Verwaltungsbehörden 30.11.1983 83.305
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Motion du Conseil national (Oehler)
624
E
30 novembre 1983
Ad 82.056 PTT. Voranschlag 1983. Nachtrag II PTT. Budget 1983. Supplément II
Botschaft und Beschlussentwurf vom 2. November 1983 Message et projet d'arrêté du 2 novembre 1983
Bezug bei der Generaldirektion PTT, Viktoriastrasse 21, Bern S'obtiennent auprès de la Direction générale des PTT, Viktoriastrasse 21, Berne
Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Arnold, Berichterstatter: Die Begehren der PTT im zweiten Nachtrag für das laufende Jahr sind mit 93 Millionen Fran- ken sehr mässig ausgefallen. Darum fasse ich mich sehr kurz; ich anerkenne das Bemühen der PTT, sich bei Nach- trägen zu mässigen, und beantrage, dem Nachtrag II zuzu- stimmen.
Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit
Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1 bis 3 Titre et préambule, art. 1-3 Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 26 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Nationalrat - Au Conseil national
83.305 Motion des Nationalrats (Oehler) Grossbäckerei der PTT Motion du Conseil national (Oehler) Boulangerie industrielle des PTT
Beschluss des Nationalrates vom 23. Juni 1983 Décision du Conseil national du 23 juin 1983
Wortlaut der Motion
Im Rahmen der Verwirklichung des neuen Postbetriebszen- trums im Grossraum Zürich ist auch die Erstellung einer grossen Bäckerei geplant. Diese Bäckerei soll nicht nur die eigene Betriebskantine mit Backwaren und anderen ein- schlägigen Artikeln versorgen, sondern weitere Kantinen ausserhalb des angeführten Postbetriebszentrums versor- gen. Der Bundesrat wird beauftragt, den Bau dieser Gross- bäckerei einstellen und für die hierfür vorgesehenen Räum- lichkeiten und Gerätschaften eine andere Verwendung suchen zu lassen.
Wie erklärt sich der Bundesrat darüber hinaus,
erstellen und hierfür PTT-Mittel für betriebs- und artfremde Zwecke eingesetzt werden?
dass auf diese Weise eine ungehörige Konkurrenz des einschlägigen Gewerbes mit öffentlichen Mitteln eingeführt wird?
dass die zuständigen und verantwortlichen PTT-Organe derart mit den eigenen Mitteln umgehen?
dass nicht einmal ein ordentliches Konkurrenzverfahren durchgeführt und eine Ausschreibung gemacht wurde, die diese Begriffsbestimmung verdient?
dass kein zuständiges und anerkanntes Organ der ein- schlägigen Fachverbände zur Konsultation herbeigezogen wurde, als die Kritik aus der Branche sich verstärkte?
. 6. dass die Bauarbeiten für die Mammutbäckerei nicht ein- gestellt wurden, als die Fehlplanung und der Gigantismus bekannt wurden?
Ist der Bundesrat im weiteren bereit wie auch in der Lage, die Verantwortlichkeiten bei der Entscheidungsfällung wie auch Entscheidungsfindung für diese Grossbäckerei der PTT aufzuzeichnen?
Um künftighin Anstalten des Bundes zu verunmöglichen, artfremde Tätigkeiten aufzunehmen, sind Bremsen einzu- bauen. Hält der Bundesrat dafür, dass das heutige Kontroll- system genügt, um in Zukunft derartige Fehlentscheidun- gen zu verhindern?
Texte de la motion
Selon le projet d'installation du nouveau centre postal d'ex- ploitation destiné à la région zurichoise, les PTT envisagent d'ouvrir une boulangerie industrielle. Celle-ci devrait fournir des produits de boulangerie non seulement à la cantine du centre, mais également à d'autres cantines des PTT situées hors du centre en question. Le Conseil fédéral est chargé d'intervenir afin que l'on renonce à construire cette boulan- gerie industrielle et que l'on cherche à utiliser dans un autre but les locaux et équipements prévus à cet usage. En outre le Conseil fédéral est invité à faire savoir comment il s'explique qu'une telle décision ait pu être prise, notam- ment comment il se fait:
Que les PTT construisent une boulangerie de grande capacité et que des fonds de l'entreprise puissent être utilisés dans un but étranger à la régie et à ses activités normales?
