National Council transmits Geissbühler postulate on federal decentralization

20013192Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)11.03.1985Granted

Zusammenfassung

In the National Council, Geissbühler’s postulate 83.401 requested that the Federal Council examine whether and when the Federal Statistical Office and the Federal Alcohol Administration could be relocated to Biel. After debate, the Federal Council stated that it would take over the postulate. The President then noted that no objection was raised from the floor, and the postulate was transmitted. The excerpt also mentions a separate motion Carobbio on vocational training reform, but no decision on that item is contained in the provided passage.

Regest

Parliamentary postulate; transmission to the Federal Council. Where the Federal Council declares itself ready to take over a postulate and no objection is raised, the chamber transmits the postulate without further vote. The procedural effect is limited to requiring governmental examination; it does not itself decide the merits of the requested administrative measure.

Gesamter Gesetzestext

11 mars 1985 N

408

Motion Carobbio

Postulat aus der Mitte des Rates bekämpft? Das ist nicht der Fall.

Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

83.401 Postulat (Räz)-Geissbühler Bundesverwaltung. Dezentralisierung Administration fédérale. Décentralisation

Wortlaut des Postulates vom 7. März 1983

Im Rahmen der erwogenen Dezentralisierung von Teilen der Bundesverwaltung einerseits und der Verstärkung der regio- nalpolitischen Massnahmen andererseits wird der Bundes- rat eingeladen zu prüfen, ob und wann eine Verlegung des Bundesamtes für Statistik und der Eidgenössischen Alko- holverwaltung in die zweisprachige und sehr gut erschlos- sene Stadt Biel in Aussicht genommen werden könnte.

Texte du postulat du 7 mars 1983

Dans le cadre de la décentralisation, à l'étude actuellement, de certains services de l'administration fédérale, d'une part, et du renforcement des mesures de politique régionale, d'autre part, le Conseil fédéral est invité à examiner si on pourrait envisager un transfert de l'Office fédéral de la statistique et de la Régie fédérale des alcools vers Bienne, ville où l'on pratique le bilinguisme et qui bientôt disposera d'excellentes liaisons routières et ferroviaires. Le cas échéant, quand ce transfert pourrait-il avoir lieu?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Blocher, Geissbühler, Graf, Hofmann, Kohler Raoul, (Roth) (7)

Geissbühler: Der Vorstoss Räz wünscht eine Prüfung der Frage der Verlegung des Eidgenössischen Statistischen Amtes und der Alkoholverwaltung nach Biel. Zur Dezentrali- sation der Bundesverwaltung ist hier im Rate bereits mehr- mals motioniert, postuliert und interpelliert worden, so dass mit diesem Vorstoss von alt Kollega Raz ein alter Hase aufgescheucht wird.

Die meisten Vorstösse konzentrieren sich auf die Jahre 1982 und 1983, zum Teil sicher vor dem Hintergrund wirtschaftli- cher Schwierigkeiten, die sich die in einzelnen Regionen, besonders aber in den Regionen der Uhrenindustrie, zu dieser Zeit bedrohlich bemerkbar machten. Die verständli- chen Begehren zur Ansiedlung von Arbeitsplätzen der Zen- tralverwaltung des Bundes in betroffenen Regionen, aber andererseits auch die vom Angebot her schwierige und vor allem kostspielige Beschaffung von Baugrund im Raume der Bundesstadt legen die Wünsche einer solchen Umsied- lung nahe.

Der Vorstoss Räz deckt sich in seinem Inhalt mit der Motion von Herrn Kollega Houmard aus dem Jahre 1982, die erst vor Jahresfrist auf Antrag des Bundesrates im Rate als Postulat überwiesen wurde. Es erübrigt sich somit, jetzt nochmals eine Verlegung des Statistischen Amtes und der Alkoholver- waltung nach Biel in allen Details zu begründen, da sich an der damaligen Situation ohnehin kaum etwas geändert hat. Nur auf drei Hauptargumente möchte ich hier stichwortartig hinweisen, nämlich auf die verhältnismässig kurze Distanz zur Bundeshauptstadt, auf die nach der Fertigstellung der T6 geradezu idealen Verkehrsverhältnisse und schliesslich auf die Zweisprachigkeit der Stadt Biel mit dem entspre- chenden Ausbildungsangebot. Diese Tatsachen können kaum übersehen werden.

