Initiative des Kantons Basel-Land
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82.203 Initiative des Kantons Basel-Land Abstimmungsverfahren bei Volksabstimmungen mit Gegenvorschlag Initiative du canton de Bâle-Campagne Procédure de vote sur les initiatives avec contre-projet
Wortlaut der Initiative vom 23. September 1982 Der Landrat des Kantons Basel-Landschaft beantragt, für Abstimmungen über Volksinitiativen mit Gegenentwürfen das «System Haab» (Verfahren mit bedingter Eventualab- stimmung) einzuführen und dazu das Bundesgesetz vom 17. Dezember 1976 über die politischen Rechte wie folgt zu ändern:
«Artikel 76 Abstimmung über Initiative und Gegenentwurf Abs. 1
Beschliesst die Bundesversammlung einen Gegenentwurf (Art. 27 Abs. 3 GVG), so werden den Stimmberechtigten auf dem gleichen Stimmzettel folgende Fragen vorgelegt:
a. Wollen Sie die Volksinitiative annehmen?
b. Wollen Sie den Gegenentwurf der Bundesversammlung annehmen?
c. Für den Fall, dass sowohl Volksinitiative als auch Gegen- entwurf der Bundesversammlung von Volk und Ständen bejaht werden sollten: Soll die Volksinitiative oder der Gegenentwurf in Kraft treten?
Abs. 2
Stimmzettel, auf denen eine der ersten beiden Fragen oder beide mit Ja oder Nein beantwortet sind, sind gültig. Abs. 3
Eine Aenderung der Bundesverfassung ist angenommen, wenn ihr mehr als die Hälfte der gültig Stimmenden und der Stände zustimmt. Sind sowohl Volksinitiative als auch Gegenentwurf angenommen, so gibt das Ergebnis der drit- ten Frage den Ausschlag. Weist bei diesem Ergebnis die eine Vorlage mehr Volksstimmen, die andere mehr Standes- stimmen auf, so ist diejenige Vorlage angenommen, bei welcher der prozentuale Anteil der Volksstimmen und der prozentuale Anteil der Standesstimmen zusammen die höhere Summe ergibt.»
Texte de l'initiative du 23 septembre 1982
Le Grand Conseil du canton de Bâle-Campagne propose d'adopter le système dit de Haab (procédure avec question supplémentaire) pour les votations qui portent sur les initia- tives auxquelles des contre-projets sont opposés et, à cet effet, de modifier comme il suit la loi fédérale du 17 décem- bre 1976 sur les droits politiques:
«Art. 76 Votation sur une initiative et un contre-projet Al. 1
Lorsque l'Assemblée fédérale adopte un contre-projet (art. 27, 3e al., de la loi sur les rapports entre les conseils) les questions suivantes sont soumises aux électeurs sur le même bulletin de vote:
a. Acceptez-vous l'initiative populaire ?
b. Acceptez-vous le contre-projet de l'Assemblée fédérale? c. Au cas où le peuple et les cantons accepteraient à la fois l'initiative populaire et le contre-projet de l'Assemblée fédé- rale: Est-ce l'initiative populaire ou le contre-projet qui doit entrer en vigueur?
Al. 2
Les bulletins de vote qui répondent par oui ou par non à l'une des deux premières questions ou aux deux, sont valables.
Al. 3
Une modification de la constitution fédérale est acceptée lorsque plus de la moitié des électeurs ayant voté valable- ment et des cantons ont donné une réponse affirmative. Au cas où l'initiative populaire et le contre-projet sont acceptés
simultanément, la réponse à la troisième question est déter- minante. Si la réponse donnée à cette question par le peuple diffère de celle donnée par les cantons, le projet adopté est celui pour lequel le total du pourcentage des suffrages favorables des électeurs et du pourcentage des cantons ayant donné une réponse affirmative est le plus élevé.»
Herr Fischer-Hägglingen unterbreitet namens der Petitions- und Gewährleistungskommission den folgenden schriftii- chen Bericht:
Beschliesst die Bundesversammlung einen Gegenentwurf (Art. 27 Abs. 3 GVG), so werden den Stimmberechtigten auf dem gleichen Stimmzettel folgende Fragen vorgelegt: a. Wollen Sie die Volksinitiative annehmen?
b. Wollen Sie den Gegenentwurf der Bundesversammlung annehmen?
c. Für den Fall, dass sowohl Volksinitiative als auch Gegen- entwurf der Bundesversammlung von Volk und Ständen bejaht werden sollten: Soll die Volksinitiative oder der Ge- genentwurf in Kraft treten?
Abs. 2
Stimmzettel, auf denen eine der ersten beiden Fragen oder beide mit Ja oder Nein beantwortet sind, sind gültig. Abs. 3
Eine Aenderung der Bundesverfassung ist angenommen, wenn ihr mehr als die Hälfte der gültig Stimmenden und der Stände zustimmt. Sind sowohl Volksinitiative als auch Ge- genentwurf angenommen, so gibt das Ergebnis der dritten Frage den Ausschlag. Weist bei diesem Ergebnis die eine Vorlage mehr Volksstimmen, die andere mehr Standesstim- men auf, so ist diejenige Vorlage angenommen, bei welcher der prozentuale Anteil der Volksstimmen und der prozen- tuale Anteil der Standesstimmen zusammen die höhere Summe ergibt.»
Mit dem Antrag der Kommission und der Behandlung der bundesrätlichen Vorlage im Rat wird das Anliegen der Stan- desinitiative voll aufgenommen.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt daher, die Initiative des Kantons Basel-Landschaft abzuschreiben.
Proposition de la commission
La commission propose donc de classer l'initiative du can- ton de Bâle-Campagne.
Präsident: Die Kommission beantragt, die Initiative des Kan- tons Basel-Landschaft abzuschreiben. Ein anderer Antrag ist nicht gestellt.
Abgeschrieben - Classé
32-N
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Initiative du canton de Bâle-Campagne Procédure de vote sur les initiatives avec contre- projet
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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1985
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Anno
Band
V
Volume
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Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.203
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.12.1985 - 08:00
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2127-2127
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