Verwaltungsbehörden 12.06.1984 84.356
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Motion Reymond
ihrem Herzen folgend nun einfach noch etwas mehr will. Weshalb ich es nicht akzeptieren kann, habe ich gesagt.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Für den Antrag des Bundesrates
10 Stimmen 28 Stimmen.
Art. 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 40 Stimmen (Einstimmigkeit)
Abschreibung - Classement
Le président: Le Conseil fédéral vous propose de classer le postulat nº 82 341 de notre collègue M. Zumbühl. Cette proposition est-elle combattue au sein de ce conseil? Ce n'est pas le cas.
Zustimmung - Adhésion An den Nationalrat - Au Conseil national
84.356 Motion Reymond Milchkontingentierung. Neues System Contingentement de lait. Nouveau système
Wortlaut der Motion vom 13. März 1984
Die Milchkontingentierung ist seit dem 1. Mai 1977 in Kraft. Das einem Produzenten zugeteilte Kontingent wurde in erster Linie aufgrund der in den Jahren 1974/75 und 1975/76 gelieferten Milch festgelegt. Trotz einiger individueller und genereller Anpassungen, die seither gemacht worden sind, wird die Produktion heute zum grossen Teil durch Fakten beschränkt, die bereits zehn Jahre alt sind.
Da die Milchkontingentierung die Betriebe daran hindert, sich entsprechend der Generationenfolge und der Wand- lung der Lebensumstände zu entwickeln, wirkt sie äusserst einschränkend und lähmend. Gewiss, sie hat substanzielle Erhöhungen des Milchpreises ermöglicht. Da die geltende Regelung jedoch den Bundesrat beauftragt, die Liefer- menge für Zehntausende über das ganze Land verstreute Produzenten auf das Kilo genau festzulegen, stellt sie eine staaatliche Lenkung dar, wie sie bisher noch nie bestand und wie sie für keinen anderen Bereich der Landwirtschaft weder im Inland noch im Ausland besteht.
Der Zeitpunkt ist gekommen, den Betrieben wieder ein biss- chen Spielraum zurückzugeben und den Berufsorganisatio- nen, die dazu bereit sind, mehr Möglichkeiten zur Initiative einzuräumen. Ein System des Kontingentenaustausches unter.den Produzenten des gleichen Milchverbandes, wie es bereits bestehende Studien vorschlagen, würde es ermögli- chen, diese Ziele zu erreichen.
Der Bundesrat wird deshalb eingeladen, auf der Grundlage von Artikel 5 Absatz 3 und unter Berücksichtigung von Artikel 5a des Milchwirtschaftsbeschlusses 1977 so rasch wie möglich eine Regelung zu treffen, die es den Milchver- bänden erlaubt, ein Verfahren für den Austausch von Kon- tingenten unter ihren Produzenten einzuführen.
Texte de la motion du 13 mars 1984
Le contingentement de la production laitière est en vigueur depuis le 1er mai 1977. Le contingent dont dispose actuelle- ment chaque producteur a été déterminé en tenant compte, en premier lieu, de la quantité de lait livrée au cours des années 1974/1975 et 1975/1976. Malgré certaines adapta- tions individuelles ou générales intervenues dans l'inter- valle, la production d'aujourd'hui est donc, en grande partie, limitée par des données qui sont vieilles d'une dizaine d'années.
En empêchant les exploitations d'évoluer comme il convien- drait au gré de la succession des générations et des circons- tances de l'existence, le contingentement est une mesure extrêmement coercitive et sclérosante. Certes, elle a rendu possible de substantielles augmentations du prix du lait. Mais, en chargeant le Conseil fédéral de fixer au kilo près le volume des livraisons de dizaines de milliers de producteurs répartis dans tous le pays, le régime en vigueur comporte un dégré de dirigisme jamais atteint auparavant et qui n'a pas son pareil dans d'autres branches de l'agriculture suisse ou à l'étranger.
