1825
Postulat Landolt
verfolgen und dadurch Doppelspurigkeiten zu vermeiden. So wurde in den USA - vor allem als Folge des Love-Canal- Skandals - die Dringlichkeit einer «nationalen Dioxin-Strate- gie» erkannt und eine «Dioxin Management Task Force» ins Leben gerufen, die nun national vorgeht und nach genau festgelegter Prioritätenliste erste dringende Sanierungs- massnahmen und Kontrollfunktionen angeht.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. August 1985 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 août 1985 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
85.479 Postulat Mauch Nationales Forschungsprogramm «Waldsterben und gesellschaftliches Handeln» Dépérissement des forêts et comportement social. Programme national de recherche
Wortlaut des Postulates vom 18. Juni 1985
Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob bis spätestens Ende 1986 ein ausserordentliches Nationales Forschungs- programm für praxisorientierte ökologische Forschungs- projekte zum Thema «Waldsterben und gesellschaftliches Handeln» zu beschliessen sei. Dafür sollen Mittel in der Grössenordnung von 15 Millionen bereitgestellt werden.
Texte du postulat du 18 juin 1985
Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il serait judicieux de lancer, au plus tard d'ici la fin 1986, un programme national extraordinaire de recherche axé sur la pratique en matière d'écologie, consacré au dépérissement des forêts et au comportement social. Les crédits à débloquer pour ce programme seraient de l'ordre le 15 millions de francs.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Bircher, Brat- schi, Braunschweig, Bundi, Dünki, Eggenberg-Thun, Gün- ter, Jaeger, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Longet, Maeder- Appenzell, Meyer-Bern, Müller-Bachs, Oester, Reimann, Robbiani, Robert, Rohrer, Rubi, Ruch-Zuchwil, Ruffy, Seiler, Stappung, Weber-Arbon, Zwygart (27)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Diese Verhaltensänderungen müssen auch wissenschaftlich vorbereitet, initiiert, begleitet und ausgewertet werden.
von Forschung und Praxis profitieren konnten. Der praxis- orientierten Forschung kommt die Rolle des Initiators, des Begleiters und Auswerters zu.
Praxisorientierte, interdisziplinäre Forschung, die gesell- schaftliche und Naturprozesse zugleich untersucht, fehlt heute weitgehend. Sie findet gerade im Bereich der Wald- schadenforschung nicht statt (z. B. NFP, 14, 14+, Sanasilva). Diese Forschung beschränkt sich auf die Untersuchung von naturwissenschaftlichen Ursachen-Wirkungs-Beziehungen und auf Folgeabschätzungen.
Die praxisorientierte ökologische Forschung (POEF), wie sie die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Umweltfor- schung (SAGUF) vorschlägt, will die bestehende Forschung ergänzen. Sie ist ein geeignetes Konzept, wie der viel kriti- sierte Graben zwischen Forschung und Praxis überwunden werden kann. Praxisorientierte Forschung erfordert ein neues Denken der Forscher, da sie die Lösungen nur zusam- men mit den Betroffenen entwickeln können. Diese noch wenig praktizierte Forschungsmethode braucht eine kräf- tige. Initialzündung in der Form eines Nationalen For- schungsprogrammes.
Die zu fördernden praxisorientierten ökologischen For- schungsprojekte im Bereich «Waldsterben und gesellschaft- liches Handeln» sollen konkrete Projekte in begrenzten Regionen initiieren, die in Zusammenarbeit mit den Betrof- fenen (Gemeinden, Regionen, Kantone) durchgeführt und ausgewertet werden. Dabei stehen Emissionsbegrenzungen zum Beispiel im Bereich Verkehr im städtischen und ländli- chen Raum vorerst im Vordergrund.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. September 1985
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 septembre 1985 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
85.473 Postulat Landolt Selbstmedikation - Automédication
Wortlaut des Postulates vom 17. Juni 1985
Gestützt auf Erkenntnisse aus dem Nationalen Forschungs- programm Nummer 8 wird der Bundesrat ersucht, Möglich- keiten zur Verbesserung der Sicherheit im Umgang der Bevölkerung mit Arzneimitteln zu prüfen, die Ausbildung der Medizinalberufe entsprechend zu ergänzen und in Zusam- menarbeit mit den kantonalen Sanitätsdirektionen dafür zu sorgen, dass namentlich im Hinblick auf die Publikumswer- bung und die Abgabeordnung für Medikamente die für eine grösstmögliche Arzneimittelsicherheit notwendigen Mass- nahmen ergriffen werden.
Texte du postulat du 17 juin 1985
En référence à des conclusions tirées du Programme natio- nal de recherche nº 8, le Conseil fédéral est invité à examiner les moyens d'améliorer la sécurité en ce qui concerne l'utili- sation de médicaments par la population. En outre, il est prié de compléter dans ce domaine la formation dans les profes- sions médicales et de prendre, en collaboration avec les directeurs cantonaux des affaires sanitaires, les mesures qui s'imposent afin d'assurer une sécurité maximale en matière de médication; on pense surtout à la publicité adressée au public et à la réglementation régissant la remise de médica- ments.
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Postulat Mauch Nationales Forschungsprogramm "Waldsterben und gesellschaftliches Handeln" Postulat Mauch Dépérissement des forêts et comportement social. Programme national de recherche
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IV
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
18
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.479
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Datum 04.10.1985 - 08:00
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1825-1825
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