Que l'on en vienne ainsi à concurrencer le secteur privé en utilisant des fonds publics?
Que les organes compétents et responsables des PTT puissent disposer aussi librement de leurs propres fonds?
Que l'on ait même pas laissé se dérouler le jeu normal de la concurrence en lançant un appel d'offres digne de ce nom?
Que l'on n'ait pas consulté un organe compétent et reconnu comme tel de l'association professionnelle dans la branche concernée lorsque la corporation a émis de plus en plus de critique?
Que les travaux de construction de cette boulangerie géante n'aient pas été arrêtés lorsque l'on s'est rendu compte que le projet était faussé et surdimensionné?
Par ailleurs, le Conseil fédéral est-il disposé, s'il est en mesure de le faire, à ordonner que l'on recherche les res- ponsabilités aussi bien en ce qui concerne la prise de décision que les études sur lesquelles la décision s'est fondée, dans le cas de cette boulangerie industrielle des PTT?
Il faut prévoir des mesures afin qu'à l'avenir il soit impossi- ble à des entreprises de la Confédération de se lancer dans des activités qui ne sont pas de leur ressort. Le Conseil fédéral estime-t-il que le système de contrôle actuellement appliqué est suffisant pour éviter que de telles erreurs ne se renouvellent?
Herr Weber unterbreitet namens des Büros den folgenden schriftlichen Bericht:
S
625
Standesinitiative des Kantons Luzern
Der Ständerat hat sich in der Sommersession 1983 mit der Motion Kündig (83.311) zum gleichen Thema eingehend befasst («Amtliches Bulletin» 1983, 199 ff.). Mit der Überwei- sung dieser Motion ist der Bundesrat beauftragt worden, den Entscheid der PTT, im projektierten Postbetriebszen- trum Zürich-Mülligen eine betriebseigene Grossbäckerei einzurichten, rückgängig zu machen. Der Verwaltungsrat der PTT ist diesem Auftrag am 6. September 1983 nachge- kommen.
Die Motion des Nationalrates verlangt im weiteren vom Bundesrat, die Verantwortlichkeiten bei der Entscheidfäl- lung und -findung für diese Grossbäckerei aufzuzeichnen und künftighin artfremde Tätigkeiten von Bundesanstalten zu verunmöglichen.
Ein Teil der verlangten Untersuchung ist bereits von der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates durchge- führt und im Ratsplenum diskutiert worden («Amtliches Bulletin» NR 1983, S. 919 ff.). Weitere Kontrollen sicherte der Bundesrat im Rahmen der gesetzlich festgelegten Kompe- tenzordnung zu.
Das Büro ist der Ansicht, dass die Motion des Nationalrates im wesentlichen erfüllt ist, und beantragt dem Rat, sie abzu- schreiben.
Le président: Vous avez reçu un rapport écrit du Bureau. Le Bureau est d'avis que la motion du Conseil est réalisée pour l'essentiel. Il en propose au Conseil des Etats le classement. En l'absence d'avis contraire, la motion est classée.
Abgeschrieben - Classé
82.202
Standesinitiative des Kantons Luzern Durchgangsbahnhof Luzern Initiative du canton de Lucerne Gare de transit de Lucerne
Beschluss des Nationalrates vom 4. Oktober 1983 Décision du Conseil national du 4 octobre 1983
Wortlaut der Initiative vom 20. April 1982
Die eidgenössischen Räte werden eingeladen, gemäss Arti- kel 2 des Bundesgesetzes über die Schweizerischen Bun- desbahnen vom 23. Juni 1944 einen Bundesbeschluss zu erlassen, wonach Planung und Verwirklichung eines Durch- gangsbahnhofes Luzern, mit den entsprechenden Anschlusslinien, unverzüglich einzuleiten sind. Die heutigen Neu- und Ausbauarbeiten dürfen dadurch nicht verzögert werden.
Texte de l'initiative du 20 avril 1982
Le Grand Conseil du canton de Lucerne invite les Chambres fédérales à adopter un arrêté fédéral en vertu duquel les plans d'une gare de transit à Lucerne et des lignes à y raccorder seraient établis immédiatement pour être ensuite exécutés dans les plus brefs délais. Les travaux d'aménage- ment et d'agrandissement en cours ne doivent pas être retardés.
