Postulate on rejecting PVC postal packaging

20013518Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)21.06.1985Dismissed

Zusammenfassung

Walter Stamm submitted a postulate asking for postal regulations to be amended so that mail in PVC packaging would no longer be accepted. The Federal Council opposed the request, explaining that Swiss publishers mainly used polyethylene packaging and that no significant additional environmental burden resulted compared with paper wrapping. On 21 June 1985, the National Council rejected the postulate.

Regest

Parliamentary postulate requesting amendment of postal rules to exclude mail in PVC packaging; rejection where the government shows that the domestic packaging practice does not create a relevant additional environmental burden and that market developments already move toward PVC-free materials. The chamber may decline to intervene if no regulatory need is established.

Gesamter Gesetzestext

N 21 juin 1985

1262

Postulat Stamm Walter

nisationen sowie durch eine Relativierung der Geheimhal- tung dort, wo keine übergeordnete wissenschaftliche, mili- tärische oder wirtschaftliche Interessen tangiert sind, beho- ben werden. An der Substanz des Tierschutzgesetzes wird durch entsprechende Anpassungen nichts geändert, und für die Gesuchsteller bleibt somit auch die Rechtssicherheit gewährleistet. Mit der Schliessung der erkannten Vollzugs- lücken soll vielmehr sichergestellt werden, dass das Gesetz in der Praxis wirklich den Intentionen des Gesetzgebers entspricht.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Mai 1985 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 mai 1985 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen: Überwiesen - Transmis

85.424 Postulat Weder-Basel Tierschutzkommissionen. Erweiterung Protection des animaux. Elargissement des commissions

Wortlaut des Postulates vom 22. März 1985

Der Bundesrat wird ersucht, die Tierschutzverordnung dahingehend zu ergänzen, dass die Eidgenössische Kom- mission für Tierversuche und die kantonalen Aufsichtskom- missionen erweitert werden durch Humanmediziner (prakti- sche Ärzte) und Geisteswissenschafter (Ethiker, Philoso- phen).

Texte du postulat du 22 mars 1985

Le Conseil fédéral est prié de compléter l'ordonnance fédé- rale sur la protection des animaux en ajoutant que des représentants de la médecine humaine (praticiens) et des sciences morales (éthique, philosophie) figureront dans la Commission fédérale pour les expériences sur animaux et dans les commissions de surveillance cantonales.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

In der Verordnung heisst es, die Eidgenössische Kommis- sion für Tierversuche werde zusammengesetzt aus Fachleu- ten für Versuchstierkunde, Tierversuche und Tierschutzfra- gen. Die wissenschaftlichen Fachleute sind dann meist Experimentatoren, Vertreter aus der Industrie, beamtete Tierärzte. Die Vertreter des Tierschutzes hingegen sind in der Regel naturwissenschaftliche Laien. Es ist ihnen nicht oder nur unter grossem Aufwand möglich, die Fachsprache der Forscher zu entziffern und herauszufinden, was eigent- lich in den Versuchen mit den Tieren geschieht und welcher Zweck damit verfolgt wird.

Die Anwesenheit eines Humanmediziners in der Kommis- sion könnte die heute übliche Diskrepanz zwischen For- schung im Elfenbeinturm und den Problemen des kranken Menschen überbrücken. Der Arzt, «Nutzniesser» der Tierver- suche in Forschung und Industrie, hätte ein gewichtiges Wort mitzureden bei der Beurteilung von wissenschaftli- chem Wert, Berechtigung und Unerlässlichkeit von Gesu- chen.

Einen Geisteswissenschafter könnte man zwar als Laien auf dem Gebiet der exakten Naturwissenschaften bezeichnen, er würde aber die gesamte «Zweck-Ethik-Problematik» auf eine andere Ebene bringen und damit verhindern, dass Gesuche immer von vorgefassten Meinungen und eingefah- renen Ideologien aus beurteilt werden. Auch sie könnten zur

gesetzlich verankerten «Unerlässlichkeit» (Art. 14) neue Aspekte einbringen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Mai 1985 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 mai 1985 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis

85.341 Postulat Stamm Walter Postsendungen. PVC-Verpackung Envois postaux en emballages PVC

Wortlaut des Postulates vom 8. Februar 1985

In ständig steigendem Umfang werden durch die Verlage Zeitschriften und Periodikas in PVC-Klarsichtfolien verpackt den Postempfängern zugestellt. Dies belastet unnötiger- weise die Kehricht- und Abfallbeseitigung. Im Interesse einer Verminderung der Schadstoffbelastung der Umwelt wird der Bundesrat gebeten, die Postbeförderungsbestimmungen so zu ändern, dass Postsendungen mit PVC-Verpackung nicht mehr angenommen werden.

Texte du postulat du 8 février 1985

Les maisons d'édition envoient en quantités toujours plus importantes des revues et des périodiques qui sont enve- loppés dans des feuilles transparentes en PVC. Cela entrave inutilement l'élimination des ordures et des déchets. Aux fins de réduire la pollution de l'environnement par des substances nuisibles, je prie le Conseil fédéral de modifier les dispositions relatives à l'acheminement du courrier de telle sorte que les envois postaux en emballages PVC ne soient plus acceptés.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. April 1985

Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 avril 1985

Klarsichtfolien aus Kunststoff werden seit längerer Zeit welt- weit als Verpackung von Zeitschriften, Prospekten, Katalo- gen und dergleichen verwendet. Die Versender in der Schweiz verwenden jedoch keine Folien aus Polyvinylchlo- rid (PVC), sondern Klarsichthüllen, die vor allem aus Poly- äthylen bestehen. Daher entsteht bei der Vernichtung dieses Verpackungsmaterials keine grössere Umweltbelastung als durch die herkömmlichen Hüllen und Streifbänder aus Papier. Im übrigen geht die Verpackungsindustrie generell dazu über, nach und nach Verpackungen aus umwelt- freundlichen Stoffen herzustellen, die kein Polyvinylchlorid enthalten. Der Bundesrat ist bei dieser Sachlage der Mei- nung, es bestehe kein Anlass, die Postbeförderungsbestim- mungen im Sinne des Postulates zu ändern.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.

Abgelehnt - Rejeté

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Stamm Walter Postsendungen. PVC-Verpackung Postulat Stamm Walter Envois postaux en emballages PVC

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1985

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III

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Session d'été

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Sessione estiva

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 85.341

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 21.06.1985 - 08:00

Date

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Seite

1262-1262

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Schlagwörter

postal packagingPVCenvironmental protectionparliamentary postulatewaste disposal