Fribourg station planning and coordination with GFM

20013281Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)22.03.1985Other

Zusammenfassung

Butty asked how the Federal Council intended to remedy the shortcomings of Fribourg station and whether a new station, joint planning with GFM, and private-sector cooperation for a parking facility should be pursued. The Federal Council acknowledged bottlenecks and inadequate passenger facilities, but said that planning is a management task of the transport undertakings themselves. It noted that GFM and CFF were already jointly planning the project and that the federal railway land could be included. A new station was considered unlikely, and no intervention by the Federal Council was indicated.

Regest

Planning of railway-station infrastructure and coordination with adjacent transport facilities; the Federal Council has no direct power of intervention where the planning of transport undertakings lies within their management autonomy. Existing bottlenecks and inadequate facilities may justify further investigations, but the need for specific construction measures must be determined by subsequent studies; a new station is only a remote option. Where the undertakings concerned have already agreed to joint planning and to include their respective land, federal intervention is unwarranted at the present stage.

Gesamter Gesetzestext

  1. März 1985 N

743

Interpellation Butty

84.588 Interpellation Wanner SBB-Fahrplanangebot. Region Olten Horaire CFF. Région d'Olten

Wortlaut der Interpellation vom 6. Dezember 1984

Seit längerer Zeit gibt das Zugsangebot der SBB in der Region Olten Anlass zu berechtigter Kritik. Ich frage deshalb den Bundesrat an, ob er bereit ist, die SBB anzuhalten, in Zusammenarbeit mit der Stadt Olten folgende Punkte einer sofortigen und ernsthaften Prüfung zu unterziehen:

  1. Halt der Intercity-Züge in Olten.

  2. Verbesserungen des Zugsangebots auf der Jurasüdfuss- Linie.

  3. Bessere Abstimmungen des geltenden Fahrplanes auf die Anschlusszüge in Olten.

Texte de l'interpellation du 6 décembre 1984

Depuis un certain temps, la desserte par les CFF de la région d'Olten donne lieu à des critiques justifiées. Je demande donc au Conseil fédéral s'il est disposé à inciter les CFF à examiner sans délai avec la ville d'Olten les points suivants:

  1. Arrêt à Olten des trains-interville

  2. Amélioration du trafic sur la ligne qui dessert le pied du Jura.

  3. Meilleure coordination de l'horaire actuel et des corres- pondances à Olten.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Eng, Leuenberger-Solo- thurn, Nussbaumer, Pfund, Ruch-Zuchwil, Ziegler (6)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

  1. Halt der Intercity-Züge in Olten. Olten gilt als eigentlicher Eisenbahnknotenpunkt. Erstaunlicherweise und trotz aller Bemühungen der Stadt Olten sind die SBB nach wie vor nicht bereit, die Intercity-Züge in Olten anhalten zu lassen. Dies führt unter anderem dazu, dass es nicht mehr zeitspa- rend möglich ist, von Olten nach St. Gallen zu gelangen. Zudem würde ein Halt der Intercity-Züge in Olten das Zugs- angebot nach Bern und Genf wesentlich verbessern.

  2. Verbesserung des Zugsangebotes auf der Jurasüdfuss- Linie. Vorerst eine grundsätzliche Überlegung: Der Jurasüd- fuss-Linie sollte generell eine grössere Bedeutung zugemes- sen werden. Heute in bezug auf das Zugsangebot in der Region Olten und in Zukunft als denkbarer Ersatz für die NHT, die im Kanton Solothurn aus stichhaltigen Gründen auf entschlossenen Widerstand stösst. Zur gegenwärtigen Situation einige Präzisierungen: Das Angebot von Perso- nenzügen aus dem westlichen Teil der Grossregion Olten auf Schnellzüge ab Olten nach Bern von 6 bis 7 Uhr sollte unbedingt verbessert werden. Das gleiche gilt für die Zeit zwischen 17 und 18 Uhr in der umgekehrten Richtung.

