative des Kantons Basel-Land

2127

  1. Dezember 1985 N

82.203 Initiative des Kantons Basel-Land Abstimmungsverfahren bei Volksabstimmungen mit Gegenvorschlag Initiative du canton de Bâle-Campagne Procédure de vote sur les initiatives avec contre-projet

Wortlaut der Initiative vom 23. September 1982 Der Landrat des Kantons Basel-Landschaft beantragt, für Abstimmungen über Volksinitiativen mit Gegenentwürfen das «System Haab» (Verfahren mit bedingter Eventualab- stimmung) einzuführen und dazu das Bundesgesetz vom 17. Dezember 1976 über die politischen Rechte wie folgt zu ändern:

«Artikel 76 Abstimmung über Initiative und Gegenentwurf Abs. 1

Beschliesst die Bundesversammlung einen Gegenentwurf (Art. 27 Abs. 3 GVG), so werden den Stimmberechtigten auf dem gleichen Stimmzettel folgende Fragen vorgelegt:

a. Wollen Sie die Volksinitiative annehmen?

b. Wollen Sie den Gegenentwurf der Bundesversammlung annehmen?

c. Für den Fall, dass sowohl Volksinitiative als auch Gegen- entwurf der Bundesversammlung von Volk und Ständen bejaht werden sollten: Soll die Volksinitiative oder der Gegenentwurf in Kraft treten?

Abs. 2

Stimmzettel, auf denen eine der ersten beiden Fragen oder beide mit Ja oder Nein beantwortet sind, sind gültig. Abs. 3

Eine Aenderung der Bundesverfassung ist angenommen, wenn ihr mehr als die Hälfte der gültig Stimmenden und der Stände zustimmt. Sind sowohl Volksinitiative als auch Gegenentwurf angenommen, so gibt das Ergebnis der drit- ten Frage den Ausschlag. Weist bei diesem Ergebnis die eine Vorlage mehr Volksstimmen, die andere mehr Standes- stimmen auf, so ist diejenige Vorlage angenommen, bei welcher der prozentuale Anteil der Volksstimmen und der prozentuale Anteil der Standesstimmen zusammen die höhere Summe ergibt.»

Texte de l'initiative du 23 septembre 1982

Le Grand Conseil du canton de Bâle-Campagne propose d'adopter le système dit de Haab (procédure avec question supplémentaire) pour les votations qui portent sur les initia- tives auxquelles des contre-projets sont opposés et, à cet effet, de modifier comme il suit la loi fédérale du 17 décem- bre 1976 sur les droits politiques:

«Art. 76 Votation sur une initiative et un contre-projet Al. 1

Lorsque l'Assemblée fédérale adopte un contre-projet (art. 27, 3e al., de la loi sur les rapports entre les conseils) les questions suivantes sont soumises aux électeurs sur le même bulletin de vote:

a. Acceptez-vous l'initiative populaire ?

b. Acceptez-vous le contre-projet de l'Assemblée fédérale? c. Au cas où le peuple et les cantons accepteraient à la fois l'initiative populaire et le contre-projet de l'Assemblée fédé- rale: Est-ce l'initiative populaire ou le contre-projet qui doit entrer en vigueur?

Al. 2

Les bulletins de vote qui répondent par oui ou par non à l'une des deux premières questions ou aux deux, sont valables.

Al. 3

Une modification de la constitution fédérale est acceptée lorsque plus de la moitié des électeurs ayant voté valable- ment et des cantons ont donné une réponse affirmative. Au cas où l'initiative populaire et le contre-projet sont acceptés

simultanément, la réponse à la troisième question est déter- minante. Si la réponse donnée à cette question par le peuple diffère de celle donnée par les cantons, le projet adopté est celui pour lequel le total du pourcentage des suffrages favorables des électeurs et du pourcentage des cantons ayant donné une réponse affirmative est le plus élevé.»

Herr Fischer-Hägglingen unterbreitet namens der Petitions- und Gewährleistungskommission den folgenden schriftii- chen Bericht:

  1. Am 23. September 1982 reichte der Landrat des Kantons Basel-Landschaft eine Standesinitiative ein. Danach sei für Abstimmungen über Volksinitiativen mit Gegenentwurf das «System Haab» (Verfahren mit bedingter Eventualabstim- mung) einzuführen und das Bundesgesetz vom 17. Dezem- ber 1976 über die politischen Rechte wie folgt zu ändern: «Artikel 76 Abstimmung über Initiative und Gegenentwurf Abs. 1

Beschliesst die Bundesversammlung einen Gegenentwurf (Art. 27 Abs. 3 GVG), so werden den Stimmberechtigten auf dem gleichen Stimmzettel folgende Fragen vorgelegt: a. Wollen Sie die Volksinitiative annehmen?

b. Wollen Sie den Gegenentwurf der Bundesversammlung annehmen?

c. Für den Fall, dass sowohl Volksinitiative als auch Gegen- entwurf der Bundesversammlung von Volk und Ständen bejaht werden sollten: Soll die Volksinitiative oder der Ge- genentwurf in Kraft treten?

Abs. 2

Stimmzettel, auf denen eine der ersten beiden Fragen oder beide mit Ja oder Nein beantwortet sind, sind gültig. Abs. 3

Eine Aenderung der Bundesverfassung ist angenommen, wenn ihr mehr als die Hälfte der gültig Stimmenden und der Stände zustimmt. Sind sowohl Volksinitiative als auch Ge- genentwurf angenommen, so gibt das Ergebnis der dritten Frage den Ausschlag. Weist bei diesem Ergebnis die eine Vorlage mehr Volksstimmen, die andere mehr Standesstim- men auf, so ist diejenige Vorlage angenommen, bei welcher der prozentuale Anteil der Volksstimmen und der prozen- tuale Anteil der Standesstimmen zusammen die höhere Summe ergibt.»

  1. Die Kommission beantragt Zustimmung zum bundesrätli- chen Entwurf über eine Neuregelung des Abstimmungsver- fahrens für Volksinitiativen mit Gegenentwurf. Dieser erwei- tert den vom Kanton Basel-Landschaft vorgeschlagenen Entwurf insoweit, als alle verfahrensmässigen Einschrän- kungen der Willensäusserung beseitigt werden.

Mit dem Antrag der Kommission und der Behandlung der bundesrätlichen Vorlage im Rat wird das Anliegen der Stan- desinitiative voll aufgenommen.

Antrag der Kommission

Die Kommission beantragt daher, die Initiative des Kantons Basel-Landschaft abzuschreiben.

Proposition de la commission

La commission propose donc de classer l'initiative du can- ton de Bâle-Campagne.

Präsident: Die Kommission beantragt, die Initiative des Kan- tons Basel-Landschaft abzuschreiben. Ein anderer Antrag ist nicht gestellt.

Abgeschrieben - Classé

32-N

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Initiative des Kantons Basel-Land Abstimmungsverfahren bei Volksabstimmungen mit Gegenvorschlag

Initiative du canton de Bâle-Campagne Procédure de vote sur les initiatives avec contre- projet

In

Dans

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

In

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1985

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Anno

Band

V

Volume

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Wintersession

Session

Session d'hiver

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Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

10

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 82.203

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 17.12.1985 - 08:00

Date

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2127-2127

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