Le moment est venu de rendre un peu de flexibilité aux exploitations et de confier davantage d'initiatives aux orga- nisations professionnelles prêtes à les assumer. Un système d'échange de contingents entre producteurs d'une même fédération laitière, dans le sens des études déjà effectuées, permettrait d'atteindre ces objectifs. Aussi, sur la base de l'article 5, 3e alinéa et compte tenu des dispositions de l'article 5a de l'arrêté sur l'économie laitière 1977, le Conseil fédéral est invité à édicter dans le plus bref délai la régle- mentation permettant aux fédérations laitières d'instituer une procédure d'échange de contingents entre leurs pro- ducteurs respectifs.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubert, Bauer, Binder, Brahier, Bürgi, Dobler, Dreyer, Ducret, Genoud, Gerber, Hophan, Jagmetti, Knüsel, Lauber, Matossi, Meier Hans, Meylan, Moll, Schaffter, Schoch, Schönenberger, Steiner, Stucki, Zumbühl (24)
Le président: M. Reymond m'a annoncé qu'il considérait sa motion comme étant développée par le texte de son inter- vention et dont vous avez eu l'occasion de prendre connais- sance. Je l'en remercie et donne donc immédiatement la parole à M. Furgler, conseiller fédéral.
Bundesrat Furgler: Die Frage der Milchkontingentierung beschäftigt Bundesrat und Parlament seit Jahren. Wir haben auch alljährlich versucht, durch sinnvolle Änderungen, Anpassungen, Verbesserungen der zwei Kontingentierungs- verordnungen die zugegebenermassen einschneidenden Massnahmen für die Produzenten möglichst tragbar zu machen. Dass sich die Milchkontingentierung grosso modo bewährt hat, wird von niemandem bestritten. Vielleicht ist es auch ein typisches Zeichen, dass sich die EG heute - mit einigen Jahren Verzug - auch zu einer solchen Massnahme gezwungen sieht, um das Milchproblem in den Griff zu bekommen.
Ich füge sofort bei: Es wäre Ihnen und mir viel lieber, wenn man den Milchsektor völlig frei gestalten könnte; aber bis jetzt konnte mir und Ihnen niemand eine echte Alternative zur Milchkontingentierung empfehlen. Ohne diese Mass- nahme wäre es völlig undenkbar, den jetzt gültigen Milch- preis zu bezahlen; denn Sie kennen den Marktmechanis- mus: Wenn Sie mehr produzieren, brauchen Sie mehr Abnehmer; wenn Sie aber keine zusätzlichen Abnehmer finden, dann müssen Sie im Preis nachgeben; das hat man mit Blick auf Artikel 29 des Landwirtschaftsgesetzes heute gegenüber den Landwirten nicht getan. Man hat den Preis garantiert. Also muss man mit Bezug auf den Ausstoss, auf das Quantum, massvoll bleiben.
Ein ausgedehntes Versuchsverfahren half mit, die Kontin- gente mindestens teilweise den veränderten Verhältnissen anzupassen. Ich darf Herrn Reymond sagen, dass in sieben Jahren über rund 65 000 Gesuche zu entscheiden war. Er ist
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Motion Reymond
ja diesbezüglich selbst ein Spezialist. Sodann hat die Struk- turänderung in der Landwirtschaft dazu geführt, dass die durchschnittliche Kontingentsgrösse von 48 890 Kilogramm per 1. Mai 1979 auf 56 434 Kilogramm pro 1982/83 angestie- gen ist. Es trifft also nicht zu, wenn da und dort gesagt wird, die Produktion werde heute zum grossen Teil durch Fakten beschränkt, die bereits zehn Jahre alt seien. In Tat und Wahrheit erfolgte ein gewisser Anstieg. Dessen ungeachtet vermöchte ein Kontingentenaustausch ohne Zweifel unter den Milchproduzenten selbst den verhältnismässig starren Kontingenten entgegenzuwirken. Das ist auch die Idee des Motionärs; eine ähnlich lautende Motion wurde im National- rat eingereicht. Studien, die wir erstellen liessen, haben gewisse Vorteile des Systems aufgezeigt; aber ich wäre unehrlich, wenn ich Ihnen nicht sagte, dass die gleichen Studien natürlich auch eine grosse Zahl von Problemen, ja sogar Nachteile bei einem derartigen Kontingentenaus- tausch aufzeigten. Auf jeden Fall müsste auch hier der Bund die Spielregeln aufstellen.