  3. In Abstimmung mit dem jetzigen Fahrplan sollte für Arbeitnehmer aus der unter Punkt 2 genannten Region das Zugsangebot nach Zofingen verbessert werden (z. B. Halt des Italien-Express in Zofingen, Abfahrt in Olten 6.58 Uhr). In der umgekehrten Richtung sollte der Personenzug 17.41 Uhr ab Zofingen etwas vorgezogen werden, damit ein Umsteigen auf den Personenzug 17.49 Uhr ab Olten Rich- tung Solothurn gewährleistet ist.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 20. Februar 1985

Rapport écrit du Conseil fédéral du 20 février 1985

  1. Halt der IC-Züge in Olten. Schon anlässlich der Einfüh- rung des Taktfahrplanes erhob der Kanton Solothurn Anspruch auf einen Halt der Intercity-Züge in Olten. Der ablehnende Entscheid der SBB auf dieses Begehren wurde 'an den Bundesrat weitergezogen.

Im damaligen Entscheid des Bundesrates vom 14. Januar 1981 sind die Erwägungen, die zur Abweisung der Beschwerde führen mussten, einlässlich dargelegt. Da seit- her keine Veränderung im Fahrplanaufbau stattgefunden hat, behalten die damaligen Erwägungen ihre volle Gültig- keit. Auch die mit dem Taktfahrplan gemachten Erfahrun- gen bestätigen die Richtigkeit der damaligen Entscheide. Eine Neuregelung würde den Fahrplanaufbau beeinträchti- gen und als Präzedenzfall zu anderen Begehren führen.

  1. Verbesserungen des Zugsangebots auf der Jurafuss- Linie. Die Schweizerischen Bundesbahnen messen der Jurafuss-Linie die ihr gebührende Bedeutung bei. Mit der Einführung des Taktfahrplans wurden auf dieser Linie die Schnellzugsverbindungen zum Stundentakt verdichtet. Aus- serdem ergaben sich kürzere Reisezeiten, indem alle Schnellzüge zwischen Aarau und Zürich über die kürzere Heitersberglinie geführt werden. Weitere Verbesserungen befinden sich im Hinblick auf die neue Angebotskonzeption der «Bahn 2000» in Prüfung.

In bezug auf die Anschlüsse aus dem westlichen Teil der Region Olten nach Richtung Bern stellt sich die Situation wie folgt:

Morgens zwischen 6 und 7 Uhr stehen zwei Regionalzüge aus Richtung Solothurn zur Verfügung, welche mit Warte- zeiten von 18 bzw. 22 Minuten in Olten Anschlüsse auf Schnellzüge nach Bern vermitteln. Die SBB sind mit Rück- sicht auf verschiedene Anschlussverknüpfungen vorder- hand nicht in der Lage, diese Verbindungen zu verbessern. Eine kürzere Reisezeit (z. B. von Egerkingen nach Bern) kann schon heute erreicht werden, wenn ab Solothurn die direkten Züge der Privatbahn nach Bern via Zollikofen benützt werden.

Abends steht mit Schnellzug 737 und Regionalzug 5874 (ab Sommerfahrplan 1985) eine recht günstige Verbindung zur Verfügung.

  1. Verbesserungen für Anschlusszüge. Aus Richtung Solo- thurn nach Zofingen bestehen um 6.03/6.11 und 7.26/7.35 Uhr gute Verbindungen. Lediglich vom Regionalzug mit Ankunft in Olten um 6.54 Uhr besteht kein direkter Anschluss. Dies rührt davon her, dass die SBB den interna- tionalen «Holland-Italien-Express» in Zofingen nicht anhal- ten lassen können, weil sonst einerseits die Bedürfnisse des internationalen Langstreckenverkehrs beeinträchtigt und andererseits Präjudizien für Haltebegehren in anderen Bahnhöfen geschaffen würden.