Nun haben wir in der Fragestunde als Antwort auf eine Frage von Herrn Butty gehört, dass die seit langem vom

Bundesrat eingesetzte Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Dezentralisation der Bundesverwaltung ihren Schlussbe- richt abgeliefert hat. Somit verbleiben mir nur noch der Wunsch und die Hoffnung, dass der Bundesrat diesem Begehren folgen wird.

Ich bitte Sie, diesem Postulat, im Einklang mit früher gefass- ten Entscheiden, zuzustimmen.

Bundesrat Stich: Nach den Erfahrungen von heute nimmt der Bundesrat dieses Postulat selbstverständlich entgegen. Die meisten Fragen haben wir bereits geprüft, erfüllen kön- nen wir aber sicher nicht alle.

Präsident: Herr Bundesrat Stich ist bereit, das Postulat von Herrn Geissbühler entgegenzunehmen. Wird es aus der Mitte des Rates bekämpft? Das ist nicht der Fall.

Überwiesen - Transmis

83.382 Motion Carobbio Berufsbildung. Gesetzesrevision Formazione professionale. Revisione della legge Formation professionnelle. Révision de la loi

Wortlaut der Motion vom 16. März 1983

Damit der raschen technischen Entwicklung, wie sie die Industrie und die Wirtschaft ganz allgemein zurzeit erfahren, Rechnung getragen und die berufliche Mobilität der Arbeit- nehmer gefördert werden kann, ist es dringend notwendig, die Berufsbildung in der Schweiz gründlich zu überprüfen. Der Bundesrat wird ersucht, eine Revision des Berufsbil- dungsgesetzes und der zugehörigen Verordnung zu prüfen. Ziel der Revision soll sein, die Berufsbildung in der Schweiz den Entwicklungen der Wirtschaft anzupassen, indem ins- besondere

a. eine vielseitige Berufsausbildung, die sich für verwandte Berufe auf eine einheitliche Grundausbildung stützt, einge- führt und

b. die Zahl der Berufslehren dementsprechend auf wenige grosse Gruppen vermindert wird.

Texte de la motion du 16 mars 1983

Si l'on veut tenir compte de la rapide évolution technique en cours dans l'industrie et en général dans l'économie, et en même temps favoriser la mobilité professionnelle des tra- vailleurs, il faut réexaminer les problèmes de fond de la formation professionnelle en Suisse.

Le Conseil fédéral est prié d'étudier une révision de la loi sur la formation professionnelle et de ses ordonnances d'appli- cation, en vue d'adapter la formation professionnelle en Suisse à l'évolution en cours dans l'économie. Il s'agit de prévoir en particulier:

a. l'institution d'une formation professionnelle polyvalente, s'appuyant sur une formation de base unifiée dans les professions apparentées;

b. la réduction consécutive du nombre des apprentissages à quelques groupes importants.

Testo della mozione del 16 marzo 1983

Per tener conto della rapida evoluzione tecnica in atto nell'industria e in generale nell'economia e anche allo scopo di favorire la mobilità professionale dei lavoratori si impone un riesame dell'impostazione di fondo della formazione professionale in Svizzera.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat (Räz)-Geissbühler Bundesverwaltung. Dezentralisierung Postulat (Räz)-Geissbühler Administration fédérale. Décentralisation

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1985

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Anno

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II

Volume

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Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

06

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

83.401

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 11.03.1985 - 14:30

Date

Data

Seite

408-408

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20 013 192

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