Die Auffassungen über einen möglichen Kontingentenaus- tausch sind innerhalb der Landwirtschaft noch sehr kontro- vers. Während der Waadtländer Milchverband die neue Idee unterstützt, hat sich beispielsweise der Milchverband Bern als grösster Verband dagegen ausgesprochen. Auf jeden Fall könnten wir einen derartigen Kontingentenaustausch rechtlich nicht auf den Milchwirtschaftsbeschluss 1977 abstützen. Man müsste also hier eine neue Rechtsgrundlage schaffen. Sie wissen, dass aber bereits die Vorbereitungen für den Milchwirtschaftsbeschluss 1987 angelaufen sind. Es wird eine kluge Politik sein, alle mit diesem Vorstoss zusammenhängenden Fragen in die Revisionsbemühungen für den neuen Milchwirtschaftsbeschluss einzubringen, sie aber nicht vorweg sektoriell zu lösen. Dannzumal wird das Parlament die Grundfragen des Milchwirtschaftsbeschlus- ses zu entscheiden haben.
Aus diesen Überlegungen empfiehlt Ihnen der Bundesrat, die Motion in ein Postulat umzuwandeln, damit die Fragen von Herrn Reymond im Zusammenhang mit dem Erlass des neuen Milchwirtschaftsbeschlusses weiter geprüft werden können.
M. Reymond: Je tiens à remercier le Conseil fédéral de sa réponse positive à ma motion tendant à l'institution d'une procédure d'échange des contingents laitiers entre les pro- ducteurs d'une même fédération laitière. J'aimerais d'abord rappeler qu'aujourd'hui déjà, une forme d'échange des con- tingents existe dans le cadre de chaque société de laiterie. Ces échanges s'opèrent en particulier en fin d'année laitière sous la forme de compensations entre les producteurs qui n'ont pas atteint leur quota et ceux qui l'ont dépassé. Ce système est simple et efficace. Il constitue un assouplisse- ment nécessaire du contingentement individuel. Il fonc- tionne bien, avec la bénédiction, je le précise, des ordon- nances du Conseil fédéral. Il suffirait dès lors de l'étendre de la même manière au niveau des fédérations laitières pour que chacune de celles-ci s'organise afin de répartir sur son territoire les contingents libérés par certains fournisseurs de lait.
Le Conseil fédéral, cans sa réponse, nous rappelle que la Fédération laitière bernoise est opposée à l'échange des contingents. Je crois cependant qu'il est tout à fait possible de prévoir une législation laissant chaque fédération décider librement de la mise sur pied ou non d'un système d'échange de contingents sur son territoire dans le cadre des dispositions que fixera l'autorité. Je suis personnelle- ment suffisamment respectueux, par mes convictions fédé- ralistes, des particularismes régionaux pour admettre que, dans ce domaine, les uns pratiquent différemment des autres. Il suffira pour cela que le législateur fédéral laisse le maximum d'autonomie et de liberté d'action à chaque fédé- ration.
C'est pourquoi je me réjouis de la réponse du Conseil fédéral lorsqu'il dit que l'examen de la question sera pour- suivi dans le cadre des travaux préliminaires concernant l'arrêté sur l'économie laitière 1987. Compte tenu du fait que
notre exécutif considère, ce qui n'est pas mon opinion, ni non plus celle de tous les juristes de la Confédération à ma connaissance, que l'arrêté sur l'économie laitière 1977 ne permet pas, au niveau des fédérations, l'échange des contin- gents, j'accepte de transformer ma motion en postulat, en remerciant d'abord le Conseil fédéral de sa réponse, ensuite mes nombreux collègues qui ont contresigné la motion, témoignant ainsi de l'acuité comme de l'urgence du pro- blème.
Le président: Le postulat est-il combattu au sein du con- seil? Je constate qu'il n'est pas combattu.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
Schluss der Sitzung um 19.30 Uhr La séance est levée à 19 h 30
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1984
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III
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Sommersession
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Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.356
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
12.06.1984 - 17:15
Date
Data
Seite
273-274
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Pagina
Ref. No
20 012 655
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