Herr Gerber unterbreitet namens der Verkehrskommission des Ständerates den folgenden schriftlichen Bericht:
Die Verkehrskommission des Nationalrates hatte im Rah- men ihrer Beratungen über die Initiative auch Behördenver- treter des Kantons Luzern und der Stadt Luzern angehört.
In den letzten Jahren wurde die Frage eines Durchgangs- bahnhofes Luzern auf eidgenössischer Ebene erneut disku- tiert. Am 15. März 1971, wenige Wochen nach dem Bahnhof- brand in Luzern, reichte Nationalrat Albrecht ein Postulat ein, mit welchem er den Bundesrat einlud, die Realisie- rungsmöglichkeiten für einen Durchgangsbahnhof zu prü- fen. Der Vorstoss wurde am 4. Juni 1971 angenommen.
Am 5. Februar 1974 wurde der Bundeskanzlei eine an den Bundesrat gerichtete Petition für eine zeitgemässe Eisen- bahnerschliessung der Region Luzern/Zentralschweiz ein- gereicht. Die von gut 37 000 Personen unterzeichnete Peti- tion enthält als wesentliches Anliegen die baldige Verwirkli- chung eines unterirdischen Durchgangsbahnhofes, der den oberirdischen Kopfbahnhof und die zweigleisige Zufahrt entlasten und den Ausbau des öffentlichen Regionalver- kehrs ermöglichen könnte.
Am 16. Oktober 1974 teilte der Bundesrat dem Petitionsko- mitee mit, dass der gewünschte Durchgangsbahnhof aus finanziellen Gründen erst in einem späteren Zeitpunkt gebaut werden könne. Die SBB müssten die Prioritäten auf die Bedürfnisse des ganzen Netzes ausrichten und ihre Mittel dort einsetzen, wo zusätzliche Kapazität sofort benö- tigt werde. Dies treffe vor allem im öffentlichen Nahverkehr der Region Luzern noch nicht zu. Beim Bau des neuen Bahnhofes sei jedoch darauf zu achten, dass die Erstellung eines künftigen Durchgangsbahnhofes nicht verunmöglicht werde.
«Die Kommission stellt fest, dass die Belassung des heuti- gen Zustandes bedeutsame Nachteile zur Folge hat:
Die Ein- und Ausfahrt in den Bahnhof Luzern kann auf- grund der bestehenden Geleiseverhältnisse nur mit sehr reduzierter Geschwindigkeit erfolgen, was längere Fahrzei- ten auf allen Strecken zur Folge hat.
Da jeweils die Lokomotiven ausgewechselt werden müs- sen, ergibt sich eine grössere Aufenthaltsdauer im Bahnhof als üblicherweise notwendig.
Die bestehenden Geleiseverhältnisse lassen nur Züge von einer reduzierten Länge zu, welche den internationalen Anforderungen nicht entsprechen. Längere Züge des Nord- Süd-Verkehrs müssen bereits heute über andere Routen umgeleitet werden. Die vorgesehene Verlängerung der Geleise um 30 Meter bringt keine entscheidende Verbesse- rung. Es ist deshalb mit Bestimmtheit anzunehmen, dass in Zukunft Luzern immer stärker von der internationalen Nord- Süd-Linie (Gotthardlinie) abgeschnitten wird.
Die jetzigen Bahnhofanlagen erlauben keine nennens- werte Steigerung des Transportangebotes, auch nicht für die Zukunft. Diesem Umstand ist es zuzuschreiben, dass Luzern nicht nur mit normalen Schnellzügen, sondern auch mit dem Taktfahrplan schlechter wegkommt als jede andere vergleichbare Stadt. Dazu die SBB mit einem Schreiben vom Herbst 1980:
‹Der Bahnhof Luzern wird auch nach dem Ausbau mit fast 150 Millionen Franken spürbare Mängel aufweisen, allein ein Durchgangsbahnhof würde den auf weite Sicht nötigen Kapazitätsgewinn bringen.›
Es zählen aber nicht allein die Nachteile der heutigen Situa-
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Dans
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Jahr
1983
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
03
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.305
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
30.11.1983 - 08:00
Date
Data
Seite
624-625
Page
Pagina
Ref. No
20 012 157
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