Verwaltungsbehörden 22.03.1984 82.600
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Motion (Duboule)-Pini
400
N
22 mars 1984
1985 befristete Kompetenz, die bereits verschiedentlich angerufen werden musste.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.
Iten: Das durch diese Motion vertretene Anliegen bezieht sich nicht nur auf Bachverbauungen, sondern auch auf Vorstösse, die in den letzter zwei Wochen hier deponiert worden sind im Zusammenhang mit den Subventionen an Lawinenverbauungen. Aufgrund der Erklärung des Bundes- rates bin ich unter Umständen bereit, die Motion zurückzu- ziehen. Ich bin damit einverstanden, dass man im ersten Teil der Begründung, wo es um das Formale geht, im Moment durch eine Motion nichts ar deres beschliessen kann, als was das Parlament selber durch die Sparbeschlüsse bis 1985 beschlossen hat. Wer die Anliegen in bezug auf Sub- ventionsbeiträge für Lawinen- oder Bachverbauungen hier zu vertreten hat, wird künftig wenn es um die neuen Spar- beschlüsse geht, hier antreten müssen.
Der zweite Teil des Anliegens betrifft aber die Auszahlungs- praxis für solche Subventionen, von denen der Bundesrat in seiner Antwort in Ziffer 2 sagt, dass sie nur dann ausbezahlt werden, wenn die Subvent onsabrechnungen vorliegen, geprüft und als richtig befunden worden sind. Und gerade um solche Auszahlungen geht; es. Ich möchte Herrn Bundes- rat Stich bitten, hier zu erklären, dass für jene Kantone und Gemeinden, die vom Bund Subventionszahlungen zugute haben, und für die diese Voraussetzungen erfüllt sind, die Auszahlung an die Gemeinden und die Kantone unverzüg lich erfolgt. Es hat nämlich keinen Sinn, vorher relativ gross- zügig zu sein bei der Zusicherung von Subventionen. Hinter- her, wenn die Kantone und die Gemeinden Vorinvestitionen getätigt haben, wird dann die Subvention vom Bund für die Zinslast aufgebraucht.
Sofern der Bundesrat bereit ist, für Gemeinden und Kan- tone, welche grössere Beträge an abgerechneten Subven- tionen noch zugute haben, die Zahlungen inskünftig spedi- tiv zu tätigen, bin ich bereit, die Motion zurückzuziehen.
Bundesrat Stich: An sich werden Sie sich zu diesem Thema bereits beim Anschlussprogramm äussern können, zur Frage der Subventionen ganz: generell.
Zur zweiten Frage wegen der Auszahlung gibt es im jetzigen Gesetz eine Vorschrift, die besagt (in Art. 6), dass der Bund ein Jahr zuwarten kann. Ich möchte Sie aber darauf hinwei- sen, dass das Parlament die Verpflichtungskredite und den Zahlungsrahmen festlegt. Dieser Zahlungsrahmen sollte eigentlich für den Bundesrat verbindlich sein. Aber in der Grundidee bin ich mit dem Motionär absolut einverstanden, dass wir zu einer Lösung kommen sollten, d. h. dass der Bund seine Verpflichtungen in Zukunft wieder terminge- recht erfüllen kann gegenüber Kantonen, Gemeinden und anderen Subventionsempfängern. Aber im Moment haben wir also gemäss Gesetz - das Sie gemacht haben - die Möglichkeit, ein Jahr mit den Zahlungen zuzuwarten. Des- halb danke ich, wenn die Motion zurückgezogen wird. Das Problem wird ohnehin im Anschlussprogramm wieder zur Diskussion stehen.
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Le président: M. Iten retire sa motion.
82.600 Motion (Duboule)-Pini Bundesverwaltung. Arbeitszeitverkürzung Administration fédérale. Réduction de la durée du travail
Wortlaut der Motion von 30. November 1982 Der Bundesrat wird eingeladen, bei der Beratung des Voran- schlages 1984 einen neuen Bericht über die vorgesehene
Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit in der Bundesver- waltung vorzulegen.