Abends vermittelt der Regionalzug mit Abfahrt in Zofingen um 17.41 Uhr in Olten keinen unmittelbaren Anschluss, weil mit Rücksicht auf den grossen Berufs- und Schülerverkehr der Regionalzug Richtung Solothurn nicht zur Taktzeit ver- kehrt, sondern auf Wunsch der Benutzer ab Olten zeitlich vorgezogen wurde.

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt.

84.904 Interpellation Butty Bahnhof Freiburg - Gare de Fribourg

Wortlaut der Interpellation vom 12. Dezember 1984

Die Entwicklung von Freiburg und der ganzen Region hat zu immer mehr Verkehr geführt und bewirkt, dass der SBB- Bahnhof den heutigen Anforderungen nicht mehr genügt. Es zeigen sich insbesondere die folgenden schweren Mängel:

Interpellation Renschler

744

N

22 mars 1985

  • für die Reisenden und ihr Gepäck sowie für den Güterum- schlag ist der Zugang zum Bahnhof und zu den Gleisen mit grossen Schwierigkeiten verbunden;

  • Behinderten ist der Zugang verunmöglicht;

  • Die Koordination zwischen Regionalverkehr (z. B. GFM) und dem nationalen Verkehr ist ungenügend;

  • die Räumlichkeiten entsprechen den heutigen Ansprü- chen des Personals nicht mehr;

  • Empfangseinrichtungen fehlen ganz;

  • erschwertes Vorwärtskommen für die Benutzer innerhalb und ausserhalb des Bahnhofs.

Ich bitte den Bundesrat um Antwort auf die folgenden Fragen:

  1. Was gedenkt er zu tun, um die Mängel des SBB-Bahn- hofs Freiburg zu beheben? Wäre es nicht angezeigt, umfas- sende Umbauarbeiten und Verbesserungen oder gar - was vernünftiger wäre - einen Bahnhofneubau vorzusehen?

  2. Die Freiburger Transportbetriebe (GFM) planen für den Regionalverkehr einen neuen Bus-Terminal: Wäre es da nicht angezeigt, die neue SBB-Anlage in Zusammenarbeit mit den GFM zu planen? Die Grundstücke - sie sind Eigen- tum der SBB und der GFM - würden eine solche Koordina- tion ohne weiteres zulassen; diese wäre sowohl zur Förde- rung des öffentlichen Verkehrs als auch für den Dienst am Kunden sehr erwünscht.

Wäre es ferner nicht angezeigt, mit dem privaten Sektor zusammenzuarbeiten, um den Bau eines Parkings unter dem Güterbahnhof zu ermöglichen? Ein solches Parking würde sowohl den SBB selber und ihren Benutzern als auch ganz allgemein denjenigen Personen, die ins Stadtzentrum wollen, wertvolle und unentbehrliche Dienste leisten.

Darf man nicht davon ausgehen, dass diese Verbesserungen ganz auf der Linie der Geschäftspolitik liegen, welche die SBB zur Förderung des öffentlichen Verkehrs beschlossen haben?

Texte de l'interpellation du 12 décembre 1984

La gare CFF de Fribourg ne correspond manifestement plus aux exigences d'un trafic devenu de plus en plus important par le développement de la ville de Fribourg et de toute la région.

Elle révèle des insuffisances graves telles que:

  • grandes difficultés d'aborder la gare et les voies pour les voyageurs, leurs bagages, de même que pour la gare aux marchandises;

  • impossibilité d'accès pour les handicapés;

  • insuffisances de coordination entre le trafic régional (GFM, par ex.) et le trafic national;

  • locaux inadaptés aux exigences normales du personnel;

  • manque complet d'infrastructures d'accueil;

  • mauvaise circulation des usagers à l'intérieur comme à l'extérieur.

Dès lors, je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:

  1. Que pense-t-il faire pour remédier aux insuffisances de la gare de Fribourg? Ne serait-il pas nécessaire de prévoir des transformations et améliorations importantes ou plutôt, ce qui serait plus logique, d'envisager la construction d'une nouvelle gare ?

