Verwaltungsbehörden 21.03.1984 83.414
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Postulat Günter
Bundesrat Egli: Ich glaube - Herr Allenspach -, Sie verken- nen den rechtlichen Charakter dieses Postulates. Sie wis- sen, dass wir seit einigen Jahren in unserer Bundesverfas- sung die Rechtsgleichheit von Mann und Frau aufgenom- men haben und dass wir verpflichtet sind, unsere Gesetzge- bung danach durchzuforsten, wo dieses Rechtsgleichheits- gebot nicht erfüllt ist. Das ist nicht nur ein heilsamer Rat, sondern es ist die Pflicht des Bundesrates, das zu tun. Ich glaube, weder Sie noch ich sind der Meinung, dass wir morgen schon mit einer Gesetzesvorlage aufwarten werden, wonach die Männer bei 63 Jahren in das Rentenalter treten. Aber Sie können uns nicht davon abhalten, dass wir diese Frage prüfen müssen und demzufolge auch prüfen werden.
Allenspach: Nach diesen Erklärungen des Postulanten, der deutlich gemacht hat, dass es lediglich um die Prüfung und nicht um die Durchsetzung dieser Frage geht und nach der Erklärung von Herrn Bundesrat Egli, dass er nicht gedenke, morgen oder übermorgen schon ein diesbezügliches Gesetz zu erlassen bzw. die entsprechenden Vorschriften zu ändern, sondern dass diese Prüfung nur im Rahmen der Prüfungen der Gleichbehandlung von Mann und Frau erfolgt, kann ich auf die Opposition gegen die Überweisung dieses Postulates verzichten.
Le président: M. Allenspach renonce à son opposition. Le postulat n'est pas combattu.
Überwiesen - Transmis
83.414
Motion Gehler
Medikamente. Verfalldatum
Médicaments. Date de péremption
Wortlaut der Motion vom 18. März 1983
Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendige Revision der rechtlichen Grundlagen vorzunehmen, damit in der Schweiz keine Medikamente mehr verkauft oder abgegeben werden dürfen, ohne dass sie ein Verfalldatum (letztes Gebrauchs- datum bei vorschriftsgemässer Lagerung) im Rahmen der Produktedeklaration aufweisen.
Texte de la motion du 18 mars 1983
Le Conseil fédéral est chargé de préparer une révision des dispositions légales afin qu'aucun médicament ne soit plus vendu ni délivré en Suisse sans que la date de péremption (date limite d'utilisation dans les conditions d'entreposage prescrites) ne figure dans la déclaration de la composition du produit.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Akeret, Basler, Bühler- Tschappina, Dürr, Fischer-Weinfelden, Fischer-Hägglingen, Flubacher, Graf, Günter, Nebiker, Oehen, Roth, Schüle, Teuscher, Weber-Schwyz (15)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Le motionnaire renonce à développer sa motion et souhaite une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Réponse du Conseil fédéral
Le Conseil fédéral n'est pas habilité à préparer une révision des dispositions légales concernant les médicaments. Le contrôle de ceux-ci - hormis quelques exceptions - est du ressort des cantons. Ces derniers ont créé l'Office intercan- tonal de contrôle des médicaments (OICM) pour exécuter
certaines tâches. Après entente avec l'OICM, le Conseil fédéral répond ce qui suit au motionnaire:
les préparations que l'on peut qualifier de conservables lorsqu'elles sont entreposées et utilisées conformément aux prescriptions et
les préparations qui ne sont conservables que durant une . période limitée, même lorsque les conditions d'entreposage sont conformes aux prescriptions.
Ces dernières doivent porter une date de péremption si leur conservabilité ne dépasse pas trois ans. Les prescriptions de l'OICM sont conformes aux recommandations du Conseil de l'Europe. Quant aux préparations dites conservables on peut admettre qu'elles peuvent se conserver cinq ans au moins, et souvent beaucoup plus longtemps si elles sont conservées dans un emballage fermée et dans les condi- tions prescrites.
Le président: Le Conseil fédéral propose le rejet de la motion. M. Gehler accepte ce rejet.
83.429 Postulat Günter Verstärkte Salzfluorierung Augmentation du fluor dans le sel
Wortlaut des Postulates vom 6. Juni 1983
Die Sanitätsdirektorenkonferenz hat beschlossen, einer massiv verstärkten Fluorierung des Kochsalzes zuzustim- men, um die Prophylaxe der Zahnkaries zu verstärken. Zwei- fellos kommt dem Fluor eine wichtige Bedeutung bei der Erhaltung kariesfreier Zähne zu. Auf der andern Seite hat die nach den Entscheid in der Öffentlichkeit entstandene Dis- kussion gezeigt, dass möglicherweise durch eine Kumula- tion der Fluoraufnahme bei einzelnen Menschen neue Pro- bleme entstehen können.
Der Bundesrat wird daher gebeten:
a. anzugeben, auf welche ausländische Originaluntersu- chungen sich die Landesregierung stützt bei der Annahme, dass die Langzeitwirkung erhöhter Fluorzufuhr bekannt sei; b. für das fluorierte Salz durch das Bundesamt für Gesund- heit einen Aufdruck vorschreiben zu lassen. Der Aufdruck soll den Konsumenten orientieren, dass dieses vermehrt fluorierte Salz die allenfalls bisher von ihm und seinen Kindern eingenommenen Fluortabeletten ersetzt, dass diese Tabletten also bei Anwendung des Salzes nicht mehr genommen werden sollten, da sonst eine zu hohe Aufnahme von Fluor mit möglichen gesundheitlichen Folgen in Einzel- fällen nicht auszuschliessen ist;
c. eine Untersuchung zu veranlassen und einen Bericht zu erstatten, wie die Aufnahme von Fluor aus verschiedenen Quellen in der Schweiz sich auswirken kann. Es wäre denk- bar, dass besonders empfindliche Bevölkerungsgruppen (Kinder, Schwangere), regionale Bevölkerungen (mit Fluor in der Umgebung) oder durch ihre besonderen Lebensge- wohnheiten exponierte Personengruppen heute durch eine Kumulation der Fluoraufnahme aus Tabletten, Kochsalz,
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Gehler Medikamente. Verfalldatum Motion Gehler Médicaments. Date de péremption
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Jahr
1984
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Anno
Band
I
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
12
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
83.414
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
21.03.1984 - 08:00
Date
Data
Seite
315-315
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