Der Bericht soll die allgemeine Wirtschaftslage und die Notwendigkeit berücksichtigen, das Finanzdefizit des Bun- deshaushaltes zu vermindern und an der Gleichbehandlung der Bundesangestellten und der Arbeitnehmer der Privat- wirtschaft in bezug auf die Arbeitszeit festzuhalten.
Der Bundesrat wird eingeladen, in der Bundesverwaltung eine nach Dienstkategorien abgestufte Arbeitszeitverkür- zung vorzusehen.
Texte de la motion du 30 novembre 1982
Le Conseil fédéral est invité à présenter à l'occasion de l'examen du budget 1984 un nouveau rapport sur la réduc- tion envisagée des heures hebdomadaires de travail dans l'administration.
Il tiendra compte de la situation générale de l'économie, de la nécessité de réduire de déficit des finances publiques et du maintien de l'équité quant à l'horaire de travail entre employés de l'administration et salariés privés.
Le Conseil fédéral est invité à envisager une réduction différenciée des horaires de travail suivant la catégorie de services de l'administration.
Mitunterzeichner - Cosignataires: (Bacciarini, Barchi), Cevey, Couchepin, (Delamuraz), Dupont, Frey-Neuchâtel, (Girard, Junod), Martin, Petitpierre, Pini, (Spreng) 13
M. Pini: Cette motion mérite d'être développée dans le sens et dans l'esprit de M. Duboule, récemment décédé. Nous avions présenté cette motion ensemble, lors de la discussion sur le budget 1983. Il s'agissait d'une revendica- tion concernant la diminution de la durée de travail au sein de l'administration fédérale à 42 heures hebdomadaires. On avait alors cru utile de suggérer au Conseil fédéral de revoir le problème de la réduction des heures de travail, en tenant compte des nécessités des services de l'administration fédé- rale et de ses régies. C'était là une possibilité offerte au gouvernement de rompre la rigidité imposée par le plafon- nement des effectifs du personnel fédéral.
Aujourd'hui, je pense que cette motion a conservé encore toute son actualité, et je suis certain que le Conseil fédéral peut l'accepter, car elle répond aux soucis non seulement du gouvernement mais aussi du Parlement en ce qui con- cerne le bon fonctionnement des différents secteurs de l'administration fédérale.
Par conséquent, dans le respect du sens, de l'esprit et de la portée de cette motion de M. Duboule, je vous invite à en suivre les conclusions.
Bundesrat Stich: Es gibt drei Gründe, diese Motion abzuleh- nen. Der erste: es ist ein Auftrag, Ihnen mit dem Budget 1984 einen Bericht vorzulegen. Diese Chance haben wir bereits verpasst. Das Budget ist bereits durch Sie genehmigt.
Der zweite und wichtigste Grund liegt darin, dass wir es ablehnen, die Arbeitszeitverkürzung unterschiedlich nach Dienstkategorien vorzunehmen. Der Bundesrat legt Wert darauf, das ganze Personal gleich zu behandeln. Das ist der wesentliche Grund, warum wir diese Motion ablehnen.
Der dritte Grund liegt darin, dass wir den Bericht über die Arbeitszeitverkürzung bereits veröffentlicht haben. Deshalb ist die Meinung gemacht. Sie haben dort Stellung zu neh- men. Wir können und wollen diesen Bericht nicht zurück- nehmen, um ihn im Sinne der Motion zu ändern. Deshalb bitte ich Sie, die Motion abzulehnen.
Le président: Le Conseil fédéral propose de refuser la motion. M. Pini la maintient.
Abstimmung - Vote Für die Überweisung der Motion Minderheit
Dagegen offensichtliche Mehrheit
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Motion (Duboule)-Pini Bundesverwaltung. Arbeitszeitverkürzung Motion (Duboule)-Pini Administration fédérale. Réduction de la durée du travail
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1984
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Band
I
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
82.600
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Numero dell'oggetto
Datum
22.03.1984 - 15:00
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Seite
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