  2. Une nouvelle gare routière étant prévue pour le trafic régional par les chemins de fer fribourgeois (GFM), ne serait-il pas indiqué d'envisager ces nouvelles infrastruc- tures CFF en collaboration avec les GFM?

Les terrains - propriété des CFF et des GFM - pourraient parfaitement permettre une telle coordination. Elle serait souhaitable aussi bien pour le développement des trans- ports publics que pour le service de la clientèle.

Enfin, ne serait-il pas indiqué de collaborer également avec le secteur privé pour assurer la réalisation d'un parking sous la gare aux marchandises? Cela rendrait de précieux et indispensables services aussi bien aux CFF eux-mêmes qu'à la clientèle des trains et aux usagers du centre-ville en général.

En conclusion, ne faut-il pas admettre que ces réalisations devraient s'inscrire dans la ligne de politique commerciale décidée par les CFF en vue de favoriser l'utilisation des transports publics?

Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et désire une réponse écrite.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 4. März 1985

Rapport écrit du Conseil fédéral du 4 mars 1985

A l'heure actuelle, la gare de Fribourg et ses environs comportent effectivement des goulets d'étranglement. A l'intérieur, les infrastructures d'accueil sont parfois exiguës et ne répondent plus aux exigences de notre époque. Aux abords de la gare, les points d'arrêt des lignes d'autobus GFM sont particulièrement précaires. Ils ne satisfont pas aux besoins du trafic, ni à ceux d'une exploitation économique. Cela étant, les GFM envisagent depuis quelque temps de construire une nouvelle gare routière. Par souci de coordi- nation, ils sont convenus avec les CFF de réaliser ensemble les travaux de planification et d'y incorporer également le terrain de la régie fédérale. Les efforts communs visent à faciliter le passage entre les divers moyens de transport, à créer des locaux convenant aux usagers et à obtenir une exploitation commerciale optimale.

La planification fait partie des tâches de gestion des entre- prises de transport intéressées. Le Conseil fédéral ne peut donc pas intervenir et ne voit pas la raison de le faire dans l'état actuel des travaux.

Seules les enquêtes ultérieures montreront quelles sont les constructions nécessaires pour créer des conditions satis- faisantes. L'édification d'une nouvelle gare ne saurait toute- fois guère entrer en ligne de compte.

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.

84.922

Interpellation Renschler Jumbo-Abschuss. Beurteilung durch den Bundesrat

Avion coréen abattu. Appréciation du Conseil fédéral

Wortlaut der Interpellation vom 13. Dezember 1984

Ein Jahr nach dem Abschuss eines verirrten koreanischen Zivilflugzeugs über der Insel Sachalin durch die sowjetische Luftwaffe am 1. September 1983 sind verschiedene Untersu- chungen über die näheren Umstände des Zwischenfalls publiziert worden («The Nation» Ohio/USA, Nr. 4, Vol. 239, August 1984; «Der Spiegel» Nr. 39 bis 42/1984.

Aufgrund dieser Berichte ist es wahrscheinlich, dass der Jumbo-Jet vom Piloten wissentlich oder willentlich über sowjetisches Territorium gesteuert worden ist, und es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine provozierte Luftraumverletzung gehandelt hat. Andererseits gilt es als wahrscheinlich, dass die sowjetische Luftwaffe diese Zivil- maschine aufgrund eigener nachrichtendienstlicher Irrtü- mer und Missverständnisse abgeschossen hat.

Die Schweiz hat sich in der Annahme, dass es sich um einen vorsätzlichen Aggressionsakt gehandelt haben muss, am Luftverkehrsboykott gegen die Sowjetunion beteiligt.

Ich frage den Bundesrat:

  1. Wie beurteilt er heute aufgrund der neueren Untersu- chungen diesen aussenpolitischen Zwischenfall?

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Butty Bahnhof Freiburg Interpellation Butty Gare de Fribourg

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1985

Année

Anno

Band

II

Volume

Volume

Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 84.904

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 22.03.1985 - 08:00

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743-744

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20 013 281

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